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Rezensionen aus unserer Community

MagicsunsetSaintGermainlacastrasbbsnlJuleFelixJen_Ahelga.sobekpippilottchenKrimiMimiEvitaan.annelieseRamyraportreachninamcwhiteFabianKenMartinJoNagabrmartlinuxvanhagenalexanderroscher1DevotaKatrinchenNellyHeinerjensgraefinradiofreaksvealoudwinmadalinapirnau85Pierre57tanjatanja3s0t3r1k3rsonjazahra2017MinaMInga_KrausAleksfranzi_liestobjectsinhyperspaceRoboAlexaherr_opunkt_bepunktsdfsdLexyCookloungeBBQmelaniekpimabikasotu888Luca.calicchiohanneloreKlabauterfamiliedr.vollmann
Akuma
Akuma
Taschenbuch

Die erfolgreiche Fantasy-Autorin Kjara hat sich verliebt. Sie geht zum alkoholkranken Priester Hege um einen Exorzismus durchführen zu lassen, denn seit ihrer Kindheit teilt sie ihren Körper mit dem Dämon Akuma, der ihr damals half, als ihre Eltern überfallen wurden. Und eigentlich wurde er zur ihrem besten Freund. Und nicht nur Kjara hat ihre Geschichte, sondern auch Akuma. Das Cover des Buches ist sehr düster und doch etwas abstrakt, passt aber zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, Charaktere und Orte werden brillant dargestellt. Das Buch lebt von seiner düsteren Stimmung und den spannenden Charakteren. Der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Die Protagonisten und der Plot sind perfekt gewählt und so gibt es neben einer Prise Humor auch die ein oder andere Überraschung. Berührend fand ich vor allem die persönliche Geschichte von Akuma, was zeigt dass das Buch nicht nur durch seine Spannung sondern auch durch seine verschiedenen Emotionen. Ich würde "Akuma" nicht wirklich als Fantasy-Thriller einstufen, sondern eher dem Horrorthriller-Genre einstufen, trotz der oben genannten Teile. Fazit: Egal ob Fantasy- oder Horrorthriller - ausgezeichneter Thrill ist garantiert. 5 von 5 Sternen

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Geheimakte Sonderband
Geheimakte Sonderband
von Milewski, André
Taschenbuch

Weihnachten 1952: Max Falkenburg lebt seit den Ereignissen in Labrador bei Professor Crichton, mit dem er sich aber bald überwirft. Dazu kommt, dass Max auch kein Geld hat um sich eine eigene Wohnung leisten zu können; ja nicht mal für neue Kleidung reicht das Geld. Also sucht er nach einem Job und findet sich bald als Santa Claus in einem Kaufhaus wieder. Das Cover ist einfach gehalten, passt aber, da es deutlich die Verknüpfung zu Weihnachten zeigt. Es ist die 1. Novelle zu der Geheimakte-Reihe, die mittlerweile 11 Bände umfasst plus 4 Vorgeschichten. Diese Novelle reiht sich chronologisch nach Max´ 1. Abenteuer "Geheimakte Labrador" ein und wird hoffentlich nicht die letzte dieser Art sein. Der Fokus in diesem Buch liegt auf Max und das Zwischenmenschliche. Zwar darf Max ein Abenteuer erleben (wie kann es auch anders sein), dies hat allerdings in keiner Weise mit Archäologie oder mystischen Orten und Gegenständen zu tun. Max hat sich seit Labrador und vor allem durch dieses Buch weiterentwickelt, was man dann ja auch in den anderen "Geheimakten" schon lesen durfte. Spannung war in diesem Buch vorhanden; ebenfalls die typische Art von Humor. Fazit: Auch die 1. Weihnachtsnovelle um die Geheimakte-Stars kann voll punkten. 5 von 5 Sternen

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Flüsterwald - Durch das Portal der Zeit (Flüsterwald, Bd. 3) von Ueberreuter
Flüsterwald - Durch das Portal der Zeit (Flüsterwald, Bd. 3)

Um den Professor zu befreien müssen die Menschenkinder Lukas und Ella, der Manuk Rani, die Katze Punchy und die Elfe Felicitas in die Vergangenheit reisen. Doch es funktioniert nicht alles nach Plan. Als sie dann auch noch durch Rani in die falsche Zeit zurückreisen, laufen sie Gefahr die Vergangenheit zu ändern, aber auch sie selbst befinden sich in höchster Gefahr. Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum Buch. Wie auch die Illustrationen im Buch (am Kapitelanfang) stammt es von Timo Grubig. Sie sind kindgerecht und detailreich gezeichnet und passen perfekt zum jeweiligen Kapitel. Der Sprecher des Hörbuchs ist einfach genial und passt hervorragend zur Geschichte, da jede Figur eine deutlich andere Stimme durch ihn erhält, was natürlich auch absolut kindgerecht ist. Allerdings könnte er für meinen Geschmack etwas langsamer sprechen. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung. Einige Fragen werden in diesem Teil geklärt, aber viele neue tauchen auf. Dies ist man schon von den anderen Reihen des Autors gewohnt. V.a. in diesem Buch sieht man auch gewisse Ähnlichkeiten zu "Das Erbe der Macht", obwohl es klar um ganz etwas anderes geht. Ich werde das Buch an meine Patentochter weitergeben und bin mir sicher, dass ihr das Buch ebenso gut gefällt, wie mir und meiner Frau. Und dann freuen wir uns natürlich auf die Fortsetzung - das Finale der 1. Staffel, auf das ich jetzt schon gespannt bin. Fazit: Fantasy-Abenteuer-Auftakt für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Das Leben ist niemals nur schwarz-weiß von FISCHER Krüger
Das Leben ist niemals nur schwarz-weiß

Papis wächst im Senegal mit seinen 25 Geschwistern auf. Schon früh spürt er, dass er anders ist und wird daher auch in der Schule gemobbt. Er möchte unbedingt nach Europa. Als Läufer erhält er ein Sportstipendium in Frankreich. Doch bald muss er seinen Traum aufgeben und alles kommt anders als er es sich vorgestellt hatte. Das Cover passt natürlich perfekt, da es den Autoren zeigt um den es ja auch in der Biographie geht. Für mich war Papis eine unbekannte Person, bevor ich das Buch las. Weder interessiere ich mehr für Models (ich kann gerade noch ein paar weltbekannte weibliche aufzählen) noch habe ich Austrias Next Topmodel, Germanys Next Topmodel oder Promi Big Brother gesehen, wo der Autor ebenfalls seine Auftritte hatte und so auch der weniger modeaffinen Welt ein Begriff wurde. Die Biographie beginnt, wo sie beginnen soll - in der Kindheit. Es ist interessant zu lesen, wie das Leben im Senegal an sich so abläuft und was der junge Papis so mit seinem Leben vorhat. Der Autor benutzt auch immer wieder englische Phrasen, die er dann ins deutsche übersetzt - manchmal aber nicht sehr genau, höchstens sinngemäß. Man kann teilweise sehr gut mit dem jungen Papis mitfühlen, obwohl manche Reaktionen von ihm für einen Europäer nur schwer vorstellbar sind. Nachdem sein großer Traum vom Sport zerplatzt, geht es dann um die Welt der Mode und Fashion, die ebenfalls interessante Einblicke bringt. Wichtig für den Autor ist es auch herauszustreichen, dass er für Homosexualität und gegen Rassismus auftritt. Manche Szenen, die er allerdings als rassistisch sieht, würde ich nicht ganz so schlimm sehen. Obwohl es dramatischere Biographien (auch von afrikanischen Models wie z.B. Waris Dirie) gibt, gab das Buch doch sehr gute Einblicke in das Leben von Papis Loveday, der sich hier auch erstmals öffentlich outet. Am Ende des Buches sind einige Fotos abgebildet, allerdings hätte ich mir hier noch mehr Bildmaterial (z.B. Pferd im Fußballstadion oder erstes Casting) gewünscht. Fazit: Interessante Biographie über ein männliches Model. 4,5 von 5 Sternen

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Verabredung mit einer Mörderin (eBook, ePUB) von via tolino media
Verabredung mit einer Mörderin (eBook, ePUB)

