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Rezensionen aus unserer Community

MagicsunsetSaintGermainlacastraJulesbbsnlFelixJen_Ahelga.sobekpippilottchenKrimiMimiEvitaan.annelieseRamyraportreachninamcwhiteFabianJoNaKenMartingabrmartlinuxvanhagenDevotaNellyalexanderroscher1Heinerjensradiofreaksvealoudwinmadalinapirnau85graefinPierre57tanjatanja3s0t3r1k3rInga_KrausMinaMsonjazahra2017Aleksfranzi_liestobjectsinhyperspaceRoboAlexaCookloungeBBQpimabikamelaniekLexyherr_opunkt_bepunktsotu888Luca.calicchiosdfsdhanneloreKlabauterfamiliedr.vollmann
Das Geheimnis des Bussards von TWENTYSIX
Das Geheimnis des Bussards

Der Archäologe Henry Voigt, seine Freundin Charline und sein Assistent Isaac sind gerade bei der Eröffnung eines Museums in Uganda, als ihn ein mysteriöser Anrufer dazu bringt an einer geheimen Auktion in London teilzunehmen und ein bibelähnliches Buch zu ersteigern. Doch er wird überboten und bekommt erneut einen Anruf: Um seinen Freund Frank zu retten, soll er das Buch beschaffen und den Schatz des Piraten La Buse finden. Das Cover des Buches ist wieder sehr gut gelungen, obwohl der Bussard im Buch ja nur ein Spitzname und kein wirklicher Vogel ist. Der Schreibstil des Autors hat sich seit Band 1 definitiv um Welten verbessert. Die Charaktere bekommen Farbe, ebenso werden die Orte sehr gut dargestellt. Zudem entwickeln sich die Charaktere toll weiter. Wie schon in den vorherigen Büchern der Reihe wirkt auch dieses Buch großartig recherchiert, was man auch durch das Nachwort des Autors sehr gut nachvollziehen kann. Die Spannung beginnt bereits mit dem Prolog und bleibt bis zum Epilog auf sehr hohem Niveau. Längen oder auch eine gehetzte Handlung, wie ich beim 1. Band noch zu kritisieren hatte, waren hier nicht zu finden, obwohl manches schon rasch über die Bühne geht und der Autor dies sicher noch etwas ausschmücken hätte können. Einige stilistische bzw. Rechtschreibfehler waren wieder vorhanden, was durch ein Lektorat/Korrektorat definitiv verbessert werden könnte. Ein geheimnisvolles Phantom scheint ein neuer Gegner von Henry zu werden - seine Identität wird aber natürlich im Buch (Gott sei Dank) noch nicht verraten. Realität und Fiktion wurden hier ausgezeichnet miteinander verbunden. Erst durch eine Internetrecherche fand ich mehr über den wahren Piraten heraus und hätte mir bezüglich des Kryptogramms noch mehr Realität in die Fiktion gewünscht. Fazit: Die Reihe entwickelt sich immer besser. 4,5 von 5 Sternen

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Die Karte / Kerner und Oswald Bd.4 von Rowohlt TB.
Die Karte / Kerner und Oswald Bd.4
sbbsnl

Autor: Andreas Winkelmann ist ein erfolgreicher deutscher Schriftsteller, der z.B. auch unter dem Pseudonym Frank Kodiak als Thrillerautor erfolgreich ist. 1968 geboren in Liebenau, lebt er heute mit seiner Familie in der Nähe von Bremen. Bei „Die Karte“ handelt es sich im den 4. Band der Reihe um Kerner & Oswald. Inhalt: Eine Joggerin wird brutal ermordet, der Mörder scheint es auf diese Art von Sportlerinnen abgesehen zu haben und Hauptkommissar Jens Kerner jagt, mit seinen eigenen Problemen belastet, durch Hamburg, um den eiskalten Serienmörder zu stoppen. Ein Todesfall in den eigenen Reihen setzt Kerner ebenso zu, wie auch sein kompliziertes Verhältnis zu seiner Kollegin Rebecca Oswald und er steht sich selbst bei der Lösung der Fälle im Weg… Mein Fazit: Wie so oft kann man einen Thriller von Andreas Winkelmann in einem Rutsch durchlesen. Auch diesmal freut man sich darauf den Weg mit dem sich oft so schwer tuenden Kerner mitzugehen und darauf zu warten, wann und wie es endlich weitergeht mit ihm und Rebecca Oswald. Aber das ist ja eigentlich nur „Nebensache“. Winkelmann wartet wieder mit einer guten Story im gewohnten Stil auf, spannend geschrieben, immer wieder geht es hin und her, mal aus Sicht des Mörders, dann wieder aus der Sicht der Hauptpersonen. Er schreibt so, dass man schon weiß, was als nächstes passiert, aber irgendwie schafft er es trotzdem immer die Spannung aufrecht zu halten. Ein paar Nebenschauplätze, ein kleine Geschichte aus der Vergangenheit, die er einstreut, von der man nicht weiß, wohin uns das führen soll, machen das Buch abwechslungsreich und nie langweilig, Vielleicht ein bisschen viel privater Kerner, aber das gehört bei Krimireihen halt dazu. Es ist ein solider Thriller, man bekommt vom Autor das was man erwartet. Spannender Lesestoff, der zwar nichts Überraschendes auf Lager hat, aber gut unterhält, kurzweilig und durchgängig spannend ist. Wenn man diese Art Thriller mag und Winkelmann gerne liest, ist man bestens bedient mit diesem vierten Teil der Reihe. Mir hat es Spaß gemacht ihn zu lesen…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Kerner setzt alles auf eine Karte...!"

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Die Phönix Initiative: Das Synonym der Zeit (Bd.1 des Zeitreiseabenteuers)
Die Phönix Initiative: Das Synonym der Zeit (Bd.1 des Zeitreiseabenteuers)

Ein Asteroid rast 2134 auf die Erde zu. Doch trotz aller Technik kann man ihn nicht abwehren. Die letzte Chance besteht in einer Zeitreise ins alte Rom, wo 6 Auserwählte als römische Götter auftreten sollen, um die Technik-Evolution schneller voranzutreiben. Doch religiöse Gegner wollen dies mit allen Mitteln verhindern. Das Cover des Buches zeigt ganz klar Mia als Diana und passt daher hervorragend. Zudem ist es ein echter Hingucker, das perfekt gemacht ist. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Der Plot ist gut gewählt; die Spannung ist das ganze Buch über auf hohem Niveau. Zuerst ist man durch die "doppelten" Namen und die 2 Zeitebenen noch etwas verwirrt, aber gerade dies machte dann das ganze Buch erst zu dem, was es war, da es die Spannung aufbaute und dabei auch einen guten Einblick in die römische Geschichte gibt. Ein Namensregister hätte hier vielleicht etwas Verwirrung genommen. Die verschiedenen Charaktere waren einfach toll, weil sie so unterschiedlich sind. Am Ende der Kapitel gibt es oft Cliffhanger, sodass man einfach weiterlesen muss. Dabei wird es nie zu fantastisch, sondern bleibt dem SF-Genre treu. In einigen Szenen erinnert das Buch ein wenig an "Die Tribute von Panem" und definitiv wird durch das Buch auch die gleiche Zielgruppe angesprochen - wobei man es natürlich auch in "höherem" Alter noch genießen kann. Die Geschichte endet passend, aber natürlich ist das Ende doch in einigen Bereichen noch offen. Aber natürlich gibt es eine Fortsetzung auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Fazit: Toller Auftakt einer Zeitreise-Geschichte (nicht nur) für junge Erwachsene. 5 von 5 Sternen

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Das Ewigkeitsprojekt von Atlantis Verlag
Das Ewigkeitsprojekt
Taschenbuch

Dr. Sarah Berger erwacht eines morgens. Doch sie findet keine anderen Personen. Draußen ist nur dichter Nebel. Auch über Handy erreicht sie niemanden - nicht mal ihren Ehemann. Schon bald kommt die junge Ärztin hinter die mysteriösen Vorkommnisse. Aber wie wird sie mit den Gegebenheiten umgehen? Das Cover ist ein echter Hingucker, obwohl es schon etwas über die Situation von Sarah verrät. Wenn man aber an das Genre denkt, kommt man auch so wahrscheinlich auf die Lösung. Zudem wird es am Ende des 5. Kapitels sowieso gelöst, was es mit dieser mysteriösen Welt auf sich hat. Damit endet aber die Spannung nicht. So ist der Spannungsbogen das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Und es gibt einige überraschende Wendungen, was ich sehr begrüßte. Der Plot ist zwar im Großen und Ganzen nichts Neues - durch den Schreibstil schafft es die Autorin allerdings es neu wirken zu lassen bzw. eine neue Geschichte zu entwickeln. Der Schreibstil ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Mit 166 Seiten ist das Buch doch relativ kurz und lässt sich so gut zwischendurch lesen. - Ich habe es an einem Tag (ein paar Stunden) gelesen. Dabei wirkt die Handlung aber nie gehetzt, sodass die Seitenanzahl ausreichend war, obwohl ich gerne noch weitergelesen hätte. Es würde mich sehr freuen bald wieder etwas von der Autorin lesen zu können. Fazit: Toller SF-Thriller. Absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Der Choral der Hölle: Historischer Roman von Independently published
Der Choral der Hölle: Historischer Roman
von Milewski, André
Taschenbuch

Nach dem Tod seines Vaters will Leonhard Mahler von Hamburg aus 1883 zu seinem Onkel Ludger nach Java fahren, um dort sein Glück zu finden. Femke, die Tochter des Richters, rebelliert gegen ihren Vater und will Java verlassen, um in Europa sesshaft zu werden. Und auch der Taschendieb Bimo träumt davon Europa zu sehen. Doch Wünsche können sich ändern, wenn das Leben plötzlich auf dem Spiel steht. Das Cover ist zwar einfach gemacht; ist aber nichtsdestotrotz detailreich und absolut passend zum Genre und dem Buch. Und gerade das macht es zu einem echten Hingucker. Natürlich ist der Vulkan an der Hauptstelle, an den oberen Ecken findet man aber die Leuchttürme, die warnen (durch Noten gezeigt). Der Schreibstil des Autors ist, wie bei allen seinen bisherigen Büchern, ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Zudem ist das Buch auch wieder hervorragend recherchiert. Der Autor, der bisher durch die Falkenburg-Reihe, aber auch durch Thriller, aufzeigen konnte, zeigt hier nochmal eine ganz andere Seite seines Könnens. Zwar spielt auch die Falkenburg-Reihe im historischen Rahmen, aber ist trotzdem eher ein Abenteuerroman, als dieses Buch, das persönliche Schicksale in den Kontext einer Katastrophe bringen - ähnlich wie James Cameron im Film "Titanic". Und im Übrigen bekommt auch ein Falkenburg einen kurzen, aber wichtigen Auftritt. Wie gewohnt ist am Ende auch wieder erklärt, was Fakt ist/war. Dazu gibt es einige Abbildungen von Bildern bzw. Karten des Krakatau. Fakt und Fiktion wurden sehr gut ineinander verwoben. Fazit: Historischer Roman, der voll zu überzeugen weiß. Klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen

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Der Bruder: Kriminalroman (Milla Nova ermittelt, Band 3)
Der Bruder: Kriminalroman (Milla Nova ermittelt, Band 3)

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Rechtsmedizinerin Irena Jundt in ihr Heimatdorf zurück, um alles zu klären. Dabei kehren auch Erinnerungen an ihren Bruder Beni zurück, der seit fast 30 Jahren vermisst wird. Der Täter soll zwar hinter Gittern sitzen, doch nach einem Gespräch mit ihm, glaubt Irena an seine Unschuld. Währenddessen ermittelt Sandro Bandini im Entführungsfall eines kleinen Jungen in Bern, auch seine Freundin Milla Nova, eine Journalistin, stellt auf eigene Faust Ermittlungen an. Das Cover ist ein echter Hingucker. Es passt perfekt zur bisherigen Reihe um Milla Nova und natürlich auch zum vorliegenden Buch. In seiner Düsternis zeigt es doch auch Licht. Besonders hervorzuheben ist auch noch die Haptik an den Ecken. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Obwohl es für mich das 1. Buch der Autorin war, konnte ich mich schnell in die Protagonisten einfühlen. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau. Hervorzuheben sind neben den Perspektivwechseln und verschiedenen Handlungssträngen auch die des Öfteren vorkommenden Cliffhanger am Ende des Kapitels, die es einem unmöglich machen das Buch wegzulegen. Neben sehr interessanten Charakteren kann das Buch auch mit einigen überraschenden Wendungen aufwarten und punkten. Zudem war es natürlich auch sehr emotional, v.a. da es in den 1980ern in der Schweiz tatsächlich eine Reihe von verschwundenen Kindern gab bzw. zum Teil noch immer gibt. Außerdem überraschte mich das Buch mit der Feststellung, dass Mord in der Schweiz tatsächlich (nach 30 Jahren) verjährt, und man dafür nicht mehr verurteilt werden kann. Da mir dieser Teil so gut gefiel, habe ich mir gleich mal die vorhergehenden Teile als E-Book gekauft. Fazit: Genau so muss ein Krimi sein. Spannend von Anfang, facettenreich bis zum Ende mit einigen Wendungen und interessanten Charakteren. 5 von 5 Sternen, da es nicht mehr zu vergeben gibt.

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Demokratien im inszenierten Standortwettbewerb: Politik für die unteren 90 Prozent von Tectum Wissenschaftsverlag
Demokratien im inszenierten Standortwettbewerb: Politik für die unteren 90 Prozent
Taschenbuch
jens

Das Buch bietet eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Denken in Standortwettbewerben und den Folgen. Selbst die Verbindung der Rentendiskussion zum Standortwettbewerb wird deutlich. Es ist anschaulich, anregend und zeigt auch die Richtung von Lösungen, die ohne Verzicht auf Wohlstand und im Rahmen von Marktwirtschaft möglich sind.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Publizistisch ist Deutschland schon viele Tode gestorben."

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All unDOG control von Books on Demand
All unDOG control

Es handelt sich hier bereits um den 2. Sammelband von Hunde-Kurzgeschichten der Autorin. Das Cover ist einfach, aber toll gelungen und passt auch perfekt zum Buch. In 10 Kurzgeschichten nimmt die Autorin einem auf eine Reise mit. Die Storys sind unterschiedlich lang - aber alle genau richtig. Die meisten sind humorvoll, regen aber auch zum Nachdenken an. Und sogar einen Kriminalfall gilt es in der längsten Episode zu lösen. Mit jeder Zeile merkt man die Liebe der Autorin zu Hunden. Die verschiedenen Tiere sind hervorragend beschrieben, der Schreibstil ist sehr gut. Jedem, der Hunde mag, kann ich das Buch nur ans Herz legen. Aber eigentlich jedem, der Tiere und humorvolle Kurzgeschichten mag. Dazu gibt es in den Storys auch einfache Zeichnungen, wie sie auch am Cover zu sehen sind, die zur Story passen. So ist das ganze Buch sehr liebevoll gestaltet. Fazit: Humorvoll, aber zum Nachdenken, mit viel Liebe. Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen. 5 von 5 Sternen

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Sommer der Liebe: Psychothriller (Profiler Tobi Miller) von Independently published
Sommer der Liebe: Psychothriller (Profiler Tobi Miller)
Taschenbuch

2 Mädchen aus einer betreuten Wohngemeinschaft verschwinden; eine davon wird brutal ermordet aufgefunden. Profiler Tobi Miller versucht zusammen mit Bruno Horvarth den Fall zu lösen. Dabei kommen sie auch auf die Spur eines Mordes, der vor 40 Jahren in einer Hippie-Kommune geschah. Und vieles deutet darauf hin, dass die Fälle zusammenhängen. Das Buch ist der 2. Teil der Tobi-Miller-Reihe, Bruno Horvarth kennt man aus der Falco-Brunner-Reihe. Es ist das erste Buch des Autors, das im Selbstpublishing herausgebracht wurde. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, ist aber trotzdem ein echter Hingucker, auch wenn es viele ähnlcihe Covers gibt. Es passt auch sehr gut zum vorliegenden Buch. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend. Orte und Charaktere werden mit all ihren Fehlern und Schwächen brillant dargestellt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Gerade der "Profiler" Tobi gefiel mir ausgezeichnet (großartig mit all seinen Fehlern) - passend dazu ist der Großteil des Buches aus seiner Sicht geschrieben. Dazu gibt es einige Kapitel, die in der Vergangenheit spielen - in Form von Briefen. Die Fülle an Informationen, die man bekommt ist sehr groß und auch die Menge an Namen (v.a. wenn mehrere Personen 2 verschiedene Namen "haben") können manchmal etwas verwirrend sein. In einigen wenigen Szenen wurde auch etwas ausschweifend erzählt, sodass die Spannung kurzzeitig ein wenig runterfiel, was sich aber schnell wieder gab. Auf jeden Fall hoffe ich auf mehr Fälle über den charismatischen Profiler, auch wenn er seine Profiler-Fähigkeiten kaum zeigen darf. Fazit: Komplexer Psychothriller mit spannendem Plot und interessanten Charakteren. 4,5 von 5 Sternen.

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„Schwule sind doch immer nett ...: Nach wahren Geschichten
„Schwule sind doch immer nett ...: Nach wahren Geschichten

Tim benötigt eine Story für die Lokalzeitung, damit er seinen Job behalten kann. In einer Kneipe lernt er Julian kennen, ein jungen schwulen Mann, der ihm seine Geschichte erzählt. So erfährt Tim, wie durch Julians schwierigen Lebensweg, der starke, selbstbewusste Mann wurde, der jetzt vor ihm sitzt. Das Cover ist nicht nur toll gelungen, es passt auch perfekt zum Buch und unterstreicht noch einmal den Titel des Buches. Die Charaktere und Orte werden alle (auch die kleinsten Nebendarsteller) detailreich beschrieben, was zwar fast schon übertrieben ist, mir aber trotzdem gefiel. Tim, der zwar in der Inhaltsangabe vorkommt, nimmt nur einen minimalen, unwichtigen Teil des Buches ein; er ist fast schon zu vernachlässigen, wenn nicht eine Fortsetzung über Tim geplant wäre (lt. Autor). Das Buch ist nach wahren Geschichten - so steht es auch am Cover. Und es müssen hier wirklich ein paar Schicksale verknüpft sein, denn, dass einem soviel Mist passieren kann, ist schon fast unmöglich. Die ganze Story ist hochemotional, mit ein paar wenigen Erotik-Szenen gespickt, die gut in die Geschichte integriert wurden. Ungewöhnlich ist, dass es viele Absätze mit Leerzeilen gibt. Das irritiert aber nur ganz zu Beginn etwas. Gestört hat mich, dass einiges immer wieder vorweggenommen und wiederholt wird. So liest man nicht nur einmal Sätze wie: "Wenn ich das gewusst hätte...". Noch störender aber war, dass das Buch dringend noch ein Lektorat/Korrektorat benötigt. Ausgelassene Pronomen oder Artikel stören hier noch weniger als Wörter wie "Priese" statt "Brise" oder ein "Tunfisch". Schade, denn wenn diese Fehler ausgemerzt werden hätte sich das Buch einen Stern mehr verdient. Fazit: Hochemotionale Story, die aber noch lektoriert/korrigiert werden muss. 4 von 5 Sternen (ohne Fehler wäre es die Höchstpunktezahl)

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Ich will dir nah sein: Psychothriller
Ich will dir nah sein: Psychothriller

Lester Sharp arbeitet in einem Fundbüro und geht dort voll in seinem Job auf, da es auch seiner Leidenschaft - fremde Gegenstände - entgegenkommt. Privat hat er kaum soziale Kontakte, auch die Pflege vernachlässigt er. Vielmehr ist er damit beschäftigt, seine Nachbarn zu stalken. Als die Balletttänzerin Erin in die Wohnung neben ihn einzieht, kann er sein Glück kaum fassen, und verleibt sich über die Ferne in sie. Gut für ihn, dass er von seinem Badezimmer gut in die Wohnung der neuen Nachbarin hört. Zudem hat er auch einen Schlüssel vom Vormieter. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber ausgezeichnet zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut - Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Der Plot ist gut gewählt, v.a. durch den unsympathischen - aber trotzdem interessanten - Charakter Lester Sharp und auch Erin, die selbst ihre Geheimnisse hat. Mit Rhys kommt dann ein ebenfalls gut durchdachter Protagonist hinzu. Die Spannung verläuft kontinuierlich durch das Buch, wobei mir einfach der Überraschungseffekt fehlte. Am Ende des Buches stieg dann die Spannung auf den Höchststand, denn plötzlich kam eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte. Genau dieses Ende machte das Buch dann lesenswert und lässt mich eine Empfehlung aussprechen, auch wenn ein paar kleine Fragen leider ungeklärt blieben. So hätte ein Epilog der einiges erklärt (Stichwort Rhys) einen runderen Abschluss ergeben. Nichtsdestotrotz fühle ich mich sehr gut unterhalten. Fazit: Psychothriller, der lange etwas dahintümpelt, aber am Ende doch positiv überraschen kann. 4 von 5 Sternen

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Feen-Internat in Gefahr / Bazilla Bd.2 von Boje Verlag
Feen-Internat in Gefahr / Bazilla Bd.2

Das Internat der Feenschule ist in Gefahr. Menschen wollen den Park roden und Hochhäuser und Büros hinbauen. Doch die Feen und Alben können es nicht verhindern, darum ruft Bazilla ihre Familie um Hilfe. Das Cover des Buches ist wie schon beim 1. Teil wundervoll gestaltet. Auch im Inneren gibt es viele tolle Illustrationen von Angela Gstalter, die auch perfekt zu den Szenen gestaltet sind. Schade, dass sie nur schwarz-weiß sind, dennoch sind sie einfach wundervoll. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet und altersgerecht für Kinder von etwa 8 - 10 Jahren. Die Charaktere und Orte werden ebenso dargestellt. Die Story ist wieder gut überlegt und lebt v.a. von Bazilla, die man einfach ins Herz schließen muss. Kinder (v.a. Mädchen) werden ihre helle Freude an ihr haben - genauso wie an Elvis, dem Vampir-Hamster. Auch meinem Patenkind Marie hat die Geschichte sehr gefallen - und das ist ja das Wichtigste, denn sie ist in der richtigen Altersgruppe. Aber eben auch mich als kindlich gebliebenen männlichen Erwachsenen (kindlich - nicht kindisch!) konnte dieses Buch vollständig überzeugen und so freuen wir uns schon sehr auf den 3. Teil im nächsten Jahr. Am Ende des Buches gibt es bereits eine Leseprobe zum Folgeband. Fazit: Wundervolle Fortsetzung einer Reihe um die außergewöhnliche Fee Bazilla. 5 von 5 Sternen

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Perfect Life – Rückkehr zu Dir von Independently published
Perfect Life – Rückkehr zu Dir
Taschenbuch

Sehr schöner Liebesroman! – Romantisch, witzig, sinnlich und was für’s Herz. Wer Liebesromane im historischen Ambiente mag, für den ist dieses Buch genau richtig. Die Fakten und der geschichtliche Hintergrund sind gut recherchiert. Der Verlauf der Liebesgeschichte ist bereits im ersten Drittel ziemlich überraschend. So ist man also von Anfang an sehr gespannt darauf, wie der Roman weitergeht. Die leidenschaftlichen Szenen sind einfallsreich, inspirierend, immer niveauvoll inszeniert und sprachlich prickelnd umgesetzt. Sie fügen sich in den Gang der Erzählung ganz mühelos ein und sind ein exquisites Beiwerk zur Handlung, die durch sich schon spannend ist. Der Schreibstil ist locker und espritvoll, sprachlich passend, romantisch, humorvoll und absolut gut unterhaltend. Patricia und Philipp sind ein sympathisches Heldenpaar. Auch die Nebenfiguren überzeugen und tragen das Handlungsgeschehen mit. Deshalb meine Bewertung: Sehr schöner Liebesroman, volle 5 Sterne! *****

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Blicke aus grünen und grauen Augen trafen sich, verschwammen miteinander und wurden eins.""

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Die Bruderschaft Christi: Thriller
Die Bruderschaft Christi: Thriller

Zuallererst: Ich habe das Buch in der Neuauflage von Edel Elements mit anderem Cover gelesen. Darauf bezieht sich auch meine Rezension. Bei archäologischen Grabungen in Jerusalem wird das Grab eines Tempelritters gefunden. Anbei sind Artefakte und Zeugnisse des Lebens Jesus. Unter anderem eine Schriftrolle, die Professor Chaim Raful an sich nimmt, denn er ahnt, dass dies die römisch-katholische Kirche stürzen könnte. Eine wilde Hetzjagd quer durch Europa entsteht, sodass sich die Kommissare Bukowski und Herrmann mit jeder Menge Toten befassen müssen. Das Cover des Buches ist einfach gemacht; spiegelt aber den Inhalt sehr gut wieder und gefällt mir auch gut. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Der Plot klingt zwar nicht unbedingt neu, aber doch unterscheidet sich das Buch von anderen "Kirchenkrimis" (wie meine Frau das Genre neckend nennt). Daher ist der Plot und das ganze Szenarium drumherum außerordentlich gut gewählt. In den einzelnen Kapiteln verfolgt man jeweils andere Schauplätze, was das Geschehen noch plastischer macht. Zudem wurde am Ende auch das berühmte "Tabor-Video" gut in die Geschichte eingewebt; seltsam mutete nur an, dass alle Beteiligten mit echtem Namen genannt wurden - außer James Cameron, der hier nur in verunstalteter Form genannt wurde. Der Abschluss war stimmig und gefiel mir sehr gut. Auffallend am Buch selbst, war, dass bei direkten Fragen oft das Fragezeichen mit einem Punkt ersetzt wurde, obwohl das Lektorat/Korrektorat ansonsten gute Arbeit geleistet hat. Und ein Fehler in der Handlung war fast unverzeihlich: Wenn schon Bukowski einen Mann mit vernarbtem Gesicht mit einer Horrorfigur vergleichen muss, dann sollte hier auch der richtige gewählt werden. Gemeint ist am ehesten Freddy Krüger aus den "Nightmare on Elm Street"-Filmen, was auch passend wäre. Aber auf keinen Fall Jason, der ja eine Hockey-Maske trägt. Nichtsdestotrotz gefiel mir dieses Buch wirklich toll, da die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau war und es so zu einem echten Pageturner wurde. Fazit: Thriller rund um die Kirche, der begeistern kann. 5 von 5 Sternen

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Epiphanie: Psycho-Horror
Epiphanie: Psycho-Horror

Der forensische Psychiater Dr. Phillip Meiners soll Eddie Quinn auf seine Schuldfähigkeit hin beurteilen. Eddie soll seinen Psychiater, seine Mutter und deren beste Freundin ermordet haben. Eddie behauptet, dass nicht er, sondern der "Unheimliche Mann" die 3 getötet hätte und warnt Phill vor ihm. Phill wird immer tiefer in den Fall hineingezogen, denn die beiden unterschiedlichen Männer ähneln sich doch auch sehr. Das Cover des Buches ist passend zum Buch und düster, wie das Buch auch selbst ist. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, Charaktere und Orte werden brillant dargestellt. Das Buch lebt von seiner düsteren Stimmung und den spannenden Charakteren. Der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau, auch wenn der geübte Thriller-Leser doch den Hauptteil der Auflösung schon erraten kann. Das Buch endet doch etwas offen - was mich normalerweise stört. In diesem Fall allerdings machte es mir nur sehr wenig aus, denn der Fantasie bleiben so keine Grenzen gesetzt - und selbst eine Fortsetzung könnte man sich sehr gut vorstellen. Klar, man hätte die Geschichte noch mehr ausarbeiten können und noch ein paar mehr Seiten schreiben können, aber man kann die Story auch so lassen. Ich flog nur so durch die Seiten und habe das Buch so sehr schnell gelesen - aufgrund seiner Pageturner-Qualitäten. Fazit: Toller Psycho-Thriller mit Horrorelementen. 5 von 5 Sternen

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Unser letzter Tag von Kirschbuch / Kirschbuch Verlag
Unser letzter Tag

Würdest du heute dein Leben ändern, wenn es kein Morgen mehr gäbe? Sieben sehr verschiedene Menschen müssen sich dieser Frage stellen. Jeder für sich, und doch gemeinsam. Denn sie sind miteinander verbunden – ob sie es wollen, oder nicht. Durch einen gemeinsamen Freund. Eine persönliche Entscheidung. Einen letzten Tag. Die Erde wird ab 20 Uhr 12 nicht mehr existieren, da ein Asteroid die Erde treffen wird. 7 Menschen sind durch Ludwig seit ihrer Kindheit miteinander verbunden. Und nun trifft er alle nochmals, um mit ihnen zu reden. Denn schon einmal hat er entscheidend in ihr Leben eingegriffen. Können bzw. wollen die 7 ihr Leben so kurz vor dem Armageddon noch ändern. Das Cover ist einfach meisterhaft gelungen. Es sieht wunderbar aus und passt perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist brillant; Orte und v.a. die Charaktere werden hervorragend dargestellt. Alle 7 haben ein Laster - eines der 7 Todsünden, wie auch die Kapitelüberschriften schon zeigen. Der Plot ist ausgezeichnet gelungen. Erst nach und nach wird dem Leser klar, wie Ludwig in das Leben der 7 eingegriffen hat. Dazu die Rückblicke, während den Gesprächen mit Ludwig, wo man von ihrer Jugend erfährt und wie Ludwig eingegriffen hat. Dazu gibt es dann noch eine Gemeinsamkeit, denn alle kommen zu Kaczmarek in die Tankstelle. Das Buch greift auf ironische und teilweise auch satirische Weise einige Klischees auf. So kommt man beim Lesen von einer Emotion zur anderen - man muss Lachen, aber auch Weinen, teilweise wird man auch zornig über die Charaktere. Und natürlich regt es zum Nachdenken an. Dazu rätselt man natürlich, was es mit Ludwig auf sich hat. Das Ende ist einerseits etwas versöhnlich, auf der anderen Seite bleibt durch das etwas offene Ende doch Interpretationsspielraum für den Leser, wobei es letztendlich doch relativ klar ist, worauf der Autor hinauswollte (vielleicht sehe aber auch nur ich es so). Fazit: Unterhaltsamer Page-Turner, der mit den Gefühlen der LeserInnen spielt. 5 von 5 Sternen

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Wir sind die Veränderung von Patmos Verlag
Wir sind die Veränderung

Das Buch beinhaltet 20 Kurzbiografien zu Frauen, die die Welt verändert haben. Das Buch kommt mit Lesebändchen sehr hochwertig daher. Das Cover passt zum Buch; nur die Farbgebung (auch ein rosa Lesebändchen) sind mir dann doch fast schon übertrieben. Auf der Rückseite sind auch alle Namen der Damen vorhanden - ein Name allerdings nur halb. Der Schreibstil des Autors ist gut: Zu Beginn jedes Kapitels ist eine Zeichnung der "Weltveränderin", was mir auch ob der Qualität der Bilder ausgezeichnet gefiel. Manche Damen sind berühmter als andere - manch eine kannte ich gar nicht. Aber auch bei den bekannten erfuhr ich meist etwas Neues. Die Personen wurden auch sehr gut ausgesucht - mit wenigen Ausnahmen. Denn was Fr. Guggenheim und noch viel mehr Fr. Nin und Fr. Wagner-Pischel so Großartiges geleistet haben, blieb mir auch nach dem Lesen noch etwas schleierhaft. Über Mutter Teresa gab es ja einige negative Berichte, wie sie mit Geld und Mitarbeitern umging - das wird hier nur ganz kurz erwähnt. Ach ja - für eine 2. Auflage würde ich das Buch nochmals lektorieren/korrektieren lassen. Ein paar mal ist hier ein Fürwort o.ä. zu viel oder zu wenig. Und der grobste Fehler: Lt. Buch und Inhaltsangabe wurde Peggy Guggenheim 1988 geboren - also einige Zeit nachdem sie gestorben ist. Es muss natürlich 1888 heißen. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich mit dem Buch gut unterhalten und informiert. Fazit: Kurzbiografien von Weltveränderinnen. 4,5 von 5 Sternen

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Solikante Solo: Roman
Solikante Solo: Roman

Ruth und Jann haben sich nicht nur auseinandergelebt - eigentlich sind sie grundverschieden. Und trotzdem lieben sie sich irgendwie, genauso wie ihre gemeinsame Tochter Sisal. Während Ruth in Berlin den Großstadttrubel liebt, mag Jann die Abgeschiedenheit in Solikante. Das Cover des Buches ist zwar eher unscheinbar, passt aber zum Inhalt des Buches. Der Schreibstil gefiel mir einerseits, allerdings blieben - während die Orte gut beschrieben wurden - sämtliche Charaktere etwas farblos und nicht greifbar. Von Sympathie kann man sowieso nicht sprechen, denn am sympathischsten ist wohl Sisal, aber auch die gefiel mir höchstens mittelprächtig. Während das Buch teilweise - v.a. zu Beginn - gesellschaftskritisch ist und die beiden gegensätzlichen Persönlichkeiten dies auch gut ausdrücken, flacht es dann immer mehr in eine Liebesgeschichte ab, die eigentlich keine ist. Zudem wechselt das Buch kapitelweise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wo ein chronologischer Aufbau wahrscheinlich besser gewesen wäre. Und logisch reagiert nicht wirklich eine Person - v.a. Ruth, die immer wieder zu Kate rennt, die sich eigentlich nur selbst wichtig ist. Auf Spannung in irgendeiner Form hofft man vergebens, denn irgendwie passiert fast nichts - ähnlich wie beim berühmten Stück "Warten auf Godot": Und dann kommt irgendwann das Ende - das eigentlich nicht vorhanden ist, denn einen wirklichen Abschluss gibt es in kein(st)er Weise. Fazit: Weder Liebesroman, noch Drama, noch Gesellschaftsroman, keine Spannung und kein Ende mit unsympathischen, farblosen Figuren. 2,5 von 5 Sternen

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Der Donnerstagsmordclub / Die Mordclub-Serie Bd.1 von List
Der Donnerstagsmordclub / Die Mordclub-Serie Bd.1

Die ehemalige Krankenschwester Joyce zieht in die luxuriöse Seniorenresidenz von Coopers Chase. Zusammen mit der ehemaligen Geheimagentin Elizabeth, dem ehemaligen Gewerkschafter Ron und dem ehemaligen Psychiater Ibrahim treffen sie sich jeden Donnerstag im Puzzle-Zimmer unter dem Tarnnamen "Diskussionsrunde über japanische Opern". In Wirklichkeit debattieren sie jedoch über Morde und versuchen diese aufzuklären. Als ein Miteigentümer der Anlage getötet wird, nehmen sie die Ermittlungen auf - zusammen mit der jungen Polizistin Donna und dem erfahrenen Ermittler Chris. Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten, gefällt mir aber gut und ist auch passend zum Buch (außer dem Schuh, den ich nicht zum Buch zuordnen kann). Der Schreibstil des Autors ist in seinem Debüt-Roman außergewöhnlich gut. Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt; zudem wechselt die "normale" Erzählweise sich mit Tagebucheinträgen von Joyce ab. Neben einem spannenden Krimi, in dem der Leser immer wieder in die Irre geführt wird, kann das Buch auch mit typisch englischem Humor punkten, sodass ein Cosy-Crime mit einigen Todesfällen entstanden ist, der den Spannungsbogen das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau halten kann. Dazu sind die Protagonisten herrlich anders und können so ebenfalls voll punkten, sodass ich mich schon sehr auf eine Fortsetzung der Reihe freue. Interessanterweise findet man das Buch teilweise auch unter dem Titel "Der Montagsmordclub". Fazit: Mehr als gelungener Auftakt dieser humorvollen Cosy-Cime-Reihe. 5 von 5 Sternen

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Nur Helga schwamm schneller: Dorfkrimi (Familie Jupp Backes ermittelt 4) (Familie Jupp Backes ermittelt: Dorfkrimi)
Nur Helga schwamm schneller: Dorfkrimi (Familie Jupp Backes ermittelt 4) (Familie Jupp Backes ermittelt: Dorfkrimi)

Oma Käthe ist bei ihrer besten Freundin Margot zur Geburtstagsfeier eingeladen. Dort streiten sich die Familienangehörigen. Am Tag darauf wird Margot, die Bäckerei-Magnatin tot im Pool aufgefunden, und schon bald ist klar, dass es Mord war. Das Cover des Buches ist wieder sehr passend und auch gut gemacht und passt perfekt zu diesem Buch und auch zur bisherigen Reihe. Der Schreibstil des Autors ist sowieso grandios. Die verschiedenen Charaktere sind einfach toll gezeichnet. Auch die Orte werden super beschrieben. Und die Hauptprotagonisten entwickeln sich leicht weiter, während sie doch die selben bleiben. Auch die Spannung ist diesmal wieder sehr hoch, denn hier ist es auch ein wirklich spannender Kriminalfall, den die Backes zu lösen haben - obwohl natürlich auch der Humor nicht zu kurz kommt. Oma Käthe ist wie immer das absolute humoristische Highlight. Es ist ein echtes Highlight der Reihe und kann problemlos auch für sich alleine gelesen werden. Irgendwie wirkt es auch gar nicht als Folgeband, denn teilweise wirkt es so, als ob es Jupps 1. Fall wäre, wo er ermitteln darf. Fazit: Krimödie, die durch Humor, aber auch Spannung voll überzeugen kann. Bitte mehr davon. 5 von 5 Sternen

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Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs von Eulenspiegel
Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs

Der (mir bisher un-) bekannte Comedian Nils Heinrich zeigt in vielen Kurzgeschichten, dass man das Leben mit Humor nehmen soll bzw. kann. Während die ersten Kapiteln sich hauptsächlich mit der DDR beschäftigt und am Ende die Corona-Pandemie steht, ist der Mittelteil mit allerlei alltäglichen Themen gefüllt. Die Kurzgeschichten sind unabhängig voneinander - hin und wieder wird aber doch eine Brücke eingeschlagen - so wie in einem Comedy-Programm. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt zum Buch. Der Titel kommt auch im Buch vor - allerdings nur in einer Szene. So macht das Buch zwar neugierig; so wirklich passend finde ich es aber nicht, denn da Buch ist vielfältiger als es der Titel suggeriert. Der Schreibstil ist hervorragend - wie wenn man in einem Comedy-Programm sitzt und dem Künstler zuhört - was man derzeit aufgrund von COVID ja nicht kann. Der Autor zeigt seine Vielfältigkeit und seinen Sinn für Ironie (auch Selbstironie) und Satire. Der Humor ist einfach perfekt getroffen - egal zu welchem Thema. So werde ich diesen Comedian sicher in positiver Erinnerung behalten und ihn gerne weiter verfolgen - ob in Buchform oder live auf der Bühne. Fazit: Perfekter Humor von DDR bis Corona. wer mal wieder richtig lachen will, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. 5 von 5 Sternen

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FINNLAND TRUE CRIME I Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle I: schockierende Kurzgeschichten über Mord, Raub, Entführung, Missbrauch und Diebstahl I (True Crime International, Band 6) von Independently published
FINNLAND TRUE CRIME I Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle I: schockierende Kurzgeschichten über Mord, Raub, Entführung, Missbrauch und Diebstahl I (True Crime International, Band 6)
Taschenbuch

Der Autor entführt uns in seinem 6. Buch über wahre Verbrechen diesmal nach Finnland. 14 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert, wobei dies hier sicher nicht ganz einfach war, da eigentlich kaum Fälle aus Finnland international für Aufsehen gesorgt haben. Der Schreibstil ist ausgezeichnet. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wieder beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das ganze Buch noch besser. Das Buch lädt aber auch dazu ein einfach weiterzugooglen. Einige Fälle waren wieder emotional sehr bedrückend, da hier auch der Täter als Opfer zu sehen ist bzw. die Jugendbehörden ordentlich geschlampt haben. Bei dem einzigen ungelösten Fall in dem Buch tendiere ich dazu dem Staatsanwalt recht zu geben, wobei hier eigentlich klar festgestellt werden können, ob die Scherben innen (Einbruch) oder außen (bei einem Gegenstand, der rausgeworfen wurde) stammen. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Wer Buße tut: Mallorca-Krimi
Wer Buße tut: Mallorca-Krimi

Subinspectora Francisca "Xisca" Font wird von Madrid nach Mallorca versetzt. Vom Balkon ihrer Mutter sieht sie der Osterprozession zu - und wie Eduardo sich dabei seltsam benimmt und kurz danach tot umfällt. Xisca glaubt an einen Mord und an keinen Unfall - und schon gar nicht an einen Suizid als ein Gift auf Eduardos Bußgürtel nachgewiesen wird. Das Cover des Buches passt nicht nur hervorragend zum Titel, sondern sieht auch wunderschön aus. Der Schreibstil ist sehr blumig und ausschweifend; die Charaktere und Orte werden hervorragend dargestellt. Die Hauptprotagonistin Xisca hat definitiv das Zeugs für einen Star, obwohl ich nach einiger Zeit schon glaubte, dass sie zu überladen werden wurde. So war mir der Beginn dann auch zu wenig Krimi. Die Spannung war daher zu Beginn - nach dem Tod Eduardos - für mich sehr niedrig. Erst in der 2. Hälfte des Buches wurde das Privatleben von Xisca etwas zurückgeschraubt und dem Fall die Zeit gewidmet. Dadurch stieg auch die Spannung an. Besonders zu Beginn war ich auch von den vielen Namen etwas verwirrt. Sehr störten mich auch die vielen spanischen Wörter - ohne Übersetzung als Fußnote bzw. ohne Glossar. Ich war in der ersten Hälfte des Buches knapp davor das Buch abzubrechen, habe es aber Gottseidank durchgehalten, da der Plot eigentlich gut durchdacht ist, auch wenn der Täter einem geübten Krimi-Leser wahrscheinlich keine große Überraschung ist, auch wenn es das Motiv definitiv war. Fazit: Krimi mit viel Lokalkolorit, dem ich aber trotzdem keine Leseempfehlung geben kann. 3 von 5 Sternen

