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MagicsunsetSaintGermainlacastrasbbsnlJuleFelixJen_Ahelga.sobekpippilottchenKrimiMimiEvitaan.annelieseMagnolienbaumRamyraportreachninamcwhiteFabianKenMartinJoNagabrmartlinuxvanhagenKatrinchenNellyDevotaalexanderroscher1HeinerPierre57graefinmadalinapirnau853s0t3r1k3rtanjatanjaradiofreakjenssvealoudwinsonjazahra2017Inga_KrausMinaMAleksfranzi_liestobjectsinhyperspaceRoboAlexaandymichihellimelaniekCookloungeBBQLexypimabikaherr_opunkt_bepunktSandrasotu888sdfsdLuca.calicchiohanneloreKlabauterfamiliedr.vollmann
Fühlst du, wie sie leiden? von FeuerWerke Verlag
Fühlst du, wie sie leiden?
Taschenbuch

Einer Journalistin und Kommissar Wittmann werden Portrait-Fotos einer jungen Frau zugeschickt. Als die Leiche gefunden wird, tauht auch schon das nächste Foto auf und die nächste Leiche. Gemeinsamkeiten gibt es außer den Fotos keine. Frieda Rubens soll dem Team von Marc wieder helfen, doch schon bald kommt das nächste Bild. Das Cover des Buches passt nicht nur zu den Vorgängerbänden, sondern auch gut zur Handlung des Buches bzw. zum Titel und ist ein echter Eye-Catcher. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es bereits der 4. Teil um die beiden Ermittler ist, kann man problemlos auch diesen Teil für sich alleine lesen, auch wenn mehrmals auf die Vorgängerbande hingewiesen wird. Auch wenn das ehemalige Verhältnis zwischen Marc und Frieda und die daraus resultierenden Spannungen wieder großen Raum einnehmen, steht doch der Fall im Vordergrund. Der Fall ist nicht nur ausgezeichnet konstruiert, sondern bringt neben erfrischend neuen Ermittlern auch jede Menge Spannung und birgt so für den Leser überraschende Wendungen. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite hoch gespannt. Dazu wird die ganze Geschichte perfekt abgerundet, sodass kaum Fragen offen bleiben. Das Ende endet dann wieder leicht kryptisch, sodass man auf eine Fortsetzung hoffen darf. So hoffe ich auf einen weiteren Fall um das Ermittler-Duo, das mich bisher nie enttäuschen konnte. Fazit: Besser kann man einen Thriller kaum schreiben. Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Geschändet: Ein Cold-Case-Team Thriller von Independently published
Geschändet: Ein Cold-Case-Team Thriller
Taschenbuch

Das Cold-Case-Team, das eigentlich gar nicht ermitteln soll, bekommt Besuch. Eine junge Frau fragt wegen den Ermittlungen zu einer Vergewaltigungs-Reihe vor 5 Jahren an. Sie war selbst ein Opfer und der Täter hat sie jetzt nochmal angerufen. Das Team rund um den Ex-Staatsanwalt Michael Thomforde nimmt sich des Falls an. Das Cover ist ausgezeichnet gelungen; es passt zum vorliegenden Buch und zur bisherigen Reihe gleichermassen. Der Schreibstil des Autors ist großartig; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt und man merkt auch, dass sich die Protagonisten glaubhaft weiterentwickeln. Der Fall ist perfekt inszeniert; die Charaktere - mit all ihren Fehlern - toll konstruiert. Von der Seite des Rechts weiß der Autor natürlich Bescheid, denn dies ist sein Hauptberuf. Diesmal geht es also um Vergewaltigungen und auch dieser Fall hat jede Menge Brisanz an sich. Der Autor versucht immer wieder auf die falsche Fährte zu führen - so muss auch das Team vielen unnötigen Spuren folgen. Als geübten Krimi-/Thriller-Leser konnte er mich bezüglich des Täters aber nicht hinters Licht führen. Trotzdem war es eine spannende Reise mit dem Team und der Showdown ist echt Weltklasse. Einige Szenen laden auch zum Schmunzeln ein (vor allem natürlich wenn ich an Renates Entwöhnung denke). Ich hoffe auf noch viele Bücher mit den 4 unterschiedlichen Typen, die am Ende letztendlich gar nicht mehr so unglücklich über das Team sind. Fazit: Hervorragende Fortsetzung über das "Loser-Team". 5 von 5 Sternen

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Lupus Noctis von Dressler
Lupus Noctis

Die 6 jugendlichen Freunde Theo, Jakob, Marcel, Eileen, Lena und Hanan haben schon mehrmals das Spiel "Lupus noctis" gespielt - immer an Lost places. Und diesmal hat Theo den perfekten Spielort gefunden - unter der Berufsschule Gunzenhausen befindet sich ein altes Hilfskrankenhaus. Da Hanan ausfällt, nimmt Theo seine Nachhilfeschülerin Josefine mit. Als das Spiel beendet ist, merken sie allerdings, dass der Schlüssel fehlt und sie eingeschlossen sind. So fragen sich die 6 bald, ob sie "Besuch" von jemanden haben oder ob der Übeltäter unter ihnen steckt. Als dann auch noch das Licht ausgeht, beginnt langsam die Panik umherzugreifen. Das Cover ist ein absoluter Hingucker und ebenso passend. Dazu gibt es im Innenteil des Covers einen Plan von diesem Lost place, der auch wirklich existiert. Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist hervorragend; Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Dazu entspricht der Schreibstil dem eines Jugendbuches. Die Charaktere sind verschieden und interessant, denn jeder von ihnen hat seine Geheimnisse, dazu haben die Handlung des Spiels und das Setting schon etwas spannendes und leicht horrormäßiges. Das Buch beginnt mit der Einführung der Charaktere und des Spiels, das so gut erklärt wurde, dass ich es schließlich auch kapierte. Die Erklärung des Spiels wurde super in die Handlung integriert. Einige Geheimnisse sind für erwachsene Thrillerleser leicht zu entlarven. Ebenso ging es mir mit dem "Täter", da ich die Person von Anfang an in Verdacht hatte. Auch das Motiv konnte dann bald nachdem die Freunde eingeschlossen werden, leicht identifiziert werden. Aber wie gesagt ging es mir als erwachsenem und erfahrenem Thillerleser so; viele Jugendliche werden sicher länger dafür brauchen. Dazu machen die Autorinnen auch alles um einem von der richtigen Fährte abzubringen. Nichtsdestotrotz war die Spannung auf sehr hohem Niveau - sie baute sich langsam auf, um dann konstant hoch zu bleiben. Dass aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben wird - die 6 eingesperrten und Hanan - war ebenfalls ein kluger Schachzug der beiden. Der Plot ist hervorragend durchdacht und zeigt keinerlei Schwächen. Ich fühlte mich bestens unterhalten und jugendlichen Lesern, die es gerne spannend und gruslig haben, werden das Buch ebenso lieben, wie viele Erwachsene. Ich freue mich sehr bald wieder etwas von diesen beiden Autorinnen zu lesen. Fazit: Spannung pur in diesem tollen Jugendthriller. Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen

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True Crime Österreich: Wahre Verbrechen - Echte Kriminalfälle (True Crime International) von True Crime International
True Crime Österreich: Wahre Verbrechen - Echte Kriminalfälle (True Crime International)
Taschenbuch

Der Autor entführt uns in seinem 10. Buch über wahre Verbrechen diesmal nach Österreich und schreibt dabei u.a. über Fritzl, Kampusch, Kührer, Foco und den Terroranschlag in Wien. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert und da die die Fälle aus meinem Heimatland kommen, kann ich das beurteilen. Der Schreibstil ist ausgezeichnet. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber (wie immer) aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist bzw. geschehen ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Buch lädt auch wieder dazu ein einfach weiterzugooglen. Einige Fälle waren wieder emotional sehr bedrückend; der Großteil der Fälle ist mir als Österreicher natürlich bekannt gewesen. Fazit: Bereits der 10. Band der True-Crime-Reihe und hoffentlich noch lange kein Ende in Sicht. 5 von 5 Sternen

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Turbulenzen: Band zwei der GayStorys von Books on Demand
Turbulenzen: Band zwei der GayStorys
Taschenbuch

Joschi verliebt sich in Tom, der damit gar nicht klar kommt, da er nur eine "Freundschaft plus" will und sich noch nicht bereit für eine Beziehung fühlt. Toms Kommilitone Phil scheint ebenfalls Interesse an Tom zu zeigen, obwohl er ja mit Magdalena zusammen ist. Und dann nimmt Tom auch noch einen Nachhilfejob an - beim 16-jährigen Julian, der - so glaubt zumindest Tom - ebenfalls schwul, aber ungeoutet ist. Das Cover ist gut gemacht und passt auch insgesamt zur Reihe. Auf jeden Fall wieder ein attraktiver junger Mann, was absolut passt. Der Schreibstil des Autors ist wundervoll; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Der Plot ist hervorragend gewählt; aber vor allem lebt die Story durch die Erzählkunst des Autors. Die Dialoge und das Handeln der Protagonisten sind nachvollziehbar und realistisch, auch wenn das lange Zaudern von Tom für mich nicht immer verständlich ist, aber wichtig für den Plot ist. Auch wenn das Buch explizite Szenen beinhaltet (die im Übrigen auch ausgezeichnet beschrieben sind), steht - wie schon im 1. Teil - doch die Liebe und die Freiheit im Vordergrund. Mit Julian wird eine interessante Figur geschaffen, die im 3. Teil dann die Hauptrolle erhält. Man kann das Buch sicher auch für sich alleine lesen; für ein besseres Verständnis würde ich aber empfehlen zuerst Band 1 zu lesen. Fazit: Tolle Fortsetzung mit tollen Charakteren. 5 von 5 Sternen

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Lächeln. Das Unsagbare von Goya / Jumbo Neue Medien
Lächeln. Das Unsagbare

Victor Forde trifft in einem Pub einen Mann, der sich als Edward Fitzpatrick vorstellt und dass er mit ihm zu Schule gegangen sei. Victor ist der Mann nicht ganz geheuer, v.a. da er ihm immer im gleichen Outfit begegnet. Doch Victor beginnt sich zu erinnern - an die Schulzeit in einer christlichen Schule, seine gerade zu Ende gegangene Beziehung zu Rachel, seine Berühmtheit, aber auch an den Missbrauch, den er in der Schule miterleben musste. Das Cover des Buches passt zwar zum Inhalt des Buches und zum Thema "Kindesmissbrauch" ist aber für mich nicht wirklich einladend. Kindesmissbrauch wird am Buchrückentext nicht erwähnt, aber im Klappentext und in der Handlung kommt es erst spät zur Sprache, obwohl es schon lange vorher zu spüren bzw. zwischen den Zeilen zu lesen ist. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt und doch spielt sich - wie bereits erwähnt - viel zwischen den Zeilen ab. Der Twist kam nicht wirklich überraschend - auch wenn dies in einer Kritik am Buchrückentext angedeutet wird. Aber dennoch blieb das Ende dann etwas verwirrend. Ich möchte und kann nicht genauer darauf eingehen ohne zu spoilern. Zudem fehlt mir dann ein wirklicher Abschluss des Buches. Das Buch konnte mich unterhalten und auch emotional berühren, aber die Spannung blieb insgesamt doch unter den Erwartungen zurück. Was mir gefiel, war die provokante Art, die der Autor in seinen Worten mitschwingen lässt; allerdings fehlte mir dann manchmal auch die Tiefe in den Vergangenheitsszenen. Auch insgesamt war der Aufbau zeitlich nicht immer klar, sondern eher chaotisch. Hier hätten vielleicht Jahreszahlen zu Beginn geholfen. Fazit: Wichtiges Thema, welches nicht ganz optimal umgesetzt werden konnte, aber trotzdem großteils überzeugen kann. 4 von 5 Sternen

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Blanke Gier von Pustet Anton
Blanke Gier

Martin Ruprecht, Chefinspektor des LKA Salzburg soll den Tod eines Kunstsachverständigen untersuchen. Eigentlich sieht alles nach einem Suizid aus, bis Ruprecht eine Entdeckung macht. Nachdem er auch mehrere wertvolle Bilder findet, ist er sich sicher es mit einem Kunsthehlerring zu tun zu haben. Das Cover ist jetzt kein echter Hingucker; ist aber trotzdem gut gemacht. Es wurde nicht nur vom Autor selbst gemalt, es passt auch wirklich hervorragend zum Buch, da es auch um ein Gemälde geht, das wie das Cover aussieht. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Ruprecht selbst erscheint nur am Anfang etwas griesgrämig, schon bald zeigt er aber nur noch seine positiven Seiten, was ihn sehr sympathisch macht. Der Fall selbst ist gut durchdacht; der Spannungsbogen konstant mittelhoch ohne jedoch nach oben auszubrechen. Es gibt keine wirklichen Überraschungen, die Handlung ist aber auch nicht vorhersehbar. Die Kunstszene wird gut beschrieben und das Buch scheint gut recherchiert zu sein. Die Lena-Halberg-Reihe, die der Autor unter einem Pseudonym schrieb, haben mir insgesamt etwas besser gefallen, aber es ist ein solider Auftakt einer Reihe um den sympathischen österreichischen Chefinspektor, der definitiv Potential hat. Was mir ebenfalls sehr gut gefiel, ist, dass das Buch und die Ermittlungsarbeit realistisch dargestellt wird. Fazit: Solider Krimireihenauftakt mit Luft nach oben. 4,5 von 5 Sternen

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Kopfsprung in die Zukunft: Wenn meine Sehnsucht nicht die deine ist von edition fischer
Kopfsprung in die Zukunft: Wenn meine Sehnsucht nicht die deine ist
Gebundene Ausgabe

Eine Dramaturgie der Meisterklasse, von Gedankentiefe zeugend, und eine Fülle an Wissen aufweisend! Keine Familie ist perfekt! Das komplexe Konstrukt einer so scheinbar normalen Familie, verdeckt von Emotion und Identitätsfindung, wird in dieser vorliegenden Story genau präsentiert, und bietet eine differenzierte Wahrnehmung für alles, was Leben ist, Freude und Leid, Konflikte, Mut und Zuversicht. Genau diese Gegensätze spiegeln sich hier wider. Daraus entsteht eine Dramaturgie der Meisterklasse.

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Das Geheimnis des dunklen Hauses von Emons Verlag
Das Geheimnis des dunklen Hauses

Die Kunsthistorikerin Anna Bentorp - von ihren Bekannten auch Miss Marple genannt - nimmt als Jurymitglied an einem lokalen Filmfestival teil. Dabei geht es auch um den Regisseur Leopold Wolfenstein, der 1937 tot aufgefunden wurde. Ob Suizid oder Mord konnte nie geklärt werden. Allerdings fehlten die Filmrollen des beinahe fertig abgedrehten Filmes "Das Geheimnis des dunklen Hauses", der auf einem Tagebuch aus der Jahrhundertwende basierte, aber aufgrund von Protesten der betroffenen Familie immer wieder umgeändert werden musste. Ein Fragment dieses Filmes soll nun gezeigt werden, doch es wird gestohlen und schon bald gibt es auch den ersten Toten. Das Cover des Buches wirkt schon geheimnisvoll und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden hervorragend bildhaft dargestellt - mit Ausnahme von Anna Bentorp, die ich nicht einmal altersmäßig einschätzen konnte. Allerdings ist dies bereits der 6. Band rund um Anna und daher ist dies nicht allzu ungewöhnlich. Für mich war es allerdings das erste Buch der Autorin, das man aber ansonsten auch sehr gut als Einzelband lesen kann, auch wenn die eine oder andere Anspielung über die früheren Fälle fällt. Der Plot ist ausgezeichnet gewählt und die Autorin versteht es alle Zeitebenen miteinander zu verbinden und dabei auch alle spannend zu halten. Insgesamt war der Spannungsbogen sehr hoch. Nur in sehr wenigen Ansätzen war etwas vorhersehbar. Die Protagonisten, aber auch insgesamt alle Charaktere, gefielen mir exzellent. Insgesamt kamen (auch bedingt durch die 3 Zeitebenen) viele Namen vor, allerdings kann man diese dann doch gut unterscheiden. Manchmal geht es etwas zuviel um reale Filmgeschichte, wo teilweise dann die Spannung etwas abflaute. Da sie aber sogleich wieder stieg, ist auch dies zu vernachlässigen. Ebenso, dass immer "Alptraum" nach der alten Rechtschreibung geschrieben wird. Da das Buch aber großteils in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts spielt, ist auch dies nicht störend. Zudem ist es v.a. filmtechnisch perfekt recherchiert. Ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten und versuchte auf die Lösung zu kommen, was mir aber nicht gelang. Die Lösung konnte mich dann ebenfalls positiv überraschen. Fazit: Spannender Krimi, der 3 Jahrzehnte umfasst. 5 von 5 Sternen

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Peter ist wieder bei seiner Mutter, doch er hat keine Erinnerungen an die letzte Zeit. Er erkennt auch nur mehr wenige Mitschüler. Der mysteriöse {X} lebt nun bei ihnen und versucht Peter einige Antworten über Realität und Wahrheit zu geben. Smarden, Peters ehemaliger bester Freund, schämt sich dafür was er Peter unbewusst angetan hat und bekommt Unterricht in Kampftechniken. Im anderen Erzählstrang geht es um Sascha und seine Freunde, die eine neue, freie Version des Internets etablieren wollen, in der jeder seine Meinung äußern darf und Zensur nur durch die Nutzer selbst geschehen soll. Das Cover ist auf den ersten Blick unscheinbar und langweilig. Aber während dem Lesen kommt man darauf, dass es absolut zum Buch passt und eigentlich gut gemacht ist. Es passt auch hervorragend zum 1. Teil der Trilogie. Der Schreibstil des Autors ist gut; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Der Schreibstil spricht sicher Jugendliche an, auch wenn noch ein paar kleine Korrekturen bezüglich Grammatik durchgeführt werden sollten. Der Plot ist sehr interessant, v.a. auch da er sich doch einiger Genres bedient: Fantasy, Dystopie, Thriller Der Spannungsbogen wird im Großen und Ganzen hoch gehalten und flacht nicht ab, was im 1. Teil noch teilweise so war. Es bringt einen wieder zum Nachdenken; aber verpackt in eine tolle Geschichte mit interessanten Charakteren. Um dem Plot gut folgen zu können, sollte man definitiv Teil 1 kennen. Am Ende gibt es wieder einen Cliffhanger (und was für einen!), der Lust auf Teil 3 macht. Fazit: Solide Fortsetzung, die sich immer mehr steigert. 5 von 5 Sternen

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Der will nur spielen von Molden Verlag
Der will nur spielen

Manuel Rubey ist auf Tour in Österreich. Doch abseits der Bühne hat er viel Zeit zum Nachdenken. So schreibt der Sänger, Kabarettist und Schauspieler über Neid, seine Schreibkunst, aber auch über Kindheitserinnerungen, SMS und eben auch über die Tour selbst. Das Buch ist ein hochwertiges Hardcover mit Lesebändchen; das Cover zeigt den Autor in nachdenklicher Pose und ist daher auch absolut passend und gut gemacht. Der Autor gefiel mir schon als Künstler als er mit "Mondscheiner" zu singen begann; als Schauspieler bleibt er vor allem als "Falco" unvergessen und 2x durfte ich ihn auch schon live als Kabarettist sehen - 1x solo und 1x mit Thomas Stipsits zusammen. Sein 2. Buch ist für mich allerdings das erste. Der Schreibstil ist ausgezeichnet. Ähnlich wie bei seinem Solo-Kabarett geht es auch hier philosophisch und nachdenklich zu. Und auch der Humor spielt eine große Rolle, wobei seine Programme mehr zum Lachen bieten. Und so fehlte mir auch noch ein wenig mehr Humor im Buch, das mich aber ansonsten hervorragend unterhalten konnte. Was mir sehr gut gefiel, was dass man einen tieferen Einblick in den Menschen Manuel Rubey bekommen hat. Dadurch strahlt es eben auch echte Authentizität aus. Fans des Künstlers werden das Buch auf jeden Fall mögen, wer ihn noch nicht kennt, kann ihn hier kennenlernen. Fazit: Tourtagebuch des Multitalentes Manuel Rubey mit Humor, der aber noch mehr hätte sein können. 4 von 5 Sternen

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Letzte Amnesie von epubli
Letzte Amnesie

Die 17-jährige Autorin erklärt in ihrem 1. Buch ihre Begegnungen, Träume und ihre Weltansicht, die ihresgleichen sucht. Da ich sowohl an Esoterik als auch an Verschwörungstheorien interessiert bin - auch wenn ich nicht alles daran glaube - habe ich dieses Buch gelesen. Eines gleich vorweg: speziell am Anfang und auch immer wieder mittendrin war ich mehrmals knapp davor das Buch abzubrechen. Die Gründe dafür werde ich auch gleich benennen. Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil, allerdings hätte die 17-jährige Schulabbrecherin doch lieber auch Grammatik und Rechtschreibung lernen sollen, wenn sie ein Buch schreiben will. Dazu gibt es dann wohl kaum eine Verschwörungstheorie, die die Autorin auslässt und an die sie nicht glaubt. Sie wird in der Öffentlichkeit angestarrt, nachgemacht, beobachtet und hört bzw. sieht sehr oft Einsatzfahrzeuge, was wohl in einer Stadt nichts Außergewöhnliches ist. Mit unbekannten Strahlenwaffen wird sie von den Nachbarn attackiert, während ihr COVID-19, das sich durch die 5G-Netze verbreitet egal ist. Genau so klar ist, dass die Mondlandung nicht stattgefunden hat, denn die Erde ist schließlich flach und der Mittelpunkt des Universums, wo sich die Sonne darum dreht. Und darüber eine Kuppel, so dass man gar nicht in den Weltraum kommen kann. Zudem ist ja der Mond auch nur wie eine Folie - es gibt keine Rückseite. Aber die Außerirdischen kamen natürlich schon zur Erde (widerspricht sich das nicht?) - die guten nach Lemurien und die bösen nach Atlantis. Und von da aus sind sie in die Wirtschaft, Politik, zu den Freimaurern und nach Hollywood um die Menschen zu verderben und um Kinder aufgrund von Adrenochrome zu quälen und zu töten. Dies machen sie auch z.B. über Fluorid, das man natürlich im Wasser und in Zahnpasta unbedingt vermeiden muss. Dies war nur ein oberflächlicher Überblick über die Weltsicht der Autorin mit ihren Verschwörungstheorien. Dabei stützt sie ihre Aussagen nicht nur auf ihre Träume (auch teilweise luzid oder astral), sondern auch auf dubiose Internetseiten, You-Tube-Videos und Hollywood-Spielfilme (!!! - die sollen doch von den Dunklen produziert sein, oder). Wahrscheinlich bin ich laut der Autorin wohl auch ein Reptiloider, ein Dämon, ein Dunkler oder nur total verblendet. Die Autorin beschreibt auch ihre Religiosität: sie ist eine Urchristin, die heutigen Kirchen sind ja ebenfalls von den Bösen gegründet worden. Interessant finde ich allerdings, was Anahita zwischen diesen Verschwürungen erzählt: Ihre Eltern glaubten ihr ebenfalls nicht, während sie schon in ihrer Kindheit anders war und auch zu Psychologen/Psychotherapeuten/Psychiatern geschickt wurde, wo sie die Therapien allerdings - wie auch die Schule - selbst beendet hat. Ist aber auch kein Wunder, schließlich lernt man in der Schule nur Lügen und Psychiater werden von den Reptiloiden ausgebildet (ihre Worte, nicht meine). Die Autorin tut mir leid, sie glaubt verfolgt, gestalkt, angegriffen und vieles mehr zu werden - ein Psychologe stellte auch mal eine Psychose fest. Auch wenn sie hin und wieder von Freundinnen schreibt, glaube ich doch, dass sie eher alleine ist und viel Zeit im Internet und TV verbringt. Dabei betont Anahita aber mehrfach, dass sie keine Schizophrenie oder Paranoia hätte. Xavier Naidoo und Michael Wendler hätten wohl viel Freude mit dem Buch - und vielleicht auch der österreichische Politiker Herbert Kickl. Für Psychiater ist das Buch sicher auch eine wahre Fundgrube. Ansonsten ist das Buch wirklich viel Geschwurbel, wobei ich nicht alle Verschwörungstheorien zu 100% abtun will. Zusammen mit den vielen Fehlern kann ich es nicht empfehlen. Fazit: Viel Geschwurbel und viele Fehler. 2 von 5 Sternen

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Neustarten: Band Eins der GayStorys von Books on Demand
Neustarten: Band Eins der GayStorys
Taschenbuch

Der 20-jährige Tom wächst in einem Dorf auf, mit seiner besten Freundin Pia hat er hin und wieder Sex, aber diese will mehr. Währenddessen träumt Tom aber auch von Jungs. Zudem will er eigentlich studieren und nicht in einem Amt Akten herumschieben. Als ihm sein Vater und Pia ein Haus besorgen wollen, ergreift er die Flucht in die Großstadt. Dort angekommen sucht er eine Wohnung und lernt dabei Finn kennen, in den er sich verknallt. Sein ehemaliger Schulkollege und Freund Joschi mit dem er bei der Abschlussfeier bereits rumgemacht hat, wohnt ebenfalls in der Stadt und dieser lebt sein Gay-Sein bereits aus. Das Cover ist gut gemacht und passt auch insgesamt zur Reihe, allerdings ähnelt der abgebildete junge Mann Tom nicht wirklich. Der Schreibstil des Autors ist wundervoll; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Der Plot ist hervorragend gewählt; aber vor allem lebt die Story durch die Erzählkunst des Autors. Die Dialoge und das Handeln der Protagonisten sind nachvollziehbar und realistisch. Auch wenn das Buch explizite Szenen beinhaltet (die im Übrigen auch ausgezeichnet beschrieben sind), steht doch die Liebe und die Freiheit im Vordergrund. Das Leben im Dorf ist hier sicher - auch in der heutigen Zeit - gut nachgezeichnet, allerdings geht es sicher auch nicht immer in der Stadt so offen zu - zumindest nicht bei allen. Einige Fragen bleiben dann noch offen, die aber Lust auf die Fortsetzung machen; wobei am Ende auch eine Leseprobe vom 2. Teil vorhanden ist, die dann die Vorfreude auf den nächsten Teil gleich noch einmal steigen lässt. Fazit: Tolle Coming-Out-Geschichte mit tollen Protagonisten. 5 von 5 Sternen

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Jausmannskost von Schultz&Schirm Bühnenverl
Jausmannskost

Der österreichische Kabarettist und Sänger Otto Jaus, der zusammen mit Paul Pizzera das kongeniale Duo Pizzera und Jaus bildet, wollte während der Corona-Pandemie kochen lernen und tat dieser unter Anleitung und Mithilfe seiner Mutter Elisabeth Jaus. Auch Freunde (Paul Pizzera und Michael Niavarani) lud er dazu ein. Die Rezepte mit dazugehörigen Bildern sind in diesem Buch gesammelt. Zuerst einmal ich mag sowohl die Lieder bzw. Programme/Konzerte von Pizzera und Jaus, habe aber auch Otto Jaus schon solo gesehen, als er noch eher unbekannt war. Tja und essen mag ich ebenso sehr. Auch wenn ich gerne neues koste, ist Hausmannskost eben auch eine sehr wichtige und gute Nahrung. Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Michael Niavarini, worauf die beiden Autoren folgen. Danach geht es nicht nur mit Hausmannskost-Rezepten weiter, sondern natürlich ist das ganze auch reich bebildert. Die Fotos zeigen nicht nur die Gerichte, sondern auch wieviel Spaß die beiden (bzw. auch mit Hilfe eines Freundes) hatten. Elisabeth Jaus macht dabei einen sehr sympathischen Eindruck; immer hat sie ein Lächeln auf den Lippen. Dazu gibt die Mutter auch immer wieder Tipps um die Reste zu verwerten und natürlich ums Kochen rundherum. Aber auch der typische Humor von Otto Jaus ist in den Texten dazwischen zu finden. Ebenso gibt es dann auch noch Bilder von alten Kochbüchern und von Otto Jaus´ Jugend. Ich finde das Kochbuch absolut gelungen und kann es nur weiterempfehlen. Fazit: Kochen mit Humor gemischt. 5 von 5 Sternen

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Kalt und still von dtv Verlagsgesellschaft
Kalt und still
sbbsnl

Endlich wieder ein Buch von Viveca Sten, dass mich so richtig gepackt hat. Es ist das erste Buch einer neuen Reihe rund um die, sowohl beruflich, wie auch privat in einer schwierigen Situation steckende Polizistin Hanna Ahlander. Sie flüchtet in das leerstehende Ferienhaus ihrer Schwester in Åre, will das Haus eigentlich nicht verlassen vor Kummer und Wut, hört aber von der jungen Frau Amanda, die bei minus 20 Grad nach einer Party verschwunden ist. Hanna beteiligt sich an der Suche nach dem Mädchen und findet Dinge heraus, die sie ihre eigenes Dilemma vergessen lassen. Ich habe alle Bücher von Viveca Sten gelesen, auch gerne, aber ich bin wirklich begeistert davon, wie gut eine neue Hauptfigur der Autorin tut. Das Buch hat mich sofort abgeholt. Die dunkle, klirrende Kälte eines kleinen Touristenortes kann man fast fühlen und ich konnte ganz schnell abtauchen in dieses wunderbare Land Norwegen. Viveca Sten schreibt wieder ganz angenehm mitreißend, spannend, aber nicht aufregend, detailliert, aber nie langweilig. Sofort kann man sich sämtliche Haupt- und Nebenprotagonisten gut vorstellen und die Story ist flüssig und stimmig erzählt. Verschiede Erzählstränge halten die Spannung oben und sorgen dafür, dass man gerne weiterlesen möchte. Es macht einfach Spaß das Buch zu lesen. Es ist für mich auch diesmal eher ein Roman, als ein Krimi. Weil es eben eher eine Geschichte ist, die erzählt wird. Neben der Story an sich, werden die guten und schlechten Seiten der Bewohner des Ortes von allen Seiten beleuchtet. Aber auf eine interessante Art, bei der ich mich als Leserin entspannen kann, obwohl ich eine spannende Geschichte lesen. Eine ganz klare Empfehlung von mir, sowohl für Leser/innen, die die Autorin schön kennen und mögen, aber auf jeden Fall auch für „Neulinge“…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Endlich eine "Neue" - ein toller Auftakt...!"

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Wand des Schweigens von Lübbe
Wand des Schweigens
sbbsnl

Nicht mein erstes Buch von Herrn Indriðason, aber mein erstes Zusammentreffen mit Kommissar Konráð . Und sicher nicht mein letztes Treffen mit dem etwas schrägen Ex-Kommissar. In Band 4 der Reihe geht es um die Entdeckung einer vor längerer Zeit eingemauerte Leiche in einem alten, etwas mysteriös scheinenden, Wohnhaus in Reykjavik. Die Kollegen des inzwischen pensionierten Konráðs suchen intensiv nach der Herkunft des Skeletts und den Hintergründen des Todes. Konráð selbst ist immer noch auf der Suche nach den Hintergründen des Jahrzehnte zurückliegenden Mordes an seinem Vater. Neben den Schwierigkeiten bei den Nachforschungen selbst, stößt er auch auf Probleme mit seinen alten Kollegen, die ihm plötzlich nicht mehr zu trauen scheinen. Die Story an sich liest sich zunächst nicht spektakulär und gerechnet habe ich im Vorfeld mit einem entspannten Island-Krimi, bekommen habe ich allerdings eine komplexe, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Story. Der ruhige und immer flüssige Schreibstil von Arnaldur Indriðason ist auch hier zu finden, ebenso gibt es gewohnt viele Rückblicke in die Vergangenheit, allerdings auch relativ viel Gewalt und Brutalität. Aber als Thriller-Liebhaberin ist das für mich spannend und auch schön mal etwas zu lesen, worauf man sich wirklich konzentrieren muss. Ein einfach zu lesender Stoff ist das hier wahrlich nicht. Kommissar Konráð gefällt mir gut als Hauptperson, ein bisschen tragisch und verlebt, aber intelligent und wach, wenn es darauf ankommt. Ich weiß nicht, ob es ein Nachteil ist, die ersten 3 Bände nicht gelesen zu haben, werde dies aber auf jeden Fall nachholen. Ich liebe das auch hier oft düstere Island und auch wenn es viel um Gewalt in der Familie und die Abgründe der Gesellschaft geht, die verschiedenen Stories mich ab und zu in Verwirrung gestürzt haben, mich haben Konráð und Indriðason komplett abgeholt. Fazit: Ein toller Krimi, interessant geschrieben, wirklich spannend und mit überraschenden Wendungen gespickt. Mir hat das Buch einige richtig gute Lesestunden beschert und ich empfehle es außerordentlich gerne weiter...

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Düster, spannend, angenehm anspruchsvoll!"

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Brave Mädchen weinen nicht (eBook, ePUB) von via tolino media
Brave Mädchen weinen nicht (eBook, ePUB)

Die 16-jährige Grace wird in der FLDS die 3. Ehefrau eines doppelt so alten Mannes. Nachdem er sie in der Hochzeitsnacht vergewaltigt, trampt sie nach Las Vegas, wo sie leben und lieben lernt. Doch nachdem sie schwanger wird, holt sie ihr Mann Michael zurück und demütigt und vergewaltigt sie. Als sie Liberty bekommt, versucht sie sich an das Leben in der Mormonen-Sekte anzupassen, aber ihre Tochter hat den Kopf von ihrer Mutter geerbt. Das Cover passt zur Reihe um Libby Whitman und ist wieder sehr schön geworden. Über den Schreibstil der Autorin habe ich ja als Fan all ihrer Reihen schon oft genug geschrieben, dass ich ihn liebe. Neben Spannung bieten sowohl ihre Plots als auch ihre Art zu Schreiben so viele Emotionen, dass man mit den Charakteren mitfühlt, egal welche Gefühle auch immer. Die Orte und die Charaktere werden wie immer bildhaft dargestellt. Dieses Buch ist zwar primär kein Krimi bzw. Thriller, sondern vielmehr ein sehr spannendes Drama, auch wenn man "Die Seele des Bösen - Flucht in die Freiheit" kennt, wo Libby ja den Fängen der FLDS entkommt, wie es auch am Ende dieses Buches passiert und sie Sadie kennenlernt. So weiß man als Leser natürlich schon sehr viel, was in dem Buch passieren wird, was aber der Leselust keinerlei Einhalt gebietet. Das Buch ist hervorragend recherchiert; am Ende des Buches gibt es auch Quellenangaben und noch immer bin ich entsetzt und erschüttert, dass so etwas in der heutigen Zeit möglich ist. Gefühle jeglicher Art kamen wieder perfekt rüber. Fazit: Wunderschönes, dramatisches Pre-Prequel zu Libby Whitman, die ja mittlerweile ihre eigene Karriere macht. 5 von 5 Sternen

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Interspace One von Piper Verlag GmbH
Interspace One

Commander Liam Mikaelsson wacht wie geplant in seinem neuen Klonkörper auf, wo er mit seinem Team eine Erkundungsmission auf einem bewohnbaren Planeten durchführen soll. Doch er ist scheinbar auf einer "verbotenen Welt" abgestürzt und nur wenige Crew-Mitglieder sind aufgrund technischer Probleme geblieben. Ebenso ist die KI ausgefallen und das Raumschiff ist beschädigt. Dazu ist im Maschinenraum auch noch eine verkohlte Leiche. Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gelungen und Leser des Genres wird es auf jeden Fall ansprechen. Ebenfalls ist der Klappentext sehr gut, denn er verspricht auch einen Krimi im SF-Abenteuer. Einen Krimi würde ich es dann doch nicht nennen, aber ein actionreiches SF-Abenteuer mit Polit-Thriller-Eigenschaften ist es dennoch geworden. Der Schreibstil des Autors ist wieder hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Ich durfte ja schon einige Bücher des Autors lesen, die mir allesamt gefallen konnten, v.a. nach natürlich seine Fantasy-Reihe "Das Erbe der Macht", aber auch seine Jugend-Krimi-Reihe "Ein MORDs-Team" und seine Kinder-Fantasy-Reihe "Flüsterwald". Mit "Heliosphere 2265" gibt es zwar auch schon eine SF-Reihe des Autors, die ich allerdings noch nicht gelesen habe. So war dies das erste SF-Buch von Andreas Suchanek für mich. Vom Schreibstil und vom Plot her konnte mich der Autor hier auch wieder wunderbar erreichen. Wie es in einem SF-Roman nun mal ist, geht es auch manchmal sehr technisch zu, was aber trotzdem alles gut erklärt wurde und auch hervorragend recherchiert. Was mir hingegen etwas fehlte, war die Komplexität die seine bisherigen Bücher immer zu Tage brachten. In diesem Werk taucht sie erst spät und da nur in abgespeckter Form auf. Die Charaktere waren ausgezeichnet gewählt und konnten mich überzeugen und mir auch manchmal - v.a. im Bereich des MedSpecs - ein Lächeln entzaubern. Die Spannung war das ganze Buch über erwartungsgemäß hoch. Eventuell soll es ja eine oder mehrere Fortsetzungen geben, auf die ich jedenfalls sehr gespannt wäre. Das Buch an sich ist aber in sich abgeschlossen und lässt keine Fragen offen. Enttäuscht war ich auch vom Piper-Verlag, der in dieser 1. Auflage des Buches doch ein ordentliches Korrektorat vermissen ließ, sodass sich doch einige Fehler grammatikalischer bzw. auf die Rechtschreibung bezogen, finden ließen. Fazit: Spannender SF-Politthriller, der mich überzeugen konnte. 4 von 5 Sternen

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Stille blutet von Knaur HC
Stille blutet

Die Nachrichtensprecherin Nadine Just liest vom Prompter ihre eigene Todesankündigung ab. Nur wenige Stunden später ist sie wirklich tot, aufgefunden von ihrem Ex-Freund, dem Werbemanager Tibor Glaser. Eine Mordkommission übernimmt, allen voran die kleine, dickliche Fina Plank, die von ihrem Partner Oliver nur schikaniert und gemobbt wird. Im Internet häufen sich ähnliche Todesankündigungen mit ähnlichem oder sogar gleichem Wortlaut. Als der Blog-Journalist Gunter Marzik verschwindet und online ebenso eine Ankündigung steht, macht sich Tibor auf dem Weg zu ihm. Doch die Polizei sieht Tibor dabei und Oliver hat ihn von da an als Hauptverdächtigen eingestuft, v.a. als Indizienbeweise gegen Tibor gefunden werden können. Tibor hingegen findet heraus, dass Nadine nicht so freundlich und nett gewesen ist, wie er dachte. Das Cover des Buches gefällt mir ausgezeichnet und macht auf das Buch neugierig. Der Schreibstil der Autorin ist brillant; Charaktere und Orte werden bildhaft und authentisch dargestellt. Der Fall an sich ist zwar abgeschlossen und doch bleiben einige Fragen unbeantwortet. Dies hat aber hauptsächlich den Grund, dass eine zweite Handlung existiert. Denn ein weiterer Täter begeht einen Mord im selben Muster. Dieser wendet sich auch immer wieder an den Leser und bildet den roten Faden innerhalb der abgeschlossenen Thriller-Reihe, in der "Stille blutet" den Anfang markiert. Am Ende des Buches findet sich auch ein Gedicht von Georg Trakl, das gleichzeitig auch die Kapitelüberschriften dieses weiteren Täters ist. Allerdings bleibt auch ein Mittäter von den "Original-Morden" noch im Dunkeln. Ob da ein Zusammenhang besteht? Man wird es in weiteren Teilen erfahren. Der Plot war ausgezeichnet und genial gewählt und das Ende war logisch aufgebaut. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau, sodass man auch als geübter Krimi-/Thrillerleser kaum auf den/die Täter kommen konnte. Die Ermittler selbst, allen voran Fina, waren mir (trotz Finas Selbstzweifel) absolut sympathisch - natürlich mit Ausnahme von Oliver. Die Sympathie und Antisympathie zu Tibor wechselte oft hin und her - absolut genial. Obwohl v.a. Tibor mehrmals sehr unlogisch reagiert. Aber wer weiß, wie man selbst in ähnlicher Situation reagieren würde? Für mich war es das erste Buch der Autorin, von der ich aufgrund des Erfolgs und des Lobes schon lange ein Buch lesen wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht, sodass es definitiv nicht das letzte Buch der österreichischen Schriftstellerin ist. Da es doch viele kritische Rezensionen zu diesem Buch gibt, bin ich fast froh, dass es das erste von Fr. Poznanski für mich war. Ich fühlte mich auf jeden Fall super unterhalten und fieberte gespannt mit. Fazit: Toller Thriller-Reihen-Auftakt der österreichischen Autorin. 5 von 5 Sternen