Manfreds Bruder Tobias wurde nach einem Date mit einer Thrillerautorin ermordet. Manfred verdächtigt Nadine Teuber, die aber ein Alibi hat und trifft sich ebenfalls für eine Verabredung mit ihr. Kann er Gerechtigkeit für den Mord an seinem Bruder üben? Das Cover ist ausgezeichnet gemacht und gefällt mir ebenso. Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend. Die Charakter werden sehr gut dargestellt, was bei gerade mal 38 Seiten (auf meinem Tolino) gar nicht so leicht ist. Ebenso ist es nicht einfach den Leser in dieser Kürze durch Spannung zu fesseln und dann das ganze auch noch mit einer Prise Humor zu versehen. Einige werden sicher die Autorin Nadine Teuber kennen, die hervorragende Bücher schreibt. Hier ist sie die "männermordende" Verdächtige. Ob sie allerdings wirklich als Mörderin herhalten musste, muss man dann schon selbst nachlesen. Fazit: Spannender Booksnack. 5 von 5 Sternen

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Als wir verschwanden von tredition
Als wir verschwanden
Gebundene Ausgabe

Anna Berger erwacht allein auf dem Segelboot ihres Bruders. Dieser und 2 weitere Begleiter sind verschwunden, genauso wie Annas Gedächtnis über die letzten Stunden (- oder doch Tage?). Auch die Technik ist ausgefallen. Als es ihr gelingt an Land zu gelangen, sieht sie ebenfalls keine Menschenseele. Anna sucht Überlebende und Antworten darauf was passiert ist. Und sie wird schon nach wenigen Tagen fündig. Das Cover des Buches passt perfekt zum Buch und ist auch hervorragend gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Das Buch beginnt dann allerdings doch einigermaßen nüchtern und (für mich) langwierig. Es geht viel ums Segeln und das im typischen Segeljargon. Gleichzeitig fiebert man aber mit der Protagonistin mit, was denn passiert ist und lernt dabei Anna auch kennen. Ab dem Zeitpunkt, wo Anna an Land ist geht die Spannung allerdings los. Man lernt andere Überlebende kennen und Theorien werden gesponnen und es wird auch ein wenig philosophiert, was auch den Leser zum Nachdenken anregt. Etwas enttäuscht war ich dann kurz vor dem Auftreten von Sam, denn ich hätte hier einen anderen Weg in mir weitergesponnen. Allerdings konnte ich mich dann doch einigermaßen damit anfreunden. Das lange Schlusskapitel (Utopia) hatte dann aber doch auch wieder einige Längen, wo nicht wirklich etwas geschieht, was die Handlung weiterbringt. Und doch entwickelt sich die Story dann doch spannend weiter, sodass man (obwohl das Buch abgeschlossen ist) doch auf eine Fortsetzung hoffen kann, denn einiges könnte man noch besser klären. Auch wird eine mögliche Fortsetzung im Nachwort angesprochen. Dies ist ein Interview von der Autorin mit der Hauptprotagonistin. Das Buch ist auch hervorragend recherchiert; Quellennachweise sind ebenfalls zu finden. Die Schrift im letzten großen Kapitel ist übrigens kleiner als das restliche Buch und man benötigt hier gute Augen (oder man vergrößert die Schriftgröße am Reader). Das Buch bringt auch durch das Philosophieren der Protagonisten den Leser sehr zum Nachdenken, was definitiv beabsichtigt ist. Zudem durfte ich auch neue Wörter kennenlernen, da die Autorin auch gerne nicht so oft verwendete Ausdrücke verwendet (außerhalb des Segeljargons). Im letzten Kapitel ist es, obwohl passend, dann auch etwas zu anglisiert mit der Sprache. Fazit: Berührendes Buch, das zum Nachdenken und Mitfiebern anregt, auch wenn es ein paar kurze Längen hat. 4,5 von 5 Sternen

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Hörst du, wie sie schreien? von FeuerWerke Verlag
Hörst du, wie sie schreien?
Broschiert

Der Prior des örtlichen Klosters meldet sich bei seiner Nichte Frieda Rubens - ihresgleichen Psychologin. Sie fährt mit ihrem Ex-Freund Kommissar Marc Wittmann dorthin, wo sie ein ermordeter Mönch erwartet. In seinem Mund hat er einen USB-Stick mit den Schreien des Opfers, einem nächsten Opfer und einer persönlichen Nachricht des Täters. Frieda will zuerst nicht mitmachen, denn beide empfinden immer noch füreinander und haben zudem erst einen gefährlichen Fall zusammen geklärt. Das Cover des Buches passt nicht nur zum ersten Teil, sondern auch perfekt zur Handlung des Buches bzw. zum Titel und ist ein echter Eye-Catcher. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es bereits der 2. Teil um die beiden Ermittler ist, kann man problemlos diesen Teil für sich lesen, auch wenn mehrmals auf den Vorgängerband hingewiesen wird. Der Fall ist nicht nur ausgezeichnet konstruiert, sondern bringt neben erfrischend neuen Ermittlern auch jede Menge Spannung und birgt so für den Leser überraschende Wendungen. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite hoch gespannt. Dazu wird die ganze Geschichte perfekt abgerundet, sodass keine Fragen offen bleiben - außer, ob es eine Fortsetzung geben wird. Obwohl es mein Debut von diesem Autor war, war es definitiv nicht mein letztes. Zum Beispiel gibt es einen kostenlosen Kurzthriller zum Herunterladen. Tja und der erste Teil wird auch bald mir gehören. Und auf eine Fortsetzung hoffe ich erst recht stark. Fazit: Besser kann man einen Thriller kaum schreiben. Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, verklagt den Menschen von Rediroma-Verlag
Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, verklagt den Menschen
Taschenbuch

Dr. Rodolfo, eine Katze als Anwalt und seine Gehilfin - die Katze Mimi - nehmen tierische Mandanten auf, um ihr Recht gegen den Menschen einzuklagen. Das Cover soll Dr. Rodolfo darstellen. Die Katze gefällt mir sehr gut, allerdings wirkt das ganze Cover sehr nüchtern und etwas einfallslos. Der Schreibstil des Autors ist leider gar nicht gut. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sind Grammatik- und Rechtschreibfehler leider keine Mangelware in diesem Buch. Zudem beginnt und endet jedes Kapitel - am Ende immerhin fast eine halbe Seite - mit genau den gleichen Worten wie die anderen Kapitel. Das Buch wirkt zwar gut recherchiert, als Quellenangabe kann dann aber nur Wikipedia und der Brockhaus aufwarten. Auch die persönliche Meinung des Autors wird mir zu oft hervorgeholt - und das wiederholt in mehreren Kapiteln. Scheinbar ist der Autor ein veganer Atheist. Ok, jeder soll sein, was und wie er will. Allerdings will ich das nicht in einem Buch lesen - v.a. wenn es sich andauernd wiederholt. Positiv waren die philosophischen Gedichte von Mimi, die mir sehr gut gefallen haben. Insgesamt fehlte dem Buch auch einfach die Lockerheit. So wäre es besser gewesen die Fakten in einer Handlung unterzubringen - gerne auch mit Humor bzw. Sarkasmus. Und ich finde es wirklich schade, denn das Buch hat so eine wichtige Message. In dieser Form kann ich es allerdings nicht weiterempfehlen. Fazit: Message top, aber Umsetzung leider sehr mangelhaft. 2 von 5 Sternen

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Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller
Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller
Taschenbuch

Das strafversetzte Cold-Case-Team soll eigentlich Akten sortieren, da kommt Julia Rosenthal in ihr "Büro" und erzählt ihnen von der Entführung ihres Sohnes Finn vor 3 Jahren. Doch weder Finn noch ein Täter konnten je gefunden werden. Das Team rund um den Ex-Staatsanwalt Michael Thomforde nimmt sich des Falls an, denn schließlich wollen alle 4 Mitarbeiter des "Versager-Teams" wieder in ihren ursprünglichen Job zurück. Das Cover ist ausgezeichnet gelungen; es passt zum 1. Teil, ist aber konkreter und passt hervorragend zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist großartig; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt und man merkt auch, dass sich die Protagonisten glaubhaft weiterentwickeln. Der Fall ist perfekt inszeniert; die Charaktere mit all ihren Fehlern toll konstruiert. Von der Seite des Rechts weiß der Autor natürlich Bescheid, denn dies ist sein Hauptberuf. Der Fall hat es in sich, denn Pädophilie ist ein großes Thema im Buch und so kamen viele Emotionen in mir hoch. Der Autor versucht immer wieder auf die falsche Fährte zu führen - so muss auch das Team vielen unnötigen Spuren folgen. Als geübten Krimi-/Thriller-Leser konnte er mich bezüglich des Täters aber nicht hinters Licht führen. Trotzdem war es eine spannende Reise mit dem Team und der Showdown ist echt Weltklasse. Ich hoffe auf noch viele Bücher mit den 4 unterschiedlichen Typen. Fazit: Hervorragende Fortsetzung über das "Loser-Team". 5 von 5 Sternen