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Jakobs Weg von Verlag ratio-books
Jakobs Weg

Im katholischen Internat Maria Hilf trifft sich die illustre Gruppe "Rose" um junge Schüler, wie Jakob, zu vergewaltigen und zu missbrauchen. Zwanzig Jahre später erhalten 8 Personen, die damals involviert waren, Post: Sie sollen sich auf den Jakobsweg machen, dann bekommen sie ein kompromittierendes Video von damals. Sollten sie sich nicht auf die Pilgerreise begeben, wird das Video an die Medien übergeben. Zusätzlich wurden Hauptkommissar Joe "Hunter" Jaeger vom BKA und die Investigativ-Journalistin Hanna Dohn eingeladen. Sie waren damals in die erfolglosen Ermittlungen integriert. Zwar ist der Fall von damals verjährt, aber sie wollen trotzdem die Täter drankriegen. So begeben sich die 10 Personen auf die Pilgerreise unter der Leitung von Pater Ambrosius, der im Auftrag von dem anonymen "Servatius" handelt. Doch schon bald werden die "Pilger" durch Todesfälle dezimiert. Das Cover ist einfach gemacht, passt aber hervorragend zum Buch. Es zeigt einen Pfeil, der den Jakobsweg anzeigt. Der Titel ist ebenfalls ausgezeichnet gewählt, denn es geht nicht nur über den "Jakobsweg", sondern auch über "Jakobs Weg". Der Schreibstil ist brillant; Orte (also v.a. der Jakobsweg) werden, ebenso wie die Charaktere bildgewaltig dargestellt. Das Buch ist auch sehr gut recherchiert, kein Wunder schließlich hat der Autor auch mit Missbrauchsopfern zu tun. So werden Fakten (Ermittlungsarbeit der Behörden mit all ihren Problemen und Zahlen von Missbrauchen an Kindern) genialerweise in den Krimi eingebaut - ebenso wie das ganze heikle "Tabu-"-Thema in einen Krimi eingebaut wurde. Dabei wird auch das Wesen der Päderasten genau unter die Lupe genommen. So sieht man im Buch klar heraus, dass der eine sich dafür schämt und keine Kinder mehr missbrauchen will, während andere eine Geldquelle darin sehen und wieder andere einfach Spaß an der Macht haben. Dabei werden die Opfer nie (auch nicht durch entsprechende Szenen) herabgewürdigt. Der Spannungsbogen ist sehr hoch gesetzt und bricht nie ab. Dem Autor ist es daher gelungen, ein sensibles Thema, das nicht aktueller sein könnte, gekonnt in einen Krimi zu verpacken. Es gibt als Anhang nicht nur eine Skizze des Jakobsweges, sondern auch ein Personenregister und Erste-Hilfe-Kontakte für Betroffene. Hunter und Hanna gefielen mir als Undercover-Ermittler ausgezeichnet. Fazit: Wichtiges Thema, grandios in einen Krimi eingearbeitet. 5 von 5 Sternen

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Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner (Die Blut... Bucklige Welt, Band 2) von Independently published
Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner (Die Blut... Bucklige Welt, Band 2)
Taschenbuch

Dorfgendarm Franz Ebner wird weiterhin von seinen drei "Mäderl" bedrängt, sich zur Hexe ausbilden zu lassen und den Hausgeist kennenzulernen. Da ruft ihn sein Erzfeind und früherer Kollege Prohaska an - er braucht seine Hilfe. Im nahen Bromberg wurde eine Leiche in einem Brunnen gefunden - wie bei einer Inquisition. Und natürlich sagt Franz nicht "Nein", denn Annelise ist schließlich auch dabei. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber zum Inhalt und auch zum 1. Band. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden absolut treffend dargestellt. Laut Cover handelt es sich um einen paranormalen Fantasy-Krimi; allerdings steht der Humor dieses urigen Regionalkrimis mit Fantasy-Einflüssen deutlich im Vordergrund. Die Fakten des Buches sind hervorragend recherchiert und werden auch im Anhang beschrieben. Ich konnte mich wirklich zerkugeln vor Lachen bei vielen Szenen, das dem unverwechselbaren Schreibstil des Autors zuzuordnen ist. Das einzige was ich dem Autor empfehlen würde, ist ein Korrektorat, da sich doch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, die aber das Gesamtbild kaum stören. Und wer sich dran stört, dem empfehle ich das Nachwort des Autors. Wie schon der 1. Teil, macht auch dieser Appetit auf Apfelstrudel und Gugelhupf. Zudem macht es auch Lust, die beschriebenen Orte - hier also Bromberg und das Hexenbründl - auch mal zu besuchen. Und die Familie vom Franzl - allem voran die Urli - ist einfach super. Fazit: Tolle Fortsetzung, Eberhofer kann sich warm anziehen. 5 von 5 Sternen

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Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner (Die Blut... Bucklige Welt, Band 2) von Independently published
Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner (Die Blut... Bucklige Welt, Band 2)
Taschenbuch
Lexy

Ein humorvoller Krimi mit geschichtlichem Kern umhüllt von viel Österreichischen und gespickt mit magischen Elementen Habt ihr euch manchmal gefragt, ob es noch mehr gibt? Also mehr Wissen, als das, womit man euch quält oder euch vorenthält? Der Franzl kann da einiges erzählen. Franzl Ebner, seines Zeichens österreichs letzter verbliebener Gendarm, alle anderen sind schon vor Jahren zur Polizei umfunktioniert worden, klärt mit viel Augenzwinkern und noch mehr Bier, einen weiteren mysteriösen Mordfall auf. Obwohl Brand, sein Heimatort und Verwaltungsgebiet, doch als besonders ruhig und beschaulich gilt. Vielleicht ist aber genau das der Grund, weshalb hier so manch eigenartiges passiert. Schließlich lebt er ja auch mit seinen 3 Mäderl, also die höfliche österreichische Form von Mama, Oma und Uroma (meist Urli genannt und nach eigenen Angaben über 250 Jahre alt), zusammen und die sind überall als Hexen bekannt und teilweise gefürchtet. Was ihm die Mitwirkung am aktuellen Mordfall einbringt. Denn hier scheint es immer wieder Verbindungen zu einer hingerichteten Hexe zugeben. Sein ehemaliger Erzfeind Prohaska und seine Zukünftige Frau Annelise (von dieser Verbindung weiß leider nur er, sie noch nicht, da es bis jetzt Wunschdenken ist) sind wie im ersten Teil wieder mit von der Partie. Hier nur soviel, den ersten Teil muß man nicht gelesen haben, aber schöner ist es schon. Während Franzl versucht, den Mord nach allgemeingültigen Aspekten aufzuklären und seinen aus der Form geratenen Körper durchs Laufen zu optimieren, setzten alle anderen, also Mama, Oma Urli, sein ehemaliger Erzfeind, seine Angebetete und sogar Robert der Wirt auf Geister, Hexen und ähnliche Verdächtige und essen ihm ständig seine Mehlspeisen weg! Möglicherweise sind seine 3 Damen in Gefahr? Ausgerechnet jetzt bringen die den hauseigenen Geist in Franzls Hexenunterricht, ja der Franzl soll gegen seinen Willen der neue Lehrling werden, die Annelise schließt sich aber freiwillig an. "Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen lässt." Der arme Shakespeare wird hier öfters heraufbeschworen, also nicht wörtlich. Ich meine nicht physisch, sondern nur seine Wörter. Denn mit der Schulweisheit scheint es nicht sehr gut zu stehen. Und das seit Shakespeares Zeiten! Darum ist es gut, daß Hexenmorde seinen Weg, trotz Corona aus der Buckligen Welt ins weltweite Internet geschafft hat. Dieses Buch erfüllt nicht nur als literarische Erschaffung, sondern mindestens ebenso durch seinen humorvollen Inhalt den Bildungsauftrag! Versteckt in diesem Krimi erfährt man pointiert einiges über die typisch österreichischen Eigenheiten sowie der örtlichen gesprochenen Sprache, geschichtliche Hintergründe der Hexenverfolgung in Europa und speziell in Niederösterreich und ein wenig magisches. (Obwohl Franzl sich tapfer dagegen wehrt, bei seinen drei Mäderl jedoch erfolglos.) Wer demzufolge einen reißerischen, bluttriefenden Krimi erwartet, ist hier fehl am Platz. Doch alle anderen, die etwas positives ist der jetzigen Zeit, etwas Österreich, trotz Reisebeschränkung, etwas Geschichte im täglichen Einerlei, etwas mystisches in unserer aufgeklärten Welt, Humor, unvorhersehbare Handlungen oder einfach nur gute Unterhaltung wollen, sei dieses Buch empfohlen. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, nur soviel, der 3. Teil ist sicher.

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Der Fall Marietta King 4 - Das Echo des Schreis / Ein MORDs-Team Bd.10-12 von Greenlight Press
Der Fall Marietta King 4 - Das Echo des Schreis / Ein MORDs-Team Bd.10-12

Dr. Silverman stirbt offiziell an einem Herzinfarkt; die 4 Teenie-Ermittler vermuten allerdings, dass der Mörder von Marietta auch hier für den Tod verantwortlich ist. Sie bekommen DNS des Täters zur Untersuchung und erfahren so, dass der Mörder von Marietta der Mann ist, der sie auch geschwängert hat. Randy soll sich mit Drogen töten - denn der Mörder von Marietta King steht vor ihm. Während Randy die Tabletten langsam einnehmen muss, erzählt ihm der Täter alles was 1984 geschah. Während Randy in letzter Sekunde von seiner Tante gerettet werden kann, erreicht ein Sturm Barrington Cove. Mason, Olivia und Danielle enttarnen nun ebenfalls den Mörder von Marietta King. Doch der will nicht so einfach aufgeben. Währenddessen kommen auch Shannon, Jamie und Harrison mit einem Privatjet zurück und wollen die 4 Teens unterstützen. Das Cover passt wieder hervorragend zum Buch und zur bisherigen Reihe und ist wieder grandios gelungen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich stetig weiter. Vieles wird hier aufgelöst, so wie eben der Mord an Marietta. Einige Geheimnisse, wie die Identität des Grafen und einiges mehr bleiben allerdings noch verborgen. Der Plot ist wieder gut gewählt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen. Die 2. Staffel ist natürlich schon fix eingeplant, dass ich sie lese. Denn natürlich will ich jetzt alles wissen und noch einige Abenteuer mit dem MORD´s-Team erleben. Fazit: Spannendes Finale der 1. Staffel der Jugend-Krimi-Reihe. 5 von 5 Sterne

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Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1 von FISCHER Tor
Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1

Die Studenten Eli und Victor wollen durch eine Nahtoderfahrung Superkräfte bekommen - sogenannte ExtraOrdinäre. Doch durch die Kräfte, die sie erhalten, werden aus den beiden Freunden erbitterte Feinde. Eli, der andere EO´s tötet, ist durch seine Unverwundbarkeit klar im Vorteil. Victor kann immerhin Schmerzen zufügen oder nehmen. Das Cover im Comic-Style zeigt Victor und passt nicht nur hervorragend zum Buch, sondern sieht auch gut aus. Insgesamt erinnert das Buch etwas an manche Marvel-Geschichten, wie z.B. die X-Men, allerdings sind hier ganz andere Voraussetzungen gegeben und die beiden Hauptcharaktere sind eher Anti-Helden. Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch; Orte und Charaktere werden detailgetreu wiedergegeben. Der Plot ist ausgezeichnet durchdacht und die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Ein paar Kleinigkeiten störten mich aber: - "ExtraOrdinär" klingt natürlich sehr seltsam und auch ein wenig lustig - dies liegt an der Übersetzung, denn im Original sind sie natürlich "Extraordinary", was "Außergewöhnliche" bedeutet. Hier wäre die Übersetzung wirklich besser gewesen, auch wenn man natürlich auch "EO´s" nicht verwenden hätte können. Auf der anderen Seite werden auch einige anglikanische Wörter benutzt, die hierzulande doch eher unbekannt sind (z.B. Sharper). - V.a. zu Beginn des Buches hätte ich mir einen chronologischen Aufbau gewünscht, der auch nichts von der Spannung genommen hätte. Dadurch passierte es auch, das ein Kapitel mit der Zeitangabe falsch war. Obwohl ich eigentlich kein Marvel-Fan bin, konnte mich das Buch dennoch überzeugen, sodass ich mir gleich den 2. Teil besorgt habe. Fazit: Spannender Fantasy-Thriller-Auftakt, der mich überzeugen konnte. 4,5 von 5 Sternen

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Das falsche Kind: Thriller
Das falsche Kind: Thriller

Sasha und Mark wünschen sich schon lange ein Kind. Nach einem Unfall muss Sasha per Kaiserschnitt eine Frühgeburt entbinden. Als ihr ihr Kind gezeigt wird, glaubt sie allerdings nicht, dass das ihr Kind sei. Trotz aller Widerstände versucht Sasha alles, um dies zu beweisen, denn kaum jemand glaubt ihr. Das abstrakte Cover gefällt mir ausgezeichnet, auch wenn es keine Verbindung zum Buch zeigt. Der Schreibstil an sich ist gut; Orte und Charaktere werden ausreichend beschrieben. Das Buch ist im Großteil aus der Sicht von Sasha geschrieben; einige Kapitel sind allerdings von Mark, die die Vergangenheit erzählen. Dies gefiel mir gut. Den vielen negativen Rezensionen kann ich mich nicht anschließen, dass es sich hier nicht um einen Thriller, sondern um ein Drama handeln würde. Ich sehe es sehr wohl als Psychothriller. Zudem ist die Spannung das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Was mich allerdings störte, waren diverse (Logik-)Fehler. Zu einigen Fehlern muss man auch sagen, dass die australische Autorin eigentlich Ärztin ist. Das heißt, dass manche Fehler möglicherweise auch der Übersetzung anzukreiden sind. Im folgenden eine kleine Auswahl davon: - Aber dann erleidet Sasha eine Frühgeburt, bei der ihr Sohn nur durch einen Notkaiserschnitt gerettet werden kann. - Schon dieser Satz aus dem Klappentext birgt einen Fehler, denn wenn man eine Frühgeburt erleidet, benötigt man auch keinen Kaiserschnitt. - Sasha bekam schon einen Kreuzstich, warum benötigt sie dann eine Vollnarkose - außer dass es für die Handlung wichtig ist. - Die Autorin hat keine Unterscheidung zwischen Hebamme und Schwestern - Ursula ist meist Schwester, manchmal aber auch Hebamme. - Die Patientinnen werden zwar per Sie angesprochen, aber mit Vornamen - dies ist absolut unpassend und wird sicher auch in Australien nicht so gehandhabt. - Die Säuglingsstation ist zu Beginn unten, kurz darauf ist sie oben. - seit wann hat man sterile Hände nach dem Waschen? - Das Krankenhaus gehört eigentlich geschlossen, denn in den Zimmern sind Spinnweben und die Klimaanlage funktioniert nicht, sodass es das ganze Buch über stickig und heiß ist. Die Infektion, die vor einiger Zeit im Krankenhaus gewütet hat, ist zwar wichtig für die Handlung des Buches, aber scheinbar hat seitdem keiner im Krankenhaus geputzt. - Ebenso geht es mir mit dem DNS-Test (positiv, dass DNS und nicht DNA verwendet wurde!). Warum wurde der nicht einfach gemacht? Klar, dann wäre das Buch schon nach wenigen Seiten zu Ende. - Die Kommunikation zwischen dem Personal ist einmal sehr gut, meist aber schlecht, was aber auch für die Handlung benötigt wird (v.a. bei der Entlassung von Sasha). - Dass Sasha vor Gericht mit der Aussage, dass sie sich nicht erinnern könne (in ihrer Vergangenheit) durchgekommen ist, ist fraglich. Zumindest hätte sie dann nicht mehr als Ärztin (wenn auch "nur" Pathologin) arbeiten dürfen. Vor Gericht könnte man eventuell ja noch "im Zweifel für den Angeklagten" durchkommen. Man sieht also, dass die Handlung im Vordergrund steht, alles was nicht von der Realität passt, wird passend gemacht - aber eben nicht ganz. Fazit: Spannung garantiert, aber haarsträubende Fehler. 3,5 von 5 Sternen.

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SOKO Erle - Der Mordfall Carolin G.
SOKO Erle - Der Mordfall Carolin G.

Die 27-jährige Carolin G. kommt 2016 vom Joggen nicht zurück; 4 Tage später wird sie tot aufgefunden - nachdem sie vergewaltigt wurde. Der Polizeisprecher Walter Roth schrieb dieses Buch zu diesem realen Fall nach seinen Erinnerungen bzw. Notizen. Gesprochen wird das ungekürzte Hörbuch von Erich Wittenberg. Das Cover des (Hör-)Buches ist zwar sehr einfach gemacht, passt aber hervorragend zum Buch und macht neugierig. Ich liebe True-Crime-Fälle, da reale Fälle oft interessanter als die Fantasie von Krimi-Autoren ist. Man wird vom Autor auf eine lange Reise durch oft zermürbende Polizeiarbeit mitgenommen. Diese wird sehr detailliert beschrieben, was oft sehr langwierig ist. Der Sprecher des Hörbuchs tut noch sein übriges dazu, denn er hat zwar eine angenehme Stimme (er ist auch ein erfahrener Sprecher), allerdings spricht er hier meist etwas zu monoton. Man merkt zwar seine Bemühungen an, allerdings passt das Genre des Sachbuches nicht wirklich zu ihm. Durch den langwierigen Fall und die monotone Stimme war es oft schwierig der Stimme und dem Hörbuch zu folgen, denn nach einiger Zeit schweifte ich unweigerlich ab. Der Einblick in die Ermittlungsarbeit der Polizei ist nichtsdestotrotz sehr interessant. Dabei geht der Autor auch sehr empathisch v.a für die Opfer und deren Familie vor. Allerdings war das Buch im Großen und Ganzen auch eine übertriebene Lobhudelei der Polizei und dessen Arbeit. Klar der Fall wurde ja gelöst, allerdings wurden doch auch einige Fehler gemacht, die im (Hör-)Buch nicht oder nur kurz erwähnt werden. Details über das Verbrechen an sich, werden auch hier nicht erwähnt. Positiv ist zu erwähnen, dass bei manchen "Zeugenaussagen" der Autor auch seinen Humor beweist und dass mir das Buch in Print-Form sicher etwas mehr zugesagt hätte. Dafür gebe ich 1/2 Stern zu meiner Bewertung hinzu. Fazit: Interessant, aber langwierig und zu viel Lobhudelei. 3,5 von 5 Sternen

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Ich war hier
Ich war hier
melaniek

Sehr empfehlenswert !!!

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Orangen für Dostojewskij
Orangen für Dostojewskij

Inhalt Anfang August 1862 trifft Fjodor Michailowitsch Dostojewskij mit dem Zug in Venedig ein. Es ist seine erste Auslandsreise nach Europa, die am 7. Juni begonnen hatte. Er kommt aus Florenz und Italien hat ihn bisher enttäuscht. Schon vierzig Jahre alt, hat er nach ersten Erfolgen, Straflager und Strafdienst beim Militär, eine Schaffenskrise, auch wenn er durch seine Reise eine Fülle von neuen Ideen gesammelt hat. Schon überlegt er, aus Venedig früher abzureisen, als er den berühmten Komponisten Gioachino Rossini kennenlernt, der auch mit siebzig Jahren das Leben fröhlich feiert und genießt, hilfsbereit, liebenswert und großzügig. Durch ihn erlebt der zurückhaltende, schwermütige russische Schriftsteller die unvergleichliche Stadt Venedig, wie sie wirklich ist. Thema und Genre In diesem Roman geht es um eine Begegnung des Schriftstellers Dostojewskij mit dem Komponisten Rossini. Obwohl die beiden Künstler einander tatsächlich nie getroffen haben, ist diese Geschichte eine so lebendige, geniale Verbindung zwischen intensiver Recherche und einfühlsamer Phantasie, dass man beim Lesen vergisst, dass es sich um keine reale historische Begebenheit handelt. Charaktere Der lebensfrohe, überschäumend italienische Komponist Rossini ist das genaue Gegenteil des schwermütigen, damals von Selbstzweifeln erfüllten Schriftstellers Dostojewskij. Die gemeinsamen Gespräche sind trotz oder gerade wegen ihrer unterschiedlichen Sichtweisen für beide eine Bereicherung und beeinflussen das weitere künstlerische Schaffen. Auch die Personen im Umfeld sind so typisch italienisch, man hat sie und die teilweise chaotischen Situationen sofort vor Augen, sie werden lebendig, sind liebenswert, ohne je in Klischees abzugleiten. Handlung und Schreibstil Es sind nur fünf Tage, die Dostojewskij vor seiner Heimreise nach St. Petersburg in Venedig verbringt, doch die Fülle an Erlebnissen und Eindrücken, die uns jeder Tag in diesem auch sprachlich überzeugenden Roman schildert, lässt diese kurze Zeitspanne wie Wochen scheinen. Großartig ist die Szene, in der Rossini und Dostojewskij einander zum ersten Mal begegnen. Auch der Umgang der venezianischen Bevölkerung mit den österreichischen Besatzern ist ein Thema. Spätestens, als Dostojewskij zu einem Treffen im Caffè eilt und zuerst das Quadri betritt, wo er auf das gegenüberliegende Florian verwiesen wird, erkennt er die Zusammenhänge und Viva Verdi bekommt eine völlig neue Bedeutung. Doch während die Erinnerungen an den Strafmilitärdienst die Gedanken des russischen Dichters oft in tiefes Dunkel tauchen, hat sich Venedig die lebensfrohe, südliche Leichtigkeit auch unter der österreichischen Herrschaft erhalten. Spannung erhält diese Geschichte durch eine Idee Rossinis, er macht Dostojewskij einen Vorschlag und man ist neugierig, wie der Autor dies auflösen wird, da auch diese Idee fiktiv ist. Fazit Ein funkensprühendes Zeitbild, eine Begegnung von zwei großen Künstlern, der schwermütige, ernste Russe trifft auf den fröhlichen italienischen Genussmenschen und lernt die einzigartige Stadt Venedig kennen und lieben. Ein Leseerlebnis, das mich begeistert hat, mich zum Träumen brachte und Erinnerungen an Venedigbesuche lebendig werden ließ. „Italien ist Italien, Venedig ist Venedig. Venedig bleibt Venedig. Immer.“ (Zitat Seite 434)

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Doch am meisten beseelte ihn die Anwesenheit des grandiosen Musikers, der auch ein grandioser Mann war und dabei so schlicht, so natürlich mit ihm sprach, als kennten sie einander schon lang.“ (Zitat Seite 112)"

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Die Frau vom Strand von Rütten & Loening
Die Frau vom Strand

Inhalt Vor fünfzehn Monaten sind Rebecca Friedrichsen und Lucy Hagen, glücklich verheiratet, in das Ostseebad Rerik gezogen. Lucy ist eine erfolgreiche Game-Designerin und pendelt zwischen dem Unternehmenssitz in Hamburg und dem schönen Haus, das nur durch einen kleinen Küstenwald von der Steilküste und dem Strand entfernt ist. Rebecca ist Physiotherapeutin, doch zurzeit ist die kleine Greta, ihre fünf Monate alte Tochter, ihr Lebensmittelpunkt. Bei einem ihrer Spaziergänge lernt sie die Urlauberin Julia kennen, freundet sich mit ihr an, doch nach einigen Tagen ist Julia plötzlich spurlos verschwunden. Dann wird eine tote Frau gefunden, die an der Steilkürste abgestürzt ist, doch es nicht Julia. Thema und Genre In diesem Kriminalroman nach klassischem Whodunit-Vorbild geht es um Entscheidungen, die zu Ereignissen führen, die nicht vorhersehbar sind, sich aber auch nicht mehr rückgängig machen lassen. Auch psychologische Momente spielen eine Rolle. Charakter Die einzelnen Figuren sind sehr realistisch und präzise entwickelt, ihre Vielschichtigkeit trägt zusätzlich zur Spannung bei. Lucy Hagen ist einfühlsam, ihre liebevolle Beziehung mit der etwas labilen Rebecca ist seit der Geburt von Greta sehr glücklich. Rebecca hat wenig Kontakt zu ihrem früheren Freundeskreis in Hamburg, ihr Leben dreht sich nun um Greta. Edda Timm, Kripo Rostock, Ermittlerin im sogenannten Todesteam, ist das ergänzende Gegenteil zu ihrer einfühlsamen, wandlungsfähigen Kollegin Britt. Edda ist impulsiv, stur, zielbewusst und hartnäckig, wenn es um die Wahrheit geht. Handlung und Schreibstil Die Ereignisse spielen in einem straffen Handlungszeitraum von nur wenigen Tagen. Die Gliederung in sechs übergeordnete Teile, ergänzt durch die Angabe des jeweiligen Wochentages und in Kapitel eingeteilt, sorgt dafür, dass man beim Lesen den Überblick behält und sich auf die Handlung konzentrieren kann. Denn diese spannende Geschichte beginnt mit einer Fülle von losen Puzzleteilen und Fragen, die sich langsam zusammenfügen, um dann durch völlig überraschende Wendungen wieder neu gemischt zu werden. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Kapiteln, in denen Rebecca in der Ich-Form berichtet und den Ermittlungen in personaler Erzählform, in deren Mittelpunkt Edda steht, ist ein weiteres interessantes Detail. Lebhafte Schilderungen des Umfeldes und erklärende Rückblicke begleiten die Handlung, ohne jedoch den Spannungsbogen zu unterbrechen. Fazit Vom Verlag als Thriller eingestuft, ist diese Geschichte in meinen Augen ein ungemein clever, vielschichtig und sehr packend geschriebener, klassischer Whodunit-Kriminalroman. Es ist lange her, dass ich dieses Genre so begeistert und mit großem, spannendem Lesevergnügen gelesen habe.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Sie liebte diesen Teil ihres Jobs, den Moment, wenn sie all die Puzzleteile vor ihrem geistigen Auge ausbreitete, um sie dann zusammenzusetzen und zu sehen, was für ein Muster sie ergaben. Das Faszinierende bei Tötungsdelikten war, dass es immer nur ein richtiges Muster gab: die Wahrheit.“ (Zitat Pos. 2837)"

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Montecrypto: Thriller
Montecrypto: Thriller

Inhalt Der vermögende Millionär Gregory Hollister, Erfinder der Bezahlapp „Juno“, gilt als Pionier im Bereich Digitalwährungen. Als er überraschend bei einem Flugzeugabsturz stirbt, beauftragt seine Halbschwester und Erbin einen auf Finanzsachen spezialisierten Privatdetektiv, Edward Dante, mit der Suche nach einem zusätzlichen Milliardenvermögen in Kryptowährung, das Greg irgendwo versteckt hat. Als bald darauf online Hinweise auf dieses als Montecrypto bezeichnete Vermögen auftauchen, heften sich nicht nur das FBI, Finanzaufsicht, diverse internationale Geheimdienste und weitere Gruppen mit sehr unterschiedlichen Interessen an Dantes Fersen, sondern es beginnt eine gehypte Massensuche, von Greg Hollister selbst posthum mittels Videobotschaften inszeniert. Doch Ed erkennt bald, dass es um wesentlich mehr geht, als um ein verschwundenes Kryptovermögen und eine Schweizer Stiftung. Was als abenteuerliche Schatzsuche begann, droht das gesamte Gefüge der weltweiten Finanzmärkte zu kippen, wenn es Ed nicht gelingt, dies rechtzeitig zu verhindern. Thema und Genre In diesem aktuellen Wirtschaftsthriller geht es um Kryptowährungen, moderne Technologien, internationale Finanzmärkte, Politik und Macht. Charaktere Ed Dante, ein Engländer in Amerika, ist alles andere als der Typ Superagent, aber durch seine langjährige Compliance-Tätigkeit ist er sehr präzise und hartnäckig in den Recherchen. Mercy Mondego, die erfolgreiche Journalistin mit Informatikstudium und Bloggerin über alles, was moderne Kryptowährungen betrifft, ist ihm oft einen Schritt voraus, andererseits unterstützt sie ihn, denn sie will die Story. Doch kann er ihr trauen? Beide Figuren sind realistisch, stimmig und sehr sympathisch. Handlung und Schreibstil Die rasante Handlung führt Ed Dante von Los Angeles und New York bis in den Schweizer Stiftungsstandort Zug, zurück nach Amerika und Mexiko. Der präzise entwickelte Plot ist realistisch, nachvollziehbar und sehr spannend. Die Dialoge zwischen dem „no-coiner“ Ed und Mercy mit ihrem Fachwissen im Bereich IT und Digitalwährungen ergänzen jene fachlichen Details, die man als Leser*in vielleicht noch nicht kannte und machen die Handlung noch interessanter und aktueller. Weitere Informationen und Zusammenhänge zeigen sich erst langsam im Lauf der Recherchen und ergeben eine komplexe Geschichte, in der überraschende Wendungen nicht fehlen. Fazit Ein intelligenter, sehr spannender Wirtschaftsthriller, dazu eine moderne Sprache, verbunden mit einer aktuellen, zeitgemäßen Variante des klassischen amerikanischen Detektivromans. Diese sehr gelungene Mischung garantiert ein interessantes, packendes Lesevergnügen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Nur der Glaube, das Geld besitze einen Wert, verlieh ihm diesen nun. Fiat lucre. Ed facta est lucre.“ (Zitat Pos. 4920)"

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Ypsilons Rache
Ypsilons Rache

Eine intensive, packende Geschichte Inhalt Professor Dr. Kristian Starck, ein erfolgreicher Pathologe, geschieden, zwei Töchter, eine Enkelin, ist fünfundfünfzig Jahre alt, als er beschließt, ein Jahr Auszeit zu nehmen. Er arbeitet an einem Buch, doch vor allem plant er sein Coming-out, er will endlich sich selbst finden und entscheiden, ob er die weiteren Lebensjahre als Kris oder Kristina verbringen will. Doch die Routineuntersuchung vor seinem Aufbruch ändert alles, denn die Diagnose Prostatakrebs erfordert ein rasches Handeln. Er braucht Zeit zum Nachdenken, verschiebt die endgültige Entscheidung, welche Therapieform er wählt, um drei Monate und geht nun mit drei Themen auf seine Reise durch Deutschland, sein Buch, der Krebs und sein Coming-Out. In Stuttgart nimmt er an einem Klassentreffen teil und trifft seinen Bruder, in Heidelberg einen langjährigen Freund, in Hamburg besucht er auch diesmal nicht nur seine Mutter, sondern auch Conchita, die Männer mag und Frauen liebt, und mit der er regelmäßig als Kristina durch die Lokale zieht. Durch Conchita lernt er Chloé kennen, erfolgreiche Inhaberin einer Consulting-Agentur und Trans*frau. Nun hat er ein viertes Thema, die Liebe. Thema und Genre Themen dieses Romans sind Transidentität und Diversität in allen Facetten, und mögliche Antworten auf die Frage, wer man ist und wer man sein möchte. Es geht auch darum, wie wir mit der Diagnose Krebs umgehen, um alle Schattierungen der menschlichen Psyche, um Verlust, um Freundschaft und die Liebe. Charaktere Es sind sympathische, liebenswerte Charaktere, die wir in dieser Geschichte kennenlernen. Kristian, manchmal Kristina, der versucht, seinen Weg durch diesen Wirbel an Fragen, Problemen, Gefühlen zu finden, meistens mit Humor und etwas Selbstironie, manchmal auch Selbstmitleid, aber immer authentisch. Alex, Conchita, Chloé sind selbstbewusste, empathische Frauen und jede ist auf ihre Art eine Bereicherung für Kris, gerade in diesen turbulenten, gefühlsintensiven Wochen. Handlung und Schreibstil Die Geschichte spielt in der aktuellen Zeit und in einem begrenzten Zeitrahmen. Erzählt wird sie von Kris selbst als Ich-Erzähler. Überraschende Wendungen werden zu prägenden Ereignissen, Rückblicke durch Erinnerungen und Gespräche ergänzen und verdichten. Die Ausgangsposition ist die ungewöhnliche, aber durchaus realistische Fragestellung, wie ein Mann mit der Diagnose Prostatakrebs umgeht, wenn er gleichzeitig gerade auf der Suche nach seinem persönlichen Platz im weiten Spektrum der Gender-Palette ist. Denn besagte Prostata befindet sich möglicherweise im falschen Körper, den sich Kris und Kristina bisher teilen. Die Sprache erzählt einfühlsam und nachdrücklich, lebensnah und mit leisem Humor. Fazit Ein komplexes, interessantes Thema und eine packende, vielschichtige Geschichte mit starken psychologischen Momenten und Fragestellungen, die uns Lesende auf eine turbulente, intensive Reise mitnimmt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ein Wesen, das mein Reisemotto „Werde, der du bist“ für sich selbst wörtlich genommen hatte und die Frau geworden war, die ich in meinen Träumen gerne wäre, nur dass mir der Mut zur Entscheidung fehlte und die Leidensbereitschaft, sie umzusetzen.“ (Zitat Seite 203, 204)"

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Seeland Schneeland: Roman
Seeland Schneeland: Roman

Inhalt Merce Blackboro war siebzehn Jahren alt, als er 1914 mit der bekannten Shackleton-Expedition auf der Endurance in die Antarktis aufbrach. Diese Erfahrungen haben Merce verändert. 1921, vierundzwanzig Jahre alt, fühlt er sich immer noch antriebslos, was fehlt ihm? Er ist unglücklich verliebt, doch kann dies der einzige Grund für seinen Zustand sein? Für ihn ist Ennid Muldoon die Frau seines Lebens. Diese jedoch trauert um ihren im Kampfeinsatz als Pilot gefallenen Verlobten und es hält sie nichts mehr in Newport. Auf dem Dampfer „Orion“ ist Ennid, zusammen mit vielen anderen Passagieren, einige davon sehr reich, die meisten jedoch arme Auswanderer, unterwegs in ein neues Leben in Amerika. Doch noch ist sie nicht in New York angekommen, denn nach heftigen Schneestürmen treibt der Dampfer manövrierunfähig vor der Küste Schottlands. Sofort bricht Merce zu Ennids Rettung auf, doch wird er sie finden? Thema und Genre Dieser Roman schreibt das Leben von Merce Blackboro aus „Der eiskalte Himmel“, in den Jahren nach seiner Rückkehr von der Endurance-Expedition weiter. Wieder steht ein Schiff im Mittelpunkt, diesmal ein alter Dampfer, Schnee, Eis und die wilde See, vor allem jedoch geht es um die Sehnsüchte, Träume und Wünsche, der reichsten Passagiere ebenso wie der ärmsten Auswanderer. Ein wichtiges Thema sind Familie, Freundschaft und die Kraft der Liebe in ihren unterschiedlichen Facetten. Charaktere Es sind seine Figuren, deren Beweggründe, Träume, Handlungen der Autor präzise beobachtet und uns an ihren Gedanken teilhaben lässt, die uns sofort in ihren Bann ziehen. Vom Beginn der Geschichte an werden sie einfühlsam geschildert und sind uns sofort vertraut. Zunächst noch auf der Suche, verändern die Ereignisse sie alle nachhaltig, Merce Blackboro, Ennid Muldoon, Diver Robey und die zwanzig Jahre jüngere Kristina Merriweather, Divers Assistenten und Vertrauten Bryn Meeks und den leisen, mutigen Steward Jirō Shimimura. Handlung und Schreibstil Die Handlung spielt im Jahr 1921 und wird durch einige kurze, erklärende Rückblenden in Form von Erinnerungen ergänzt. Die einzelnen Kapitel wechseln zwischen den Ereignissen an Land und auf See und stellen in ihrer personalen Erzählform abwechselnd jeweils einen der einzelnen Hauptcharaktere in den Mittelpunkt. Geschrieben in einer eindrücklichen, poetischen und lebhaft schildernden Sprache, fasziniert diese Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Fazit Ein poetischer, intensiver Roman über Abenteuer, Träume, Sehnsüchte, die Suche nach dem Platz im eigenen Leben und über die Liebe. Wir bangen und hoffen mit den uns sofort vertrauten Figuren, während die lebhaften, eindrücklichen Schilderungen uns Bilder von Eis, Schnee, der wilden Natur, vom Leben in Newport „wir nennen unsere Stadt Casnewydd“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aber auch von den Tagen und Nächten in den engen Kojen der Auswandererschiffe in die Gedanken malen. Ein großartiges Leseerlebnis!