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Nur Rita raste rasanter von Arturo
Nur Rita raste rasanter

Jupp Backes braucht gute Nerven. Nicht nur dass Käthe auf seinem Grundstück eine Minigolfanlage und einen Swimming-Pool errichten will, bekommt er im Zuge eines Austauschprogramms den Mittzwanziger Ole aus Schweden für eine Woche als Assistenten/Praktikanten nach Hirschweiler. Und Jupps Frau Inge will den Führerschein machen, checkt aber dabei nicht viel. Und dann wird auch noch ihr Fahrlehrer überfahren und Jupp muss zusammen mit Ole ermitteln. Nach und nach entdecken die beiden die dunklen Seiten des netten Fahrlehrers. Das Cover des Buches ist wieder sehr passend und auch gut gemacht und passt perfekt sowohl zu diesem Buch und auch zur bisherigen Reihe. Der Schreibstil des Autors ist sowieso grandios. Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Und die Hauptprotagonisten entwickeln sich langsam aber stetig weiter, während sie doch die selben bleiben. Auch die Spannung ist diesmal wieder sehr hoch, denn hier ist es auch ein wirklich spannender Kriminalfall, den die Backes zu lösen haben - obwohl natürlich auch der Humor nicht zu kurz kommt. Der Plot ist hervorragend gewählt und erinnert mit den vielen Verdächtigen und den Geheimnissen, die ans Licht kommen an Fälle von Agatha Christie, obwohl in diesem Buch wie immer natürlich der Humor eine wichtige Rolle spielt. Oma Käthe ist wie immer das absolute humoristische Highlight. Und mit Ole hat man eine interessante Figur eingeführt. Über ihn will der Autor eine Thriller-Reihe, die in Schweden spielt, schreiben. Und auf diese bin ich jetzt schon gespannt, da bisher seine Bücher neben der Spannung auch lustig waren. Es ist ein echtes Highlight der Reihe und kann problemlos auch für sich alleine gelesen werden. Den richtigen Täter hatte ich zwar relativ bald auf dem Schirm, aber die Spannung riss nie wirklich ab und der Humor riss nie ab. Dazwischen wechselte ich allerdings doch öfters meine Verdächtigen. Fazit: Krimödie, die durch Humor, aber auch Spannung voll überzeugen kann. Bitte mehr davon. 5 von 5 Sternen

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Good Girl. Entführt: CD Standard Audio Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe von ABOD Verlag
Good Girl. Entführt: CD Standard Audio Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe
Audio CD

Die junge Lehrerin Mia Dennett wird entführt. Der Entführer gibt sie aber nicht ihrem Auftraggeber, sondern nimmt sie in eine einsame Blockhütte in den Wäldern Minnesotas mit. Monate später wird sie befreit, doch sie nennt sich selbst Chloe, ist schwanger und kann sich an nichts erinnern. Detective Gabe Hoffman, der schon bei ihrer Befreiung dabei war, will aber auch den Auftraggeber schnappen. Das unscheinbare, aber trotzdem ansprechende Cover, soll wohl Mia/Chloe zeigen und passt damit gut zum Hörbuch. Das Hörbuch wird von 4 Sprechern gesprochen; die Hauptcharaktere bekommen so jeder ihre eigene Stimme: Gabe (der Detective), Colin (der Entführer), Eve (Mias Mutter) und Mia selbst, wobei letztere nur 1 Kapitel spricht. Alle anderen Kapitel werden also abwechselnd aus Sicht der drei erstgenannten erzählt. Dabei wird auch noch in "Vorher" und "Nachher" erzählt - gemeint ist vor bzw. nach der Befreiung. Dies aber nur innerhalb dieser Kriterien chronologisch, was etwas verwirrt. Genauso wie der Sprecher von Gabe, der auch die Synchronstimme von Daniel Craig ist. Während die anderen Sprecher ein angenehmes Tempo haben, kann man ihm kaum folgen so schnell liest er - vielleicht wollte er auch schneller fertigwerden. Ich dachte dann an die James-Bond-Filme und dachte mir dann dass der Sprecher wohl schon zur Hälfte der Filme fertig mit der Synchronisation gewesen wäre. Ansonsten haben aber alle Sprecher eine angenehme Stimme und eine gute Betonung. Die Charaktere werden, ebenso wie die Orte, bildhaft beschrieben. Auf Spannung erwartet man in diesem (Hör-)Buch umsonst. Zwar gibt es am Ende 2 Twist, wovon zumindest einer aber leicht vorherzusehen ist. Durch den bereits zuvor erwähnten seltsamen, unchronologischen Erzählstil wird die wenige Spannung auch noch zunichte gemacht. Ich war wirklich knapp davor, das Hörbuch abzubrechen, habe aber tapfer bis zum Ende durchgehalten. Für mich ist die Autorin (zumindest bei diesem Buch) absolut überbewertet und ich kann nicht verstehen, dass jemanden dieses Buch gefallen kann, aber bekanntlich sind Geschmäcker verschieden. Mit einem Thriller hat das Buch jedenfalls - bis auf den Plot - nichts gemein. Fazit: Ein Thriller ohne Spannung ist kein Thriller. 2 von 5 Sternen

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Das Geheimnis der Museumsinsel
Das Geheimnis der Museumsinsel
Taschenbuch

200 Jahre nach dem Untergang des Frachtseglers "Gottfried" soll 2030 zum 200-jährigem Jubiläum der Museumsinsel ein in der Elbe gefundener geheimnisvoller Armreif ausgestellt werden. Und mehrere Parteien wollen diesen Armring: Zum einen ist da die Kuratorin Annabel Lindenkamp, die ihn im Auftrag ihres Mäzens stehlen soll; auf der Seite Lennard Seefischer, der mit einigen weiteren Mitgliedern den Armring für eine reaktionäre Sekte holen soll. Und schließlich ist da auch noch der Verfassungsschutz-Mitarbeiter Tim Morgenstern mit seinem Roboterhund Asimov, der den Raub verhindern will. Und sie alle werden in der Zeit zurückgeworfen. Das Cover des Buches ist zwar sehr schlicht gehalten, gefällt mir aber trotzdem. Der Schreibstil des Autors ist an für sich gut; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Zudem ist das Buch glänzend recherchiert, was auch die Quellennachweise am Ende des Buches belegen. Der Prolog konnte mich noch nicht wirklich fesseln, da er in mir keine Emotionen auslösen konnte. Danach werden die einzelnen Charaktere dargestellt, die hervorragend gewählt wurden. Dann folgen wir in jedem Kapitel einem anderen Hauptprotagonisten, was die Spannung erhöhte. Spätestens beim 1. Zeitsprung war ich dann gefangen on der Handlung, weil die Spannung sehr hoch war. Allerdings wurden die Rätsel allesamt doch sehr schnell gelöst, was mich dann doch etwas störte. So war zwar der Plot sehr gut gewählt, aber die Handlung war dann einfach zu rasant; hier wäre es besser gewesen das Tempo etwas runterzunehmen. Fazit: Zeitreisethriller, der noch besser ausgearbeitet werden könnte. 4 von 5 Sternen

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E-Mail: DE
E-Mail: DE
Taschenbuch

Tom Kollmer ist in seinen jungen Jahren schon ein hochgefeierter Künstler, mit seinen Bildern verdient er seinen Lebensunterhalt. Er hat nur wenige Freunde, was wohl vor allem an seinem Narzissmus, seinem Egoismus und seiner Arroganz liegt. Doch eines Tages bekommt er mysteriöse E-Mails von seinem ehemaligen Lebensretter, der allerdings gerade gestorben ist. Als ihm auch noch eine Journalistin auf die Pelle rückt, muss er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, die er bisher streng geheim gehalten hat. Das Cover des Buches ist düster, absolut passend und ein echter Hingucker. Der Schreibstil des jungen Autors (er ist gerade mal 18 Jahre alt) ist unbeschreiblich gut. Die gut ausgebauten und durchdachten Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt und die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau. Ebenso ist der Plot absolut genial erdacht und führt zu einem logischen, aber überraschenden Ende und so erinnert er von Schreibstil und Plot an den früheren Sebastian Fitzek. Dazu gibt es am Anfang schon 3 Zitate, die ebenso zum Denken anregen, wie einige teils philosophisch-literarisch beginnende Kapitel. Da die einzelnen Kapiteln oft mit Cliffhangern enden, ist man fast schon gezwungen immer weiterzulesen und kann bzw. möchte das Buch nicht aus der Hand legen. Obwohl der Autor in seinen jungen Jahren bereits einige andere Bücher geschrieben hat, ist dies das erste, aber definitiv nicht das letzte des Autors, gewesen. Ich bin mir sicher, dass man von ihm noch sehr viel hören oder besser gesagt lesen wird. Fazit: Tolles Thrillerhighlight 2022 eines noch jungen Autors. 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung. Für mich unter den Top 3 der 2022 gelesenen Bücher.

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Laidlaw: Kriminalroman (Die Laidlaw-Trilogie, Band 1)
Laidlaw: Kriminalroman (Die Laidlaw-Trilogie, Band 1)

Die vergewaltigte Leiche der 18-jährigen Jennifer Lawson wird in Glasgow gefunden. DC Brian Harkness soll als Bindeglied zwischen Milligan und DI Jack Laidlaw fungieren, die sich gegenseitig nicht ausstehen können. Der Einzelgänger Laidlaw muss den Mörder schnell finden, denn es gibt einige andere die ihm zuvorkommen wollen. Zum einen gibt es Bud Lawson, den Vater des Opfers, der den Täter töten möchte, ebenso wie der Gangsterboss John Rhodes. Aber auch Matt Mason - ein skrupelloser Buchhalter - und Harry Rayburn - ein schwuler Nachtclubbesitzer - wollen verhindern, dass die Polizei den Täter schnappt. Das Cover passt natürlich zu dem verbrecherischen Glasgow, das hier im Buch dargestellt wird. Mir persönlich ist es etwas zu langweilig und sagt auch wenig aus. Auf der anderen Seite ist das Originalbuch 1977 erschienen und wurde jetzt neu herausgebracht, da Ian Rankin ein Manuskript vom Autor zu einem 4. Laidlaw-Buch (ein Prequel) machte. Und für ein so "altes" Buch passt das Cover dann auch wieder. Und genau dieses Prequel durfte ich auch schon lesen, obwohl ich die Original-Trilogie nicht kannte. Der Schreibstil ist hervorragend; Orte und Charaktere werden detailreich und bildhaft beschrieben. Und doch ist es ein eigenwilliger Schreibstil, der manchmal schon fast lyrisch wirkt und dies liegt sicherlich nicht am Alter des Originalbuches. Das Glasgow wird in diesem Buch - wie auch schon im Prequel - sehr düster beschrieben. Laidlaw ist schon ein einzigartiger, charismatischer Mann, der aber auch seine dunklen Seiten hat. In diesem Buch erinnert er im Zusammenspiel mit Harkness an Holmes und Watson oder Poirot und Hastings. Die Spannung war hoch, obwohl man als Leser mehr oder weniger sowohl Täter als auch Motiv kennt. Insgesamt fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten und könnte mir durchaus vorstellen auch die restlichen 2 Bände noch zu lesen. Fazit: Krimi Noir, der trotz des Alters noch immer aktuell erscheint. 4,5 von 5 Sternen

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Scherbensommernacht von Lauinger Verlag
Scherbensommernacht

Nach einer Schulparty verschwindet die 15-jährige Imren spurlos. Ihre Schwester Ella glaubt, sie noch vor dem Elternhaus gesehen zu haben, zusammen mit einem mysteriösen Licht. Ella macht, nachdem ihre Familie zerbrochen ist, eine Ausbildung im Bereich der Mode und lernt mit Marie-Jo ihre beste Freundin kennen, die ebenfalls kein leichtes Leben hat. Die Erinnerung an Imren lässt Ellen aber nie ganz los. Das Cover des Buches ist genial; es ist nicht nur absolut passend zum vorliegenden Roman, sondern ist ein Hingucker, der alleine schon Emotionen auslöst und neugierig auf das Buch macht. Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich. Sie schreibt meist in teils literarischer Belletristik, packt aber immer wieder auch die gewöhnliche Sprache aus, v.a. wenn es um Verbrechen geht. Charaktere und Orte werden bildgewaltig dargestellt; manchmal war es mir fast schon zu prosaisch und ausschweifend beschrieben. Genau dies führte auch dazu, dass der Spannungsbogen immer wieder nachließ (und später wieder stieg), da es an manchen Stellen doch etwas langwierig und zu ablenkend wirkte. Dies hat aber sicher auch damit zu tun, dass man am Anfang erst einmal durchblicken musste, denn es kommen sehr viele Personen vor, die man als Leser vorerst eigentlich nicht in die Handlung integrieren kann. Erst gegen dem Ende zu, wird das ganze aufgelöst. Nicht nur wie alles zusammenhängt, sondern auch das Schicksal von Imren. Da das ganze Buch über viele Jahre hinweg spielt, wo Ella auch immer wieder mysteriöse Erscheinungen hat, aber auch einfach das Leben von Ellen, Marie-Jo, aber auch vielen anderen Darstellern zeigt, kann man hier wirklich schon einem halben Leben der Personen folgen. Gekonnt vermischt die Autorin aber hier die Genres, das ich zuallererst als Drama/Tragödie sehe, das aber gehörige Krimielemente hat, wo der Leser sich nur nach und nach an die Wahrheit herantasten kann. Ein mysteriöser Einschlag gibt dem ganzen Buch dann noch das gewisse Etwas. Der Plot selbst ist hervorragend konstruiert und so konnte mich das Buch auch gut unterhalten. Und auch das Miträtseln und Mitfiebern gefiel mir sehr gut. Was mir noch auffiel, war die Redewendung: "Es regnet Katzen und Mäuse". Hier wurde wohl von der Autorin etwas verwechselt, denn es heißt im englischen "It´s raining cats and dogs". Fazit: Drama-Krimi-Mischung mit Einschlägen aus anderen Genres das in großen Teilen für beste Unterhaltung sorgte. 4,5 von 5 Sternen

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Wer mit den Toten spricht von Droemer HC
Wer mit den Toten spricht

Nachdem Cassie erfahren hat, dass ihr Vater ihre Mutter ermordet hat, muss sie immer wieder daran denken. Während sie den Strangulationstod eines Jugendlichen untersucht, meldet sich allerdings ihr Vater - 4 Jahre nachdem er aus der Haft entlassen wurde. Und er behauptet, unschuldig zu sein. Cassie ist hin- und hergerissen, ob sie ihrem Vater Glauben schenken soll und bittet DS Phyllida Flyte um Hilfe. Doch offiziell kann sie in keine Akten von damals einsehen. Das Cover des Buches passt perfekt zum 1. Teil, sagt aber eigentlich nur wenig aus, um was es geht - im Gegensatz zum Originalcover. Allerdings ist das deutsche auffälliger und gefällt mir auch hervorragend. Der Schreibstil der Autorin ist genial; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es der 2. Band um Cassie ist, kann man so das Buch auch einzeln lesen. So war es auch bei mir. Mit der Figur von Cassie Raven hat die Autorin eine außergewöhnliche, wohl einzigartige Figur entworfen. Klar gibt es viele Bücher rund um Rechtsmediziner bzw. Pathologen - wie z.B. Temperance Brannan oder Kay Scarpetta - doch Cassie ist total anders. Zum einen fällt natürlich auf, dass sie keine Pathologin ist, sondern eben nur Assistentin der Rechtsmedizin. Zum anderen ist auch das äußere Erscheinungsbild mit Piercings und Side-Cut ein gänzlich anderes. Dass sie dann auch noch erst 25 Jahre alt ist, bisexuell und ein enormes Wissen über Pathologie hat und sehr liebenswürdig und empathisch ist, sind einfach insgesamt Alleinstellungsmerkmale von Cassie. Und nicht zu vergessen, die Toten sprechen mit ihr, auch wenn sie nicht an Geister glaubt, sondern eher, dass das ihr Unterbewusstsein ist. Durch Cassies Art erinnert sie ein wenig an eine Mischung aus Tempe Brennan und Liz aus "IZombie"; aber wie gesagt ich finde Cassie einfach einzigartig. Das ganze Buch ist (v.a. pathologischer Details) ausgezeichnet recherchiert, aber trotzdem auch für Nicht-Mediziner sehr gut verständlich. Auch die anderen Figuren, wie DS Flyte oder Cassies polnische Großmutter sind einfach genial gezeichnet und perfekt in das Buch und die Handlung integriert. Dass die Spannung das ganze Buch über auf höchstem Niveau war, bräuchte ich eigentlich nicht mehr explizit zu erwähnen, tue es aber trotzdem. Den 1. Teil der Reihe werde ich mir schleunigst besorgen und dann hoffe ich natürlich auf noch mehr Bücher über die sympathische Rechtsmedizin-Assistentin. Fazit: Wer Tempe Brennan und/oder Kay Scarpetta mag, muss Cassie einfach lieben. Perfekter Forensik-Thriller. 5 von 5 Sternen und ein Top-Highlight des Jahres.

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Der Märchenkönig von Gmeiner Verlag
Der Märchenkönig

Hauptkommissar Tom Perlinger soll stellvertretend für seinen Bruder die Goldene Bürgermedaille verliehen werden. Da wird er zu einem Einsatz ganz in der Nähe gerufen. Im Königmühlbach vor der Staatskanzlei werden 2 Leichen gefunden: Der Psychiater Siegmund Berg und sein Klient, der exzentrische Louis von Schönfeld, der nicht umsonst "Märchenkönig" genannt wird. Auch die Todesumstände zwischen Louis und dem echten Märchenkönig Ludwig II. sind ähnlich und es gibt keine Spuren für ein Gewaltverbrechen. Das Cover des Buches passt zur bisherigen Reihe ebenso wie zum vorliegenden Buch. Es ist auch ein optischer Hingucker. Der Schreibstil der Autorin ist wieder ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden spitzenmäßig dargestellt, sodass man die Reihe nicht kennen muss, um in die Handlung reinzuspringen, obwohl es definitiv auch nicht schadet. Die Spannung beginnt bereits mit dem Prolog und ist bis zum Ende auf sehr hohem Niveau. Die Charaktere, die ich ja schon kannte, sind ausgezeichnet gewählt und jeder hat seine Eigenheiten. Der Plot ist super durchdacht; es handelt sich um einen sehr komplexen Krimi, der nebenbei auch noch eine Handlung über die Reihe hat. V.a. über die Mordmethode musste ich lange nachdenken, ohne dass ich zu einem Ergebnis kam. Die Auflösung dafür ist aber logisch und super gewählt. Das Ende des Buches deutet auf ein Ende der Reihe hin, was ich aber natürlich nicht hoffe, denn es gibt sicher noch viele Morde in München mit historischem Vorbild aufzuklären. Fazit: Spannender Regionalkrimi, der jeden Krimi-Fan begeistern kann. 5 von 5 Sternen

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Die Krankenschwester ‒ der spektakuläre Kriminalfall aus Dänemark: . von steinbach sprechende bücher
Die Krankenschwester ‒ der spektakuläre Kriminalfall aus Dänemark: .
Audio CD

Im Krankenhaus Nykøbing Falster in Dänemark gibt es immer wieder unerwartete Notfälle in der Notaufnahme, wo die Krankenschwester Christina Aistrup Hansen arbeitet. Zuvor (2012) arbeitete sie auf einer anderen Station, wo es ebenfalls unerwartete Notfälle mit Todesfolge gab. In den Patienten kann teilweise Morphin und/oder Stesolid festgestellt werden, obwohl dies nicht verordnet war. Pernille Larsen, eine Kollegin von Christina und ihr Freund, der Oberarzt Niels gehen 2015 schließlich zur Polizei und Christina wird verhaftet. Sie wird wegen 4fach versuchtem Mord zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt und bestreitet bis heute ihre Unschuld. Das Cover des (Hör-)Buches ist absolut passend und gefällt mir gut. Der Sprecher gefällt mir gut, auch wenn etwas nervt, dass er manchmal "-en" übertrieben deutlich und lang ausspricht, während er andere Male das "e" mehr verschluckt. Ansonsten hat er eine angenehme Stimmfarbe und ein Sprechtempo, dem man sehr gut folgen kann. Das Buch wurde von einem Journalisten geschrieben, der mit allen Beteiligten, die mit ihm sprechen wollten, gesprochen und daher auch gründlich in diesem True-Crime-Fall recherchiert hat. Und doch sind ihm meiner Meinung nach einige Fehler passiert, wovon ein paar davon möglicherweise auch der Übersetzerin anzulasten sind. Ich möchte hier nur ein paar aufzählen: - Infektionslösung statt Infusionslösung - Millimeter-Spritze statt Milliliter-Spritze - Laut dem Buch ist Morphin-Höchstdosis 2,5 mg - bei Erwachsenen sind zumindest in Österreich aber Dosen von 5 - 10 mg bei Erwachsenen i.v. "normal". - V.a. zu Beginn werden Stesolid und Benzodiazepine gleichgestelllt. Zudem gibt es dann einiges was ich nicht verstehe, aber möglicherweise gibt es in Dänemark ein sehr lasches Suchtgiftgesetz. Besser gesagt dürfte es laut dem Buch gar keines geben bzw. gegeben haben, denn dass der Rest einer aufgebrochenen Ampulle einfach in den Ausguss geleert wird und es scheinbar keine Dokumentation in einem Suchtgiftheft oder ähnlichem gibt, ist für mich unvorstellbar und grob fahrlässig. Zudem scheint auch unvorstellbar, dass es (überhaupt im Nachhinein) viele wussten, aber nur wenige etwas gesagt haben. Es gab zwar einige, die schon auf Christinas vorheriger Station gegenüber der Stationsleitung den Verdacht äußerten - es ermittelte sogar die Polizei - aber die Stationsleitung reagierte nicht. Genauso wenig wie die Intensivstation, die die Medikamente im Blut feststellten und höchstens Witze machten. Die Oberschwester und die Krankenhausleitung reagierten gar nicht. Die Stationsleitung wurde des übrigen dafür auch belangt. Und dass z.B. Ex-Kollege Peter erst Jahre später bei der Polizei aussagte, dass er Christina mit einer Spritze in ein bestimmtes Zimmer gehen ah, bei den damaligen Ermittlungen aber nicht mutet komisch an, wobei dies ein wichtiges Indiz in den Verhandlungen war. Es gibt aber auch Leute und KollegInnen, die an Christinas Unschuld glauben. Es war ein reiner Indizienprozess, in dem sich Christina aber auch in einige Widersprüche reinredete - v.a. aber wegen Medikamentendiebstahl und bezüglich einer Schlafmittelgabe an ihre Tochter und andere private Sachen. Durch diese Widersprüche bzw. offensichtliche Lügen wird man natürlich den Indizien glauben, dass Christina schuldig ist; auf der anderen Seite gibt es aber auch andere Theorien und es wurde meiner Meinung nach doch eher einseitig ermittelt, denn Christina argumentiert, dass sie halt immer zu den Notfällen kam. Auf der anderen Seite hatte sie in der Notaufnahme auch viele Nachtdienste mit Pernille. Theoretisch könnte also auch Pernille die Täterin sein. Unglaublich auch, dass in ihrem letzten Nachtdienst 3 Leute überraschend starben und eine in letzter Sekunde gerettet werden konnte. Wenn man an Christinas Schuld glaubt, ist es wahrscheinlich dass sie weit mehr als diese Personen getötet bzw. gefährdet hat und es müssten viel mehr sein. Nachzuweisen war hier allerdings nichts mehr. Am Ende wird der Wunsch von Niels und Pernille ausgesprochen, dass ein Konzept hergehört, um solche Morde in Zukunft zu verhindern. Da reden sie z.B. von Überwachungskameras etc. - realistisch und wirklich umsetzbar ist dies aber nicht und das weltweit, denn es gibt ja weltweit Fälle, wo Pflegepersonal oder Ärzte Patienten getötet haben. Dieser Fall war mir zuvor nicht bekannt und ich fand ihn spannend und interessant gemacht, da auch der Autor eher neutral bezüglich der Schuldfrage bleibt, auch wenn er doch eher zu Christinas Schuld tendiert. Dass der Fall chronologisch erzählt wurde, gefiel mir ebenfalls ausgezeichnet. Fazit: Interessanter True-Crime-Fall, der aber doch auch Fehler aufweist. 4 von 5 Sternen

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Flüsterwald - Eine neue Bedrohung. Der verborgene Meisterschlüssel. Mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage! (Flüsterwald Staffel II Bd. 1) von Ueberreuter Verlag
Flüsterwald - Eine neue Bedrohung. Der verborgene Meisterschlüssel. Mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage! (Flüsterwald Staffel II Bd. 1)

Lukas und Ella werden als Beschützer des Flüsterwalds gerufen. Ein Hilferuf kommt aus aus einem der anderen Flüsterwälder, doch die Blinzelbahn wurde sabotiert, sodass sie nicht dorthin reisen können. Zusammen mir der Elfe Felicitas, ihrer Katzenbeschützerin Punchy und dem Menok Rani machen sie sich auf die Suche nach dem Meisterschlüssel, der die Blinzelbahn wieder instand setzen kann. Doch ist es nicht so leicht daranzukommen und auch dann ist die Aufgabe noch nicht erledigt und der Flüsterwald gerettet. Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum Buch und zur bisherigen Reihe. Wie auch die Illustrationen im Buch (am Kapitelanfang) stammt es von Timo Grubig. Sie sind kindgerecht und detailreich gezeichnet und passen perfekt zum jeweiligen Kapitel. Der Buchschnitt in blauer Farbe mit Sternen und einer Eule ist grandios. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung, die wieder von der ersten bis zur letzten Seite andauert. Extrem temporeich bekommen es die Freunde zum Auftakt der 2. Staffel mit einem neuen Gegner zu tun. Die Handlung ist seit dem 1. Band sehr komplex aufgebaut, was man vom Autor gewohnt ist. Allerdings ist diese Komplexität sicher altersgerecht gestaltet. Die ganze Geschichte ist - wie schon die 1. Staffel - stimmig und konnte mich überzeugen. Fazit: Fantasy-Abenteuer für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Was nebenan passiert ist (eBook, ePUB) von Lübbe
Was nebenan passiert ist (eBook, ePUB)

Friederike Mönch betrinkt sich das erste Mal nach Jahren. Als sie aufwacht, findet sie im Nachbarhaus die kleine Nachbarstochter Celina ermordet in deren Zimmer. Daneben liegt ihr schwer verletzter Vater Erik. Rebecca, die ältere Tochter, und Alexa, die Mutter sind verschwunden. Schon bald gilt Alexa als Hauptverdächtige. Doch warum sollte der Social-Media-Star ihre Tochter umbringen? Immer mehr Journalisten und "Fans" belagern die Häuser und schon bald gerät auch Friederike ins Visier der Polizei. Sie selbst lässt der Fall ebenso nicht los und so versucht sie selbst Zusammenhänge zu verstehen und Hypothesen aufzustellen. Das Cover des Buches ist nicht nur passend, sondern ein echter Hingucker, der Lust auf das Buch macht. Der Schreibstil der Autorin ist brillant; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Von Beginn an denkt man sich als Leser, dass eigentlich der Täter klar ist - und da dachte ich natürlich nicht an die beschuldigte Alexa. Schon bald aber zeigt sich, dass diese - also zumindest meine - Theorie absolut nicht aufgeht. So rätselte ich mit und verdächtigte bald alles und jeden. Aber immer passte ein Puzzle-Stück, das schon im Buch vorgekommen ist, nicht zu meinen Theorien. So war ich bis zum Schluss gefesselt von dem Buch, das ich in etwas weniger als 1 Tag gelesen habe, da ich es nicht mehr weglegen konnte und wissen wollte, wer der Täter ist. Die Spannung war das ganze Buch auf höchstem Niveau ohne jemals auch nur einen Millimeter abzufallen. Die Lösung an sich war auf jeden Fall logisch und - wie auch das ganze Buch - clever instruiert. Denn es gab schließlich auch ein paar Nebenhandlungen, die die Spurensuche für den Leser noch schwieriger machte. Es ist bereits das 2. Buch der deutschen Autorin - für mich war es das erste, aber definitiv nicht das letzte, denn dieses Buch ist mein bisheriges Lesehighlight 2022 und wird es voraussichtlich auch bleiben. So gut konstruierte Thriller findet man nur selten, v.a. auch was die Spannung betrifft und dass auch der erfahrene Krimi-/Thrillerleser nicht zu schnell auf die Lösung kommt. Ich hoffe, dass der Autorin die Ideen nicht ausgehen und sie bald weitere Bücher veröffentlicht. Fazit: Thrillerhighlight des Jahres 2022. 5 von 5 Sternen

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Oh wie schön ist Trinidad: Roman über ereignisreiche Tage in der Karibik, Drogenschmuggel und die Frage nach der Freundschaft: Was ist sie wert in der Not? (Lesen ist das neue Reisen)
Oh wie schön ist Trinidad: Roman über ereignisreiche Tage in der Karibik, Drogenschmuggel und die Frage nach der Freundschaft: Was ist sie wert in der Not? (Lesen ist das neue Reisen)

Jens ging gerade als Kriminalpolizist in Pension und zog zu seiner neuen Freundin Catherine nach Cassis in Frankreich. Da meldet sich sein alter Schulfreund Egon, den er schon Jahre nicht gesehen hat und lädt ihn zu sich nach Trinidad ein. Jens merkt gleich, dass sein Freund seine Hilfe benötigt und fliegt alleine nach Trinidad. Doch neben traumhaften Stränden gibt es dort auch eine hohe Kriminalitätsrate. Das Hardcover erscheint hochwertig mit Lesebändchen, auch wenn die Bindung nicht ganz optimal ist. Das Cover ist relativ einfach gestaltet; bis auf den Tukan in grauem Rechteck eigentlich nur weiß mit schwarzer Schrift. In oder trotz seiner Einfachheit ist es aber wunderbar gelungen und gefällt mir, da es auch zum Buch passt, obwohl es nicht viel über die Handlung aussagt. Der Schreibstil des Autors ist klar und gut; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt; ja manchmal liest es sich schon fast wie ein guter Reiseführer. Die Handlung selbst ist interessant und lebt vor allem durch die Charaktere und die Örtlichkeit. Die Spannung war immer auf mittlerem Niveau - aber ist eben auch kein Thriller/Spannungsroman. Dass das ganze in der Jetzt-Zeit spielt, macht das ganze noch plastischer, denn auch COVID 19 kommt hier vor, auch wenn es nicht zur Handlung an sich gehört. Zu Beginn war mir unklar, wie Jens sich auf diese Reise begeben konnte, schließlich hatte er mit seinem "Freund" Egon seit seiner Jugend keinen Kontakt mehr. Nach und nach merkt man aber die Unsicherheit und Naivität die Jens an den Tag legt und versteht seine Beweggründe etwas besser. Der Begriff der Trinität spielt im Roman dabei eine zentrale Rolle: So wird in dreifaltiger Weise der Begriff thematisiert: das Land, der Glaube und die damit verbundene heilige Dreifaltigkeit und zusätzlich die Rolle von Trinidad, der der Name der Frau Egons ist. So schließt sich hier auch ein wenig der Kreis und beschreibt die Handlung bzw. das Genre am besten. Dass das Buch aus Sicht von Jens geschrieben ist, gefiel mir ebenfalls ausgezeichnet, da es die Emotionen noch näher zum Leser bringt. Es regt den Leser zum Nachdenken an und konnte mich prima unterhalten. Nur das Ende war mir etwas zu schnell. Während die Handlung sonst eher gemächlich wächst, endet das Buch dann mehr oder weniger abrupt. Man hat zwar noch ein letztes kurzes Kapitel, dass dann etwas in der Zukunft spielt, aber es blieb doch vieles ungeklärt. Vor allem wird kurz vor dem Schluss auch erwähnt, dass Egon monatlich hohe Summen aus Frankfurt bekommen hat - nimmt es also in die Handlung auf - und erwähnt es dann nicht mehr. Fazit: Unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt. 4 von 5 Sternen

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Kein Tor ohne Yin & Yang von Himmelstürmer
Kein Tor ohne Yin & Yang
Taschenbuch

Hagen Jankowski ist Fußballspieler in der 1. Bundesliga beim 1. FC Schwarz-Gelb. Nach einem Kreuzbandriss macht ihm sein Knie immer noch Probleme, obwohl medizinisch alles in Ordnung ist. Silvia, die Frau seines Trainers Peter Müller schlägt vor zu einem Reiki-Meister zu gehen. Peter selbst glaubt zwar nicht daran, geht aber mit Hagen zu dem 28-jährigen Christian, der sich sofort zu Hagen hingezogen fühlt. Doch seine Professionalität siegt und praktisch sofort kann Hagen wieder voll mittrainieren. Allerdings hat Hagen seither Träume, wie er Sex mit Mannschaftskollegen und Christian hat. Als Christian sich bei einer weiteren Sitzung als homosexuell outet und Hagen mitteilt, dass dieser auch schwul sei, eskaliert die Situation und Hagen gibt als Grund an, dass ihn Christian unsittlich berührt hätte. Hagens Träume bleiben und schon bald küsst er in alkoholisiertem Zustand seinen Mannschaftskapitän. Das Cover des Buches ist zwar einfach gemacht, ist aber sehr passend, auch wenn der abgebildete Mann eine falsche Frisur hat. Es gefällt mir gut. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere, aber auch Orte werden bildhaft dargestellt. Die Story ist ehr gut gewählt, denn tatsächlich gibt es bis heute keinen Profi-Fußballer in Deutschland und Österreich, der sich in seiner aktiven Zeit geoutet hat. Zudem spricht das Buch aber auch andere wichtige Themen an: Umweltschutz, die Psyche und damit verbundene alternative Heilformen. Der Plot ist hervorragend beschrieben, sodass man mit Hagen mitfühlen kann. Ok, die vielen Partys bei Profi-Fußballspielern kann ich mir mit dieser Menge Alkohol nicht vorstellen, aber sie sind auch wichtig für die Geschichte. Das Buch lebt von den verschiedenen Gefühlen, die auch der Leser erlebt, wobei auch Humor nicht fehlen darf. Dazu gibt es sehr explizite Szenen (v.a. aus den Träumen von Hagen), die wohl einen FSK 18 - Schutz brauchen. Aber auch diese sind wundervoll realistisch geschrieben - soweit Träume eben realistisch sind. Meiner Meinung nach könnte der Profi-Fußball so mutige Spieler gebrauchen, denn ich glaube, dass es für den Großteil der Fans und Mitspieler kein Problem wäre, wenn es geoutete schwule Spieler gäbe. Fazit: Tolle Geschichte mit expliziten Szenen, die auch zum Nachdenken anregt. 5 von 5 Sternen

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Die Suche nach dem Schattendorf: Die Saga von Eldrid, Band 2 von NOVA MD
Die Suche nach dem Schattendorf: Die Saga von Eldrid, Band 2
Taschenbuch

Ludmilla begibt sich zusammen mit dem Formwandler Lando und dem Unsichtbaren Eneas nach Fenris, in den dunklen Teil von Eldrid. Sie suchen nach Godal, dem Schatten von Ludmillas Oma Mina. Doch neue dunkle Wesen, stellen sich ihnen in den Weg. Ludmilla entdeckt dabei aber auch neue Kräfte in sich. Mina versucht inzwischen in der "echten" Welt Geheimnisse zu lösen, wobei sich die anderen Spiegelfamilien einmischen. Und dann gibt es ja auch noch eine uralte Prophezeiung in Eldrid. Das Cover des (Hör-) Buches ist wieder sehr gut gelungen und absolut passend zum Geschehen in diesem Teil. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Das Buch ist ab ca. 10 Jahren geeignet; der Schreibstil der Autorin ist dazu passend, aber so, dass es auch Erwachsene begeistern kann. Die Figuren sind kreativ gestaltet und gefielen mir sehr gut; sie entwickeln sich auch langsam - passend der Erzählung - weiter. Hinzu kommen wieder einige neue Charaktere. Der Sprecher wurde zum Vorgängerband ausgetauscht, was mir sehr leid tat. Der Sprecher des 1. Teils war einfach spitze. Hier musste ich mich erst mit dem Sprecher Richard Lingscheidt anfreunden. Er hat eine sehr angenehme Stimme, versteht es auch richtig zu betonen und gibt jedem Charakter seine eigene Stimme. Allerdings unterscheidet sich die Stimme grundlegend vom Sprecher des 1. Hörbuchs Dirk Hardegen. Am auffälligsten - und für mich am störendsten war allerdings sein Sprechtempo, das es mir teilweise schwer machte, dem Hörbuch zu folgen, sodass ich einige Male zurückspulen musste bzw. nur mit hoher Konzentration hören konnte und nicht zur Entspannung, wenn ich schon etwas müde war. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Kinder, für die dieses Hörbuch ja primär gedacht ist, damit vielleicht ihre Probleme haben. Die Handlung selbst ist wieder sehr komplex, weswegen man auch nicht einfach über etwas hinwegspringen kann, wenn man den Abenteuern in Eldrid folgen und sie verstehen will, Im Gegensatz zum 1. Teil geht es hier auch gleich los - kein Wunder es schließt ja direkt daran an. Die Spannung ist wieder auf hohem Niveau und konnte mich überzeugen, auch wenn mir der 1. Teil eine Spur besser gefallen konnte, da er nicht ganz so viele Parallelhandlungen hatte - und eben einen langsameren Sprecher. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich wieder wunderbar unterhalten und bin gespannt auf die Fortsetzungen - vielleicht in langsamerer Sprechweise. Fazit: Liebevolle, spannende Fortsetzung der Jugend-Fantasy-Reihe. 4,5 von 5 Sternen

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Die magische Tafel von Books on Demand
Die magische Tafel

Die 15-jährige Rikki, die nur Emma zu ihren Freunden zählt, ist tieftraurig als diese wegzieht. Sie ist überzeugt davon, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann. Als ein mysteriöser Junge im Schulbus und dann auch noch in ihrer Nachbarschaft auftaucht und dort zu graben beginnt, wird sie immer neugieriger. Vor einigen Jahren hat sie, wo jetzt gesucht wird, nämlich eine alte Tafel gefunden. Als Rikki sie wieder hervorholt taucht sie in die Geheimnisse anderer Menschen ein. Doch neben den 2 Jungs Chuck und Tristan sind auch noch dunklere bewaffnete Leute hinter der Tafel her. Das Cover des Buches macht neugierig, ist hübsch gemacht und passend zum Buch. Nur die Person, die gezeigt wird, passt meiner Meinung nach nicht wirklich, denn zwischen der Beschreibung von Rikki und der Frau auf dem Cover bestehen nur marginale Ähnlichkeiten, da auch das Alter nicht passend erscheint. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Der Plot ist für mich mal was ganz Neues und Interessantes gewesen, da es Zeitreise nur bedingt verwendet und auch ohne magische Wesen auskommt - nur eben diese spezielle magische Tafel. Die Charaktere fand ich ebenfalls ausgezeichnet ausgewählt und absolut passend zum Buch. Die Story dahinter ist allerdings ausbaufähig. Zum einen hätte ich gerne noch mehr über die 5 Brüder erfahren, zum anderen sind es zu Beginn eben 5 Brüder, dann ist aber nur mehr von 4 Brüdern die Rede. Hat sich hier ein Fehler eingeschlichen? Oder plant die Autorin eine Fortsetzung, wo dies geklärt wird? Dies fände ich eine gute Idee, da man die Story ruhig noch ausbauen hätte können - auf ein längeres Buch oder eben einen Mehrteiler. Auch das Ende konnte mich nicht ganz befriedigen. Auch dieser Kritikpunkt wäre bei einer Fortsetzung natürlich hinfällig. Außerdem würde ich das Buch nochmals korrigieren (lassen), da sich doch ein paar Fehler in Grammatik und Rechtschreibung eingeschlichen haben. Trotz dieser Kritikpunkte fühlte ich mich aber wundervoll unterhalten und hoffe wie gesagt auf eine Fortsetzung oder ein Spin-Off. Fazit: Tolle, neue Story mit noch etwas Potential nach oben. 4,5 von 5 Sternen