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Die Bosheit: Roman
Die Bosheit: Roman

Mikael zieht mit seiner Frau Bianca und ihren zwei Kindern aus Stockholm in die ländliche Idylle von Schonen. Mikael bekommt auch gleich einen Job in der örtlichen Schule und man freundet sich (trotz der Ängste von Bianca) mit den Nachbarn an. Doch so harmlos ist die Nachbarschaft nicht und alle verbergen ihre Geheimnisse. Als das ehemalige Model Jacqueline mit ihrem seltsamen Sohn Fabian Bianca niederfährt, wittert so mancher eine vorsätzliche Tat. Was versuchen die beiden zu vertuschen? Das Cover des Buches ist passend und gefällt mir ausgezeichnet. Der Schreibstil des Autors ist grandios; verschiedene Perspektiven und 2 Zeitebenen erhöhen den Spannungsfaktor, der allerdings durch den deutschen Titel wieder herabgedrückt wird. Die Charaktere und die Orte wurden bildhaft und hervorragend beschrieben; man konnte mit den Protagonisten mitfühlen. Insgesamt versucht der Autor schon den Leser auf eine falsche Fährte zu locken und die Spannung zu erhöhen, allerdings ist es nicht nur der deutsche Titel, der hier unglücklich gewählt wurde. Auch zeigen sich nämlich zu viele Parallelen zu Eric Bergs "Totendamm/So bitter die Rache". Und dann quellen die Charaktere vor lauter Klischeehaftigkeit schon fast über. Die Zeitebenen und die verschiedenen Perspektiven scheinen zudem ein Markenzeichen des Autors zu sein, von dem ich auch schon "Der unschuldige Mörder" lesen durfte, das um einiges spannender war als dieses Buch. Insgesamt fühlte ich mich aber trotz diesen negativen Punkten doch gut unterhalten. Fazit: Unglücklicher deutscher Titel und Parallelen zu einem anderen Buch bringen trotzdem noch 4 von 5 Sternen.

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Opferlamm / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.11 (eBook, ePUB) von FISCHER E-Books
Opferlamm / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.11 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Wenn man, wie bei der Krimireihe von Stephan Ludwig rund um das Ermittlerduo Zorn & Schröder, bei Band 11. angekommen ist und die ersten Seiten des Buches liest, dann ist das in der Welt des Lesens ein bisschen wie einen guten Freund zu besuchen. Das hört sich etwas kitschig an, aber es ist immer wieder schön, in die Welt dieser doch so unterschiedlichen Hauptprotagonisten eintauchen zu können.   Opferlamm kommt zunächst mit einem ansprechenden Cover daher. Wenn man die vorherigen Bücher kennt, bleibt der Autor seiner Linie auch hier treu. Die Story ist wie gewohnt gut und angenehm lesbar. Für mich ist Stephan Ludwig ein klassischer Krimiautor, im besten Sinn. Die Geschichte ist spannend erzählt, die brutalen Morde und deren Darbietung sorgen bei mir als Leserin für viel Denkstoff darüber wer, der nach einander auftauchenden und immer mal mehr, mal weniger verdächtig wirkenden Personen, es denn gewesen sein könnte oder die Finger im Mordspiel hat. Das kann man wunderbar lesen, es ist eine stimmige und interessante Story.   Natürlich lebt die Reihe von der über elf Bände unglaublich gut entwickelten „Beziehung“ zwischen Zorn & Schröder. Der ewig muffelige, emotionslos wirkende, unsichere Zorn und sein freundlicher, unauffälliger, aber brillianter „Chef“ Schröder. Es macht so viel Spaß den beiden bei ihrem ständigen Geplänkel zu „lauschen“. Auch die Beziehung von Zorn zu seinen Liebsten: seine große Liebe Staatsanwältin Frieda und sein pfiffiger Sohn Edgar – was für ein Vergnügen, das zu verfolgen. Alle Personen haben sich und ihre Beziehungen zueinander in jedem Buch weiterentwickelt, aber es wird nie langweilig ihnen zu folgen und wieder ein kleines Stückchen ihren beruflichen und privaten Weg zu gehen macht unglaublich viel Spaß.   Fazit: Auch diesen Buch von Stephan Ludwig hat mir ausnehmend  gut gefallen. Durchgängig spannend und gut geschrieben, eine richtig interessante Story und das alles, wie gewohnt unterhaltsam, eingerahmt von Geschichten rund um Zorn & Schröder. Eine klare Empfehlung von mir…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Zorn & Schröder – Spannung und kurzweilige Unterhaltung garantiert…!"

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Die Totenbändiger - Band 17: Neue Zeiten (eBook, ePUB) von Greenlight Press
Die Totenbändiger - Band 17: Neue Zeiten (eBook, ePUB)

Toby und Leo fügen sich immer besser in die Familie Hunt ein; Carlton muss seine Rachepläne zurückhalten und Blaine genießt die Schadenfreude über die Niederlage seines Vaters. Und auch ein Einsatz steht für die Totenbändiger der Polizei an. Das Cover des Buches passt wieder hervorragend zum vorliegendem Buch und natürlich auch zur bisherigen Reihe. Es ist wieder absolut top gelungen. Der Titel ist diesmal allerdings etwas nichtssagend, denn wirklich "Neue Zeiten" sind noch nicht angebrochen. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer einsame Klasse; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt und man sieht von Band zu Band wie sich die Figuren weiterentwickeln. Die Spannung ist von ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau, auch wenn dies wieder ein eher ruhigerer Teil war. Wieder wird man noch tiefer ins Universum der Totenbändiger hineingezogen und es gibt ein paar Antworten, die v.a. Cam wohl noch beschäftigen wird. Man fiebert und fühlt mit den Protagonisten mit, sodass die Emotionen bei manchen Szenen beim Leser einfach überschwappen müssen. Zum größten Teil ist dies diesmal den Minis zuzuschreiben, denn Cam und Evan haben in diesem Teil nur eine Nebenrolle. Die Spannung wächst, und die Leser hoffen auf noch viele Bücher über die Totenbändiger. Fazit: Spannender Finalstaffelauftakt. 5 von 5 Sternen

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TRUE CRIME DEUTSCHLAND 3: Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle (True Crime International, Band 8) von Pixa Heros
TRUE CRIME DEUTSCHLAND 3: Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle (True Crime International, Band 8)
Gebundene Ausgabe
SaintGermain