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Je weiter weg man von den wirklich guten Leuten und den wahrhaft schönen Dingen ist, umso mehr soll man glauben, dass es sie gibt.“ (Zitat Seite 128)"

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Immer noch wach: Roman
Immer noch wach: Roman

Der 30-jährige Alexander Fink lebt glücklich mit seiner Freundin Lisa und hat sich zusammen mit seinem Freund Bene endlich den Traum vom eigenen Café erfüllt. Da erhält er die Diagnose "Magenkrebs", an der sein Vater vor langer Zeit leidend seinem Tod entgegensah. Darum beschließt er Abschied von seinem Leben und seinen Freunden zu nehmen und in ein Hospiz zu ziehen, ohne, dass seine Freunde ihn besuchen oder kontaktieren können. Dort lernt er neben anderen auch den sterbenden Kasper kennen. Nach einiger Zeit muss sich Alex damit abfinden, dass er doch noch Lebenszeit bekommen hat, denn er hat keinen Magenkrebs - eine Fehldiagnose. Er versucht daher die Wünsche von anderen verstorbenen Hospizbewohnern selbst zu leben. Das Cover des Buches ist passend und sehr gut gelungen. Der Schreibstil des Autors ist primär gut; Orte und Protagonisten werden ausgezeichnet dargestellt. Der sensible Gesprächston und die mitfühlende Herangehensweise an dieses schwierige, aber wichtige Thema ist dem Autor ebenfalls perfekt gelungen, sodass das Buch nicht nur durch sehr emotionale Szenen, sondern auch durch Humor zu überzeugen weiß. Dazu durfte der Autor auch 1 Woche in einem Hospiz mitarbeiten. Dies merkt man auch in seiner Schreibweise, wie ich gut beurteilen kann, da ich selbst in dieser "Branche" tätig bin. Und es ist auch in der Realität so, dass viele Bewohner noch Wünsche haben - einige kann man erfüllen, viele aber leider aufgrund des Allgemeinzustandes oft nicht mehr, da man oft auch erst sehr spät davon erfährt. Positiv hervorzuheben sind auch die relativ kurzen Kapitel (inkl. Unterkapiteln), die dazu führen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Und doch gibt es doch auch Kritikpunkte. Dass das Buch nicht rein chronologisch aufgebaut und auf 2 Zeitebenen spielt, ist bzw. wäre ja hervorragend. Allerdings wird in dem Buch sehr oft in der Zeit herumgesprungen. Vielleicht wäre es noch leichter gewesen, wenn eine Datumsangabe zu Beginn gestanden hätte, allerdings wäre ein chronologischer Aufbau des Buches (in 2 Zeitebenen) hier leichter zu lesen gewesen. Was mich auch etwas störte, war die feministische Form des Wortes Gastes "Gästin", das zwar grammatikalisch stimmt, aber eigentlich nicht sehr oft, v.a. in diesem Zusammenhang verwendet wird. Für ein Debüt-Buch allerdings ist es trotzdem gut gelungen. Fazit: Tolle Geschichte mit wichtigem Thema sensibel, aber auch humorvoll verarbeitet. 4,5 von 5 Sternen

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Die letzten Monate
Die letzten Monate

Nachdem im Jahr 2020 eine Pandemie durch Dolores-19 ausgebrochen ist, sind Jake, Leon, Maya und Jazmin auf einer Europareise unterwegs. Dabei erleben sie schrecklich viele Abenteuer. Das Cover des Buches ist natürlich diesmal absolut passend, auch wenn nur eine Person zu sehen ist. Der Titel ist zwar passend und zugehörig zum 1. Teil ("Die ersten Monate"), allerdings doch etwas einfallslos. Der Plot selbst ist hervorragend gewählt. Die aktuelle Situation von COVID-19 wird hier durch den Virus Dolores-19 veranschaulicht. Neben aktuellem Bezug zu Trump oder Moria in den Vorworten der einzelnen Kapiteln, ist hier die düstere Dystopie vom 1. Teil voll im Laufen. Dabei konnte mich nicht nur die tolle Beschreibung der Protagonisten und Orte überzeugen, sondern vielmehr die lockere Schreibweise, die trotz dem ernsten Thema und der ernsten Situation mit viel Humor punkten kann. So wird aus der ganzen Story ein verrückter, aber todernster Roadtrip, der Action bietet und Dolores-19 schon manchmal in Vergessenheit geraten lässt. Begleitet wird man von einer Playlists voller Musik. Es ist zwar nicht alles mein Musikgeschmack (genauso wenig wie russischer Techno), dafür aber das ganze Buch. Die dystopische Dilogie endet sehr passend, obwohl das Ende dann doch sehr rasch kommt. Am Ende des Buches gibt es noch eine Leseprobe: TUL - die Fantasy-Reihe des Autors. Fazit: Düstere, aber humorvolle Dystopie, die mit der aktuellen Situation spielt. 4,5 von 5 Sternen

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Schach mit toter Dame von Droste
Schach mit toter Dame

Loretta wird von den 2 Schwestern Käthe und Cäcilie, die sie im letzten Fall kennengelernt hat, in die Seniorenresidenz "Herbstglück" eingeladen. Dort soll ein Bewohner ermordet und bestohlen worden sein. Loretta wird als Küchenhilfe eingeschleust, um den Fall zu klären. Doch dann findet sie plötzlich selbst eine Leiche im Park der Seniorenresidenz. Dies ist bereits das 13. Buch um die Callcenter-Mitarbeiterin Loretta Luchs. Das Cover des Buches ist wieder perfekt gemacht - wie bei allen Büchern der Autorin wurde es extra für das Buch gestaltet und ist daher wieder nicht nur absolut passend, sondern wieder sehr detailreich. Wie immer ist Vorder- und Rückseite fast als Gemälde zu sehen. Allerdings heißt in der Zeichnung die Seniorenresidenz "Senilio" und nicht "herbstglück", wie im Buch. Der Schreibstil der Autorin ist (ebenso wie gewohnt) ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden detailreich beschrieben; die Hauptprotagonisten entwickeln sich weiter und wie gewohnt wechseln sich Humor und Spannung ab - wie es sich für eine "Krimödie" gehört. Alleine die Figuren, die sich die Autorin ausdenkt - einfach fantastisch. Man muss die Vorgängerbände nicht kennen und kommt trotzdem wunderbar mit dem Buch zurecht - allerdings will man dann sicher auch die anderen lesen. Auch der Fall ist dieses Mal knifflig und toll zum Mitraten - den größten Teil kann man so auch selbst lösen. Trotzdem ist für Spannung und Humor das ganze Buch über gesorgt. Fazit: 13. Teil der Ruhrpottkrimödie rund um Loretta Luchs, die längst Kultstatus genießt. 5 von 5 Sternen

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Wenn der Orthopäde Rücken hat von ZS Zabert und Sandmann
Wenn der Orthopäde Rücken hat
sbbsnl

Was für ein wunderbares, kurzweiliges und hilfreiches Buch. Ich habe Dr. Med. Matthias Manke schon im TV gesehen und ihn als empathisch und auch angenehm humorvoll empfunden, Typ: „den hätte ich auch gerne als Arzt, wenn ich mal wieder vorstellig werden muss“. Deshalb habe ich mich auf das Lesen des Buches sehr gefreut und wurde nicht eine Zeile lang enttäuscht. Es ist zunächst seine Art zu schreiben, entwaffnet ehrlich, oft humorvoll und immer so unglaublich nah am Thema und den „Mitleidenden“. Seine eigene Geschichte schweisst uns Leser irgendwie mit ihm zusammen und es hilft natürlich ungemein, wenn man einen Arzt vor sich hat, der weiß wovon er spricht. Neben diesem, detaillierten Einblick in seine Leidensgeschichte, wartet das Buch mit so vielen tollen Tipps auf, mit Erläuterungen und Wissen über den Rücken, die Wirbelsäule, Krankheiten, Genesung, Besserung, welche Schmerzen, wann und warum eintreten können. Aber auch welche Therapien wann sinnvoll sein können und vor allem, was ich selbst tun kann und muss, um mir ein schmerzfreies Leben zu erhalten oder selbst zu erarbeiten. Welche Bewegung gut für mich ist, welche notwendig und z.B. das Dehnen oft viel sinnvoller ist, als Gewichte zu stemmen. Natürlich muss manchmal ein Arzt ran und auch hier liefert Dr. Manke gute Informationen, wie ich den richtigen Orthopäden*in für mich finde und mit welchen unterschiedlichen Methoden mir diese weiterhelfen könnten. Auch die Infos zum Kassenarzt fand ich interessant und gut, dass er das angesprochen hat. Die einzelnen Methoden werden perfekt auf den Punkt erklärt und mir kurzweilig vermittelt. Auch die Übersicht und Aufgliederung des Inhaltsverzeichnis gefallen mir sehr gut. Man sieht gleich wo man welche Infos und Hilfestellung zu welchem Schmerz oder Bereich findet und das ist hilfreich einfach für die weitere Anwendung im „Ernstfall“. Letztendlich ist es ein Buch, dass ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich bin selbst nicht frei von Rückenschmerzen und habe mich schon viel mit dem Thema beschäftigt. Dr. Manke fasst nicht nur alles was man heute so über Rückenschmerzen weiß zusammen und vermittelt es mit einer wunderbar leichten, lockern Art, sondern er nimmt uns Leser mit auf eine Reise rund um den Rücken. Dass das auch seinen eigenen Rücken betrifft, macht das Buch persönlich und schafft eine angenehme Bindung zum Autor, was sonst bei Sachbüchern dieser Art selten der Fall ist. Ein wirklich empfehlenswertes Buch, das mir ein dauerhaft guter Ratgeber sein wird…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Wer „Rücken“ und Humor, hat wird dieses Buch lieben…!"

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Mars Ultor: Nemesis von TWENTYSIX
Mars Ultor: Nemesis

Das Team um Major David Dener muss erneut für Wayaki Industries zum Mars aufbrechen, denn der Kontakt zur Ares-Station ist abgebrochen. Doch David misstraut dem Konzern immer mehr. Währenddessen soll Doktor Stone die Flüssigkeit vom Mars genauer auf der Erde untersuchen - unter dauernder Beobachtung. Das Cover ist gut gemacht und gefällt mir gut; es passt auch perfekt zum 1. Teil. Dies ist der 2. Teil der Mars-Ultor-Dilogie. Man kann das Buch zwar für sich alleine lesen, empfehlen würde ich aber beim 1. Band anzufangen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Insgesamt wirkt das Buch von der wissenschaftlichen Seite perfekt recherchiert. Obwohl ich den 1. Teil kannte (ist aber schon ein paar Monate her), war der Einstieg nicht ganz leicht. Die Personen mussten erst wieder in meinem Kopf entstehen; die Handlung zu Beginn war noch etwas abwartend. Dies änderte sich allerdings nach wenigen Kapiteln. Als der SF-Teil begann, war ich von der Handlung gefangen genommen und die dystopische Welt und die Abenteuer im Weltraum bzw. auf dem Mars konnten mich nur noch faszinieren. Die Spannung stieg kontinuierlich. Das Ende (inkl. Epilog) war einfach toll. Der Wissenschaftsteil am Ende war sehr informativ und zeigt, dass die Welt des Autors nicht so utopisch ist, auch wenn die Dystopie gottseidank in Wirklichkeit (noch) nicht ganz so schlimm ist. Fazit: Krönender Abschluss der Dilogie. 4,5 von 5 Sternen

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Das Grab in den Schären / Thomas Andreasson Bd.10 (eBook, ePUB) von Kiepenheuer & Witsch GmbH
Das Grab in den Schären / Thomas Andreasson Bd.10 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Wieder wunderbarer Lesestoff aus Schweden. Ich kenne alle Bücher der Andreasson/Linde Reihe und muss sagen, es handelt sich für mich bei dem 10. Buch um eines der Besten. Die Story ist gut und auch mal etwas anders ausgerollt, als die Vorgänger, die ja auch schon sehr gut sind. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte um ein altes Skelett und einen damit verbundenen Kriminalfall klingt erstmal nach dem üblichen Lesestoff, lebt aber natürlich auch von den altbekannten Figuren, die man gerne wieder trifft. Der immer etwas gebeutelte Polizeikommissar Thomas Andreasson und seine, zur Zeit in einer tiefen Krise steckenden, alte Freundin Nora Linde. Der eine immer auf der Suche nach der Lösung der Fälle und dem privaten Glück, sie als Anklägerin immer auf der Suche nach der Wahrheit, versucht sie in diesem Fall, krankgeschrieben und in ein tiefes Loch gefallen, durch das Aufrollen der alten Ereignisse wieder auf die Beine zu kommen. Viveca Sten schreibt wie immer wunderbar leicht und angenehm lesbar. Spannung aufbauen konnte sie immer schon sehr gut. Sie hat sie mich als Leserin aber diesmal unglaublich raffiniert in die Geschichte mit hineingezogen. Die Frage, wer die Leiche ist, was damals passiert ist, wer ist verschwunden, wer lebt noch, wer hat was, wie und warum getan? Das ständige Springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alles im Wechsel aus Sicht der Hauptprotagonisten und der vermeintlichen Opfer geschrieben. Es ist eine andere Art der Herangehensweise der Autorin, nicht nur den Täter, sondern auch das Opfer zu suchen und die hat mich wirklich mitgerissen und mir ein wunderbares Lesevergnügen beschert. Das Buch hat alles was ein Krimi haben muss, ich bin begeistert und habe es total gerne gelesen. Da freue ich mich doch jetzt schon auf eine weitere Fortsetzung…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ein wahrer Pageturner…!"

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Friesenpoker. Ostfrieslandkrimi
Friesenpoker. Ostfrieslandkrimi

Auf Borkum findet ein Pokerturnier statt. Die einzige Frau meldet sich bei Sander und Moll, da sie auf der Fähre bedroht wurde. Zum Schutz der Pokerspielerin, begleiten die beiden sie dorthin. Doch sie finden schließlich den erstochenen Dealer Adrian Molen, der Mona nur noch "Antwerpen" zuflüstern kann, bevor er stirbt. Das Cover des Buches passt zu einem ostfriesischen Krimi, und ist daher sehr gut gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; die Charaktere werden wunderbar herausgearbeitet. Dasselbe gilt auch für die Ortsbeschreibungen. Obwohl es bereits der 19. Band um die beiden Ermittler ist, war es für mich erst der zweite, dies viel aber nie ins Gewicht, denn man kann das Buch perfekt als Einzelband lesen. Die Ermittler sind der Hammer; einerseits die impulsive Sander, auf der anderen Seite der schwergewichtige Moll - ein tolles ungleiches Paar, das trotzdem perfekt harmoniert. Der Fall selbst ist gut inszeniert; von mir als geübten Krimi-Leser wurde aber der Täter schon am Beginn als Hauptverdächtiger festgemacht. Trotzdem war die Spannung auf hohem Niveau. Fazit: Solider Lokal-Krimi; für mich definitiv nicht der letzte der Reihe. 5 von 5 Sternen

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VIGIAI E ORAI: wache und bete von Independently published
VIGIAI E ORAI: wache und bete
Taschenbuch

Meghan zieht von London nach San Diego und verfällt dem charismatischen Carter Rayes, der zusammen mit seinem Bruder Tyran ein riesiges Imperium aus Drogen, Waffen und Frauen zusammenhält. Carter hält Meghan zwar raus, nur seine dunkle Seite bekommt sie einige Male zu Gesicht. Als sie aber angeschossen wird, lernt sie erstmals das Imperium mitsamt seinem Bruder kennen. Das Cover ist einfach perfekt gestaltet. Es passt hervorragend zum Inhalt und die Farben sind der Hammer. Der Plot ist einfach grandios; neben Love und Erotik werden auch Krimi-/Thriller-Elemente perfekt in die Story eingewoben, sodass man in die Welt der Rayes eintaucht bzw. rigoros darin gefangen wird. Die Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Der Wechsel der Perspektiven macht die Handlung ebenfalls noch plastischer. Die detaillierten Beschreibungen und expliziten Szenen machen das Buch zu einem echten Page-Turner, obwohl es nicht so einfach nebenbei zu lesen ist, da die Handlung doch einigermaßen anspruchsvoll ist, v.a. da man sich erst in die verschiedenen Protagonisten einfinden muss. Man wird in die Abgründe der Rayes-Brüder hineingezogen, sodass ich schon sehr gespannt auf den 2. Teil bin, da das Buch noch viele Fragen offen hält und auch ein offenes Ende hat. Fazit: Dark Romance vom Feinsten. 5 von 5 Sternen

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Herzlfresser (Die Blut... Bucklige Welt, Band 1)
Herzlfresser (Die Blut... Bucklige Welt, Band 1)
Taschenbuch

In Brand in der Buckligen Welt tauchen plötzlich geköpfte Frauenleichen auf, denen das Herz fehlt. Der 48-jährige Dorfpolizist Franz Ebner bekommt Unterstützung aus Wien in Form des gehassten Prohaskas und der deutschen Annelise. Obwohl er lieber im Wirtshaus ist und gerne isst, will er den Fall lösen. Seine Mutter, seine Oma und seine Urli (die 3 Mädels) gestehen ihm, dass sie Hexen sind und das Motiv für die Morde kennen. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber zum Inhalt und auch zum bereits erschienenen 2. Band. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden absolut treffend dargestellt. Laut Cover handelt es sich um einen paranormalen Fantasy-Krimi; allerdings steht der Humor dieses urigen Regionalkrimis mit Fantasy-Einflüssen deutlich im Vordergrund. Die Fakten des Buches sind hervorragend recherchiert und werden auch im Anhang beschrieben. Ich konnte mich wirklich zerkugeln vor Lachen bei vielen Szenen, das dem unverwechselbaren Schreibstil des Autors zuzuordnen ist. Das einzige was ich dem Autor empfehlen würde, ist ein Korrektorat, da sich doch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, die aber das Gesamtbild kaum stören. Fazit: Toller Auftakt, Eberhofer kann sich warm anziehen. 5 von 5 Sternen

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Epidemie der Wahrheit von tredition
Epidemie der Wahrheit

Cindy entdeckt, dass immer mehr Leute in den USA nur die Wahrheit sagen - ohne Bedenken wegen der Konsequenzen. Sie informiert ihre Freundin Ulrike in Deutschland. Als Ulrike nach Frankreich zieht, hat auch sie Kontakt mit "Wahrheitssüchtigen". Zusammen mit anderen Mitstreitern wollen sie die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen. Das Hardcover kommt hochwertig mit Lesebändchen daher. Das Cover passt zum Buch, obwohl es doch etwas nichtssagend ist. Es zeigt Cindy und Ulrike und gefällt mir trotzdem gut, da man auch erkennen kann, wo die beiden zuhause sind. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte werden ausreichend beschrieben. Das Buch wird als satirische Fiktion auf dem Cover angepriesen und die ersten 6 - 7 Kapiteln sprühen nur so vor Satire, Ironie und Zynismus. Schon das Vorwort bzw. den Disclaimer würde ich als satirisch bewerten. Hier wird nichts beschönigt und in teilweise knallharter Sprache kann man einfach nur loslachen. Danach lässt die Satire leider nach und man sucht sie fast schon vergeblich. Neben einigen Fällen in denen wieder die Wahrheit gesagt wird (ohne den Witz des Beginns), geht es dann hauptsächlich um die Bemühungen der beiden Mädels und ihren Mitstreitern, dieses bekannt zu machen. Sie stellen ich dazu aber selbst zu wenig Fragen, auch wird in den Chats zwischen Cindy und Ulrike alles einfach nochmal mehr oder weniger wiederholt, was dann auch ein wenig zu Langeweile führt. So fehlt nach einem 1/4 des Buches der Witz und auch die Spannung bleibt auf niedrigem Niveau, da sich alles doch irgendwie nur im Kreis dreht. Anglizismen, die im Buch vorkommen (z.B. Aunt statt Tante) lassen sich natürlich dadurch erklären, dass diese Szenen in den USA spielen, wären aber trotzdem nicht notwendig gewesen. Dazu kommen noch einige Fehler; denn wer setzt zum Beispiel eine Pfanne auf, um Tee zu machen? Auf der anderen Seite lädt das Buch natürlich zum Nachdenken ein. Ist es wirklich so schlimm, wenn es keine Lügen mehr gibt? Das Ende selbst gab mir dann den Rest: Denn es gibt keinerlei Antworten; im Gegenteil tauchen auch noch neue Fragen auf. Dies lässt auf eine Fortsetzung schließen, die allerdings mit keinem Wort erwähnt wird. Fazit: Nach starkem Beginn tut sich leider nur mehr wenig. Schade, denn das Thema hätte viel besser umgesetzt werden können. 3 von 5 Sternen

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Die erste Lüge: Kriminalroman
Die erste Lüge: Kriminalroman

1997 vergewaltigen Oscar, Rikard und Jonas die 16-jährige Josefin. Vom Gericht werden sie freigesprochen. 2010 hat Oscar eine erfolgreiche Fussballerkarriere hinter sich und soll nun für den Schwedischen Sportverband arbeiten. Zuvor fährt er allerdings mit seiner Familie nach Thailand, wo er die meiste Zeit in Bars verbringt. Als er eine Prostituierte mit einer Flasche vergewaltigt, passiert auch ihm das gleiche. Jonas hingegen bekommt ein Foto von 1997, das er selbst aufgenommen hat, zugesendet. Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und Charaktere werden meist ausgezeichnet dargestellt. Einige Dialoge wirkten durch den Schreibstil (oder die Übersetzung) allerdings auch etwas hölzern. Der Plot ist gut durchdacht; die Protagonisten ebenfalls. Das Buch wird als Kriminalroman angepriesen. Das ist es allerdings nicht. Am ehesten würde ich es als Psychothriller bezeichnen, denn das Motiv ist schon durch die Inhaltsangabe an sich klar. Auch ist die Frage nach dem "Täter" nicht schwer zu beantworten, denn man bekommt doch viele Hinweise, die auf die richtige Person hinweisen, auch wenn die Autorin die Protagonisten immer wieder andere Personen unter Verdacht stellt. Nichtsdestotrotz ist die Spannung das ganze Buch über auf relativ hohem Niveau. Der Wechsel zwischen 1997 und 2010 ist sehr gut gelungen. Wie allerdings das Foto von Thailand entstand bzw. an Oscars Frau versendet werden konnte, bleibt leider ungeklärt (und ist daher auch absolut unlogisch), ebenso woher der "Täter" die Emailadressen oder Telefonnummern von Oscar und Jonas hatte. So bleiben doch einige Fragen am Ende ungeklärt. Fazit: Vorausschaubarer Psychothriller, der trotzdem die Spannung hochhält, aber einige Fragen offenlässt. 4 von 5 Sternen

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Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein
Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein
SaintGermain

Die 2 niederbayrischen Hotelbesitzer Uwe und Oliver, die auch ein Paar sind, holen sich die Terrier-Mischlingshündin Phoebe aus einem kroatischen Tierheim. Sie lernt viele Freunde kennen, die ihr auch helfen, ihre Menschen zu erziehen. Das Cover ist liebevoll gestaltet und zeigt natürlich die Titelfigur "Phoebe", die es auch in echt gibt. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und haben auch meist einen realen Hintergrund. Der Schreibstil insgesamt ist ausgezeichnet. Toll war vor allem, dass das Buch aus Sicht der Hündin Phoebe erzählt wird und so natürlich auch sehr humorvoll beschrieben wird, wie sich die Hunde untereinander anleiten, um die Menschen zu erziehen. Dazu gibt es skurrile Personen en masse, und trotzdem hat jeder Hundebesitzer schon vieles von dem miterlebt, was hier beschrieben steht. Es gibt aber auch einige sehr emotionale Szenen v.a. mit Flora, Queen Mum und Steffi und natürlich jeweils der Hauptprotagonistin. Ich selbst habe 2 Hunde, einer davon heißt sogar Phoebe und auch sie hat eine Freundin, die Flora heißt. Dazu habe ich jetzt auch einen Hundewelpen. Jedem Hundebesitzer kann ich diesen Roman nur ans Herz legen. Aber auch "Nicht-Hunde-Menschen" wird das Buch gefallen, das mittlerweile schon eine Fortsetzung mit "Layla" gefunden hat, die am Ende dieses Buches auch schon mitspielt. Fazit: Humorvoller und emotionaler Roman aus Sicht einer Hündin. 5 von 5 Sternen

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Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 3 - In den Trümmern (Bände 7-9)
Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 3 - In den Trümmern (Bände 7-9)
Gebundene Ausgabe

Mason, Randy, Danielle und Vince sind in den Trümmern der Schule - ebenso wie Jamie, der Bürgermeister und dessen Tochter Alice - gefangen. Olivia ist bei Chris im Krankenhaus, der um sein Leben kämpft. Können alle Protagonisten gerettet werden? Priscilla van Straten scheint mangels Beweisen freigesprochen zu werden. Olivia und Randy beginnen bei der Zeitung über sie zu recherchieren. Währenddessen suchen Mason und die Journalistin Sonja nach Cat, die ins Haus der van Stratens eingebrochen und seitdem verschwunden ist. Unterstützt werden sie von der erblindeten Danielle über Funk. Und sie entdecken Überraschendes. Mason darf wieder seinen Lieblingssport ausüben, Randy arbeitet in der IT-Gruppe, Danielle lernt bei einer Dressur-Reiterin und Olivia nimmt an einem Fotowettbewerb teil. Scheinbar wendet sich bei den vieren also alles zum Guten. Doch nach nur kurzer Zeit merken die 4 unabhängig voneinander, dass sie nur voneinander getrennt werden sollten. Dahinter steckt natürlich der Graf, über den man hier ebenfalls viel Neues erfährt. Der Mörder von Marietta King hingegen will jemanden töten, denn diese Person ist ihm auf der Spur - mehr als diese Person selbst ahnt. Das Cover passt wieder hervorragend zum Buch und zur bisherigen Reihe und ist wieder grandios gelungen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich stetig weiter. Vieles wird hier aufgelöst, viele Fragen bleiben (noch). Der ganze Fall wird immer komplexer, obwohl man auch schon dem großen Ganzen näher kommt. Der Plot ist wieder gut gewählt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen. In diesem Teil, wo sich die Freunde aufteilen wird Überraschendes zutage gefördert und so ist auch der Leser das ganze Buch über gespannt und schließlich überrascht. Dabei bleibt es immer logisch und unterhaltsam. Fazit: Spannende Weiterführung der Jugend-Krimi-Reihe. 5 von 5 Sterne

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Geheimakte Atlantis
Geheimakte Atlantis
von Milewski, André
Taschenbuch

Sir William Rutherford, englischer Archäologe und ehemaliger Lehrer von Jody Wellesley, lädt diese zusammen mit ihrem Freund Max Falkenburg ein, ihn auf der Suche nach der sagenhaften Stadt Atlantis zu suchen. Als Beweis präsentiert er ein Stück Orichalcum. Doch plötzlich ist der Archäologe verschwunden und Max, Jody, Joe und Professor Chrichton begeben sich auf die Suche. Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und gibt wieder einiges vom Inhalt preis. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden. Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 10. Teil der Reihe, der zeitlich an (bisher) 9. Stelle steht. Allerdings merkt man, wie sich die Charaktere doch im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Zwar muss ich aufgrund der unterschiedlichen Reihenfolge von Erscheinungsdatum und chronologischer Reihenfolge immer wieder überlegen, wie alt denn Max - aber auch andere Charaktere - sind. Aber vielleicht lese ich die ganze Reihe nochmals in chronologischer Folge. Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen. In diesem Teil geht es trotz allem Ernst und gefährlichen Situationen auch etwas humorvoller zu. Und obwohl es bereits der 10. Band der Reihe ist, hat sich der Autor hier nochmals selbst übertroffen. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert. Es tauchen auch einige Bekannte auf, neue Figuren kommen hinzu. Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Genial auch wie der Autor 2 oder mehr Legenden auf geniale Weise verbindet und dabei auch aktuelle Erkenntnisse nicht ausser Acht lässt. Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war. Genau diese Mischung aus Mythos, Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen dies perfekt zu durchmischen. Ich hoffe dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf. Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman in Indiana-Jones-Manier. Absolute Topempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Geheimakte Midas
Geheimakte Midas
von Milewski, André
Taschenbuch

Max ist mit seinen Freunden und seinem Professor auf einem archäologischen Symposium. Und irgendwie wollen einige von ihm mehr über die unvollendeten Pläne seines verstorbenen Vaters wissen. Dabei gelangt er auf die Spur von König Midas und auch das Goldene Vlies. Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und gibt wieder einiges vom Inhalt preis. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden. Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 9. Teil der Reihe, der zeitlich an (bisher) 3. Stelle steht. Allerdings merkt man, wie sich die Charaktere doch im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Zwar muss ich aufgrund der unterschiedlichen Reihenfolge von Erscheinungsdatum und chronologischer Reihenfolge immer wieder überlegen, wie alt denn Max - aber auch andere Charaktere - sind. Aber vielleicht lese ich die ganze Reihe nochmals in chronologischer Folge. Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen. Und obwohl es bereits der 9. Band der Reihe ist, hat sich der Autor hier nochmals selbst übertroffen. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert. Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war. Genau diese Mischung aus Mythos, Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen dies perfekt zu durchmischen. Ich hoffe dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf. Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman in Indiana-Jones-Manier. Absolute Topempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Die Ankündigung (Ein Kaely Quinn Krimi, 1, Band 1)
Die Ankündigung (Ein Kaely Quinn Krimi, 1, Band 1)

Kaely Quinn, die eigentlich Jessica Oliphant heißt, ist die Tochter eines Serienmörders und arbeitet als Profilerin beim FBI. Aufgrund dieses Umstandes und ihrer ungewöhnlichen Methoden wird sie von Quantico wegversetzt. Kontakt hat sie nur mit wenigen Menschen; dazu jagt ihr ein Reporter geradezu hinterher. Und gerade dieser bekommt ein Gedicht zugesendet, das eine Mordserie ankündigt - und das letzte Opfer soll Kaely selbst sein. Sie ermittelt selbst mit ihrem neuen Partner Noah Hunter. Zur Zeit sind 3 Bände über die Profilerin im Original erschienen; dies ist der 1. und (bisher) einzige Fall, der auf Deutsch erschienen ist und zwar bei einem christlichen Verlag, was gut passt, da der christliche Glauben eine große Rolle im Leben von Kaely spielt. Das Cover ist ziemlich düster, ist aber gut gemacht und passt durch den ersten Mord perfekt zum Buch. Der deutsche Titel hingegen ist etwas einfallslos und nichtssagend - im Original heißt das Buch "Mind Games". Ansonsten hat die Übersetzerin aber einen perfekten Job gemacht. Das Genre würde ich allerdings doch eher einem Thriller, denn einem Krimi zuordnen. Die Ermittlerin wirkt wie eine Mischung aus Sadie Scott von Dania Dickens Profiler-Reihe und Malcolm Bright aus "Prodigal Son". Sie ist sehr sympathisch und zudem sehr originell. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden wundervoll ins Bild gesetzt. Der Fall selbst ist äußerst spannend und logisch und super konstruiert; der Leser hat hier schon relativ zu Beginn des Buches einige Verdächtige. Man verdächtigt abwechselnd jeden, bis sich der wahre Täter schließlich verrät. Da dies erst am Schluss passiert, bekommt der Leser Hochspannung das ganze Buch über. Daher hoffe ich natürlich, dass auch die weiteren Fälle der interessanten Profilerin im deutschsprachigen Raum erscheinen werden. Fazit: Top-Auftakt-Thriller mit origineller Ermittlerin und spannendem Fall. 5 von 5 Sternen

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Die Erfindung des Dosenöffners: Roman
Die Erfindung des Dosenöffners: Roman

Der 20-jährige Timur Aslan arbeitet in der Lokalredaktion einer Kleinstadtzeitung. All seine Freunde leben ein scheinbar besseres Leben und er wohnt bei sienem Vater, der sich nicht für ihn zu interesieren scheint und schreibt langweilige Artikel über Hühnerzüchter und Kegelclubs. Er will für eine große Zeitung arbeiten und ist so auf der Suche nach einer Story. Dabei trifft er die 70-jährige annette, die behauptet den Dosenöffner erfunden zu haben. Und so begibt er sich mit ihr auf eine ungewöhnliche Reise. Das Cover des Buches ist kein wirklicher Hingucker und lädt leider gar nicht ein das Buch zu lesen, obwohl es natürlich zum Buch passt. Das ganze Buch ist als Hardcover hochwertig produziert. Die Schriftgröße ist sehr groß (wie bei Kinderbüchern), was die Lesbarkeit erleichtert, aber wenn sie eine Spur kleiner gewesen wäre, hätte das sicher keinen gestört. Die Autorenbeschreibung lässt einen ganz anderen Roman erwarten, denn der Autor schreibt normal für Comedy-TV-Formate wie "Knallerfrauen". Wer in dem Buch aber Humor sucht, wird nur minimal in seinen Erwartungen erfüllt. Auch die Spannung ist nicht gerade auf hohem Niveau und trotzdem entwickelt das Buch seine eigene Dynamik und kann auch mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten. Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne dabei schwermütig zu sein. Es ist relativ schnell zu lesen, auch wenn man sich auf das Thema einlässt. Fazit: Ganz anderes Buch als erwartet, aber trotzdem eine absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Schuld: Ein Cold-Case-Team Thriller
Schuld: Ein Cold-Case-Team Thriller

Da ein Laborant DNA-Beweise gefälscht hat, werden 3 verurteilte Täter des Staatsanwalts Michael Thomforde nachträglich freigesprochen. Michael selbst wird in das neu gegründete Cold-Case-Team strafversetzt. Dieses Team hat sein Büro im Keller des Polizeimuseums und kein Budget. Dazu sind in seinem Team noch der ehemalige SEK-Mitarbeiter Jan Erikson, die Polizeipsychologin Ute Krayenborg und die Computerspezialistin Sasha Petrowa. Und als ersten Fall nimmt sich das Team den Mord an der Anwältin Katharina von Allwörden vor. Dieser Fall ist einer der 3 geplatzten von Michael und er glaubt noch immer, dass er den richtigen verurteilt hatte. Doch je näher die Truppe dem Täter kommt, desto mehr Tote gibt es - und alle haben mit dem ursprünglichen Prozess zu tun. Das Cover ist zwar eher abstrakt, aber trotzdem ein echter Hingucker. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; sämtliche Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt. Der Fall ist perfekt inszeniert; die Charaktere mit all ihren Fehlern toll konstruiert. Von der Seite des Rechts weiß der Autor natürlich Bescheid, denn dies ist sein Hauptberuf. Bereits die letzte Reihe des Autors (leider bisher nur 2 Fälle) gefielen mir sehr gut, auch dieses Buch bietet die Figuren für eine längere Reihe, auf die ich mich schon sehr freue, denn der Autor schreibt bereits am 2. Teil. Fazit: Toller Cold-Case-Fall mit tollem Team, das sich hier erst finden muss. 5 von 5 Sternen

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Teufelsgold: Thriller
Teufelsgold: Thriller

Hendrik Busske, ein Finanzberater, stiehlt ein Buch über Alchemie. Er glaubt, dass etwas Wahres dran ist und forscht weiter, während er auch in seinem Beruf die Alchemie miteinbezieht. Das Cover des Buches ist in seiner Einfachheit sehr gut gelungen und passt auch zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden glänzend dargestellt. Die historischen und chemischen Einflüsse in das Buch sind perfekt recherchiert. Die Idee hinter dem Buch ist an sich nichts Neues; schon viele Bücher verschiedener Genres wurden über Alchemie und den Stein der Weisen geschrieben. Und genau das ist auch das größte Problem des Buches, denn es wird schon lt. dem Cover als Thriller präsentiert. Die vorliegende Geschichte hat aber sehr wenig mit dem Genre zu zu tun - da hat die Bibel mehr Thrillerqualitäten. Und auch wenn man das Wort "Thrill" wortwörtlich nimmt, hat das Buch mit Spannung leider wenig am Hut. Vor allem die ersten 150 Seiten tut sich sehr wenig, außer dass man über Hendriks Leben und die Finanzwelt erfährt - und das ist sehr langwierig. Nur die Kapitel aus der Vergangenheit ließen ganz leicht Spannung aufblitzen. 2x habe ich das Buch für ein paar Wochen weggelegt, dann wollte ich das Buch aber doch fertig lesen, weil ich die Bücher des Autors (egal welches Genre) bisher auch mochte. Zwar kam dann etwas Spannung auf, aber doch zu wenig als dass mich das Buch wirklich fesseln hätte können. Das Ende ist zwar einerseits versöhnlich, aber doch irgendwie auch an den Haaren herbeigezogen und weit jeglicher Realität entfernt. So ist das Buch noch eher Fantasy, denn Thriller. Schade, denn aus dem Thema hätte man definitiv mehr machen können. Und das Genre muss hier eigentlich geändert werden. Fazit: Spannendes Thema, zu langwierig umgesetzt; auf keinen Fall ein Thriller. 2,5 von 5 Sternen

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TRUE CRIME ITALY von Independently published
TRUE CRIME ITALY
Taschenbuch

In diesem Buch berichtet die Schweizer Autorin über 10 spektakuläre Mordfälle aus der näheren Vergangenheit. Das Cover sieht super aus, auch wenn das Hühnchen hier nicht wirklich passend erscheint. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Die Fälle sind nicht nur glänzend recherchiert, sondern befassen sich auch damit, wie es dazu gekommen ist bzw. was aus den Mördern wurde. Auch die Gerichtsverhandlung selbst wird kurz angeschnitten. Die Fälle sind hervorragend gewählt; manche sind auch noch aus den Medien bekannt. Viele Morde hätte sich ein Krimi-Autor auch nicht spannender bzw. verrückter ausdenken können. Die Fälle laden auch zum Weiterrecherchieren auf. Am Ende des Buches befindet sich eine Quellenangabe. Schade fand ich nur, dass nur zu einem Fall Bilder vorhanden waren, denn gerade bei echten Kriminalfällen hätte ich dann auch ein wenig Bildmaterial. Da braucht man dann das Internet. Sonst gab es nur eine Sache, die mir negativ auffiel: Das Buch benötigt dringend ein Korrektorat, denn es haben sich doch einige (v.a. Schlampigkeits-) Fehler (v.a. in den Satzbau) eingeschlichen. Fazit: Spannende und gut recherchierte Fälle aus Italien. 5 von 5 Sternen

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Wunder auf vier Pfoten. Welpenbuch: Aus der Praxis für die Praxis
Wunder auf vier Pfoten. Welpenbuch: Aus der Praxis für die Praxis

Die Bloggerin und Hundebesitzerin Tanja Griesel und die Züchterin Heike Geißler geben Tipps zu vielerlei Themen rund um den Hund, wenn man sich einen Welpen anschaffen will. Das Cover des Buches ist natürlich sehr gut gewählt, weil es einfach supersüß ist - und natürlich zum Thema passt. Das Buch wollte ich lesen, da ich gerade wieder einen neuen Welpen bekommen habe. Allerdings habe ich doch schon ein wenig Erfahrung mit Hunden. Ich hatte als Kind einen Collie und als Erwachsener bereits 2 Golden Retrievers - einen davon bekamen wir als Welpen. Und jetzt eben einen Mischling aus Berner Sennenhund, Schäferhund und Retriever. Erfrischend war, dass das Buch nicht durch hochprofessionelle Tierärzte oder Hundetrainer geschrieben ist, sondern eben aus Sicht einer Züchterin und einer Hundebesitzerin. Und diese Liebe zu Hunden kann man in fast jeder Zeile des Buches fühlen. Dazu gibt es auch tolle Hundefotos zu bewundern. Für mich als halbwegs erfahrenem Hundehalter war nicht allzuviel Neues dabei, trotzdem las ich es gern. Dass Tomaten für einen Hund giftig sind, wusste ich nicht, meine 2 Golden Retrievers haben unsere Tomatenstauden immer abgeerntet und sind doch immer hin 14 Jahre alt (mein Weibchen lebt noch; der Rüde starb letztes Jahr mit 14 Jahren). Leider ist dies aber nur erwähnt und keine wirkliche Erklärung dabei. Sehr gut gefielen mir auch diverse Rezepte zum Nachmachen am Ende des Buches. Ein paar Kleinigkeiten habe ich aber auch auszusetzen, die haben aber damit zu tun, dass das Buch als BoD herausgekommen ist, also unter keinem Verlag. Denn bei professionellem Buch wäre das Papiermaterial und dadurch auch die Fotoqualität um einiges besser. Und ein Lektorat bzw. Korrektorat hätte einige Fehler herausfiltern und Wiederholungen streichen können. Insgesamt ist das Buch für neue, künftige Hundehalter sicher sehr gut geeignet. Fazit: Aufgrund der Liebe zu Hunden und zum Buch, die man auch zwischen den Zahlen lesen kann, vergebe ich trotzdem 4,5 von 5 Sternen

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Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen von Carpathia Verlag GmbH
Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen
Gebundene Ausgabe

Eigentlich wollen Großvater (Bruno) und Herbert im Jahr 1927 nur ein Fahrrad, um mal aus ihrem kleinen Dorf herauszukommen. Als Genosse Frank ins Dorf kommt, schließen sie sich der Kommunistischen Partei an, um endlich an ein Fahrrad zu bekommen. Und natürlich auch so nebenbei für mehr Gerechtigkeit auf der Welt. Da Bruno zwar integer, aber auch unglaublich naiv ist, lässt er sich dazu überreden eine Bombe zu zünden. Das Cover des Buches passt zwar zum Buch und ist in seiner Einfachheit doch auch vielschichtig, aber richtig gefallen kann es mir nicht. Bis vor einigen Jahren waren ja lange Buchtitel ein absolutes No-Go, denn Titel sollten einprägsam und kurz sein. Bis Jonas Jonasson einen wirklichen Bestseller mit langem Titel schrieb. Lothar Becker hüpft hier ein wenig auf den Zug auf, denn auch der Schreibstil erinnert ein bisschen an den Schweden. Dies stört aber nicht wirklich, denn die Geschichte ist sehr wohl eigenständig und nicht abgekupfert. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt. Es kommen sehr viele Zahlen vor, die immer ausgeschrieben werden, was ebenso außergewöhnlich ist. Und am Anfang hat man halt seine Probleme, weil Bruno immer "Großvater" genannt wird und dabei eigentlich ein junger Mann ist. Die ganze Geschichte ist humorvoll, regt aber auch zum Nachdenken an. Dabei nimmt die Geschichte teilweise groteske, absurde, kafkaeske Wendungen, die zwar meist nicht wirklich überraschen, aber einem zumindest ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern können. Fazit: Wer Satire und Ironie versteht, wird von dem Buch nicht enttäuscht werden. 4,5 von 5 Sternen

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Das Geheimnis der Prophezeiung von Pelle Gernot
Das Geheimnis der Prophezeiung
Taschenbuch

Ein BND-Mitarbeiter meldet sich bei Birk, einem Archäologen, der nach einem Gefängnisaufenthalt nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Er soll sich in Leipzig beim Institut für experimentelle Archäologie bewerben und als Spitzel für das BND fungieren. Dafür wird seine Vorstrafe gelöscht. Nach anfänglichem Zögern nimmt er den Auftrag an, doch er will als Archäologe arbeiten und das BND links liegen lassen. Sein Auftrag: in die Zeit zurückreisen und die sibyllinischen Bücher fotografieren. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, gefällt mir aber und passt natürlich perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte sind ausgezeichnet beschrieben. Der Plot selbst ist gut inszeniert und hat einiges zu bieten. Neben Spannung, Unterhaltung und ein paar Überraschungen bietet das Buch auch hervorragend recherchiertes Wissen v.a. über das alte Rom. Begrifflichkeiten werden durch Fußnoten erklärt. Da ich Wissen mit Unterhaltung gerne kombiniere also das perfekte Buch für mich. Allerdings wurde immer wieder das Tempo gezügelt und es kamen kurze Längen in das Buch, die nicht wirklich für die Geschichte wichtig waren bzw. dazu beitrugen. Am Ende des Buches wurde dann das Tempo fast ein wenig zu sehr erhöht, was mir dann fast zu schnell ging. Fazit: Interessantes und spannendes Buch, das aber auch ein paar kleine Schwächen zeigt. 4 von 5 Sternen

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Erkül Bwaroo fischt im Trüben (Erkül Bwaroo ermittelt) von Raposa Verlag
Erkül Bwaroo fischt im Trüben (Erkül Bwaroo ermittelt)
Taschenbuch

Der Elfendetektiv will in Urlaub fahren. Aufgrund einer Autopanne trifft er einen Fischer. Der fing einst einen Fisch, der Wünsche erfüllt - und davon hat seine Frau jede Menge. Er lässt sich aufs Schloss einladen und nimmt an einem Mörderspiel teil, das bald zu blutigem Ernst wird. Das Cover des Buches ist sehr liebevoll gemacht, passt sowohl zum Buch als auch zur ganzen Serie und gefällt mir sehr gut. Als großer Fan von Agatha Christie wollte ich das Buch unbedingt lesen, zudem war es schon das 4. Buch der Autorin und das 2. über den Elfendetektiv. Der Schreibstil der Autorin ist sehr außergewöhnlich. Liebevoll führt sie den Leser in die Welt der Elfen etc. ein und erzeugt sowohl Spannung als auch Humor in sehr hohem Maße. Die Spannung zieht sich (wie bei Agatha Christie) über das ganze Buch, ebenso der herrliche Humor, bei dem ich mehrmals herzlich lachen durfte. Gekonnt verwebt die Autorin den schrulligen Detektiven zusammen mit jeweils einem Märchen in die Fantasy-Welt. Man hätte zwar den Verdächtigenstatus noch etwas ausweiten können, aber es bleib trotzdem eine spannende und unterhaltsame Leseerfahrung. Fazit: Spannender Krimi im Fantasy-Milieu mit großem Humor. Die perfekte Mischung dieser Genres. Ich werde nun auch sicher die anderen Bücher dieser Serie lesen. 5 von 5 Sternen