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The Dark Remains (Jack Laidlaw, 1) von CANONGATE BOOKS
The Dark Remains (Jack Laidlaw, 1)
Taschenbuch

Bobby Carter, ein Anwalt der Unterwelt wird ermordet in einer Gasse in Glasgow aufgefunden. Mafiöse Bandenstrukturen teilen sich Glasgow und Bobbys Auffindungsort gehört einem Rivalen. Jetzt droht ein Bandenkrieg. DC Jack Laidlaw, der alles andere als ein Teamplayer ist, arbeitet zusammen mit DS Bob Lilley zusammen. Sie freunden sich auf sonderbare Weise an, sodass auch die Familien untereinander Kontakt haben; und das obwohl auch im familären Verbund Laidlaw ein Einzelgänger ist. Während Lilley aber eher ihrem Vorgesetzten Milligan folgen will, der sich in eine falsche Theorie versteift, geht Laidlaw vielen anderen Spuren nach. Aber auch die Banden versuchen den Mörder zu finden. Das Cover ist, auch wenn das Cover wohl eher nur auf den Einzelgänger Laidlaw bezogen ist, ausgezeichnet gelungen und lädt dazu ein das Buch in einer Buchhandlung genauer unter die Lupe zu nehmen. Das übrigen tun dann die Autoren dazu, obwohl mir nur Ian Rankin bekannt war und ich die Laidlaw-Trilogie und dessen Autor bisher nicht kannte. Und Ian Rankin - der wohl bekannteste schottische Krimiautor der Gegenwart - nahm sich hier eines Manuskriptes seines verstorbenen Autorenkollegen an, der mit seiner Laidlaw-Trilogie bekannt wurde, und 2015 verstarb. Der Schreibstil ist hervorragend; Orte und Charaktere werden detailreich und bildhaft beschrieben. Zu Beginn tat ich mir ein wenig schwer mit dem Buch; viele Namen in einem düsteren Setting musste ich erst einmal verdauen. Zudem ist auch das Thema Bandenkriminalität nicht so meins. Ich kam dann aber - auch aufgrund des Schreibstil - immer besser ins Buch hinein. Man findet einige Gemeinsamkeiten zu den Rebus-Büchern von Ian Rankin, prinzipiell überwiegen aber die Unterschiede für mich. Die Spannung war immer auf hohem Niveau; die Lösung kam dann auch für passionierte Krimi-Leser etwas überraschend, aber durchaus logisch, auch wenn das Ende etwas anders ist, aber seinen eigenen Charme besitzt. Das Buch ist eindeutig dem Genre "Roman noir" ("Krimi noir") zuzuordnen und beschreibt das Genre auch sehr gut. Ich durfte Laidlaw erstmals kennenlernen und werde in Kürze den 1. Teil der Trilogie "Laidlaw" lesen. Fazit: Geniale Weiterführung, die eigentlich ein Auftakt (Prequel) ist. 4,5 von 5 Sternen

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Schwestern durch die Zeit - Comtesse in Turnschuhen von Magellan GmbH
Schwestern durch die Zeit - Comtesse in Turnschuhen

Dottie bekommt zu ihrem 14. Geburtstag ein altes Pult. Sie liebt das 19. Jahrhundert und würde am liebsten in dieser Zeit leben. 200 Jahre zuvor besitzt Frieda dieses Pult. Auch sie feiert ihren 14-jährigen Geburtstag und muss sich als Adlige für den Debütantinnenball vorbereiten. Aber sie würde gerne fremde Orte sehen, forschen und Abenteuer erleben - zu jener Zeit ein absolutes No-Go. Als Dottie in ein Heft schreibt und es in das Pult legt, kann es Frieda herausnehmen und ebenfalls reinschreiben. So entsteht eine Brieffreundschaft der beiden Mädchen. Als Frieda das Heft nimmt, das Dottie gerade in das Pult legt, wird sie ebenfalls ins Jahr 1822 gezogen. Dottie und Frieda beschließen, sie als Comtesse aus England vorzustellen. Doch kann Dottie diesen Betrug aufrechterhalten? Das Cover des Buches ist wunderbar gemacht. Es passt nicht nur ausgezeichnet zum Inhalt, sondern auch für die Lesergruppe, die dieses Buch ansprechen soll: bevorzugt Mädchen ab 12. Zudem ist die Haptik einfach perfekt gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt und das ganze Buch ist altersentsprechend geschrieben. Der Plot ist ausgezeichnet gelungen und durch das Ende bietet es Raum für eine (oder mehrere) Fortsetzungen. Der Spannungsbogen ist hoch gezogen und neben Humor bietet das Buch definitiv auch für Jugendliche ein wenig was zum Nachdenken. Dafür dass Dottie und Frieda sehr unterschiedliche Personen sind, haben sie doch auch einiges gemeinsam. Dazu gibt es sehr interessante Nebencharaktere, wobei der eine oder andere dann auch hoffentlich in Folgebänden wieder mitspielen darf. Interessant ist auch wie sich die Charaktere im Laufe des Buches entwickeln, was ebenfalls Lust auf weitere Bände macht. Als Erwachsener hatte ich das Buch relativ schnell gelesen, was aber auch am Schreibstil und dem Witz mancher Situationen lag. Dabei fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten. Fazit: Ein Jugendbuch über Zeitreise, dass auch ältere begeistern kann. 5 von 5 Sternen

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Ich habe nicht geschossen, nur ein bisschen: Absurde Ausreden vor Gericht
Ich habe nicht geschossen, nur ein bisschen: Absurde Ausreden vor Gericht

Der Richter und Autor Patrick Burow stellt - nach Delikten geordnet - viele Ausreden, die vor Gericht eingebracht wurden, vor. Zwar brachten nur wenige davon etwas ein, dafür belustigen sie, wenn schon nicht den Richter, zumindest die LeserInnen. Das Cover ist relativ einfach gemacht, passt aber definitiv zum Buch und weiß auch aufzufallen. Der Schreibstil des Autors in diesem Buch ist nüchtern mit einem gehörigen Augenzwinkern und ab und zu ironischen Kommentaren. Dazu wird die Quelle bei jeder Ausrede angegeben; das Buch ist daher natürlich auch gut recherchiert. Manche Ausreden sind einfach nur skurril, während andere einfach lustig sind. Der Autor beweist in diesem Buch, dass er neben spannenden Thrillern und Sachbüchern auch lustige Tatsachenberichte schreiben kann. Fazit: Ausreden vor Gericht, die nicht weiterhelfen, aber sehr unterhaltsam sind. 5 von 5 Sternen

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Keeper of the Lost Cities - Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
Keeper of the Lost Cities - Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)

Die 12-jährige Sophie Foster ist hochintelligent, hat ein fotografisches Gedächtnis, hat mehrere Klassen übersprungen und kann die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen, was ihr aber lästig ist. Sie ist ein Außenseiter. Zudem gibt es andauernde Brände, die kaum zu löschen sind. Bei einer Exkursion ihrer Schule trifft sie auf den etwas älteren Fitz, der ihr mitteilt, dass sie eine Elfe ist. Im Elfenreich angekommen, darf sie die Foxfire, eine Zauberschule besuchen, darf aber nie wieder in die Menschenwelt zurück. Doch immer wieder wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, denn sie wurde ja einst in der Welt der Menschen versteckt. Und schon bald entdeckt Sophie noch andere Fähigkeiten an ihr. Das Cover des Buches ist liebevoll gestaltet, der Altersgruppe und dem Inhalt entsprechend. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Charaktere, Orte und Lebewesen werden bildhaft beschrieben. Es ist der Auftakt zu einer 9 1/2-teiligen Jugend-Fantasy-Reihe, die in einigen Belangen etwas an Harry Potter erinnert und sich aber doch auch in vielem unterscheidet. Das Buch ist ab ca. dem 12. Lebensjahr geeignet, aber auch Erwachsene werden sich gut unterhalten fühlen. In den nächsten Jahren soll auch eine Verfilmung des 1. Teils herauskommen, auf den ich doch auch schon sehr gespannt bin. Der Auftakt der Reihe bietet viele Fragen und ein paar Antworten, aber viele Geheimnisse bleiben noch zu lösen. Was etwas nervt, ist dass sich Sophie sehr oft Wimpern ausreißt, sodass sie eigentlich keine mehr haben dürfte. Für mich gibt es auch einen kleinen Logikfehler: Sophies Menschenfamilie kann man ja möglicherweise die Erinnerung an Sophie nehmen, was aber ist mit ihrer Schule, ihren Nachbarn und allen anderen, die sie kennen? Löscht man sie aus allen? Erwähnt wird es nicht und es erscheint auch etwas unglaubwürdig. Auf der anderen Seite stört es aber nicht und ist eben auch für die Handlung wichtig. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt wie es weitergeht und welche Abenteuer Sophie noch bestehen darf. Fazit: Nicht umsonst, wird diese Jugend-Fantasy-Reihe so gehypt. 5 von 5 Sternen

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Dunkelschnee / Kommissar Munch Bd.4 (eBook, ePUB) von Penguin Random House
Dunkelschnee / Kommissar Munch Bd.4 (eBook, ePUB)

Auf einem Feld in Oslo werden 2 elfjährige Buben tot aufgefunden; der eine nackt, der andere nur in der Unterhose. Zwischen ihnen liegt ein toter Fuchs. Kommissar Holger Munch, der gerade zum Leiter einer neuen Einheit befördert wurde, und sein Team entdecken, dass es vor 8 Jahren einen sehr ähnlichen Fall in Schweden gab, nur statt dem Fuchs war damals ein weißer Hase bei den Leichen. Daraufhin holt Munch die Polizeischülerin Mia Krüger ins Team, die in der Akademie Spürsinn an den Tag legt und damit richtige Profiler-Qualitäten mit sich bringt. Und schon bald entdeckt sie auf den Tatortfotos wichtige Details. Das Cover ist ausgezeichnet gemacht und passt zu einem skandinavischen Krimi/Thriller, auch wenn es wenig aussagekräftig ist. Das einzige was mich beim Cover störte, war der deutsche Titel, der nur äußerst wenig mit dem Buch zu tun hatte. Im Original heißt das Buch "Ulven", was zu deutsch "Wolf" bedeutet und somit auch abolsut passend für das Buch ist. Warum man den Titel hier so zum Negativen verändern musste, ist mir nicht ganz erschließbar. Das Originalcover ist im Übrigen sehr düster und zeigt einen Wolf. Es handelt sich um das 4. Buch mit Holger Munch in der Hauptrolle, und es ist das 1. in dem er mit Mia Krüger zusammenarbeitet. Obwohl es das erste Buch des Autors rund um Munch handelte, kann man das Buch auch für sich alleine lesen. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Die Einheit von Munch ist aus sehr verschiedenen Charakteren besetzt, was mir hervorragend gefiel und Mia Krüger passt hier ausgezeichnet dazu, da auch sie keinem 08/15-Schema entstammt. Munch selbst ist hier noch der Unauffälligste und bringt - bis auf die Zusammenstellung des Teams mit Mia - eigentlich wenig mit. er selbst bringt den Fall kaum weiter, er reagiert mehr als er agiert. Der Plot ist perfekt ausgewählt und durchdacht; durch verschiedene Handlungsstränge, die sich erst langsam miteinander verknüpfen, wird die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau gehalten. Auch Überraschungen gab es einige und selbst mich als erfahrenen Krimi-/Thrillerleser konnte der Autor auf eine falsche Fährte locken. Überraschend war für mich auch, dass es für einen skandinavischen Thriller/Krimi gar nicht so düster bzw. dunkel war, wie bei den meisten anderen Vertretern dieses Genres. Umso irreführender finde ich daher auch den deutschen Titel. Fazit: Mich konnte das Buch aufgrund vieler Dinge positiv überraschen und überzeugen. 5 von 5 Sternen

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Die Null ist auch nur eine Zahl: Zino (Nullen-Reihe) von Christine Corbeau (Nova MD)
Die Null ist auch nur eine Zahl: Zino (Nullen-Reihe)
Taschenbuch

Zino feiert bald seinen 40. Geburtstag. Doch damit kommt er gar nicht klar. Genauso wenig, wie dass ihn sein Vater verlassen hat. Zino glaubt, es liege daran, dass er homosexuell sei. Zusammen mit seinem Partner Michael - genannt Mimi - wollen eine Alpenwanderung machen, damit Zino sich nicht mit seinem Geburtstag auseinandersetzen muss. Doch schon nach kurzer Zeit verlässt Michael Zino. Er beschließt den Weg trotzdem weiterzugehen. Dort trifft er bald auf Vera und Carina, die beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Das Cover ist an sich gut gemacht und passt auch zum Buch; allerdings ist der Mann auf dem Cover doch sehr eckig und roboterhaft gezeichnet. Der Schreibstil des Autors (ja, denn hinter Christine versteckt sich ein Christian) ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft und bildgewaltig dargestellt, obwohl es ja bereits der 3. Teil der Nullen-Reihe ist. Da die Bücher aber doch nur durch die Personen lose zusammenhängen, kann man diesen Teil auch ruhig für sich alleine lesen. Die Story hat mir sehr gut gefallen, auch/obwohl sie keine wirkliche Gay-Story ist. Ich konnte mich gut in die Story hineinversetzen und hatte vom geistigen Mitwandern schon fast einen Muskelkater. Nein, Scherz beiseite: Es ist ein tolles Buch für Zwischendurch, das mich perfekt unterhalten konnte. Zudem gab es auch die eine oder andere Überraschung zu erleben, so dass definitiv auch Spannung - dem Genre entsprechend - gegeben war. Fazit: Unterhaltsame Romantik, wo auch Humor nicht fehlen darf. 5 von 5 Sternen

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Noah von SCM Hänssler
Noah

Noah, ein gläubiger 19-jähriger Sethit, wird von Sklavenhändlern an Tubail den Sohn des Königs und Nachfolge von Kain, verkauft. Dort verliebt er sich in die Prinzessin Naama. Die beiden werden erwischt. Während Tubail König wird, wird Noah zum Tod im Krater verurteilt und Naama wird unfruchtbar gemacht und muss den ganzen Tag zur Schlangengöttin beten. Doch Noah überlebt und wird ein großer Kraterkämpfer. Als er nach einigen Jahrhunderten flüchten kann, bekommt er vom Schöpfer einen Auftrag. Das Cover ist hervorragend gemacht; es zeigt sofort, dass es um den biblischen Noah geht und macht neugierig. Der Schreibstil ist ausgezeichnet; die Charaktere werden bildhaft dargestellt, obwohl sich das Wort knielang bei fast jeder Personenbeschreibung wiederholt. Das Buch wird als Bibel-Thriller angepriesen, was aber nur im wörtliche Sinne als Spannungsroman gemeint ist. Mit einem klassischen Thriller hat es nichts zu tun. Obwohl die Geschichte aus der Bibel wohl allseits bekannt ist, geht es in diesem Buch mehr um die "Jugendjahre" von Noah. Dies bietet doch allerlei interessante Wendungen, Überraschungen und Spannung. Eine Landkarte und ein Personenregister der wichtigsten Personen bildet den Auftakt des Buches. Allerdings ist die Karte doch nur ein ungefährer Plan und das Personenregister widerspricht teilweise der Handlung. Während zum Beispiel Noahs jüngster Bruder Kael im Personenregister 11 Jahre jünger als Noah ist, ist er im Kapitel dann ein halbes Jahr vor Noahs 19. Geburtstag geboren worden. Ähnlich ist es auch bei Tubal-Kain, der vorne der älteste Königssohn ist, während danach Jubal älter ist. Ungeachtet dieser Fehler konnte mich diese neue Interpretation, wo auch Dinosaurier eine Rolle spielen, begeistern. Da auch die Schöpfungsgeschichte hier gut hineingepackt wurde, kann man gespannt sein, was für ein Thema der Bibel sich die Autorin als nächstes vornehmen wird. Insgesamt ist das Buch ausgezeichnet recherchiert, wobei die Ideen der Autorin sehr gut einflossen. Durch die hervorragende Recherche werden auch einige Fragen rund um die Arche beantwortet. Fazit. Spannende Bibelinterpretation mit minimalen Fehlern. 4,5 von 5 Sternen

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Geheimakte Zerberus von Independently published
Geheimakte Zerberus
von Milewski, André
Taschenbuch

Vor vier Jahren konnte Archäologieprofessor Max Falkenburg die Geheimorganisation FENRIS vernichten. Jetzt soll er Dekan am Elliot College werden. Doch bald schon wird er des Mordes beschuldigt und muss flüchten. Währenddessen feiern seine Frau Jody und deren Bruder Edward den Geburtstag ihrer Mutter. Doch auch Edward hat - wie seine Freundin Leah - dramatische Erlebnisse hinter sich. Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und passt auch wieder optimal zu diesem Teil. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden. Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 12. Teil der Reihe, der zeitlich auch an dieser Stelle steht. Allerdings merkt man, wie sich die Charaktere doch im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben. Dieser Teil schließt übrigens direkt an die "Geheimakte FENRIS" an. Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen. Wie immer ist der Teil neben atemberaubender Action, auch mit einer Prise Humor gewürzt. Und obwohl es bereits der 12. Band der Reihe ist, gehen dem Autor die Ideen nicht aus. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert. Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Auch gibt es ein Wiedersehen mit einer Figur aus dem Weihnachts-Sonderband. Am Anfang des Buches hatte ich schon die Befürchtung, dass dies der Abschluss von Max Falkenburg ist, das Ende ist dann aber doch ein Cliffhanger, der mich den nächsten Teil mit Spannung erwarten lässt. Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war. Genau diese Mischung aus Mythos, Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen dies perfekt zu durchmischen. Ich hoffe, dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf. Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman . Indiana Jones meets James Bond. Absolute Topempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Das Zeitalter der Unschärfe von Klett-Cotta Verlag
Das Zeitalter der Unschärfe

Viele neue physikalische Entdeckungen und Erkenntnisse bringt der Beginn des 20. Jahrhunderts. Und wohl jedem sagen die Namen Marie Curie, Albert Einstein, Niels Bohr, Max Planck, Werner Heisenberg oder Erwin Schrödinger etwas. Und natürlich sagen auch die Relativitätstheorie und die Quantentheorie bzw. Quantenmechanik vielen etwas, auch wenn man es nicht genau beschreiben kann, wenn man kein Physiker ist. Das Buch führt uns die Physik und ihre Protagonisten von 1900 bis 1945 vor Augen, ihr Leben und ihre Entdeckungen. Das Cover ist etwas unscheinbar, aber doch ansprechend und passend zum Thema des Buches. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; das Buch ist chronologisch geordnet und zeigt das Leben der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts, deren Entdeckungen, aber auch deren Diskussionen und Streitereien. Es ist relativ einfach geschrieben, wer die beschriebenen physikalischen Vorgänge allerdings verstehen will, wird für das Buch einige Zeit benötigen. Physik an sich wird man mit dem Buch nicht lernen, aber es lädt ein sich weiter damit zu beschäftigen. Auch weitere Recherchen für interessierte Leser sind hier zu empfehlen um einiges besser zu verstehen. Besonders interessant fand ich das hier beschriebene Leben der Physik-Größen, das wohl auch den wenigsten im vorhinein bekannt ist. Am Ende des Buches gibt es einen umfangreichen Anhang, in dem der Autor eine Auswahl seiner Quellen auflistet, ein Bildverzeichnis sowie ein Namens- und Ortsregister. Weiters wird hier auch beleuchtet, wie die Wissenschaft mit dem Nationalsozialismus umging bzw. der Nationalsozialismus mit den Wissenschaftlern. So endet das Buch auch mit dem Ende des 2. Weltkrieges, der hier wohl auch einige weitere Theorien der Physik verhinderte oder zumindest verzögerte. Sehr interessant fand ich auch den Kampf um die Atombombe und wie die Deutschen ihn verloren. Einige Bilder machen das Buch noch anschaulicher, allerdings hätten es hier ruhig auch mehr sein dürfen, also zumindest eine Abbildung von jeder wissenschaftlich genannten Größe. Fazit: Interessantes und lehrreiches Buch über physikalische Entdeckungen und deren Entdecker. 4,5 von 5 Sternen

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Der Fall Lazarus: Ein Stableford-Krimi aus Devon (Britcrime)
Der Fall Lazarus: Ein Stableford-Krimi aus Devon (Britcrime)

Weihnachten 1938 wollen Literaturprofessor und Hobbydetektiv John Stableford und der Psychiater Sir Percival Holmes in Gore feiern. Während ihre Familien bereits sicher untergebracht sind, macht es massiver Schnee unmöglich in das Haus zu kommen. So müssen sie einen Privatzug nehmen, der für sie gebucht wurde. Mit dabei ist auch der ehemalige Arzt des Ortes Dr Lake. Als ihnen ein Weihnachtsmann vor der Zug springt suchen sie im nahegelegenen Herrenhaus von Sir Walter Crofts Hilfe, wo gerade ein Mord begangen wurde. Da die Polizei nicht kommen kann und die Telefonleitungen nicht funktionieren sollen Stableford und Holmes die Ermittlungen aufnehmen. Das Cover des Buches passt natürlich aufgrund des Herrenhauses und der weihnachtlichen Stimmung sehr gut und gefällt mir auch ausgezeichnet. Der Schreibstil des (deutschen!) Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Ein Personenregister und eine Karte der Gegend am Ende des Buches sind dazu ebenso noch sehr hilfreich. Insgesamt erinnert der Plot und die Story sehr an Agatha Christie - die Queen of Crime, die ich sehr schätze. Dies aus mehreren Gründen: Da ist zum einen die Zeit, wo der Krimi spielt, dann natürlich der Hobbyermittler mit Begleitung, der manchmal an Hastings erinnert und nicht zuletzt, dass alles in einem Herrenhaus spielt, wo natürlich alle Bewohner verdächtig sind. Und dann natürlich die Auflösung, wo der Detektiv vor allen Bewohnern/Verdächtigen spricht. Der Beginn war zwar mit der Diskussion über Träume für mich unnötig und fand ich blödsinnig, letztendlich gibt der Epilog aber dann doch eine anständige Erklärung für das erste Kapitel. Die Spannung war von Anfang an hoch und blieb es auch bis zum Ende. Auf manches kam man zwar drauf, die endgültige Auflösung und den Täter bekommt man aber erst im Schlussakt serviert. Und man könnte - wie auch bei Agatha Christie - durch die vielen Hinweise auch selbst draufkommen. Aber es ist wie beim literarischen Vorbild genauso schwierig. Die beiden Protagonisten/Ermittler gefielen mir sehr gut. Dies ist zwar schon der 6. Fall mit den beiden, für mich war es allerdings das erste Buch des Autors, aber sicher nicht das letzte. Da das Buch keinen/kaum Bezug zu den vorherigen Büchern hat, kann man diesen Teil aber (wie auch bei Agatha Christies Büchern) nur für sich allein lesen. Fazit: Wer Agatha Christies Bücher mag, wird auch dieses Buch lieben. 5 von 5 Sternen

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Weißer Flieder von Steinbach Sprechende Bücher
Weißer Flieder

In Lund wird ein schwer verletztes Mädchen gefunden. Die Zunge wurde herausgeschnitten und es hat Flieder in den Händen. Polizeikommissarin Sara Vallén muss den Fall vorerst abgeben, denn gemeldet hat das Verbrechen ihr Sohn Johannes, der neben dem Mädchen niedergeschlagen wurde. Er gilt als Hauptverdächtiger. Aber natürlich ermittelt Sara weiter. Das Cover des Hörbuchs ist ausgezeichnet gelungen; es macht Lust das Buch zu hören und passt einfach perfekt. Der Schreibstil der Autorin ist in diesem 1. Buch über Sara Vallén manchmal sehr ausschweifend, was auch zu zeitweiliger Langatmigkeit führt. Ansonsten werden die Charaktere und Orte bildhaft dargestellt. Zu erwähnen ist auch, dass immer wieder am Kapitelanfang die vollen Namen genannt werden. Ganz sympathisch waren die Ermittler aber allesamt nicht wirklich. Vor allem Saras Verhalten ist oft nicht sehr glaubwürdig und eher rätselhaft. Und Rita, die jeden Satz wie eine Frage stellt, klingt einfach komisch, auch weil die Sprecherin ihren Job diesbezüglich gut macht und ebenso redet, wenn Rita zu Wort kommt. Dies ist auch das große Plus der Sprecherin, die sich hier bemüht jedem Charakter ihre eigene Stimme zu geben. Ebenso positiv ist zu erwähnen, dass sie das Schwedisch für mein Gehör sehr gut ausspricht. Allerdings habe ich auch einiges an der Aufnahme bzw. der Sprecherin zu bemängeln. Ob es an der Aufnahme oder an der Sprecherin liegt weiß ich nicht, da man es nicht gleichmäßig so heraushört, aber man hört ein deutliches Lispeln bzw. einen S-Fehler. Ebenso hört man an manchen Stellen Geräusche wie wenn eine Schallplatte ablaufen würde. Für meinen Geschmack ist die Sprecherin auch etwas zu schnell; wobei sie auf der anderen Seite auch immer wieder nach Sätzen längere Pausen macht. So konnte mich die Sprecherin leider nicht wirklich überzeugen. Das Privatleben von Sara wird mir etwas zu weit ausgebreitet, vielleicht ist es aber auch für Folgeteile wichtig. Und um den Täter zu erraten bzw. ihm auf die Spur zu kommen braucht der Hörer/Leser sicher insgesamt auch nicht zu lange, was natürlich den Spannungsbogen fallen ließ. Fazit: Weder die Sprecherin/Aufnahme, noch das Buch oder die Charaktere konnten mich überzeugen. 3,5 von 5 Sternen

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Jenseitskontakte – Mythos oder Wahrheit?: Betroffene, Studien, Wissenschaftler, Kirche, spiritistische Fachleute, Institutionen und Riten von Independently published
Jenseitskontakte – Mythos oder Wahrheit?: Betroffene, Studien, Wissenschaftler, Kirche, spiritistische Fachleute, Institutionen und Riten
Taschenbuch

Über 40% weltweit haben laut eigenen Angaben ein Nachtod-Phänomen erlebt? Ist es wissenschaftlich erklärbar oder können Verstorbene wirklich Kontakt mit uns Lebenden aufnehmen? Das Cover des Buches passt perfekt zum Thema und ist hervorragend gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist relativ einfach, was das Geschriebene aber leicht verständlich macht. Das Buch ist hervorragend recherchiert und auch mit Quellenangaben versehen. Letztendlich gibt die Autorin keine Antwort auf die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod und Jenseitskontakte gibt, aber das will sie auch gar nicht und so soll es auch sein. Objektivität wird großgeschrieben, auch wenn die Autorin natürlich ihre eigene Meinung hat und auch von ihren Kontakten berichtet. Dazu gibt es auch noch ein paar Abschweifungen zu anderen Psi-Phänomenen. Manchmal gibt es einige Wiederholungen; zudem hätte ich mir noch ein paar mehr Fallbeispiele gewünscht. Das Buch ist relativ schnell zu lesen und gibt einen guten Einstieg in die Materie der Jenseitskontakte bzw. Psi-Phänomene ohne langweilig zu werden. Fazit: Interessanter Einstieg in die Materie. 4,5 von 5 Sternen

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Ewig währt am längsten - Tante Ernas letzter Tanz von dtv Verlagsgesellschaft
Ewig währt am längsten - Tante Ernas letzter Tanz

Benno besucht seine Eltern in Niederkrüchten. Dort bewohnen sie eine Doppelhaushälfte. Auf der anderen Seite des Hauses wohnen die schwergewichtige Klärchen und ihre 99-jährige Tante Erna. Klärchen vermisst ihre Tochter Sibille, die in München wohnt und arbeitet. So beschließt sie, Sibille unter dem Vorwand, dass Tante Erna gestorben sei und sie Hilfe brauche, in ihr Heimatdorf zu locken. Benno freut sich ebenfalls auf seine Freundin aus Kindertagen. Das Cover ist bunt und einfach gemacht; passt aber mit dem färbigen Leichenwagen perfekt zum Buch und dem dazugehörigen Humor und gefällt mir gut. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Benno, der den Ich-Erzähler mimt. Die ganze Konstellation sämtlicher Protagonisten ist einfach herrlich. Einerseits gibt's den Vater, der immer Witze macht, andererseits die naive Mutter, die unwillkürlich komisch in ihrem altmodischen Gehabe ist und oft sehr ausschweifend daherredet. Und dann natürlich Tante Erna, die erst am Ende wirklich mitspielen darf. Der Humor war sehr treffend für mich und so konnte mich das kurze Buch (ca. 150 Seiten) glänzend unterhalten und war fast mehr als ein Buch für zwischendurch, obwohl es schnell gelesen war - einerseits wegen der Kürze und auch durch den relativ einfachen Schreibstil (nicht negativ gemeint!). Das Buch hätte an manchen Stellen gerne ausführlicher bzw. auch insgesamt länger sein können, auf der anderen Seite plant der Autor hier eine Fortsetzung auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Fazit: Genau mein Humor trifft dieses schnell zu lesende Buch. 5 von 5 Sternen

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Die Schwebfliege: Eine schmutzige Geschichte von telegonos-publishing
Die Schwebfliege: Eine schmutzige Geschichte
Taschenbuch

Der Umwelt-Beamte Hinnerk Thies, der Schwebfliegen liebt, wird Opfer eines Trickbetrugs. Dabei ist auch seine Ex-Freundin Tatjana. Um sie aus den Fängen ihres gewalttätigen Freundes zu befreien, muss er in die Hamburger Bordell-Szene eintauchen, wo er die Prostituierte Cindy kennenlernt. Doch kann er Cindy wirklich trauen oder spielt sie mit Tatjana zusammen ein falsches Spiel? Das Cover des Buches ist schlicht und düster, was ausgezeichnet zum Buch passt; ganz ansprechend finde ich es jedoch nicht. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Dazu wirkt das Buch auch hervorragend recherchiert. Aufgrund des außergewöhnlichen Schreibstils, oft auch mit nicht alltäglichen Wörtern gespickt, ist das Buch nicht so leicht zu lesen und nichts für so nebenbei. Mir gefiel dies allerdings. Für einen Krimi kam für mich die Spannung leider viel zu kurz; manchmal fühlte es sich so an, als ob sich einiges wiederholte, obwohl es nicht so war. Die Protagonisten und Charaktere waren mir alle nicht sehr sympathisch und konnten mich daher - genauso wie die Handlung - leider nie wirklich abholen. Allerdings blieb doch ein wenig Interesse, denn abbrechen wollte ich das Buch dann doch nicht. Allerdings brauchte ich für meine Verhältnisse doch relativ lang für das Buch und war froh als ich es fertig gelesen hatte. Teilweise blitzte auch ein wenig Humor auf, der das Buch auflockerte. Gesellschaftspolitisch ist dieses Buch zwar interessant, als Krimi für mich aber völlig ungeeignet. Fazit: Mehr ein schmutziger Gesellschaftsroman als ein Krimi. 2,5 von 5 Sternen

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Das falsche Testament: DE
Das falsche Testament: DE
Taschenbuch

Meredith Moore, die in einem Museum für Bücher und Schriften zuständig ist, erhält von ihrem Vater ein Päckchen mit einem Buch. Sie soll es vergraben, sodass es niemals jemand findet. Als Sie dies erledigt hat, wird nicht nur ihr Vater ermordet, sondern aus dem Museum wird auch eine besondere Bibel gestohlen. Haben diese beiden Verbrechen etwas miteinander zu tun? Das Cover kommt finster und düster daher, passt aber hervorragend zum vorliegenden Buch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut; Protagonisten und Orte werden bildhaft dargestellt. Zu Beginn folgt man abwechselnd Meredith und den Geschehnissen rund um den Garten Eden, Adam und Eva etc.. Dies macht den sowieso hoch gespannten Spannungsbogen noch etwas straffer. Der Plot ist natürlich ausgezeichnet gewählt, denn es gibt zwar viele Bücher, wo die Geschehnisse der Bibel anders interpretiert oder widerlegt werden, rund um die Genesis gibt es davon aber wenige. Dabei sind Meredith und ihr beruflicher Partner durchaus sympathische Personen, die die Handlung auch weiterbringen. Die Story gefiel mir wunderbar, nur das Ende, wenn sich Meredith im abgebrannten Gebäude befindet bis zum Ende wirkte sehr gehetzt. Da wird der Rest bin zum Ende in wenigen Seiten abgehandelt. Das ist sehr schade, denn so hat man die Handlung viel zu schnell vorangetrieben. Es wirkt fast so, als wollte die Autorin das Buch endlich zu Ende bringen. Dagegen spricht allerdings, dass eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen ist. Aufgrund dieser Tatsache muss ich leider doch 1 Stern abziehen, was schade ist, denn an und für sich hätte sich das Buch die Bestnote verdient - wenn eben die Suche nicht so schnell abgetan worden wäre. Fazit: Spannender Fantasy-Thriller; nur das Ende ist enttäuschend. 4 von 5 Sternen

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Was macht die Eintagsfliege morgen? von Edel Kids Books
Was macht die Eintagsfliege morgen?