Der Autor entführt uns in seinem 8. Buch über wahre Verbrechen diesmal zum 3. Mal nach Deutschland. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker. Auch hier sind die Fälle wie gewohnt hervorragend recherchiert. Gladbeck, Oktoberfest 1980, Marianne Bachmaier, der Bankierssohn Jakob Metzler oder der bis heute ungeklärte Mord an Tristan Brübach sind nur einige der Fälle die uns im dritten Band erwarten. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und auch ein kurzer Blick in die Gegenwart wird wieder gemacht. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wieder beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das ganze Buch noch besser. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch sicher mit den Rechten diesbezüglich teilweise schwierig, Auf der anderen Seite lädt aber das Buch auch deswegen dazu ein einfach weiterzugooglen. Viele Fälle waren mir bekannt, die auch in Österreich sehr medienpräsent waren. Besonders das ungeklärte Verbrechen an Tristan, das mir bisher nicht so bekannt war, lädt zu weiterer Recherche ein. Denn gerade in diesem Fall gibt es auch viele Hypothesen und wie mir nach Internetrecherche auffiel doch auch einige Ungereimtheiten und auch möglicherweise Ermittlungsfehler und falsche Zeugenaussagen. Und da das Opfer ein Kind war, macht das ganze noch schockierender und man hofft (auch wenn die Hoffnung mittlerweile gering ist), dass der Täter doch noch gefasst werden kann. Im Internet gibt es seriöse Quellen, aber auch Seiten mit absurden Theorien Es bleiben für mich viele ungelöste Fragen zurück. - Ging Tristan eigentlich zum Arzt? Scheinbar ja nicht. Dann müssten die Rückenschmerzen aber eine Ausrede gewesen sein oder jemand hat ihn davon abgehalten. - Wurde bei der Obduktion eine Ursache für diese Rückenschmerzen gefunden? V.a. da ja die Herkunft der Rückenschmerzen scheinbar auch gelogen war. - Warum hat der Täter aufgehört? Es sieht für mich nicht nach einer einmaligen Tat aus. Gefängnis fällt wegen der Fingerabrücke aus, also Mord, Selbstmord oder hat er sein Vorgehen und möglicherweise den Ort gewechselt. Zudem gab/gibt es in Höchst ja auch eine psychiatrische Klinik. - Wenn die Geschichte beim Anwalt stimmt, also was der Zopfmann sagte, dann müssten nach einem Gefängnisaufenthalt doch seine Fingerabdrücke gespeichert sein. - Warum wurde das Phantombild erst so spät veröffentlicht? Zudem scheint die Narbe ja nur von der Beschreibung der Anwaltsgehilfinnen zu kommen, alle anderen konnten sie wohl nicht sehen. - Der Anruf des angeblichen Täters: Die Identifizierung, auch wenn es nicht der Täter war, wäre wichtig, warum wurde er nur kurz danach öffentlich gemacht und kam dann von der BKA-Seite? Zudem spricht der Täter Tristan wie Tristian aus. - Im Buch nicht erwähnt wird z.B. dass Tristan am Bahnhof noch einen Anruf tätigte (sieht man auf Überwachungsbändern) um ca. 13 Uhr 45. Telefonierte er da mit seinem Vater oder mit wem sonst? Sein Vater wollte dazu keine Angaben machen. - Wenn Tristan um 13 Uhr 45 telefonierte, wie kann ihn Boris um 14 Uhr 20 im Bus gesehen haben? Fuhr er soviel herum oder stimmt die Aussage von Boris nicht (zumindest bzgl. der Zeit)? - Die 2 Ausländer, die die Hundebesitzerin gesehen hat: Warum wurde nicht nach ihnen gefahndet? Es könnten zumindest Zeugen sein, wenn sie nicht mit dem Tod zusammenhängen. - Auch wird in deinem Bericht nur angedeutet, dass Tristan ein "Street life" lebte, das heißt dass er (lt. bestätigter Aussagen) teilweise für einige Nächte nicht nach Hause kam. - Welche Privatperson stellte die 80000 Euro Belohnung aus? Von den Angehörigen wohl keiner. - Hat den Rucksack vielleicht zwischenzeitlich jemand anderer genutzt? V.a. da der Zopfmann scheinbar ohne Rucksack ging (lt. Zeugin) - Warum hat Tristan seinen Vater von einer Telefonzelle angerufen und nicht vom hauseigenen Festnetz? - Wenn so viele den Zopfmann gesehen haben, warum kennt ihn keiner oder hat keiner Tristan gefragt, wenn man ihn mit ihm sah? - Die Schändung des Grabes muss meiner Meinung nicht unbedingt vom Täter vorgenommen worden sein. - Zum Schluss wird über Fey den ermittelnden Beamten berichtet, ob er noch immer dran ist oder schon in Pension? - Lt. Aussage einer Lehrerin war Tristan "ein hübscher Junge, der von Erwachsenen geliebt wurde" - so eine Aussage klingt für mich verdächtig, nach Kinderstrich oder Pädophilen-Netzwerk. Wie gesagt: Viele ungeklärte Fragen. Dieser Fall hat mich besonders berührt, und gerade weil er ungeklärt ist, wollte ich hier in der Rezension nochmal einige Fragen aufwerfen. Nichtsdestotrotz war jeder Fall für sich absolut lesenswert. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Probe 12: Thriller
Probe 12: Thriller
SaintGermain

Georgy Anasis hat in Georgien Phagen gegen die häufigsten multiresistenten Keime entwickelt. Weil er sich verfolgt fühlt, schickt er sie nach Deutschland. Und wirklich wird er getötet, während die Wissenschaftsjournalistin und Ziehtochter Nina Falkenberg zu ihm kommt. Der Foodhunter Tom Morell kämpft währenddessen um das Leben seiner Tochter, die nicht nur an Mukoviszidose erkrankt ist, sondern auch an Bakterien zu sterben droht, gegen die keinerlei Antibiotika mehr wirken. Kommissarin Voss ermittelt gegen Prometheus, der Warnungen bzw. Drohungen bezüglich multiresistenter Keime verbreitet. Das Cover des Buches ist in seiner Einfachheit trotzdem auffallend und auch sehr passend zum Buch. Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Die Kombination der beiden ist ebenfalls hervorragend. Während die eine einen spannenden Thriller schreibt, würzt ihn die zweite mit spannenden und aktuellen Fakten aus der Welt der Medizin bzw. Medizinforschung, wobei auch die politische Seite und die Pharmafirmen eine wichtige Rolle spielen. Dass das ganze Buch auch Corona erwähnt - auch wenn im Buch diese Seuche schon hinter der Menschheit liegt - macht das ganze Buch noch realistischer. Es ist ein perfekt recherchierter und konstruierter Wissenschaftsthriller, der ein Problem zum Hauptthema hat, dessen sich der Großteil der Erdenbewohner nicht einmal bewusst ist. Leider aber wird dieses Problem mit den multiresistenten Bakterien uns aber irgendwann einholen und wenn nicht bald etwas geschieht, wird es - wie zur Zeit gegen COVID - keine Impfung dagegen geben, aber auch keine Heilung. Da ich in einem medizinischen Beruf arbeite, fand ich das Buch sehr interessant, sehr spannend und leider sehr realitätsnah. Aber vielleicht ist es auch ein wichtiger Weckruf für Politik, Forscher und Pharmafirmen - aber auch Landwirte und Ärzte - diese Pandemie noch rechtzeitig aufzuhalten. Fazit: Ein Thriller, der wachrütteln soll und hoffentlich nicht so schnell Realität wird. 5 von 5 Sternen

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Meeressarg / Fabian Risk Bd.6 (eBook, ePUB) von Ullstein Taschenbuchvlg.
Meeressarg / Fabian Risk Bd.6 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Lange habe ich auf diese Fortsetzung gewartet, darauf endlich wieder einzutauchen in die Geschichte rund um Fabian Risk und seine Familie, dem erbitterten Kampf zwischen Dunja Hougard und Kim Sleitzner beizuwohnen. Und ich habe alles um mich vergessen und gerne Unwichtiges liegen lassen, weil das Buch so unglaublich gut ist und einfach in einem Schwung gelesen werden musste! Angefangen bei dem gut gestalteten Cover, über den fesselnden Schreibstil des Autors, bis hin zu der facettenreichen Story des 6. Teils dieser grandiosen Reihe. Ahnhem schreibt wieder unglaublich gut, immer detailliert, aber nie langweilig, immer ein wenig hintergründig, aber nie zu kompliziert, ständig springt er zwischen den einzelnen Erzählsträngen und Geschichten hin und her, aber nie verlieren die Leser/innen den Überblick. Und nie reißt die Spannung ab, nach jedem Kapitel möchte man sofort weiter lesen. Die Story ist unglaublich gut aufgebaut und das ja schon über einige Bücher hinweg. Die Hauptpersonen werden ganz langsam und realistisch weiterentwickelt, immer nachvollziehbar für die Leser/innen. Das Privatleben der Figuren nimmt viel Platz ein, trotzdem gibt es immer auch einen guten Fall, den es zu lösen gilt. Natürlich leidet man auch diesmal wieder mit Fabian Risk und hofft sehr, dass Hougard diesem fiesen Sleitzner endlich das Handwerk legen kann. Das macht das Buch aus, diese Mischung aus Gut und Böse, einer spannenden Story, um die sich die Hauptgeschichte rankt. Und die Kunst die Leser/innen zu überraschen, mitleiden zu lassen und uns durch die tollen Hauptpersonen die Gelegenheit zu geben durchgängig mit Ihnen mit zu fiebern. Mir macht der Schreibstil von Ahnhem einfach so viel Spaß, immer ein wenig ironisch, bei bestimmten Personen, aber einfühlsam wenn es um die Gefühlswelt der Hauptprotagonisten geht. Immer am Puls der Zeit, wenn es um die Nutzung neuster Techniken geht, die aktuelle Lage im Blick, baut er stets unterschiedlichste Randfiguren gekonnt neu ein und manchmal auch wieder aus. Er findet immer die richtige Mischung und jedes Buch hat einfach alles, was ein guter Thriller benötigt. Fazit: „Meeressarg“ hat mir viele Stunden Lesespaß am Stück beschert. Nicht unerwartet, aber trotzdem ein großes Vergnügen ein weiteres Stück des “Krimilebens“ mit Risk, Hougard & Co gehen zu können. Ich bin komplett in die Geschichte eingetaucht, habe gespannt einfach immer weiter lesen und war schon zwischendurch ein bisschen traurig, dass es bald wieder vorbei ist. Mehr kann ein Buch nicht bieten, mich hat es begeistert.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Wenn man für ein Buch alles stehen und liegen lässt…!"