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TRUE CRIME USA I wahre Verbrechen – echte Kriminalfälle I Adrian Langenscheid: schockierende Kurzgeschichten aus dem wahren Leben (True Crime International, Band 2)
TRUE CRIME USA I wahre Verbrechen – echte Kriminalfälle I Adrian Langenscheid: schockierende Kurzgeschichten aus dem wahren Leben (True Crime International, Band 2)
Taschenbuch

Der Autor entführt uns in seinem 2. Buch über wahre Verbrechen diesmal in die USA. 14 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zu den anderen Teilen. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert. Der Schreibstil ist ausgezeichnet, auch wenn sich ab und an kleine Grammatik- bzw. Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Diese stören allerdings - auch aufgrund der geringen "Häufigkeit" - nicht wirklich den Lesegenuss. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wirklich beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das ganze Buch noch besser. Das Buch lädt aber auch dazu ein einfach weiterzugooglen. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Ewig lockt der Android
Ewig lockt der Android
Taschenbuch

Im März 2069 fahren Ellen und Rico zum Spring Break. Dort entdeckt allerdings Ellen, dass die Beach-Boys und -Girls Androiden sind, die von ihrem Lehrer Skylar befehligt werden. Und schon wird sie entführt. Gottseidank ist aber Agent Smith in der Nähe. Das Cover ist ein echter Hingucker und passt hervorragend zum Buch und auch zu den bisherigen Teilen. Die Farbgebung ist sehr gut gelungen - und nur die unterscheidet ja die Bücher voneinander. Die Story entwickelt sich ab der 1. Seite spannend - und dies bleibt auch bis zur letzten Seite so. Dabei kann sich der Leser total auf den humorigen Schreibstil einstellen, denn man von den Vorgängern ja gewohnt ist. Die Orte und Charaktere sind wunderbar beschrieben; und alleine die Persönlichkeiten, die richtig kauzig sind, legen schon den Grundstein für ein gutes Buch. Die Charaktere haben sich auch deutlich im Laufe der Trilogie entwickelt. Der Schreibstil ist klar auf ein Jugendbuch ausgelegt - denn es kommen sehr viele anglisierte Wörter vor. Dies ist aber stimmig, da die deutsche Sprache sich v.a. auch im technischen Bereich immer mehr dazu verändert. Gerade in Corona-Zeiten wird die anglisierte Sprache noch mehr - Lockdown, Shutdown, Cluster, ... Der 3. Teil steht nur wenig seinen Vorgängern nach und es macht schon ein wenig traurig, dass ich Soontown schon verlassen muss. Aber wer weiß, vielleicht gibt uns der Autor irgendwann ja mal die Chance zurückzukommen. Fazit: Abschluss der SF-Thriller-Trilogie mit humorvollen Einschlägen; auch für sich alleine lesbar. 5 von 5 Sternen

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Jackson: Thriller (Heather Bishop, Band 4)
Jackson: Thriller (Heather Bishop, Band 4)
von Milewski, André
Taschenbuch

Heather Bishop will ihren Kopf freibekommen und reist deshalb zu ihrem Vater nach Jackson. Dort angekommen, ist ihr Vater jedoch spurlos verschwunden. Ihr Freund Lukas Horn reist ihr nach. Und plötzlich wird ein Anschlag auf ihn verübt. Das Cover passt perfekt zum Buch und ist ein echter Hingucker. Die anderen Bände der Reihe, die mit neuem Cover neu aufgelegt wurden, passen daher gut zusammen. Der Schreibstil des Autors ist grandios. Primär kannte ich ihn ja "nur" als Autor der Falkenburg-Bücher, die ja einem ganz anderen Genre entspringen. Nach und nach entdeckte ich aber seine Vielseitigkeit in seinen Thriller, aus denen die "Heather Bishop-Reihe" hervorsticht. Ich kannte zwar bisher nur den 1. Teil davon, aber das stört den Lesefluss des 4. Bandes gar nicht. Natürlich ist in der Zwischenzeit viel mit Heather passiert, ebenso mit Rico, der hier nur noch wenig Platz einnimmt, dafür hat sie ja mit Lukas einen neuen Freund, der mit ihr mitmischt. Die Spannung ist von der ersten Seite an sehr hoch und bleibt dies auch das ganze Buch über. Die Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt; Heather hat sich deutlich weiterentwickelt. Das Ende des Buches deutet auf eine Fortsetzung hin - wo Heather wieder einen neuen Job hat. Fazit: Top-Thriller - für Fans der Reihe und Neueinsteiger gleich gut geeignet. 5 von 5 Sternen

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Die Lichtstein-Saga 3: Fineas von Lindwurm Verlag
Die Lichtstein-Saga 3: Fineas
Gebundene Ausgabe

Im 3. Teil müssen die 4 Cays Noahs Lichtstein des Feuers nach Burgedal bringen. Mit einer List versuchen sie Konstantin auszutricksen und so ins Land der Drachen zu kommen. Doch die 4 Freunde müssen zuerst durchs Land der Elfen, die den Wald ziemlich verwildert haben. Zudem wollen sie sie zur Unterstützung im Kampf gegen Konstantin gewinnen. Das Cover ist wieder ausgezeichnet gemacht und passt nicht nur perfekt zum Buch, sondern auch mit Teil 1 zusammen. Den Schreibstil der Autorin liebe ich sowieso; Charaktere und Orte sind nicht nur gut beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich auch auch deutlich weiter. Die Idee des Buches wurde auch im 3. Teil vorbildlich in Szene gesetzt; man leidet mit den Protagonisten mit. Das Buch hat neben Emotionen, aber auch extreme Spannung zu bieten. Gewürzt ist das ganze mit einer Prise Humor, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Die Drachen, Elfen und andere neue Charaktere wurden, wie auch die Orte wieder genial erschaffen und mit Wörtern gezeichnet. Am Ende des Buches ist diesmal ein Wörterregister mit Erklärungen angeführt. Zuvor allerdings endet dieser Teil in einem emotionalen Finale, denn Noah erfährt, warum er den Angriff der Schattenmare überlebt hat bzw. er bekommt erste Informationen darüber, denn dann endet dieser Teil und übrig bleibt ein Cliffhanger der gemeinen Art, da man sofort weiterlesen möchte. Fazit: Dieser Teil macht Lust aufs Finale. 5 von 5 Sternen

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Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett
Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett
Taschenbuch

5 Kinder, die speziell sind, gründen eine Detektiv-Gang. In der Schule ist das Skelett verschwunden und sie wollen es unbedingt finden. So machen sich die unterschiedlichen Zwillinge Luke und Lena (deren Vater schwul ist), Ferrari (die im Rollstuhl sitzt), Abdo (ein Afrikaner mit schwäbischem Dialekt) und Slash (der intersexuell ist) auf die Suche nach Knochen-Paul und seinem "Entführer". Das Cover mit dem Gesicht ist zwar eigentlich gut gemacht, zu einem Kinder- und Jugendbuch passt es aber überhaupt nicht und ist für die Zielgruppe eigentlich nicht ansprechend. Es ist lt. offiziellen Angaben für Kinder bis 10 bzw. 12 Jahren geeignet. Ich würde das Buch aufgrund der "speziellen" Kinder, aber eher auf das Alter der Protagonisten geben, also ab 10 Jahren. Die Protagonisten erscheinen mit ihrem Alter manchmal schon fast reifer, sodass ich öfters an ein paar Jahre ältere Kinder dachte. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden dem Genre entsprechend sehr gut dargestellt. Der Plot selbst ist gut durchdacht und speziell für Kinder sicher auch sehr spannend, aber auch junggebliebene Erwachsene wird die Geschichte erfreuen. Das Thema "Inklusion" ist hier natürlich ein sehr großes und auch wichtiges Thema. Zu Beginn erschien es mir fast schon ein wenig "too much", letztendlich war es trotzdem sehr passend und in der richtigen Menge. Fazit: Kinderkrimi, der aber auch das Thema "Inklusion" sehr groß geschrieben hat. 5 von 5 Sternen

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Frankreich True Crime Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: Ein erschütterndes Portrait menschlicher Abgründe.
Frankreich True Crime Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: Ein erschütterndes Portrait menschlicher Abgründe.

Der Autor entführt uns in seinem 5. Buch über wahre Verbrechen diesmal nach Frankreich. 18 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert. Der Schreibstil ist ausgezeichnet, auch wenn sich ab und an kleine Grammatik- bzw. Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Diese stören allerdings - auch aufgrund der "Häufigkeit" - nicht wirklich den Lesegenuss. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wirklich beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das Ganze Buch noch besser. Das Buch lädt aber auch dazu ein einfach weiterzugooglen bzw. Filme (beim Fall Kalinka) anzusehen. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Titanic Effect von Bookmundo Direct
Titanic Effect

Der Belfaster Edward ist VR-Programmierer für b.e., der im Jahre 2042 fast alles gehört. Das Leben ist zwar modern, allerdings ist die Schere zwischen arm und reich noch größer geworden. Er findet zufällig einen Artikel über den Jahrestag des Titanic-Untergangs von 1912 und beschließt mithilfe der Virtual Reality in die Vergangenheit zu reisen, um die Titanic zu sehen. Dies ist natürlich nicht legal und er schlüpft in den Körper des 20-jährigen Oliver. Das Cover des Buches ist zwar einfach, aber trotzdem passend und schön geworden. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte werden gut beschrieben. Der Plot ist gut überlegt und eine tolle Idee. Neben kleinen Grammatik- und Schlampigkeitsfehlern entwickelt sich so eine spannende Geschichte, deren Spannungsbogen auch gut ausgereizt wird. Allerdings hätte ich mir in einigen Situationen mehr Informationen gewünscht; oft wird einfach erwähnt, dass dies oder das so geschah. Dies hätte man besser ausschmücken können, was auch der Länge, die auf meinem Reader gerade mal 135 Seiten umfasste, auch nicht geschadet hätte. So muss man sich als Leser doch manches zusammenreimen bzw. es wird kurz abgefertigt, wo man durchaus auch weitere Nebenhandlungen ausbauen hätte können und weitere Spannung hätte erzeugen können. Beim Finale hat dies der Autor etwas besser gemacht, wobei auch hier noch etwas ausgearbeitet werden könnte. So wurden leider Chancen auf ein echtes Top-Buch vergeben. Nichtsdestotrotz habe ich mich aber wundervoll unterhalten gefühlt und konnte mit den Protagonisten mitfiebern. Fazit: Top-Plot, der noch etwas ausgearbeitet werden sollte. 4 von 5 Sternen

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Putzt euch, tanzt, lacht
Putzt euch, tanzt, lacht

Inhalt Fanni ist siebenundfünfzig Jahre alt und ihr Leben mit Ehemann und zwei erwachsenen Kindern ist fest verankert in Ried im Innkreis und in der sich täglich wiederholenden Routine. Noch sieben Arbeitsjahre im Supermarkt, dann Ruhestand. Nur die Panikattacken, die sie manchmal plötzlich überfallen, passen nicht in den geordneten Alltag. Jetzt ist sie auf dem Weg zur ersten Therapiesitzung – doch sie fährt einfach weiter, ihr Ziel ist der Pinzgau, die alte, in ihrer Einfachheit stark renovierungsbedürftigen Almhütte ihrer Eltern. Den Hof, zu dem die Hütte gehört, hat längst Ernst, ihre Jugendliebe, übernommen. Doch auch Ernst und die Hütte können Fanni nicht halten und auf ihren Reisen sammelt sie neue Freunde und bringt sie mit, wenn sie zurückkommt auf ihre Alm. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung, Unabhängigkeit, Neubeginn, alternative Lebensplanung, diverse Vielfalt. Charaktere Es ist eine bunte Gruppe von Charakteren, die wir in dieser Geschichte kennenlernen und sie haben eines gemeinsam: man schließt sie sofort ins Herz, diese so unterschiedlichen und unangepassten Figuren. Ernst, Bauer aus Überzeugung, Velten, mit dem Fanni zu nächtlicher Stunde in einem Wäldchen an der ligurischen Küste steht, Dr. Tippi, die Wiener Ärztin, das Ehepaar Elke und Julius Ohnezweifel aus Linz, Marek, der in seiner eigenen Welt lebt und sich mit Rimbaud vor Gewittern schützt, Berlin, sie heißt wirklich so, mit fünfundzwanzig Jahren das jüngste, temporäre, Mitglied der Gruppe. Fanni, die Ich-Erzählerin, hat als Ehefrau und Mutter funktioniert, wie es von ihr erwartet wurde, mal mehr, mal weniger. Als sie einfach geht, indem sie auf die Autobahn und aus ihrem geordneten Leben fährt, hat sie ein schlechtes Gewissen, aber es überwiegt immer das Wissen, dass es für sie richtig ist, was sie tut. „Ich neige grad eher zum Unvernünftigen.“ (Zitat Pos. 3194). Handlung und Schreibstil Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, dennoch ergibt sie ein geschlossenes, klares Ganzes. Die einzelnen Kapitel springen zwischen den Jahren vor und zurück, und jede der Hauptfiguren steht mit ihrem eigenen Anteil an der Geschichte im Mittelpunkt eines der übergeordneten Abschnitte, die dann jeweils in Kapitel gegliedert sind. Durch entsprechende Überschriften wird diese lebhafte Struktur geordnet und fügt sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Sprache berichtet, erzählt, schildert, wie in einem persönlichen Gespräch unter Freunden, mit einer gewollten, lebendigen Einfachheit, die großartig zu lesen ist. Die Autorin wechselt zwischen Halbsätzen, zwei, drei Worte, weil damit schon alles gesagt ist, oder mehr dazu gerade nicht zu sagen ist, und Satzgefügen über die halbe Buchseite, wo weniger nicht genug wäre, um die Situationen und Gefühle in Worte zu fassen. Fazit Themen, die zum Nachdenken anregen, eine überzeugende Geschichte, dazu eine bunte Gruppe von Figuren, die man wegen ihrer eigenwilligen Vielfalt und Eigenheiten sofort auch persönlich treffen möchte, eine gute Portion Humor und positive Energie, eine Sprache, die perfekt in diese Mischung passt. Kann Gegenwartsliteratur auch Wohlfühllektüre sein? Ja, dieser Roman kann das.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Die Bereinigung meiner Verhältnisse beginnt mit der Restaurierung einer verlassenen, zerfallenden, nicht ordnungsgemäß genutzten Hütte. (Steht da, der Satz. Steht da und fühlt sich richtig an.)“ (Zitat Pos. 411)"

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Der Buchspazierer von Pendo
Der Buchspazierer

Poetisches Lesevergnügen, nicht nur für Bücherwürmer Inhalt Carl Kollhoff ist zweiundsiebzig Jahre alt, doch sein Beruf als Buchhändler ist nach wie vor ein wichtiger Teil seines Lebens. Täglich macht er seine abendliche Runde und bringt bestellte Bücher persönlich bei seinen besonderen Kunden vorbei. Es sind Menschen, die schon auf ihn und das neue Buch warten. Oft stößt unterwegs „Hund“ zu ihm, eine streunende Katze, die sich aber Carls Meinung nach wie ein Hund benimmt. Dann plötzlich taucht auch Schascha auf, neun Jahre alt, neugierig, ein Mädchen, das sich viele Gedanken macht und beschlossen hat, Carl ab sofort auf seinem Spaziergang zu begleiten. Doch wie lange noch? Denn Sabine Gruber, die Tochter seines ehemaligen, langjährigen Chefs, hat die Buchhandlung „Am Stadttor“ übernommen und will den Auslieferungsservice einstellen. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Bücher und ihre magische Kraft, Menschen zu verbinden. Themen sind Einsamkeit, Alter, Schicksale, Freundschaft und die spontane Kreativität von Kindern. Charaktere Carl Kollhoff lebt zurückgezogen mit seinen Büchern in einem durch seine Spaziergänge definierten Umfeld. „Du bist der Buchspazierer. So nenne ich dich.“ (Schascha, Pos. 356). Seine Kunden brauchen ihn und seine Besuche ebenso, wie er sie. Doch erst durch die aufgeweckte, Schascha, die sehr genau beobachtet und sich viele Gedanken macht, lernt auch Carl, genauer hinzuschauen, hinter das Offensichtliche. Doch nicht nur diese beiden Hauptfiguren schließt man sofort ins Herz, auch die Menschen, die Carl besucht, schrullige Einzelgänger mit ihren eigenen Themen, nehmen uns beim Lesen sofort für sich ein. Handlung und Schreibstil Es ist eine ruhige Geschichte, der Autor nimmt sich Zeit, die einzelnen Figuren zu schildern, ihr Leben, ihre Gefühle, Erinnerungen. Carls Umfeld wird ausführlich und eindrücklich beschrieben, seine Wege, die er täglich zurücklegt, die dennoch nie eintönig sind. Dann tritt Schascha in die Geschichte, stört die einsame Ruhe, die Carl so schätzt und zunächst auf keinen Fall aufgeben will. Zuerst neugierig beobachtend, beginnt sie zunächst leise, aber hartnäckig, die Routine zu verändern, weil sie mit ihren neun Jahren manche Dinge anders sieht und lose Fäden erkennt, die sich verknüpfen lassen. Fazit Eine einfühlsame, poetische Geschichte über die Magie von Büchern, aber ebenso über Einsamkeit und Probleme, für die sich erst durch Hinschauen und Zuhören Lösungen finden lassen. Auch sprachlich überzeugt dieser leise Roman über einen alten, ruhigen Buchhändler mit einer großen Liebe zu Büchern und ein neugieriges, aufgewecktes Mädchen, das sagt, was es sieht und denkt. Lesevergnügen, das nicht nur Bücherwürmer verzaubern wird.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Wenn er die Bettdecke über sich zog, tat er es in dem Bewusstsein, dass er am nächsten Tag wieder ein paar ganz besondere Bücher zu einem ganz besonderen Kunden bringen durfte.“ (Pos. 307)"

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Mord in Highgate: Hawthorne ermittelt
Mord in Highgate: Hawthorne ermittelt
lacastra

Sherlock Hawthorne ermittelt wieder. Zunächst einmal, ich bin eigentlich ein großer Fan von Anthony Horowitz, "Moriarty" ist bis heute in meiner Top 5 der besten Bücher, dennoch habe ich an seinem neuesten Werk einige Kritikpunkte. Nach "Ein perfider Plan" kommt nun schon der zweite Band um den Ermittler Hawthorne und seinen Assistenten Anthony Horowitz. Was, wie? Ganz genau, Autor Anthony Horowitz hat sich kurzerhand selbst zum Dr. Watson-Ersatz gemacht. Was man davon halten mag, bleibt wohl jedem selbst überlassen, sicher ist das eine innovative Idee, aber meinen Geschmack trifft das auch im zweiten Buch nicht, ein gut ausgearbeiteter, fiktiver Charakter hätte für mich einfach besser gepasst. Was mich gleichzeitig zum anderen Teil des Ermittlerduos bringt, denn Hawthorne ist mir auch im neuen Fall immernoch zu blass, was daran liegen mag, dass dem Leser dessen Gedankenwelt größtenteils verborgen bleibt. So wirkt er zu distanziert und unnahbar. Daher geht er für mich als würdiger Sherlock Holmes Ersatz einfach noch nicht durch, das haben die Protagonisten in "Moriarty" weitaus besser geschafft. Der Fall an sich ist solide aufgebaut, aber für Krimifans und Vielleser eher in die Sparte "Standardkost" einzuordnen. Jedoch hatte ich neben all der Negativpunkte doch wieder meinen Spaß, was wohl nicht zuletzt am Schreibstil von Horowitz liegt, der gewohnt routiniert und in hoher Qualität daherkommt. Dem nächsten Teil werde ich defintiv auch eine Chance geben.

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Die Wahrheit über Metting
Die Wahrheit über Metting

Tomás wächst in der Kleinstadt Metting Ende der 70er im Alten- und Pflegeheim "Horizont" auf, das seinen Eltern gehört. Als die 82-jährige Marieluise ins Heim kommt, verliebt sich der 13-jährige in sie. Sie lernt dem Legastheniker die Freude an Büchern und dem Leben. Zusammen mit seinem besten Freund Filip hat Tom immer wieder Ärger in der Schule, seine Eltern haben ihre eigenen Probleme. Dazu ist in Metting außer einem Literaturnobelpreisträger nichts los. An seinem 18. Geburtstag zieht Tom hinaus in die weite Welt und bricht jeglichen Kontakt dorthin ab. Erst 30 Jahre später besucht er wieder seine Heimatstadt, zusammen mit einem Geheimnis, das ihm Marieluise damals hinterlassen hat. Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gelungen, der sinnlose Kreisverkehr kommt auch im Buch vor und zudem kann man es auch metaphorisch sehen. Der Schreibstil des Autors ist brillant; Orte und Charaktere werden sehr gut dargestellt. Das Buch ist in 2 Teile aufgeteilt; der 1. Teil spielt Ende der 70er-Jahre, der 2. Teil 2009. Der Wechsel zwischen den 2 Teilen folgt abrupt, man erfährt nur wenig über die Zeit dazwischen. Die Handlung ist gut konstruiert und behandelt verschiedene Probleme der 70er und der Gegenwart. Es ist ein Buch zum Nachdenken, voller Emotionen, aber auch mit unterschwelligem Humor. Dabei sind die 70er mit ihren Errungenschaften ausgezeichnet beschrieben. Dabei flechtet er Skurrilitäten (Wurstwasser) gekonnt in den Roman ein. Das Buch ist sehr tiefgehend und beschäftigt sich mit der Hauptfigur Tomás teilweise nur nebensächlich, denn Metting kann einfach überall sein - in den 70ern und in der Gegenwart. Fazit: Tiefgehender Roman über das Älterwerden und das Leben an sich und all seine Facetten. 5 von 5 Sternen

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Still ruft der See - Kettling und Larisch, 3. Fall: Still ruft der See. Der 70er-Jahre Krimi. Kettling und Larisch ermitteln: Band 3 der Krimi-Reihe. ... spannender und unterhaltsamer Regionalkrimi.
Still ruft der See - Kettling und Larisch, 3. Fall: Still ruft der See. Der 70er-Jahre Krimi. Kettling und Larisch ermitteln: Band 3 der Krimi-Reihe. ... spannender und unterhaltsamer Regionalkrimi.

Der Frührentner Theo Kettling begleitet die Amateurband "Hill Cats" zu einem Rockkonzert am Chiemsee. Doch plötzlich verschwindet eine Frau, mit der er sich zuvor noch unterhalten hat und wird wenig später tot im See gefunden. Führten ihre Depressionen zu einem Suizid, wie ihr Mann behauptet? Oder steckt mehr dahinter? Zu Hause in Lüdenscheid erzählt Theo seiner Bekannten Lieselotte Larisch von den Geschehnissen. Das Cover des Buches passt perfekt zu den 70ern und ist auch gut gemacht, allerdings mit dem Buch bzw. der Handlung an sich hat es sonst nicht wirklich zu tun. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Protagonisten werden perfekt dargestellt. Obwohl dies der 3. Band einer Reihe ist und es für mich der erste, fand ich mich sofort zurecht. Es ist also nicht zwingend erforderlich die Vorbände zu kennen, obwohl es sicher auch nicht schadet. Die Protagonisten sind außergewöhnlich gewählt; so schrullige "Ermittler" findet man selten. Zudem wirkt das Buch auch perfekt recherchiert; auch mit dem ganzen Material der 70er ist es sehr authentisch. Der Fall selbst ist eigentlich nicht wirklich schwierig. er ist leicht zu lösen. Aber der Charme der Charaktere und der Landschaft macht das wett. Das einzige was mich dann doch störte, war, dass Lieselotte Larisch immer mit vollem Namen geschrieben wird, währenddessen die anderen Personen meist mit Vornamen (Z.B. Theo) genannt werden. Dies stört den Lesefluß etwas, und es war nicht nachvollziehbar für mich. Fazit: Toller Lokal-Krimi in den 70ern, der aber relativ leicht zu lösen ist. Trotzdem 5 von 5 Sternen.

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Die Romanfabrik von Paris: Historischer Roman
Die Romanfabrik von Paris: Historischer Roman

Inhalt Anna Moll, eigentlich Gräfin Dorn, kommt 1850 nach Paris, um die Kinder von Olaf Schmaleur zu unterrichten. Als sie Henriette und Jean für die deutsche Märchenwelt begeistern will, bringen diese ihr Zeitungen mit einer Fortsetzungsgeschichte, geschrieben von einem Alexandre Dumas. Die deutsche Lehrerin ist entsetzt über den freizügigen Inhalt und meldet den Autor der Zensurbehörde. Doch dann entdecken Anna und Alexandre, dass sie einen mächtigen gemeinsamen Feind haben. Eine gefährliche Reise durch Europa beginnt, zuerst geht es nur um drei wertvolle Amulette, doch bald geht es um das eigene Leben. Thema und Genre Dieser historische Abenteuerroman spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris, London und St. Petersburg. Es geht um Literatur, Freundschaft, Heilkunde, gefährliche Abenteuer und natürlich spielt Alexandre Dumas eine wichtige Rolle. Charaktere Anna, Gräfin Dorn, ist eine literaturbegeisterte Deutsche, die Alexandre Dumas auf Grund der Sittenlosigkeit seiner Romane verabscheut. Dennoch entscheidet sie sich, ihm zu helfen. Hier ist sie ebenso hartnäckig wie zuvor in ihrer Überzeugung, dass das, was er uns seine Mitarbeiter schreiben, die Bezeichnung Literatur nicht verdient. Mutig und einfallsreich lässt sie sich durch nichts und niemanden aufhalten. Alexandre Dumas lebt die Geschichten, die er schreibt und seine Einfälle sind unerschöpflich, auch, wenn es darum geht, seinen aufwändigen Lebensstil zu finanzieren. Doch plötzlich ist sein Leben tatsächlich in Gefahr und er kämpft wie seine Musketiere gegen einen skrupellosen, mächtigen Gegner. Handlung und Schreibstil Der Roman beginnt mit einer Vorstellung der Figuren der Handlung. Die Geschichte selbst ist in drei große Abschnitte eingeteilt, Teil I spielt in Paris, Teil II in London und Teil III in St. Petersburg. Die Reise führt, mit vielen Zwischenstationen, in die berühmten Museen dieser Städte und ist, dem 19. Jahrhundert entsprechend, beschwerlich und gefährlich. Die einzelnen Charaktere und das Leben in dieser Zeit sind sehr eindrücklich, bunt und lebhaft geschildert. Man erkennt das Fachwissen und die sorgfältigen Recherchen des Autors, denn obwohl es sich um eine fiktive Romanhandlung handelt, bewegen sich die Ereignisse glaubhaft nahe an der Biografie des berühmten Schriftstellers Alexandre Dumas. Auch die Sprache passt, obwohl modern, in die Stimmung des 19. Jahrhunderts. Fazit Ein spannender Abenteuerroman mit Flair und Esprit, der uns beim Lesen sofort in die Zeit und Geschichten von Alexandre Dumas versetzt. Eine unterhaltsame, packende Lektüre für vergnügte Lesestunden.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Sie schloss für einen Moment die Augen. Dass ausgerechnet sie einem Kind so etwas vorlas! In Gedanken bat sie all ihre Lieblingsdichter um Vergebung und gelobte, diesem Jungen die wahre Literatur in ihren strahlendsten Farben nahezubringen, sobald die Gefahr vorüber war.“ (Zitat Pos. 3823)"

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Play
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Jonas, der gerade die Schule abgeschlossen hat, entdeckt die App "MASCHINE", die die Zukunft voraussagen kann. Dazu nutzt sie alles, was man im Internet oder auf digitalem Weg finden kann. Die Zukunft, die Jonas vorausgesagt wird, behagt ihm aber gar nicht und so versucht er seine Zukunft zu ändern. Das Cover ist sehr ansprechend gemacht, passt zum Genre und zur Inhaltsangabe und der Rahmenhandlung des Buches. Das Gesicht wirkt durch die einfachen Striche natürlich digital, der verschwommene Hintergrund passt zur ungewissen Zukunft. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut; Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt. Der Schreibstil passt auch zum Genre Jungendbuch und zum jugendlichen Alter der Protagonisten. Interessant finde ich auch, dass der Autor mal in einer Boyband gesungen hat (Yell 4 You). Die Handlung, die Im Klappentext geschrieben steht, ist aber leider nur die Rahmenhandlung des Buches, denn die App gerät im Laufe des Buches immer mehr in den Hintergrund, auch wenn sie präsent ist. Das fand ich schade, da sich so ein ganz anderes Buch entwickelte, als die Richtung, die ich mir vorstellte. Die Handlung an sich wird zwar gut weitergeführt, hat allerdings mit der ursprünglichen Handlung nur peripher zu tun. Dabei hätte die App sehr viel mehr zu bieten gehabt bzw. wäre viel mehr daraus zu machen gewesen. Die Beziehung zwischen Jonas und Sun nahm sehr viel Raum ein, was zwar interessant war, aber für die Grundhandlung in diesem Umfang nur wenig zu tun hat. Nichtsdestotrotz gibt es eine gute Handlung, die das Erwachsenwerden sehr gut darstellt und interessant geschrieben ist ohne langweilig zu wirken. Das Ende selbst fand ich dann schon fast ein wenig schnell, sodass es für mich nciht 100%ig stimmig war. Fazit: Gut geschriebener Jungendroman über das Erwachsenwerden, der allerdings das Hauptthema zum Nebenthema werden lässt. 4 von 5 Sternen

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Doppelte Spur: Roman
Doppelte Spur: Roman

Packend, realistisch, beklemmend Inhalt Dem erfahrenen Investigativ-Journalisten Ilija werden streng geheime Unterlagen angeboten. Erstaunlich ist nur, dass sie ihm zeitgleich von Informanten aus dem amerikanischen und auch aus dem russischen Geheimdienst angeboten werden. Auf Grund des Umfangs der Unterlagen schließt er sich mit Boris zusammen, einem amerikanischen Wirtschaftsjournalisten mit russischen Wurzeln, der die Unterlagen ebenfalls erhalten hat, allerdings nur den Teil des amerikanischen Geheimdienstes. Boris, Computerspezialist, kennt sich mit allen Formen der internationalen Finanzgeschäfte aus, inklusive aller dunklen Seiten, während Ilija im Bereich Politik und Machtstrukturen recherchiert. Sie finden unglaubliche Zusammenhänge, doch lassen sich diese auch beweisen, sodass eine Veröffentlichung möglich ist? Thema und Genre Dieser Roman ist eine Mischung aus Politthriller und Wirtschaftsthriller, in dem die internationale Macht der maßgeblichen Politiker, der Oligarchen und Wirtschaftsmagnate aufgedeckt wird. Es geht um eine Welt, in der Macht- und Geldgier über alles gestellt werden und in welcher die Menschen nur mehr manipulierbare Figuren auf dem internationalen Schachbrett jener sind, welche die Züge vorgeben. Weitere Themen sind investigativer Journalismus, Leaks und Geheimdienste. Charaktere Ilija und Boris ergänzen einander von den ersten Sätzen ihres ersten Treffens an. Beide sind hartnäckig und suchen nicht nur nach Spuren, sondern vor allem nach Beweisen. Unterstützt werden sie durch die engagierte Filmemacherin Emi, die umfassende Unterlagen zu einem anderen Thema gesammelt hat, das jedoch plötzlich weit in die ihnen vorliegenden Dokumente reicht. Handlung und Schreibstil Die Handlung führt von Hongkong zurück nach Wien, nach Moskau und New York und durch das dazwischenliegende, weltweite Netz. Ergänzt wird die aktuelle Geschichte einerseits durch persönliche Rückblenden, vor allem aber durch die Schilderung der Ereignisse, Gespräche und Vorfälle, die in den Unterlagen genau dokumentiert sind. Auch durch das Gespräch mit Boris und Emi erfährt der Ich-erzählende Ilija weitere Tatsachen, die er bisher nicht wissen konnte. Dadurch ergibt sich eine Kombination aus Fakten, fiktiven, aber glaubhaften Daten, interessanten Informationen einerseits, und einer sehr spannenden Geschichte andererseits, die mit jeder neuen Seite noch Fahrt aufnimmt und auch mit unvorhergesehenen Wendungen überrascht. Fazit Ein spannender Polit- und Wirtschaftsthriller, der auch sprachlich überzeugt. Die brisanten Fakten sind mit fiktiven Ergänzungen verknüpft, die jedoch eine beklemmende Realität aufweisen. In Verbindung mit den interessanten Themen und der Geschichte der intensiven Recherchetätigkeit ergibt dies einen packenden Pageturner.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Weil die entscheidenden Fäden der Macht hinter den Kulissen gezogen werden, ist jede Entlarvung zunächst eine „Vermutung“ (darin das Wörtchen „Mut“), bis sie – oft erst Jahrzehnte später – bewiesen wird.“ (Zitat Seite 229)"

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Amissa. Die Verlorenen: Thriller (Kantzius, Band 1)
Amissa. Die Verlorenen: Thriller (Kantzius, Band 1)
sbbsnl

Autor: Frank Kodiak ist das Pseudonym des erfolgreichen Thriller-Autor Andreas Winkelmann. 1968 geboren in Liebenau, lebt er heute mit seiner Familie in der Nähe von Bremen. Mit „Amissa. Die Verlorenen“ startet er eine neue Reihe rund um das Privatermittler Ehepaar Rica und Jan Kantzius. Inhalt: Rica und Jan Kantzius werden in einer regnerischen Nacht in einen Unfall verwickelt bei dem ein junges Mädchen stirbt. Der ehemalige Polizist und die Privatermittlerin, beide für die private Hilfsorganisation Amissa tätig, ahnen , dass es sich nicht um einen Unfall handelt und beginnen selbst zu ermitteln. Sie entdecken schnell, dass es einen Zusammenhang zwischen jungen, kürzlich mit ihren Eltern umgezogenen Mädchen gibt, die plötzlich verschwunden sind und machen sich daran die Spur der Entführer zu verfolgen. Schreibstil: Frank Kodiak bleibt seinem Schreibstil der vorherigen Bücher treu. Einfach und mitreißend geschrieben, unterschiedliche Perspektiven, verschiedene Erzählstränge. Ein durchgängig hoher Spannungsbogen. Interessant und detailliert erarbeitete Hauptpersonen, mit ausreichend persönlichen Hintergrund, der aber nie zu sehr von der Story an sich ablenkt. Mein Fazit: Ein Thriller wie er sein muss. Ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen, habe mich gut unterhalten gefühlt und die Spannung war von Anfang bis Ende da. So muss ein Thriller sein und genau das schafft Kodiak alias Winkelmann immer wieder. Eine gute Geschichte, das Thema der verschwundenen, jungen Mädchen ist zwar nicht wirklich neu, aber dafür ist das wirklich interessante, ungewöhnliche Duo Riva und Jan (verheiratet, aber jeder mit einer schwierigen Vergangenheit) neu. Man mag sie, weil sie sich für „verlorene“ Menschen einsetzen und dies mit viel Leidenschaft und Emotion tun, jeder auf seine Weise. Ohne gute Hauptpersonen gibt es kein gutes Buch und die sind Kodiak sehr gut gelungen. Die Story ist flüssig erzählt, viele sehr unterschiedliche Protagonisten, deren Geschichten der Autor sie mal direkt erzählt lässt, mal wird über sie geschrieben. Verschiedene Handlungen und Orte setzen sich irgendwann wieder zusammen und erzählen nach und nach was passiert und bereits passiert ist. Es sind alle vertreten: Die Bösen, die Handlanger, die Opfer und die Trauernden – und die Helden. Langsam wird den Lesern/innen die Lösung nähergebracht, nicht zu kompliziert, eher zum Mitraten, fand ich. Das Buch ist ein guter, klassischer Thriller – durchweg gut geschrieben, stimmig was die Story angeht und immer spannend. Das habe ich erwartet und wurde nicht enttäuscht. Eine ganz klare Empfehlung von mir und 5 Sterne für die Herren Kodiak und Winkelmann ;o)

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Wenn der Winkelmann wieder zum Kodiak wird - Spannung pur...!"

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Mars Ultor: Schattenwelten: Cyberpunk Thriller
Mars Ultor: Schattenwelten: Cyberpunk Thriller

Nachdem der Erdmond teilweise zerstört wurde, ist 2079 das Wetter auf der Erde nur mehr von Regen geprägt. Sonne kennt man eigentlich nciht mehr. Zudem kontrollieren mächtige Konzerne das Weltgeschehen. Major David Dener arbeitet für Wayaki Industries und soll mit seinem Team einen Wissenschaftler zu dem Konzern zu bringen. Damit ist ihr Auftrag aber noch nicht zu Ende und so begibt sich das Team zum Mars. Das Cover ist gut gemacht und gefällt mir gut, auch wenn für mich nicht ganz der Zusammenhang zum Buch besteht. Auf der anderen Seite haftet ihm so etwas Mysteriöses an. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Insgesamt wirkt das Buch von der wissenschaftlichen Seite sehr gut recherchiert. Das Buch wird als Cyberpunk-Thriller angegeben. Der Beginn ist definitiv in diese Richtung, wobei es nach ca. 100 Seiten dann doch eher in die SF-Schiene geht. SF ist für mich immer so eine Sache - manches liebe ich (z.B. Star Trek), manches hasse ich (z.B. Star Wars). Der Beginn des Buches konnte mich überhaupt nicht mitnehmen - also der Teil der auch im Klappentext beschreiben wird. Ich konnte mich mit den Charakteren und der Handlung nicht identifizieren bzw., mich einfinden. Nur an wenigen Stellen tauchte mein Interesse auf. Dies änderte sich allerdings nach nicht ganz 100 Seiten. Als der SF-Teil begann, war ich von der Handlung gefangen genommen und die dystopische Welt und die Abenteuer im Weltraum bzw. auf dem Mars konnten mich nur noch faszinieren. Am Ende bleiben viele Fragen ungeklärt, aber dies ist ja erst der Auftakt der Riehe. So bin ich gespannt auf die Fortsetzung(en). Fazit: Es lohnte sich dranzubleiben. 4,5 von 5 Sternen

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Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer: Die Jagd beginnt!
Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer: Die Jagd beginnt!
lacastra

Magische Abenteuer für junge Detektivfans. Kinderbuch ist nicht gleich Kinderbuch, auch das Schreiben eines solchen Werkes erfordert einiges an Können. Umso toller, dass "Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer" unter die guten Kinderbücher zählt. Hier sollte beim Lesen definitiv keine Langeweile aufkommen. Der Schreibstil ist nicht allzu schwer, die Protagonisten sympatisch und die Bösewichte auf angenehme Art und Weise schurkisch, ohne dabei zu beängstigend zu sein. Auch die Idee des magischen Detektivkoffers trägt einen großen Teil zum Coolness Faktor des Buches bei, beinhaltet dieser doch allerlei nützliche Utensilien, auf die wohl selbst Inspector Gadget eifersüchtig wäre. Als würde das noch nicht reichen, kann man während der Geschichte auch noch selbst miträtseln und obendrein gibts sogar noch Illustrationen, quasi ein Komplettpaket, um selbst das lesefaulste Kind bei der Stange zu halten.

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Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
lacastra

Geburtstag muss sein! Der wahr gewordene Alptraum eines jeden Kindes (und von mir immernoch), der eigene Geburtstag wurde gestrichen...dabei ist das doch der wichtigste Tag ihm Jahr! Keine Angst, hier geht es zur Abwechslung mal nicht um Corona-bedingte Geburtstagsrestriktionen, wie der Titel schon sagt scheinen Toms Eltern Schuld zu sein an diesem Schlamassel. Dem Voraus gehen mehrere lustige oder teils tragische Ereignisse (den Tod eines Tieres sollte man hierfür schon verkraften können), sodass für eine Geburtstagsplanung keine Zeit mehr zu bleiben scheint. Also nimmt Tom dies mithilfe seine Freunde kurz entschlossen selbst in die Hand, was wiederum zu allerlei witzigen Situationen führt, denn selbstverständlich geht auch hier nicht alles glatt. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, Illustrationen lockern die Geschichte immer wieder zusätzlich auf. Alles in allem ein gelungenes Kinderbuch...und sicher auch ein gutes Geburtstagsgeschenk für junge Leser (sofern dieser nicht schon gestrichen wurde).