Gerade jetzt im Sommer sollten Kinder draußen in der Natur sein, denn da gibt es auch viel zu entdecken. Viele Fragen aus der Natur, die sich Kindern dann stellen können, beantwortet dieses Buch. Dies ist bereits der 2. Teil nach "Wozu braucht das Klo ´ne Brille". Das Buch ist ein sehr hochwertiges Hardcover, das für neugierige Kinder ab 9 Jahren geeignet ist. Das Cover ist gut gemacht und spricht Kinder definitiv an. Dazu gibt es auch noch im Buch selbst passende, detailreiche und doch einfache, teils humorige Illustrationen, die der Leser Miriam Kaiser zu verdanken hat. Das Buch ist in die 3 Kapitel "Wald", "Wiese" und "Wasser" aufgeteilt, wobei auch einige andere Themen aufgegriffen werden, wenn sie doch irgendwie dazu passen. Jede Seite beantwortet eine andere Frage, wobei die nächste Frage teilweise ein Stichwort von der vorherigen bekommt oder sogar auf diese aufbaut. Am Anfang der Kapitel gibt es einige Fakten, die teilweise auch in den Fragen bzw., deren Antworten wieder auftauchen. Die Fragen werden kindgerecht beantwortet, aber auch Erwachsene können hier noch das ein oder andere Wissen mitnehmen. Dabei sind die Fragen und Antworten immer bodenständig und zeigen nicht nur unnützes "Pseudo"-Wissen. Fazit: Wissensbuch über die Natur, das nicht nur Kindern Freude bringen kann. 5 von 5 Sternen

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Verlassen / Ermittlungen im Spreewald Bd.3 von Aufbau TB
Verlassen / Ermittlungen im Spreewald Bd.3

Kommissarin Klaudia Wagner soll das Verschwinden einer Touristin aus Dortmund aufklären. Einige Tage später taucht die Vermisste auf - tot im Wasser. Daneben ein Fahrradhelm, der dem Sohn ihres Kollegen Demel gehört. Ursprünglich kam die Frau auch aus dem Spreewald, doch sie ging nach dem Mauerfall in den Westen und baute sich eine neue Familie auf. Ihre 2 Kinder ließ sie alleine im Osten zurück. Wagner muss sich mit vielen Lügen herumschlagen und auch persönliche Probleme versuchen hintenanzustellen um diesen Fall zu lösen. Das Cover ist liebevoll gestaltet und hervorragend geworden; dazu passt es natürlich auch zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Dies ist der 7. Band um Kommissarin Klaudia Wagner, allerdings ist er auch der 3. Band der Reihe "Ermittlungen im Spreewald". Ich zähle ihn hier als 7. Band, da ich den ersten ("Spreewaldgrab) bereits gelesen habe, dann aber (warum auch immer) keinen weiteren Teil. So kannte ich die Ermittlerin und ihr Privatleben schon ein wenig. Für Neueinsteiger ist es aber auch kein Problem und der Krimi kann sehr gut für sich gelesen werden, auch wenn es natürlich Anspielungen auf die Vergangenheit gibt. Der Fall/Plot ist sehr gut gewählt, da auch einiges an Zeitgeschichte darin verbergen ist. Man fiebert mit auf der Jagd nach dem Täter, da viele ein Motiv haben und einige Verdächtigungen nach und nach eher ausgeschlossen werden können. Ausgezeichnet sind auch die Kapitel dazwischen, die die Vergangenheit aus der Sicht von "Männi" zeigt und dem Leiden dem sie eigentlich ausgesetzt war, auch wenn sie dies selbst nicht immer erkannte. Der Spannungsbogen ist sehr hoch; es wurde nie langweilig. Auch eine Prise Humor war an manchen Stellen zu finden. Fazit: Spannender Lokalkrimi aus dem Spreewald. 5 von 5 Sternen

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Der Spiegelwächter: Die Saga von Eldrid von Annina Safran Autorin (Nova MD)
Der Spiegelwächter: Die Saga von Eldrid
Taschenbuch

Die 15-jährige Ludmilla lebt zusammen mit ihrer Großmutter Mina in einem Haus. Einen Raum darf sie allerdings nicht betreten, was spätestens als sie ihre Oma mit jemandem in dem Zimmer reden hört, zu Neugier führt. So gelangt sie schließlich in das Zimmer, wo ein Spiegel steht, der sie nach Eldrid bringt. Der Spiegelwächter Uri und Eldrid allgemein benötigt Ludmillas Hilfe im Kampf gegen einen weiteren Schattenwächter namens Zamir und dem Schatten Godal, der einst aus ihrer Großmutter entsprang. Das (Hör-)Buch ist der 1. Teil einer Jugend-Fantasy-Pentalogie. Das Cover ist liebevoll gestaltet, sieht hervorragend aus und passt genauso zum vorliegenden Teil. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Das Buch ist ab ca. 10 Jahren geeignet; der Schreibstil der Autorin ist dazu passend, aber so, dass es auch Erwachsene begeistern kann. Die Figuren sind kreativ gestaltet und gefielen mir sehr gut. Der Sprecher des Hörbuchs ist einfach ausgezeichnet. Er hat nicht nur eine angenehme Stimme, die perfekt zum Buch passt, sondern gibt auch jeder Figur eine eigene Nuance seiner Stimme, sodass diese leicht zu unterscheiden sind und das Hörbuch schon alleine deswegen zu einem Hörerlebnis macht. Auch sein Herzblut und die Emotionen von ihm und der Autorin des Buches fließen deutlich ein. Nach einem langsamen Einstieg, in dem man Ludmilla und Mina kennenlernt, beginnt dann auch der Spannungsbogen zu steigen, wo er auch dann auf hohem Niveau verbleibt. So darf bzw. muss Ludmilla ihre ersten Abenteuer bestehen, aber auch ihre Oma bekommt einiges zu tun. Ob Ludmilla Eldrid retten kann, erfährt man natürlich noch nicht, denn es kommen ja noch 4 weitere Teile, auf die ich mich bereits sehr freue, v.a. wenn der Sprecher beibehalten wird. Fazit: Liebevoller, spannender Jugend-Fantasy-Auftakt, der nicht zuletzt durch den Sprecher zum Leben erweckt wird. 5 von 5 Sternen

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Weltmacht ohne Menschen
Weltmacht ohne Menschen

Der Arzt Philip Rogge wird 2075 von seinem Patienten Friedrich Cannavale darüber aufgeklärt, dass ein Konzern mithilfe einer künstlichen Intelligenz plant die Weltherrschaft zu übernehmen und alles überwachen zu wollen. Zuerst glaubt er nur an eine krude Verschwörungstheorie, doch schon bald Philip alles was ihm Friedrich erzählt. Als ein Sonnensturm zu Stromausfällen, dem Ausfall des Internets und einem Choleraausbruch führt, ist dies die letzte Chance für die beiden den Konzern zu stoppen, denn Friedrich und ein paar andere haben ebenso eine künstliche Intelligenz geschaffen und nur diese KI namens Omniscient kann den Konzern und ihre KI stoppen. Das Cover ist gut gemacht und deutet das SF-Thema schon sehr gut an. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte un Charaktere werden so bildhaft beschrieben, dass man als Leser schnell in diese dystopische Welt eintauchen kann. Dass die ganze Story - dessen Plot ausgezeichnet erdacht und in Szene gesetzt wird - aus Sicht von Philip geschrieben ist, macht das Geschehen noch intensiver. Zwischendurch gab es zwar ein paar Szenen, die sich ein wenig in die Länge gezogen haben, trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten und wollte wissen, wie es weitergeht. Dadurch flachte auch der Spannungsbogen, der generell hoch war, teilweise etwas ab. Die Story an sich ist nicht ganz abgeschlossen - im Serienjargon würde ich von einem Staffelende sprechen. So hat das Buch ein zum Teil offenes Ende, ohne großen Cliffhanger. Allerdings soll noch das eine oder andere Buch der Reihe folgen, was ich eine geniale Idee finde, speziell wenn man die Ideen des Autors im Nachwort dazu liest. Ich hoffe dann natürlich auf ein Wiederlesen der meisten Protagonisten, die sich doch stark unterscheiden, aber gut gewählt sind. Fazit: Ausblick in eine Zukunft, die hoffentlich nie Realität wird. 4 von 5 Sternen

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Alpha und Omega -Köln 2127 - Teil 1 von TRAdeART
Alpha und Omega -Köln 2127 - Teil 1

Köln im Jahr 2127: Die Onko-Regierung ist an der Macht und sie gibt der Jugend mehr Platz und Geld. Es gibt kaum mehr Privatfahrzeuge, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind - ebenso wie Taxis - kostenlos zu benutzen. Scheinbar soll es auch den älteren Menschen in Mallorca und den USA gut gehen, doch Marthe und Hans Sollmann, zwei rüstige Rentner um die 70 Jahre, müssen schon bald erfahren, dass das Alter in dieser Gesellschaft nur sehr wenig zählt. Das Cover ist sehr einfach gestaltet und passt zur Reihe der Trilogie. Allerdings ist der Zusammenhang zum Buch nicht wirklich gegeben und entspricht auch nicht meinem persönlichen Geschmack. Die Story hat eine gute Idee hinter sich, die natürlich auch Vorbilder in "1984" oder "Schöne neue Welt" hat, wenn auch nur geringfügige Ähnlichkeit besteht. Der Schreibstil an sich ist gut; Orte und auch Charaktere werden meist bildhaft dargestellt. Die zwei Hauptprotagonisten Marthe und Hans sind eigentlich auch sympathisch, wenn sie nicht doch ziemlich viel Alkohol trinken würden. Auch die teilweise Unausgewogenheiten zwischen Rüstigkeit und Jammern über Wehwehchen der beiden sind teils verwirrend, teils nervend. Genauso wie das Wort "renitent", dass im Laufe des Buches sehr oft benutzt wird. Zudem wirken sie auf mich lange Zeit sehr naiv. Und trotzdem war das Buch einerseits leicht - durch einen einfachen Schreibstil (nicht negativ gemeint!) - zu lesen, andererseits bringt es einem aber auch zum Nachdenken und zwar nicht nur über das Grundthema, sondern auch über alte Menschen an sich und die Situation der Pflege derer, die sich in der Zukunft erwartungsgemäß noch mehr zuspitzt als es schon in der Gegenwart ist. Die Inhaltsangabe verrät schon fast ein wenig zu viel, denn die Flucht durch Osteuropa wird in diesem Buch noch nicht angetreten, aber vermutlich im 2. Teil. Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen - auch durch den Funken Humor und Zynismus, der teilweise mitschwingt. Allerdings sollte das Buch noch ein wenig überarbeitet werden (siehe meine Kritikpunkte oben), zudem sind auch einige Fehler zu finden und das Schriftbild ist unausgeglichen (verschiedene Schriftgrößen). Mit einem passenden Cover würde es dann sicher die Höchstpunkte von mir bekommen. Und natürlich freue ich mich sehr auf die Fortsetzungen, die mir dann hoffentlich noch besser gefallen können. Fazit: Da es mir aber trotz meiner Kritikpunkte gute Unterhaltung und Stoff zum Nachdenken gebracht hat, gibt es trotz allem 4 von 5 Sternen

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Ich lüge bis du stirbst: Thriller von NOVA MD
Ich lüge bis du stirbst: Thriller

In die Kleinstadt St. Pit ziehen das Ehepaar Scarlett und Jacob Dyer. Sie werden von den Einwohnern freundlich aufgenommen und Scarlett macht schon bald beim täglichen Tratsch mit. Was aber keiner weiß: Scarlett heißt in Wirklichkeit Olivia Lewis und ist aus diesem Ort weggezogen, nachdem sie als 14-Jährige beinahe vergewaltigt wurde und von ihren Eltern in eine psychiatrische Klinik gesteckt wurde. 12 Jahre später kehrt diese aber zurück um Rache zu nehmen. Das Cover des Buches ist hervorragend gemacht und passt genauso auch zum Buch. Der Plot ist toll gewählt und es handelt sich um den Auftakt der "Rote-Rache"-Reihe. Der Schreibstil der (deutschen) Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Der Spannungsbogen war von der ersten bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau und es kamen viele überraschende Wendungen, die der Klappentext so nicht erwarten ließ. Die Hauptprotagonistin Scary/Olivia kommt trotz ihrer bösartigen Art sehr sympathisch daher und ist mir schnell ans Herz gewachsen. Insgesamt zeigt das Buch aber auch die Gesellschaft in teilweise leicht zynischer, teilweise auch humorvoller Form wieder - hier in Form von den Bewohnern von St. Pit. Insgesamt war das Buch viel zu schnell fertig gelesen, da es sich um einen echten Page-Turner handelt. Das Ende des Buches zeigt dann, dass auch im 2. Teil Scary die Hauptrolle bekommt, auf was ich mich natürlich schon jetzt sehr freue. Fazit: Selten konnte mich ein Buch so positiv überraschen - und das obwohl das Buch schon von vorneherein sehr interessant klingt. 5 von 5 Sternen

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VR - virtual reality von epubli
VR - virtual reality

Der Gamedesigner Julian Mailen muss sein Leben umkrempeln, denn seine Eltern haben einen schweren Autounfall. Seine Mutter stirbt und sein Vater, einst ein erfolgreicher Feinkostladenbesitzer, leidet an Aphasie und Gedächtnisstörungen und muss fast alles wieder neu lernen. Julian zieht zu seinem Vater und versucht die Rehabilitation seines Vaters, was sich aber als sehr schwierig erweist. Doch dann erinnert sich Julian an seine Kindheitserinnerungen mit seinem Vater und bastelt zusammen mit seinem japanischen Freund und Arbeitskollegen Akuma an etwas, das seinem Vater vielleicht helfen könnte. Das abstrakt gehaltene Cover gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Der Plot hinter der Geschichte ist spannend und hervorragend gewählt. Die ganze Story hat auf meinem E-Reader gerade mal 119 Seiten - und das ist wohl der größte Fehler an dem Buch. Und aus genau diesem Grund ist auch der Titel des Buches nicht wirklich passend, denn irgendwie wirkt das Buch nur als Einstieg in ein Buch um das es um VR gehen wird. Hier spielt es doch eher eine untergeordnete Rolle. Auch das Ende ist sehr offen gestaltet. Manche Passagen sind auch nicht einfach zum schnell lesen gedacht, was mich aber nicht störte. Dafür aber, dass manche Szenen/Themen zu kurz abgehandelt werden. Sollte es eine Fortsetzung geben und dieses Buch wäre nur das Prequel, wäre es definitiv besser, denn zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Fazit: Als Prequel sehr gut, ansonsten aber unausgegorene Geschichte, die trotzdem sehr interessant ist. 3,5 von 5 Sternen

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Hundstage von Oertel & Spörer
Hundstage

Eine junge Frau wird übel zugerichtet im Abhang des Eichbergs zwischen Gestrüpp und Bäumen tot aufgefunden. Die zweifache Mutter hatte scheinbar keine Feinde. Ganz im Gegenteil, sie war überall sehr beliebt. Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner mit einem Team die Ermittlungen aufnehmen. Und schon bald taucht ein weiteres Opfer auf. Das Cover kommt sehr düster daher, passt aber definitiv zum Buch und ist auch hervorragend gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Der Plot ist brillant gewählt und der Spannungsbogen und von der ersten Seite bis zum Ende hoch gespannt. Die Charaktere wurden hervorragend gewählt und machen diesen Lokal-Krimi zu einer echten Spannungslektüre. Eine Prise Humor (aber wirklich nur ein wenig) verfeinert das ganze Buch dann noch, das nicht nur durch den Fall, sondern vor allem auch durch die Protagonisten lebendig wird. Auch die Kapitel, die aus Sicht des Täters beschrieben werden, sind perfekt in das Buch integriert und schaffen noch mehr Spannung und Gänsehautmomente. Für mich war es der 1. Fall über die Kommissarin, aber sicher nicht der letzte. Bis zum Ende schaffte es die Autorin auch, mich auf eine total falsche Fährte zu locken. Das gelingt nicht oft jemandem, da ich doch ein geübter Krimileser bin. Chapeau! Dabei lässt das Ende (fast) keine Fragen offen und das ganze ist logisch erklärt. Das Buch gibt aber aufgrund des gesellschaftskritischen Themas sicher auch ein wenig zum Nachdenken. Fazit: Toller Lokal-Krimi in spannendem Setting mit hervorragenden Charakteren. 5 von 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Es war schon immer ziemlich kalt
Es war schon immer ziemlich kalt

Insa, Hannes und Nico sind Ende 20 und seit ihrer Kindheit beste Freunde. Sie wohnen teilweise in einer WG in Hamburg und alle haben Probleme mit ihren Eltern, schon seit ihrer Kindheit, warum sie Friesland auch hinter sich gelassen haben. Doch plötzlich scheint sich alles zu ändern. Während Hannes zurück nach Friesland will, um dort die Werkstatt seines Opas zu übernehmen, beginnt Nico eine Beziehung mit einer schwangeren Frau. Und Insa selbst hat Angst an MS zu erkranken. So begeben sie sich auf einen letzten Roadtrip miteinander - zu Nicos Mutter, die vor langer Zeit nach Spanien gezogen ist - und auch ein Kurzbesuch bei Insas Ex Klas steht auf dem Programm. Das Cover ist bunt und eher abstrakt gehalten, auch wenn an den Ecken 3 Personen, ein Hund und ein Auto zu sehen sind, die direkt mit dem Inhalt zusammenhängen, auch wenn es in der Story ein Bus ist und am Cover eher ein Auto. Insgesamt finde ich das Cover aber auffällig und ansprechend. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Dazu wird die Geschichte aus der Sicht von Insa erzählt, was definitiv gut gewählt ist, denn so erfährt man von Insa sehr viel - auch über ihre Gedanken und Ängste. Und gerade dadurch wirkt Insa auch nicht egoistisch, was ihr v.a. Nico das ein oder andere Mal vorwirft. Das Buch beschreibt im Prinzip die Adoleszenz, auch wenn die Protagonisten hierfür leicht zu alt sind. Aber es geht um Freundschaften, die sich - zumindest räumlich - trennen, um einen neuen Lebensabschnitt zu betreten. Während am Beginn des Buches die Reiseroute abgedruckt ist, steht am Ende des Buches die Playlist, die die 3 Freunde während ihrer Reise begleitet. Der Großteil sind eher unbekannte Nummern (zumindest für mich). Die Charaktere und die Szenerie sind absolut glaubwürdig dargestellt. Das Ende ist zwar abgeschlossen, trotzdem bleiben einige Fragen offen - so wie im echten Leben auch. Ich hätte mir allerdings einen Epilog gewünscht, der ein wenig in die Zukunft geht. Andererseits ist so eine Fortsetzung möglich. Fazit: Roadtrip in ein erwachseneres Leben. 4 von 5 Sternen

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Der Außenseiter Peter ist ein echter Tagträumer. Immer wieder flüchtet er sich in Fantasiewelten - auch während des Unterrichts. Sein neuer Mitschüler Smarden freundet sich mit ihm an und hat großes Interesse an seiner Gedankenwelt. Er erzählt Peter, dass er eine Gabe habe, was dieser natürlich nicht glaubt. Als die beiden jedoch einen Terroranschlag verhindern, schickt ihr Schuldirektor sie in eine Universität nach Leipzig, wo dies untersucht werden soll, auch wenn die Medien und die Polizei die positive Beteiligung der beiden vertuschen. Stattdessen muss nun jeder an öffentlichen Plätzen sein Smartphone bei sich tragen, um Terroranschläge zu verhindern. Das Cover ist auf den ersten Blick unscheinbar und langweilig. Aber während dem Lesen kommt man darauf, dass es absolut zum Buch passt und eigentlich gut gemacht ist. Der Schreibstil des Autors ist gut; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Der Schreibstil spricht sicher Jugendliche an, auch wenn noch ein paar kleine Korrekturen bezüglich Grammatik durchgeführt werden sollten. Der Plot ist sehr interessant, v.a. auch da er sich doch einiger Genres bedient, denn neben der Jugend-Fantasy-Geschichte ist es auch eine Dystopie mit einem Spur Thriller. Der Spannungsbogen wird im Großen und Ganzen hoch gehalten, auch wenn er manchmal etwas abflacht, um dann aber doch wieder zu steigen. Die langwierigen Teile waren für mich hauptsächlich die esoterischen Erklärungen, die teilweise etwas zu lang waren, aber für Jugendliche vielleicht auch interessanter zu lesen sind. Zuerst war ich etwas verärgert über das Ende, das zu viele Fragen offen lässt, bis ich bemerkte (und da muss man beim Buchrücken schon gut hinschauen), dass es der Beginn einer Trilogie ist. Von dieser Seite aus gesehen, würde ich sagen, dass es ein solider Einstieg in diese Trilogie ist, die auch ein wenig Action zu bieten hat. Daher freue ich mich sehr auf den 2. Teil, der dann sicher einiges erklärt und wieder Spannung zu bieten hat. Fazit: Solider Einstieg in eine dystopische Jugend-Fantasy-Story mit esoterischem Einschlag. 4 von 5 Sternen

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Riechst du ihre Angst? von FeuerWerke Verlag
Riechst du ihre Angst?
Broschiert

In einem Dorf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde erwürgt und ihr ganzer Körper ist voller Schnitte. In ihren Händen hält sie ein Glas mit einem Tuch, das stark riecht. Anbei finden sich auch Zahlen und eine Botschaft des Täters. Marc Wittmann und sein Team sollen den Fall klären und bekommen dafür wieder Hilfe von der Psychologin Frieda Ruben, der Ex-Freundin von Marc. Doch schon bald findet man ein weiteres Opfer. Das Cover des Buches passt nicht nur zum ersten Teil, sondern auch gut zur Handlung des Buches bzw. zum Titel und ist ein echter Eye-Catcher. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es bereits der 3. Teil um die beiden Ermittler ist, kann man problemlos auch diesen Teil für sich lesen, auch wenn mehrmals auf die Vorgängerbande hingewiesen wird. Auch wenn das ehemalige Verhältnis zwischen Marc und Frieda und die daraus resultierenden Spannungen wieder großen Raum einnehmen, steht doch der Fall im Vordergrund. Was die Ziffern zu bedeuten haben, dauerte zwar etwas lange, denn als Leser hatte man gleich diesen Gedanken, während im Buch Frieda doch erst relativ spät auf die Lösung hinweist. Der Fall ist nicht nur ausgezeichnet konstruiert, sondern bringt neben erfrischend neuen Ermittlern auch jede Menge Spannung und birgt so für den Leser überraschende Wendungen. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite hoch gespannt. Dazu wird die ganze Geschichte perfekt abgerundet, sodass kaum Fragen offen bleiben - außer, ob es eine Fortsetzung geben wird, da sich Marc am Ende doch ein wenig kryptisch ausdrückt. So hoffe ich auf einen weiteren Fall um das Ermittler-Duo, das mich bisher nie enttäuschen konnte. Fazit: Besser kann man einen Thriller kaum schreiben. Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Kaltherz von DTV
Kaltherz

Kommissarin Kim Lansky wird er Vermisstenabteilung zugeteilt. Es ist ihre letzte Chance, denn zu viele Alleingänge und Fehler hat sie bei der Polizei schon gemacht. Dort stößt sie auf den Fall der 5-jährigen Marie Lipmann, die seit gut 4 Monaten verschwunden ist. Ihre Mutter wollte mit ihr Enten füttern und war davor 8 Minuten auf einem öffentlichen WC. Dabei ist das Kind verschwunden, ebenso wie das Kindermädchen plötzlich abgetaucht ist, die sofort als Hauptverdächtige eingestuft wird. Kann Kim ihre letzte Chance nutzen und den Fall aufklären? Das Cover des Buches ist wieder hervorragend gelungen; es zeigt auch gut die Düsternis und Verzweiflung, die auch im Buch vorkommen. Der Schreibstil des Autors ist (wie schon in seinem 1. Werk "Ausweglos") ausgezeichnet. Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Dazu kommt, dass die einzelnen Kapitel immer in der Ich-Form geschrieben werden, aber immer von jemand anderem (Marie, Kim, Jakob, Klara). Dies führt dazu, dass der Leser noch tiefer mithineingezogen in die Handlung wird. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch gespannt ohne jemals abzusinken oder gar zu reißen. Im Gegenteil kann dieses Buch mit etlichen Überraschungen aufwarten, die auch der geübte Krimi-/Thriller-Leser nicht erwarten kann. Durch den oben genannten Schreibstil mit überraschenden Wendungen und den wechselnden Hauptprotagonisten in der Ich-Form bleibt sich der Autor auch seinem Schreibstil treu. Ich hoffe sehr, dass man noch viel von diesem Autor zu lesen bekommt, besonders, wenn es in der Qualität seiner bisherigen geschieht, die in ihrem Schreibstil an die frühen Werke von Sebastian Fitzek erinnern. Fazit: Wieder ein perfekter Thriller, den man nicht aus der Hand lesen möchte. 5 von 5 Sternen

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Düsterhof (Thriller) von FeuerWerke Verlag
Düsterhof (Thriller)
Broschiert

Felix Hertzlich, ein nicht sehr erfolgreicher Privatdetektiv, fährt seine autistische Schwester Natalie zur Reittherapie, Dort spricht ihn eine junge Frau an, da ihr Pferd verletzt wurde und sie glaubt, dass es der Pferderipper war, der schon einige Tiere verletzt und getötet hat. Er nimmt den Auftrag an. Kurz darauf wird diese brutal ermordet aufgefunden; verhaftet wird ihr eifersüchtiger Ex-Freund Robin Thaler, der Reittherapeut von Natalie. Die Pflichtverteidigung übernimmt Anna Hart. Natalie drängt Felix Robin zu helfen, da sie nicht an seine Schuld glaubt. Und so meldet sich Felix bei Anna und die beiden beginnen zu ermitteln. Als Anna Robins vorübergehende Freilassung erwirken kann, wird die nächste Frau ermordet - und auch hier hat Robin ein Motiv. Das Cover des Buches erinnert etwas an Skandinavien-Krimis und ist ausgezeichnet gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Die Spannung ist von Beginn an sehr hoch gesetzt; auch mit den Hauptprotagonisten Anna und Felix ist der Autorin ein großer Wurf gelungen. Dabei darf man natürlich auch Natalie nicht vergessen, die ein Computergenie und eine Hackerin trotz ihres Autismus ist. Und dann gibt es ja auch noch den Ex-Freund von Anna, der sie stalkt, aber letztendlich doch auch seine guten Seiten zeigt. Zwar ist ab der Hälfte des Buches dem Leser/der Leserin klar, wer der Täter ist, trotzdem ist die Spannung auch danach noch vorhanden, selbst als auch Anna und Felix den wahren Täter identifizieren können. Das Ende deutet an, dass dies nicht der einzige Fall für das ungleiche Ermittlerduo/-trio sein wird, was mich sehr freuen würde. Mich konnte das Buch auf jeden Fall überzeugen. Fazit: Spannender Thriller mit interessanten Hauptcharakteren. 4,5 von 5 Sternen, da der Täter doch schon früh klar war.

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Schwarzlicht von Knaur
Schwarzlicht
sbbsnl

Das neue Buch von Camilla Läckberg, diesmal zusammen mit dem Mentalisten Henrik Fexeus, hat mir unglaublich viel gute Lesefreude bereitet. Die Autorin „kenne“ ich ganz gut und lese immer gerne was sie zu schreiben hat. Aber gerade diese neue Reihe und die Idee einer Trilogie mit einem ganz neuen Ermittlungsansatz hat mir richtig gut gefallen. Das Cover spricht mich an, angenehm schlicht, aber trotzdem vielversprechend. Und ich wurde auf keiner Seite enttäuscht. Die neuen Ermittler, in diesem Fall, eine neue Ermittlerin, Mina Dabiri, die neben ihrem etwas schrägen Team, auch einen Mentalisten zu Rate zieht, der sich als nicht weniger merkwürdig herausstellt. Die Story an sich ist mitreißend geschrieben und durchweg spannend. Die Idee einen Mentalisten einzubauen und zu beschreiben, wie er vorgeht und mit welchen Möglichkeiten er Menschen „lesen“ kann, eine tolle Storyline. Ein gut durchdachter Thriller, der Lust auf die weiteren Teile macht. Dass Dabiri und Walder beide im Privatleben einige Kämpfe austragen müssen, vor allem mit sich selbst, war gut nachvollziehbar und es war sehr unterhaltsam und interessant sie durch das Buch zu begleiten. Ich kann das Buch nur empfehlen, ob für Läckberg Fans oder neue Leser/innen. Ein guter Thriller, der sein Genre bestens vertritt und Lust auf die Fortsetzung macht…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Kann man in den Kopf eines Mörders schauen…?"

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Leichenschilf / Kommissar Bark Bd.1 (eBook, ePUB) von Penguin Random House
Leichenschilf / Kommissar Bark Bd.1 (eBook, ePUB)

Seit seine Tochter Vera vor 5 Jahren bei ihrer Junggesellinnenfeier verschwunden ist, sucht Kommissar Kristoffer Bark nach ihr. 3 Jahre nach Vera verschwand Camilla, die Vera sehr ähnlich sah. Als er eine Leiche findet, nimmt er die Ermittlungen auf, als Leiter einer Cold-Case-Abteilung. Dabei hat er auch noch andere Sorgen, denn seine Ex-Frau ist dem Tod durch Alkohol und Drogen immer wieder sehr nahe. Und Denise, die in der Nähe des damaligen Tatorts wohnt, ist ebenfalls schwanger und sieht den beiden vermissten Mädchen ähnlich. Das Cover ist gut gemacht und passt perfekt zum vorliegenden Buch. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Personen und Orte werden bildhaft und glaubhaft dargestellt, auch wenn sie alle sehr düster und meist unsympathisch wirken. Düster ist auch fast das ganze Buch über, dies ist aber für Skandinavien-Krimis fast schon typisch und mag ich. Schwierig war der Einstieg sicher auch aufgrund der vielen Namen und Verwandtschaftsverhältnissen zu Beginn; die natürlich teilweise für einen deutschsprachigen Leser schwierig zu merken sind. Das erste 1/4 des Buches fand ich etwas langwierig; zu lange wird hier alles beschrieben und Kristoffer streift mehr oder weniger in der Vergangenheit herum, ohne dass es der Geschichte wirklich was bringt. Auf der anderen Seite gibt es aber doch auch einige Informationen. Und wenn man diesen doch etwas ermüdenden Teil geschafft hat, zeigt sich ein Schweden-Krimi von seiner spannendsten Seite. Primär hat (fast) jeder in dieser Story seine Geheimnisse. Bis etwa zur Hälfte (oder sogar noch etwas weiter) hatte ich dann eigentlich meine fixe Meinung, was den Täter angeht. Letztendlich erweist sich dies aber als absoluter Blödsinn, obwohl es bis dahin logisch erschien. Und mit genau so einem logischen überraschenden Schluss wird man auch dann belohnt. Am Ende gibt es, nicht nur im privaten Bereich von Kristoffer, der einem im Laufe des Romans immer sympathischer wird, einen kleinen Cliffhanger, der Lust macht auf eine Fortsetzung rund um den charismatischen Ermittler und seine ungewöhnliche Cold-Case-Truppe, wo eine Person immer fehlt - und um die wird es wohl im nächsten Teil gehen. Ich fühlte mich nach etwas schwierigem Beginn doch sehr gut unterhalten und kann daher das Buch nur weiterempfehlen. Fazit: Spannender Reihenauftakt um eine ungewöhnliche Cold-Case-Truppe. 4,5 von 5 Sternen

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New York und der Rest der Welt von Rowohlt, Berlin
New York und der Rest der Welt
sbbsnl

Von Frau Lebowitz habe ich offen gestanden erst vor ca. 2 Wochen zum ersten Mal gehört. Sie wurde mir in einem Podcast wärmstens ans Herz gelegt, weil sie ungewöhnliche Ansichten in sehr ehrlichen, oft bitterbösen, aber sehr unterhaltsamen Worten, kund tut. Daraufhin habe ich das Hörbuch zum Buch gehört und bin tatsächlich Fan von Fran vom ersten Ton an geworden. Wenn man bedenkt, dass diese Sammlung mit Texten der NY Kultfigur bereits 1994 veröffentlicht wurden, könnten sie aktueller manchmal nicht sein. Unglaublich, wieviel Witz man in Worte legen kann. Natürlich ist ihr Humor oft „böse“, man könnte aber auch sagen, sie schreibt was man oft selbst denkt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ich habe oft laut gelacht, wenn sie über ihren Umgang mit Menschen und deren, aus Lebowitz-Sicht, Unzulänglichkeiten berichtet. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und gerade diese kurzen Abschnitte zu immer wieder neuen Themen haben die Zeit wie im Flug vergehen lassen. Besonders gut gefallen hat mir auch die etwas raue, aber auf den Punkt passende Stimme von Mechthild Großmann. Mich von Ihr mit auf die Reise in die Welt von Fran Lebowitz nehmen zu lassen, hat mir sehr viel Freude bereiten. Die Stimme passt perfekt zu meinem Bild von Fran Lebowitz. Eine klare Empfehlung von mir für diesen „neu ausgegrabenen“ Schatz der literarischen Hörbuch-Unterhaltung…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ich bin Fan von Fran…!"

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Miez Marple und die Kralle des Bösen von Goldmann TB
Miez Marple und die Kralle des Bösen

Die Katze Miez Marple lebt zufrieden bei ihrem Frauchen Agatha Christiansen und dichtet, denn die Ermittlungen als Detektivin hat sie eingestellt. Doch Kater Watson folgt der Spur einer Katzengras- und Baldrian-Dealerbande und entdeckt nicht nur, dass der Schlagerkater Florian Silberschweif verschwunden ist, sondern ist auch live dabei als sein Manager ermordet wird. Kommissar Milky Way verhaftet nun Watson und Miez Marple bleibt nichts anderes übrig um dessen Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu schnappen. Und natürlich will sie auch den Schlagerstar zurückbringen. Das Cover ist ein farbenfroher Hingucker, das zwar einfach, aber genial gestattet ist und perfekt zum Buch passt. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Und trotzdem hatte ich lange Zeit so meine Probleme mir die Katzencharaktere vorzustellen, da einfach sehr viele Katzen beschrieben werden. Klar, einige hatten besondere Merkmale, die bleiben auch im Gedächtnis, aber sonst blieben die Bilder von den Charakteren oft verschwommen bei mir. Dies lag aber sicher auch daran, da ich mir beim Lesen sonst doch hauptsächlich Menschen oder menschähnliche Gestalten vorzustellen habe. Der Plot und damit der Fall sind gut gewählt und inszeniert. Der Humor, der auch in den Hommagen an einige Personen (außerhalb der Hauptperson) kräftig mitschwingt, ist ebenfalls gut getroffen. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen, die ich natürlich gerne wieder lesen würde. Da ich aber oben gesagte Probleme hatte, kann ich auch nicht die Höchstpunkteanzahl vergeben. Ein Tipp für einen Folgeband wäre hier ein Personenregister, wo v.a. die Katzen beschrieben sind. Fazit: Wer Katzen und Krimis mit Humor mag, wird auch dieses Buch gerne lesen. 4 von 5 Sternen

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Schreib oder stirb von Argon Verlag
Schreib oder stirb
sbbsnl

Obwohl ich Fitzek gerne lese und Beisenherz gerne höre, war ich etwas überrascht, ob der Autorenkombination, aber auch an das Retro Cover mussten sich meine Augen kurz gewöhnen. Ich bemühe mich immer unvoreingenommen an Bücher heran zu gehen, gerade wenn ich neue Autoren oder wie in diesem Fall ein ganz neues Schreib-Duo entdecke. Und ich hatte vom ersten Ton an -ich habe die gekürzte Hörbuch Version von 7:11 Std. gehört, gesprochen von dem wunderbaren Simon Jäger- wirklich viel Freude an den ungewöhnlichen Charakteren des Buches und konnte auch hinterher die Verbindung zwischen Cover und Buch gut nachvollziehen, es passt genau! Ich finde „Schreib oder stirb“ amüsant und kurzweilig, toll gelesen von Simon Jäger und eben etwas anders, als andere Krimis, natürlich kein gewöhnlicher Fitzek, warum auch. Man muss dem Autor zugestehen, auch mal anders schreiben zu wollen. Und mit Beisenherz, der hier als erfahrene Gag-Autor genau das macht, was er kann, kleine pointierte Spitzen setzen, ist im ein Krimi gelungen, der einfach unterhaltsam ist. Hier ist nicht die Story der Hauptakteur, sondern der Humor, der ist allerdings bekanntlich Geschmacksache. Ich empfinde die Kombi aus handwerklich gut geschriebenem Lesestoff und den zugegeben zahlreichen & oft etwas schnodderigen Witzchen des Hauptprotagonisten sehr gelungen. Ein wenig Abwechslung kann dem Krimi-Büchermarkt nur gut tun, deshalb empfehle ich hier gerne sich einfach mal darauf einzulassen…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Mir gefällt dieser Humor…!"

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Das Ferienhaus - Und du denkst, du bist sicher (eBook, ePUB) von Penguin Random House
Das Ferienhaus - Und du denkst, du bist sicher (eBook, ePUB)

Tom und Rachel Sullivan müssen einiges verkraften. Zuerst nimmt ihr 16-jähriger Sohn Michael das Auto von Tom und verunglückt tödlich mit einer Freundin. Tom zieht daraufhin aus dem gemeinsamen Haushalt aus. Dann wird auch noch ihre Tochter Holly zusammengeschlagen. Als Toms Chef Lionel ihnen anbietet in seinem schottischen Ferienhaus zu urlauben und wieder zusammenzufinden, nehmen die 3 diese Chance zusammen mit Hund Buster wahr. Doch schon in der ersten Nacht wird in das gut gesicherte Anwesen eingebrochen und Tom wird schon bald klar dass seine Frau einige Geheimnisse für sich behält. Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gemacht und passt natürlich perfekt zu dem Thriller. Der Schreibstil des Autors ist großartig; Hauptcharaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Zu Beginn des Buches dachte ich, dass die Lösung sehr nah liegt und hatte meine Theorien, die sich hoffentlich nicht bewahrheiten würden. Und das haben sie, denn letztendlich kam alles ganz anders. So ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend, da sich immer mehr Details des ganzen zeigen. Die Geschichte wird aus Toms Sicht erzählt, was ich sehr gut fand. Die Charaktere an sich, v.a. Tom waren mir aber dann doch zu unglaubwürdig, denn er beschreibt sich selbst als Feigling. Und während er die meiste Zeit genau dieser ist, zeigt er plötzlich Reaktionen, die das genaue Gegenteil beweisen, um kurz darauf wieder in alte Muster zu verfallen. So wechseln sich Feigheit und Mut so ab, dass man ihm diese Charakterzüge nicht abnimmt, weil sie total unrealistisch sind. Zwischen den Kapitel wird die Geschichte von Michael erzählt - in umgekehrter chronologischer Reihenfolge, sodass auch hier nicht zu viel verraten wurde bzw. nur langsam das Geschehen von damals ans Tageslicht kommt. Und absolut vom Hocker gehauen hat mich dann - in negativer Hinsicht - ein Satz relativ am Ende des Buches, wo sinngemäß steht, dass jemand dem die Milz entfernt wurde, lebenslang Antibiotika nehmen muss. Jedem, der sich nur etwas mit Medizin auskennt (und wahrscheinlich auch den meisten "Normalbürgern" müssen sich hier die Haare zu Berge stellen, denn Antibiotika nimmt man nur bei bakteriellen Infekten und diese bilden bei zu häufiger Einnahme dann Resistenzen der Keime. Zudem gibt es ja auch verschiedene Antibiotika, die jeweils andere Einsatzgebiete haben. Wahr wäre, dass man immer Antibiotika in der Nähe haben sollte, um bei Anzeigen eines Infektes sofort damit zu beginnen. So war die Spannung hoch und es gab einige unerwartete Wendungen und Überraschungen; die Charaktere allerdings waren wie schon erwähnt oft unglaubwürdig. Fazit: Wenn die Charaktere (allen voran Tom) glaubwürdiger wäre, wäre es ein Top-Thriller. 4 von 5 Sternen

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Die hundert Jahre von Lenni und Margot von C. Bertelsmann
Die hundert Jahre von Lenni und Margot

Die 17-jährige Lenni liegt im Krankenhaus und wird es nicht wieder lebend verlassen. Sie bekommt keinen Besuch, deshalb freundet sie sich mit einer Schwester und schließlich mit dem Krankenhauspriester Pater Arthur an. Und eines Tages lernt sie die 83-jährige Margot kennen und sie wird nicht nur zu einer Freundin, sondern sie wollen auch zu ihrem gemeinsamen 100. Geburtstag Bilder malen, für jedes Jahr eines. Dabei erzählt Margot Lenni ihre Lebensgeschichte. Das Cover des Buches ist gut gemacht; es gibt zwar einige ähnliche Covers und es ist eher abstrakt und hat daher wenig mit dem Inhalt zu tun, allerdings fällt es auf, sodass man das Buch gerne in die Hand nimmt, weil es neugierig macht. Und es ist bunt wie das Leben und lebensbejahend, passt also doch auch zum Inhalt. Die Charaktere sind hervorragend gewählt und - wie auch die Orte - bildgewaltig beschrieben. Der Schreibstil ist ausgezeichnet - man fühlt mit den Protagonisten mit. Und das ganze Buch ist emotional und zwar auf mehrere Ebenen. Zum einen hat man in der Gegenwart die Schicksale von Lenni und Margot, aber auch von Pater Arthur. Zum anderen lebt das Buch natürlich auch über die Vergangenheit von den beiden titelgebenden Figuren. Und diese erwachen durch die Hand der Autorin in ihrem Debütroman wirklich zum Leben. Man fühlt mit ihnen mit, man lacht mit ihnen und weint mit ihnen. Dazu erfährt man über die Vergangenheit nur langsam mehr, etwa warum Lenni keinen Besuch von ihren Eltern bekommt, aber auch darüber wie Margot zu der Frau wurde, die sie jetzt darstellt. Zwar erfährt man nicht, an welcher Krankheit Lenni leidet, dies stört aber gar nicht - im Gegenteil. Wie auch an anderen Stellen regt es die Fantasie des Lesers an und man kann selbst ein wenig hineininterpretieren. Die relativ kurzen Kapitel führen dazu, dass man das Buch kaum weglegen will, da einem die Protagonisten in kürzester Zeit ans Herz wachsen und sie wie Freunde erscheinen. Manche ganz kurze Kapitel hätte man zwar weglassen können, da sie die Geschichte nicht wirklich weiterbringen, aber dies betrifft wirklich nur ganz wenige Seiten. Fazit. Emotionaler Roman, der den Leser in mehreren Ebenen mitnimmt. 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung trotz minimalster Kritikpunkte.