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Phoebe & Layla von Kampenwand
Phoebe & Layla

Phoebe und Layla und ihre Herrchen Uwe und Oliver dürfen in diesem Buch wieder einige turbulente Situationen meistern. Dabei sind natürlich auch Barbara und Anna mit ihren Hunden Hector und Angelo, aber auch ein neuer Hund spielt eine große Rolle in diesem Buch. Das Cover ist wieder liebevoll gestaltet und zeigt natürlich die Titelfiguren "Phoebe" und "Layla", die es auch in echt gibt. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und haben auch meist einen realen Hintergrund. Der Schreibstil insgesamt ist ausgezeichnet. Toll war vor allem, dass das Buch aus Sicht der Hündin Phoebe erzählt wird und so natürlich auch sehr humorvoll beschrieben wird, wie sich die Hunde untereinander anleiten, um die Menschen zu erziehen bzw. sich einfach unterhalten - über menschliche und hündische Angelegenheiten. Dazu gibt es auch wieder skurrile Personen - hier v. a. in Form der Testerin. Es gibt aber auch einige sehr emotionale Szenen v.a. mit Charly und natürlich mit den titelgebenden Hauptprotagonistinnen. Ich selbst habe 2 Hunde, einer davon heißt sogar Phoebe. Dazu habe ich jetzt auch einen Hundewelpen. Jedem Hundebesitzer kann ich diesen Roman nur ans Herz legen. Aber auch "Nicht-Hunde-Menschen" wird das Buch gefallen. Den 2. Teil "Layla" habe ich noch nicht gelesen, werde dies aber sicher nachholen. Man kann dieses Buch aber auch für sich alleine lesen, da am Anfang Phoebe das Wichtigste der bisherigen 2 Bände zusammenfasst. Ich hoffe, dass es noch mehr tierische Abenteuer rund um Phoebe und das Hotel zu lesen geben wird. Fazit: Humorvoller und emotionaler Roman aus Sicht einer Hündin. 5 von 5 Sternen

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Tod eines Haderlumpen: ein Niederbayernkrimi (Quirins Mordsfälle)
Tod eines Haderlumpen: ein Niederbayernkrimi (Quirins Mordsfälle)

Quirin will zusammen mit seinem Freund Kurt in Tuttlingen Weihnachten feiern. Doch sein Kollege Rolf informiert ihn, dass ihre Kollegin Sabine unter Mordverdacht steht. Quirin kehrt nach Straubing zurück, um den wahren Mörder zu finden. Doch um etwas herauszufinden, muss er inoffiziell ohne seine Kollegen ermitteln. Das Cover passt perfekt zur bisherigen Reihe und sehr gut zum vorliegenden Buch, auch wenn der Griff des Messers eine falsche Farbe aufweist. Der Schreibstil der Autorin ist einfach genial. Die Protagonisten werden ebenso wie die Orte perfekt in Szene gesetzt. Der Dialekt macht das ganze noch besser. Nach dem 1. Teil, war dies für mich das 2. Buch dieser Reihe und Teil 2 werde ich sicher noch nachholen. Jede Hauptfigur hat ihre eigene Geschichte und macht sie so mehr oder weniger sympathisch. Auch wenn reichlich Humor in dem Buch zu finden ist, liegt hier doch das Hauptaugenmerk auf den Krimi, der wirklich spannend geworden ist und zum Miträtseln einlädt. Der Übergang der Autorin in ein doch anderes Genre ist ihr absolut gelungen, auch wenn natürlich auch Erkül Bwaroo knifflige Fälle zu lösen hatte. Fazit: Humorvoller Regional-Krimi. Wer "Rita Falk" oder "Der Bulle von Tölz" mag, ist hier auf jeden Fall goldrichtig. 5/5 Sternen

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Die Früchte, die man erntet / Sebastian Bergman Bd.7 (eBook, ePUB) von Rowohlt Verlag GmbH
Die Früchte, die man erntet / Sebastian Bergman Bd.7 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Ab dem ersten Buch von Hjorth und Rosenfeldt wurde jede Fortsetzung von mir sehnsüchtig erwartet und jeder Teil für sich war bisher einfach immer richtig klasse, darauf konnte ich mich als Leserin dieser Reihe bisher stets verlassen. Genauso ist es mir glücklicherweise auch mit diesem 7. Teil gegangen. Von den Autoren stets, wie gewohnt gut, in tollem Schreibstil geschrieben, durchgängig spannend, immer unterhaltsam und kurzweilig. Die fantastisch kreierten Hauptprotagonisten, allen voran Sebastian Bergman, aber auch Vanja, Carlos, Ursula und Torkel und natürlich Billy – wie schön allen wieder zu begegnen und zu sehen was seit dem letzten Buch passiert ist. Und da haben sich die Autoren wieder einiges einfallen lassen. Deshalb wird diese Reihe auch nie langweilig, weil immer neue Dinge passieren, die Rollen nie festgefahren sind, sondern alles immer mal durcheinander gewürfelt werden kann. Die Figuren werden stets weiterentwickelt. Mal in eine positivere Richtung, mal wird das Böse im Menschen hervorgeholt. Das zieht sich immer schon durch die alle Bücher dieser Reihe und ist auch in diesem Teil wieder perfekt gelungen. Herausragend für mich ist diesmal die zweite Hälfte des Buches, deshalb möchte ich sie besonders hervorheben. Im Vordergrund steht im ersten Teil eher der neuste Fall der Reichsmordkommission und die neue Führungsrolle Vanjas und ihr Umgang damit, aber die Aufarbeitung der Mordlust ihres Kollegen Billy in der zweiten Hälfte des Buches und den Anteil den Bergman & Co daran haben, das ist Thriller-Stoff der Extraklasse. Fazit: Dieses Buch macht einfach Spaß, vom Cover angefangen, über die Story und die Entwicklung der Figuren, es ist kurzweilig von der ersten bis zur letzten Seite, spannend und oft werde ich als leidenschaftliche Thriller/Krimi-Leserin doch noch überrascht. Und es ist immer ein bisschen traurig, wenn man fertig ist und das Warten auf eine Fortsetzung beginnt…aber das sagen zu können, macht wohl guten Lesestoff aus! Eine klare Empfehlung von mir…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Und wieder hat sich das Warten mehr als gelohnt…!"

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Hundherum Heldenhaft
Hundherum Heldenhaft

In 26 kurzen Geschichten über mehr oder weniger heldenhafte Hunde zeigen uns 21 Autoren in dieser Anthologie ihre Schreibkünste und ihre Liebe zu Hunden. Das Cover des Buches ist passend und weckt sofort die Aufmerksamkeit jedes Hundeliebhabers. Die Geschichten (wie auch die Autoren) sind sehr vielfältig: mal zum Lachen, dann eher traurig, berührend und emotional. Auch der Schreibstil der Autoren ist oft grundverschieden: von schwierigem Schreibstil mit langen Sätzen und komplexer Handlung geht es über "normal/durchschnittlich" bis zu eher sehr einfachem Schreibstil mit sehr kurzen Sätzen und einfacher Handlung, die auch als Schüleraufsatz durchgehen würde. Die Kurzgeschichten dauern durchschnittlich 5 - 6 Seiten, und passen auch perfekt in dieser Länge für dieses Buch. Die meisten Geschichten waren grandios, einige guter Durchschnitt und wenige konnten nicht meine Begeisterung erwecken. Und trotzdem kann ich das Buch jedem Hundeliebhaber nur ans Herz legen, denn er wird sich bzw. seinen Hund in vielen Stories wiederfinden. Und dass der Erlös des Buches an ein Hundehospiz geht, kann ich natürlich nur gutheißen. Fazit: Tolle Hunde-Anthologie. 5 von 5 Sternen

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Die Sieben Türen: Ein Barcelona-Krimi
Die Sieben Türen: Ein Barcelona-Krimi