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Englein, Mord und Christbaumkugel: Kriminelle Weihnachten (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Englein, Mord und Christbaumkugel: Kriminelle Weihnachten (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)

Perfekt für die Vorweihnachtszeit Inhalt Es sind drei Geschichten aus dem weihnachtlichen Salzburg und Umgebung und sie haben eines gemeinsam: die schöne, fröhliche Weihnachtsstimmung wird durch eine sehr böse Tat gestört. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Mitglied des Ermittlungsteams von Kommissar Merana: den ersten Fall untersucht Kommissar Merana, den zweiten Fall bearbeitet Chefinspektorin Carola Salman und für den dritten Fall ist Abteilungsinspektor Otmar Braunberger zuständig. Thema und Genre Dieser weihnachtliche Kriminalroman mit Regionalbezug spielt in Stadt und Land Salzburg. Stimmungsvolle Schilderungen von Weihnachtsmärkten und interessantes Wissen über die traditionellen Bräuche wie Glöckler, Herbergsuche und Krippenspiele ergänzen die mörderischen Ereignisse. Handlung und Schreibstil Süßer die Glocken nie bimmeln Durch die Fenster der Orangerie des Schlosses Hellbrunn leuchtet der weihnachtlich geschmückte Park. Doch der Mann, der in der Mitte des Raumes liegt, kann sich daran nicht mehr erfreuen und mitten im stimmungsvollen Glöcklerlauf ertönt ein schriller Schrei. Gerade noch hatte Kommissar Merana entspannt Weihnachtslieder mitgesummt, doch nun ist er im Dienst. „Eine wenigstens halbwegs erfolgversprechende Spur sah anders aus. Eine solche war bisher weit und breit nicht auszumachen. (Zitat Pos. 451) Englein, Mord und Christbaumkugel Notburga Englein ist Privatdetektivin und als ihr die Stelle als Warenhausdetektivin im mega-spleshigen Einkaufszentrum angeboten wird, sagt sie sofort zu. Dem freundlichen Manager ist ihr Name aufgefallen und er ist überzeugt, sie passt gut in das vorweihnachtliche Team. Doch plötzlich ist Englein die Hauptverdächtige in einem Mordfall und Chefinspektorin Carola ermittelt. „Es war auch zu absurd. Vor nicht einmal einer Stunde hatte sie mit ihrer Tochter Weihnachtslieder geträllert und entzückende Zeichnungen in einem Bilderbuch bewundert – und jetzt stand sie einer Verdächtigen gegenüber, die ausgerechnet Englein hieß.“ (Zitat Pos. 1283) Wer klopfet an? Eine kleine Nachtschwalbe, die sich eigentlich im Herbst auf den Weg nach Afrika hätte machen sollen, wird durch eine Gruppe Anglöckler aufgestört. Singend machen sie in den Abendstunden dieses ersten Anglöckler-Donnerstags die Runde zu den einzelnen Höfen. Doch in einem der Anwesen werden sie nicht so erwartet, wie es üblich war. Hier hatte bereits jemand angeklopft, doch es wurde kein Herbergslied gesungen. „Allerorts eine festliche, friedliche Stimmung. Freude auf allen Seiten. Nur er muss sich mit einem brutalen Mord beschäftigen. (Zitat Pos. 1941) Fazit Dieses Buch mit drei weihnachtlichen Kriminalfällen, die in der schönen Stadt Salzburg und Umgebung spielen, führte mich zurück in meine Kindheit in Salzburg und sofort habe ich mich an die beschriebenen Bräuche erinnert und die Lieder kenne ich immer noch. Ein sympathisches Ermittlerteam und treffend und humorvoll geschilderte Hauptfiguren ergänzen die Kriminalfälle und ihre Hintergründe zu einem unterhaltsamen, angenehmen vorweihnachtlichen Leseerlebnis.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ich bin garantiert nicht als ständig einsatzbereiter Kripochef hier, versuchte er sich zu beruhigen. Offenbar will das Kind in mir sich von diesem Zauber ringsum berühren lassen.“ (Zitat Pos. 95)"

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Mäuseköttel von Mövenort Verlag
Mäuseköttel

Erzählungen zum Nachdenken, Erinnern, Verstehen Inhalt und Thema Dieser Erzählband umfasst sechzehn Geschichten, die zwischen 1979 und 2019 spielen, immer irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern, oder mit einem Bezug dazu. Es geht um Ost, West und um den Übergang in ein gemeinsames Deutschland, um Verlust und Neubeginn. Vor allem jedoch geht es um die Menschen und manchmal steht auch ein legendäres Auto im Mittelpunkt. Ansprechende, mit leichter Hand skizzierte Illustrationen ergänzen die Texte und stammen, wie auch das Cover, von der Rostocker Innenarchitektin und Designerin Peggy Kastl. Handlung und Schreibstil Es sind Alltagsgeschichten, die hier erzählt werden. In der DDR hofft im Dezember 1979 eine Mutter auf Apfelsinen, die jedes Jahr auf den bunten Weihnachtsteller gehören. Im Dezember 2019 reist die Autorin mit ihrem Ehemann nach Potsdam, beobachtet und beschreibt das Heute, verknüpft es mit den Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in Schwerin und besucht dann zum ersten Mal die russische Kolonie Alexandrowka, die so ganz anders ist, als sie es sich früher vorgestellt hatte. Eine Geschichte führt zurück in das Jahr 1991, die Währungsumstellung und ihre Folgen, die Treuhandgesellschaften und westliche Firmen auf Einkaufstour. Den Titel erhält dieses Buch von der Geschichte einer alten Dame, Kunsthistorikerin, die mit ihrem Testament das künstlerische Gesamtwerk ihres verstorbenen Ehemannes, eines bekannten Malers, erhalten will und die ehrwürdige Villa seit Jahrzehnten mit hartnäckigen Mitbewohnern teilt. In „Westreise“ besucht im September 1987 eine junge Frau aus Schwerin ihren alten Onkel im Westen und muss feststellen, dass auch im Westen nicht alles Gold ist, was glänzt. In der nachfolgenden, vorletzten, Erzählung unternimmt ein älteres Ehepaar aus einem Dorf in Mecklenburg, in dem er, wie vermerkt wird, als Wessie trotz seiner Ostfrau nie dazugehören eine Kurzreise nach London – im März 2019, wenige Tage vor dem Brexit-Termin. Die kurze letzte Geschichte bringt es auf den Punkt, vereint die beiden Welten vom 4. November 1989 und 4. November 2019, als in einer Radiosendung ein Kind nach dem ‚Warum‘ fragt, ‚warum war die DDR gemein zu den Menschen‘ und von der Journalistin keine Antwort erhält, weil die Sendezeit beinahe zu Ende war. Die Autorin hätte eine Antwort gewusst. „Vier Minuten hätten also ausgereicht, um zu differenzieren.“ (Zitat Seite 184) Fazit Es sind vielschichtige Geschichten, die einfühlsam, ernst oder heiter, mit einem feinen Humor, die genauen Beobachtungen der Menschen in den Jahren zwischen damals und heute widerspiegeln. Ein Buch für angenehme Lesestunden zum Nachdenken, Erinnern, oder, für Zugezogene wie mich, eine Wienerin auf Rügen, eine interessante Möglichkeit, Mecklenburg-Vorpommern und seine Menschen besser zu verstehen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Dass das gute Stück eines Tages, ohne sein granadarotes Dach, als Blumenkübel im Vorgarten eines Einfamilienhauses im Rostocker Speckgürtel landen würde, dieser Anblick blieb der langjährigen Besitzerin erspart. Er hätte geschmerzt. Verrückte Zeiten!“ (Zitat aus CVM – Claudias Volks-Mercedes, Seite 97)"

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Die Knochennadel: Peter Hogart ermittelt 3 - Thriller
Die Knochennadel: Peter Hogart ermittelt 3 - Thriller

Ein packender, realistischer Thriller Inhalt Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ist privat in Paris. Zusammen mit seiner Nichte Tatjana, 19 Jahre alt, begleitet er seine Lebensgefährtin, die Kunsthistorikerin Elisabeth Domenik. Diese leitet als Auktionatorin in der Opéra Garnier eine exklusive, nicht öffentliche Auktion einer höchst wertvollen mittelalterlichen Knochennadel aus Privatbesitz. Zur Versteigerung selbst wird aus Sicherheitsgründen nur eine Kopie gezeigt. Anschließend holt Elisabeth das Original aus dem Tresor. Doch einen Augenblick später ist sie spurlos verschwunden und mit ihr der wertvolle Kunstgegenstand. Hogart beginnt sofort mit der Suche nach Elisabeth, recherchiert die Hintergründe, forscht nach Zusammenhängen. Doch jemand ist ihm immer einen Schritt voraus und statt auf Gesprächspartner trifft er auf Tatorte … Thema und Genre In diesem Thriller und dritten Fall für den Wiener Privatdetektiv Peter Hogart geht es um den internationalen Kunstmarkt und wertvolle Antiquitäten. Auch psychologische Hintergründe spielen eine Rolle. Charaktere Peter Hogart muss unter extremem Zeitdruck einen Fall lösen, der zunächst mehr Rätsel als Antworten bietet. Gleichzeitig muss er auch seine Nichte Tatjana beschützen. Bald steht er selbst unter Verdacht, doch aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. Tatjana spielt Bass in einer Mädchen-Punkband, macht gerade an der Polizeischule Wien ihre Ausbildung und besteht darauf, bei ihrem Onkel in Paris zu bleiben, um ihn bei seinen Recherchen zu unterstützen. Der Autor nimmt sich Zeit für die einzelnen Charaktere, jede seiner Figuren ist speziell und sehr treffend entwickelt. Handlung und Schreibstil Die facettenreiche, packende Handlung spielt in Frankreich und zwar in Paris, Versailles, Le Havre, an der Cote D’Azur und in Monaco. Der extrem knappe Zeitrahmen zwischen 14. und 19. September ergibt sich aus den Ereignissen und strafft die dichte Handlung, welche dadurch noch spannender wird. Parallel zum aktuellen Geschehen verläuft eine zweite Geschichte, welche fünfzehn Jahre vorher beginnt und ebenfalls chronologisch erzählt wird. Auch wenn man beim Lesen Zusammenhänge vermutet, halten überraschende Wendungen die Spannung aufrecht. Die genauen Beschreibungen der Handlungsorte führen uns beim Lesen direkt nach Paris und in die Kunst- und Antiquitätenszene. Diese Ausführlichkeit behält der Autor auch bei den Schilderungen der Tathergänge bei, hier merkt man, dass er auch im klassischen Gothic-Genre zu Hause ist. Fazit Ein interessanter, dichter und intensiver Thriller. Eine überzeugende, glaubhafte Geschichte, mit einigen sehr realistischen, heftigen Details, aber auch mit einer guten Prise lockerem Humor packend erzählt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Du hast dich soeben einer geplanten Festnahme widersetzt und bist mit einer nicht registrierten Waffe abgehauen. Und das im Ausland.“ (Zitat Seite 236)"

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Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein!
Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein!

Die 12-jährige Felicitas - von allen nur Flick genannt- zieht mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Freddy in eine neue Stadt. Dort entdeckt sie das Strangeworlds-Reisebüro. Man reist durch Koffern in andere Welten des Multiversums. Geführt wird es vom gerade volljährig gewordenen Jonathan, dessen Vater plötzlich verschwunden war. Die beiden freunden sich an und entdecken besondere Fähigkeiten an Flick. Und schneller als sie schauen können, müssen sie das Multiversum retten. Das Cover des Buches ist im Stile eines alten Koffers gemacht. Da man im Buch durch Koffer reist, ist dies absolut passend und total super gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist klasse; Charaktere und Orte werden detailreich dargestellt. Auch die Übersetzung aus dem englischen war fabelhaft. Das Buch ist ab 10 Jahren (lt. offiziellen Angaben) geeignet - ich würde es eher 1-2 Jahre nach weiter verschieben, also so ab 11-12 Jahre. Mein Patenkind wird also noch ein wenig warten müssen auf das Buch, denn sie wird erst in einem Monat 9 Jahre alt. Das Buch ist absolut altersgerecht beschrieben und ähnelt manchmal im Schreibstil an "Harry Potter", obwohl die Handlung doch deutlich eine ganz andere ist. Das Buch ist fantasievoll und detailreich geschrieben, sodass es auch Erwachsenen, wie mir, Spaß macht. Das Buch bildet den Auftakt einer Reihe auf den ich mich jetzt schon sehr freue. Das Ende ist relativ offen - viele Fragen bleiben ungeklärt - eben bis zur Fortsetzung. Fazit: Wundervoller Auftakt einer Kinder-Fantasy-Reihe. 5 von 5 Sternen

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Mein Familienkompass von Ullstein Hc
Mein Familienkompass
lacastra

Nicht immer auf geradem Weg Richtung Norden. Man hat das Gefühl, Erziehung scheint heute um einiges schwieriger zu sein als noch vor ein paar Jahren, zu groß scheint mittlerweile der Einfluss von Medien aller Art. Dass man sich die Vorbilder eher nicht aus sozialen Medien aussucht, sollte wahrscheinlich klar sein, aber wie weiß man den richtigen Weg? Dafür bietet die Autorin zumindest nützliche Hinweise...neben vielen anderen informativen Themen.

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Das Leben ist ein wilder Garten von Paul Zsolnay Verlag
Das Leben ist ein wilder Garten
lacastra

Das Leben ist ein ruhiger Garten. Aufruhr gibt es in letzter Zeit so einigen im beschaulichen Leben des Gärtners Carlo, das Buch hingegen erzählt seine Geschichte eher ruhig als aufregend, was keinesfalls schlecht gemacht oder langweilig wirkt, vielmehr passt der unaufgeregte, ruhige Erzählstil gut zur Story, man fühlt sich beim Lesen irgendwie gut aufgehoben. Das Thema an sich ist gut gewählt und lässt auch Raum für eigene Gedanken und Interpretationen, die Story hat mich dann doch auch emotional abgeholt, einen allzu spannenden Handlungsbogen sollte man als Leser allerdings nicht erwarten. Wer nach dem lesen des Klappentextes denkt, das Buch könnte mir gefallen, der kann sicher bedenkenlos zugreifen und ein paar ruhige Stunden des Lesens und der anschließenden Selbstreflexion verbringen. Wer zwingend Spannung zum dranbleiben oder eine wendungsreiche Handlung braucht, der ist hier eher fehl am Platz.

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Die Topeka Schule: Roman
Die Topeka Schule: Roman
lacastra

Obama fands gut, ich eher nicht. Die "Topeka Schule" gehört für mich zu den Büchern, die ich zwar halbwegs gern gelesen habe, aber trotzdem nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Gefiel mir der Schreibstil des Autors zunächst recht gut auf den ersten Seiten, stellte sich beim Lesen schon bald etwas Langeweile, gelegentlich sogar Mühsal ein. Sprachliche Schönheit ist vorhanden, aber wenn diese sich, wie hier, zu sehr in Beschreibungen oder Abschweifungen verliert, dann verliert sie meistens auch mich. Der Perspektivenwechsel empfand ich auch als störend, nicht weils zu kompliziert wurde, sondern vielmehr weil die Qualität der einzelnen Perspektiven aus meiner Sicht stark schwankte...es ist nie ein gutes Zeichen, wenn einem vor bestimmten Perspektiven schon im Vorfeld die Lust vergeht und man das Buch dann doch erstmal beiseite legt. Die Geschichte an sich ist durchaus interessant, deswegen habe ich schlussendlich auch nicht aufgegeben und das Buch beendet, aber gleichzeitig ist sie doch nicht so besonders, dass sie mir länger im Gedächtnis bleiben wird. Wer von einem Buch gute Unterhaltung erwartet (so wie ich), der sollte "Die Topeka Schule" eher links liegen lassen.

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Das Lied des Wolfes: Rabenklinge
Das Lied des Wolfes: Rabenklinge
lacastra

Nach schwierigem Einstieg zurück zu alten Qualitäten! Die Rabenschatten-Trilogie von Anthony Ryan gehört nach wie vor zu meinen All-Time Favourites, auch wenn bei Vielen der Abschlussband nicht ganz so hoch im Kurs steht. Nach Ausflügen ins Genre der Drachenfantasy kehrt Ryan jetzt nach ein paar Jahren wieder zu seinem Erstlingswerk zurück, und somit selbstverständlich auch ich. Was ich zum Einstieg wirklich gern gehabt hätte...einfach ein paar kurze Absätze, die die Handlung der ersten Trilogie nochmal zusammenfassen. Nach ein paar Jahren Pause voller anderer gelesener Bücher stellte ich fest, außer die Namen der Hauptprotagonisten (und selbst da waren manche der unwichtigeren nur noch Fragezeichen)war mir von der Welt und ihren Bewohnern dann doch zu wenig im Gedächtnis geblieben, aber meines Erachtens setzt das erste Vaelin-Kapitel ein Stück weit voraus, dass man die anderen Bücher noch im Gedächtnis hat. Wenn man allerdings über die anfänglichen Fragezeichen hinwegliest, dann entfaltet sich wieder nach und nach eine gute Geschichte und der Beginn einer epischen neuen Trilogie. Gerade der als Schriftstück verfasste Prolog macht genau wie damals wieder Lust, die Story und ihre Geheimnisse zu ergründen (und er klang für mich irgendwie nach einem gewissen Reitervolk aus Game of Thrones). Auch Hauptakteur Vaelin Al Sorna scheint nun wieder mehr in den Fokus zu rücken, was ich durchaus begrüße. Außerdem wird der Leser mit in ein neues Land genommen, welches wiederum viele neue Geheimnisse birgt und die Welt des Autors weiter vervollkommnet. Alles in allem auf jeden Fall eine unbedingte Empfehlung, jedoch mit dem Tipp, diesen Band nicht als Einstieg zur Hand zu nehmen, sondern vorher die Rabenschatten-Trilogie zu lesen (wer das noch nicht getan hat, der hat da sowieso drei sehr gute Bücher verpasst). Sofern man jedoch zu den Lesern gehört, die mit den ersten Büchern so gar nichts anfangen konnten, dann kann man "Das Lied des Wolfes" getrost auch weglassen, Anthony Ryan bleibt seinen Vorgängern weitestgehend treu.

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A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer von Tredition Gmbh
A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer
Taschenbuch

Der mittlerweile 17-jährige Sid reist mit Chiara auf Einladung von A.S. Tory nach England - diesmal ohne besonderen Auftrag. Dort lernen sie allerdings 3 Mädchen und einem afghanischen Flüchtling kennen. 2 Mädchen verschwinden, ebenso Laith, der illegale Flüchtling. Sid und Chiara machen auf der Suche nach Laith erneut einen Road-Trip, denn vor allem Chiara glaubt nicht, dass Laith etwas mit dem Verschwinden der beiden Mädchen zu tun hat. Das Cover passt perfekt zum Buch, ebenso wie zur ganzen Reihe und zeigt die Hauptfiguren, die sich auch auf dem Cover leicht verändert haben. Der Schreibstil der Autorin ist grandios; Orte und Charaktere werden wunderbar beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich von Band zu Band weiter. Die Story wirkt wieder gut durchdacht und kommt erneut ohne wirkliche Action-Szenen aus. Dafür überzeugt die Geschichte durch ihre Emotionen und ihren Charme. Sid selbst gefällt mir ebenfalls sehr gut. Trotz seiner Schüchternheit ist er doch sehr charismatisch, wie auch Chiara oder Mr. Tory. Und aus genau diesem Grund ist dieses Buch ein echter Pageturner geworden. Man will einfach immer weiterlesen - und da ist es auch egal, wenn man kein Jugendlicher mehr ist. Obwohl in manchen Szenen auch ein wenig Humor zu finden ist, überzeugt das Buch durch seine Emotionen, die losgetreten werden. Ich würde es Lesern ab 14 Jahren empfehlen - Alterslimit gibt es dafür sicher keines. Ich könnte mir das Buch auch gut als Lesestoff für die Schule. Gefallen hat mir auch das Wiederlesen mit Chan, der sich doch sehr verändert hat und viel erwachsener wirkt. Dies trifft aber natürlich auch in etwas geringerem Maße auf Sid zu. Erneut hat sich die Autorin eines ernsten Themas - hier v.a. das Thema Flüchtlinge - angenommen und es sehr gut behandelt. Ich hoffe sehr, dass noch mehr Abenteuer von Sid und Chiara erscheinen werden und es nicht bei einer Trilogie bleiben wird. Fazit: Jugendbuch, das auch Erwachsene unterhalten und zum Nachdenken anregen kann. 5 von 5 Sternen

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Zerrissen: True-Crime-Thriller (Die Fred Abel-Reihe, Band 4)
Zerrissen: True-Crime-Thriller (Die Fred Abel-Reihe, Band 4)
sbbsnl

Autor: Michael Tsokos wurde 1967 in Kiel geboren und Professor für Rechtsmedizin und ein Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Er hat bereits mit Autoren, wie Fitzek und Gößling zahlreiche Thriller verfasst. Viele der Bestseller an denen er beteiligt war, wurde bereits für das Fernsehen verfilmt. Bei Zerrissen handelt es sich um den 4. Teil der Reihe um den Rechtsmediziner Fred Abel. Inhalt: Dr. Fred Abel muss den Fall eines kleinen, misshandelten Mädchens untersuchen. Es handelt sich um die Nichte seiner langjährigen Kollegin Dr. Yao. Neben den Spannungen, die das mit sich bringt, stellt sich die Frage, ob wirklich die Mutter dafür verantwortlich ist oder noch ganz andere Menschen in ihrem Umfeld gefährlich sind. Beruflich ebenso verstrickt ist Abel in die Ereignisse rund um die Entdeckung eines brutal ermordeten Mannes in einem Boxsack, durch seinen alten Freund, den Privatermittler Lars Moewig. Das Eintauchen in die Welt der Berliner Drogen-Clans birgt Gefahren für alle Beteiligte und fordert Fred Abels ganze Aufmerksamkeit. Darunter leidet seine Freundin Lisa Suttner, die ganz andere Probleme mit sich allein ausmachen muss, allerdings als Staatsanwältin der Bundesanwaltschaft auch von den Ereignissen rund um die Clan-Aktivitäten beruflich nicht verschont bleibt. Schreibstil: Tsokos bleibt seiner Linie treu. Er schreibt unglaublich flüssig, immer interessant und mit viel Liebe zum Detail. Das betrifft nicht nur die Charaktere der Hauptpersonen, sondern auch die rechtsmedizinischen Untersuchungen unterschiedlichster Fälle. Die Story teilt sich in verschiedene Teile auf. Immer wieder springt der Autor zwischen den Stories hin und her. Die Hauptpersonen Fred Abel, Lars Moewig, Sabine Yao, aber auch andere Nebenschauplätze und deren Protagonisten, bekommen Raum und man wird als Leser herrlich hin und her geworfen zwischen den verschiedenen Erzählsträngen. Das erzeugt eine enorme, durchgängige Spannung. Mein Fazit: Obwohl ich die Paul Herzfeld-Reihe von Michael Tsokos kenne und sehr mag, ist es tatsächlich mein erstes Buch aus dieser Reihe um Fred Abel. Kaum zu glauben! Und da besteht wohl dringend Nachholbedarf meinerseits. Mir hat das Buch wirklich außerordentlich gut gefallen. Die Hauptpersonen sind allesamt interessant skizziert. Man bekommt einen guten und detaillierten Eindruck und ist sofort gespannt, wie sich die einzelnen Geschichten entwickeln. Tsokos findet die richtige Mischung zwischen der Story und dem eher angenehm kleinen Anteil privater Verstrickung der Personen. Die unterschiedlichen Erzählstränge und der rasante Wechsel zwischen diesen, war so spannend und mitreißend für mich als Leser und ist wirklich gut durchdacht. Die einzelnen Untersuchungen in der Rechtsmedizin kann man auch überfliegen, wenn man da zarter besaitet ist, aber es ist schon auch interessant, weil Tsokos ja oft auch tatsächlich reale Fälle einfließen lässt. Die Geschichte rund um die Drogen-Clans Berlins ist etwas bedrückend, weil realitätsnah, so habe ich es empfunden. Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich richtig gut gefallen. Spannend, toll geschrieben, viele kurze und ausführlichere Geschichten, die sich zu einer guten Story zusammenfügen. Die Verstrickung der Haupt- und Nebenpersonen mit einander und innerhalb der Hauptstory an sich, macht es so kurzweilig und hat mich begeistert. Perfekter Lesestoff und eine klare Empfehlung von meiner Seite aus. Ein 5 Sterne Thriller…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Perfekter Lesestoff für Thriller-Fans...!"

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NEBEL: Thriller (Die HULDA Trilogie, Band 3)
NEBEL: Thriller (Die HULDA Trilogie, Band 3)

Ein gelungener Abschluss einer packenden Trilogie Inhalt Dieses Weihnachten 1987 im kalten, tief verschneiten Island verändert das Leben von Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, unwiderruflich. Doch es ist ihr wichtig, nach einem Sonderurlaub rasch in ihren Beruf zurückzukehren. Ihr Chef betreut sie mit einem sehr speziellen neuen Fall. Die Bewohner eines einsamen Bauernhauses im abgelegenen Osten Islands, ein altes Ehepaar, wurden tot aufgefunden. Sie waren nicht friedlich verstorben und es musste bereits während der Weihnachtstage passiert sein. Gleichzeitig lässt Hulda das nach wie vor ungeklärte, spurlose Verschwinden einer jungen Frau während der Sommermonate keine Ruhe. Thema und Genre In diesem Thriller, dem dritten und letzten Band der Serie um die Ermittlerin Hulda geht es um Familie, Verlust, Schuld und Verantwortung. Auch psychologische Elemente spielen eine wichtige Rolle. Charaktere Hulda muss mit einem persönlichen Schicksalsschlag fertig werden, für den sie sich mitverantwortlich fühlt. Teilweise sind ihre Gedanken dadurch abgelenkt, gerade deshalb übernimmt sie diesen neuen Fall bewusst und vertieft sich in die Ermittlungen. Sie ist eine sehr genaue, erfolgreiche Kriminalbeamtin, doch sie weiß auch, dass sie mit ihren vierzig Jahren beruflich wesentlich weiter wäre, wäre sie in Mann. Umso mehr ist sie entschlossen, immer einfach ihr Bestes zu geben. Handlung und Schreibstil Die Ereignisse werden in zwei paralellen Geschichten geschildert, die in den Weihnachtstagen 1987 und Februar 1988 spielen. Ein ergänzender dritter Handlungsstrang führt zurück in den Sommer 1987. Der Winter in Island ist düster und kalt und gerade deshalb sind die Traditionen des Weihnachtsfestes für die Menschen so wichtig. Doch in diesen gemütlichen Beschreibungen über das typische Festessen und Bücher, die als Geschenk unbedingt zu einem isländischen Weihnachtsfest gehören und die man auch sofort mit Vorfreude zu lesen beginnt, schwingen rasch Beklemmung und Ängste mit. Vermutungen ergeben sofort einen besonderen Sog in diese packende Geschichte und überraschende Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung. Der Autor spielt mit der Sprache und fängt die unterschiedlichen Stimmungen eindrücklich ein und versetzt uns beim Lesen sofort in das einsame winterliche Island. Fazit Weihnachten im kalten, tief verschneiten Island wird besonders gemütlich und traditionell gefeiert, doch manchmal trügt der Schein und was zuerst in der Dunkelheit nur mitschwingt, tritt immer deutlicher hervor. Ein vielschichtiger, sehr spannender Nordic Noir Thriller, ein gelungener Höhepunkt zum Abschluss dieser Serie. Auch die gewählte Form, diese Trilogie im Zeitablauf rückwärts zu erzählen ist ebenso ungewöhnlich wie genial und packend, ich würde, obwohl nun ja alle drei Bände erschienen sind, genau die vom Autor gewollte Reihenfolge DUNKEL – INSEL – NEBEL einhalten.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Immerhin, jeder kleine Sieg verschaffte ihr eine gewisse Befriedigung. Wenigstens konnte sie selbst stolz darauf sein, gute Arbeit geleistet zu haben, auch wenn es sonst niemand erwähnenswert fand.“ (Zitat Seite 329)"

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Ich an meiner Seite: Roman
Ich an meiner Seite: Roman

Inhalt Arthur Galleij ist zweiundzwanzig Jahre alt, als der die JVA Gerlitz als freier Mann verlässt. Er wusste, dass ihn niemand erwarten würde, doch da irrte er. Grazetta, eine alte Dame mit einem bewegten Leben, die er in der Palliativresidenz seiner Mutter in Spanien kennengelernt hatte, ist nun hier in Wien, um auf ihn aufzupassen. Dies will auch der Therapeut Doktor Konstantin Vogel, genannt Börd, der Gesellschaftswissenschaften studiert hatte, auf Grund seiner eigenwilligen Arbeitsweise jedoch arbeitslos wurde. Bettina Bergner hat ihn, ihren ehemaligen Professor, als Mitarbeiter in ihr Projekt geholt, eine neue Form der Therapie für Haftentlassene. Einen vorübergehenden Platz in einer speziellen WG hat Arthur, doch er braucht dringend einen Job. Rasch erkennt er, dass er dazu einen etwas korrigierten Lebenslauf benötigen würde. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Träume, Verluste, Ereignisse, die Menschen aus der Bahn werfen können, um die reale Härte im Strafvollzug, Bewährungshilfe, Resozialisierung, Vorurteile und mögliche neue Chancen. Auch der schöne Schein des angepassten, daher perfekten Menschen, der in unserer modernen Gesellschaft so wichtig ist, ist ein Thema. Charaktere Arthur ist ein intelligenter, aber sehr ruhiger junger Mann. Er beobachtet und versucht, das gesellschaftliche System zu verstehen. Im Grunde sollte es für einen Menschen wie ihn nicht schwierig sein, Arbeit zu finden, doch nicht als Haftentlassener. Er erkennt, dass keine gesellschaftliche Beschönigung ihm helfen kann, sondern „einzig und allein ich an meiner Seite.“ Handlung und Schreibstil Nach einer kurzen Einleitung, ein Morgen in der Jetztzeit, beschreibt die aktuelle Handlung die Ereignisse zwischen Juni 2010 und Juni 2011. Parallel dazu wird in Rückblicken Arthurs Kindheit und Jugend erzählt, ergänzt durch Arthurs eigene Erinnerungen. Das Schicksal dieser Hauptfigur, die untypisch in diese Lage geschlittert ist, wird lebendig, einfühlsam, aber auch unverklärt und realistisch geschildert. Obwohl Arthur jung ist, scheint er, ebenso wie Börg und Grazetta, etwas aus der Zeit gefallen, und man schließt diese Figuren mit allen ihren Schrullen und speziellen Eigenheiten rasch ins Herz. Die Sprache erzählt klar, gerade und eindrücklich. Fazit Ein ernster, nachdenklicher und gleichzeitig humorvoller Roman. Diese Geschichte über die Realität eines Alltags mit einem Gefängnisaufenthalt im Lebenslauf überzeugt auch durch die einnehmende Hauptfigur.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Er braucht einen schönen, gerade Lebenslauf. Nicht übertrieben ausgeschmückt, darum geht es nicht, aber etwas, das ihn auf den normalen Weg führt.“ (Zitat Pos. 1746)"

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Fee wider Willen / Bazilla Bd.1 von Boje Verlag
Fee wider Willen / Bazilla Bd.1

Bazilla hat endlich ihren 10. Geburtstag, wo sie ein echter Vampir werden soll. Doch stattdessen wird sie zur Fee. Sie muss von Burg Morchelfels ins Internat der Feenschule ziehen. Dabei möchte sie doch so gern ein Vampir sein! Begleitet wird sie durch Fleder-Hamster Elvis. Das Cover des Buches ist wundervoll gestaltet. Auch im Inneren gibt es viele tolle Illustrationen von Angela Gstalter, die auch perfekt zu den Szenen gestaltet sind. Schade, dass sie nur schwarz-weiß sind, dennoch sind sie einfach wundervoll. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet und altersgerecht für Kinder von etwa 8 - 10 Jahren. Die Charaktere und Orte werden ebenso dargestellt. Die Story ist gut überlegt und lebt auch von Bazilla, die man einfach ins Herz schließen muss. Kinder (v.a. Mädchen) werden ihre helle Freude an ihr haben - genauso wie an Elvis. Auch meinem Patenkind Marie hat die Geschichte sehr gefallen - und das ist ja das Wichtigste, denn sie ist in der richtigen Altersgruppe. Aber eben auch mich als kindlich gebliebenen männlichen Erwachsenen (kindlich - nicht kindisch!) konnte dieses Buch vollständig überzeugen und so freuen wir uns schon sehr auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

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(K)ein Mann, der's wert ist
(K)ein Mann, der's wert ist

Die 56-jährige Gundel lässt sich von ihrem Mann Xaver scheiden und gründet ein Reiseunternehmen für Senioren. Ihre erste Reise führt sie und einige Senioren in den Amazonas. Als dort allerdings ihr Flugzeug notlandet, finden sie Unterschlupf in einem Lodge. Dort haben alle ihre Geheimnisse - und auch Gundels Exmann weicht ihr kaum von der Seite. Aber sie lernt den attraktiven Ron kennen. Doch welches Geheimnis hat er wohl? Das Cover des Buches ist zur Hälfte gut gemacht. Der obere Teil passt leider gar nicht. Die Gesichter, die abgebildet sind, haben keine Ähnlichkeit mit den Charakteren. Zudem stören sie auch das Cover, das sonst gut gelungen wäre. Der Schreibstil des Autors ist gut; Orte und Charaktere werden wundervoll dargestellt. Der Inhalt des Buches bewegt sich zwischen den Genres: Romantik, Humor, Abenteuer und vieles mehr hat dieses Buch zu bieten. Vor allem der Humor und die wundervoll verrückten Charaktere hatten es mir in der ersten Hälfte des Buches angetan. In der zweiten Hälfte des Buches wird dieser aber enorm nach unten geschraubt und die Handlung wurde auch teilweise etwas sprunghaft. Die Leichtigkeit und Skurrilität der ersten Hälfte war plötzlich verschwunden. Die Pointen und skurrilen Personen mit all ihren interessanten Geheimnissen war einfach köstlich, wobei die Spannung sich im letzten Teil zwar hochschraubte, aber trotzdem unter dem Limit blieb, eben auch weil Witz und vieles andere fehlte. Dadurch war auch alles nicht mehr flüssig zu lesen. Fazit: Unterhaltsamer Genre-Mix, der vor allem in der ersten Hälfte mit Humor punkten kann. 4 von 5 Sternen

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Über allem und nichts
Über allem und nichts
von Gunther Neumann
Gebundene Ausgabe

Inhalt Clara Fink, bald siebenunddreißig Jahre alt, träumte schon als Kind von fernen Ländern, grenzenloser Freiheit und vom Fliegen. Heute ist sie Berufspilotin bei einer spanischen Billigfluglinie, als Copilotin für Maschinen wie die Boing 777 ist sie ehrgeizig und zielorientiert auf dem Weg zur Beförderung zum Flugkapitän. Die knappen Stunden zwischen den Flügen reichen nicht aus, um irgendwo innezuhalten und so wie zwischen den unterschiedlichen Destinationen rund um den Globus, pendelt sie auch im Privatleben ruhelos zwischen zwei Männern: Matthias, Anwalt in München, der sie umsorgt und sich mehr gemeinsame Zeit wünscht, wodurch sie sich eingeengt fühlt, und dem dominanten, manipulativen Gabrio Estevez in Madrid, ihrem ehemaligen Fluglehrer. Als sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommt, nimmt sie zwei Wochen Urlaub, findet ein günstiges Ticket nach Colombo, packt ihre Sachen in Motorrad-Satteltaschen und fliegt auf die Insel, die sie seit elf Jahren gemieden hat. Diese Reise durch das noch immer vom Bürgerkrieg gezeichnete Sri Lanka wird für sie eine Reise durch ihr bisheriges Leben, Zeit, sich ihren verdrängten Erinnerungen zu stellen. Thema und Genre In diesem Roman geht es um prägende Erfahrungen und das Schweigen darüber, Familie, Beziehungen. Wichtige Themen sind die Situation von erfolgreichen Frauen in männerdominierten Berufen und Sri Lanka als Beispiel steht für globale Konfliktsituationen, Bürgerkriege als Gegenpol zu großartiger Natur. Charaktere Das Leben der Pilotin Clara ist von moderner Rastlosigkeit geprägt. Von der Großmutter hat sie gelernt, dass man über schlimme Erlebnisse nicht spricht, dieses Schweigen bestimmt Claras Leben. Sie wird Pilotin, weil sie die Welt sehen will, aber im intensiven Berufsalltag sieht sie nur mehr die austauschbaren Flughäfen. Erst als ihre Erinnerungen ihr bis ins Cockpit folgen, erkennt sie, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss. Handlung und Schreibstil Der Roman beginnt mit ihrem Flug nach Sri Lanka am Anfang ihres vierzehntägigen Urlaubs. Vor elf Jahren war Sri Lanka ihre erste Tropendestination als Flugbegleiterin gewesen. Damals war der Tamile Surya, eigentlich Lehrer, ihr Fahrer gewesen, der ihr die Insel gezeigt und über dieses Land erzählt hatte. Jetzt mietet sie nach der Landung in Colombo ein Motorrad und beginnt ihre Reise über die Insel. Die chronologisch erzählte Jetztzeit mit Schilderungen der Landschaft und der Menschen, die Clara begegnen, wird durch Erinnerungen unterbrochen. Es sind Bruchstücke ihres Lebens, die ungeordnet auftauchen, dazwischen Träume, Sehnsüchte, Gedankenkreise, die Männer in ihrem Leben. Ihre stillen Beobachtungen der tropischen Natur enden in Parallelen zu ihrer Kindheit, ihre Familie, Sommer am Staffelsee. Blumen führen ihre Gedanken zu Gabrio, zu Matthias, verbunden damit ihr erfolgreicher beruflicher Werdegang. Sie verlängert den Urlaub um einige Tage, doch die Hoffnung auf einen Neubeginn endet bei den Vorsätzen. Die eindrückliche Sprache wechselt zwischen poetischen Schilderungen und rasant-kurzen Momentaufnahmen, man spürt die atemlose Getriebenheit der Hauptfigur. Diese Mischung zieht uns Leser rasch in den Sog dieser Geschichte einer starken, im Beruf zielorientierten Frau, die im realen Leben eine Suchende, eine rastlose Nomadin bleibt. Fazit Es ist beeindruckend, wie es auch diesem Autor der modernen Gegenwartsliteratur gelingt, eine kraftvolle, lebendige, absolut authentische Frauenfigur zu schaffen und ihre Geschichte einfühlsam, intensiv, packend und glaubhaft zu erzählen, verbunden mit einer bildgewaltigen Reise und Sprache.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Alte Kreise öffnen sich, mit der Zirkelspitze am Staffelsee. Sri Lanka. Ozean., kein See. All die Jahre hatte sie die Kreise immer weiter gezogen, der Kern der hart gewordenen Erinnerung hatte dabei festgesteckt.“ (Zitat Pos. 2714)"

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Meine Real Life Story von adeo
Meine Real Life Story

Philipp Mickenberger ist zusammen mit seinem Zwillingsbruder Johannes erfolgreicher YouTube-Star. Als "The-Real-Life-Guys" verdienen sie gutes Geld mit dem, was sie machen. Sie sind kreativ und machen teilweise unmögliches möglich. Dabei gehen sie auch Gefahren ein. In diesem Buch erzählt Philipp seine persönliche Biografie. Es geht dabei nur fragmentär um seine YouTube-Karriere, vielmehr um seine Krebserkrankung, den Tod seiner Schwester Elli und seiner "Suche" nach Gott. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt perfekt zum Buch. Der Schreibstil ist sehr gut, auch hat die Biografie des jungen Mannes einiges zu bieten. Mir war der Autor vor dem Lesen des Buches nicht bekannt - auch nicht als YouTuber. Mit viel Emotionen erzählt er aus seiner Kindheit, seinen ersten Auftritten als Naturfilmer, seinen ersten Videos, aber auch über seine Krebserkrankung, die er mit 16 Jahren bekämpfen musste. Dabei findet er zu Gott, wobei sein Leben bald wieder "normale" Wege geht. Nur wenige Jahre später verunglückt allerdings seine Schwester Ellie tödlich und er muss den Kampf gegen den Krebs erneut aufnehmen - um erneut zu Gott zu finden. Insgesamt nimmt die Bibel und Gott eine sehr große Rolle im Buch ein, wobei er keinen bekehren will. Viele "Zufälle" lassen ihn schließlich nicht mehr an der Existenz Gottes zweifeln. Einiges klingt aber für mich nicht ganz logisch: - Als Philipp das 1. Mal im Krankenhaus ist, ist kein Arzt erreichbar? - Das kann ich mir nicht vorstellen. Bzw. steht auch, dass gar keiner da ist. Das passiert nicht einmal in Afrika, geschweige denn im 21. Jahrhundert in Deutschland. Auch dass der Pfleger länger dableibt - gibt es denn keinen Nachtdienst? - Ich bewundere Philipp und Johannes, dass sie entgegen dem heutigem Trend viel draußen tun möchten, statt am Computer oder ähnlichem zu sitzen und dass sie dazu auch andere junge Leute motivieren wollen. Auf der anderen Seite kennen sie sich aber perfekt mit Computern und Programmen aus. Und da YouTube ja nicht als Hit geplant war - was ich toll finde, verstehe ich nicht, wovon die beiden eigentlich leben wollten, so ohne Beruf und Ausbildung. Zum einen Teil verantwortungsbewusst und auf der anderen Seite ein sogenannter Lebenskünstler und Hartz 4-Empfänger. Das verstehe ich absolut nicht. - Philipp kommt aus einer sehr religiösen Familie, wie er mehrmals betont, wie auch viele aus seinem Umfeld - und trotzdem ist er und viele andere nicht getauft? - klingt irgendwie widersprüchlich! So bleibt Philip mir ein wenig suspekt: Einige Widersprüche und vor allem das in den Tag hineinleben" - dem kann ich nur begrenzt zustimmen. Ob es Gott wirklich gibt, klärt das Buch natürlich nicht. Philipp sieht auf jeden Fall viele Hinweise dafür. Nichtsdestotrotz hoffe ich für den Autor, dass er den Krebs endgültig besiegen konnte und dass er zusammen mit seinem Bruder weiter interessante Videos über tolle Projekte drehen kann. Einige Links sind übrigens auch angegeben, um sich ein Bild zu machen. Sehr gut gefallen haben mir auch der Spoken-Word-Text, der mit ein paar kleinen Änderungen sicher mit dem richtigen Interpreten ein Rap-Hit werden könnte. Ebenso ging es mir mit dem Liedtext, den seine Schwester Ellie geschrieben hat. Der Text ist super. Mit einer Melodie und einem Interpreten könnte es ein Hit werden. Ein großer Bildteil ergänzt diese Biografie. Fazit: Biografie eines YouTubers, der zu Gott findet. Nicht immer kann ich mich allem anschließen, aber trotzdem interessant zu lesen. 4,5 von 5 Sternen