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Schwarzlicht von Knaur
Schwarzlicht

Eine Frau wird brutal ermordet. War es ein misslungener Zaubertrick? Die Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri, die an Mysophobie leidet, zieht den autistischen Mentalisten Vincent Walder hinzu. Sie selbst arbeitet in einer Gruppe der Kriminalpolizei, die recht skurril anmutet und auch selbst nicht viel auf die Reihe bekommt. Vincent denkt, dass dies nicht der einzige Mord bleiben wird - und schon bald zeigt sich, dass er recht hat. Das Cover des Buches ist ein echter Hingucker, der gut zum Inhalt passt. Der Schreibstil des Autorenduos ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. In diesem Thriller hat man es nicht nur mit bizarren Morden zu tun, sondern auch mit allerlei skurrilen Menschen. Die ganze Ermittlungsgruppe rund um Mina ist sehr sonderbar. Da ist Julia, die Leiterin, die die Tochter des Polizeichefs ist, dann Peder, der aufgrund von Drillingen immer einschläft, Ruben, der allem was weiblich ist, nachsteigt und schließlich der pessimistische Christer. Und nicht zu vergessen ist Mina, die unter Angst vor Schmutz und Keimen leidet, sodass sie ihre Unterwäsche nach kurzem tragen in die Mülltonne entsorgt. Mit dem Mentalisten Vincent, der unter einer Form von Autismus leidet, wird die extravagante Truppe dann komplett. Wobei ich sagen muss, dass ich Mentalisten mag, nicht nur echte, wie z.B. Thorsten Havener, sondern auch die Fernsehserie "Der Mentalist", der ja auch auf außergewöhnliche Weise Fälle löst. Dazu muss ich sagen, dass ich außergewöhnliche Charaktere/Ermittler liebe, darum mochte ich diese Gruppe auch, auch wenn manche sehr unsympathisch rüberkamen (v.a. Ruben) und es manchmal schon fast übertrieben war, wie die Autoren die Macken auskosteten. Die Handlung war gut überlegt und gut aufgebaut. Störend war aber, dass es außer den Monatsangaben keine wirklichen Kapitel gab. So dauerten die Kapitel nicht nur sehr lange, sondern waren auch unlogisch aufgebaut, da es immer wieder Rückblicke ins Jahr 1982 gab. Die waren gerade mal durch einen Absatz vom restlichen Text getrennt. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch, auch wenn dem Leser wohl spätestens ab der Hälfte (wohl eher schon vorher) klar war, wer hier der Mörder ist. Nichtsdestotrotz fieberte man mit, auch weil das Ermittlerteam, nicht nur durch ihre (zumindest zeitweise) Unfähigkeit, sondern auch weil sie nicht alle Informationen des Lesers hatten, im Dunkeln tappten. Nichtsdestotrotz konnte mich dieser Auftakt zu einer Trilogie großteils überzeugen, sodass ich gerne auch die Fortsetzungen lesen möchte. V.a. haben die Protagonisten des Ermittlerteams sicher noch das eine oder andere Geheimnis, das ans Licht kommen wird - zumindest für den Leser. Fazit: Skurrile Ermittlungstruppe und ein Mentalist bieten tolle Spannung. 4,5 von 5 Sternen

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Der Admiral – alt / weiß / abgemeldet?: Eine Cartoon-Erzählung in 43 Bildern von KJM Buchverlag
Der Admiral – alt / weiß / abgemeldet?: Eine Cartoon-Erzählung in 43 Bildern
Gebundene Ausgabe

In lustigen Cartoons mit sich reimenden Kurztexten sieht man anhand eines alten Admirals, wie sich ältere Menschen oft fühlen. Dabei benutzt der Autor die 5 Sterbephasen von Elisabeth Kübler-Ross. Das Cover des Buches ist wie auch die Zeichnungen im Inneren des Buches einfach hervorragend gemacht. Da versteht jemand sein Handwerk. Was auf den ersten Blick lustig wirkt, ist dann aber doch ernst, denn das Buch beschäftigt sich auf humorige Weise mit dem Altwerden und dem Sterben. Auch die Texte in Reimform sind genial; ich konnte mir gar nicht denken, dass es so viele Reimworte auf "egal" gibt. So regt das Buch zum Nachdenken und Reflektieren an, obwohl man dazwischen auch mal herzhaft lachen darf/kann. Natürlich ist vieles in diesem Buch - besonders die Zeichnungen - oft überzogen und provokant, aber ich mag das einfach. Das Buch hält so einem auch den Spiegel vors Gesicht, denn es spiegelt die heutige Gesellschaft gut wider. Fazit: Zum Lachen und Nachdenken regt dieses Cartoon-Buch an. 5 von 5 Sternen

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Das Immaguat: Eine verrückt romantische Liebesgeschichte aus Wien
Das Immaguat: Eine verrückt romantische Liebesgeschichte aus Wien
Taschenbuch

Als Ingrid, die Sandkastenfreundin von Markus, dem Besitzer des Lokals "Das Immaguat" in Wien, ein Foto von Ingrids Bekannter Angelika, einer etwas hochnäsigen, männermordenden Schauspielerin, sieht, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie und will sie mit Rosen überraschen. Dazu geht er in den naheliegenden Blumenladen, wo ihn Verena hervorragend berät. Deren Freund, der Bäcker, Max verwöhnt diese mit selbstgemachten Süßigkeiten. Und dann gibt es noch den Zeitungsausträger Alexander, der plötzlich eine Kritik für die "Kronen-Zeitung" über das Theaterstück schreiben soll, in dem Angelika eine Nebenrolle spielt. Das Cover ist gut gemacht, obwohl es meinen Geschmack nicht trifft und daher für mich eher unscheinbar wirkt. Doch davon sollte man sich auf keinen Fall aufhalten lassen, dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil der Autorin in ihrem Debut-Roman ist großartig; Orte und v.a. Charaktere werden hervorragend und bildhaft dargestellt. Dazu sind die Protagonisten auch alle unterschiedlich und haben so ihre Fähigkeiten bzw. Ticks. So kann Markus mit Gegenständen aus Holz und Glas reden und bäckt/kocht je nach Laune bestimmte Sachen, die dann andere aufessen dürfen. Verena hingegen kann perfekt mit Blumen umgehen und sie so oft retten. Neben der fantastisch konstruierten Liebesgeschichte - die zwar in vielen Belangen vorhersehbar ist - kommt hier der typisch wienerische Humor zu tragen, der das ganze Buch zu einer perfekten Romantikkomödie macht. Dabei wirkt das ganze Buch absolut glaubwürdig und wirkt nie übertrieben bzw. die Figuren überzeichnet. Fazit: Der locker-lässige Schreibstil und die tollen Charaktere mit einem tollen Plot bringen insgesamt ein tolles Buch. 4,5 von 5 Sternen

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Would You Miss Me? (Little Secrets-Reihe)
Would You Miss Me? (Little Secrets-Reihe)

Vivien und Nora haben sich zerstritten, weil Vivien mit Janus eine Beziehung einging. So kam sie auch in die Clique rund um Cedric, Elisa und Adrian. Wenige Wochen später ist Vivien verschwunden, wobei Viviens Mutter glaubt, sie hätte bei Nora übernachtet. Nora glaubt, dass die neue Clique etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat und blafft diese nur an. Als allerdings Kleidungsstücke von Vivien und anonyme Schreiben an Nora, Adrian, Elisa und Janus auftauchen, tut sich Nora mit den Jugendlichen zusammen, denn sie glaubt nicht an Viviens Tod. Das Cover ist nicht sehr auffällig, passt aber wunderbar zum Inhalt und gefällt mir auch in seiner Einfachheit ausgezeichnet. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll; Charaktere und Orte werden bild- und glaubhaft dargestellt. Insgesamt ist der Schreibstil für ein Jugendbuch absolut angepasst; man kann sich aber auch im Alter daran erfreuen. Der Plot ist gut durchdacht. Auch wenn die Handlung ein wenig an eine Mischung aus "Pretty Little Liars" (verschwundenes Mädchen, Lügen und Geheimnisse, anonyme Briefe) und "Tote Mädchen lügen nicht" (Gründe für Suizid) erinnert. Dann ist es aber auch mit der Ähnlichkeit schon vorbei. Nicht nur gibt es ganz andere Charaktere, sondern es ist auch definitiv eine ganz andere Geschichte. Nichtsdestotrotz wird dieses Buch sicher auch das Publikum dieser Bücher bzw. Serien ansprechen. Erzählt wird aus Noras Perspektive, wodurch man sich noch mehr mit Nora verbunden fühlt, auch wenn sie ein außergewöhnlicher Charakter mit außergewöhnlichem Aussehen ist. Das Buch spricht - genial in die Handlung integriert - aber auch sehr ernste Themen an (Suizid, Vertrauen, ...). Mich konnte die Story auf jeden Fall begeistern, auch wenn ich bald 43 Jahre alt werde. Man sieht immer mehr hinter die Fassade der Charaktere und kann sie so auch verstehen und (zumindest teilweise) auch ins Herz schließen. Zudem kann man natürlich sehr gut miträtseln und mitfiebern, was jetzt wirklich geschah - und das in vielen Belangen. Die Spannung ist - speziell auch für Jugendliche - auf hohem Niveau und das ganze Buch wirkt in sich abgeschlossen. Das Buch ist der Auftakt der Little Secrets-Reihe, die nächstes Jahr mit "Would you trust me?" fortgesetzt werden soll, allerdings mit anderen Protagonisten und in anderem Kontext, auch wenn die Rahmenbedingungen zumindest ähnlich sind. Dies kann ich aber auch nur aus der Inhaltsangabe für den Nachfolger herauslesen. Ich möchte diesen Nachfolger dann auch auf jeden Fall auch lesen. Fazit: Toller Jugendthriller, der in einigen Inhalten an PLL erinnert. 5 von 5 Sternen

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Flüsterwald - Der Schattenmeister erwacht (Band 04) (MP3-Download) von LEONINE Audio
Flüsterwald - Der Schattenmeister erwacht (Band 04) (MP3-Download)

Der Schattenzwilling verbindet sich mit seinem menschlichen Doppelgänger und zerstört das 1. Siegel, das Lukas bewahren soll. Der dunkle Magier will den Flüsterwald zerstören. Lukas, Ella, Felicitas, Punchy und Rani müssen nun herausfinden, warum dieser so böse geworden ist. Dazu müssen sie den Chronisten finden. Scheinbar weiß nur Ranis Großmenuk, wo dieser zu finden ist. Rani bekommt dabei Unterstützung von einem weiblichen Menuk, den sie gerettet haben. Können die Freunde den Schattenmeister aufhalten? Und können sie dabei auch seine Identität klären? Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum Buch und zur bisherigen Reihe. Der Sprecher des Hörbuchs ist einfach genial und passt hervorragend zur Geschichte, da jede Figur eine deutlich andere Stimme durch ihn erhält, was natürlich auch absolut kindgerecht ist. Allerdings könnte er für meinen Geschmack etwas langsamer sprechen. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung, die wieder von der ersten bis zur letzten Seite andauert. Extrem temporeich wird man mit einigen neuen Erkenntnissen konfrontiert. Die Handlung ist seit dem 1. Band sehr komplex aufgebaut, was man vom Autor gewohnt ist. Allerdings ist diese Komplexität sicher altersgerecht gestaltet. Die ganze Geschichte ist - wie auch das Ende (der Staffel) - stimmig und macht Lust auf die 2. Staffel, für die in diesem Teil bereits der Samen gelegt wird. Speziell im Epilog erfährt man dann schon ein wenig, worum es im nächsten Band gehen wird. Da bin ich jetzt schon gespannt. Fazit: Fantasy-Abenteuer für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Flüsterwald - Der Schattenmeister erwacht (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 4) (eBook, ePUB) von Ueberreuter Verlag
Flüsterwald - Der Schattenmeister erwacht (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 4) (eBook, ePUB)

Der Schattenzwilling verbindet sich mit seinem menschlichen Doppelgänger und zerstört das 1. Siegel, das Lukas bewahren soll. Der dunkle Magier will den Flüsterwald zerstören. Lukas, Ella, Felicitas, Punchy und Rani müssen nun herausfinden, warum dieser so böse geworden ist. Dazu müssen sie den Chronisten finden. Scheinbar weiß nur Ranis Großmenuk, wo dieser zu finden ist. Rani bekommt dabei Unterstützung von einem weiblichen Menuk, den sie gerettet haben. Können die Freunde den Schattenmeister aufhalten? Und können sie dabei auch seine Identität klären? Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum Buch und zur bisherigen Reihe. Wie auch die Illustrationen im Buch (am Kapitelanfang) stammt es von Timo Grubig. Sie sind kindgerecht und detailreich gezeichnet und passen perfekt zum jeweiligen Kapitel. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung, die wieder von der ersten bis zur letzten Seite andauert. Extrem temporeich wird man mit einigen neuen Erkenntnissen konfrontiert. Die Handlung ist seit dem 1. Band sehr komplex aufgebaut, was man vom Autor gewohnt ist. Allerdings ist diese Komplexität sicher altersgerecht gestaltet. Die ganze Geschichte ist - wie auch das Ende (der Staffel) - stimmig und macht Lust auf die 2. Staffel, für die in diesem Teil bereits der Samen gelegt wird. Speziell im Epilog erfährt man dann schon ein wenig, worum es im nächsten Band gehen wird. Da bin ich jetzt schon gespannt. Fazit: Fantasy-Abenteuer für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Alles über Gemüse von Readers Digest Deutschland
Alles über Gemüse

Das Cover des Buches ist gut gelungen und passt natürlich perfekt zum Inhalt. Allerdings ist am Cover geschrieben "Von Artischocke bis Zucchini" - den Zwiebel hat man hier wohl vergessen (im Inhalt allerdings nicht). Das Buch ist großformatig mit vielen Bildern. Es dient nicht nur zum Lesen, sondern denke ich mir, vor allem als Nachschlagewerk. Dazu wäre allerdings ein Hardcover besser geeignet als ein Taschenbuch mit großem Format. Der Inhalt ist ausgezeichnet aufgebaut: Zuerst erfährt man alles was es bei der Gestaltung eines Gemüsegartens zu beachten gibt, danach werden die einzelnen Gemüsesorten detailliert vorgestellt. Da geht es dann nicht nur um den Anbau, sondern auch um die Lagerung und Inhaltsstoffe, die der Gesundheit dienen. Dazu gibt es auch eine Sortenübersicht mit Bildern und das eine oder andere Rezept, neben Zitaten. Am Ende gibt es dann noch mehr Rezepte und Tipps zum DIY-Basteln. Der Aufbau ist logisch aufgebaut; am Ende gibt es ein Stichwortregister. Klar kann man sich diese Informationen auch aus dem Internet holen; in diesem Buch hat man allerdings alles Nützliche über Gemüse in einem vereint. Fazit: Wer Gemüse anbauen will, sollte dieses Buch sein eigen nennen. 4,5 von 5 Sternen

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Steppenfalken (Cold War Fiction, Band 2) von Independently published
Steppenfalken (Cold War Fiction, Band 2)
Taschenbuch

Sommer 1985: Der 23-jährige Ungar-Rumäne Attila Novák arbeitet für den rumänischen Geheimdienst, während der doppelt so alte sowjetlitauische Rimas Rutkas für den KGB arbeitet. Die beiden sollen einen politischen Mord in Ungarn aufklären - allerdings jeweils für die gegnerische Seite. Die beiden treffen und verlieben sich, ohne ihren Beruf zu wissen. In Zeiten des Kalten Krieges ist so nicht nur ihre Homosexualität eine gefährliche Sache. Das Cover des Buches ist ein echter Hingucker und gefällt mir sehr gut, allerdings passt Rimas weder von Alter noch Größe mit dem abgebildeten Jungen zusammen. Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildgewaltig dargestellt. Der Plot ist hervorragend gewählt und bei kamen gleich Erinnerungen an die Jugend hervor, obwohl der Ostblock für mich als österreichisches Kind doch weit weg war. Dies konnte geschehen, weil die Zeit wirklich sehr gut beschrieben wurde. Auch die Charaktere wurden brillant gewählt und die Liebesgeschichte rund um die beiden wird wirklich emotional erzählt. Auch die Krimi-Handlung hat einiges an Brisanz zu bieten. Allerdings kam für mich diese Handlung zu kurz, denn die Ermittlungen der beiden Geheimdienstler beschränkt sich auf eine Besichtigung des Tatorts und diversen Befragungen. Auch den Täter selbst finden die Ungarn selbst. Hier hätte man mehr daraus machen können. Allerdings konnte mich das Buch doch größtenteils fesseln und ich wollte unbedingt weiterlesen. Dann war da noch die Szene zwischen Attila und Tiberiu, die leider zu keinem wirklichen Abschluss kam, was aber sicher auch der Zeit zu schulden ist, in der der Roman spielt. Positiv zu erwähnen ist auch noch, dass die Kapitelüberschriften alles Songs aus den 1980er-Jahren waren und perfekt zum jeweiligen Abschnitt gewählt wurden. Fazit: Berührende Geschichte um Homosexualität im Kalten Krieg. Allerdings kam der Krimi zu kurz. 4 von 5 Sternen

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Projekt DreamWalker: Die Schatten (DreamWalker-Trilogie) von Books on Demand
Projekt DreamWalker: Die Schatten (DreamWalker-Trilogie)
Taschenbuch

Dr. Jakob Lem arbeitet daran Wachkomapatienten erwachen zu lassen, indem er in ihre Träume eindringt. Doch der Durchbruch will nicht gelingen. Die Technologie rundherum hilft ihm allerdings mit seiner 15-jährigen Tochter Isabella zu kommunizieren, die an einer Form des Autismus leidet. Als Jakob schließlich einen Unfall hat und selbst im Wachkoma liegt, ist seine Tochter die einzige Rettung. Nur darf sie eigentlich nicht ins Schlaflabor und ist gerade erst am Anfang, um ihre Traumfähigkeiten zu üben und zu festigen. Das Cover ist gut gemacht, auch wenn es nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, was es mit dem Buch zu tun hat. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden liebevoll und bildhaft beschrieben. Der Plot ist gut durchdacht. Auch wenn in letzter Zeit einige Romane der verschiedensten Genres das Thema "Luzides Träumen" zum Thema haben, unterscheidet sich das vorliegende doch gehörig von den anderen. Zu Beginn des Besuches handelt es sich eher um SF, danach werden die Fantasy-Einflüsse aber immer mehr. Die Spannung ist gut aufgebaut und das ganze Buch spürbar; auch wenn sie manchmal etwas abflaut, um dann aber wieder rasant anzusteigen. So hatte das Buch speziell zu Beginn ein paar kurze Längen (fast schon paradox), danach blieb es aber auf konstant interessantem und unterhaltsamen Niveau mit guter Spannung. Vor jedem Kapitel sind ausgezeichnete Illustrationen zu sehen, die deutliche Hinweise auf das nächste Kapitel geben. Hervorragend ist auch, dass das Buch einige Male die (Haupt-)Perspektive wechselt. Der Leser kann hier nur miträtseln und mitfiebern. So freue ich mich auf die Fortsetzung, um weiterzulesen, wie Isabella ihren Vater retten will/wird. Fazit. Toller Auftakt, der SF und Fantasy miteinander verbindet und eine spannende Perspektive aufzeigt. 4,5 von 5 Sternen

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Die unglaublichen Erlebnisse des Sevy Lemmots von CreateSpace Independent Publishing Platform
Die unglaublichen Erlebnisse des Sevy Lemmots

Sevy Lemmots will auch endlich von der Muse geküsst werden. Darum zieht er in eine Villa, deren vorherige Besitzer alle sehr kreativ und erfolgreich waren. Dort angekommen traut er allerdings seinen Augen und Ohren nicht, denn allerlei Wesen, wie Zwerge, Kobolde, Pixies, Feen und ähnliches hausen darin. Und die meisten davon machen im das Leben dort nicht gerade leicht. Durch einen Fluch können sie das Haus nicht verlassen. Plötzlich wird Sevy erpresst und 3 Wesen sollen jeden Tag sterben, wenn Sevy das Haus nicht verlässt. Das Cover ist ein echter Hingucker und passt wie die berühmte Faust aufs Auge zum Buch. (Hier ist ein anders Cover zu sehen.) Der Schreibstil ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft und witzig dargestellt. Neben den Fantasy-Elementen besticht das Buch aber hauptsächlich durch seinen Humor; alleine die Kobolde und Leprechauns bringen einen durch ihre Handlungen und Reden immer wieder zum Lachen und Schmunzeln. Das Buch ist mittlerweile in der 6. Auflage und würde sich definitiv noch einige mehr verdienen; denn mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit in der Bücherwelt könnte man vielleicht trotzdem noch mit einer Fortsetzung rechnen, da das Buch definitiv eine zulassen würde. Ansonsten hat der Autor allerdings ernsthafte Fantasy geschrieben und so ist es sicher nicht das letzte Buch das ich von ihm gelesen habe, denn alleine schon die Leseprobe eines anderen Buches am Ende des vorliegenden Romans hat definitiv Potential. Dieses Buch ist definitiv für Jugendliche geeignet, die danach auch etwas mehr über Fabelwesen und ähnlichem wissen werden. Allerdings gibt es sicher nach oben keine Altersbeschränkung, denn Lachen kann und soll man in jedem Alter. Das Ende hätte der Autor zwar noch etwas ausschmücken können, allerdings bin ich auch so nicht unzufrieden. Fazit: Fun und Fantasy genial gemixt - für alle Jugendlichen und Junggebliebenen. 5 von 5 Sternen

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Pyramidenspiel: Ein Roman über die gechippte Gesellschaft von via tolino media
Pyramidenspiel: Ein Roman über die gechippte Gesellschaft
Taschenbuch

COVID konnte 2021 besiegt werden, aber 2038/2039 kommt es schlimmer und tödlicher daher. Der Großteil der Weltbevölkerung ist ausgelöscht. Konzerne haben 2084 das Sagen, Kinder werden weit weg von ihren Eltern aufgezogen und der Großteil der Menschen hat einen Chip implantiert, mit dem man praktisch alles machen kann. Allerdings wird man dadurch auch überwacht und es gibt ein Sozialrating. Während man relativ schnell fällt, kommt man nur schwer wieder hoch. Und dieses Rating bestimmt schließlich auch den Job. Und bei 0 angelangt, wird der Chip explantiert. Damit ist man praktisch obdachlos und ohne Geld - ein Ausgestoßener, wie einige Chipgegner, die sich nie einen implantieren ließen bzw. deren Nachkommen. Die Londoner Chiplosen planen eine Rebellion und endlich haben sie, was sie dafür brauchen. Das Cover passt natürlich perfekt zum Titel und letztendlich auch zum Buch, was aber etwas dauert, bis dass man die Verbindung versteht. Es ist düster und gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist hervorragend; Orte, Gegebenheiten und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Die Idee hinter dem Buch ist exzellent, auch wenn sie sich an Klassikern, wie "1984" und "Schöne neue Welt" Vorbilder genommen hat. Letztendlich ist aber die Handlung doch eine andere, die aber sehr zu überzeugen weiß. Der Spannungsbogen ist das ganze Buch auf sehr hohem Niveau. Dass COVID 2021 besiegt wurde, ist ja gottseidank/leider nicht wahr geworden, denn in einer Welt wie dieser wollen wahrscheinlich nicht viele leben. Der Debütroman des österreichischen Autors konnte mich in allen Punkten überzeugen. Ein weiterer Pluspunkt ist auch das immer sehr passende Zitat zu Beginn jeden Kapitels, die durch ihre Kürze immer zum Weiterlesen einladen. Das Buch regt zum Nachdenken an und man hofft, dass es nie soweit kommen wird, obwohl die Zukunft, die hier gezeichnet wird, nicht so weit weg ist. Fazit: Gesellschaftskritische Dystopie vom Feinsten. 5 von 5 Sternen

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Der Evangelist: Die Autobiografie des Lukas
Der Evangelist: Die Autobiografie des Lukas

Lukas wächst in Alexandria Troas und wird nach deren Tod Arzt. Er lernt in der Bücherei von Alexandria neues Wissen und reist schließlich nach Jerusalem, wo er von den Römern für kurze Zeit festgenommen und in den Kerker geworfen wird. Das Blatt wendet sich, als er Simon Petrus kennenlernt, der ihm von Jesus erzählt. Nachdem er sich taufen lässt, fährt er wieder nach Hause, ist jedoch nachhaltig beeindruckt von den neuen Geschichten, die er erfahren hat. In seiner Heimatstadt trifft er kurze Zeit später auf Paulus, den er schließlich auf seinen Reisen begleitet. Doch Petrus und Paulus sind sich bei der neuen Religion nicht einig. Das Cover des Buches passt zum Buch ist aber unscheinbar gestaltet, was aber nicht wirklich stört. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Dazu wirkt das Buch auch glänzend recherchiert, es sind auch Bibelstellen angegeben. Allerdings dürfte lt. Bibel Jakobus der ältere Bruder von Jesus gewesen sein und nicht wie in diesem Buch der jüngere. Das Buch ist trotz des Themas die meiste Zeit spannend aufgebaut, nur am Ende des Mittelteils wirkte es etwas langatmig für mich. Auch wenn man nicht gerade ein sehr religiöser oder religiös-interessierter Mensch ist, kann das Buch doch Spannung und Wissen erzeugen. Auch der eine oder andere humorvolle Einwurf tat der Lesbarkeit ein zusätzlich Gutes, genauso wie, dass Lukas als Ich-Erzähler gewählt wurde. Fazit: Unterhaltsamer Roman über das Leben und Wirken von Lukas und die Beginne des Christentums. 4,5 von 5 Sternen

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Violas Versteck / Tom Babylon Bd.4 (eBook, ePUB) von Ullstein Taschenbuchvlg.
Violas Versteck / Tom Babylon Bd.4 (eBook, ePUB)
sbbsnl

 Was für eine grandiose Fortsetzung der Reihe um Tom Babylon. Manchmal nutzt sich eine Buchreihe etwas ab, je mehr Teile es gibt, aber bis jetzt hat der Autor die Geschichte rund um den sympathischen Kommissar Tom Babylon immer noch etwas spannender und besser entwickelt. Mir gefallen die Hauptfiguren, die sich im Verhältnis zueinander immer stetig verändern und weiter entwickeln. Charismatisch und mit viel Potenzial zum Mitfiebern für die Leser. Eine durchgängig interessante und abwechslungsreiche Story, die mich als Leserin wieder komplett mitgenommen hat. Die Geschichte lässt mich mitfiebern, ob die „Bösen“ besiegt werden oder doch wieder entkommen können, sie ist einfach gut und herrlich angenehm lesbar geschrieben. Die unterschiedlichen Erzählstränge werden mir im rasanten Wechsel präsentiert und machen es somit besonders mitreißend. Rückblicke in die Vergangenheit fördern ebenso die Spannung, wie die Zeitsprünge in die Tage und Stunden vor-und nachher. Inhaltlich möchte ich nicht vorgreifen, aber ich wäre bereit für einen fünften Teil, aber ob es den gibt weiß wohl nur Marc Raabe! Ich teile ich hier gerne meine Begeisterung für "Violas Versteck“ und kann nur eine klare Leseempfehlung geben...

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ich kann mich einfach nicht satt lesen…!  "

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SIMULATION von Infinite Mind Studios
SIMULATION

Alex Stein, ein engagierter Computerspiele-Entwickler gelingt eine Erfindung, die über alles Dagewesene triumphieren kann. Mittels künstlicher Intelligenz und Steuerung des menschlichen Nervensystems gelingt ihm die perfekte virtuelle Realität. Doch vernachlässigt er sein Privatleben sehr stark und merkt schon bald, dass er eine neue Droge entwickelt hat. Zudem muss er sich auch seiner Vergangenheit stellen. Das Cover ist nicht nur absolut passend für das Buch; es ist auch sehr detailreich und grenzgenial gemacht worden. Die Rückseite des Buches ist allerdings zu bemängeln. Die Schriftgröße der Inhaltsangabe ist wirklich schwierig zu entziffern, wenn man nicht gerade perfekte Augen hat. Das Buch beginnt nicht nur direkt; es geht auch rasant weiter. Man fühlt sich wie in einer Geschichte von "Twilight Zone" oder "Outer Limits". Dieser Eindruck verhärtet sich auch mit Fortdauer der Story bis zum Ende. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden sehr gut dargestellt. Nicht nur durch den rasanten Schreibstil - der aber nicht zu schnell ist - sondern auch durch die meist relativ kurzen Kapitel wird das Buch zum echten Page-Turner. Zudem wurde ein toller Plot mit interessanten Charakteren gewählt. Einige kleine Grammatik-/Rechtschreibfehler konnten das Legevergnügen nicht beeinträchtigen. Das Ende des Buches war dann einfach nur genial und zeigt in einem düsteren Zukunftsbild auch einen Funken Hoffnung. Fazit: SF-Thriller, der im Sinne von "Twilight Zone" positiv überraschen konnte. 5 von 5 Sternen

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connect - Roman
connect - Roman

Die 28-jährige Ava arbeitet bei einer Werbeagentur. Sie schiebt täglich Überstunden und weiß in ihrer Freizeit eigentlich nichts mit sich anzufangen. Sie beginnt langsam aber sicher in ein Burn-Out zu schlittern. Ihre alte Schulkollegin Lina, die sie plötzlich wieder trifft, nimmt sie mit zu "connect", einer Gemeinschaft, die die Menschen einander näher bringen will. Mehr real, weniger digital, so lautet die Devise von Dev, dem Gründer der Gemeinschaft. Ava fühlt sich immer wohler dort und vernachlässigt dabei ihren Job und ihre bisherigen Freundinnen, die in "connect" eine gefährliche Sekte sehen. Das Cover ist einfach wunderschön gestaltet, wie auch das ganze Buch in hochwertiger Qualität daherkommt. Auch der Querschnitt des Buches ist wundervoll gestaltet; eigentlich fehlt nur noch ein Lesebändchen zum perfekten Design. Der Schreibstil der Autorin ist in ihrem Debütroman einfach grenzenlos gut; Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Der Plot ist nicht nur gut gewählt, man wird auch selbst immer mehr in die Welt von "connect" hineingezogen. Und man weiß als Leser selbst nicht, was man von dieser Gemeinschaft halten soll. Hat sie gutes im Sinn oder ist es wirklich eine gefährliche Sekte? Der kurze Abschnitt vor dem 1. Kapitel mag dem einen oder anderen Leser bereits ein Urteil erlauben, doch ist es wirklich so einfach? Einerseits sind die Ideen von "connect" einfach wunderbar ohne in irgendeiner Form religiös zu sein oder andere ausnutzen zu wollen, andererseits zeigt das Buch aber auch die andere Seite der Gemeinschaft. Obwohl es ein klares Ende gibt, bleibt es letztendlich dem Leser überlassen, wie er "connect" sieht, denn eine endgültige Antwort darüber gibt das Buch nicht, auch wenn der ein oder andere das anders sehen wird. Mich konnte dieses Debüt-Werk auf jeden Fall in den Bann ziehen und ich wünsche mir mehr von dieser talentierten Autorin. Fazit: zeitgenössische Literatur vom Besten. 5 von 5 Sternen

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Braves Kind (Thriller) von FeuerWerke Verlag
Braves Kind (Thriller)
Broschiert

Im Internet geht ein Video viral, in dem ein totes Mädchen und eine blutverschmierte Puppe zu sehen sind. Die Kommissarin Sina Classen und ihr Kollege Eric Bartels finden dort allerdings nur die Puppe, aber kein totes Kind. Auf ihrer Brust steht ein Datum. Kurz darauf wird aber an der gleichen Stelle die gefolterte Leiche des hiesigen Bausenators gefunden. Gleichzeitig hat Sina aber auch an anderen Fronten zu kämpfen: ihr Mann möchte, dass sie ihren gefährlichen Job aufgibt und ihre Schwester hat einem Gangsterboss, mit dem sie zusammen ist, ein Paket Koks gestohlen. Das Cover des Buches ist ein echter Hingucker und passt auch zum Buch, auch wenn die Abbildung und die Beschreibung der Puppe im Buch doch deutliche Unterschiede aufweisen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Auch wenn geübte Krimi-Leser einen Teil der Auflösung wohl spätestens bei der Hälfte kombinieren und erraten können. Die beiden neuen Protagonisten sind ebenfalls ein echter Volltreffer geworden: Auf der einen Seite Sina, die Draufgängerin, die allerdings in ihrem privaten Umfeld Probleme von mehreren Seiten hat, und auf der anderen Seite der etwas besonnenere Eric, der ein Flirt-Weltmeister ist. Auch mit dem weiteren Umfeld (Maya, Wolfgang, Sörensen, Finn, …) wurden interessante Charaktere geschaffen. So steht einem weiteren Band um die beiden Ermittler eigentlich nichts mehr im Wege. Fazit: Spannender und emotionsgeladener Thriller um ein neues Ermittlerpaar. 5 von 5 Sternen

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Escape Game 3D - Leonardo da Vincis letztes Geheimnis von Ullmann Medien
Escape Game 3D - Leonardo da Vincis letztes Geheimnis

Als zeitreisender Geheimagent soll der Leser innerhalb von 2 Stunden im Schloss Chambord ein unentdecktes Geheimnis von Leonardo da Vinci finden. Gespielt wird mit dem Buch und mittels einer App. Das Buch selbst kommt hochwertig als Hardcover daher. Die Beschreibung ist ausgezeichnet, sodass man schnell ins Spiel einsteigen kann. Allerdings hatte ich dann schon Probleme das richtige Datum, wohin ich reisen muss, zu finden. Dies schaffte ich dann aber mit vielem Probieren. Zu dieser Aufgabe gibt es auch keinen Hinweis bzw. keine Lösung. Für alle anderen Rätsel gibt es dann aber Hinweise und die Lösungen. Die Illustrationen sind sehr gut gemacht. Ich habe das Buch in einer Leserunde bekommen. Wie ich in dieser Runde erfahren habe, hatten nicht nur meine Frau und ich Probleme mit der App, sondern auch sämtliche andere MitleserInnen/MitspielerInnen . So waren natürlich einige Rätsel nicht nur nicht zu lösen, man sollte auf der Rückseite (in der App) auch Dinge erkennen. Selbst mit der Lösung konnten wir diese Dinge (Farben bzw. Muster) nicht erkennen. Da dies aber bereits das 2. Escape-Buch in 3D des Verlages ist, sollte die App eigentlich funktionieren. Und natürlich sollte es erst recht nach der Veröffentlichung des Buches funktionieren. Ich hoffe, dass dieses Problem bald behoben wird, da die Rätsel ansonsten eigentlich gut waren. Allerdings muss ich eben den Ist-Zustand bewerten, als ich das Buch gelesen/gespielt habe. Fazit: Da man für das Buch eine App benötigt, die aber nicht immer funktioniert gibt es nur 2,5 von 5 Sternen

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Lügentod von Independently published
Lügentod
Taschenbuch

Eric Butler wird von seinem Ex-Kollegen kontaktiert, damit der ihm bei einem Fall hilft. Martha, das Kindermädchen von Sienna, der Tochter seines verschwundenen Freundes Edvard, wurde brutal ermordet und zur Schau gestellt. Dabei wurde auch Toni - Siennas Kind - entführt. Schon bald verdichten sich die Hinweise, dass Edvard hinter den Morden steckt. Sienna hilft Eric bei den Ermittlungen, doch beide haben ihre Geheimnisse. Das Cover des Buches ist eine echter Hingucker und toll gemacht. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend. Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Dabei ist die gute Recherchearbeit über Edinburgh und dessen Umgebung hervorzuheben, ebenso wie die wunderbar anders gestalteten Protagonisten. Das Motiv wird nach und nach klar, ebenso wie die Geheimnisse der Hauptprotagonisten. Der Täter allerdings darf bis zum Schluss geraten werden, obwohl es eigentlich zu lösen wäre. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite gegeben und die meiste Zeit davon auf Höchstniveau. Auch ein versteckter Code im Buch lädt zum Rätseln ein. Die Lösung ist allerdings relativ simpel. Einzig der Epilog störte mich, da er mir in zweierlei Hinsicht doch zu unrealistisch war. Nichtsdestotrotz gehört dieses Buch zu meinen Lesehighlights des Jahres 2022. Wer Thriller liebt, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. Fazit: Spannender Thriller mit sehr interessanten Charakteren. 5 von 5 Sternen

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Nur Bärbel backte besser: Dorfkrimi (Familie Jupp Backes ermittelt 5) (Familie Jupp Backes ermittelt: Dorfkrimi)
Nur Bärbel backte besser: Dorfkrimi (Familie Jupp Backes ermittelt 5) (Familie Jupp Backes ermittelt: Dorfkrimi)

Da sich Inge Backes den Fuß gebrochen hat, suchen sie eine Putzfrau. Doch nach dem ersten Tag liegt sie tot auf der Straße - vom Balkon heruntergefallen. Aber war es ein Unfall oder doch Suizid - oder vielleicht gar doch ein Mord? Auf jeden Fall hatte die Verstorbene ihre Geheimnisse, wie auch all ihre Nachbarn, die allesamt ein Motiv zu haben scheinen. Das Cover des Buches ist wieder sehr passend und auch gut gemacht und passt perfekt zu diesem Buch und auch zur bisherigen Reihe. Der Schreibstil des Autors ist sowieso grandios. Die verschiedenen Charaktere sind einfach toll gezeichnet. Auch die Orte werden super beschrieben. Und die Hauptprotagonisten entwickeln sich leicht weiter, während sie doch die selben bleiben. Auch die Spannung ist diesmal wieder sehr hoch, denn hier ist es auch ein wirklich spannender Kriminalfall, den die Backes zu lösen haben - obwohl natürlich auch der Humor nicht zu kurz kommt. Oma Käthe ist wie immer das absolute humoristische Highlight. Es ist ein echtes Highlight der Reihe und kann problemlos auch für sich alleine gelesen werden. Den richtigen Täter hatte ich zwar relativ bald auf dem Schirm, aber die Spannung riss nie wirklich ab und der Humor riss nie ab. Besonders kurios, interessant und lustig ist am Ende, wo Jupp die Verdächtigen in einem Raum bringt. Fazit: Krimödie, die durch Humor, aber auch Spannung voll überzeugen kann. Bitte mehr davon. 5 von 5 Sternen

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Die verlorenen Kinder: Ein Wien-Krimi (Falco Brunner, Band 1) von Knaur TB
Die verlorenen Kinder: Ein Wien-Krimi (Falco Brunner, Band 1)
Taschenbuch

Falco Brunner, der Ex-Polizist und jetzige Privatdetektiv bekommt seinen ersten großen Fall. In Wiens Pflegeheimen werden kurz hintereinander einige männliche Bewohner getötet, indem man ihnen Wasser in die Lungen füllt. Die Polizei verdächtigt eine Pflegerin, doch die attraktive Witwe Susanne Markhof engagiert Falco um den wahren Mörder zu finden. Dafür muss er tief in die finstere Welt der Pädophilie eintauchen. Das Buch passt insgesamt zur Reihe und gefällt mir eigentlich auch gut; mit dem Buch selbst hat es aber außer der Assoziation mit Kindern nichts zu tun. Der Schreibstil des Autors ist exzellent; Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Die Hauptcharaktere sind ausgezeichnet gewählt, und v.a. Falco besticht durch sein Charisma, obwohl er insgesamt vielleicht sogar unsympathisch wirkt. Der Plot ist wieder absolut klug durchdacht und da der Krimi in Wien spielt, für mich als Österreicher ein weiteres Highlight. Dazu nimmt er sich eines brisanten Themas an, das auf realen Tatsachen (Stichwort Kinderheime in Wien) beruht. Dazu wird dann auch noch die Eis-Prinzessin (ein echter Wiener Kriminalfall) nebenbei sensationell gut eingebettet. Obwohl der Täter am Ende nicht wirklich überraschen kann - das Motiv ist ja eigentlich auch von Beginn an klar - kann das Buch durch die Figuren und die unkonventionellen Methoden von Falco mit all seinen familiären Geschehnissen auch durch Spannung überzeugen. Fazit: Toller Auftakt um einen neuen Ermittler. 4,5 von 5 Sternen

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In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe von Brandstätter
In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe

Entertainer Harald Schmidt begibt sich als Herausgeber dieses Buches auf die Spuren des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard. Da in seinen Theaterstücken das Essen eine große Rolle einnimmt, widmet sich dieses Buch der Kulinarik rund um den polarisierenden Autor. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt zum Buch. Es zeigt Harald Schmidt auf seiner kulinarischen Reise. Der Schreibstil der Autoren ist gut. Allesamt nehmen einen anderen Ansatzpunkt über Thomas Bernhard, obwohl das Essen immer im Vordergrund steht. Ich selbst, obwohl Österreicher, habe noch kein Buch von Thomas Bernhard gelesen und auch keine Theateraufführung gesehen. Allerdings ist "Heldenplatz" aber wohl jedem halbwegs kulturell informierten Österreicher bekannt. Für mich waren daher einige interessante Fakten über den Theater-Autoren dabei. Allerdings wurden eben schon viele Bücher über ihn geschrieben, die sicher noch mehr Wissen über ihn vermitteln. Das Buch enthält viele Bilder - die meisten zeigen dann aber den Herausgeber in kulinarischen Situationen. Was mir aber gefiel war der Schreibstil, der nicht immer nur nüchtern, sondern auch manchmal mit einer Prise Humor versehen ist - genauso hätte es Hrn. Bernhard wohl gefallen. Zudem kommt das Buch sehr hochwertig mit Lesebändchen daher. Fazit: Auf den kulinarischen Spuren von Thomas Bernhard. 4 von 5 Sternen