Der junge Gabriel Camarasa ist 1874 gerade mit seiner Familie von London nach Barcelona zurückgezogen, als es beim Zeitungskonkurrenten brennt. Dabei wird Gabriel fast von einer Straßenbahn überfahren (sic!), doch der Architekturstudent Antoni Gaudi rettet ihn davor. Die beiden Jugendlichen freunden sich an, während Gabriels Vater nicht nur unter Verdacht steht das Feuer beim Konkurrenten gelegt , sondern auch jemanden erstochen zu haben. Das Cover des Buches passt zu einem historischen Buch besser als zu einem Krimi und wirkt daher für mich nicht wirklich ansprechend. Genau so beginnt auch das Buch, denn für das erste Drittel des Buches (fast 200 Seiten!) ist der Brand zu Beginn das einzige was einigermaßen mit einem Krimi zu tun hat. Ansonsten sind die Beschreibungen der damaligen Zeit, der Orte und der Personen sehr bildhaft beschrieben - teilweise schon etwas sehr langatmig, sodass ich schon fast geneigt war, das Buch nach ca. 150 Seiten abzubrechen. Dazu wirbt das Buch natürlich auch mit Gaudi. Allerdings hat der mitspielende Gaudi doch nur marginale Ähnlichkeiten mit dem berühmten Architekten. Auch den deutschen Titel finde ich absolut misslungen: "Die sieben Türen" sind ein Lokal in dem Gaudi und Gabriel zu Beginn des Buches öfters essen gehen, mit der Handlung hat es rein gar nichts zu tun. Der Originaltitel "G" wäre hier auch in Deutsch (vielleicht als "Señor G") passender, origineller und interessanter gewesen. Insgesamt wirkt das Buch gut recherchiert, allerdings hat man aufgrund des Genres Krimi eine völlig andere Erwartungshaltung als Leser. Wenn ein Krimi in ein historisches Ambiente eingewickelt ist, mag ich das; während ich rein historische Werke äußerst selten lese. Und hier ist der Krimi eben nur eine Nebenhandlung, die zwar gut eingebettet wurde, aber weder genug Raum einnahm, noch für Überraschungen oder ausreichend Spannung sorgen konnte. So muss sich der (Krimi-) Leser beinahe 200 Seiten (von ca. 500) durch langatmige Belletristik-Szenen und Historie durchquälen bis es letztendlich zu einem Krimi kommt, der annähernd klassisch daherkommt, aber eben ohne Überraschungen und auch auf den Weg dahin immer wieder durch vieles andere in den Hintergrund gerückt wird. Fazit: Als Historienroman 4, als Krimi gibt es nur 2,5 Sterne.

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A. S. Tory und das Spiel mit der Zeit von tredition
A. S. Tory und das Spiel mit der Zeit
Taschenbuch

2020: Die Corona-Pandemie hat die Welt im Griff. Als A.S. Tory den mittlerweile 18-jährigen Sid und seine ältere Freundin Chiara sie einlädt in Frankfurt in einer alten Villa auf Zeitreise zu gehen, stimmen sie daher gleich zu. Und schon nach kurzer Zeit sind die beiden gefangen in den Parallelen zwischen den Zeiten. Denn sie wollen dem Geheimnis von 2 Männern der Familie auf den Grund gehen, die aus den Erinnerungen ausgelöscht werden sollten. Und es zeigen sich viele Parallelen zwischen den Zeiten. Das Cover passt perfekt zum Buch, ebenso wie zur ganzen Reihe und zeigt die Hauptfiguren, die sich auch auf dem Cover leicht verändert haben. Der Schreibstil der Autorin ist erneut grandios; Orte und Charaktere werden wunderbar beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich von Band zu Band weiter. Die Story wirkt wieder gut durchdacht und kommt erneut ohne wirkliche Action-Szenen aus. Dafür überzeugt die Geschichte durch ihre Emotionen und ihren Charme. Sid selbst gefällt mir ebenfalls sehr gut. Trotz seiner Schüchternheit ist er doch sehr charismatisch, wie auch Chiara. Und aus genau diesem Grund ist dieses Buch ein echter Pageturner geworden. Man will einfach immer weiterlesen - und da ist es auch egal, wenn man kein Jugendlicher mehr ist. Obwohl in manchen Szenen auch ein wenig Humor zu finden ist, überzeugt das Buch durch seine Emotionen, die losgetreten werden und fast das ganze Buch über nicht abbrechen zu berühren. Ich würde es Lesern ab 14 Jahren empfehlen - Alterslimit gibt es dafür sicher keines. Ich könnte mir das Buch auch gut als Lesestoff für die Schule vorstellen. Erneut hat sich die Autorin ernster Themen - hier v.a. die Thema Pandemie und Diversität - angenommen und es sehr gut behandelt. Das Buch ist leider der 4. und letzte Teil um die beiden charismatischen Hauptdarsteller Sid und Chiara. Aber das Ende lässt doch eine Fortsetzung in etwas anderer Form erwarten. Und auch die Autorin schreibt im Nachwort, dass sie sich jetzt zwar anderen Projekten widmen möchte, aber trotzdem die beiden "Roadtripper" in andere Bücher einfließen lassen möchte, sodass ich auf ein baldiges Wiederlesen hoffe. Fazit: Abschluss einer zum Nachdenken anregenden Jugendbuch-Tetralogie. 5 von 5 Sternen

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Niemalsland: Roman
Niemalsland: Roman

Als Richard Mayhew mit seiner Verlobten zu einem wichtigen Essen mit ihrem Chef eilt, fällt im ein verletztes Mädchen für die Füße. Richard nimmt sie mit nach Hause und plötzlich kennt ihn niemand mehr in "Oberlondon". Deshalb folgt er Door nach Unterlondon, wo er unfassbare Abenteuer erlebt, die ihn sein Leben kosten könnten. Dabei will er doch nur sein altes Leben zurück. Ungewöhnlich ist, wie das Buch zustande kam: Zuerst gab es eine 6teilige TV-Serie (leider nicht im deutschsprachigen Raum), dann gab es eine erweiterte Buchfassung für Großbritannien und schließlich auch eine für die USA. Zu guter Letzt kam dann diese ungekürzte Version heraus, die die beiden Bücher aus GB und USA in ein Buch zusammenfasst. Am Ende des Buches findet man dann neben einem alternativen (2.) Prolog auch noch eine kurze Bonus-Geschichte über den Marquis, die man auch gut selbst in das Buch hineingeben könnte. Das Cover (dieser ungekürzten Fassung) ist brillant gemacht und passt großartig zum Buch. Es ist auch das beste Cover das das Buch in all seinen Formen bisher hatte. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildgewaltig dargestellt. Die Handlung ist sehr gut konstruiert; der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf hohem Niveau. Gespickt ist das ganze mit typisch britischem, trockenem, teilweise sarkastischem Humor, der mir sehr gut gefiel. Viele Fragen, die sich auch komischerweise Richard nie stellt, bleiben leider unbeantwortet - da es aber angeblich eine Fortsetzung geben soll (was das Ende auch erwarten lässt), wird hier hoffentlich noch einiges geklärt. Kleine Überraschungen gab es in dem Buch auch, große allerdings nicht. Eine Verfilmung (wie die bereits ursprüngliche) kann ich mir gut vorstellen, auch wenn nicht alles perfekt in diesem Buch war. Ein bisschen hat das Buch sicher auch Inspiration durch Alice im Wunderland" bekommen - aber eben nur ganz wenig. Fazit: Fantasy-Roman mit guten Ideen - die Fortsetzung ist dann hoffentlich noch besser. 4 von 5 Sternen

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Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman
Der Tod und das dunkle Meer: Kriminalroman
lacastra

Wieder ein großartiges Buch! Stuart Turton schaffte es bereits mit seinem Debüt "Die Sieben Tode der Evelyn Hardcastle" einen mehr als außergewöhnlichen Kriminalroman abzuliefern, der mich von der ersten Seite an bis hin zum großen Finale fesseln konnte. Mit "Der Tod und das dunkle Meer" legt er nun nicht weniger beeindruckend nach. Auch hier fühlt man sich nach wenigen Seiten wieder direkt als Teil der Geschichte, dem eindringlichen und wunderbaren Schreibstil des Autors geschuldet. Und diese Geschichte hat es erneut in sich, sie ist spannend, düster und enthält die ein oder andere geheimnisvolle Verstrickung, daher sollte man neben dem ohnehin lesbaren Klappentext auch gar nicht mehr zur Handlung verraten. Auch die Figuren sind wieder so beschrieben, dass man mit ihnen mitfiebert und sich in sie hineinversetzen kann (wenn auch nicht ganz so hineinversetzen wie in "Evelyn Hardcastle", wers gelesen hat versteht die Anspielung). Für mich ist dieses Buch genau wie Stuart Turtons Erstlingswerk eine unbedingte Leseempfehlung für fast alle. Lediglich wer extrem realistische Kriminalfälle sucht und sich nicht auf eine unter Umständen fantastische Prämisse einlassen will, der sollte den Kauf nochmal....ach was, lest einfach das Buch!