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Final Control: Thriller
Final Control: Thriller

Inhalt Die zweite Heimat des Mediziners Tom Bayne ist Shenzhen, Sonderwirtschaftszone, Sitz bedeutender ausländischer Investoren. Seine Firma CUMO arbeitet im Bereich medizinischer Start-ups und er braucht dringend einen Investor. Die Chinesen sind sehr an seiner innovativen Cure-Mobile App in Kombination mit einem Chip interessiert, doch Tom entscheidet sich für den Milliardär Dairon Arakis, der ihn als persönlichen Betreuer engagiert. Dann überschlagen sich die Ereignisse, Toms App zeigt eigenartige Werte in Verbindung mit Fake News, in der Schweiz gibt es ein Seebeben, die italienischen Banken stehen vor dem Zusammenbruch und drohen die gesamte Eurozone mitzureißen. Die NSA macht Tom ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Thema und Genre In diesem Polit-Thriller geht es um modernste technische Lösungen für die umfassende Überwachung, nicht nur der virtuellen Daten, sondern auch des realen Lebens der Menschen. Themen sind die aufstrebende Weltwirtschaftsmacht China und das uneinige, zögerliche Europa, sowie weltweite Finanztransaktionen. Charaktere Tom Bayne ist in Deutschland und China zu Hause, ein deutscher Vater und eine englische Mutter machen ihn zu einem international denkenden Menschen. Auf der Suche nach einem Investor für seine innovative App im Bereich Medical Big Data und der Wahl zwischen der höchst interessierten chinesischen Regierung und einem privaten Global Player, Milliardär und Investor, steht er plötzlich im Zentrum einer brisanten Mischung aus internationaler Hochfinanz und internationaler Politik mit durchaus unterschiedlichen Interessen, deren Spielball Europa ist. Handlung und Schreibstil Dieser packende Thriller spielt in einer straffen Zeitspanne. Die unterschiedlichen Handlungsorte liegen in China, Amerika, Deutschland, Großbritannien, Italien, Schweiz, in Büros in modernsten Hochhaustürmen, Banken, Luxushotels, im Vatikan und auch in einer kleinen italienischen Trattoria. Die Geschichte selbst ist sehr genau recherchiert und zeigt das Fachwissen des Autors in den Bereichen neueste Forschung, Unternehmensstrategien, Wirtschaftsmacht China, Politik der Großmächte und internationale Finanzmärkte. Manche Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und umfassende Überwachung sind vielleicht in dieser Form noch nicht umgesetzt, aber durchaus reale, nahe Zukunft. Trotz dieser komplexen Themen sind die Zusammenhänge klar, verständlich und nachvollziehbar geschildert, wobei der Schwerpunkt durchgehend auf der spannenden Handlung und bei den agierenden Figuren liegt. Die Sprache beschreibt, wo es um Situationen, Orte, Stimmungen und Zusammenhänge geht, und zieht rasant vorwärts, wo es um Einsatz und Action mit dem entsprechenden Zeitdruck geht. Fazit Ein packender Wirtschafts- und Politthriller, interessant, informativ und sehr spannend.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es gibt kein richtiges Handeln im falschen.“ (Zitat Seite 257)"

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Das Tartarus-Projekt
Das Tartarus-Projekt

Brisant und spannend Inhalt Natürlich geht der Journalist und Autor Michael Landorff auf die exklusive Party des erfolgreichen Unternehmers und Milliardärs Gregory Winter, auch wenn er keine Ahnung hat, warum er auf der Einladungsliste steht. Schon des großartigen Buffets wegen, denn obwohl seine Thriller die Leser begeistern, fehlt ihm noch immer ein Verlag. Dies will seine langjährige Bekannte Melissa Warttemberg ändern, die mit ihrer Agentur professionelle Kampagnen für bekannte internationale Großkonzerne durchführt. Als Gregory Winter am Morgen nach der Party grausam ermordet aufgefunden wird, sieht Melissa für Landorff als erfahrenen Journalisten eine einmalige Chance: er muss sofort mit der Suche nach dem Mörder beginnen, den Fall vor der Polizei aufklären und gleichzeitig darüber ein Buch schreiben. Bei der Durchsicht der Gästeliste trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, ohne Gregory Winter zu kennen. Gemeinsam beginnen sie zu recherchieren, und dies wird binnen kürzester Zeit lebensgefährlich. Umgeben von Geheimdiensten mit unterschiedlichen Interessen und skrupellosen Gegnern, finden sie heraus, worum es eigentlich geht: um ein brisantes Forschungsprojekt mit dem Namen „Tartarus“, das die Welt verändern wird. Thema und Genre In diesem packenden Wissenschafts- und Politthriller geht es um die Forschungsbereiche KI, Drohnen als Kampfroboter, modernste Steuerungstechnik, Geheimdienste, Politik und internationale Wirtschaftsinteressen. Charaktere Michael Landorff ist Autor, doch er ist auch ein erfahrener Journalist mit einem entsprechenden Netzwerk. Die ersten Recherchen zeigen, dass wesentlich mehr hinter diesem Mordfall steckt, als zunächst angenommen. Jede Antwort wirft neue Fragen auf, doch er gibt nicht auf, obwohl er rasch erkennt, dass sein Einsatz sein Leben ist, denn bald weiß er zu viel. Alexandra Buschmann, studierte Mathematikerin und Wirtschaftswissenschaftlerin, recherchiert mit ihm, denn plötzlich erkennt sie ihre Verbindung zum Unternehmen des Ermordeten. Handlung und Schreibstil Ein Journalist und eine Pokerspielerin: die spannende Recherche führt die beiden Hauptfiguren von München aus durch Bayern bis nach Wien, und über Umwege wieder zurück, mit Gegnern aus aller Welt, die ihren Spuren folgen. Die Handlung wird in einer straffen Zeitspanne geschildert, Rückblenden ergänzen mit Details. Man erkennt die genaue Recherche und das Fachwissen des Autors, die Geschichte ist realistisch und nachvollziehbar. Seine Geburtsstadt Wien schildert Gerd Schilddorfer, eingebunden in spannende, gefährliche Situationen, mit Charme und Schmäh abseits der Touristenrouten – wer Wien kennt, liest dies mit einem Lächeln, Wien-Neulinge finden hier ganz sicher Ideen für den nächsten Wienbesuch. Die Sprache passt perfekt zum Genre, spannend, mit einer guten Prise Humor. Die wissenschaftlichen Erklärungen sind gekonnt in lockere Dialoge eingebaut, sodass sie verständlich und interessant zu lesen sind. Fazit Ein packender Thriller mit brisanten Themen und unvorhersehbaren Wendungen. Wem können wir überhaupt noch trauen?, fragen sich nicht nur die beiden sympathischen Hauptfiguren, sondern auch wir Leser*innen, denn es gibt immer wieder Überraschungen. Ein spannender Pageturner, der vergnügte Lesestunden bietet.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Da war etwas, das im Hintergrund blieb, sich versteckte, wie unter einem Tarnmäntelchen, und sich ins Fäustchen lachte. Und Landorff hatte keine Ahnung, was es war.“ (Zitat Seite 84)"

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Ringelpietz mit Abmurksen: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
Ringelpietz mit Abmurksen: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs

Loretta will die Liebe finden. Bei einem Dating-Portal lernt sie robinhood kennen, mit dem sie chattet. Gleichzeitig nimmt sie an einem Speed-Dating teil und lernt dort Mike kennen, der sie zu verstehen scheint. Sie scheint sich sowohl in Mike als auch in robinhood verleiben zu können. Doch plötzlich ist Mike tot und robinhood meldet sich nicht mehr. War es Mord? Und wenn es kein natürlicher Tod war, wer von den anderen Dating-Teilnehmern hat dann Mike getötet? Dies ist bereits das 12. Buch um die Callcenter-Mitarbeiterin Loretta Luchs. Das Cover des Buches ist wieder perfekt gemacht - wie bei allen Büchern der Autorin wurde es extra für das Buch gestaltet und ist daher wieder nicht nur absolut passend, sondern wieder sehr detailreich. Der Schreibstil der Autorin ist (ebenso wie gewohnt) ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden detailreich beschrieben; die Hauptprotagonisten entwickeln sich weiter und wie gewohnt wechseln sich Humor und Spannung ab - wie es sich für eine "Krimödie" gehört. Alleine die Figuren, die sich die Autorin ausdenkt - einfach fantastisch. Man muss die Vorgängerbände nicht kennen und kommt trotzdem wunderbar mit dem Buch zurecht - allerdings will man dann sicher auch die anderen lesen. Auch der Fall ist dieses Mal knifflig und toll zum Mitraten - den größten Teil kann man so auch selbst lösen. Trotzdem ist für Spannung und Humor gesorgt. Fazit: 12. Teil der Ruhrpottkrimödie rund um Loretta Luchs, die das Zeug zum Kultstar hat. 5 von 5 Sternen

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Sam ist weg: Roman
Sam ist weg: Roman

Eine einfühlsame, nachdenkliche Geschichte Inhalt Das Leben von Mathieu war nie einfach gewesen, doch der letzte Schicksalsschlag wirft ihn endgültig aus der Bahn und er landet er auf der Straße. Seine Hündin Sam, die ihm aus seinem früheren Leben geblieben ist, begleitet ihn auch jetzt mit ihrem stillen Vertrauen und in den Nächten wärmen sie einander, denn der Winter hat begonnen. Doch sie haben Glück, ein Bekannter verreist über den Winter, seine leerstehende Wohnung überlässt er seiner Cousine Gabrielle und diese ist bereit, die beiden vorübergehend aufzunehmen. Da ist Sam plötzlich verschwunden. Mathieu hatte sie nur kurz vor einem Laden angebunden, in dem er öfter einkauft. Mathieu macht sich sofort auf die Suche und Gabrielle hilft ihm dabei, doch Montreal ist eine Großstadt und Sam kann überall sein. Thema und Genre Es geht um anonyme Schicksale in einer Großstadt, um Menschen, die durch besondere Umstände plötzlich aus ihrem Leben geworfen werden und versuchen, auf der Straße irgendwie über die Runden zu kommen. Themen sind Erinnerungen, Trauer, Verzweiflung und neue Hoffnung, Mut, und die Liebe. Charaktere Mathieus Kindheit ist von seiner dominanten Mutter und einem schweigsamen Vater geprägt. Sehr jung verliebt er sich in Karine, die Frau seines Lebens, die ihn und die gemeinsame Tochter Lila jedoch verlässt. Manchmal will Mathieu einfach aufgeben, doch er kann es nicht, irgendwie macht er immer weiter, gefangen in seinen Erinnerungen. Sam ist ein wichtiger Teil des früheren Lebens und darum muss er sie wiederfinden, er gibt nicht auf, folgt jeder Idee, wo er suchen könnte. Handlung und Schreibstil Der obdachlose Mathieu erzählt seine Geschichte selbst. Die aktuelle Handlung, die Stunden und Tage der Suche nach seiner Hündin Sam, wird in kurzen Abschnitten erzählt, die immer wieder durch seine Erinnerungen durchbrochen werden. So erfahren wir die wichtigsten Ereignisse aus seinem Leben, allerdings nicht chronologisch, sondern bruchstückhaft, kurze Geschichten und Situationen, die sich schließlich zu einem Gesamtbild über das bisherige Leben von Mathieu zusammenfügen. Die Hündin Sam ist das Bindeglied zu seinem früheren Leben und die Suche nach seiner Hündin wird für ihn auch zum Versuch, mit der Vergangenheit weiterzuleben. Die Frage, ob es ihm gelingen wird, Sam in der Metropole Montreal wiederzufinden, sorgt für Spannung und wir bangen und hoffen mit Mathieu. Die Sprache ist einfühlsam und gibt in teilweise einfachen, sehr persönlichen Sätzen nicht nur die aktuelle Situation und die Erinnerungen, sondern auch die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur packend und glaubhaft wieder, führt uns direkt in sein Leben. Fazit Ein einfühlsamer, leiser, nachdenklicher Roman über die Hintergründe, die dazu führen können, einen Menschen völlig aus der Bahn zu werfen. Gleichzeitig ist es jedoch eine poetische Geschichte über das Leben, die Kraft der Liebe und den Mut, dass es irgendwie weitergeht.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Vielleicht hat sie sich gesagt, wir treffen uns an unserem Schlafplatz, und sie hätte auch gern eine Nachricht hinterlassen, aber so was machen Hunde nicht. Sie ergreifen eher selten die Initiative, deshalb haben sie nie gelernt, wie man Bescheid sagt.“ (Zitat Pos. 394)"

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Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1 - Die vergessenen Akten (Bände 1-3)
Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1 - Die vergessenen Akten (Bände 1-3)

1984 brechen 5 SchülerInnen in die Schule ein, Marietta King wird dabei getötet. Die verbliebenen versuchen den Mord aufzuklären. Gegenwart: Als der Jugendliche Mason des Drogenhandels beschuldigt wird, versucht er mit seinem Freund Randy das Missverständnis aufzuklären, dabei trifft er auch Olivia und Danielle. Die 4 könnten unterschiedlicher nicht sein: Mason - die Ex-Sport-Kanone, Randy- der Nerd, Danielle - die reiche verwöhnte Göre und Olivia - die arme Fotografin. Zusammen wollen sie dem Geheimnis um Marietta King auf die Spur gehen, denn der Mord von vor 30 Jahren, ist noch immer ungeklärt und wirkt bis in die Gegenwart. Dabei entdecken sie, dass Masons Vater und Danielles Mutter 2 der 5 Einbrecher damals waren. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt hervorragend zu diesem Jugend- bzw. All-Age-Krimi, der die ersten 3 Bände (von 12) um Marietta King umfasst. Das Buch beginnt im Jahr 1984 und man wird richtiggehend in die Handlung gestoßen. Am Anfang waren die vielen Namen noch etwas verwirrend, aber schon bald konnte man sie doch deutlich unterscheiden. Dies ist dem Schreibstil des Autors zu verdanken, der Charaktere und Orte grandios beschreibt. Die Bücher sind von verschiedenen Autoren des GreenlightPress-Verlages geschrieben; der erste Teil von Andreas Suchanek, der u.a. durch seine Fantasy-Reihe "Das Erbe der Macht" wohl schon vielen Lesern ein Begriff ist, der 2. Teil von Nicole Böhm und der 3. schließlich von Ute Baress. Da ich "Das Erbe der Macht" liebe und ich eigentlich meist Krimis und Thriller lese, musste ich diese Reihe natürlich beginnen. Und ich wurde nicht enttäuscht: ein spannender Fall, viele Geheimnisse und interessante Charaktere prägen diesen 1. Teil der Reihe, der schon mehr ist als nur das Kennenlernen der Charaktere und des Falles. Man wird regelrecht hineingezogen in die Welt der 4 Jugendlichen, die diesen Fall lösen wollen. Der Schreibstil der Autorin ist gut; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich weiter. Obwohl zwischen den ersten 3 Teilen 3 verschiedene Autoren beteiligt waren, merkt man keinen Bruch bzw. eine Veränderung im Schreibstil. Der Plot ist wieder gut gewählt. Denn es geht eben nicht nur um Marietta King, obwohl auch der andere Fall deutliche Verbindungen zeigt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen. Fazit: Tolle Charaktere, toller Fall - tolle All-Age-Krimi. 5 von 5 Sternen

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Das Meer der Libellen: Roman
Das Meer der Libellen: Roman

Eine intesive, großartige Geschichte Inhalt Die Insel Pate gehört zum Lamu Archipel an der Nordküste Kenias. Dort wächst Ayaana mit ihrer Mutter Munira auf. Ayaana hat viele Fragen an das Meer und als der weitgereiste, alternde Seemann Muhidin, der nun ein kleines Buchgeschäft besitzt, ihr zuhört und auf manche Fragen auch Antworten kennt, hat sie endlich einen Vater gefunden. Denn ihre Mutter Munira schweigt darüber, wer ihr richtiger Vater ist. Sie ist beinahe einundzwanzig Jahre alt, als sie als Nachfahrin einer sechshundert Jahre alten Geschichte eine Einladung nach China und ein Studienstipendium erhält. Doch die Sehnsucht nach ihrer Heimat und dem Meer bleibt und noch immer hat sie keine Antwort auf die Frage: Nhi shi shei -Wer bist du? Thema und Genre In diesem Coming-of-Age-Roman, der in Afrika und China spielt, geht es um die Frage, wer man ist, um Heimat, Wurzeln, Sehnsucht, menschliche Schicksale, Gewalt, Trauer, Verlust, Familie und die Liebe in vielen Facetten. Doch es geht auch um die Geschichte eines kleinen Insel-Archipels als Spielball der Mächtigen und den Kampf um die Unabhängigkeit, um den Erhalt der Natur und der eigenen Freiheit. Charaktere Es sind die vielschichtigen Charaktere, alle auf ihrer eigenen, unterschiedlichen Suche nach einem Platz im Leben, die diese intensive Geschichte prägen. Ayaana ist ein unabhängiges, wissbegieriges Mädchen mit vielen Fragen an die Menschen und an die Natur, die sie umgibt. Da sie keinen Vater hat, sucht sie sich selbst einen aus. Später, als junge Frau in China, bleibt sie trotz Heimweh stark und mutig, setzt Schritte, geht ihren Weg, der sie, immer noch auf der Suche, zurück nach Pate führt. Handlung und Schreibstil Dieser Roman ist fiktiv, so wie auch die Hauptfigur, Ayaana Abeerah Mlingoti. Dennoch gibt es das „China Girl“ und die Fakten dazu wirklich und daraus, sowie dem realen historischen Hintergrund, entstand diese Geschichte. Die Handlung beschreibt das Leben von Ayaana beginnend in ihrer Kindheit, bis sie eine erwachsene junge Frau ist. Damit verbunden sind die Geschichten der Menschen, die sie auf diesem Weg begleiten oder ihren Weg kreuzen, aktuell und in Rückblenden. Die politischen Ereignisse sorgen für Spannung und unvorhersehbare Wendungen, welche die aktuelle Handlung beeinflussen. Es ist eine vielschichtige, interessante und lebendige Geschichte, welche das packende Geschehen und Schicksale der Hauptfiguren verknüpft. Die Sprache ist eindrücklich und sehr poetisch, die Beschreibungen malen Bilder aus einer phantastisch bunten Farbpalette. Fazit Ein intensiver, packender Roman, farbenprächtig, lebensbejahend und gleichzeitig stürmisch und dunkel vor Trauer und Verlust, wie das Leben. Eine großartige Geschichte und ein spannender Einblick in die moderne afrikanische Literatur.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Frag dich immer: Wo will ich hin? Und wenn du es weißt, mach dich auf den Weg.“ (Zitat Pos. 882)"

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Die Lichtstein-Saga: Aquilas
Die Lichtstein-Saga: Aquilas

Liv, die fast 18 Jahre alt ist, ist eine Außenseiterin. Auch von ihren Adoptiveltern wird sie immer weniger verstanden. Als sie eines Morgens erwacht, ist sie allerdings in einer Burg und einer anderen Welt. In Interria wurde sie geboren und sie ist eine der 4 Cays, die beide Welten schützen sollen. Denn die Grenzen zum Reich der Finsternis sollen fallen. Zusammen mit 3 Jungs soll sie so die Welten retten - allerdings schneller als ihr lieb ist, denn als ihre Ausbildung beginnt, müssen sich die 4 Cays auch schon auf ihre Mission begeben. Zum Glück haben wenigstens 2 Jungs schon jede Menge an Ausbildung mehr oder weniger genossen. Die Reihe ist auf 4 Bücher ausgelegt - für jeden Cay bzw. Stein 1 Band. Dazu gibt es auf der Homepage der Autorin Kurzgeschichten, die sich hauptsächlich mit der Vergangenheit der Cays beschäftigen und zwischen den Bänden gelesen werden können. Das Cover des Buches ist wundervoll gelungen und passt hervorragend zum Buch. Der Schreibstil ist - typisch Nadine Erdmann - absolut genial. Die Orte und Charaktere werden nicht nur perfekt dargestellt, sondern die Erzählweise (meistens aus der Sicht von Liv) ist einfach genial. Die Idee des Buches wurde vorbildlich in Szene gesetzt; man leidet mit den Protagonisten mit. Das Buch hat neben Emotionen, aber auch extreme Spannung zu bieten. Gewürzt ist das ganze mit einer Prise Humor, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Neben dem Eintauchen in die "neue" Welt, bietet das Buch eben auch die Reise zum 1. Stein, des Stein des Wassers. Und in dieser Welt kommen neben Nymphen auch ein Irrwicht vor. Am Ende des Buches wird es dann höchstemotional, ehe es in einem kleinen Cliffhanger endet, der sofort Lust auf den 2. Teil (und natürlich die Zwischengeschichte) macht. Fazit: Wieder eine geniale Reihe der Autorin, der die Ideen scheinbar nie ausgehen (auch wenn es kleine Gemeinsamkeiten gibt). 5 von 5 Sternen

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Coronaverschwörung
Coronaverschwörung
Taschenbuch

Der Infektionsminister schließt 1945 mit Gevatter Tod einen Deal. Im Jahr 2020 soll eine Pandemie wüten. Er berät sich und "erschafft" schließlich COVID-19. Das Cover passt aufgrund der Thematik sehr gut zum Buch, obwohl es ein wenig einfallslos erscheint. Der Schreibstil der Autorin ist primär gut; nur in die Grammatik bzw. Rechtschreibung hat sich scheinbar ein Virus eingenistet. Das Buch ist Satire pur und nimmt sich des aktuellen Themas "Corona-Virus" an. Dabei nimmt es sowohl Verschwörungstheorien, als auch den Umgang mit dem Virus gehörig auf die Schippe. Den Deal zwischen Tod und Infektionsminister verstand ich nicht ganz; denn was hatte der Infektionsminister davon? Das Buch konnte mich glänzend unterhalten, obwohl am Ende (obwohl das Buch auf meinem Reader gerade mal 78 Seiten hat) der Geschichte stark die Luft ausging. Fazit: Tolle Satire zu aktuellem Thema mit kleinen Schwächen. 4 von 5 Sternen

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Pax (Quartbuch)
Pax (Quartbuch)

Pax (geb. 1979) wächst bei seiner Tante Beatrix auf, da seine Eltern und sein Bruder seit einem Afrikaaufenthalt verschwunden sind. Genaueres erfährt Pax nie. Seine Tante ist konservativ und gezeichnet vom Leben in den 80ern als Alleinerziehende von Pax, den sie nur Max nennt. Langsam entdeckt Pax, dass er schwul ist, aber das darf in einem kleinen Dorf in den 80ern und bei seiner Tante nicht sein. Daher zieht er sich immer mehr zurück, bis er als Teenager süchtig nach FIlmen, Alkohol und Rauchen (auch von Drogen) wird. Das Cover des Buches ist zwar recht einfach gemacht, passt aber sehr gut zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Sehr lange Sätze (dadurch viele Beistriche) und Mischung aus direkter und indirekter Rede, wobei die direkte Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet ist, sind das Markenzeichen dieses Buches. Dadurch war es schon schwer manchmal dem Geschehen zu folgen, ohne einen Absatz nochmals zu lesen. In dem Buch gibt es neben den Kapiteln (die nicht näher bezeichnet sind) auch viele Absätze, wobei oft der vorherige nichts mit dem aktuellen zu tun hat. Gedanken- und Zeitsprünge sind also ebenfalls Usus in dem Buch. Die Spannung ist zwar immer greifbar, erreicht aber nie den Höhepunkt, trotzdem will man immer weiterlesen. Das Ende ist kein wirkliches Ende, zu viele Fragen bleiben offen; nicht wirklich viel wurde in Pax´ Leben geklärt. Daher gefiel mir das Ende nicht wirklich, da mir einfach etwas abging. Fazit: Gute Coming-of-Age-Story, die durch den Schreibstil allerdings schwierig zu lesen war. 4 von 5 Sternen

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Friesenbrauer. Ostfrieslandkrimi
Friesenbrauer. Ostfrieslandkrimi

Nach einer Bierverkostung wird der Braumeister tot aufgefunden. War es ein Unfall oder doch Mord? Da er kein angenehmer Zeitgenosse war, gibt es natürlich viele Verdächtige, doch Hauptverdächtige ist die Sekretärin der Brauerei, die den Toten gefunden hat. Oberkommissar Moll und Kommissarin Sander nehmen die Ermittlungen auf. Das Cover des Buches passt zu einem ostfriesischen Krimi, und ist daher sehr gut gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; die Charaktere werden wunderbar herausgearbeitet. Dasselbe gilt auch für die Ortsbeschreibungen. Obwohl es bereits der 17. Band um die beiden Ermittler ist, war es für mich der erste, dies viel aber nie ins Gewicht, denn man kann das Buch perfekt als Einzelband lesen. Die Ermittler gefallen mir gut; einerseits die impulsive Sander, auf der anderen Seite der schwergewichtige Moll - ein tolles ungleiches Paar, das trotzdem perfekt harmoniert. Der Fall selbst ist gut inszeniert; mir als geübten Krimi-Leser war aber der Täter schon am Beginn als Hauptverdächtiger identifiziert. Fazit: Solider Lokal-Krimi; für mich sicher nicht der letzte der Reihe. 4 von 5 Sternen

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EXIT - Das Buch - Logbuch 1907
EXIT - Das Buch - Logbuch 1907

1907 heuert ein Seefahrer auf einem Schiff an. Doch unheimliche Schnitzereien, verriegelte Türen, seine verschwundene Uhr und verschwundene Crewmitglieder führen zu Albträumen. Er muss die Rätsel um das Schiff lösen, ehe er verrückt wird oder gar stirbt. Das Cover passt zu den Exit-Spielen (egal ob Buch oder Spiel) und ist gut gemacht. Im Buch sind mehr oder minder nur die Rätsel und eine kurze "Gebrauchsanleitung". Deshalb braucht man einen Internetzugang um auf der Homepage die Geschichte zu lesen, die Läsungen einzugeben bzw. Hinweise oder die Lösung anzuzeigen. Die meisten Rätsel sind logisch, auch wenn man oft einen Hinweis benötigt. Man beginnt mit 200 Punkten Gesundheitszustand (als Maximum). Pro richtiger Lösung bekommt man Punkte, wenn man Hinweise benötigt verliert man welche. Beim 1. Hinweis werden 2 Punkte abgezogen, beim 2. 3 und bei der Auflösung 5. Die Story war nicht schlecht, und wenn eine Story dahinter steht gefällt es mir immer. Allerdings waren einige Rätsel nur aufgrund des Schriftbildes nicht ohne Hinweise zu lösen, denn diese verschnörkelte Schrift ist nicht immer lesbar. Man sieht einfach andere Buchstaben, als es eigentlich sein soll. Dies ist das größte Manko an dem Buch bzw. dem Spiel. Zudem wäre es besser gewesen, noch einen 3. Hinweis vor der Lösung einzubauen, denn bei manchen wäre dies hilfreich gewesen. Ich konnte das ganze mit 88 verbleibenden Punkten lösen. Fazit: Wenn das ganze in einer lesbaren Schrift gewesen wäre, hätte ich 5 Sterne hergegeben - so gibt es nur 4.

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Das Kowalski-Protokoll: Todesfeature: Science Fiction
Das Kowalski-Protokoll: Todesfeature: Science Fiction

2187: Pitt Kowalski ist Captain des Raumschiffs Chariot. Große Einsätze hatte er bisher nicht, trotzdem kam er vom letzten Einsatz durch einen Fehler von ihm zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, die er verheimlichen möchte. Doch er wird mit seiner Crew sofort zum nächsten Einsatzort auf den Mars gerufen, wo viele Kolonisten starben und niemand so wirklich weiß, was dort vorgeht. Das Cover des Buches ist wunderschön geworden und passt fabelhaft zur Handlung des Buches. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt. Zudem wirkt das ganze Buch perfekt recherchiert, was ja bei SF nicht immer leicht ist. Der Autor bleibt aber immer in der Nähe des Möglichen. So gibt es keine entfernten Planeten, keine Außerirdischen und keine Konföderation oder ähnliches. Der Beginn des Buches war für mich zwar etwas schwierig - aber das ist auch bei mehreren Büchern so, wo die Handlung komplex ist und es einige Charaktere zum Kennenlernen gibt. Danach kam ich aber sehr gut in die Story rein und wurde von einer tollen Geschichte eingenommen. Insgesamt erinnert der Beginn ein wenig an Star Trek. Die Charaktere selbst gefallen mir außergewöhnlich gut, v.a. Captain Kolwalski. Am Ende des Buches geht es dann noch ziemlich rasant zu; das Ende ist kein Ende. Zwar wurde die Mission abgeschlossen, aber einige Fragen und der Übeltäter noch auf freiem Fuß. Da es aber eine Fortsetzung geben wird, ist dies absolut in Ordnung. Fazit: Solider SF-Roman, der sowohl für Neulinge des Genres als auch SF-Fans gleichermaßen geeignet ist. 4 von 5 Sternen

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Für immer dein Herz: Interracial Campus Love von Independently published
Für immer dein Herz: Interracial Campus Love
Taschenbuch

Madison ist schon seit langem in Drake verliebt. Da dieser sie aber nicht beachtet beginnt sie ein Verhältnis mit einem Lehrer, von dem sie schwanger wird. Als sich Madison und Drake zufällig küssen, verleibt sich Drake ihn Madison. Madison steht noch immer auf Drake, doch zu dem Kind kommt noch, dass Drake dunkelhäutig ist. Das Cover ist wunderschön und sagt eigentlich schon viel aus. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer großartig; Charaktere und Orte werden ausgezeichnet beschrieben. Obwohl ich als Mann ja nicht unbedingt der angesprochenen Leserschaft entspreche, konnte mich das Buch tief berühren. Neben Spannung spielen wie in allen Büchern der Autorin tiefe Emotionen eine große Rolle. Zudem hat die Autorin auch wieder heikle Themen in eine wundervolle Liebesgeschichte eingeflochten. Die Autorin scheut sich nicht Tabu-Themen immer wieder in ihren Romanen eine große Rolle zu geben, ohne dass diese abgedroschen oder belehrend wirken. Vielmehr zeigt sie, dass Liebe einfach alle Grenzen und Ketten sprengt. Fazit: Wunderbare Love-Story mit ernstem Hintergrund. 5 von 5 Sternen

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Die Lichtstein-Saga 2: Andolas von Lindwurm Verlag
Die Lichtstein-Saga 2: Andolas
Gebundene Ausgabe

Während Konstantin seinen nächsten Schlag plant, planen Noah Albträume durch seine Erlebnisse im 1. Teil. Doch weder zum Nachdenken noch zum Trauern bleibt keine Zeit, denn die 4 Cays müssen den 2. Stein holen. Doch auch der Weg durchs Ewige Eis und die Weißen Berge ist alles andere als leicht. Das Cover ist wieder ausgezeichnet gemacht und passt nicht nur perfekt zum Buch, sondern auch mit Teil 1 zusammen. Den Schreibstil der Autorin liebe ich sowieso; Charaktere und Orte sind nicht nur gut beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich auch auch deutlich weiter. Die Idee des Buches wurde auch im 2. Teil vorbildlich in Szene gesetzt; man leidet mit den Protagonisten mit. Das Buch hat neben Emotionen, aber auch extreme Spannung zu bieten. Gewürzt ist das ganze mit einer Prise Humor, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Auch eine andere Reihe der Autorin findet in diesem Buch eine Erwähnung ("CyberWorld"). Insgesamt ist der 2. Teil weniger rasant, aber nicht minder spannend und dafür umso emotionaler. Fazit: Auch der 2. Teil ist wieder genial geworden. 5 von 5 Sternen

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Vögel füttern, aber richtig: Das ganze Jahr füttern, schützen und sicher bestimmen
Vögel füttern, aber richtig: Das ganze Jahr füttern, schützen und sicher bestimmen

Thema, Inhalt und Umsetzung Dieses Sachbuch mit zahlreichen Farbfotografien ist ein umfassender, informativer Ratgeber zum Thema Ganzjahrsfütterung unserer gefiederten Gäste aus der heimischen Vogelwelt. Das über viele Jahre recherchierte Fachwissen ist wie folgt eingeteilt: Zunächst werden in zwei übergeordneten Kapiteln die Grundlagen dargelegt. Vögel füttern: es geht um den Artenrückgang und die Geschichte der Fütterung. Den Abschluss dieses Teiles bildet der Haussperling als detailliertes Beispiel. Was Vögel zum Leben brauchen: hier sind die wissenschaftlichen Grundlagen nachzulesen. Es folgt der umfangreiche Praxisteil. Vögel Füttern in der Praxis: hier geht es um Futterspender, die unterschiedlichen geeigneten Futterarten, eine Übersicht der Fütterung im Jahreslauf. Diesmal ist der Star das Musterbeispiel. Doch auch auf die nicht gewünschten Besucher des Futterplatzes wird Bezug genommen, auf die erforderliche Hygiene und auch Tipps, was bei kranken oder toten Vögeln zu tun ist. Ein umfangreicher Teil mit ergänzenden Maßnahmen vom vogelfreundlichen Garten bis zu geeigneten Nistplätzen beendet diesen Praxisteil. Den Abschluss bildet ein vierzig Seiten langes Porträt der heimischen Vogelarten, die an den Futterstellen zu beobachten sind, jeweils eine genaue Beschreibung, Ähnlichkeiten und Unterschiede für die Bestimmung werden durch zahlreiche Farbfotografien klar erkennbar. Am Buchende findet sich ein kurzer Serviceteil mit Quellenangaben und Adressen von Futtermittelherstellern. Fazit Ein praxisnaher Ratgeber, verfasst nach jahrelanger Forschung von Prof. Peter Berthold und seiner leitenden Assistentin Gabriele Mohr. Klar strukturiert und sehr verständlich und lesbar geschrieben, finden auch schon bisher überzeugte Ganzjahresfütterer wie ich viele neue, wichtige Informationen und Tipps. Ein Sachbuch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt, um nachzulesen, oder einfach aus Freude an den vielen wunderbaren Fotografien.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„So ist ein wunderbares Buch entstanden, das auf den heute verfügbaren wissenschaftlichen Grundlagen aufbaut und eindeutig zeigt: Vogelfütterung – sowohl als Winterfütterung und besser noch als Ganzjahresfütterung – leistet, verantwortungsvoll durchgeführt, einen überaus wertvollen Beitrag zum Vogelschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt.“ (Zitat Seite 5, Vorwort Heinz Sielmann)"

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Und das Meer vor uns: Roman
Und das Meer vor uns: Roman

Ein vielschichtiger Frauenroman Inhalt Caja Rodinger, ihre beste Freundin Jolie Mossmann und Ludwig Gruber, ein lebhafter, älterer Witwer, fahren spontan ans Meer. Sie landen in der großen Künstlervilla des bekannten Regisseurs Riccardo Renzi in Caorle, wie sich herausstellt, ein alter Freund von Ludwig. Caja ist Künstlerin, nimmt aber seit Jahren nur mehr Auftragsarbeiten als Kinderbuchillustratorin an. Für ihren Ehemann Ben ist sie von Berlin nach Graz gezogen, doch die Ehe ist im Alltag zu einem wortlosen Nebeneinander geworden und Caja flüchtet sich in die persönliche Welt einer Fremden, deren Smartphone sie gefunden hat und deren tagebuchartige Einträge sie liest. In Italien beginnt Caja, den Grund für den Stillstand in ihrem Leben zu suchen und darüber nachzudenken, wie es weitergehen könnte. Thema und Genre Das Cover lässt einen unbeschwerten Sommerroman für den Liegestuhl erwarten, doch schon die Leseprobe zeigt, dass es hier um ein Netz von ernsten Konflikten geht, um Stagnation und Selbstzweifel, um die Suche nach dem Platz im eigenen Leben. Themen sind Liebe, Verlust und Freundschaft. Auch Farben, die Malerei und das Meer spielen eine Rolle. Charaktere Jolie ist unabhängig, kommt gerade von einem Auslandsjob in Chile nach Berlin zurück. Juran ist Musiker und Maler, nimmt notfalls auch jeden Gelegenheitsjob an, reist von Künstlerkolonie zu Künstlerkolonie. Caja dagegen hängt in einem Leben fest, das völlig anders verläuft, als sie es sich gewünscht hatte. Ihre Kreativität ist blockiert, unter Auftrags- und Termindruck fehlen ihr die Ideen. Handlung und Schreibstil Die Geschichte, in deren Mittelpunkt die Reise nach Italien und daran anschließend ein Aufenthalt in Berlin stehen, wird von einer Parallelgeschichte begleitet, Nathalie und ihr Tagebuch, das sie selbst in ihrem Smartphone führt. Die Handlung ist stimmig, die Autorin lässt der Hauptfigur Caja, die ihre Geschichte ebenfalls als Ich-Erzählerin schildert, viel Freiraum. Besonders die Szenen, in denen Caja sich langsam wieder auf ihre Malerei besinnt, sind sehr einfühlsam geschildert. Andererseits jedoch lässt die Autorin Caja zu lange in einer dauernden Schleife der Entscheidungslosigkeit, Unschlüssigkeit und Selbstzweifel verharren, lässt sie mit einer gewissen Verbissenheit dem Leben Nathalies folgen, statt sich endlich mit dem eigenen auseinanderzusetzen, was leider zu einigen Längen in der Handlung führt. Die einfühlsame, lebhafte und dann wieder poetische Sprache überzeugt jedoch. Fazit Ein Frauenroman mit einer unentschlossenen Hauptprotagonistin, welcher der Mut für die Umsetzung der eigenen Wünsche und Träume fehlt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Uns wird ständig eingebläut, dass Fehler etwas Negatives sind, aber das Leben ist dazu da, Fehler zu machen. Sonst leben wir es nicht richtig, sondern nur knapp am Leben vorbei.“ (Zitat Seite 229)"

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Und dann noch die Liebe: Roman
Und dann noch die Liebe: Roman
Magicsunset

Inhalt François ist Deutsch-Franzose und Journalist aus Überzeugung. Er lebt in Berlin und Paris und arbeitet als Freelancer für zwei Nachrichtensender. Sofort zum Aufbruch bereit, ist er in ganz Europa zu Hause, immer möglichst nahe am aktuellen Geschehen. 2015 ist es Brüssel und die griechische Finanzkrise. Zuerst sieht er sie auf Tinder, dann bei einer Pressekonferenz, Agápi ist Griechin und sie gehört zum Presseteam des griechischen Finanzministers. Ihre Wege trennen sich wieder, bis zum Ministertreffen in Paris. Es geht um das neue Hilfspaket für Griechenland. Liveschaltung in die Morgensendung, sein Redaktionsleiter drängt, der Sender braucht Einschaltquoten, François zögert kurz, er kennt brisante neue Fakten und er berichtet. Die Informationen gehen sofort um die Welt – nur, sie waren streng vertraulich. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Investigativjournalismus, den Wettstreit der Medien um immer neue Fakten, um das besondere Schicksalsjahr 2015 für die Europäische Union. Ein Kernthema sind flüchtende Menschen, damals und zeitlos aktuell siebzig Jahre später. Wichtige Punkte sind auch Familie, Vertrauen und die Suche nach der Liebe. Charaktere François ist überzeugter Europäer, unabhängig, gewandt, kritisch und als Reporter unermüdlich im Einsatz. Nur für die langen Gespräche mit seiner Großmutter Ilse in Schönwalde nimmt er sich Zeit und eines Tages erzählt sie ihm eine Episode aus ihrem Leben, aus dem Jahr 1945. Handlung und Schreibstil Die kurze Einleitung beginnt im Heute, dann gliedert sich die Handlung in zwei Erzählstränge, François erzählt seiner Großmutter die Ereignisse 2015 und 2016, von seinen Reportagen, die ihn durch ganz Europa geführt haben und von Agápi. Abwechselnd dazu schildert seine Großmutter Ilse ihre Flucht vor den Russen im April und Mai 1945, wobei dieser Teil des Romans nicht fiktiv ist. Beide Erzählstränge sind in der Ich-Form geschrieben, dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Rückblenden, Erinnerungen und eigene Gedanken einzuflechten. Sprachlich gelingt dem Autor das perfekte Gleichgewicht aus journalistischer Schnörkellosigkeit und Empathie. Die griechische Lebensfreude wird ebenso in Gedanken lebendig, wie die Weltstadt Paris und die Ereignisse dieser besonderen Jahre 2015 und 1945. Die Schilderungen der Flüchtlingsschicksale und der Menschen, die helfen, sind realistisch und achtsam. Fazit Man sollte sich durch das trivial-romantische Buchcover nicht abschrecken lassen. Dies ist ein intensives, beeindruckendes und ehrliches Buch, mit einer Vielzahl an aktuellen Themen, das zu Lesen ein positiv-nachdenkliches Vergnügen ist. Definitiv kein Roman, den man zur Seite legt und bald wieder vergessen hat.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ich habe dieses Gefühl, dieses verdammte Gefühl der Einsamkeit, als hätte ich das Wichtigste meines Lebens verloren, ohne dass ich es mir hätte richtig nahekommen lassen.“ (Zitat Pos. 1828)"