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Creep: Roman
Creep: Roman

Fanni beobachtet aus Deutschland fremde Leute durch ihre Kameras und lebt teilweise mit ihnen. Sie arbeitet bei BELL, einer Sicherheitstechnikfirma, die Kameras und Alarmsysteme anbietet, daher ist dies kein Problem für sie. Auch Junya in Japan lebt sein Leben im Inter- und Darknet, denn er traut sich nicht das Haus zu verlassen. Nur nachts verlässt er das Haus um Lehrern mit einem Hammer auf den Kopf zu schlagen. Das Cover ist zwar einfach gemacht, ist aber doch ein Hingucker, der doch auch zum Buch passt. Der Schreibstil des Autors ist schwierig. Während es in Fannys Part vor Anglizismen, IT-Begriffen und Gendering wimmelt, werden in Junyas Teil sehr viele japanische Ausdrücke verwendet. Dies macht die Lesbarkeit sehr schwierig. Die Wörter gab ich nach einiger Zeit auf zu googlen, da dies zu aufwendig war, sodass ich irgendwann einfach darüber las. Ein Glossar ist leider ebenfalls nicht vorhanden. Zudem sind die Ausdrücke meist einfach unnötig. Auch das Gendern nervt, wenn Fanny immer gendert. Natürlich passen die Anglizismen, die IT-Fachwörter und das Gendern zu Fanny, aber es stört einfach die Lesbarkeit und wäre vielleicht noch akzeptabler gewesen, wenn es in Ich-Form erzählt wäre. Während manche mit englisch und den Fachwörtern noch etwas anfangen können, wird das bei japanisch dann nur noch im Promillebereich der LeserInnen so sein. Die Storys von Fanny und Junya werden abwechselnd erzählt. Während Junyas Geschichte für mich interessant und spannend war, war Fannys Story doch eher mau. Zudem gibt es zwischen beiden eine Verbindung durch die Person "GermanVermin". Die Verbindung wurde aber überhaupt nicht ausgebaut, sodass dieser zu einem unnötigen Darsteller degradiert wird, was absolut schade ist. Junyas Story fand ich dann sehr gut abgeschlossen, während ich mit Fannys Abschluss absolut unzufrieden war, weil es irgendwie kein deutliches Ende ist. Auch mit den Charakterdarstellungen hatte ich meine Probleme: Während Junya wenigstens noch als schlaksig beschrieben wird, fehlt bei Fanny jegliche Beschreibung, nicht einmal das Alter erfährt man. So bleiben die beiden Hauptfiguren oft farblos, da kein Bild im Kopf entstehen kann. Man kann das Verhalten bzw. das aktuelle Leben der beiden verstehen, wenn man ihre Geschichte erfährt - dies wurde vom Autor perfekt umgesetzt. Ob dabei aber das Verhalten immer logisch fortgeführt wird, wage ich zu bezweifeln, denn dass Junya vom Feigling, der sich zu Hause einsperrt, plötzlich zum Helden verwandeln will, klingt mehr als unglaubwürdig. Am Ende des Buches ist eine Information über Depressionen abgedruckt. Junya und Fanny haben aber definitiv andere Probleme als eine Depression. Fazit: Sehr schwieriger Schreibstil und zu wenig Handlung. 3 von 5 Sternen

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Die heilige Waffe (Ein Tom Wagner Abenteuer)
Die heilige Waffe (Ein Tom Wagner Abenteuer)

Weltweit werden religiöse Artefakte gestohlen. Tom Wagner fliegt gerade nach Wien zurück. Beim Flug kann er im letzten Moment eine Flugzeugentführung vereiteln, allerdings wieder mit unkonventionellen Mitteln. Die Entführer tragen das gleiche Tattoo, das der Mann der Toms Eltern getötet hat, trägt. Bei einer Bewachung trifft er nicht nur Hellen de Mey wieder, sondern zerstört auch einiges in der Hofburg, als er den Diebstahl der heiligen Lanze verhindern will. Er wird von der Cobra suspendiert. Als eine Leiche in seinem Bett gefunden wird, steht er auch noch unter Mordverdacht und Hellen wird entführt. Das Cover des Buches passt nicht nur zum Buch und zur Reihe, sondern ist ein echter Eye-Catcher. Allerdings hätte die Sagrada Familia als Gebäude besser gepasst. Das Buch ist (nach dem Prequel) der Auftakt zur Tom-Wagner-Reihe. Der Plot wurde ausgezeichnet gewählt. Der Schreibstil der beiden österreichischen Autoren ist exzellent; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Dazu ist das ganze Buch fabelhaft gut recherchiert. Auch wenn die Sagrada Familia noch immer auf seine Fertigstellung wartet. Das Buch verwebt Historie mit einer wunderbar actionreichen Geschichte, die dann auch zum Weitergooglen einlädt. So ist das Buch neben dem großen Unterhaltungsfaktor auch noch äußerst lehrreich. Dazu gibt es mit der Hauptperson Tom Wagner einen außergewöhnlich guten Protagonisten. Er bringt sich mit seinem Selbstbewusstsein und seinen reaktionsschnellen Antworten nicht nur immer selbst in die Bredouille, sondern ist dabei auch äußerst kreativ, witzig und charmant. Das Buch schließt mehr oder weniger direkt an das Prequel an. Die Charaktere entwickeln sich gegenüber dem Prequel leicht weiter und sind (neben den neuen Figuren) sehr gut gewählt. Allerdings ist den Autoren auch ein klarer Fauxpas passiert. Als sie in die Katakomben kommen, zerstören Tom und Co. unabsichtlich die Wendeltreppe. Wie kommen dann aber die Gegner dorthin, wenn es keinen anderen Zugang gibt. Und vor allem wie können sie dann entkommen. Für diesen gravierenden Fehler muss ich dann leider auch Punkte abziehen. Dies ist aber wirklich Meckern auf höchstem Niveau, denn insgesamt ist das Buch ein echter Page-Turner, den man kaum aus der Hand legen kann. Fazit: Genialer Auftakt um Tom Wagner. 4,5 von 5 Sternen

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Die Prophezeiung vom Silbernen Menschenkind von Books on Demand
Die Prophezeiung vom Silbernen Menschenkind

Mattea, ein sehr zurückgezogenes Mädchen mit autistischen Zügen, lebt zusammen mit ihrer Mutter Norma, ihrem Vater und den 3 Katzen Valerio, Wilhelmine und Rosina. Diese 3 Katzen sollen zusammen mit anderen Tieren Mattea beschützen, die in ihrer Schule zum Mobbing-Opfer geworden ist. Denn dieses Mädchen soll die Menschheit und die Erde retten. Das Cover zeigt die 3 Katzen und passt daher natürlich zum Buch. Es ist auch gut gelungen, allerdings wirkt das Cover eher für ein jüngeres Publikum, wobei der Inhalt des Buches sicher erst ab dem Teenager-Alter zu empfehlen ist. Es handelt sich hier um die Fortsetzung von „Die Prophezeiung vom Silbernen Menschenkind: Norma und ihre fabelhaften Katzen“. Den ersten Teil habe ich zuvor nicht gelesen, aber das war für das Verständnis der Geschichte auch nicht unbedingt notwendig. Gleichzeitig bildet es den Abschluss dieser Dilogie. Zu Beginn des Buches ist eine Liste aller mitspielenden Charaktere vorhanden - und die benötigt man auch unbedingt. Denn zu Beginn hatte ich echt Probleme mit den vielen Namen, sodass ich immer wieder zurückblättern musste. Der Schreibstil ist gut; die Figuren und Orte sind ausgezeichnet beschrieben, Der Plot ist gut durchdacht und zeigt auch einige wichtige Themen auf - im Vordergrund steht hier aber sicher auch das Mobbing. Dass die Kapitel wechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt wird, war ebenfalls ein perfekter Schachzug der Autorin. Speziell in der ersten Hälfte des Buches war mir das Buch aber dann fast schon ein wenig zu esoterisch. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut unterhalten und kann das Buch mit wichtigen Themen v.a. Jugendlichen nur ans Herz legen. Fazit: Abschluss einer tierischen Fantasy-Dilogie mit ernstem Hintergrund. 4 von 5 Sternen

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Das Geheimnis der schwarzen Pyramide: Henry Voigt Abenteuereihe (Henry Voigt Abenteuerreihe, Band 4)
Das Geheimnis der schwarzen Pyramide: Henry Voigt Abenteuereihe (Henry Voigt Abenteuerreihe, Band 4)

Henry Voigt feiert gerade seinen 40. Geburtstag und macht Charline einen Heiratsantrag als ihn Dr. Clark anruft. Er sagt, er hätte eine bedeutende Entdeckung gemacht, die die Geschichte von Ägypten neu schreiben könnte. Henry soll dem Geheimnis folgen, und sich auf die Suche nach einem Relikt machen. Doch auch Olivia und ein geheimnisvoller Mann, der sich Skull nennt, sind auf der Suche nach dem Relikt. Dazu müssen sie tief in die Welt der ägyptischen Mythologie und Unterwelt eintauchen. Das Cover des Buches ist wieder sehr gut gelungen und passt hier perfekt zum vorliegenden Buch. Es ist das bisher beste Cover der Reihe, auch wenn die anderen ebenfalls nicht schlecht gemacht sind. Der Schreibstil des Autors hat sich seit Band 1 definitiv um Welten verbessert. Die Charaktere bekommen Farbe, ebenso werden die Orte sehr gut dargestellt. Zudem entwickeln sich die Charaktere toll weiter. Neue Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Wie schon in den vorherigen Büchern der Reihe ist auch dieses Buch großartig recherchiert, was man auch durch das Nachwort des Autors sehr gut nachvollziehen kann. Die Spannung beginnt beim 1. Kapitel und bleibt bis zum Epilog auf sehr hohem Niveau. Längen oder auch eine gehetzte Handlung, wie ich beim 1. Band noch zu kritisieren hatte, waren hier nicht zu finden, obwohl manches schon rasch über die Bühne geht und der Autor dies sicher noch etwas ausschmücken hätte können. Auch stilistische Ungenauigkeiten und Rechtschreibfehler sind diesmal nicht zu finden. Ein geheimnisvolles Phantom scheint ein neuer Gegner von Henry zu werden - es kommt auch in diesem Teil wieder kurz vor und bleibt geheimnisvoll. Realität und Fiktion wurden hier ausgezeichnet miteinander verbunden. Schlussendlich endet das Buch mit einem Cliffhanger - nicht auch zuletzt wegen des Phantoms. So warte ich gespannt auf den 5. Teil. Fazit: Die Reihe bleibt klasse bzw. wird immer besser. 5 von 5 Sternen

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Star Trek - Picard: Die letzte und einzige Hoffnung
Star Trek - Picard: Die letzte und einzige Hoffnung

Jean-Luc Picard lebt zurückgezogen in Frankreich und blickt zurück auf die Geschehnisse vor 15 Jahren: Picard wurde zum Admiral ernannt. Die romulanische Sonne steht kurz vor der Zerstörung und so soll er als Anführer des Raumschiffs Verity alle umliegenden Planeten evakuieren. Ein fast unmöglicher Auftrag, denn es fehlen Raumschiffe und Personal. Dazu sind die Romulaner alles andere als dankbar, sondern sabotieren ebenso vieles. Geordi La Forge soll am Mars für die Raumschiffe sorgen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch ist gut gemacht. Ich habe die neue Serie "Star Trek: Picard" noch nicht gesehen, als Trekkie, der auch TNG sehr genossen hat, wollte ich bevor die Serie erstmals ins Free-TV kommt, auch die Vorgeschichte lesen. Der Schreibstil der Autorin ist gut und man merkt, dass sie sich im Star Trek-Universum auskennt bzw. gut darüber recherchiert hat. An manchen Stellen wiederholt sie sich allerdings unnötigerweise. Der Übersetzerin hat primär gute Arbeit geleistet, nur manchmal stimmt die Satzstellung nicht ganz, sodass ein falscher Sinn herauskommt. Die Politik kann man auch in Teilen gut in die Jetzt-Zeit und die EU übertragen, genauso wie das Krisenmanagement der Romulaner mit Corona-Gegnern. Der Plot selbst ist nicht nur eine gute Idee, sondern ist eben auch das Bindeglied zwischen den bisherigen Star-Trek-Serien bzw. -Filmen und der neuen Serie. Auch die Figuren wurden wieder gut gewählt. Natürlich gibt es mit Geordie auch ein bekanntes Gesicht (andere aus TNG kommen nur kurz im Buch vor) und auch Bruce Maddox ist Trekkies ein Begriff. Mit Raffi Musiker als Nr. 1 auf dem Schiff Verity hat Picard allerdings tolle Unterstützung bekommen. Die Story hat ihre Stärken und Schwächen und genauso ist es mit der Spannung - sie schwankt. So erinnert es ein wenig an die "Enterprise" unter Captain Archer, wo man so eine Story auf eine Staffel (oder zumindest eine halbe) aufgeteilt hat. Im linearen Fernsehen hat das seinen Reiz, wo man jede Woche 1 - 2 Folgen zu sehen bekommt. Hier im Buch ist es ebenso, man sollte vielleicht jede Woche 1 - 2 Kapitel lesen. Insgesamt konnte mich das Buch allerdings doch überzeugen, da es ein Wiedersehen mit Picard gab und es einen Vorgeschmack auf die neue Serie bietet. Fazit: Interessante Vorgeschichte zur Serie, die einerseits langwierige Seiten hat, dann aber auch zu komprimiert wirkt. 4 von 5 Sternen

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True Crime Kanada Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: schockierende Kurzgeschichten über Mord, Raub, Entführung, Missbrauch und Diebstahl (True Crime International, Band 9)
True Crime Kanada Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: schockierende Kurzgeschichten über Mord, Raub, Entführung, Missbrauch und Diebstahl (True Crime International, Band 9)
Taschenbuch

Der Autor entführt uns in seinem 9. Buch über wahre Verbrechen diesmal nach Kanada. 13 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert, wobei dies hier sicher nicht ganz einfach war, da die meisten Fälle doch international nicht sehr medienpräsent waren. Der Schreibstil ist ausgezeichnet. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber (wie immer) aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist bzw. geschehen ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Buch lädt auch wieder dazu ein einfach weiterzugooglen. Einige Fälle waren wieder emotional sehr bedrückend und einige wenige waren mir auch bekannt. Fazit: Bereits der 9. Band der True-Crime-Reihe und hoffentlich noch lange kein Ende in Sicht. 5 von 5 Sternen

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Seit ich tot bin, kann ich damit leben: Geistreiche Rückblicke ins Diesseits
Seit ich tot bin, kann ich damit leben: Geistreiche Rückblicke ins Diesseits

Der Autor nimmt hier mehr oder weniger bekannte verstorbene Persönlichkeiten genauer unter die Lupe. Er schreibt eine mal längere, mal kürzere Biografie und schreibt dann über ein imaginäres Gespräch, das er mit ihnen im Jenseits führt. Das Cover ist gut gemacht und deutet auch schon einige der Persönlichkeiten an, die in diesem Buch ihre Rolle haben werden. Der Schreibstil des Schweizer Autors ist ausgezeichnet. Jedes Kapitel beginnt mit einer fabelhaften cartoonartigen Illustration der betreffenden Person. Danach wird über das Leben der jeweiligen Person berichtet. Einige sind sehr ausführlich beschrieben, andere (wie Winston Churchill) nur kurz. Danach beginnt ein fiktives Interview mit der jeweiligen Person. Dieses Gespräch ist nicht nur satirisch gemeint, es ist auch so geschrieben. Und trotzdem erfährt man auch in diesem Part noch einige interessante Dinge über die Persönlichkeiten. Am Ende jedes Kapitels findet sich ein kurzer Übergang zum nächsten wichtigen Menschen. Die Biografien waren allesamt sehr gut geschrieben; mit den Interviews wurde ich am Anfang nicht so recht warm. Zu Beginn wahren kaum interessante Details versteckt und die Satire war nur leicht zu spüren. Erst im Laufe des Buches wurde es deutlich besser, sodass ich mich gut unterhalten und informiert fühlte. Die Lebensgeschichte wurde immer eloquent, kurzweilig und interessant erzählt. Mit einem Lächeln im Gesicht interessantes und informatives Lernen während dem Lesen und sich dabei unterhalten - das schafft dieses Buch sehr gut. Fazit: Biographien einiger interessanter Persönlichkeiten mit einem satirischen Gespräch aus dem Jenseits. 4,5 von 5 Sternen

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Reise zum inneren Avatar von Franzius Verlag
Reise zum inneren Avatar
Magnolienbaum
Die Schakale der Inquisition
Die Schakale der Inquisition
Magnolienbaum

Ein ungewöhnliches Buch, das total fesselt. Vinzenz hatte ein Todeserlebnis und rollt nochmals ein früheres Leben auf. Vinzenz fühlte sich federleicht, schwebend. Dann wurde ihm aber bewusst, dass er nicht mehr in seinem Körper war. Er schwebte als Zuschauer über der Unfallstelle, wie ein unsichtbarer Geist. Zwei Menschen gingen in einem früheren Leben durch den Abgrund des absolut Bösem. Soll das Licht unten in der Welt strahlen, braucht es immer Menschen, die zu Lichtträger werden. In ihrer Vision konnte sie erkennen, dass nichts vergebens war. Ein Hauch von Ewigkeit umweht sie. Sie fühlen sich wie Auferstandene, wie Neugeborene. Die inneren Ohren und Augen sind aufgegangen. Eine innere Kraft ist entstanden. Sie haben denselben Körper wie vorher, und dennoch sind sie ein neues Wesen. Sie befinden sich in einer neuen Welt, sehen nicht nur alles von außen, sondern sehen und verstehen auch den Sinn von Allem. Sie sind aus dem Nebel erwacht.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ihr Vögel fliegt mit mir. Mit dem Wind ganz nahe am Himmel durch das Land der Zärtlichkeit. Dorthin, wo die Sonne die Herzen wärmt und keine Träne mehr fließen kann."

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Die Kristallkinder: und die Suche nach dem Gralskelch von Franzius Verlag GmbH
Die Kristallkinder: und die Suche nach dem Gralskelch
Taschenbuch
Magnolienbaum

Ein wunderbares Buch! Pino, das ungewöhnliche Auto, geht mit Mariam und Mattis auf die Suche nach dem Gralskelch. Es ist nicht der physische Kelch nach dem gesucht wird, sondern um die magische Kraft davon. Ein turbulente Abenteuerreise beginnt. Solche Abenteuer brauchen Mut und etwas Gottvertrauen. Es ist leider so, dass die Luft unten auf der Welt dick und neblig geworden ist. Und die Himmlischen Wesen, die Menschen nicht mehr gut sehen und hören können. Die wunderbaren Glitzerfäden mit denen die Menschen mit ihrem Seelenkleid verbunden sind, werden immer wie fader. Und die lichten fernen Welten verschwinden im Dunst. Die beiden haben die Aufgabe mit ihren Seelenlichter wieder eine Brücke zu bauen zwischen den zwei Welten. Finden sie die Magie aus dem Kelch, wird die Kraft für das Lichtvolle in der Welt verstärkt und die Erde kann wieder besser atmen. Ein sehr lehrreiches Buch ,passend in die heutige Welt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"All die Menschen auf der Welt, mit einem strahlenden Herzen, sind wie mit Regenbogenfarben miteinander verbunden."

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Ende einer Lesereise (Andy-Mücke-Reihe)
Ende einer Lesereise (Andy-Mücke-Reihe)
Taschenbuch
Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ramona Töpfer alias Mona de la Mare versucht eine erfolgreiche Selfpublisherin zu werden. Sie macht viele Lesungen und ist auf den sozialen Medien sehr aktiv. Als sie während einer Lesereise ermordet wird, gerät ihr Bruder Frank unter Verdacht. Deshalb beauftragt deren Vater den Privatdetektiv Andreas Mücke mehr über Mona herauszufinden. Für Andy ist das der erste große Fall, denn eigentlich hat er bis vor kurzem in einer Druckerei gearbeitet. Das Cover passt natürlich zum Buch, das in Bad Münstereifel spielt, allerdings ist es insgesamt doch ein wenig langweilig, obwohl es andererseits doch auch zu gefallen weiß. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Zudem gefällt mir, dass Mücke nicht nur aus dem Auftrag besteht, sondern auch seine privaten Probleme und ein Leben abseits der Arbeit hat. Ebenfalls gut gemacht ist die Prise Humor, die in einigen Szenen zu finden ist, obwohl es sich doch um einen ernstzunehmenden Krimi handelt und nicht um einen Regionalkrimi mit viel Humor, wie ihn manch andere Autoren zelebrieren. Der Fall selbst ist interessant, obwohl der Leser doch spätestens 100 Seiten vor Ende des Buches den Mörder identifizieren kann. Der Spannungsbogen ist gut, auch wenn er manchmal etwas nachlässt, wenn es um das Privatleben von Andy ging. Dies störte aber in diesem Fall überhaupt nicht. Andy Mücke ist auch selbst eine sehr interessante Figur - v.a. in seinen Beziehungen. So freut man sich auf ein Wiederlesen in einer Fortsetzung. Überraschend für mich waren auch die Kapitel, in denen aus Sicht des Mörders geschrieben wurde. Allerdings schloss der Autor damit auch die meisten Verdächtigen aus. Fazit: Auftakt einer Regionalkrimi-Reihe mit einer kleinen Prise Humor. 4,5 von 5 Sternen"

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Tiefweiß und Blütenschwarz von tredition
Tiefweiß und Blütenschwarz

Ein ergreifendes Buch, in dem durch die höchst spannende Entschlüsselung eines Geheimnisses der Weg zur Selbstfindung einer jungen Frau geebnet wird. Das Eintauchen in die mitreißend beschriebenen verschiedensten Facetten des menschlichen Lebens fesselt vom ersten bis zum letzten Satz - gr0ßartig!

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Die Tränen der Göttin von Books on Demand
Die Tränen der Göttin
von Milewski, André
Gebundene Ausgabe

Der Archäologieprofessor Frederick Crichton kommt von Boston um in New York eine Stelle am Metropolitan anzutreten, doch die Stelle ist bereits vergeben. Er bekommt allerdings den Auftrag bei einem Millionär die Echtheit eines ägyptischen Artefakts zu bestätigen. Doch es entwickelt sich anders, denn er stellt fast, dass dies eine Fälschung ist. Als kurz darauf auch noch die Statuette verschwindet und der Millionär ermordet wird, steht Crichton selbst unter Mordverdacht. Das Cover passt natürlich perfekt in die 1920er und auch zum Buch, aber es gefällt mir nicht wirklich. Der Schreibstil des Autors ist gewohnt gut, Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Geheimakte-Leser kennen Professor Crichton natürlich als Tutor von Max Falkenburg; hier bekommt er als jüngerer Professor das erste Mall eine Hauptrolle. Carl Falkenburg (der Vater von Max) wird nur kurz erwähnt. Die Story beginnt ruhig, nimmt dann aber Spannung auf; auch wenn der Täter nicht so schwierig zu ermitteln ist (v.a. für den Leser). Dass das ganze noch mit echten Personen (wie gewohnt bei der Geheimakte) angereichert ist, ist dann das Tüpfelchen auf dem i. So lernt man einige illustre Personen kennen und auch der Plot ist gut gezeichnet. Auch an Action mangelt es nicht, sodass ich hervorragend unterhalten wurde. Fazit: Auftakt um Frederick Crichton - gelungen. 5 von 5 Sternen

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Kurz: Ein Regime
Kurz: Ein Regime

Der ehemalige Politiker Peter Pilz zeigt in diesem Buch den Aufbau der "Neuen Volkspartei" mit ihrem österreichischen Wunderkind und zweimaligem Bundeskanzler Sebastian Kurz. Das Cover des Buches ist natürlich sehr passend in der Farbgebung und durch das Konterfei von Sebastian Kurz. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut; er geht nicht immer chronologisch vor, sondern teilt das Buch in Themengebiete ein. Warum der Aufstieg von Sebastian Kurz gelang, hat vielerlei Gründe. Das eine ist natürliche die Planung, die Kurz mit seinen "Buben" schon einige Zeit vorher betrieb. Dies wird perfekt in dem Buch beschrieben, wobei natürlich (noch) die Unschuldsvermutung gilt. Zum anderen - was im Buch nicht erwähnt wird und vielleicht auch nur meine eigene Meinung widerspiegelt - ist es die Tatsache, dass den Bundeskanzlern (bzw. den Spitzenkandidaten der Parteien) zuvor seit langem etwas fehlte - Charisma und Eloquenz. Alleine wenn ich an Schüssel, Gusenbauer, Faymann, Spindelegger oder "Django" Mitterlehner denke, zeigt dies dass die beiden oben erwähnten Eigenschaften total fehlte. Der erste, der beides wieder mitbrachte, war der SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, der ja dann durch Sebastian Kurz abgelöst wurde, als der die Koalition platzen ließ. Kurz selbst besaß natürlich auch Charisma und die Redegewandtheit wurde ihm durch vorgeschriebene Texte antrainiert. Auch in diesem Buch wird dies gut beschrieben. So merkte man schon immer in diversen Interviews, wie Kurz manchmal mantraartig immer die gleichen Antworten wiederholte - und wenn sie tausendmal nicht auf die Frage passte. Und - ebenfalls im Buch beschrieben - fehlte ihm noch etwas: politische Inhalte. Einige wenige Punkte wurden von der rechten FPÖ übernommen, mit denen er dann auch prompt in die Koalition ging - bis zum Ibiza-Video. Und gerade dieses Ibiza-VIdeo, mit dem die Koalition platzte und Kurz damit auch endlich Kickl als Innenminister loswerden konnte, sollte ein großes Problem für die türkise Volkspartei werden. Nicht nur, dass Kurz als Bundeskanzler nach einem Misstrauensantrag abgesetzt wurde, begannen langsam auch die Ermittlungen gegen das türkise Netzwerk. Zwar wurde Kurz und die Volkspartei wiedergewählt und ging eine Koalition mit den Grünen ein, allerdings mussten Kurz und Finanzminister Blümel "freiwillig" abtreten. Kurz hat mittlerweile einen Manager-Posten in Silicon Valley bei Thiel Capital bei einem Trump-Vertrauten - für einen jungen Mann ohne abgeschlossene Ausbildung (abgebrochenes Jus-Studium) keine schlechte Karriere. Dies wird im Buch alles natürlich noch nicht erwähnt, da es bereits erschien als Kurz noch Kanzler war. Dabei war alles gut geplant: Wahlkampf mit vielen Spenden auch durch teilweise nicht sehr seriöse Millionäre und Firmen, dafür gab es dann gute Posten (siehe z.B. den mittlerweile ebenfalls zurückgetretenen ÖBAG-Chef Thomas Schmid. Dann schaute man noch, dass man die Medien auf eine Linie brachte: der ORF wurde schwarz, Kronen-Zeitung und Kurier wurden zu einem Teil von René Benko gekauft etc. etc. Ja und dann brauchte man natürlich auch noch die richtigen Ministerien und die Staatsanwaltschaft. Nur die WKStA konnte man nicht auf Plan bringen, denn die ermittelte in der SOKO Ibiza zwar primär gegen H.C. Strache und die FPÖ, allerdings bot das Ibiza-Video auch einige Aussagen über die ÖVP. Und letztendlich hat die FPÖ nur darüber geredet, die "Neue Volkspartei" hat es gemacht. Auch wenn die SOKO-Ermittler die Ermittlungen behinderten (wahrscheinlich durch die Nähe zu den Türkisen) führte dies zu Hausdurchsuchungen bei Schmid, Blümel und Kurz. Und was da an Chats rauskam ist zwar nicht wirklich beweisend für eine kriminelle Machenschaft, die Indizienlage ist allerdings doch sehr hoch. Dazu führten Falschaussagen (hier gilt natürlich ebenso die Unschuldsvermutung). So wusste Blümel zuerst nicht, ob er einen Laptop hatte, dann war seine schwangere Frau damit spazieren (wurde auch nicht im Buch erwähnt) und Kurz selbst wollte ein "Nein" seiner Aussage aus dem Protokoll mehrmals streichen lassen. Da nutzte dann auch die "Schredder-Affäre" nichts mehr. Und auch der Bundespräsident musste v.a. das Finanzministerium und Blümel dann auch zur Herausgabe von Daten zwingen. Zwar wurde die SOKO Ibiza durch die ÖVP und ihrem Koalitionspartner beendet, aber die Ermittlungen auch wegen Falschaussagen geht weiter. Zwar mussten einige wie Kurz und Blümel gehen, allerdings hat man doch noch einige Politiker der türkisen, die eine erfolgreiche Zurückverwandlung in die schwarze ÖVP verhindert. Der neue Bundeskanzler Nehammer, Wirtschaftsministerin Köstinger und Nationalratspräsident Sobotka, der übrigens als Beschuldigter selbst den SOKO-Ausschuss leitete, sind noch immer in der Politik in Top-Positionen. Und wie betonte Kurz mehrfach, was das wichtigste für ihn ist - wichtiger als das Können für das eingeteilte Ressort - Loyalität. Die hat er zwar durch die meisten Landeshauptleute und die Bevölkerung verloren, aber noch immer gibt es viele Loyale. Ob er die auch in den USA findet? Der Autor weiß natürlich auch wovon er redet: Zuerst war er bei den Grünen, dann gründete er seine Partei "JETZT - Liste Pilz", die es zur ersten Amtszeit Kurz´ auch in den Nationalrat schaffte. Zum anderen betreibt er die Online-Zeitung ZackZack, wo er - wie auch für dieses Buch - hervorragend recherchiert. Quellenangaben und Erklärungen bilden den Abschluss des Buches. Fazit: Erschütterndes Polit-Profil über den österreichischen Ex-Kanzler und sein türkises machtgeiles Team. 5 von 5 Sternen

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Eis. Kalt. Tot.: Thriller (Thriller im GMEINER-Verlag)
Eis. Kalt. Tot.: Thriller (Thriller im GMEINER-Verlag)

Auf Jesper Bæk, Spezialist für Täterprofile, wartet kurz nach seiner Versetzung gleich eine besonders brutale Mordserie: Teile von ermordete Menschen werden mit Teilen von toten Tieren zusammengenäht. Zusammen mit seiner Kollegin Kirsten Vinther macht er sich auf die Suche nach einem Motiv, das von Kopenhagen nach Grönland führt. Mit dabei ist auch die Super-Recognizerin Marit Rauh Iversen. Das Cover des Buches passt natürlich zu Kopenhagen, ist aber irgendwie nichtssagend und langweilig. Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; Personen und Orte werden ausgezeichnet dargestellt, auch wenn manche Hauptcharaktere wie Jesper und Kirsten nur ganz kurz und eher ungenau beschrieben werden. Die Spannung ist auf sehr hohem Niveau; der Spannungsbogen wurde von der ersten bis zur letzten Seite hoch gespannt. Der Plot hat es in sich; es dauert sehr lange bis sowohl die Ermittler als auch der Leser eine Idee vom Motiv des Mörders haben. Aber genau das macht ja meist einen spannenden Thriller aus. Und die Tätersuche entwickelt sich auch zunehmend für den Leser spannend, denn immer wenn man glaubt, den Mörder enttarnt zu haben, kommt alles anders. Dazu gibt es eben auch viele interessante Wendungen, was die Spannung am Laufen hält. Die Charaktere tuen ihr Übriges dazu. Leider wurden die Fähigkeiten der Recognizerin nicht nicht wirklich viel ausgespielt, aber vielleicht wird es das in der Fortsetzung. Es war für mich das erste Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte, v.a. da diese Reihe fortgesetzt werden soll. Fazit: Spannender Thriller mit tollen Protagonisten und tollem Plot. 5 von 5 Sternen

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Escape Room Adventskalender. Die Weihnachtsfalle von Ars Edition GmbH
Escape Room Adventskalender. Die Weihnachtsfalle

Als Max eines Tages nicht zur Schule kommt, macht sich Mila auf die Suche nach ihrem Nachbarn. Um ihn zu finden, muss sie einige Rätsel lösen. Ich liebe Adventskalender, ich liebe Bücher und ich liebe Escape-/Exit-Spiele. Alles ist in diesem Buch vereint. Jeden Tag muss ein Rätsel geknackt werden, damit man weiterlesen kann. Und es geht nicht bei der nächsten Seite weiter. Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren, kann aber sicher auch schon um 1 - 2 Jahre jünger verwendet werden, da auch Tipps für manche Rätsel vorhanden sind. Ein Bildausschnitt führt einen auf die nächste Seite. Es gibt 3 Bildausschnitte pro Tag/Rätsel, nur eines ist auch im Buch zu finden, das ist die Kontrolle, ebenso wie im nächsten Kapitel der Lösungsweg beschrieben wird. Die Seiten müssen dazu auseinandergetrennt werden, um den Text zu enthüllen. Hier wäre eine Perforierung sicher von Vorteil, da es sonst nicht immer sehr leicht geht. Die Story selbst ist passend und sehr gut geschrieben, die Rätsel haben uns sehr viel Spaß bereitet. Die Story ist ja bei Escape-Büchern nicht immer schlüssig und ausgereift bzw. durchgängig vorhanden - hier allerdings schon. Fazit: Lesen, Spaß, Spiel und Abenteuer in einem. 5 von 5 Sternen

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Die Phönix Initiative: Die Idee der Zeit (Band 2 des Zeitreiseabenteuers)
Die Phönix Initiative: Die Idee der Zeit (Band 2 des Zeitreiseabenteuers)
Taschenbuch

Diana und Apoll verfolgen die Spur Vestas, denn sie wollen die Verräterin gefangen nehmen. Sie reisen inkognito und bekommen schon bald Gesellschaft vom jungen Zimmermann Jonathan. Venus hingegen hat mit Faustina, der Gattin von Kaiser Marc Aurel, zu tun, denn diese ist eindeutig gegen die geplanten Reformen und spinnt ihre Intrigen. Das Cover des Buches passt wieder hervorragend zum Buch und auch zum 1. Teil. Zudem ist es ein echter Hingucker, das perfekt gemacht ist. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Der Plot ist gut gewählt; die Spannung ist in der 1. Hälfte dieses Buches nicht so stark vorhanden wie in Teil 1. Dies wird aber ab der Hälfte aufgeholt. Wurden im 1. Teil immer der echte Name und der Göttername genannt, was teilweise etwas verwirrend war, werden die Charaktere hier größtenteils mit ihrem Götternamen angesprochen. Die verschiedenen Charaktere waren einfach toll, weil sie so unterschiedlich sind. Am Ende der Kapitel gibt es oft Cliffhanger, sodass man einfach weiterlesen muss. Dazu wechseln auch die Szenen zwischen Venus und Diana/Apoll. Dabei wird es nie zu fantastisch, sondern bleibt dem SF-Genre treu. In einigen Szenen erinnert das Buch ein wenig an "Die Tribute von Panem" und definitiv wird durch das Buch auch die gleiche Zielgruppe angesprochen - wobei man es natürlich auch in "höherem" Alter noch genießen kann. Die Geschichte endet passend, auch wenn man merkt wohin die Reise im 3. Teil gehen wird. Da aber dieser Teil (wie auch schon Teil 1) in manchen Bereichen total überraschen konnte, bin ich auch schon sehr gespannt auf den letzten Teil der Trilogie. Beginnen sollte man aber auf jeden Fall mit "Das Synonym der Zeit". Fazit: Tolle Fortsetzung (nicht nur) für junge Erwachsene. 5 von 5 Sternen

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Die letzte Prophezeiung des Isaac Newton
Die letzte Prophezeiung des Isaac Newton

Frank Fischer bekommt 2022 eine Prophezeiung von Isaac Newton in die Hand, die das Ende der Welt für 2029 voraussagt. Zeitgleich berechnet eine künstliche Intelligenz den Einschlag von Anophis für 2029 auf der Erde, während NASA und ESA davon ausgehen, dass er die Erde verfehlt. Einige Jahre zuvor (2016) wird bei der Restaurierung von Jesus´ Grab ein Arbeiter ermordet. Cooper ist weiter auf der Jagd nach Alberto, dem Kopf von Guardia, der auch hier seine Finger im Spiel hat. Das Cover ist ausgezeichnet gemacht und passt hervorragend zum Buch. Es ist ein echter Hingucker und passt auch perfekt zum 1. Teil. Es sagt viel aus, ohne zu offensichtlich zu sein. Der Schreibstil des Autors ist phänomenal gut; Charaktere und Orte werden wunderbar dargestellt, sodass die Bilder im Kopf fast schon von alleine kommen. Der Plot ist sehr gut durchdacht; die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Dabei mischt der Autor nicht nur verschiedene Thriller-Genres (Endzeit-, Wissenschafts- , Verschwörungs-, Action-...) sondern auch gekonnt Fakten und Fiktion. Obwohl das Buch mit ca. 500 Seiten recht ansehnlich ist, konnte ich es aufgrund der Page-Turner-Qualitäten innerhalb von kürzester Zeit lesen, denn ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dabei bleibt die Handlung großteils absolut glaubwürdig und man fiebert mit den Protagonisten mit. Obwohl das Buch sicher auch für sich allein gelesen werden kann, würde ich doch empfehlen mit dem 1. Teil zu beginnen. Am Ende des Buches gibt es wieder den Faktencheck, der erklärt, dass die Wahrheit nicht so weit entfernt vom Inhalt des Buches ist - nur gut kombiniert. Interessant ist dann natürlich die Person Elton Marx mit seiner Firma Ad-Astra und seiner Marsmission, wo man definitiv eine realen Person im Kopf hat. Der 3. Teil wird in Kürze kommen. Und ich freue mich darauf, v.a. da das Buch doch in einem Cliffhanger endet. Und Spannung ist definitiv auch in Teil 3 vorprogrammiert. Insgesamt war der 1. Teil minimal spannender und besser, aber trotzdem hat dieses Buch noch immer die beste Bewertung verdient. Fazit: spannende Thrillermischung mit vielen Fakten - 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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Der Stein des Schicksals: Ein Tom Wagner Prequel
Der Stein des Schicksals: Ein Tom Wagner Prequel

Während Hellen de Mey mit dem Bundeskanzler Konstantin Lang im Kunsthistorischen Museum Wien eine Ausstellung eröffnet, kommt ihr ehemaliger Professor und stirbt vor ihren Augen. In der Hand hat er eine Kopie des Florentiners, dem verschwundenen Diamanten der Habsburger. Der Cobra-Agent Tom Wagner ist für den Schutz des Bundeskanzlers verantwortlich und begibt sich mit Hellen auf die Mission den echten Stein zu finden. Das Cover des Buches passt nicht nur zum Buch und zur Reihe, sondern ist ein echter Eye-Catcher. Das Buch ist das Prequel zur Tom-Wagner-Reihe - für mich das erste Buch dieser Reihe, von der ich schon viel gehört habe. Der Plot wurde ausgezeichnet gewählt. Der Schreibstil der beiden österreichischen Autoren ist exzellent; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Dazu ist das ganze Buch fabelhaft gut recherchiert. Das Buch verwebt Historie mit einer wunderbar actionreichen Geschichte, die dann auch zum Weitergooglen einlädt. So ist das Buch neben dem großen Unterhaltungsfaktor auch noch äußerst lehrreich. Dazu gibt es mit der Hauptperson Tom Wagner einen außergewöhnlich guten Protagonisten. Er bringt sich mit seinem Selbstbewusstsein und seinen reaktionsschnellen Antworten nicht nur immer selbst in die Bredouille, sondern ist dabei auch äußerst kreativ, witzig und charmant. Zudem gibt es mit Bundeskanzler Konstantin Lang (sic!) und dem Innenminister Heribert Reiter, der zum Beispiel die berittene Polizei (sic!) in Wien einführen möchte, Personen, die an manch echte österreichische Politiker bzw. Ex-Politiker erinnern. So geht auch Hagens nächster Auftrag nach Ibiza, wo es um eine Villa und eine russische Oligarchin (sic!) geht. Trotzdem sind die Charaktere natürlich rein fiktiv, auch wenn ich sie in meiner Fantasie mit bekannter Stimme reden höre. Das Buch endet dann mit dem Brand der Kathedrale Notre Dame, die dann direkt zum 1. Teil der Reihe mündet. In manchen Szenen hätte man das Buch auch noch ausführlicher machen können, auf der anderen Seite hat es für ein Prequel mit über 150 Seiten am E-Reader die richtige Länge. Auch ein paar Tippfehler sind zu finden, die aber selten sind und daher nicht stören. Dies ist aber wirklich Meckern auf höchstem Niveau, denn insgesamt ist das Buch ein echter Page-Turner, den man kaum aus der Hand legen kann. Fazit: Genialer Auftakt um Tom Wagner. 5 von 5 Sternen

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Gerecht
Gerecht
Taschenbuch

Markus Deister, der schwule Kommissar der Berliner Mordkommission 11, muss mit Fabian Schotte, dem Neuen der MK 12 zusammenarbeiten. Dieser steht auf Markus, während der aber noch immer in Kai verliebt ist. Der Jugendliche Till wurde erschossen und verhaftet wurde der gebrechliche Großvater des Opfers. Doch die beiden Polizisten glauben nicht an dessen Schuld. Das Cover des Buches passt zum Buch ist für mich aber nicht wirklich ansprechend, schon gar nicht für einen Krimi. Der Plot wurde ausgezeichnet gewählt und könnte so auch von einem Ferdinand von Schirach stammen. Allerdings ist die Umsetzung dann doch eine völlig andere. Obwohl dies der 2. Band um Markus Deister ist, kam ich wunderbar in die Geschichte rein. Und auch wenn es einen roten Faden von Band 1 zu diesem gibt, muss man ihn nicht unbedingt gelesen haben, um dieses Buch genießen zu können. Allerdings gab es doch einiges, was mich störte. Da ist z.B. Kommissar Deistler, der von einer Art immer wechselt, oft zwischen zwei Sätzen. Von verständnisvoll und empathisch, wird er dann sofort zum Unsympathler par excellence. Während einige Personen gut beschrieben sind - und die Orte sogar exzellent - werden einige Personen (unter anderem auch die "Verdächtigen") nur sehr mangelhaft beschrieben. Der Krimi war zwar definitiv vorhanden, im Vordergrund stand aber neben Erotik und Romance am ehesten noch ein Drama. Zudem wäre ein Korrektorat dem Autor dringend anzuraten, da doch einige Fehler zu finden sind. Und wenn man "Columbo" schon mehrfach bemüht, dann sollte er auch richtig geschrieben sein. Die Interpunktion in der direkten Rede mag zwar eine schrullige Eigenart des Autors sein, ist aber grammatikalisch natürlich trotzdem falsch. Nichtsdestotrotz wollte ich doch wissen, wie das Buch ausgeht und hatte immer wieder auch großes Lesevergnügen bei diesem "Gay-Krimi". Fazit: Toller Plot, Umsetzung verbesserungswürdig, Korrektorat notwendig. 3,5 von 5 Sternen

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Der Gräber
Der Gräber
sbbsnl

Ein gutes Buch, rasant und spannend geschrieben. Das Cover ist schlicht, aber interessant gestaltet, durch die dunkel beleuchtete Kellertreppe entsteht sofort eine unheimliche Atmosphäre. Die Story hat mich von Anfang an begeistert. Die Charaktere, angefangen bei dem mysteriösen Gräber, bis zur smarten, manchmal etwas unsicheren Lektorin Annika, sowie auch die Ermittler angeführt von der toughen Cecilia Wreede, sind allesamt gut skizziert und es hat mir Spaß gemacht ihnen zu folgen. Aber wirklich mitgerissen hat mich die Story an sich, der Plot ist einfallsreich und die Geschichte hebt sich positiv von dem Thriller/Krimi Allerlei ab. Diese Idee eines Gräbers, der sich jedes Jahr ein Opfer holt, so dass alle wissen, dass er zuschlägt, aber keiner weiß wann und wo erzeugt eine große Spannung. Das Spiel des Autors mit den Ängsten der Menschen wenn es um dunkle und unheimliche Keller geht – einfach klasse umgesetzt und erdacht. Dass jedes Kapitel mit einem Eintrag aus den Aufzeichnungen des Gräbers beginnt, macht es zusätzlich spannend und ungewöhnlich. Der Schreibstil des Autors hat mich gerade am Anfang an das Roman Genre erinnert, aber durch die spannende und interessante Story, hat mich das bei diesem Buch in keinster Weise gestört. Mir hat das Buch einfach insgesamt sehr gut gefallen, weil es mal ein etwas anderer Thriller mit einer ungewöhnlichen Geschichte ist. Deshalb empfehle ich es gerne..