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Die Rückkehr der Zwerge 2 / Die Zwerge Bd.7 von Knaur
Die Rückkehr der Zwerge 2 / Die Zwerge Bd.7

Sie sind zurück...mal wieder! Erneut kehrt Markus Heitz zurück ins geborgene Land, um die Geschichte der Zwerge doch noch einmal fortzusetzen. Die Handlung setzt einige hundert Zyklen (Jahre) nach dem letzten Band an und laut Klappentext wird nicht zwangsläufig Vorwissen benötigt, meiner Meinung nach gehen dann jedoch so einige Aha-Momente verloren. Ich würde eher sagen, das Buch eignet sich auch für Leser, bei denen die Vorgängerbände schon einige Zeit zurückliegen, so kommt einem beim Lesen vieles wieder ins Gedächtnis. Die neu etablierten Hauptfiguren können größtenteils überzeugen, jedoch finde ich Goimron als neuen Protagonisten noch etwas eindimmensional, allgemein ist Charakterzeichnung in diesem Buch jedoch nicht der große Kauf- /Lesegrund. Dafür überzeugt erneut die detailliert ausgearbeitete Welt mit ihren fantastischen Schauplätzen und gefährlichen Bewohnern. Wer wie ich die vorangegangenen Bände bereits geliebt hat, der wird hier sicher nicht enttäuscht...und Teil zwei der neuen Reihe steht ja quasi schon in den Startlöchern. Wenn man mit Markus Heitz Zwergen noch keinerlei Berührungspunkte hatte, empfehle ich jedoch definitiv, vorher die ersten Bücher der Reihe zu lesen. Einfach aus dem Hintergrund, weil das Wissen aus den Vorgängern das Leseerlebnis im neuen Buch steigert.

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Eden
Eden

In Zeiten der starken Umweltverschmutzung werden 13 Zonen der Natur zurückgegeben. Das Betreten dieser Gebiete ist verboten, doch gilt es als "Extrem-Sport" diese Zonen zu durchwandern. So machen sich Jenn, ihr Freund Aaron, ihr Vater Dylan und ein paar Freunde auf, um die einzige Virgin Zone "Eden", die scheinbar noch nie jemand durchwandert hat, zu durchqueren. Jenn weiß aber auch, dass ihre Mutter Kat vor kurzem ebenfalls nach Eden wollte. Doch die Natur hat sich längst ihren Platz erkämpft und will sich die Ruhe nicht durch Menschen stören lassen. Das Cover des Buches passt ausgezeichnet zum Buch, auch wenn es nicht wirklich außergewöhnlich ist. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte werden dem Leser detailreich dargestellt. Die Charaktere wirkten authentisch und waren in ihrer Verschiedenartigkeit sympathisch. Nachdem es die erste Hälfte des Buches eher ruhig zugeht, wurde der Rest dann actionreich und ich würde das Buch auch daher den Genres Horror und Dystopie zuordnen; als Thriller würde ich es aber nicht bezeichnen. Der Spannungsbogen war gut und hoch gespannt, auch wenn wirklich große Überraschungen ausblieben. Das Buch ist aber insgesamt nicht immer logisch, denn wenn die Zonen nicht abgesichert sind, wie soll es hier dann keine Luftverschmutzung geben bzw. Wasserverunreinigungen durch die Flüsse? Und die Tiere, die teilweise nicht in diesem Gebiet angesiedelt sind - wie kommen sie hierher und warum verlassen sie das Areal nicht? Auch sonst bleiben einige Fragen, die ich mir stellte, leider unbeantwortet. Gut gemacht sind die einleitenden Worte zu jedem Kapitel, die einiges erklären. Auch dass einige Kapitel von Kat erzählt werden, passte sehr gut. Fazit: Horror-Dystopie mit sehr interessantem Setting, das aber noch besser durchdacht hätte werden sollen. 4 von 5 Sternen

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Der Schatten von Tulum von Frankfurter Verlagsanstalt
Der Schatten von Tulum

Jake Friedman ist ein erfolgreicher Investment-Banker für Lateinamerika und Mexiko. Er ist glücklich verheiratet und trotz seiner 55 Lebensjahre noch sehr ehrgeizig. Als er für eine Geschäftsreise nach Mexiko muss, wird er entführt. Zuerst glaubt er, dass das alles mit seinem Beruf zu tun hat, doch schon bald glaubt er, dass es mit seiner Vergangenheit zu tun hat, als er als junger Mann als Harry Simms einige Zeit in Mexiko verbrachte. Das Cover des Buches ist unscheinbar und für das Genre nicht wirklich ansprechend, obwohl es natürlich perfekt zu Mexiko passt. Aber es ist eher ein Cover für ein Sachbuch. Das Buch selbst ist mit Einband und Schutzhülle hochwertig. Der Schreibstil des Autors ist an und für sich gut; Orte und Charaktere werden ausreichend dargestellt. Teilweise wirkt der Schreibstil etwas nüchtern. Die Handlung wechselt zu Beginn zwischen Gegenwart und Vergangenheit; später dann zwischen Jakes und Sharons Gegenwart hin und her. Dies erhöht teilweise die Spannung, die aber nie ihren Zenit erreicht - auch aufgrund wirklich fehlender Überraschungen. SO bleib ich zwar interessiert an dem Buch dran, konnte aber leicht Lesepausen einlegen, denn ich musste nicht unbedingt wissen, wie es weitergeht. Einem Genre zuzuordnen ist das Buch nicht. Zu Beginn dreht sich vieles um Finanzen und um den Road-Trip in Jakes Jugendjahren; mit der Entführung kommen kurz Krimi- /Thrillerelemente hinzu und dann ist eher die Mystik im Vordergrund. Keines dieser Genres wird aber wirklich ausgereizt (auch die Liebesgeschichte nicht). So wirkt das ganze Buch irgendwie kunterbunt zusammengewürfelt, obwohl sich die Handlung natürlich als roter Faden durchs Buch spannt. Interessant ist hingegen die historische Komponente, die einen sehr guten Einblick hinter die Kulissen Mexikos vermittelt. Hier wurde auch hervorragend recherchiert. Fazit: Interessanter, komplexer Roman, der aber seine Chancen nicht optimal nützt. 3,5 von 5 Sternen

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Verschollen in der Poison Bay: Ein Neuseeland-Krimi (Wild Crimes, Band 1) von Small Blue Dog Publishing Pty Ltd
Verschollen in der Poison Bay: Ein Neuseeland-Krimi (Wild Crimes, Band 1)
Taschenbuch

4 Männer und 4 Frauen machen sich auf zu einer Wanderung in Neuseeland. Es ist das erste Klassentreffen nach 10 Jahren, nach dem Selbstmord einer Freundin vor aller Augen. Eine davon ist die Fernsehreporterin Callie Brown. Doch bald schon merken 7 Freunde, dass Bryan sie in eine Falle gelockt hat. Wie können sie überleben? Das Cover des Buches ist nicht außergewöhnlich, passt aber hervorragend zum Buch und ist auch gut gelungen, v.a. durch die Person am rechten unteren Eck, die man unschwer als Callie identifizieren kann. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft und bildgewaltig dargestellt. Das Thema des Buches ist an sich nichts Neues: Seit "Und dann gabs keines mehr/10 kleine Negerlein" von Agatha Christie haben sich schon einige Autoren von Büchern und TV des Themas angenommen, dass jemand ca. 10 Leute auf eine Insel etc. einladet und dort eine Person nach der anderen ermordet wird. Auch der Täter ist meistens mehr oder weniger der gleiche. Und doch konnten mich die meisten dieser etwas abgekupferten Stories doch überzeugen. In diesem Buch kommt natürlich das Ambiente hinzu und dass es Helfershelfer gibt, dafür ist das Motiv schon von Beginn an klar und ein Mittäter kann vom Leser ebenfalls schon früh identifiziert werden. Eine der "Gefangenen" ist Diabetikerin. Während das Buch in sonstigen Belangen ausgezeichnet recherchiert ist, bedankt sich die Autorin auch über die Informationen über Diabetes. Diese Informationen hat sie allerdings sicher erst bekommen, nachdem das Buch zur Hälfte geschrieben war. Während nämlich in der 2. Hälfte das Problem die fehlenden Kohlenhydrate sind, die die Diabetikerin bekommt, ist es am Anfang das Insulin, das nur für einen gewissen Zeitraum reicht. Und wenn man keine Kohlenhydrate (oder nur sehr wenige zu sich nimmt, benötigt man dann sicher kein oder weniger Insulin als bei gewohntem Essverhalten. Trotz allem konnte mich dieser Auftakt der Wild-Crimes-Reihe perfekt unterhalten. Fazit: Trotz Vorhersehbarkeit und starken Parallelen zu anderen Büchern kann es überzeugen. 4,5 von 5 Sternen