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Klammerblues um zwölf: Roman
Klammerblues um zwölf: Roman

Inhalt Als ihr Ehemann an Krebs stirbt, verkriecht sich Felicitas Branding, genannt Fee, siebenundfünfzig Jahre alt, essend auf dem Sofa. Fernsehserien in Endlosschleife lassen sie das reale Leben vergessen. Etwas ändern – da hat sie sofort ein „Ja, aber“ parat. Da platzt in der Silvesternacht Claudia in ihr Leben und lässt sich von den vielen „Ja, aber“ nicht beeindrucken. Was gut ist, denn durch sie und die lebensfrohe Mary bekommt Fee’s Leben eine neue Wendung und ohne diese Veränderungen wäre sie auch nicht dem Mops „Taxi“ und Winnetou begegnet. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Lebenskrisen, das Älterwerden, den Mut zum Neubeginn, Veränderungen, vor allem aber um selbstbewusste Frauen, Freundschaft und die Liebe. Charaktere Fee lebt in Erinnerungen, die ihr Sicherheit geben, sie lässt sich gehen, weil sie keine Optionen sieht. Erst durch Claudine erkennt sie, dass die Vergangenheit auch Ballast sein kann. Der bedingungslose, ehrliche Rückhalt, den sie durch Claudine, Mary und alte Freunde erfährt, führt dazu, dass sich ihr Leben ändert. Unverändert, kreativ und zeitlos ist nur ihre Liebe zur Musik, für jede Situation und Stimmung findet sie sofort die passenden Songs. Handlung und Schreibstil Die Geschichte spielt in einem Zeitrahmen von einem Jahr, von Silvester bis zum nächsten Silvester. Fee ist die Ich-Erzählerin und schildert die Ereignisse weitere sechs Monate später. Ergänzt wird die Handlung durch Rückblicke, ihre Erinnerungen. Die Sprache erzählt flüssig, einfühlsam, klug und mit sehr viel Humor und Ideen über das tägliche Chaos, das sich Leben nennt. Fazit Ein unterhaltsamer Roman, der mit ernsten Themen zum Nachdenken anregt, aber mit seinen sympathischen, schrägen Figuren positiv stimmt und immer wieder für heiteres Lachen sorgt. Eine gelungene Mischung und die perfekte Sommerlektüre für entspannte Lesestunden.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Im ersten Moment wollte ich ihr einen Vogel zeigen. Im zweiten Moment wäre ich ihr am liebsten um den Hals gefallen. Im dritten Moment überlegte ich, ob sie verrückt geworden war.“ (Zitat Seite 88)"

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Labskaus für Anfänger: Roman
Labskaus für Anfänger: Roman

Inhalt Tilda Wagner, eine erfolgreiche Fernsehmoderatorin, hat gerade ihren vierzigsten Geburtstag gefeiert und seither ist nichts mehr, wie es war. Der Vermieter kündigt mit Hinweis auf Eigenbedarf die Wohnung, ihr Freund verlässt sie nach drei Jahren und zufällig sieht sie, wie eine junge Nachfolgerin für ihre langjährige Sendung gecastet wird. Könnte dies nicht der richtige Zeitpunkt sein, über das versteckte, kleine Haus auf Amrum nachzudenken, das Tilda völlig unerwartet von ihrem Onkel geerbt hat und vor allem über die Bedingung, die an das Erbe geknüpft ist: sie müsste ein Jahr tatsächlich auf der kleinen Insel leben. Als der nach einer Krähe geworfene Eimer einen Architekten auf seinem Fahrrad trifft, kann sie sich mit dem Gedanken an eine Auszeit auf der Insel immer mehr anfreunden … Thema und Genre In diesem unterhaltsamen Sommerroman geht es um Entscheidungen, um neue Wege, wenn das alte Leben wegbricht, aber auch um Freundschaft, den Zusammenhalt auf einer kleinen Insel und um natürlich um Amrum. Charaktere Tilda hatte mit ihrem vierzigsten Geburtstag eigentlich keine Probleme, bis ihr berufliches Umfeld, genau gesagt ihr Chef, diesen Tag zu einem Problem macht, plötzlich ist sie für ihre Sendung zu alt. Gleichzeitig kommt noch mehr auf sie zu und sie läuft schon einige Male den Strand entlang und brüllt ihren Frust und Zorn in den Wind. Doch sie hat Humor, ihr fehlt dieses nervende Gejammer gänzlich, das man so oft bei den Hauptprotagonistinnen ähnlicher Romane antrifft. Dies und die Art, wie sie die Schönheit dieser Insel begreift und sich um die alte Trude kümmert, macht sie ungemein sympathisch. Handlung und Schreibstil Die Handlung findet innerhalb einer kurzen Zeitspanne im Sommer statt. Rückblenden in Form von Tildas Erinnerungen ergänzen die aktuellen Ereignisse. Die Schilderungen eines Inselsommers auf dieser naturnahen nordfriesischen Insel malen sofort entspannte Bilder in die Gedanken. Witzige Szenen zeigen nicht nur den Humor der Autorin, sondern auch ihre Kreativität. Fazit Eine sehr gute Geschichte, eine sympathische Hauptfigur, liebenswerte Originale und eine wunderschöne Umgebung, Strand und Meer – zusammen ergibt das einen unterhaltsamen, entspannten Urlaubsroman mit Inselfeeling.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Diesen Mist, diesen ganzen großen Riesenmist habe ich hundertprozentig NICHT beim Universum bestellt!“"

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Alles außer Lyrik
Alles außer Lyrik

Inhalt Der Titel dieses neuen Gedichtbandes von Christian Futscher wird gleichsam zur Inhaltsangabe, wenn man die fehlen zwei Worte dieser Aussage von Andreas Okopenko wenige Seiten später in der Widmung liest. Denn natürlich ist es Lyrik, die 153 Seiten dieses Buches füllt. Es sind Gedichte, über die man beim Lesen laut lacht und mehrmals noch nachkichert, so skurril sind die Schlussfolgerungen, die als letzter Satz die vorhergehenden Zeilen bestätigen, völlig umdrehen oder auf den ersten Blick einen Gedankenfetzen ohne Zusammenhang nachstellen. Dann kommt der zweite Blick und damit die Tiefe und das Nachdenken. Themen und Sprache Es gibt nichts im tägliche Leben, zu dem dieser Autor nicht einige Zeilen findet, große Probleme, wie die Lage Europas und kleine, wie eine Packung Tee, die aus dem Küchenkastel fällt, es geht um Liebe, Natur, die Alltagssorgen der Menschen. Zu einigen Themen gibt es mehrere Gedichte, die den vorhergehenden Gedanken aufnehmen, weiterführen, oder plötzlich ein völlig neues Bild schaffen. Manche Gedanken, wie die Liebe zum Bauchnabel und die Zitrone, die zuhört und so den Psychologen ersetzt, tauchen im Laufe des Buches immer wieder auf. Die Sprache spielt mit uns, malt Bilder, schickt uns nach lachendem Kopfschütteln plötzlich in ernste, nachdenkliche Tiefe, um eine Seite weiter wieder fröhlich zu zwinkern und die nächsten Zeilen wie mit leichter Feder aufs Paper zu werfen. Über Schwalben / will ich auch einmal / etwas Hübsches schreiben. / Aber nicht jetzt. (Gedicht Schwalben, Seite 112) Fazit Lyrik, die mich begeistert und die ich auch Leser*innen empfehle, die bei Lyrik an Schulgedichte, streng gereimt, denken und daher nie wieder welche lesen wollen. Diese hier lohnen sich, zum Reinlesen, nochmals Lesen, immer wieder neu Entdecken, versprochen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Manchmal gelingt mir / ein Gedicht / nach dem ich denke, / jetzt könnte ich sterben (Gedicht Glücksmomente, Seite 93)“"

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Die Tochter des Zauberers / Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Bd.14 von Aufbau Tb
Die Tochter des Zauberers / Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Bd.14

Inhalt Schon 1933 verlässt die Familie Mann Deutschland, um in der Schweiz zu leben. Doch Erika Mann ist das nicht weit genug weg von Nazideutschlad und sie wandert zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Klaus nach Amerika aus. Sie logieren im Hotel Bedford, wo sie auf bekannte deutsche Exilkünstler und Journalisten treffen und Erika knüpft rasch wichtige Verbindungen. Sie braucht jede Unterstützung, denn in wenigen Wochen trifft auch das Ensemble ihres Kabaretts „Die Pfeffermühle“ in New York ein, welches sie als „Peppermill“ weiterführen will. Ihr größtes Anliegen ist es, den Amerikanern die Augen über die Vorgänge in Deutschland zu öffnen und sie von den drohenden, realen Gefahren durch das NS-Regime zu überzeugen. Thema und Genre Dieser Frauenroman mit biografischem Hintergrund ist der Band 14 der Serie „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“. Im Mittelpunkt steht die Künstlerin Erika Mann, eine starke, eigenständige, engagierte Frau, die dennoch, ebenso wie ihr Bruder Klaus, ihr Leben lang im Schatten ihres berühmten Vaters Thomas stand. Themen sind die ersten Jahre der Naziherrschaft in Deutschland, Exilkunst, die großartige Kulturszene im New York der Vierzigerjahre und natürlich auch die Liebe in allen Facetten. Charaktere Der Wunsch nach einer künstlerischen Eigenständigkeit dominiert das Leben der Schauspielerin und Schriftstellerin Erika Mann, verbunden mit einen starken Drang nach persönlicher Freiheit und Ungebundenheit. Rastlos und engagiert eilt sie von Termin zu Termin und durch ihr Leben. Handlung und Schreibstil Die Geschichte spielt in den prägenden ersten Monaten in New York, zwischen September 1936 und Dezember 1937, wo Erika Mann, erst etwas über dreißig Jahre alt, wichtige Entscheidungen für ihr späteres Leben trifft. Persönlich steht sie zwischen zwei Männern und einer Frau und die Schilderung ihrer Zweifel und Überlegungen geraten etwas langatmig und bringen ihr Handeln zweitweise in die Nähe von Berechnung, was nicht zu dieser eigenwilligen, selbstbestimmten Frau passt, der die eigene Unabhängigkeit viel zu wichtig ist. Die Sprache ist angenehm und entspannt zu lesen. In den Schilderungen und Beschreibungen hätte ich gerne noch mehr über das Leben in der pulsierenden Weltstadt New York gelesen, über die lebhafte, bunte Künstlerszene dieser Zeit und weniger über Cocktails und Erikas unentschlossene Selbstzweifel, ihre Gefühle betreffend. Fazit Ein interessanter Frauenroman mit biografischem Hintergrund, in dessen Mittelpunkt eine oft nur als Tochter des Nobelpreisträgers Thomas Mann wahrgenommene, vielseitige und ausdrucksstarke Künstlerin steht. Die Handlung, die nur etwas mehr als ein Jahr erfasst, regt an, sich als Vertiefung durch einige der in der Literaturauswahl am Buchende genannten Titel zu lesen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Wenn Amerika jetzt nicht aufwacht, um sich gegen Hitler zu stellen, werden wir uns eines Tages verwundert die Augen reiben, weil wir unsere Chance verpasst haben. Danke, Erika, dass Sie uns die Augen geöffnet haben.“ (Zitat Pos. 824)"

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Wolkenballett: Poesie der Begegnung von dahlemer verlagsanstalt
Wolkenballett: Poesie der Begegnung
Broschiert

Inhalt Die Texte in diesem Lyrikband umfassen die Veränderungen der Natur und Stimmungen der Jahreszeiten im Laufe eines Jahres, wobei der Winter den Anfang macht. Die insgesamt sieben übergeordneten Abschnitte beginnen mit dem Kapitel „Als Schnee schneite“ und enden mit „Drinnen, ganz innen“, dessen Abschluss das „Noch-Nicht-Gedicht“ bildet. Das erste Gedicht des Buches ist keinem Kapitel zugeordnet und dieses „Drinnen und draußen“ ist gleichsam eine Zusammenfassung, denn es führt uns Strophe um Strophe durch alle Jahreszeiten, Eindrücke und Gefühle, welche in der Sammlung der einzelnen Gedichte dann vertieft, neu interpretiert, nochmals aufgegriffen und nachgefühlt werden. Das Buch endet mit einem Nachwort von Ralph Köhnen, Universität Bochum. Themen und Sprache Verena Liebers, die Biologin, liebt die Natur. Bei jedem Wetter beobachtet sie, horcht und spürt, schildert, und fügt ihre eigenen Gedanken, Erinnerungen und Wünsche ein. Sie reist mit uns ans Meer, in die Berge, spaziert durch Städte und Gärten, durch große Eindrücke und kleine Dinge. Beim Lesen stellt man dann überrascht fest, dass diese Gedichte in dieser Reihenfolge nicht nur den Ablauf der Jahresablauf der Natur beschreiben, sondern dass auch die Gefühle einer Beziehung, von der stürmischen, noch neuen jungen Liebe, über den warmen, intensiven Sommer bis zur Einsamkeit im Herbstnebel leise mitschwingen. Die Sprache malt Bilder, schildert, reimt sich manchmal, wie beinahe zufällig, aber immer mit einer wunderbar leichten Sprachmelodie. Fazit „Poesie der Begegnung“, so nennt die Autorin ihren Lyrikband und besser kann es nicht zusammengefasst werden. Poesie, die unsere Gedanken mit den Wolken fliegen lässt, als Reise durch die Vielfalt der Natur und dabei auch zu uns selbst.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„In diesen Tagen war ich draußen, / draußen mit dir, / war ich drinnen, / ganz innen bei mir.“ (Zitat aus „Drinnen und draußen, Seite 8)"

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Eisblumenwinter
Eisblumenwinter

Inhalt Es ist der erste Adventsonntag, der Tag, an dem der jährliche Kuchenwettbewerb bei Oma Anni im Haus auf Rügen stattfindet. Alle sind gekommen, ihre Freundin Thea, ihre Schwester Erika und ihre drei Enkelinnen Katharina, Pia und Jana. Erika hat Anni ein Geschenk mitgebracht, mit dem sie nicht bis Weihnachten warten wollte. Es sind Annis rote Stiefel, sie vor vielen Jahren plötzlich verschwunden waren. Ihre Tange Hedwig hatte sie ihr damals geschenkt. Alle dachten, die alte Tante sei längst gestorben, doch Hedwig, die demnächst fünfundneunzig Jahre alt wird, lebt gesund und rüstig am Schönberger Strand. Für Oma Anni scheint es an der Zeit, offene Fragen und Lücken in der Familiengeschichte zu klären. Pia begleitet ihre Oma auf dieser Reise zu Tante Hedwig und will die Zeit nützen, sich über ihre Beziehung zu Paul, eine Fernbeziehung zwischen Rügen und Juist, klarzuwerden. Thema und Genre In diesem Frauen- und Familienroman geht es um Geheimnisse in der Vergangenheit, um Familie, Beziehungen und natürlich um die Liebe. Es ist der zweite Band einer Serie ,ist jedoch in sich abgeschlossen und kann auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Charaktere Pia, Katharina und Jana sind selbstbewusste junge Frauen. Jede der drei Schwestern steht vor der Entscheidung, sich auf die Liebe und eine echte Beziehung einzulassen. Handlung und Schreibstil Die Geschichte spielt an der Ostsee, auf Rügen und am Schönberger Strand. Die aktuelle Handlung wird durch Erinnerungen und Erzählungen, wichtige Ereignisse in der Vergangenheit betreffend, ergänzt. Dies führt zu Überraschungen, doch langsam ergeben sich Antworten auf viele seit Jahrzehnten offene Fragen und der Stammbaum, den Erika erstellt hat, füllt und erweitert sich. Die Sprache ist angenehm, flüssig zu lesen und humorvoll. Sehr einprägsam sind die lebhaften Schilderungen der Ostsee im Winter. Ein Rezeptteil im Anhang lädt zum Ausprobieren ein. Fazit In dieser Geschichte erhält Pia einen weichen, warmen Schal als Geschenk, dessen Design „Cozy Hugs“ heißt. Das ist auch die perfekte Beschreibung für diesen unterhaltsamen Wohlfühlroman: Cozy Hugs.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Hedwig, Erika und ich -, wir sind drei Personen mit verschiedenen Wahrnehmungen und Wirklichkeiten, aber keine von uns kennt die Wahrheit.“ (Zitat Seite 258)"

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Happy Eating: Emotionales Essen überwinden und wirklich satt und zufrieden werden
Happy Eating: Emotionales Essen überwinden und wirklich satt und zufrieden werden
sbbsnl

Was für ein erfrischendes, unterhaltsames, informatives & motivierendes Buch. Ich kenne Anastasia Zampounidis „natürlich“ aus dem TV. Seit sie „Für immer zuckerfrei“ geschrieben hat, begegnet sie mir allerdings eher in den Buchhandlungen dieses Landes. Ihr erstes Buch habe ich auch gerne gelesen, aber so ganz umsetzen konnte und wollte ich das irgendwie nicht. Da mir ihr Schreibstil aber da schon gut gefallen hat, bin ich froh mich jetzt auch diesem neuen Buch „Happy Eating“ gewidmet zu haben. Der Titel ist tatsächlich Programm. Das Buch ist wunderbar locker und leicht geschrieben, vereint Information und Unterhaltung, aus meiner Sicht, perfekt. Es ist Anastasia (ich duze mal, ich bin a) älter und b) passt es besser zum entspannten Grundtenor des Buches) gelungen, diese Schwere und Verzweiflung, die viele Menschen bei dem Thema Essen umtreibt, auszulassen. Das Buch ist unglaublich kurzweilig, aber gespickt mit Geschichten, Anekdoten und Tipps, wie man zu einem guten, gesunden & entspannten Umgang mit der Ernährung kommen kann. Sie spricht Kapitel für Kapitel einzelne Themenfelder angenehm humorvoll und sehr persönlich an. Nie ohne den Lesern hilfreiche Hinweise oder Ratschläge, was den Umgang mit der jeweiligen Situation oder dem Problem angeht, mitzugeben. Die Die Verbindung zwischen „Hirn und Happiness“ erläutert sie genauso gut und anschaulich, wie auch die zwar nicht neue, aber umso wichtigere Erkenntnis, dass Bewegung, Ruhe, alternative Methoden (z.B. TCM) und Kräuter sinnvolle Hilfen darstellen, wenn man sich im Hinblick auf die Ernährung und den Umgang mit dem Essen neu aufstellen möchte. Natürlich kommt es letztendlich immer darauf an, was man selbst daraus macht, aber das Buch kann wirklich zum Umdenken anregen und kann helfen, das was man weiß auch endlich umzusetzen. Mir hat das Buch Spaß gemacht, es macht schon ein wenig „Happy“ könnte man auch sagen und ich kann mir gut vorstellen, dass es mich eine längere Zeit begleiten wird, bis ich bei dem für mich passenden, entspanntem „Happy Eating“ angekommen bin! Eine klare Empfehlung für alle, die sich für das Thema interessieren!

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Gesund essen & glücklich dabei…!"

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Pilzvergnügt von Löwenzahn
Pilzvergnügt

Das Cover und der Titel sagen schon sehr viel aus, denn das Buch soll kein reiner Ratgeber über Pilze sein, sondern soll die Lust am Pilze sammeln wecken. Das ganze Buch ist super mit passenden Bildern ergänzt, sodass man die Unterschiede zwischen den Pilzen meist deutlich sieht, dazu ein sehr gut erklärter Begleittext. Es werden aber nicht nur die verschiedenen Pilzsorten beleuchtet - in diesem Buch vor allem die essbaren) - sondern es wird auch viel über Pilze geschrieben. Wie funktioniert so ein Pilzgeflecht, in welcher Umgebung fühlen sie sich wohl etc. Das ganze wird unter ökologischen Gesichtspunkten beleuchtet. Beiliegend dann ein Booklet, dass man zum Pilze sammeln mitnehmen kann. Die Pilze sind nach Jahreszeiten geordnet - unglaublich, dass es auch im Winter Speisepilze gibt. Natürlich wird auch beschrieben, wie man den richtigen "Riecher" zum Pilze sammeln bekommt bzw. worauf man achten muss und was man mitnehmen sollte. Zum Abschluss gibt es dann einige wichtige (Internet-)Adressen und hervorragende Rezepte mit Pilzen. Insgesamt ist das Buch v.a. für Neueinsteiger in die Welt der Pilze gedacht. Fazit: Mehr als nur ein Pilz-Führer. 5 von 5 Sternen

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Hilfe, mein Kater kann sprechen! / Mirella Manusch Bd.1 von Schneiderbuch
Hilfe, mein Kater kann sprechen! / Mirella Manusch Bd.1

Der fast 10-jährigen Mirella wäschst ein sehr spitzer Eckzahn. Von ihrer Tante erfährt sie, dass sie ein Vampirmädchen ist und sich nicht nur in eine Fledermaus verwandeln kann, sondern als Bonus auch noch mit Tieren sprechen kann (als individuelle Eigenschaft). Da ihr Vater, der keine Ahnung von Vampiren hat, Tierarzt ist, besucht Mirella den Zoo, wo ihr Vater arbeitet und bemerkt einige Probleme, die die Tiere haben. Aber wie soll sie das ihrem Vater beibringen? Das Cover des Buches ist fantastisch gemacht, wie die gesamten Illustrationen im Buch, die von Anastasia Braun gezeichnet wurden. Der Titel des Buches ist dazu haptisch greifbar. Bei diesem Buch arbeiten 2 Autoren zusammen: die Bestseller-Autorin Anne Barns mit ihrer Debüt-Autorinnen-Tochter Christin-Marie Below. Und dies ist wirklich sensationell gelungen. Der Schreibstil der beiden ist grandios; die Charaktere werden sehr gut dargestellt, dazu ist das Buch witzig, aber auch lehrreich, wenn es um die Tiere im Zoo geht. Durch den angenehm leichten Schreibstil ist das Buch für Grundschüler sehr gut geeignet und sicher hat auch mein Patenkind ihre helle Freude an dem Buch, das ich an sie weitergeben werde. Die Altersangabe lt. Buch ist ab 8 Jahren. Iggy und Sir Lancelot sind natürlich spezielle Haustiere, aber auch Batboy ist interessant und wird spannend was hinter ihm noch so alles steckt. Die Fortsetzung ist für das Frühjahr 2021 geplant, und ich freue mich schon sehr darauf. Fazit: Grandioses Kinderbuch, das aber auch Erwachsene begeistern kann - besonders mit Kindern zusammen. 5 von 5 Sternen

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Flashback - Was hast du damals getan? (eBook, ePUB) von Random House ebook
Flashback - Was hast du damals getan? (eBook, ePUB)

Lindsay trifft nach 10 Jahren ihre ehemalige Cliquen-Freundin Sarah wieder. Beide sprechen über den Tod ihrer Freundin Edie, die sich damals erschossen hat. Sarah glaubt nicht an einen Selbstmord und hat auch ganz andere Erinnerungen als Lindsay an die Nacht im Jahr 2009. Daraufhin macht Lindsay das, was sie am besten kann - recherchieren. Das Cover des Buches passt zum Buch und ist nicht schlecht gemacht. Auch das Düstere ist hier definitiv gut eingefangen. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und Charaktere werden sehr gut dargestellt. Zu Beginn des Buches hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Im Jahr 2009, wo die Clique 23/24 Jahre alt war, benahmen sie sich, wie es eigentlich nur Teens unter 20 tun - heute und auch damals. Zudem bereitete mir Probleme, dass die Freundinnen damals immer per E-Mail kommunizierten - wir machten das schon vorher über SMS - zudem wurde ja WhatsApp 2009 gegründet. Und dann schließlich weiß Lindsay ihr altes E-Mail-Passwort nicht mehr und der Betreiber hat die Seite aufgegeben. Als sie jedoch Zugriff auf ihre E-Mails erhält, kann man lesen, dass ihr Account bei GMail bestand, der ja auch heute noch existiert. Edie erinnerte mich lange Zeit sehr an Alison aus "Pretty little liars" - genauso intrigant und voller Lügen. Und auch sonst bestanden - außer dem Aussehen - viele Ähnlichkeiten zu Alison. Insgesamt waren sämtliche Charaktere des Buches nicht nur undurchschaubar (was für einen Thriller ja gut ist), sondern auch alle mitsamt unsympathisch. Das Buch wird in der Ich-Form erzählt- zum Großteil aus der Sicht von Lindsay, aber auch andere Personen bekommen ein Kapitel in dieser Form. Oft unterbrachen diese Rückblicke in die Vergangenheit einer anderen Person aber den Lesefluß, vor allem wenn sie nicht wirklich Neues beitragen konnten. Und das wo die ersten 75% des Buches ein Krimi mit Längen war. Vor allem wenn immer wieder sich ständig wiederholend geschrieben steht, dass Lindsay eine Faktencheckerin ist und recherchieren gewohnt ist. Erst im letzten Viertel wird es dann zu einem wirklichen Thriller und die Spannung war auf dem Höhepunkt. Auch ansonsten war das Buch spannend, aber es gab eben Längen. Die Auflösung schließlich mag für einige LeserInnen sicher überraschend kommen; geübte LeserInnen können den Täter aber schon relativ früh identifizieren bzw. haben zumindest einen starken Verdacht. Wie sich Lindsay allerdings zu Ende des Buches verhält, ist mehr als nur naiv. Fazit: Gute Grundidee, aber aufgrund vieler Negativpunkte 3,5 von 5 Sternen.

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Schwarzer Jasmin: Roman von Picus Verlag GmbH
Schwarzer Jasmin: Roman
Gebundene Ausgabe

Packend und vielschichtig Inhalt Julia arbeitet für ein Projekt, das Asylwerber und Migranten betreut. Nach fünf Jahren kriselt es in ihrer Beziehung zu Jakob, einen Fachjournalisten und Weinkritiker. Ihre kurze Auszeit soll am 19. Dezember enden, bis dahin wollen sich beide klar sein, ob es eine gemeinsame Zukunft gibt. Frank ist Kriminalhauptkommissar beim GTAZ, Terrorismusabwehr. Seit Monaten gibt es ernstzunehmende Hinweise, dass in Berlin „ein Zeichen gesetzt werden soll“. In diesem Dezember 2016 sind Frank und sein Team mit ihren Ermittlungen wesentlich weiter, doch es fehlen immer noch das Wann, Was, Wo. Für das Wer gibt es einen konkreten Verdacht. Die jungen Tunesier Eymen und sein bester Freund Ahmed waren als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, doch während Ahmed erfolgreich eine Ausbildung als Koch beginnt, gleitet Eymen am Rande der Kriminalität dahin, bis er im Islamkreis Unterstützung und Freundschaften findet. Doch damit steht er in ihrer Schuld … Themen und Genre In diesem spannenden Roman und Thriller geht es um wichtige Entscheidungen, die, einmal getroffen, das Leben verändern können und gleichzeitig um die Frage, wie weit es möglich ist, den Lauf der Dinge zu beeinflussen. Ein wichtiges Thema ist die Migration als Chance, aber auch als Bedrohung. Charaktere Die Figuren dieser Geschichte haben eines gemeinsam, sie alle sind auf der Suche. Julia sucht Möglichkeiten, Migranten zu helfen. Sie will in ihrer Beziehung intensiv über dieses Thema reden und sieht bei Jakob mehr Einsatz für tunesische Qualitätsweine, als für die europäische Flüchtlingsbewegung. Beide suchen mehr Tiefe in ihrer Beziehung. Frank und sein Team suchen in einem Gewirr aus Politik, Religion und V-Männern nach realen Gefährdern. Eymen und Ahmed, junge Flüchtlinge, suchen in Deutschland ein neues, besseres Leben. Handlung und Schreibstil Im Mittelpunkt der Handlung stehen einige Tage im Dezember 2016 in Berlin. Unterbrochen werden diese Ereignisse durch weitere Erzählstränge, welche früher beginnen und die Geschichte der einzelnen Hauptfiguren bzw. Figurengruppen schildern, bis sie alle in diesem Dezember 2016 aufeinandertreffen Ein sehr klug und gekonnt entwickeltes Netz aus Zufall und Unabwendbarkeiten, eindrücklich und achtsam erzählt. Fazit Ein packender, vielschichtiger Roman mit einem brisanten Thema und authentischen Figuren, deren Schicksale nachdenklich stimmen. Eine leise Geschichte mit einem gerade deshalb intensiven Sog und einer beeindruckenden Dichte.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es wäre nicht das erste Mal, dachte Franz, dass ihnen von höherer Stelle in die Arbeit gepfuscht würde. Und es wäre auch nicht das letzte Mal, dass sie sich keinen Deut darum scherten.“ (Zitat Seite 80)"

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Die Unschärfe der Welt: Roman
Die Unschärfe der Welt: Roman

Inhalt Der junge Pfarrer Hannes erhält seine erste eigene Pfarrstelle und so zieht er mit Florentine, seiner Frau, in ein Dorf im Banat, wo auch ihr Sohn Samuel geboren wird. Das Leben der deutschsprachigen Bevölkerung im kommunistisch regierten Rumänien ist schwierig. Misstrauisch wird beobachtet, wer die Gastfreundschaft des Pfarrhofes für Übernachtungen in Anspruch nimmt, besonders, wenn es Reisende aus der DDR sind. Samuel beginnt spät zu sprechen und ist wie seine Mutter nachdenklich und schweigsam, ein Außenseiter. Nika, die sehr jung gestorben ist, war die beste Freundin von Florentine und Nikas Sohn Oswald „Oz“ ist jetzt der beste Freund von Samuel. Nach den Erfahrungen im Militärdienst will Oz Rumänien verlassen, doch er bekommt keine Ausreisegenehmigung. Was bedeuten seine Visionen von Drachen, die ihn immer wieder heimsuchen? Samuel erklärt es ihm, denn er hat die Lösung – Drachen fliegen… Thema und Genre In diesem zeitgeschichtlichen Generationenroman geht es um eine Familie und ihre Freunde und Bekannten, um das Leben und Schicksal von vier Generationen in einer politisch unsicheren Zeit, die geprägt ist von der Diktatur und Unterdrückung unter Nicolae Ceaușescu, und von den nachfolgenden Veränderungen. Es geht um Entscheidungen, Zufälle, und um die Liebe, vor allem aber um den uneingeschränkten Zusammenhalt einer Familie. Charaktere Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder der Familie um Hannes und Florentine, das sind Karline und Johann, die Eltern von Hannes, sowie Samuel, der Sohn von Hannes und Florentine. Sie alle versuchen auf unterschiedliche Art, das Leben mit allen Höhen und Tiefen zu meistern. Handlung und Schreibstil Die Handlung spielt in Rumänien und Deutschland, in den Jahren vor und nach dem Fall der Berliner Mauer und der Grenzöffnung. Die Ereignisse im Leben der Familienmitglieder werden episodenhaft erzählt. Neue Begegnungen erweitern den Personenkreis, manche bleiben als Freunde, andere entfernen sich wieder, bis sich mit den Jahren und den Erinnerungen langsam der Kreis schließt. Teilweise fühlte die Handlung sich für mich zu bruchstückhaft an, wie Momentaufnahmen, die rasch vorbeiziehen. Was mich jedoch beeindruckte und immer wieder in die Geschichte zurückholte, war die auf eine leise Art sehr intensive, eindringliche Erzählsprache. Fazit Ein Roman von der Suche nach dem Platz im Leben, vom Aufbruch und von Menschen, die zwischen Heimat, Freiheit und Fremde entscheiden müssen, bevor die Grenzen fallen und sich der Kreis der Generationen wieder schließt. Ein Zeitbild, eindrücklich erzählt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es gab eine Zeit, die vorwärts eilte, und eine Zeit, die rückwärts lief. Eine Zeit, die im Kreis ging, und eine, die sich nicht bewegte, nie mehr als ein einzelner Augenblick.“ (Zitat Pos. 390)"

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Meereskalt
Meereskalt

Inhalt Ein fröhliches Fest auf dem Anwesen des Oppositionspolitikers Johannes Vetterick auf der Insel Rügen. Plötzlich werden seine Kinder Finn und Frieda vermisst. Als sie endlich gefunden werden, kommt für die kleine Frieda jede Hilfe zu spät. Geschwister und Glasmurmeln, darum ging es auch fünf Jahre zuvor, als ein Kind verschwunden war, das nie gefunden wurde. Thema und Genre In diesem Thriller mit Regionalbezug zur Ostsee geht es um Kindheit, Familie, Verlust und einen kaltblütigen Mörder, der seine Spiele spielt, mit den Opfern, deren Familien und mit den Ermittlern. Charaktere Das erfahrene Ermittlerduo Greta Silber und Hardy Finkel geraten in diesem Fall extrem unter Druck. Die Öffentlichkeit, angeheizt durch die Medien, will Ergebnisse sehen, doch bei ihren Recherchen stoßen Greta, Hardy und ihr Team auf ablehnendes Schweigen. Plötzlich ist es Gretas persönlichster Fall, denn ihr Sohn Sören ist verschwunden. Handlung und Schreibstil Die packende Geschichte ist vielschichtig, aber komplex und ohne Längen. Man überlegt mit, vermutet, um beim Lesen dann doch wieder auf neue Wendungen und Überraschungen zu treffen. So bleibt die realistische Handlung durchgehend spannend bis zur letzten Seite. Die unterschiedlichen Örtlichkeiten, besonders auf der Insel Rügen, sind sehr gut ausgewählt und geschildert, die klare Sprache liest sich angenehm und flüssig. Fazit Ein neuer, packender Fall für Greta Silber und Hardy Finkel. Ein beklemmender, sehr gut recherchierter Thriller mit starken psychologischen Momenten und interessanten Figuren, der spannendes Lesevergnügen garantiert.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Nachdem mich Hardy vom Fund der Glasmurmeln unterrichtet hatte, fiel mir plötzlich ein ähnlicher Fall ein. Ich habe recherchiert und diese fünf Jahre alte Akte gefunden.“ (Zitat Pos. 690)"

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Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11 (eBook, ePUB) von Ullstein Taschenbuchvlg.
Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Wie immer habe ich mich sehr auf den aktuellen Band von Chris Carter gefreut. Ich bin Fan der Reihe und irgendwie ist es schön, mich gleich wieder mitten im Leben des gebeutelten und oft schlaflosen Profilers Robert Hunter wiederzufinden. Carter schreibt wie gewohnt angenehm gut, flüssig und wunderbar leicht lesbar. Kein kompliziertes oder anstrengendes Nachdenken, einfach gute Unterhaltung. Man muss das Genre allerdings mögen, denn mit Brutalität spart Carter selten bis gar nicht! „Bluthölle“ hat alles was ein Thriller benötigt. Einen fiesen Serienmörder, eine spannende Story, interessante Hauptpersonen. Gleich der Anfang mit der, trotz ihres „Berufs“ sympathischen, Taschendiebin Angela. Sie „findet“ das spektakuläre Tagebuch mit den Aufzeichnungen, des von Stimmen geleiteten Serienmörders und zieht mich damit sofort in den Bann der Geschichte. Dieses Tagebuch wird an Hunter, Garcia und deren Chefin Capitän Blake weitergeleitet und sie sind wieder mit vollem Einsatz dabei, stehen zunächst fassungslos vor der Dokumentation des Todes, die der Mörders bis ins kleinste Detail aufgeschrieben hat. Natürlich nimmt auch diese Geschichte von Chris Carter seinen üblichen Lauf. Immer mehr Details kommen ans Licht, ein raffiniert agierender Mörder, der immer einen Schritt weiter zu sein scheint und Hunter herausfordert, so dass dieser wieder mal an seine Grenzen stößt. Hunter, der sich wieder völlig selbst- und furchtlos auf die Jagd nach dem Bösen begibt. Spannende Wendungen und auch die ein oder andere Überraschung hält uns Leser in Atem. Es mag Leser geben, die die etwas gleichbleibende Thematik und den oft gleichen Ablauf der Reihe langweilig finden. Gerade das mag ich aber. Wie soll man das Genre auch neu erfinden, das geht ja kaum. Obwohl sich die Bücher ähneln oder gerade deshalb vielleicht auch, hat mich auch dieses Buch wieder in seinen Bann gezogen. Man kann es in einem Rutsch durchlesen, fühlt sich gut unterhalten und fiebert dem Ende und der Lösung entgegen. Was will man mehr? Als Freundin eines gut geschriebenen Trillers bekommen ich genau das, was ich erwarte. Chris Carter gelingt es immer wieder mich zu überzeugen, ich bin und bleibe ein Hunter-Fan! Von mir eine klare Empfehlung und 5 Sterne…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Auch diesmal freut sich das Thriller-Liebhaber-Herz…!"