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Spannend & ungewöhnlich – auf jeden Fall gut…!"

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Thirteen: Thriller
Thirteen: Thriller

Der New Yorker Anwalt Eddie Flynn soll als Nebenanwalt einen berühmten Hollywoodstar verteidigen. Dieser soll seine Frau - ebenfalls ein Filmstar - und ihren Liebhaber ermordet haben. Er glaubt an seine Unschuld, obwohl alle Beweise gegen ihn sprechen. Vor allem die DNA und der Fingerabdruck von Bobby Solomon auf einem Dollarschein, der ihm Mund eines Opfers gefunden wird, scheinen gegen den Angeklagten zu sprechen. Doch nachdem der Hauptanwalt zurücktritt, entdeckt Eddie, dass der Täter ein Serienmörder ist, der sich in die Geschworenenjurys einschleicht. Das Cover ist zwar passend und mit der Schrift gut gelungen, allerdings ist es doch etwas langweilig. Im Original sieht das Cover aber auch fast gleich ist. Es ist (nach einer Vorgeschichte) der 4. Band über Eddie Flynn im Original, auf deutsch ist es erst der 3. Fall - auch die Vorgeschichte gibt es (noch) nicht auf deutsch. Für mich war es allerdings das 1. Buch des Autors. Nichtsdestotrotz fand ich sofort ins Buch, obwohl ich zu Beginn leicht enttäuscht war, da man den Täter vom ersten Augenblick an kennt. Und trotzdem wurde das Buch innerhalb von kurzer Zeit zu einem absoluten Pageturner, da die Spannung das ganze Buch über auf höchstem Niveau war. Und irgendwann kam dann der Punkt an dem völlig überraschende Wendungen kamen. Dies gelang dem Autor indem er dem Leser/der Leserin suggeriert, dass er eigentlich alles über den Täter weiß. Einige Male musste ich dann zurückblättern, aber tatsächlich wurden manche Merkmale des Täters nie beschrieben, sodass man erst wieder ins Rätseln kam. Mit Eddie Flynn hat man auch einen absoluten Sympathieträger als Hauptfigur - trotz all seiner Fehler und Mäkel. Zusätzlich fand ich noch eine ausgezeichnete Idee, dass einige Kapitel aus der Sicht des Täters kamen, dies machte die Story noch lebhafter. Der Schreibstil ist also absolut brillant, Orte und Charaktere wurden bildhaft vorgestellt. Lange dachte ich mir, dass ich mir eine Verfilmung sehr gut vorstellen könnte, aufgrund der Wendungen ist dies aber in dieser Form definitiv nicht möglich. Obwohl ich in diesem Jahr viele exzellente Bücher lesen durfte, ist "Th1irt3en" mein absolutes Lesehighlight des Jahres und definitiv nicht das letzte des Autors. Ich liebe Gerichtsbücher- oder -serien wie "Bull", "The good wife" oder die Bücher von John Grisham, Steve Cavanagh setzt allerdings völlig neue Maßstäbe und lässt sie hinter sich. Fazit: Top-Thriller des Jahres. 5 von 5 Sternen, da man leider nicht mehr geben kann.

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Das erste Buch Opa von epubli
Das erste Buch Opa

Der freie Journalist und Schreiber von Gebrauchsanleitungen Florian Bimmel lebt mit seinem Opa Kurt zusammen. Gemeinsam erleben sie teils realistische teils fantastisch-unmögliche Abenteuer in mehreren Kurzgeschichten. Das Cover des Buches zeigt eindeutig Opa Kurt Bimmel und passt daher ausgezeichnet. Es gefällt mir auch dementsprechend. Der Schreibstil des Autors ist einzigartig. Tiefe Satire, tolle Pointen und sehr kreative Einfälle zeichnen dieses Buch aus. Die Protagonisten werden exzellent und skurril dargestellt. Der Autor ist ja vor allem durch Satire-Thriller bekannt, in denen er sich Bücher von "Sebastian Fitzek" vornimmt - das Pseudonym sagt ja eigentlich schon alles. Hier beginnt das Buch doch eher gemächlich. Im 1. Kapitel war der Humor zu dezent für mich. Aber schon bald ging es dann richtig los und alles und jeder wurde durch den Kakao gezogen, wobei er allerdings auch wichtige Themen sehr gut in seinen Texten versteckt hält. So las ich Kurzgeschichte um Kurzgeschichte - manche hängen doch zumindest leicht zusammen - und schon bald war ich am Ende angekommen, wobei ich gerne noch einiges mehr über diese beiden besonderen Herren gelesen hätte. Aber ich bin froh, dass es eine Fortsetzung geben soll, die ich sicher wieder gerne lesen werde. Fazit: Skurril-fantastische Abenteuer rund um ein Großvater/Enkel-Gespann. 5 von 5 Sternen

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Weihnachtspost. Lorenz Lovis ermittelt: Blind Date mit dem Tod
Weihnachtspost. Lorenz Lovis ermittelt: Blind Date mit dem Tod

Bauer und Privatdetektiv Lorenz Lovis bekommt nicht nur Besuch vom "Mörderischen Kleeblatt" - 3 Krimiautorinnen und 1 begeisterte Krimileserin - sondern bekommt auch Drohpostkarten. Die 4 Frauen helfen da natürlich gerne bei den Ermittlungen. Das Cover des Buches passt natürlich zum Buch und gefällt mir. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Das Buch wurde im Rahmen von einem Projekt einiger Autorinnen veröffentlicht und haben alle ein "Blind Date mit dem Tod". 3 ihrer Kolleginnen spielen auch hier eine wichtige Rolle. Von Drea Summer, die hier mitspielt, durfte ich "Verabredung mit einer Mörderin bereits lesen. Da ich Lorenz Lovis bisher nicht kannte, da ich noch kein Werk von Heidi Troi bisher gelesen habe, tat ich mir mit dieser Kurzgeschichte etwas schwer. Zu unbeholfen und passiv wirkt hier der Privatdetektiv und Ex-Staatspolizist Lovis. Die Geschichte ließ sich gut lesen; die Spannung war aber nie wirklich auf den (höchsten) Punkt gebracht, was aber bei einem Kurzkrimi (inkl. Leseproben gerade mal 65 Seiten auf meinem Reader) auch nicht leicht ist. Die Story konnte mich unterhalten und ich möchte nicht ausschließen doch noch Bücher der Autorin bzw. über Lorenz Lovis zu lesen. Fazit: Unterhaltsamer Booksnack-Krimi für zwischendurch. - 4 von 5 Sternen

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Das Orkus Tribunal: Lukas Sontheims 2. Fall (Lukas Sontheim Thriller)
Das Orkus Tribunal: Lukas Sontheims 2. Fall (Lukas Sontheim Thriller)

Ein Mann der sich Orkus nennt tötet Menschen auf brutalste Weise im Darknet, wobei er auch die nächsten Opfer ankündigt. Darunter ist auch Andreas Lichtenstein, ein Hacker, der sofort seinen Freund den Ex-Mordermittler Lukas Sontheim, der auch seinen Ex-Kollegen informiert. Lukas hatte seinen Job verloren als er zum Alkoholiker wurde nachdem seine Frau und sein Kind starben. Können sie den Täter stoppen? Das Buch "Das Orkus Tribunal" wurde neu aufgelegt unter dem Titel "Der Schmerzfänger", welches ich auch gelesen habe und rezensiere. Das Cover beider Versionen ist super gelungen und so sind sie beide richtige Eye-Catcher. Der Schreibstil des Autors ist exzellent; Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Obwohl dies bereits der 2. Teil um Lukas Sontheim ist und der Fall auch einiges mit dem 1. Fall zu tun hat, kann man das Buch auch recht gut für sich alleine lesen - auch ich kannte den 1. Teil noch nicht. Morde im Darknet klingt natürlich spektakulär, wurde aber schon einige Male gut in Büchern umgesetzt. Und doch ist dieser Fall ganz anders, denn er ist viel komplexer. Den Täter können (obwohl alles realistisch und glaubhaft dargestellt wird) wohl auch geübte Thriller-Leser nicht so schnell entlarven - mir ging es definitiv so. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Und auch durch den sympathischen Ermittler Lukas, der natürlich ebenso seine Fehler und natürlich sein Schicksal hat, gewinnt das Buch nochmals Pluspunkte. Das Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen, obwohl natürlich der Fall abgeschlossen werden konnte. Fazit: Für echte Thriller-Fans ist dieses Buch fast schon ein Muss. 5 von 5 Sternen

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DIE TÄUSCHUNG: Lügen und andere kleine Monster
DIE TÄUSCHUNG: Lügen und andere kleine Monster
Taschenbuch

Victor Adams, der unter seinem Künstlernamen ein berühmter Illusionist ist, steigt nach einem Zahnarztbesuch in die falsche Straßenbahn. Er sieht dort Treppenhäuser, die im bekannt vorkommen. Zudem plagen ihn seitdem Albträume. Und knapp bevor er seine Assistentin Julia kündigen will, verschwindet diese mitten in einem Auftritt. Die Polizei vermutet, dass er etwas mit dem Verschwinden zu tun hat und plötzlich taucht auch eine Leiche auf. Das Cover passt nicht nur hervorragend zum Buch, sondern ist auch ein echter Hingucker. Der Schreibstil der Autorin ist exzellent; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Die Autorin nimmt einen mit auf eine Reise der Illusionen mit klitzekleinen Einblicken hinter die Kulissen. Dabei erscheint die Welt der Illusionen und Magier sehr gut recherchiert. Der Spannungsbogen ist das ganze Buch sehr hoch gespannt - von der ersten bis zur letzten Seite. Sehr gut gefallen haben mir auch die verschiedenen Zeitperspektiven und dass das Buch aus Sicht von Victor (in der Ich-Form) erzählt wird. Dies macht das ganze nicht nur interessanter, sondern man fühlt sich auch mit Victor mehr verbunden, obwohl er nicht gerade der sympathischste Protagonist ist. Am Anfang des Buches und dem Klappentext hatte ich so meine Theorien, die sich allerdings bald in Luft auflösten. So verspricht die Autorin am Anfang des Buches auch, dass selbst erfahrene Thriller-Leser über das Ende überrascht sein werden. Und ich muss sagen sie hat recht, denn ich brauchte doch 3/4 des Buches bis ich die Lösung hatte. Auch insgesamt ist die Entwicklung der Autorin eindeutig hervorzuheben, deren erste Werke mich nicht überzeugen konnten, die "neueren" Werke aber fast allesamt. Nicht umsonst wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet und 2 ihrer Bücher sogar in den USA erschienen sind. Fazit: Wer überraschende Psychothriller mag, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. 5 von 5 Sternen

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Akuma
Akuma
Taschenbuch

Die erfolgreiche Fantasy-Autorin Kjara hat sich verliebt. Sie geht zum alkoholkranken Priester Hege um einen Exorzismus durchführen zu lassen, denn seit ihrer Kindheit teilt sie ihren Körper mit dem Dämon Akuma, der ihr damals half, als ihre Eltern überfallen wurden. Und eigentlich wurde er zur ihrem besten Freund. Und nicht nur Kjara hat ihre Geschichte, sondern auch Akuma. Das Cover des Buches ist sehr düster und doch etwas abstrakt, passt aber zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, Charaktere und Orte werden brillant dargestellt. Das Buch lebt von seiner düsteren Stimmung und den spannenden Charakteren. Der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Die Protagonisten und der Plot sind perfekt gewählt und so gibt es neben einer Prise Humor auch die ein oder andere Überraschung. Berührend fand ich vor allem die persönliche Geschichte von Akuma, was zeigt dass das Buch nicht nur durch seine Spannung sondern auch durch seine verschiedenen Emotionen. Ich würde "Akuma" nicht wirklich als Fantasy-Thriller einstufen, sondern eher dem Horrorthriller-Genre einstufen, trotz der oben genannten Teile. Fazit: Egal ob Fantasy- oder Horrorthriller - ausgezeichneter Thrill ist garantiert. 5 von 5 Sternen

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Geheimakte Sonderband
Geheimakte Sonderband

Weihnachten 1952: Max Falkenburg lebt seit den Ereignissen in Labrador bei Professor Crichton, mit dem er sich aber bald überwirft. Dazu kommt, dass Max auch kein Geld hat um sich eine eigene Wohnung leisten zu können; ja nicht mal für neue Kleidung reicht das Geld. Also sucht er nach einem Job und findet sich bald als Santa Claus in einem Kaufhaus wieder. Das Cover ist einfach gehalten, passt aber, da es deutlich die Verknüpfung zu Weihnachten zeigt. Es ist die 1. Novelle zu der Geheimakte-Reihe, die mittlerweile 11 Bände umfasst plus 4 Vorgeschichten. Diese Novelle reiht sich chronologisch nach Max´ 1. Abenteuer "Geheimakte Labrador" ein und wird hoffentlich nicht die letzte dieser Art sein. Der Fokus in diesem Buch liegt auf Max und das Zwischenmenschliche. Zwar darf Max ein Abenteuer erleben (wie kann es auch anders sein), dies hat allerdings in keiner Weise mit Archäologie oder mystischen Orten und Gegenständen zu tun. Max hat sich seit Labrador und vor allem durch dieses Buch weiterentwickelt, was man dann ja auch in den anderen "Geheimakten" schon lesen durfte. Spannung war in diesem Buch vorhanden; ebenfalls die typische Art von Humor. Fazit: Auch die 1. Weihnachtsnovelle um die Geheimakte-Stars kann voll punkten. 5 von 5 Sternen

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Flüsterwald - Durch das Portal der Zeit: Ausgezeichnet mit dem LovelyBooks-Leserpreis 2021: Kategorie Kinderbuch (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 3) von Ueberreuter
Flüsterwald - Durch das Portal der Zeit: Ausgezeichnet mit dem LovelyBooks-Leserpreis 2021: Kategorie Kinderbuch (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 3)

Um den Professor zu befreien müssen die Menschenkinder Lukas und Ella, der Manuk Rani, die Katze Punchy und die Elfe Felicitas in die Vergangenheit reisen. Doch es funktioniert nicht alles nach Plan. Als sie dann auch noch durch Rani in die falsche Zeit zurückreisen, laufen sie Gefahr die Vergangenheit zu ändern, aber auch sie selbst befinden sich in höchster Gefahr. Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum Buch. Wie auch die Illustrationen im Buch (am Kapitelanfang) stammt es von Timo Grubig. Sie sind kindgerecht und detailreich gezeichnet und passen perfekt zum jeweiligen Kapitel. Der Sprecher des Hörbuchs ist einfach genial und passt hervorragend zur Geschichte, da jede Figur eine deutlich andere Stimme durch ihn erhält, was natürlich auch absolut kindgerecht ist. Allerdings könnte er für meinen Geschmack etwas langsamer sprechen. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung. Einige Fragen werden in diesem Teil geklärt, aber viele neue tauchen auf. Dies ist man schon von den anderen Reihen des Autors gewohnt. V.a. in diesem Buch sieht man auch gewisse Ähnlichkeiten zu "Das Erbe der Macht", obwohl es klar um ganz etwas anderes geht. Ich werde das Buch an meine Patentochter weitergeben und bin mir sicher, dass ihr das Buch ebenso gut gefällt, wie mir und meiner Frau. Und dann freuen wir uns natürlich auf die Fortsetzung - das Finale der 1. Staffel, auf das ich jetzt schon gespannt bin. Fazit: Fantasy-Abenteuer-Auftakt für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Das Leben ist niemals nur schwarz-weiß: Mein Weg vom Senegal über die Laufstege der Welt zu mir selbst von FISCHER Krüger
Das Leben ist niemals nur schwarz-weiß: Mein Weg vom Senegal über die Laufstege der Welt zu mir selbst
Broschiert

Papis wächst im Senegal mit seinen 25 Geschwistern auf. Schon früh spürt er, dass er anders ist und wird daher auch in der Schule gemobbt. Er möchte unbedingt nach Europa. Als Läufer erhält er ein Sportstipendium in Frankreich. Doch bald muss er seinen Traum aufgeben und alles kommt anders als er es sich vorgestellt hatte. Das Cover passt natürlich perfekt, da es den Autoren zeigt um den es ja auch in der Biographie geht. Für mich war Papis eine unbekannte Person, bevor ich das Buch las. Weder interessiere ich mehr für Models (ich kann gerade noch ein paar weltbekannte weibliche aufzählen) noch habe ich Austrias Next Topmodel, Germanys Next Topmodel oder Promi Big Brother gesehen, wo der Autor ebenfalls seine Auftritte hatte und so auch der weniger modeaffinen Welt ein Begriff wurde. Die Biographie beginnt, wo sie beginnen soll - in der Kindheit. Es ist interessant zu lesen, wie das Leben im Senegal an sich so abläuft und was der junge Papis so mit seinem Leben vorhat. Der Autor benutzt auch immer wieder englische Phrasen, die er dann ins deutsche übersetzt - manchmal aber nicht sehr genau, höchstens sinngemäß. Man kann teilweise sehr gut mit dem jungen Papis mitfühlen, obwohl manche Reaktionen von ihm für einen Europäer nur schwer vorstellbar sind. Nachdem sein großer Traum vom Sport zerplatzt, geht es dann um die Welt der Mode und Fashion, die ebenfalls interessante Einblicke bringt. Wichtig für den Autor ist es auch herauszustreichen, dass er für Homosexualität und gegen Rassismus auftritt. Manche Szenen, die er allerdings als rassistisch sieht, würde ich nicht ganz so schlimm sehen. Obwohl es dramatischere Biographien (auch von afrikanischen Models wie z.B. Waris Dirie) gibt, gab das Buch doch sehr gute Einblicke in das Leben von Papis Loveday, der sich hier auch erstmals öffentlich outet. Am Ende des Buches sind einige Fotos abgebildet, allerdings hätte ich mir hier noch mehr Bildmaterial (z.B. Pferd im Fußballstadion oder erstes Casting) gewünscht. Fazit: Interessante Biographie über ein männliches Model. 4,5 von 5 Sternen

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Als wir verschwanden von tredition
Als wir verschwanden
Gebundene Ausgabe

Anna Berger erwacht allein auf dem Segelboot ihres Bruders. Dieser und 2 weitere Begleiter sind verschwunden, genauso wie Annas Gedächtnis über die letzten Stunden (- oder doch Tage?). Auch die Technik ist ausgefallen. Als es ihr gelingt an Land zu gelangen, sieht sie ebenfalls keine Menschenseele. Anna sucht Überlebende und Antworten darauf was passiert ist. Und sie wird schon nach wenigen Tagen fündig. Das Cover des Buches passt perfekt zum Buch und ist auch hervorragend gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Das Buch beginnt dann allerdings doch einigermaßen nüchtern und (für mich) langwierig. Es geht viel ums Segeln und das im typischen Segeljargon. Gleichzeitig fiebert man aber mit der Protagonistin mit, was denn passiert ist und lernt dabei Anna auch kennen. Ab dem Zeitpunkt, wo Anna an Land ist geht die Spannung allerdings los. Man lernt andere Überlebende kennen und Theorien werden gesponnen und es wird auch ein wenig philosophiert, was auch den Leser zum Nachdenken anregt. Etwas enttäuscht war ich dann kurz vor dem Auftreten von Sam, denn ich hätte hier einen anderen Weg in mir weitergesponnen. Allerdings konnte ich mich dann doch einigermaßen damit anfreunden. Das lange Schlusskapitel (Utopia) hatte dann aber doch auch wieder einige Längen, wo nicht wirklich etwas geschieht, was die Handlung weiterbringt. Und doch entwickelt sich die Story dann doch spannend weiter, sodass man (obwohl das Buch abgeschlossen ist) doch auf eine Fortsetzung hoffen kann, denn einiges könnte man noch besser klären. Auch wird eine mögliche Fortsetzung im Nachwort angesprochen. Dies ist ein Interview von der Autorin mit der Hauptprotagonistin. Das Buch ist auch hervorragend recherchiert; Quellennachweise sind ebenfalls zu finden. Die Schrift im letzten großen Kapitel ist übrigens kleiner als das restliche Buch und man benötigt hier gute Augen (oder man vergrößert die Schriftgröße am Reader). Das Buch bringt auch durch das Philosophieren der Protagonisten den Leser sehr zum Nachdenken, was definitiv beabsichtigt ist. Zudem durfte ich auch neue Wörter kennenlernen, da die Autorin auch gerne nicht so oft verwendete Ausdrücke verwendet (außerhalb des Segeljargons). Im letzten Kapitel ist es, obwohl passend, dann auch etwas zu anglisiert mit der Sprache. Fazit: Berührendes Buch, das zum Nachdenken und Mitfiebern anregt, auch wenn es ein paar kurze Längen hat. 4,5 von 5 Sternen

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Hörst du, wie sie schreien?
Hörst du, wie sie schreien?

Der Prior des örtlichen Klosters meldet sich bei seiner Nichte Frieda Rubens - ihresgleichen Psychologin. Sie fährt mit ihrem Ex-Freund Kommissar Marc Wittmann dorthin, wo sie ein ermordeter Mönch erwartet. In seinem Mund hat er einen USB-Stick mit den Schreien des Opfers, einem nächsten Opfer und einer persönlichen Nachricht des Täters. Frieda will zuerst nicht mitmachen, denn beide empfinden immer noch füreinander und haben zudem erst einen gefährlichen Fall zusammen geklärt. Das Cover des Buches passt nicht nur zum ersten Teil, sondern auch perfekt zur Handlung des Buches bzw. zum Titel und ist ein echter Eye-Catcher. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es bereits der 2. Teil um die beiden Ermittler ist, kann man problemlos diesen Teil für sich lesen, auch wenn mehrmals auf den Vorgängerband hingewiesen wird. Der Fall ist nicht nur ausgezeichnet konstruiert, sondern bringt neben erfrischend neuen Ermittlern auch jede Menge Spannung und birgt so für den Leser überraschende Wendungen. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite hoch gespannt. Dazu wird die ganze Geschichte perfekt abgerundet, sodass keine Fragen offen bleiben - außer, ob es eine Fortsetzung geben wird. Obwohl es mein Debut von diesem Autor war, war es definitiv nicht mein letztes. Zum Beispiel gibt es einen kostenlosen Kurzthriller zum Herunterladen. Tja und der erste Teil wird auch bald mir gehören. Und auf eine Fortsetzung hoffe ich erst recht stark. Fazit: Besser kann man einen Thriller kaum schreiben. Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Dr. Rodolfo Anwalt der Tiere verklagt den Menschen von Re Di Roma-Verlag
Dr. Rodolfo Anwalt der Tiere verklagt den Menschen

Dr. Rodolfo, eine Katze als Anwalt und seine Gehilfin - die Katze Mimi - nehmen tierische Mandanten auf, um ihr Recht gegen den Menschen einzuklagen. Das Cover soll Dr. Rodolfo darstellen. Die Katze gefällt mir sehr gut, allerdings wirkt das ganze Cover sehr nüchtern und etwas einfallslos. Der Schreibstil des Autors ist leider gar nicht gut. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sind Grammatik- und Rechtschreibfehler leider keine Mangelware in diesem Buch. Zudem beginnt und endet jedes Kapitel - am Ende immerhin fast eine halbe Seite - mit genau den gleichen Worten wie die anderen Kapitel. Das Buch wirkt zwar gut recherchiert, als Quellenangabe kann dann aber nur Wikipedia und der Brockhaus aufwarten. Auch die persönliche Meinung des Autors wird mir zu oft hervorgeholt - und das wiederholt in mehreren Kapiteln. Scheinbar ist der Autor ein veganer Atheist. Ok, jeder soll sein, was und wie er will. Allerdings will ich das nicht in einem Buch lesen - v.a. wenn es sich andauernd wiederholt. Positiv waren die philosophischen Gedichte von Mimi, die mir sehr gut gefallen haben. Insgesamt fehlte dem Buch auch einfach die Lockerheit. So wäre es besser gewesen die Fakten in einer Handlung unterzubringen - gerne auch mit Humor bzw. Sarkasmus. Und ich finde es wirklich schade, denn das Buch hat so eine wichtige Message. In dieser Form kann ich es allerdings nicht weiterempfehlen. Fazit: Message top, aber Umsetzung leider sehr mangelhaft. 2 von 5 Sternen

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Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller
Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller

Das strafversetzte Cold-Case-Team soll eigentlich Akten sortieren, da kommt Julia Rosenthal in ihr "Büro" und erzählt ihnen von der Entführung ihres Sohnes Finn vor 3 Jahren. Doch weder Finn noch ein Täter konnten je gefunden werden. Das Team rund um den Ex-Staatsanwalt Michael Thomforde nimmt sich des Falls an, denn schließlich wollen alle 4 Mitarbeiter des "Versager-Teams" wieder in ihren ursprünglichen Job zurück. Das Cover ist ausgezeichnet gelungen; es passt zum 1. Teil, ist aber konkreter und passt hervorragend zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist großartig; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt und man merkt auch, dass sich die Protagonisten glaubhaft weiterentwickeln. Der Fall ist perfekt inszeniert; die Charaktere mit all ihren Fehlern toll konstruiert. Von der Seite des Rechts weiß der Autor natürlich Bescheid, denn dies ist sein Hauptberuf. Der Fall hat es in sich, denn Pädophilie ist ein großes Thema im Buch und so kamen viele Emotionen in mir hoch. Der Autor versucht immer wieder auf die falsche Fährte zu führen - so muss auch das Team vielen unnötigen Spuren folgen. Als geübten Krimi-/Thriller-Leser konnte er mich bezüglich des Täters aber nicht hinters Licht führen. Trotzdem war es eine spannende Reise mit dem Team und der Showdown ist echt Weltklasse. Ich hoffe auf noch viele Bücher mit den 4 unterschiedlichen Typen. Fazit: Hervorragende Fortsetzung über das "Loser-Team". 5 von 5 Sternen

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Die Bosheit: Roman
Die Bosheit: Roman

Mikael zieht mit seiner Frau Bianca und ihren zwei Kindern aus Stockholm in die ländliche Idylle von Schonen. Mikael bekommt auch gleich einen Job in der örtlichen Schule und man freundet sich (trotz der Ängste von Bianca) mit den Nachbarn an. Doch so harmlos ist die Nachbarschaft nicht und alle verbergen ihre Geheimnisse. Als das ehemalige Model Jacqueline mit ihrem seltsamen Sohn Fabian Bianca niederfährt, wittert so mancher eine vorsätzliche Tat. Was versuchen die beiden zu vertuschen? Das Cover des Buches ist passend und gefällt mir ausgezeichnet. Der Schreibstil des Autors ist grandios; verschiedene Perspektiven und 2 Zeitebenen erhöhen den Spannungsfaktor, der allerdings durch den deutschen Titel wieder herabgedrückt wird. Die Charaktere und die Orte wurden bildhaft und hervorragend beschrieben; man konnte mit den Protagonisten mitfühlen. Insgesamt versucht der Autor schon den Leser auf eine falsche Fährte zu locken und die Spannung zu erhöhen, allerdings ist es nicht nur der deutsche Titel, der hier unglücklich gewählt wurde. Auch zeigen sich nämlich zu viele Parallelen zu Eric Bergs "Totendamm/So bitter die Rache". Und dann quellen die Charaktere vor lauter Klischeehaftigkeit schon fast über. Die Zeitebenen und die verschiedenen Perspektiven scheinen zudem ein Markenzeichen des Autors zu sein, von dem ich auch schon "Der unschuldige Mörder" lesen durfte, das um einiges spannender war als dieses Buch. Insgesamt fühlte ich mich aber trotz diesen negativen Punkten doch gut unterhalten. Fazit: Unglücklicher deutscher Titel und Parallelen zu einem anderen Buch bringen trotzdem noch 4 von 5 Sternen.

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Opferlamm / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.11 (eBook, ePUB) von FISCHER E-Books
Opferlamm / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.11 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Wenn man, wie bei der Krimireihe von Stephan Ludwig rund um das Ermittlerduo Zorn & Schröder, bei Band 11. angekommen ist und die ersten Seiten des Buches liest, dann ist das in der Welt des Lesens ein bisschen wie einen guten Freund zu besuchen. Das hört sich etwas kitschig an, aber es ist immer wieder schön, in die Welt dieser doch so unterschiedlichen Hauptprotagonisten eintauchen zu können.   Opferlamm kommt zunächst mit einem ansprechenden Cover daher. Wenn man die vorherigen Bücher kennt, bleibt der Autor seiner Linie auch hier treu. Die Story ist wie gewohnt gut und angenehm lesbar. Für mich ist Stephan Ludwig ein klassischer Krimiautor, im besten Sinn. Die Geschichte ist spannend erzählt, die brutalen Morde und deren Darbietung sorgen bei mir als Leserin für viel Denkstoff darüber wer, der nach einander auftauchenden und immer mal mehr, mal weniger verdächtig wirkenden Personen, es denn gewesen sein könnte oder die Finger im Mordspiel hat. Das kann man wunderbar lesen, es ist eine stimmige und interessante Story.   Natürlich lebt die Reihe von der über elf Bände unglaublich gut entwickelten „Beziehung“ zwischen Zorn & Schröder. Der ewig muffelige, emotionslos wirkende, unsichere Zorn und sein freundlicher, unauffälliger, aber brillianter „Chef“ Schröder. Es macht so viel Spaß den beiden bei ihrem ständigen Geplänkel zu „lauschen“. Auch die Beziehung von Zorn zu seinen Liebsten: seine große Liebe Staatsanwältin Frieda und sein pfiffiger Sohn Edgar – was für ein Vergnügen, das zu verfolgen. Alle Personen haben sich und ihre Beziehungen zueinander in jedem Buch weiterentwickelt, aber es wird nie langweilig ihnen zu folgen und wieder ein kleines Stückchen ihren beruflichen und privaten Weg zu gehen macht unglaublich viel Spaß.   Fazit: Auch diesen Buch von Stephan Ludwig hat mir ausnehmend  gut gefallen. Durchgängig spannend und gut geschrieben, eine richtig interessante Story und das alles, wie gewohnt unterhaltsam, eingerahmt von Geschichten rund um Zorn & Schröder. Eine klare Empfehlung von mir…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Zorn & Schröder – Spannung und kurzweilige Unterhaltung garantiert…!"

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TRUE CRIME DEUTSCHLAND 3: Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle (True Crime International, Band 8) von Pixa Heros
TRUE CRIME DEUTSCHLAND 3: Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle (True Crime International, Band 8)
Gebundene Ausgabe
SaintGermain

Der Autor entführt uns in seinem 8. Buch über wahre Verbrechen diesmal zum 3. Mal nach Deutschland. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker. Auch hier sind die Fälle wie gewohnt hervorragend recherchiert. Gladbeck, Oktoberfest 1980, Marianne Bachmaier, der Bankierssohn Jakob Metzler oder der bis heute ungeklärte Mord an Tristan Brübach sind nur einige der Fälle die uns im dritten Band erwarten. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und auch ein kurzer Blick in die Gegenwart wird wieder gemacht. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wieder beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das ganze Buch noch besser. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch sicher mit den Rechten diesbezüglich teilweise schwierig, Auf der anderen Seite lädt aber das Buch auch deswegen dazu ein einfach weiterzugooglen. Viele Fälle waren mir bekannt, die auch in Österreich sehr medienpräsent waren. Besonders das ungeklärte Verbrechen an Tristan, das mir bisher nicht so bekannt war, lädt zu weiterer Recherche ein. Denn gerade in diesem Fall gibt es auch viele Hypothesen und wie mir nach Internetrecherche auffiel doch auch einige Ungereimtheiten und auch möglicherweise Ermittlungsfehler und falsche Zeugenaussagen. Und da das Opfer ein Kind war, macht das ganze noch schockierender und man hofft (auch wenn die Hoffnung mittlerweile gering ist), dass der Täter doch noch gefasst werden kann. Im Internet gibt es seriöse Quellen, aber auch Seiten mit absurden Theorien Es bleiben für mich viele ungelöste Fragen zurück. - Ging Tristan eigentlich zum Arzt? Scheinbar ja nicht. Dann müssten die Rückenschmerzen aber eine Ausrede gewesen sein oder jemand hat ihn davon abgehalten. - Wurde bei der Obduktion eine Ursache für diese Rückenschmerzen gefunden? V.a. da ja die Herkunft der Rückenschmerzen scheinbar auch gelogen war. - Warum hat der Täter aufgehört? Es sieht für mich nicht nach einer einmaligen Tat aus. Gefängnis fällt wegen der Fingerabrücke aus, also Mord, Selbstmord oder hat er sein Vorgehen und möglicherweise den Ort gewechselt. Zudem gab/gibt es in Höchst ja auch eine psychiatrische Klinik. - Wenn die Geschichte beim Anwalt stimmt, also was der Zopfmann sagte, dann müssten nach einem Gefängnisaufenthalt doch seine Fingerabdrücke gespeichert sein. - Warum wurde das Phantombild erst so spät veröffentlicht? Zudem scheint die Narbe ja nur von der Beschreibung der Anwaltsgehilfinnen zu kommen, alle anderen konnten sie wohl nicht sehen. - Der Anruf des angeblichen Täters: Die Identifizierung, auch wenn es nicht der Täter war, wäre wichtig, warum wurde er nur kurz danach öffentlich gemacht und kam dann von der BKA-Seite? Zudem spricht der Täter Tristan wie Tristian aus. - Im Buch nicht erwähnt wird z.B. dass Tristan am Bahnhof noch einen Anruf tätigte (sieht man auf Überwachungsbändern) um ca. 13 Uhr 45. Telefonierte er da mit seinem Vater oder mit wem sonst? Sein Vater wollte dazu keine Angaben machen. - Wenn Tristan um 13 Uhr 45 telefonierte, wie kann ihn Boris um 14 Uhr 20 im Bus gesehen haben? Fuhr er soviel herum oder stimmt die Aussage von Boris nicht (zumindest bzgl. der Zeit)? - Die 2 Ausländer, die die Hundebesitzerin gesehen hat: Warum wurde nicht nach ihnen gefahndet? Es könnten zumindest Zeugen sein, wenn sie nicht mit dem Tod zusammenhängen. - Auch wird in deinem Bericht nur angedeutet, dass Tristan ein "Street life" lebte, das heißt dass er (lt. bestätigter Aussagen) teilweise für einige Nächte nicht nach Hause kam. - Welche Privatperson stellte die 80000 Euro Belohnung aus? Von den Angehörigen wohl keiner. - Hat den Rucksack vielleicht zwischenzeitlich jemand anderer genutzt? V.a. da der Zopfmann scheinbar ohne Rucksack ging (lt. Zeugin) - Warum hat Tristan seinen Vater von einer Telefonzelle angerufen und nicht vom hauseigenen Festnetz? - Wenn so viele den Zopfmann gesehen haben, warum kennt ihn keiner oder hat keiner Tristan gefragt, wenn man ihn mit ihm sah? - Die Schändung des Grabes muss meiner Meinung nicht unbedingt vom Täter vorgenommen worden sein. - Zum Schluss wird über Fey den ermittelnden Beamten berichtet, ob er noch immer dran ist oder schon in Pension? - Lt. Aussage einer Lehrerin war Tristan "ein hübscher Junge, der von Erwachsenen geliebt wurde" - so eine Aussage klingt für mich verdächtig, nach Kinderstrich oder Pädophilen-Netzwerk. Wie gesagt: Viele ungeklärte Fragen. Dieser Fall hat mich besonders berührt, und gerade weil er ungeklärt ist, wollte ich hier in der Rezension nochmal einige Fragen aufwerfen. Nichtsdestotrotz war jeder Fall für sich absolut lesenswert. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Probe 12: Thriller
Probe 12: Thriller
SaintGermain

Georgy Anasis hat in Georgien Phagen gegen die häufigsten multiresistenten Keime entwickelt. Weil er sich verfolgt fühlt, schickt er sie nach Deutschland. Und wirklich wird er getötet, während die Wissenschaftsjournalistin und Ziehtochter Nina Falkenberg zu ihm kommt. Der Foodhunter Tom Morell kämpft währenddessen um das Leben seiner Tochter, die nicht nur an Mukoviszidose erkrankt ist, sondern auch an Bakterien zu sterben droht, gegen die keinerlei Antibiotika mehr wirken. Kommissarin Voss ermittelt gegen Prometheus, der Warnungen bzw. Drohungen bezüglich multiresistenter Keime verbreitet. Das Cover des Buches ist in seiner Einfachheit trotzdem auffallend und auch sehr passend zum Buch. Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Die Kombination der beiden ist ebenfalls hervorragend. Während die eine einen spannenden Thriller schreibt, würzt ihn die zweite mit spannenden und aktuellen Fakten aus der Welt der Medizin bzw. Medizinforschung, wobei auch die politische Seite und die Pharmafirmen eine wichtige Rolle spielen. Dass das ganze Buch auch Corona erwähnt - auch wenn im Buch diese Seuche schon hinter der Menschheit liegt - macht das ganze Buch noch realistischer. Es ist ein perfekt recherchierter und konstruierter Wissenschaftsthriller, der ein Problem zum Hauptthema hat, dessen sich der Großteil der Erdenbewohner nicht einmal bewusst ist. Leider aber wird dieses Problem mit den multiresistenten Bakterien uns aber irgendwann einholen und wenn nicht bald etwas geschieht, wird es - wie zur Zeit gegen COVID - keine Impfung dagegen geben, aber auch keine Heilung. Da ich in einem medizinischen Beruf arbeite, fand ich das Buch sehr interessant, sehr spannend und leider sehr realitätsnah. Aber vielleicht ist es auch ein wichtiger Weckruf für Politik, Forscher und Pharmafirmen - aber auch Landwirte und Ärzte - diese Pandemie noch rechtzeitig aufzuhalten. Fazit: Ein Thriller, der wachrütteln soll und hoffentlich nicht so schnell Realität wird. 5 von 5 Sternen

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Meeressarg / Fabian Risk Bd.6 (eBook, ePUB) von Ullstein Taschenbuchvlg.
Meeressarg / Fabian Risk Bd.6 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Lange habe ich auf diese Fortsetzung gewartet, darauf endlich wieder einzutauchen in die Geschichte rund um Fabian Risk und seine Familie, dem erbitterten Kampf zwischen Dunja Hougard und Kim Sleitzner beizuwohnen. Und ich habe alles um mich vergessen und gerne Unwichtiges liegen lassen, weil das Buch so unglaublich gut ist und einfach in einem Schwung gelesen werden musste! Angefangen bei dem gut gestalteten Cover, über den fesselnden Schreibstil des Autors, bis hin zu der facettenreichen Story des 6. Teils dieser grandiosen Reihe. Ahnhem schreibt wieder unglaublich gut, immer detailliert, aber nie langweilig, immer ein wenig hintergründig, aber nie zu kompliziert, ständig springt er zwischen den einzelnen Erzählsträngen und Geschichten hin und her, aber nie verlieren die Leser/innen den Überblick. Und nie reißt die Spannung ab, nach jedem Kapitel möchte man sofort weiter lesen. Die Story ist unglaublich gut aufgebaut und das ja schon über einige Bücher hinweg. Die Hauptpersonen werden ganz langsam und realistisch weiterentwickelt, immer nachvollziehbar für die Leser/innen. Das Privatleben der Figuren nimmt viel Platz ein, trotzdem gibt es immer auch einen guten Fall, den es zu lösen gilt. Natürlich leidet man auch diesmal wieder mit Fabian Risk und hofft sehr, dass Hougard diesem fiesen Sleitzner endlich das Handwerk legen kann. Das macht das Buch aus, diese Mischung aus Gut und Böse, einer spannenden Story, um die sich die Hauptgeschichte rankt. Und die Kunst die Leser/innen zu überraschen, mitleiden zu lassen und uns durch die tollen Hauptpersonen die Gelegenheit zu geben durchgängig mit Ihnen mit zu fiebern. Mir macht der Schreibstil von Ahnhem einfach so viel Spaß, immer ein wenig ironisch, bei bestimmten Personen, aber einfühlsam wenn es um die Gefühlswelt der Hauptprotagonisten geht. Immer am Puls der Zeit, wenn es um die Nutzung neuster Techniken geht, die aktuelle Lage im Blick, baut er stets unterschiedlichste Randfiguren gekonnt neu ein und manchmal auch wieder aus. Er findet immer die richtige Mischung und jedes Buch hat einfach alles, was ein guter Thriller benötigt. Fazit: „Meeressarg“ hat mir viele Stunden Lesespaß am Stück beschert. Nicht unerwartet, aber trotzdem ein großes Vergnügen ein weiteres Stück des “Krimilebens“ mit Risk, Hougard & Co gehen zu können. Ich bin komplett in die Geschichte eingetaucht, habe gespannt einfach immer weiter lesen und war schon zwischendurch ein bisschen traurig, dass es bald wieder vorbei ist. Mehr kann ein Buch nicht bieten, mich hat es begeistert.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Wenn man für ein Buch alles stehen und liegen lässt…!"

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Phoebe & Layla: Von Menschen, Möpsen und anderen Katastrophen
Phoebe & Layla: Von Menschen, Möpsen und anderen Katastrophen

Phoebe und Layla und ihre Herrchen Uwe und Oliver dürfen in diesem Buch wieder einige turbulente Situationen meistern. Dabei sind natürlich auch Barbara und Anna mit ihren Hunden Hector und Angelo, aber auch ein neuer Hund spielt eine große Rolle in diesem Buch. Das Cover ist wieder liebevoll gestaltet und zeigt natürlich die Titelfiguren "Phoebe" und "Layla", die es auch in echt gibt. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und haben auch meist einen realen Hintergrund. Der Schreibstil insgesamt ist ausgezeichnet. Toll war vor allem, dass das Buch aus Sicht der Hündin Phoebe erzählt wird und so natürlich auch sehr humorvoll beschrieben wird, wie sich die Hunde untereinander anleiten, um die Menschen zu erziehen bzw. sich einfach unterhalten - über menschliche und hündische Angelegenheiten. Dazu gibt es auch wieder skurrile Personen - hier v. a. in Form der Testerin. Es gibt aber auch einige sehr emotionale Szenen v.a. mit Charly und natürlich mit den titelgebenden Hauptprotagonistinnen. Ich selbst habe 2 Hunde, einer davon heißt sogar Phoebe. Dazu habe ich jetzt auch einen Hundewelpen. Jedem Hundebesitzer kann ich diesen Roman nur ans Herz legen. Aber auch "Nicht-Hunde-Menschen" wird das Buch gefallen. Den 2. Teil "Layla" habe ich noch nicht gelesen, werde dies aber sicher nachholen. Man kann dieses Buch aber auch für sich alleine lesen, da am Anfang Phoebe das Wichtigste der bisherigen 2 Bände zusammenfasst. Ich hoffe, dass es noch mehr tierische Abenteuer rund um Phoebe und das Hotel zu lesen geben wird. Fazit: Humorvoller und emotionaler Roman aus Sicht einer Hündin. 5 von 5 Sternen

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Tod eines Haderlumpen: ein Niederbayernkrimi (Quirins Mordsfälle)
Tod eines Haderlumpen: ein Niederbayernkrimi (Quirins Mordsfälle)
Taschenbuch

Quirin will zusammen mit seinem Freund Kurt in Tuttlingen Weihnachten feiern. Doch sein Kollege Rolf informiert ihn, dass ihre Kollegin Sabine unter Mordverdacht steht. Quirin kehrt nach Straubing zurück, um den wahren Mörder zu finden. Doch um etwas herauszufinden, muss er inoffiziell ohne seine Kollegen ermitteln. Das Cover passt perfekt zur bisherigen Reihe und sehr gut zum vorliegenden Buch, auch wenn der Griff des Messers eine falsche Farbe aufweist. Der Schreibstil der Autorin ist einfach genial. Die Protagonisten werden ebenso wie die Orte perfekt in Szene gesetzt. Der Dialekt macht das ganze noch besser. Nach dem 1. Teil, war dies für mich das 2. Buch dieser Reihe und Teil 2 werde ich sicher noch nachholen. Jede Hauptfigur hat ihre eigene Geschichte und macht sie so mehr oder weniger sympathisch. Auch wenn reichlich Humor in dem Buch zu finden ist, liegt hier doch das Hauptaugenmerk auf den Krimi, der wirklich spannend geworden ist und zum Miträtseln einlädt. Der Übergang der Autorin in ein doch anderes Genre ist ihr absolut gelungen, auch wenn natürlich auch Erkül Bwaroo knifflige Fälle zu lösen hatte. Fazit: Humorvoller Regional-Krimi. Wer "Rita Falk" oder "Der Bulle von Tölz" mag, ist hier auf jeden Fall goldrichtig. 5/5 Sternen

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Die Früchte, die man erntet / Sebastian Bergman Bd.7 (eBook, ePUB) von Rowohlt Verlag GmbH
Die Früchte, die man erntet / Sebastian Bergman Bd.7 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Ab dem ersten Buch von Hjorth und Rosenfeldt wurde jede Fortsetzung von mir sehnsüchtig erwartet und jeder Teil für sich war bisher einfach immer richtig klasse, darauf konnte ich mich als Leserin dieser Reihe bisher stets verlassen. Genauso ist es mir glücklicherweise auch mit diesem 7. Teil gegangen. Von den Autoren stets, wie gewohnt gut, in tollem Schreibstil geschrieben, durchgängig spannend, immer unterhaltsam und kurzweilig. Die fantastisch kreierten Hauptprotagonisten, allen voran Sebastian Bergman, aber auch Vanja, Carlos, Ursula und Torkel und natürlich Billy – wie schön allen wieder zu begegnen und zu sehen was seit dem letzten Buch passiert ist. Und da haben sich die Autoren wieder einiges einfallen lassen. Deshalb wird diese Reihe auch nie langweilig, weil immer neue Dinge passieren, die Rollen nie festgefahren sind, sondern alles immer mal durcheinander gewürfelt werden kann. Die Figuren werden stets weiterentwickelt. Mal in eine positivere Richtung, mal wird das Böse im Menschen hervorgeholt. Das zieht sich immer schon durch die alle Bücher dieser Reihe und ist auch in diesem Teil wieder perfekt gelungen. Herausragend für mich ist diesmal die zweite Hälfte des Buches, deshalb möchte ich sie besonders hervorheben. Im Vordergrund steht im ersten Teil eher der neuste Fall der Reichsmordkommission und die neue Führungsrolle Vanjas und ihr Umgang damit, aber die Aufarbeitung der Mordlust ihres Kollegen Billy in der zweiten Hälfte des Buches und den Anteil den Bergman & Co daran haben, das ist Thriller-Stoff der Extraklasse. Fazit: Dieses Buch macht einfach Spaß, vom Cover angefangen, über die Story und die Entwicklung der Figuren, es ist kurzweilig von der ersten bis zur letzten Seite, spannend und oft werde ich als leidenschaftliche Thriller/Krimi-Leserin doch noch überrascht. Und es ist immer ein bisschen traurig, wenn man fertig ist und das Warten auf eine Fortsetzung beginnt…aber das sagen zu können, macht wohl guten Lesestoff aus! Eine klare Empfehlung von mir…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Und wieder hat sich das Warten mehr als gelohnt…!"

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Hundherum Heldenhaft von MariPosa Verlag
Hundherum Heldenhaft

In 26 kurzen Geschichten über mehr oder weniger heldenhafte Hunde zeigen uns 21 Autoren in dieser Anthologie ihre Schreibkünste und ihre Liebe zu Hunden. Das Cover des Buches ist passend und weckt sofort die Aufmerksamkeit jedes Hundeliebhabers. Die Geschichten (wie auch die Autoren) sind sehr vielfältig: mal zum Lachen, dann eher traurig, berührend und emotional. Auch der Schreibstil der Autoren ist oft grundverschieden: von schwierigem Schreibstil mit langen Sätzen und komplexer Handlung geht es über "normal/durchschnittlich" bis zu eher sehr einfachem Schreibstil mit sehr kurzen Sätzen und einfacher Handlung, die auch als Schüleraufsatz durchgehen würde. Die Kurzgeschichten dauern durchschnittlich 5 - 6 Seiten, und passen auch perfekt in dieser Länge für dieses Buch. Die meisten Geschichten waren grandios, einige guter Durchschnitt und wenige konnten nicht meine Begeisterung erwecken. Und trotzdem kann ich das Buch jedem Hundeliebhaber nur ans Herz legen, denn er wird sich bzw. seinen Hund in vielen Stories wiederfinden. Und dass der Erlös des Buches an ein Hundehospiz geht, kann ich natürlich nur gutheißen. Fazit: Tolle Hunde-Anthologie. 5 von 5 Sternen

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Die Sieben Türen: Ein Barcelona-Krimi
Die Sieben Türen: Ein Barcelona-Krimi
Taschenbuch

Der junge Gabriel Camarasa ist 1874 gerade mit seiner Familie von London nach Barcelona zurückgezogen, als es beim Zeitungskonkurrenten brennt. Dabei wird Gabriel fast von einer Straßenbahn überfahren (sic!), doch der Architekturstudent Antoni Gaudi rettet ihn davor. Die beiden Jugendlichen freunden sich an, während Gabriels Vater nicht nur unter Verdacht steht das Feuer beim Konkurrenten gelegt , sondern auch jemanden erstochen zu haben. Das Cover des Buches passt zu einem historischen Buch besser als zu einem Krimi und wirkt daher für mich nicht wirklich ansprechend. Genau so beginnt auch das Buch, denn für das erste Drittel des Buches (fast 200 Seiten!) ist der Brand zu Beginn das einzige was einigermaßen mit einem Krimi zu tun hat. Ansonsten sind die Beschreibungen der damaligen Zeit, der Orte und der Personen sehr bildhaft beschrieben - teilweise schon etwas sehr langatmig, sodass ich schon fast geneigt war, das Buch nach ca. 150 Seiten abzubrechen. Dazu wirbt das Buch natürlich auch mit Gaudi. Allerdings hat der mitspielende Gaudi doch nur marginale Ähnlichkeiten mit dem berühmten Architekten. Auch den deutschen Titel finde ich absolut misslungen: "Die sieben Türen" sind ein Lokal in dem Gaudi und Gabriel zu Beginn des Buches öfters essen gehen, mit der Handlung hat es rein gar nichts zu tun. Der Originaltitel "G" wäre hier auch in Deutsch (vielleicht als "Señor G") passender, origineller und interessanter gewesen. Insgesamt wirkt das Buch gut recherchiert, allerdings hat man aufgrund des Genres Krimi eine völlig andere Erwartungshaltung als Leser. Wenn ein Krimi in ein historisches Ambiente eingewickelt ist, mag ich das; während ich rein historische Werke äußerst selten lese. Und hier ist der Krimi eben nur eine Nebenhandlung, die zwar gut eingebettet wurde, aber weder genug Raum einnahm, noch für Überraschungen oder ausreichend Spannung sorgen konnte. So muss sich der (Krimi-) Leser beinahe 200 Seiten (von ca. 500) durch langatmige Belletristik-Szenen und Historie durchquälen bis es letztendlich zu einem Krimi kommt, der annähernd klassisch daherkommt, aber eben ohne Überraschungen und auch auf den Weg dahin immer wieder durch vieles andere in den Hintergrund gerückt wird. Fazit: Als Historienroman 4, als Krimi gibt es nur 2,5 Sterne.

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A. S. Tory und das Spiel mit der Zeit von tredition
A. S. Tory und das Spiel mit der Zeit
Taschenbuch

2020: Die Corona-Pandemie hat die Welt im Griff. Als A.S. Tory den mittlerweile 18-jährigen Sid und seine ältere Freundin Chiara sie einlädt in Frankfurt in einer alten Villa auf Zeitreise zu gehen, stimmen sie daher gleich zu. Und schon nach kurzer Zeit sind die beiden gefangen in den Parallelen zwischen den Zeiten. Denn sie wollen dem Geheimnis von 2 Männern der Familie auf den Grund gehen, die aus den Erinnerungen ausgelöscht werden sollten. Und es zeigen sich viele Parallelen zwischen den Zeiten. Das Cover passt perfekt zum Buch, ebenso wie zur ganzen Reihe und zeigt die Hauptfiguren, die sich auch auf dem Cover leicht verändert haben. Der Schreibstil der Autorin ist erneut grandios; Orte und Charaktere werden wunderbar beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich von Band zu Band weiter. Die Story wirkt wieder gut durchdacht und kommt erneut ohne wirkliche Action-Szenen aus. Dafür überzeugt die Geschichte durch ihre Emotionen und ihren Charme. Sid selbst gefällt mir ebenfalls sehr gut. Trotz seiner Schüchternheit ist er doch sehr charismatisch, wie auch Chiara. Und aus genau diesem Grund ist dieses Buch ein echter Pageturner geworden. Man will einfach immer weiterlesen - und da ist es auch egal, wenn man kein Jugendlicher mehr ist. Obwohl in manchen Szenen auch ein wenig Humor zu finden ist, überzeugt das Buch durch seine Emotionen, die losgetreten werden und fast das ganze Buch über nicht abbrechen zu berühren. Ich würde es Lesern ab 14 Jahren empfehlen - Alterslimit gibt es dafür sicher keines. Ich könnte mir das Buch auch gut als Lesestoff für die Schule vorstellen. Erneut hat sich die Autorin ernster Themen - hier v.a. die Thema Pandemie und Diversität - angenommen und es sehr gut behandelt. Das Buch ist leider der 4. und letzte Teil um die beiden charismatischen Hauptdarsteller Sid und Chiara. Aber das Ende lässt doch eine Fortsetzung in etwas anderer Form erwarten. Und auch die Autorin schreibt im Nachwort, dass sie sich jetzt zwar anderen Projekten widmen möchte, aber trotzdem die beiden "Roadtripper" in andere Bücher einfließen lassen möchte, sodass ich auf ein baldiges Wiederlesen hoffe. Fazit: Abschluss einer zum Nachdenken anregenden Jugendbuch-Tetralogie. 5 von 5 Sternen

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Niemalsland: Roman
Niemalsland: Roman

Als Richard Mayhew mit seiner Verlobten zu einem wichtigen Essen mit ihrem Chef eilt, fällt im ein verletztes Mädchen für die Füße. Richard nimmt sie mit nach Hause und plötzlich kennt ihn niemand mehr in "Oberlondon". Deshalb folgt er Door nach Unterlondon, wo er unfassbare Abenteuer erlebt, die ihn sein Leben kosten könnten. Dabei will er doch nur sein altes Leben zurück. Ungewöhnlich ist, wie das Buch zustande kam: Zuerst gab es eine 6teilige TV-Serie (leider nicht im deutschsprachigen Raum), dann gab es eine erweiterte Buchfassung für Großbritannien und schließlich auch eine für die USA. Zu guter Letzt kam dann diese ungekürzte Version heraus, die die beiden Bücher aus GB und USA in ein Buch zusammenfasst. Am Ende des Buches findet man dann neben einem alternativen (2.) Prolog auch noch eine kurze Bonus-Geschichte über den Marquis, die man auch gut selbst in das Buch hineingeben könnte. Das Cover (dieser ungekürzten Fassung) ist brillant gemacht und passt großartig zum Buch. Es ist auch das beste Cover das das Buch in all seinen Formen bisher hatte. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildgewaltig dargestellt. Die Handlung ist sehr gut konstruiert; der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf hohem Niveau. Gespickt ist das ganze mit typisch britischem, trockenem, teilweise sarkastischem Humor, der mir sehr gut gefiel. Viele Fragen, die sich auch komischerweise Richard nie stellt, bleiben leider unbeantwortet - da es aber angeblich eine Fortsetzung geben soll (was das Ende auch erwarten lässt), wird hier hoffentlich noch einiges geklärt. Kleine Überraschungen gab es in dem Buch auch, große allerdings nicht. Eine Verfilmung (wie die bereits ursprüngliche) kann ich mir gut vorstellen, auch wenn nicht alles perfekt in diesem Buch war. Ein bisschen hat das Buch sicher auch Inspiration durch Alice im Wunderland" bekommen - aber eben nur ganz wenig. Fazit: Fantasy-Roman mit guten Ideen - die Fortsetzung ist dann hoffentlich noch besser. 4 von 5 Sternen

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Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman
Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman
lacastra

Wieder ein großartiges Buch! Stuart Turton schaffte es bereits mit seinem Debüt "Die Sieben Tode der Evelyn Hardcastle" einen mehr als außergewöhnlichen Kriminalroman abzuliefern, der mich von der ersten Seite an bis hin zum großen Finale fesseln konnte. Mit "Der Tod und das dunkle Meer" legt er nun nicht weniger beeindruckend nach. Auch hier fühlt man sich nach wenigen Seiten wieder direkt als Teil der Geschichte, dem eindringlichen und wunderbaren Schreibstil des Autors geschuldet. Und diese Geschichte hat es erneut in sich, sie ist spannend, düster und enthält die ein oder andere geheimnisvolle Verstrickung, daher sollte man neben dem ohnehin lesbaren Klappentext auch gar nicht mehr zur Handlung verraten. Auch die Figuren sind wieder so beschrieben, dass man mit ihnen mitfiebert und sich in sie hineinversetzen kann (wenn auch nicht ganz so hineinversetzen wie in "Evelyn Hardcastle", wers gelesen hat versteht die Anspielung). Für mich ist dieses Buch genau wie Stuart Turtons Erstlingswerk eine unbedingte Leseempfehlung für fast alle. Lediglich wer extrem realistische Kriminalfälle sucht und sich nicht auf eine unter Umständen fantastische Prämisse einlassen will, der sollte den Kauf nochmal....ach was, lest einfach das Buch!

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Die Rückkehr der Zwerge 2: Roman
Die Rückkehr der Zwerge 2: Roman

Sie sind zurück...mal wieder! Erneut kehrt Markus Heitz zurück ins geborgene Land, um die Geschichte der Zwerge doch noch einmal fortzusetzen. Die Handlung setzt einige hundert Zyklen (Jahre) nach dem letzten Band an und laut Klappentext wird nicht zwangsläufig Vorwissen benötigt, meiner Meinung nach gehen dann jedoch so einige Aha-Momente verloren. Ich würde eher sagen, das Buch eignet sich auch für Leser, bei denen die Vorgängerbände schon einige Zeit zurückliegen, so kommt einem beim Lesen vieles wieder ins Gedächtnis. Die neu etablierten Hauptfiguren können größtenteils überzeugen, jedoch finde ich Goimron als neuen Protagonisten noch etwas eindimmensional, allgemein ist Charakterzeichnung in diesem Buch jedoch nicht der große Kauf- /Lesegrund. Dafür überzeugt erneut die detailliert ausgearbeitete Welt mit ihren fantastischen Schauplätzen und gefährlichen Bewohnern. Wer wie ich die vorangegangenen Bände bereits geliebt hat, der wird hier sicher nicht enttäuscht...und Teil zwei der neuen Reihe steht ja quasi schon in den Startlöchern. Wenn man mit Markus Heitz Zwergen noch keinerlei Berührungspunkte hatte, empfehle ich jedoch definitiv, vorher die ersten Bücher der Reihe zu lesen. Einfach aus dem Hintergrund, weil das Wissen aus den Vorgängern das Leseerlebnis im neuen Buch steigert.

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Eden
Eden

In Zeiten der starken Umweltverschmutzung werden 13 Zonen der Natur zurückgegeben. Das Betreten dieser Gebiete ist verboten, doch gilt es als "Extrem-Sport" diese Zonen zu durchwandern. So machen sich Jenn, ihr Freund Aaron, ihr Vater Dylan und ein paar Freunde auf, um die einzige Virgin Zone "Eden", die scheinbar noch nie jemand durchwandert hat, zu durchqueren. Jenn weiß aber auch, dass ihre Mutter Kat vor kurzem ebenfalls nach Eden wollte. Doch die Natur hat sich längst ihren Platz erkämpft und will sich die Ruhe nicht durch Menschen stören lassen. Das Cover des Buches passt ausgezeichnet zum Buch, auch wenn es nicht wirklich außergewöhnlich ist. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte werden dem Leser detailreich dargestellt. Die Charaktere wirkten authentisch und waren in ihrer Verschiedenartigkeit sympathisch. Nachdem es die erste Hälfte des Buches eher ruhig zugeht, wurde der Rest dann actionreich und ich würde das Buch auch daher den Genres Horror und Dystopie zuordnen; als Thriller würde ich es aber nicht bezeichnen. Der Spannungsbogen war gut und hoch gespannt, auch wenn wirklich große Überraschungen ausblieben. Das Buch ist aber insgesamt nicht immer logisch, denn wenn die Zonen nicht abgesichert sind, wie soll es hier dann keine Luftverschmutzung geben bzw. Wasserverunreinigungen durch die Flüsse? Und die Tiere, die teilweise nicht in diesem Gebiet angesiedelt sind - wie kommen sie hierher und warum verlassen sie das Areal nicht? Auch sonst bleiben einige Fragen, die ich mir stellte, leider unbeantwortet. Gut gemacht sind die einleitenden Worte zu jedem Kapitel, die einiges erklären. Auch dass einige Kapitel von Kat erzählt werden, passte sehr gut. Fazit: Horror-Dystopie mit sehr interessantem Setting, das aber noch besser durchdacht hätte werden sollen. 4 von 5 Sternen

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Der Schatten von Tulum
Der Schatten von Tulum

Jake Friedman ist ein erfolgreicher Investment-Banker für Lateinamerika und Mexiko. Er ist glücklich verheiratet und trotz seiner 55 Lebensjahre noch sehr ehrgeizig. Als er für eine Geschäftsreise nach Mexiko muss, wird er entführt. Zuerst glaubt er, dass das alles mit seinem Beruf zu tun hat, doch schon bald glaubt er, dass es mit seiner Vergangenheit zu tun hat, als er als junger Mann als Harry Simms einige Zeit in Mexiko verbrachte. Das Cover des Buches ist unscheinbar und für das Genre nicht wirklich ansprechend, obwohl es natürlich perfekt zu Mexiko passt. Aber es ist eher ein Cover für ein Sachbuch. Das Buch selbst ist mit Einband und Schutzhülle hochwertig. Der Schreibstil des Autors ist an und für sich gut; Orte und Charaktere werden ausreichend dargestellt. Teilweise wirkt der Schreibstil etwas nüchtern. Die Handlung wechselt zu Beginn zwischen Gegenwart und Vergangenheit; später dann zwischen Jakes und Sharons Gegenwart hin und her. Dies erhöht teilweise die Spannung, die aber nie ihren Zenit erreicht - auch aufgrund wirklich fehlender Überraschungen. SO bleib ich zwar interessiert an dem Buch dran, konnte aber leicht Lesepausen einlegen, denn ich musste nicht unbedingt wissen, wie es weitergeht. Einem Genre zuzuordnen ist das Buch nicht. Zu Beginn dreht sich vieles um Finanzen und um den Road-Trip in Jakes Jugendjahren; mit der Entführung kommen kurz Krimi- /Thrillerelemente hinzu und dann ist eher die Mystik im Vordergrund. Keines dieser Genres wird aber wirklich ausgereizt (auch die Liebesgeschichte nicht). So wirkt das ganze Buch irgendwie kunterbunt zusammengewürfelt, obwohl sich die Handlung natürlich als roter Faden durchs Buch spannt. Interessant ist hingegen die historische Komponente, die einen sehr guten Einblick hinter die Kulissen Mexikos vermittelt. Hier wurde auch hervorragend recherchiert. Fazit: Interessanter, komplexer Roman, der aber seine Chancen nicht optimal nützt. 3,5 von 5 Sternen

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Verschollen in der Poison Bay: Ein Neuseeland-Krimi (Wild Crimes, Band 1) von Small Blue Dog Publishing Pty Ltd
Verschollen in der Poison Bay: Ein Neuseeland-Krimi (Wild Crimes, Band 1)
Taschenbuch

4 Männer und 4 Frauen machen sich auf zu einer Wanderung in Neuseeland. Es ist das erste Klassentreffen nach 10 Jahren, nach dem Selbstmord einer Freundin vor aller Augen. Eine davon ist die Fernsehreporterin Callie Brown. Doch bald schon merken 7 Freunde, dass Bryan sie in eine Falle gelockt hat. Wie können sie überleben? Das Cover des Buches ist nicht außergewöhnlich, passt aber hervorragend zum Buch und ist auch gut gelungen, v.a. durch die Person am rechten unteren Eck, die man unschwer als Callie identifizieren kann. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft und bildgewaltig dargestellt. Das Thema des Buches ist an sich nichts Neues: Seit "Und dann gabs keines mehr/10 kleine Negerlein" von Agatha Christie haben sich schon einige Autoren von Büchern und TV des Themas angenommen, dass jemand ca. 10 Leute auf eine Insel etc. einladet und dort eine Person nach der anderen ermordet wird. Auch der Täter ist meistens mehr oder weniger der gleiche. Und doch konnten mich die meisten dieser etwas abgekupferten Stories doch überzeugen. In diesem Buch kommt natürlich das Ambiente hinzu und dass es Helfershelfer gibt, dafür ist das Motiv schon von Beginn an klar und ein Mittäter kann vom Leser ebenfalls schon früh identifiziert werden. Eine der "Gefangenen" ist Diabetikerin. Während das Buch in sonstigen Belangen ausgezeichnet recherchiert ist, bedankt sich die Autorin auch über die Informationen über Diabetes. Diese Informationen hat sie allerdings sicher erst bekommen, nachdem das Buch zur Hälfte geschrieben war. Während nämlich in der 2. Hälfte das Problem die fehlenden Kohlenhydrate sind, die die Diabetikerin bekommt, ist es am Anfang das Insulin, das nur für einen gewissen Zeitraum reicht. Und wenn man keine Kohlenhydrate (oder nur sehr wenige zu sich nimmt, benötigt man dann sicher kein oder weniger Insulin als bei gewohntem Essverhalten. Trotz allem konnte mich dieser Auftakt der Wild-Crimes-Reihe perfekt unterhalten. Fazit: Trotz Vorhersehbarkeit und starken Parallelen zu anderen Büchern kann es überzeugen. 4,5 von 5 Sternen

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Romeo und Julian: Theaterstück Leben von Wreaders Verlag
Romeo und Julian: Theaterstück Leben
Taschenbuch

Im Schloss Königsstein werden Kinder reicher Eltern unterrichtet, während sie im Internat leben. Nicholas von Burghofen ist in der Abiturklasse. Aufgrund seiner Homosexualität und seines Zynismus´ ist er ein Einzelgänger. Er lässt keine Gefühle an sich ran und benutzt Jungs nur zu seiner Befriedigung. Sein Zimmernachbar Tobi möchte, dass er wieder im Basketballteam spielt, wo er aufgrund seiner Homosexualität aufhören musste. Der 2 Jahre jüngere Losian hat andere Probleme: Er wird mit einem Außenseiter in ein Zimmer gesteckt. Er steht auf Nicholas, traut sich aber nicht, sich vor irgendjemanden zu outen - auch nicht vor seinen besten Freunden. Der neue Basketball-Trainer leitet auch die Theater-AG, wo "Romeo und Julian", eine schwule Version des bekannten Shakespeare-Stücks aufgeführt wird - und Losian und Nicholas treffen sich sowohl beim Basketball, als auch beim Theater. Das Buch wurde in seiner neuen Auflage mit anderem Cover bei anderem Verlag veröffentlicht. Das neue Cover ist absolut passend und ausgezeichnet gemacht. Der Schreibstil des Autors ist wundervoll; Orte und vor allem Charaktere werden bildhaft beschrieben. Man kann mit den Protagonisten absolut mitfühlen, denn nach einiger Zeit kann man auch Pascal und vor allem Nicholas verstehen, warum sie so sind, wie sie sind und nur schwer aus ihrer Haut heraus können. Bezeichnend für das Buch ist, dass es trotz über 600 Seiten nie langweilig wird, ohne dabei auf Sex-Szenen zurückgreifen zu müssen. Das Buch ist sehr vielfältig, es geht um Mobbing, Homophobie, Ausgrenzung, Akzeptanz und natürlich Gefühle, die das Buch perfekt auf den Leser übertragen kann. So wird die Message des Buches deutlich gezeigt ohne vom berühmten Holzhammer Gebrauch zu machen. Aufgrund vieler verschiedener Charaktere bleibt das Buch immer spannend und gefühlvoll. Und manche Stellen konnten auch definitiv überraschen. Fazit: Tolles Buch rund um Homosexualität und Ausgrenzung mit wundervoller Message. 5 von 5 Sternen

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Regenesis von Hybrid Verlag
Regenesis

In China wird ein 8-jähriger Junge entführt, der außergewöhnlich gut hören kann. Sein Vater, ein Ex-Söldner, will ihn wiederfinden. Gleichzeitig wird in Frankreich ein biologisches Forschungslabor gehackt. Nur Elaine bemerkt es und begibt sich damit nicht nur in Gefahr, sondern auch auf eine Reise, die ihr Lebensbild auf den Kopf stellt. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Man merkt auch, dass der Autor sich in der digitalen Welt gut auskennt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und authentisch beschrieben. Die ganze Story wird insgesamt sehr rasant erzählt, speziell am Schluss wird es noch rasanter und actionreicher. - ja fast schon zu rasant. Das Hauptthema des Buches, Genetik, wird in diesem Buch leider etwas zu kurz gehalten. Insgesamt bleibt vieles verborgen, was mit den Kindern und der Genetik zu tun hat. Auf der anderen Seite bietet das Buch somit - und auch durch das Ende - definitiv Raum für eine Fortsetzung, die ich definitiv auch lesen würde. Besonders gut hat mir gefallen, dass die 2 Handlungsstränge hier in den Kapiteln abwechselnd erzählt werden, bis sie auf einer namenlosen (warum auch immer!) Insel zusammengeführt werden. Fazit: Actionreicher, rasanter Thriller, der leider die Genetik etwas in den Hintergrund rückt. 4 von 5 Sternen

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Manchmal sucht sich das Leben harte Wege: Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben
Manchmal sucht sich das Leben harte Wege: Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben

Die Autorin erzählt neben ihrem eigenen Verlust und ihrer eigenen Verarbeitung auch weitere wahre Fälle, wo nahe Angehörige verstorben sind und die "Überlebenden" die Trauer und den Schmerz realisieren müssen und wie sie damit umgingen bzw. umgehen. Das Cover des Buches ist wunderschön, passt perfekt zum Buch und drückt Trauer, aber auch Hoffnung zugleich aus. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Sie beschreibt die Situation sehr emotionsvoll und geht in den Interviews, die sie dann in Geschichten verpackt, sehr einfühlsam um. Die Geschichten zeigen, dass jeder seine eigene Art hat mit Verlusten und der dazugehörigen Trauer umzugehen, dass es aber auch viele Gemeinsamkeiten gibt, was einfach jeder braucht, um einen Todesfall so zu verarbeiten, dass das eigene Leben nach einiger Zeit auch wieder auf normalen Bahnen verläuft und man wieder glücklich werden kann. Einige Stories haben mich besonders berührt, v.a. wenn ich an den Umgang von Martin mit dem Verlust fast seiner ganzen Familie denke. Aber auch andere Schicksale haben mich nicht nur emotional gepackt, sondern man konnte sich auch in der einen oder anderen Situation wiederfinden, denn wer hatte noch nicht mit einem Todesfall von einem nahestehendem Menschen zu tun? So zeigt das Buch ganz gut, wie man so schwere Schicksalsschläge meistern kann, v.a. wenn man das passende Umfeld hat. Und umso wichtiger ist das Buch, um anderen in schweren Zeiten auch beistehen zu können. Fazit: Emotionale Schicksale und wie sie gemeistert wurden/werden mit wichtigen Ratschlägen einfühlsam geschrieben. 5 von 5 Sternen

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Wa(h)re Gesundheit: Der Gesundheitskompass im Therapie-Dschungel
Wa(h)re Gesundheit: Der Gesundheitskompass im Therapie-Dschungel

 Was für ein tolles und hilfreiches Buch. Ich bewundere sehr wie Medizinredakteur Krystian Manthey seinen Weg zu einem gesunden Leben inzwischen gefunden hat und finde es richtig interessant und spannend, wie er uns Leser*innen das näher bringt.   Durch den eigenen Leidensweg nach alternativen Ansätzen suchen, weil die „normalen“ Wege im klassischen Gesundheitswesen nicht immer hilfreich sind. Das war wohl sein Motto - gezwungenermaßen. Er erklärt den Leser*innen in diesem Buch gekonnt warum Schlaf, Bewegung und Ernährung so wichtig sind. Warum Stress, Umwelteinflüsse und falsche Herangehensweisen an Krankheiten sich negativ auswirken können, z.B. auch warum Schmerzen als eine Art „Erziehung“ des Körpers zu sehen sind. Die Tücken unseres Gesundheitswesens erklärt er detailliert, aber nie kompliziert, immer ausführlich, aber nie langweilig.   Er hilft den Leser*innen einen eigenen guten neuen Weg zu suchen und im besten Fall zu finden. Alles in vielen Kapitel, übersichtlich aufgeteilt, jeweils mit einer Zusammenfassung und wertvollen kleinen Tipps. Ein tolles Buch, finde ich. Ich habe es gerne gelesen und war überrascht, wie spannend so ein medizinisches Sachbuch sein kann. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht alles umsetzten kann/werde/möchte, hat es ein wenig neuen Schwung in meinen Alltag gebracht und es hat mich viele Dinge neu überdenken lassen. Eine klare Empfehlung von mir…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ein Buch voller neuer Ansätze und spannender „Wahrheiten…“"

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Bewölkt aber trocken: Roman
Bewölkt aber trocken: Roman

Lucy ist eine beliebte Lehrerin, ist mit Lars verheiratet und hat eine pubertierende Tochter und einen 2-jährigen Sohn. Doch um mit dem Druck fertig zu werden, der auf ihr lastet, greift sie immer öfter zum Alkohol. Während ihre Tochter dies merkt und zu ihrem Vater Harald zieht, wird ihr Mann vor den Kopf gestoßen, als Lucy alkoholisiert einen Unfall verursacht - mit ihrem Sohn am Rücksitz. Ihr Leben scheint zu zerplatzen. Doch ihre beste Freundin Marie drängt sie zu einem Entzug. Vom Cover bin ich irgendwie hin- und hergerissen - einerseits passt es schon zum Buch (v.a. zum Titel) und bekommt mit den haptisch hervorgehobenen Regentropfen auch noch eine Aufwertung. Auf der anderen Seite ist es sehr - wenn nicht zu - unauffällig und sagt auch über den Inhalt des Buches nichts aus. Mit dem Lesebändchen bekommt die hochwertige Hardcover-Ausgabe noch ein weiteres Highlight hinzu. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und v.a. Charaktere werden bildhaft dargestellt. Sehr ungewöhnlich sind die meist sehr kurzen Sätze, die die Autorin verwendet. Am Anfang kam ich damit gar nicht zurecht, denn der Schreibstil erinnerte so eher an ein Kinderbuch. Mit Fortgang des Buches konnte ich mich immer mehr damit anfreunden. Einerseits passen diese Sätze auch zu der Alkoholikerin - und das Buch ist aus Sicht von Lucy geschrieben- andererseits ist Lucy eben Deutschlehrerin und kann sich sicher besser ausdrücken bzw. hat bezüglich Schreibweise sicher ein höheres Niveau, als diese kurzen Sätze. Auf der anderen Seite ist z.B. auch Bernhard Aichner für diesen Schreibstil bekannt. Das ernste Thema, das die Debüt-Autorin hier anspricht, ist gut verarbeitet - und auch genau mit der richtigen großzügigen Prise Humor- , sodass das Buch nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln einlädt. Fazit: Wundervolles Buch über Alkoholismus und Entzug, das mit einer Prise Humor aufbereitet wurde. 4,5 von 5 Sternen

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Das Gestern von morgen: Fight. Fail. Repeat. von Books on Demand
Das Gestern von morgen: Fight. Fail. Repeat.
Taschenbuch

Die 15-jährige Tomke kann es nicht fassen. Ihr zwei Jahre älterer Bruder Jannes wurde im Wald gefunden - schwer verletzt und dem Tode nah. Noch dazu wird er eines Verbrechens verdächtigt, da eine weitere Person ebenfalls schwer verletzt in seiner Nähe gefunden wurde. Als sie in Jannes gerade noch lebendige Augen sieht, kehrt sie in der Zeit zurück - zum Anfang des Tages. Doch wie kann sie Jannes retten? Sie findet viel heraus, sodass sie letztendlich nicht nur Jannes retten muss. Doch kann sie alle retten? Jedes Mal wenn sie in Jannes Augen sieht, kehrt sie an den verhän