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Terror: Roman
Terror: Roman

Inhalt Ursprünglich hätte der erfahrende Antarktisforscher Sir James Clark Ross diese Expedition leiten sollen, die den Auftrag hat, die legendäre Nordwestpassage zu durchsegeln und zu kartieren. Doch er lehnt aus persönlichen Gründen ab. Kurz bevor die Schiffe am 19. Mai 1845 in See stechen, äußert er gegenüber dem nun ernannten Leiter der Expedition, Sir John Franklin, seine Bedenken, besonders über die Größe der Expedition. Die beiden Schiffe, die „Terror“ und die „Erebus“, seien zwar modern, aber zu schwer und hätten für das Eis zu viel Tiefgang. Tatsächlich sind sie dann bereits im Spätsommer 1845 im Eis eingeschlossen und verbringen die Wintermonate vor der Beechey-Insel. Erst im Mai 1846 kommen die beiden Schiffe frei und schon Anfang September beginnt das Eis, sich wieder zu schließen. Bei einer Besprechung der Offiziere am 3. September 1846 wird vorgeschlagen, die schwer beschädigte „Erebus“ aufzugeben, denn mit den gesamten Kohlevorräten käme die wendigere „Terror“ wesentlich rascher voran, Platz sei für beide Mannschaften und Vorräte vorhanden. Doch Sir John Franklin ist sechzig Jahre alt und es ist seine letzte Chance auf eine ruhmreiche Entdeckung. Sein Schiff, die „Erebos“, aufzugeben, kommt nicht in Frage und er erteilt den verhängnisvollen Befehl, die Reise mit beiden Schiffen fortzusetzen. Doch nur zehn Tage später stecken beide Schiffe wieder im Eis fest und nicht nicht nur Kälte und Dunkelheit bedrohen die Menschen. Thema und Genre In diesem packenden historischen Roman erzählt Dan Simmons die Geschichte der legendären Franklin-Expedition und der mutigen Männer, die im arktischen Eis um das Überleben kämpften. Charaktere Die Personen, ihr Rang und ihre Aufgaben entsprechen den Musterungsrollen aus dem Jahr 1845. Die nach umfangreichen Recherchen in diesen Roman eingeflossenen Fakten betreffend die einzelnen Charaktere, das Leben an Bord und den Weg über das Eis, das Verhalten der Offiziere und die damals gültige strenge Hierarchie und Befehlshoheit, sind sehr realistisch geschildert. Handlung und Schreibstil Der Autor schildert die Handlung annähernd chronologisch, abwechselnd aus Sicht bestimmter Personen. Eine Ausnahme machen die Kapitel um Kapitän Crozier, die im Oktober 1847 beginnen, während die Ereignisse aus Sicht von Sir John Franklin und auch im Tagebuch des Schiffsarztes Dr. Goodsir, die bereits im Mai 1845 beginnen, um sich dann 1847 mit dem aktuellen Geschehen zu verknüpfen. Jedes Kapitel trägt den Namen der jeweiligen Person, die im Mittelpunkt steht, Datum und Standort. Diese spezielle Art der personalen Erzählform und der eindringlichen Sprache führen den Leser, die Leserin sofort in die Handlung und in das Eis der Arktis und machen diesen Roman zu einem ungemein lebendigen, spannenden Leseerlebnis. Fazit Dieser historische Roman ist eine durch dunkle Mystik ergänzte Schilderung des möglichen Schicksals der Franklin-Expedition zwischen Mai 1845 und Oktober 1848. Packend und eindrücklich erzählte 962 Seiten machen dieses Buch zum unwiderstehlichen Pageturner.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Wenn wir also die Schiffe aufgeben und aufs Eis wollen in der Hoffnung, noch vor Wintereinbruch entweder den Großen Sklavensee oder die Ostküste der Somerset-Insel zu erreichen, dann müssen wir schon vor dem Juni aufbrechen.“ (Zitat Seite 522)"

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Die Verwandelten: Roman
Die Verwandelten: Roman

In einem kleinen Dorf in Mecklenburg verwandeln sich 2 Jugendliche in Waschbären. Während Fibi darüber redet und nur wenig Probleme damit hat, spricht Aram kaum, denn seinen Traum vom Profifußball muss er so aufgeben. Schon nach kurzer Zeit dreht sich aber alles nur noch um Vermarktung und nicht mehr warum dies passiert ist oder ob man es rückgängig machen kann. Das Cover ist in seiner Schlichtheit gut gelungen; besonders sticht die Pfote in toller Haptik hervor. Das Buch kommt ohne Schutzumschlag aus. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Insgesamt erinnert Schreibstil und Plot ein wenig an Bücher von David Safier. Das Buch regt einerseits zum Nachdenken an, andererseits kann man auch bei vielen Szenen lachen oder zumindest ein Lächeln auf das Gesicht bekommen. Ein richtiger Schinkenklopfer oder Humor-Roman ist es aber nicht. Vielmehr wird hier auch satirisch an die Sache gegangen. Dabei übersieht der Autor aber einiges: Warum muss der Roman in der (nahen) Zukunft spielen? Zudem werden einige Handlungsbögen begonnen und nicht fortgesetzt. Und das Ende war für mich kein richtiges Ende, auch wenn einiges abgeschlossen werden konnte. Positiv sind die Kapitel, die jeweils einer Person des Romans die wichtigste Rolle gibt. Schwierig sind auch die ungewöhnlichen Vornamen, obwohl ich ja selbst wie eine Person heiße. Insgesamt kommen viele Charaktere vor, aber bis auf die Hauptpersonen sind sie alle nur wenig greifbar und verschwinden auch schnell wieder. Obwohl das Buch teilweise an ein Jugendbuch erinnert, würde ich es Jugendlichen nicht wirklich empfehlen, sondern doch eher dem "mittleren" Alter. Während vieles um den Medienrummel voraussehbar war, wurde Aram im Buch dann total vernachlässigt, denn nur kurze Eindrücke bekam man von seinem Leben als Waschbär. Das Ende ließ mich dann völlig unzufrieden zurück, auch die Ed-Sheeran-Szenen waren unnötig und der Sinn war mir nicht ersichtlich. Fazit: Idee grandios, Umsetzung leider nicht so. 3,5 von 5 Sternen

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Das Buch Ana: Roman
Das Buch Ana: Roman

Ana wächst mit ihrem Bruder Judas, ihren Eltern und ihrer Tante in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf, schließlich ist ihr Vater der oberste Berater von Herodes Antipas. Während Judas gegen die Römer hetzt, interessiert sich Ana nur fürs Schreiben, was eigentlich nur Männer können sollen. Als sie mit 14 einen alten Witwer heiraten soll, ist sie am Verzweifeln. Beim Kennenlernen sieht sie allerdings auch Jesus und ist sofort fasziniert von ihm. Als ihr Verlobter stirbt, soll sie eine Konkubine von Herodes werden, doch natürlich will Ana auch dies nicht und heiratet Jesus. Das Cover des Buches passt perfekt zum Buch und ist gut gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden wundervoll dargestellt. Der Spannungsbogen verläuft auf hohem Niveau und man wird einfach hineingezogen in die Welt kurz nach Christi Geburt. Der Schreibstil ist wie in den Evangelien, aber doch viel moderner. Das Buch wirkt außerordentlich gut recherchiert und die Frauen stehen hier im Mittelpunkt. Interessant fand ich, dass hier wirklich eine fiktive Frau, die Rolle an der Seite von Jesus einnehmen durfte und nicht Maria Magdalena, wie es in anderen Büchern oft vorkommt. Und umso besser, dass hier Ana und nicht Jesus die Hauptrolle spielt, der hier im Übrigen sehr menschlich dargestellt wird. Damit einem das Buch gefällt, muss man weder bibelfest noch religiös sein - man kann sich auch einfach hineinziehen lassen in die Vergangenheit. Und die Idee, dass Ana die Schwester von Judas ist, hat natürlich noch einmal etwas Besonderes an sich. Die Idee, dass Jesus verheiratet war, ist natürlich nicht neu und es wäre auch seltsam, dass dies nicht erwähnt würde, wo jüdische Männer zwischen 20 und 30 Jahren heiraten sollten, ja fast mussten, um integriert zu sein. Durch den Schreibstil der Autorin wird auf jeden Fall die Welt vor 2000 Jahren plastisch und man wird hineingezogen in eine Story, wo man das Ende zwar schon kennt, die aber doch (und trotzdem) überraschen und faszinieren kann. Fazit: Grandiose Geschichte, die einen anderen Jesus zeigt und ein Beitrag für die Emanzipation ist. 5 von 5 Sternen

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Geburtstagskind: Kriminalroman
Geburtstagskind: Kriminalroman
sbbsnl

Was für ein fantastisches Buch. Eine Story rund um einen 20 Jahre alten Fall, bei dem ein kleines Mädchen von, dem inzwischen etwas verschrobenen, Kommissar Ewert Grens gerettet wurde und nun erneut bedroht scheint. Die verbotene Zusammenarbeit des Kommissars mit Piet Hoffmann, dem ehemaligen Informanten der Polizei, der sich plötzlich mit der Bedrohung seiner Familie konfrontiert sieht. Zusammenhänge die Seite für Seite klarer werden und immer neue Entwicklungen, die mich als Leserin rasant in Atem gehalten haben. Das nenne ich mal wirklich spannenden, guten Lesestoff. Es ist mein erstes Buch von Roslund, seine anderen Bücher zusammen mit Hellström oder Thunberg geschrieben, habe ich irgendwie bisher verpasst und deshalb bin ich froh, ihn endlich als Autor entdeckt zu haben. Er schreibt einfach wirklich richtig gut. Die Hauptpersonen sind detailliert beschrieben, viel persönliches Geschehen und Gedanken, dabei nie langweilig, aber auch der Fall an sich kommt nicht zu kurz. Roslund wechselt immer wieder die Erzählperspektive, so steht man als Leser/in quasi immer neben der Figur und somit hautnah am Geschehen. Dieses „der Böse“ ist gleichzeitig auch „der Gute“-Gefühl, gelingt ihm ganz wunderbar, man kann als Leser/in so auch die manchmal augenscheinlich gegen alle moralische Regeln verstoßenden Handlungen nachvollziehen. Dass ich Grens und Hoffmann vorher nicht kannte, hat mich gar nicht gestört. Roslund hat das gut gemacht, mir die Beiden nahe zu bringen, ohne die Vorgeschichte endlos auszureizen. Das Buch ist mitreißend, durchgehend spannend und ich habe mich immer wieder aufs Weiterlesen gefreut bzw. konnte es kaum abwarten. Was will man mehr als Leser/in? ich in diesem Fall, nichts! Ein tolles Buch und eine klare Empfehlung von mir.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ich konnte es kaum aus der Hand legen…!"

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Das Gottesspiel: Roman
Das Gottesspiel: Roman

Charlie hat die "Vindicators" gegründet, einen Computerclub für sich und seine Nerd-Freunde. Schon im nächsten Schuljahr sollen sie auf das College wechseln. Und alle haben mit ihren Problemen zu kämpfen.- Charlie, ein ehemaliger Musterschüler, fiel nach dem Tod seiner Mutter in den Leistungen deutlich ab. Doch plötzlich bekommen sie eine Einladung für "Das Gottspiel", ein VR-Game, welches von einer KI kontrolliert wird. »Wenn du gewinnst, werden all deine Träume wahr. Wenn du verlierst, bist du tot.«, so beginnt die Einladung und natürlich sind die Jugendlichen neugierig. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt ausgezeichnet zum Buch. Das Genre kann man nicht wirklich zuordnen: ein wenig Thriller, ein wenig SF, viel Jugendbuch und noch vieles mehr. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut; die Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt; der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten, was ja auch zur Handlung des Buches passt. Die Handlung vom Klappentext erinnert erst mal an "Erebos"; durch die Geheimnisse der Teens und die Nachrichten von G.O.T.T. hat es auch viel von den "Pretty little liars", obwohl hier die Jungs in der Überzahl sind. Und irgendwie wird man im Laufe der Handlung auch in die "Matrix" von G.O.T.T. hineingezogen. Die Kapitel wenden sich immer einem anderen Hauptdarsteller bzw. teilweise auch Nebenfiguren zu. Das Erleben von Gut und Böse ist hier nicht wirklich vorhanden, die meisten Charaktere sind eher irgendwo dazwischen - aber so ist es ja auch in der Realität. Der Spannungsbogen spannt sich über das ganze Buch - manchmal höher, manchmal niedriger - bricht dabei aber nie ab. Es gibt auch kein "Füllmaterial", um das Buch länger zu machen - alles hat seinen Sinn. Das letzte Kapitel hätte man sich sparen können - außer man plant eine Fortsetzung. Es macht das ganze dann doch noch ein wenig mehr unglaubwürdiger, obwohl es natürlich möglich wäre und viele Optionen offen lässt. Fazit: Mich konnte dieses Jugendbuch außerhalb der Genres sehr gut unterhalten. 5 von 5 Sternen

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HOLIDAY Reisebuch: Die schönsten Wochenendtrips – 52 überraschende Städte für Entdecker
HOLIDAY Reisebuch: Die schönsten Wochenendtrips – 52 überraschende Städte für Entdecker
lacastra

Alles in allem ein guter und informativer Ratgeber. Positiv ist die Aufmachung des Buches, die Seiten sind übersichtlich gestaltet und wichtige Informationen, wie etwas die perfekte Reisezeit, sind übersichtlich in einem separaten Kästchen dargestellt. Natürlich sind auch ausreichend qualitativ hochwertige Bilder vorhanden, die durchaus Lust machen, sofort auf Entdeckungsreise zu gehen. Was mir besonders gut gefiel ist die Auflistung der Reisezeiten je Flughafen, übersichtlich auf einen Blick, für mich persönlich ein wichtiger Fakt. Die Auswahl der Städte ist größtenteils gut, auch wenn nicht alle Geheimtipps sind und man sich bei manchen wohl durchaus streiten kann, ob sie einen Platz im Buch wirklich verdienen. Manche Städte sind außerdem für einen Wochenendtrip doch recht weit weg (von Deutschland aus gesehen), da sollte man vielleicht ein paar Tage Urlaub mehr einplanen. Außerdem scheint sich die Auswahl der Sehenswürdigkeiten zumindest für meinen Geschmack ein wenig zu oft auf Kathedralen oder Ähnliches zu fallen, dabei haben Städte doch meist soviel mehr zu bieten. Das Buch ist ein durchaus kompetenter und praktischer Ratgeber, der mit einigen nützlichen Infos aufwartet.

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Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann! von Ullstein Tb
Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!
lacastra

Naja Humor ist bekanntlich Geschmackssache. Wie man schon in der Inhaltsbeschreibung lesen kann, handelt es sich bei dem Buch um eine Sammlung von Schulzeit-Anekdoten der SpiegelleserInnen. Die Meisten davon sind doch recht kurz, was grundsätzlich okay ist, aber wirklich lustig bleiben einem dann doch die wenigsten in Erinnerung. Das textliche Beiwerk in Sachen Lehrertypen oder bestimmte Rechte usw. hätte man sich für mein Empfinden durchaus sparen können und es bei den Anekdoten an sich belassen, aber dann hätten die beiden Autorinnen wohl recht wenig zu tun gehabt mit Copy/Paste der Lesereinsendungen. Manche Erlebnisse wirken zudem ziemlich weit hergeholt. Für mich ein typisches Buch, welches man sich zum Beispiel auf einer langen Autofahrt vorlesen würde, um die Mitfahrer bei Laune zu halten, nicht wirklich super schlecht, aber auch nicht gut.

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Die Dirigentin
Die Dirigentin
lacastra

Ein berührendes Buch. Irgendwie hatte ich schon beim Lesen des Klappentextes leichte Gänsehaut, aufgrund der vielen Widrigkeiten die dieser Frau offenbar auf ihrem Weg zur Dirigentin begegnen, sie aber doch nie davon abhalten, an der Verwirklichung ihres Traums festzuhalten. Das Alles kann auch erstmal kitschig klingen, wenn man der Geschichte jedoch eine Chance gibt, zieht sie einen schnell in ihren Bann. Die Lebensgeschichte von Antonia Brico ist nicht nur spannend und ereignisreich, im Kontext starker Frauen, die die Welt veränderten lohnt es sich auf jeden Fall, den Name gehört zu haben. Hierbei schreibt die Autorin keineswegs trocken und sachlich die Story runter, sondern lässt in einem unkomplizierten Schreibstil die Figuren zum Leben erwachen. Die Protagonistin ist eine Frau von der man gehört haben sollte, wunderbar beschrieben in einem Roman, den man gelesen haben sollte!

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Kinder backen mit Christina von Löwenzahn
Kinder backen mit Christina
lacastra

Wer wollte nicht schonmal seine Kinder backen? Lesen Sie hier, alles rund ums Thema, wie man seine Kleinen richtig zubereitet, dazu die besten Rezepte für gebackene Kinder aller Art...okay, sorry aber der Buchtitel ist so witzig zweideutig zu lesen. Aber Scherz bei Seite, wie schon "Brot backen mit Christina" ist auch dieses Buch eine wunderbare Backhilfe, hier sogar für groß und klein. Die Rezepte sind gewohnt sehr abwechslungsreich, beinhalten herzhafte sowie süße Sachen und hier sollte für so ziemlich jeden Geschmack etwas dabei sein. Einzig die Menge der Rezepte ist etwas überschaubar, ein wenig mehr als 30 hätten es für den doch recht stolzen Preis schon sein können. Aber dafür stimmt zumindest die Qualität des Buches, sowohl Einband als auch Seiten machen einen stabilen Eindruck, sodass man keine Angst haben muss, das Buch direkt auf dem Küchentisch liegen zu lassen. Natürlich ist es neben den Rezepten reich bebildert und man bekommt auch noch die ein oder anderen Hintergrundinfos, die über das bloße Backen hinausgehen, somit hat das Buch auch gleichzeitig mehr als nur einen Lerneffekt, eine gute Idee. Die Rezepte an sich sind nicht zu kompliziert und recht unkompliziert umzusetzen, alles in allem also ein sehr gutes Backbuch für Kinder sowie Erwachsene.

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Verschwörungsmythen - woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können von Patmos Verlag
Verschwörungsmythen - woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können

Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gemacht, die Augen in (fast) 3D-Optik und die Farbgebung, die hier am Bildschirm nicht ansatzweise dem Original entspricht. Die Schwachstellen von Verschwörungsmythen will der Autor hier aufdecken und die Ursachen für diese darlegen. Dies gelingt dem Autor, der im übrigen Religionswissenschaftler ist, allerdings nicht. Denn der Klappentext verspricht mehr als der Autor halten kann. Denn dieser geht zwar den Ursachen nach, aber eben aus der Sicht eines Religionswissenschaftlers. Daher geht es auch nicht um Verschwörungstheorien im Ganzen, sondern hauptsächlich über Antisemitismus (und ein bisschen IS). Doch nicht alle "Verschwörungen" basieren auf diesem Thema, ja nur ein Bruchteil. Zudem predigt er, dass es "Verschwörungsmythen" sind und keine "Verschwörungstheorien", denn es gebe ja keine Beweise, Indizien oder physische Anhaltspunkte für solches. Dem kann ich nur widersprechen, denn bei vielen "Verschwörungstheorien" gibt es mehr Indizien dafür, als dagegen. Und ich glaube nicht an viele Verschwörungstheorien. Und wenn dann ein Religionswissenschaftler mit der Bibel als "Nachweis" fungiert, kann ich nur fragen, wo sind die Beweise für den Wahrheitsgehalt der Bibel? So macht der Autor genau das, was er den "Verschwörungstheoretikern" vorwirft bzw. ihnen allgemein vorgeworfen wird - nur Teilaspekte zu sehen. Das Buch ist verständlich geschrieben und hat auch interessante Stellen, die aber definitiv das Thema verfehlen. Der Quellennachweis ist ausführlich und gut gestaltet; das Schriftbild sehr groß, wie bei einem Kinderbuch. Fazit: Leider das Thema verfehlt - der Titel und der Klappentext hätte sich eher auf den Antisemitismus beziehen sollen. Daher war es eine Enttäuschung. 2,5 von 5 Sternen.

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Ein Winter in Venedig: Roman
Ein Winter in Venedig: Roman

Inhalt Sie ist gerade vierzig Jahre alt geworden. Ihr Freund Trevor, mit dem sie über ein Jahr lang zusammen war, hat sie verlassen. Es ist Dezember, Weihnachten mag sie nicht. Spontan reist sie nach Venedig. In der Pension im Palazzo Bragadin freundet sie sich mit dem alten russischen Fürsten Wladimir Pofkowitschin an, der ihr an den langen Abenden seine Lebensgeschichte erzählt, und mit der jungen Balletttänzerin Carla und deren Freund Valentino. Eines Tages entdeckt sie zufällig am Campo Bruno Corvato eine Buchhandlung und lernt einige Tage später auch Dino Manzoni, den Buchhändler, kennen. Sie beginnt, sich langsam in ihn zu verlieben, doch das Licht am Abend in der Wohnung über der Buchhandlung zeigt ihr, dass er erwartet wird. Thema und Genre Dieser Roman handelt vom Verlust, Erinnerungen, der Liebe, von Literatur und vor allem von der Stadt Venedig im Winter, wenn sie, abseits der sommerlichen Touristenströme, wieder den Venezianern gehört. Charaktere Wir wissen wenig über die Hauptfigur, eine namenlose Frau. Wir kennen ihr Alter, aber nicht ihren Beruf, doch sie ist erstaunlich ungebildet, aber interessiert. Wir wissen jedoch, dass sie bisher über die Trennung von Trevor nicht hinweggekommen ist. Sie spricht wenig, hört aber umso besser zu. Handlung Dieser Roman beschreibt Venedig im Winter, die Stimmungen dieser einmaligen Stadt, die in diesen Wochen im Dezember zur Ruhe kommt. Es ist eine leise, fließende Handlung, getragen durch die Gedanken der Ich-Erzählerin und den Ablauf ihrer Tage, in denen sie durch Venedig streift. An den Abenden teilt der alte Fürst, von Beruf Lehrer, seine Erinnerungen und sein Wissen mit ihr. Durch ihn und den Buchhändler beginnt sie zu lesen, besucht Museen und entdeckt die verborgene Schönheit Venedigs. Fazit Eine leise Geschichte von einer zarten, ähnlich brüchigen Schönheit, wie die Stadt Venedig im Winter. Die Ich-Erzählerin erlebt Tage, die ruhig fließen, während sie sich in den Gassen der Stadt neu findet.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„So sehe ich Sie das erste Mal. Als sitzenden Mann. Beim Lesen, während draußen die Bora bläst und alles mit sich zu reißen droht.“ (Zitat Seite 43)"

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Weil es ohne uns nicht geht: Akutes aus der Notaufnahme. Ein Krankenpfleger erzählt
Weil es ohne uns nicht geht: Akutes aus der Notaufnahme. Ein Krankenpfleger erzählt

Der Krankenpfleger Michael "Mike" Steidl arbeitet in einer Zentralen Notaufnahme. Indem er den Autor Fabian Marcher zur Arbeit mitnimmt, nimmt er auch zusammen mit dem Autor den Leser auf eine Reise in das Leben eines Krankenpflegers in einem "Emergency Room" mit. Das Cover ist gut gemacht und zeigt Mike. Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm. Er regt zum Nachdenken an, wird emotional, aber ist auch zum Lachen. Noch besser wird dies dargestellt, da die Kapitel abwechselnd vom Mike und Fabian geschrieben wurden, die ja ganz andere Ansätze und Basiswissen haben. Das Buch ist primär vor COVID-19 entstanden, es wurden aber aktuelle Geschehnisse hinzugefügt. Für mich war es sehr interessant, obwohl ich selbst Krankenpfleger bin. Aber zum einen in Österreich und zum anderen in einem ganz anderen Gebiet. Trotzdem kann man vieles auf die meisten Stationen bzw. Pflegebereiche anwenden. Ein großer Unterschied zwischen Deutschland und Österreich ist zum Beispiel das Dienstplanmodell. Gibt es in D hauptsächlich 8 Stunden-Dienste sind es bei uns in Ö 12 Stunden, die man arbeitet, was ich selbst als Vorteil empfinde. Auch die Ruhezeiten zwischen den Diensten dürften laut dem Buch anders geregelt sein, denn in Ö sind 11 Stunden Ruhe zwischen den Diensten Pflicht. Das Hauptaugenmerk des Buches liegt natürlich auf der Notaufnahme, wo verschiedene Fälle erzählt werden. Leider weiß man bei vielen nicht, wie es ausging, was aber auch der Realität nahe kommt. Ein weiterer Augenmerk liegt natürlich auf dem Krankenpflegepersonal. So wird hier richtig geschrieben, dass während der COVID-19-Akutphase geklatscht wurde; vorher und nachher läuft aber alles weiter wie bisher. Und nur mit Klatschen ist es eben nicht getan. Nicht umsonst ist der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers (wie es richtig heißt) ziemlich unbeliebt - es gibt viele Aussteiger, wenige die den Beruf beginne wollen. So kommt es immer wieder - auch durch Reformen die Ausbildung betreffend - zu massiven Personalmangel, auch wenn dies gern verschwiegen wird und ein niedrigerer Personalschlüssel herangezogen wird. Noch dazu ist das Gehalt für die Verantwortung zu wenig. Und nicht überall sind die Arbeitsbedingungen rosig. Nicht zu vergessen die körperliche und psychische Belastung. Und dann noch - wie auch im Buch kurz angeschnitten - Langzeitarbeitslose in die Pflege stecken zu wollen, qualifiziert den Beruf nicht gerade in der Öffentlichkeit. Ich kann dem Autor Fabian Marcher nur gratulieren, dass er den Mut hatte mit einem Pfleger mitzugehen und dieses Buch herauszubringen. Vielleicht hat er ja auch Lust mal in andere Pflegebereiche hineinzuschnuppern. Fazit: Der wahre Emergency-Room ist interessanter als der fiktive. 5 von 5 Sternen

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Das Abenteuer beginnt / Flüsterwald Bd.1 von Ueberreuter
Das Abenteuer beginnt / Flüsterwald Bd.1

Lukas zieht mit seiner Schwester und seinen Eltern nach Winterstein in eine alte Villa. Lukas findet das öde, bis er einen Geheimgang entdeckt und dann auch noch unglaublichen Wesen im anliegenden Wald begegnet und dort einige gefährliche Abenteuer zu bestehen hat. Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum Buch. Wie auch die Illustrationen im Buch (am Kapitelanfang) stammt es von Timo Grubig. Sie sind kindgerecht und detailreich gezeichnet und passen perfekt zum jeweiligen Kapitel. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung. Das Buch endet nicht in einem Cliffhanger, aber es zeigt auch dass die Reise weitergeht, denn einige Fragen bleiben ungeklärt - geplant für den Februar 2021. Ich werde das Buch an meine Patentochter weitergeben und bin mir sicher, dass ihr das Buch ebenso gut gefällt, wie mir und meiner Frau. Und dann freuen wir uns natürlich auf die Fortsetzung. Fazit: Fantasy-Abenteuer-Auftakt für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Katharina-Klein-Krimis: Damenopfer: Katharina Klein in den Schlagzeilen von epubli
Katharina-Klein-Krimis: Damenopfer: Katharina Klein in den Schlagzeilen
Taschenbuch

Inhalt Der Sitz der neuen Sonderermittlungseinheit und das Institut für okkulte Pathologie und kryptoforensische Medizin in der Karl-Kreutzer-Villa sind dank vieler Sponsoren mit modernster Technik eingerichtet. Der Tag der feierlichen Eröffnung ist gekommen. Jan-Ole Vogel, Justizminister des Landes Hessen, ein brillanter Schachspieler und unbequemer, tatkräftiger Politiker, spricht in seiner Rede vom Schwarzen Schwarm des Todes, wendet sich an Katharina Klein, erklärt, er übergebe ihr hiermit ihren ersten Fall und erschießt sich. Katharina Klein und Andreas Amendt machen sich auf sie Suche nach den Hintergründen und finden plötzlich eine brisante Verbindung zu einem bekannten Pharmaunternehmen … Thema und Genre In diesem neuen Fall für Katharina Klein geht es um Forschung, die Pharmaindustrie, Verantwortung, Wirtschaft und Politik. Charaktere Katharina Klein, erst dreiunddreißig Jahre alt, ist Kriminaldirektorin und Leiterin ihrer eigenen Einheit. Sie hat ein hochqualifiziertes, buntes Team zusammengestellt. Dr. Andreas Amendt leitet das rechtsmedizinische Institut. Als mit allen Mitteln und massivem Druck bis ins Privatleben versucht wird, ihre Recherchen zu verhindern, wissen sie, dass sie auf der richtigen Spur sind und ermitteln umso intensiver weiter. Handlung und Schreibstil Die aktuellen Ereignisse finden zwischen 6. und 16. April 2008 statt, doch die Ermittlungen führen tief in die Vergangenheit. Die Handlung ist rasant, spannend und die Themen sind zeitlos aktuell. Fachliche Details zeigen die intensive Recherchearbeit des Autors. Die Überschriften und Zitate am Beginn der einzelnen Kapitel stammen diesmal nicht aus dem Jazz, sondern vom Chess, wie auch der Titel des Buches. Die Sprache ist wieder sehr flüssig und mit Vergnügen zu lesen, das ironische Augenzwinkern und die witzigen Dialoge fehlen auch in diesem neuen Band der Serie nicht. Man spürt, dass der Autor selbst viel Spaß beim Entwickeln der Figuren, der Geschichte und beim Schreiben hatte. Fazit Dieser Kriminalroman ist ein packender, rasanter Politthriller, den man auf Grund der kurzen Rückblicke und Erklärungen auch lesen kann, ohne die vorhergehenden drei Bücher zu kennen. Perfekt für Leser*innen, die eigenwillige Ermittlerfiguren schätzen, deren Ecken und Kanten sie speziell, sympathisch und nachdrücklich erinnerbar machen. Dazu eine komplexe, sehr gut aufgebaute, realistische Geschichte, spannend und charmant erzählt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Sie weigert sich, sich unterzuordnen, ignoriert Dienstvorschriften und direkte Weisungen ihrer Vorgesetzten, integriert sich nur schwer ins Team und überschreitet bei ihrer Arbeit auch schon einmal die Grenzen der Legalität.“ (Zitat aus der Personalakte von Katharina Klein, Seite 74)"

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Die verstummte Frau / Georgia Bd.8 von Harpercollins Hamburg
Die verstummte Frau / Georgia Bd.8

Daryl Nesbitt bietet Will und den anderen vom GBI seine Hilfe an. Bei einer Gefängnisrevolte wurde jemand ermordet. Daryl, der selbst wegen Pädophilie sitzt und wegen Mordes an 2 Frauen stark verdächtigt wird, will ihnen den Täter nennen, wenn sie die ihm zur Last gelegten Morde nochmals bearbeiten, da er auf seiner Unschuld beharrt. Er gibt ihnen dazu auch eine Liste mit weiteren Namen von Opfern, die vom gleichen Täter bis in die Gegenwart getötet wurden. Der Fall wurde damals durch Sara Linton und ihrem (Ex-Mann) Jeffrey Tolliver "gelöst". Und wenn Will dabei ist, muss natürlich Sara auch mitmischen und muss dabei in ihre eigene Vergangenheit tauchen. Das Cover ist ausgezeichnet gemacht und es besteht definitiv ein Zusammenhang mit dem Buch, auch wenn er nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut - Charaktere und Orte werden wirklich spitzenmäßig dargestellt. Für mich war es das 2. Buch der Autorin nach "Die gute Tochter", das mich leider nicht überzeugen konnte. Dieses Mal war es anders - denn die Thrillerelemente waren hier deutlich im Vordergrund. Zwar kannte ich das Team um Sara bzw. Will noch nicht, aber ich konnte mich trotzdem gut in ihrer Geschichte zurechtfinden und sie waren (bis auf Amanda) auch alle sympathisch. Sie haben Charakter und v.a. am Beispiel von Sara ersichtlich, haben sie sich auch sicher weiterentwickelt. Wobei die Autorin bei Sara eine "Verjüngungskur" angewendet hat, denn eigentlich müsste sie 19 Jahre älter als im 1. Fall sein (also ca. 40), ist aber nur 8 Jahre älter. Auch wenn es im ersten Moment unlogisch klingt, ist es sicher erforderlich, weil die Autorin noch Bücher über Sara schreiben will und sie nicht "zu alt" werden soll. Dies gilt natürlich auch für Will. Wenige Stellen waren zwar etwas langwierig zu lesen, aber die Spannung war trotzdem das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Und der Täter wurde auch von mir erst spät entlarvt - was bei einem Thriller nie schlecht ist. Dabei wird alles logisch aufgeklärt. Naja, eine Kleinigkeit nicht: Wie kam der Täter zu den Haaraccessoires? Ist er dazu eingebrochen? Sicher werde ich noch weitere Bücher der Autorin lesen, die mich in diesem Buch wirklich überzeugen konnte. Fazit: Spannender Thriller, der überraschen konnte. 5 von 5 Sternen

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Katharina-Klein-Krimis: Dolphin Dance: Katharina Klein im falschen Film
Katharina-Klein-Krimis: Dolphin Dance: Katharina Klein im falschen Film
Taschenbuch

„Jazz-Trilogie: Westend Blues, African Boogie & Dolphin Dance“ von Helmut Barz, Verlag: epubli, 1. Juli 2019, Kindle Ausgabe, Seitenzahl der Print-Ausgabe: 1375 Seiten, Sprache: Deutsch, ASIN: B07TXDXCGK „Ich verliere gerade zwei gute Beamte statt einem. Und das nur, weil sie Rambo spielen müssen und danach mit der Frankfurter Unterwelt zocken.“ (Zitat Pos. 242) Inhalt Band 1 Westend Blues Vor sechzehn Jahren hat Katharina Klein ihre Eltern und ihre ältere Schwester Susanne durch einen Mordanschlag verloren. Damals war sie gerade siebzehn Jahre alt geworden. Heute ist sie Kriminalhauptkommissarin beim K11 Frankfurt, mit umfassender Spezialausbildung, überqualifiziert, zornig, mit einer Ausklärungsquote von 100%. Sie ist gerade suspendiert, da sie zwei Geiselnehmer erschossen hat, als ihre Nachbarin ermordet wird. Dr. Andreas Amendt, Neurologe, als Rechtsmediziner ebenfalls suspendiert, unterstützt sie bei der Suche nach dem Mörder. „Alte Rechnungen begleichen? Ja. Genau das würde ich machen. Alle. Endgültig und für immer.“ (Zitat Pos. 13390) Inhalt Band 2 African Boogie Katharina Klein wurde soeben zur Kriminaldirektorin der neuen Sonderermittlungseinhalt SEE I FFM befördert. Doch zunächst muss sie untertauchen, denn der südamerikanische Drogenboss, dessen Sohn einer der beiden Geiselnehmer war, die sie vor vierzehn Tagen in Notwehr erschossen hatte, hat einen hochspezialisierten Killer auf sie angesetzt. Zeit für ein paar Wochen Urlaub in einem Luxusressort auf Mafia Island, Tansania. Dort taucht auch Dr. Andreas Amendt auf, auf dessen Gegenwart sie absolut keinen Wert legt, seit sie weiß, dass sie eine gemeinsame Geschichte haben. Da ereignen sich mehrere eigenartige Unfälle im Ressort. „In Ihrer Gegenwart ist es immer gut, eine medizinische Grundausstattung dabeizuhaben, Frau Klein.“ (Zitat Pos. 16766) Inhalt Band 3 Dolphin Dance Zurück in Frankfurt und mit einem wichtigen neuen Hinweis zum nach wie vor unaufgeklärten Mord an ihrer Familie, beginnt Katharina Klein, unterstützt von Andreas Amendt, mit einer neuen, intensiven Suche nach Fakten und Hintergründen in der Vergangenheit und Gegenwart. „Wir bringen das jetzt zu Ende! Sie und ich! Ein für alle Mal!“ (Pos. 15899) Thema und Genre In diesem Sammelband von drei Kriminalromanen geht es um die ersten drei Fälle der Frankfurter Ermittlerin Katharina Klein, um Polizeiarbeit, Verbrechen, internationale Konzerne, Frankfurt und die Szene, um Inselfeeling, Familie, Freundschaft, Liebe, Trauer, Traumata, Verrat, Schuld und Rache. Charaktere Katharina Klein ist eine facettenreiche Ermittlerin, eigenwillig, unangepasst, hartnäckig. Eine kampferprobte Einzelgängerin, die im Grunde Gewalt verabscheut, Dienstvorschriften und Weisungen ignoriert und die legalen Grenzen sehr großzügig auslegt. Dr. Andreas Amendt ist ein hervorragender Neurologe, doch noch mehr als die Lebenden interessiert ihn, was die Toten ihm zu sagen haben und daher arbeitet er als Rechtsmediziner. Durch eine wichtige Gedächtnislücke traumatisiert, ist auch er immer noch auf der Suche nach Antworten. Handlung und Schreibstil Jeder der drei Fälle und Ermittlungen findet innerhalb von wenigen Tagen statt, dadurch ist die Handlung straff und packend. Erdig und überraschend wie die vielschichtigen Klangfarben des Jazz sind auch die Ereignisse, ihre verschlungenen Hintergründe, überraschenden Wendungen und die Charaktere. Auch sprachlich überzeugend, gekonnt formuliert, nachvollziehbar und mit charmanten, sehr witzigen Dialogen und Szenen. Fazit Drei dicht aufeinander folgende Kriminalfälle und eine unangepasste, schräge, kämpferische und gleichzeitig einfühlsame Ermittlerin. Das Resultat ist eine gelungene Mischung aus Spannung und Lesevergnügen, drei Pageturner mit Garantie für nächtliche Lesestunden.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Wir bringen das jetzt zu Ende! Sie und ich! Ein für alle Mal!“ (Pos. 15899)"

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Abschiedsfarben von Diogenes
Abschiedsfarben

„So oft wird aus etwas Richtigem etwas Falsches. Warum soll nicht ebenso aus etwas Falschem etwas Richtiges werden können?“ (Zitat aus „Geliebte Tochter“, Seite 150) Inhalt und Thema Dieser Erzählband ist eine Sammlung von Geschichten, in denen es um das Abschiednehmen geht. Jeder Abschied hat eine Vorgeschichte, eine kurze Episode, oder auch ein ganzes Leben. Damit verbunden sind immer Erinnerungen, intensive Gefühle und auch Entscheidungen, die getroffen werden und dem Leben eine neue Wendung geben, in der Erinnerung dann bestätigt oder bedauert werden. Genau davon handeln diese Erzählungen, die sich dem Thema aus immer neuen, völlig unterschiedlichen Blickwinkeln nähern, vielfältig wie eine Farbpalette. Handlung und Schreibstil So unterschiedlich wie die Problematik, ist auch die Erzählform. Es gibt Ich-Erzähler, Hauptfiguren, die der Autor nur „er“ oder „sie“ nennt, von anderen erfahren wir den Namen durch die Dialoge. In der ersten Geschichte geht es um ein Gespräch, das ein Mann schon längst mit seinem Freund hätte führen wollen, doch es schien nie der passende Zeitpunkt zu sein. Nun ist der Freund gestorben. In der zweiten Geschichte findet ein nächtlicher Mord statt, der auf der Straße gegenüber dem Haus des Ich-Erzählers stattfindet, doch dieser hat geschlafen und nichts bemerkt. Die dritte Geschichte handelt von einem überraschenden Wiedersehen. Das Mädchen war seine Jugendliebe, mit ihrem Bruder war er damals eng befreundet, doch dann hatte er sich für ein Amerikajahr für Schüler entschieden. In der vierten Geschichte bittet ein schwer kranker Mann seine erste Ehefrau, die er vor neunzehn Jahren verlassen hatte, um ein Treffen und ein letztes Gespräch. Ein Mann und eine Frau lernen sich in der fünften Geschichte bei einem Yoga-Treffen kennen und drei Wochen später haben beide ihre bisherigen Ehepartner verlassen und beginnen ihr gemeinsames Leben, zu dem auch die fünfjährige Tochter der Frau gehört. Die sechste Geschichte handelt von besonderen Sommerferien eines elfjährigen Jungen mit seiner Mutter auf einer Nordseeinsel. Vier Wochen, in denen er beginnt, sich für Mädchen zu interessieren. Die siebente Geschichte ist die persönlichste in dieser Sammlung. Es geht um den plötzlichen Tod des älteren Bruders eines Schriftstellers und die damit verbundenen Erinnerungen, vor denen er nicht in die Welt seiner Geschichten fliehen kann. In der achten Geschichte begibt sich ein Mann kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag auf die Suche nach einer Frau, mit der er vor vielen Jahren die glücklichsten Stunden seines Lebens verbracht hatte. Die neunte Geschichte erzählt vom Jahrestag einer Beziehung eines Mannes, er ist einundsiebzig Jahre alt, zu einer wesentlich jüngeren Frau. Er ist glücklich, macht sich aber Gedanken über die Zukunft. Der Autor entwickelt seine Geschichten langsam, leise, in einer poetischen Sprache, klar schnörkellos und gerade dies macht sie so packend und eindrücklich. Fazit Geschichten, wie sie das Leben schreibt, Entscheidungen, für die es, einmal getroffen, keinen Weg zurück gibt, denn das mögliche andere Leben kann niemals mehr gelebt werden. In der Erzählung Altersflecken bringt es eine Protagonistin auf den Punkt: „Gemeinheiten, Peinlichkeiten, Fehler? – Altersflecken“ (Seite 219).

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Gemeinheiten, Peinlichkeiten, Fehler? – Altersflecken“ (Seite 219)"

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Der letzte Satz: Roman
Der letzte Satz: Roman

„Dort draußen läuft ein Glück im Gras herum, und hier drinnen sitzt ein anderes mit mir am Tisch. Ich habe alles, was ich mir wünsche. Ich bin ein glücklicher Mann.“ (Zitat Seite 19) Inhalt Ein halbes Jahr nach seinem großartigen Erfolg in München reist Gustav Mahler an Bord der ‚Amerika‘ mit Alma und Anna wieder nach New York. Erst fünfzig Jahre alt, ist er nach wie vor voll musikalischer Schaffenskraft, ein unruhiger Geist, doch sein Körper ist von seiner schweren Krankheit gezeichnet und müde. Mit Blick auf das Meer denkt er über die vergangenen letzten Jahre nach. Thema und Genre Der Autor beschreibt einige Stunden im Leben des Komponisten Gustav Mahler, doch durch dessen Erinnerungen wird dieser Roman auch eine sehr persönliche Biografie des Künstlers. Charaktere Gustav Mahler wird als eigenwilliger, aber überzeugter Künstler geschildert, als Komponist ebenso innovativ, fordernd und auf der Suche nach der perfekten musikalischen Ausdruckskraft, wie als Dirigent. Gleichzeitig erfahren wir viel über den Menschen Gustav Mahler, seine Liebe zu seiner Frau Alma und zu seinen Töchtern, seine Begeisterung für die Natur und seinen Blick für das Glück der kleinen Dinge. Doch er erkennt auch, wie selbstverständlich es für ihn war, dass sich auch seine Familie seinem musikalischen Genie unterordnet. Handlung und Schreibstil Es sind nur wenige Stunden am Beginn eines neuen Morgens, in denen Gustav Mahler allein auf seinem persönlichen Lieblingsplatz auf dem Sonnendeck des Schiffes sitzt. Betreut von einem Schiffsjungen, hängt er seinen Gedanken nach und reist in der Erinnerung zurück zu den wichtigen Ereignissen der letzten Jahre. Fazit In seiner leisen, eindrücklichen Sprache erzählt der Autor auf nur 126 Seiten eine in ihrer Tiefe und Dichte beeindruckende Geschichte eines intensiv gelebten Künstlerlebens. „Ich hätte noch so viel mehr komponieren können. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst angefangen, dabei ist es schon wieder zu Ende.“ (Zitat Seite 30)

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ich hätte noch so viel mehr komponieren können. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst angefangen, dabei ist es schon wieder zu Ende.“ (Zitat Seite 30)"

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Die Dornen des Bösen: Thriller (Ibsen Bach, Band 2)
Die Dornen des Bösen: Thriller (Ibsen Bach, Band 2)

General Sorokin beauftragt Ibsen Bach damit den Mörder seiner Tochter Leonela zu finden. Einziger Anhaltspunkt ist vorers