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Romeo und Julian: Theaterstück Leben von Wreaders Verlag
Romeo und Julian: Theaterstück Leben
Taschenbuch

Im Schloss Königsstein werden Kinder reicher Eltern unterrichtet, während sie im Internat leben. Nicholas von Burghofen ist in der Abiturklasse. Aufgrund seiner Homosexualität und seines Zynismus´ ist er ein Einzelgänger. Er lässt keine Gefühle an sich ran und benutzt Jungs nur zu seiner Befriedigung. Sein Zimmernachbar Tobi möchte, dass er wieder im Basketballteam spielt, wo er aufgrund seiner Homosexualität aufhören musste. Der 2 Jahre jüngere Losian hat andere Probleme: Er wird mit einem Außenseiter in ein Zimmer gesteckt. Er steht auf Nicholas, traut sich aber nicht, sich vor irgendjemanden zu outen - auch nicht vor seinen besten Freunden. Der neue Basketball-Trainer leitet auch die Theater-AG, wo "Romeo und Julian", eine schwule Version des bekannten Shakespeare-Stücks aufgeführt wird - und Losian und Nicholas treffen sich sowohl beim Basketball, als auch beim Theater. Das Buch wurde in seiner neuen Auflage mit anderem Cover bei anderem Verlag veröffentlicht. Das neue Cover ist absolut passend und ausgezeichnet gemacht. Der Schreibstil des Autors ist wundervoll; Orte und vor allem Charaktere werden bildhaft beschrieben. Man kann mit den Protagonisten absolut mitfühlen, denn nach einiger Zeit kann man auch Pascal und vor allem Nicholas verstehen, warum sie so sind, wie sie sind und nur schwer aus ihrer Haut heraus können. Bezeichnend für das Buch ist, dass es trotz über 600 Seiten nie langweilig wird, ohne dabei auf Sex-Szenen zurückgreifen zu müssen. Das Buch ist sehr vielfältig, es geht um Mobbing, Homophobie, Ausgrenzung, Akzeptanz und natürlich Gefühle, die das Buch perfekt auf den Leser übertragen kann. So wird die Message des Buches deutlich gezeigt ohne vom berühmten Holzhammer Gebrauch zu machen. Aufgrund vieler verschiedener Charaktere bleibt das Buch immer spannend und gefühlvoll. Und manche Stellen konnten auch definitiv überraschen. Fazit: Tolles Buch rund um Homosexualität und Ausgrenzung mit wundervoller Message. 5 von 5 Sternen

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Regenesis von Hybrid Verlag
Regenesis

In China wird ein 8-jähriger Junge entführt, der außergewöhnlich gut hören kann. Sein Vater, ein Ex-Söldner, will ihn wiederfinden. Gleichzeitig wird in Frankreich ein biologisches Forschungslabor gehackt. Nur Elaine bemerkt es und begibt sich damit nicht nur in Gefahr, sondern auch auf eine Reise, die ihr Lebensbild auf den Kopf stellt. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Man merkt auch, dass der Autor sich in der digitalen Welt gut auskennt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und authentisch beschrieben. Die ganze Story wird insgesamt sehr rasant erzählt, speziell am Schluss wird es noch rasanter und actionreicher. - ja fast schon zu rasant. Das Hauptthema des Buches, Genetik, wird in diesem Buch leider etwas zu kurz gehalten. Insgesamt bleibt vieles verborgen, was mit den Kindern und der Genetik zu tun hat. Auf der anderen Seite bietet das Buch somit - und auch durch das Ende - definitiv Raum für eine Fortsetzung, die ich definitiv auch lesen würde. Besonders gut hat mir gefallen, dass die 2 Handlungsstränge hier in den Kapiteln abwechselnd erzählt werden, bis sie auf einer namenlosen (warum auch immer!) Insel zusammengeführt werden. Fazit: Actionreicher, rasanter Thriller, der leider die Genetik etwas in den Hintergrund rückt. 4 von 5 Sternen

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Manchmal sucht sich das Leben harte Wege. Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben. Von der Suche nach neuem Lebensmut: Wie Sie eine Lebenskrise meistern und Schicksalsschläge überwinden von Goldegg
Manchmal sucht sich das Leben harte Wege. Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben. Von der Suche nach neuem Lebensmut: Wie Sie eine Lebenskrise meistern und Schicksalsschläge überwinden

Die Autorin erzählt neben ihrem eigenen Verlust und ihrer eigenen Verarbeitung auch weitere wahre Fälle, wo nahe Angehörige verstorben sind und die "Überlebenden" die Trauer und den Schmerz realisieren müssen und wie sie damit umgingen bzw. umgehen. Das Cover des Buches ist wunderschön, passt perfekt zum Buch und drückt Trauer, aber auch Hoffnung zugleich aus. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Sie beschreibt die Situation sehr emotionsvoll und geht in den Interviews, die sie dann in Geschichten verpackt, sehr einfühlsam um. Die Geschichten zeigen, dass jeder seine eigene Art hat mit Verlusten und der dazugehörigen Trauer umzugehen, dass es aber auch viele Gemeinsamkeiten gibt, was einfach jeder braucht, um einen Todesfall so zu verarbeiten, dass das eigene Leben nach einiger Zeit auch wieder auf normalen Bahnen verläuft und man wieder glücklich werden kann. Einige Stories haben mich besonders berührt, v.a. wenn ich an den Umgang von Martin mit dem Verlust fast seiner ganzen Familie denke. Aber auch andere Schicksale haben mich nicht nur emotional gepackt, sondern man konnte sich auch in der einen oder anderen Situation wiederfinden, denn wer hatte noch nicht mit einem Todesfall von einem nahestehendem Menschen zu tun? So zeigt das Buch ganz gut, wie man so schwere Schicksalsschläge meistern kann, v.a. wenn man das passende Umfeld hat. Und umso wichtiger ist das Buch, um anderen in schweren Zeiten auch beistehen zu können. Fazit: Emotionale Schicksale und wie sie gemeistert wurden/werden mit wichtigen Ratschlägen einfühlsam geschrieben. 5 von 5 Sternen

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Wa(h)re Gesundheit: Der Gesundheitskompass im Therapie-Dschungel
Wa(h)re Gesundheit: Der Gesundheitskompass im Therapie-Dschungel

 Was für ein tolles und hilfreiches Buch. Ich bewundere sehr wie Medizinredakteur Krystian Manthey seinen Weg zu einem gesunden Leben inzwischen gefunden hat und finde es richtig interessant und spannend, wie er uns Leser*innen das näher bringt.   Durch den eigenen Leidensweg nach alternativen Ansätzen suchen, weil die „normalen“ Wege im klassischen Gesundheitswesen nicht immer hilfreich sind. Das war wohl sein Motto - gezwungenermaßen. Er erklärt den Leser*innen in diesem Buch gekonnt warum Schlaf, Bewegung und Ernährung so wichtig sind. Warum Stress, Umwelteinflüsse und falsche Herangehensweisen an Krankheiten sich negativ auswirken können, z.B. auch warum Schmerzen als eine Art „Erziehung“ des Körpers zu sehen sind. Die Tücken unseres Gesundheitswesens erklärt er detailliert, aber nie kompliziert, immer ausführlich, aber nie langweilig.   Er hilft den Leser*innen einen eigenen guten neuen Weg zu suchen und im besten Fall zu finden. Alles in vielen Kapitel, übersichtlich aufgeteilt, jeweils mit einer Zusammenfassung und wertvollen kleinen Tipps. Ein tolles Buch, finde ich. Ich habe es gerne gelesen und war überrascht, wie spannend so ein medizinisches Sachbuch sein kann. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht alles umsetzten kann/werde/möchte, hat es ein wenig neuen Schwung in meinen Alltag gebracht und es hat mich viele Dinge neu überdenken lassen. Eine klare Empfehlung von mir…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ein Buch voller neuer Ansätze und spannender „Wahrheiten…“"

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Bewölkt aber trocken: Roman
Bewölkt aber trocken: Roman

Lucy ist eine beliebte Lehrerin, ist mit Lars verheiratet und hat eine pubertierende Tochter und einen 2-jährigen Sohn. Doch um mit dem Druck fertig zu werden, der auf ihr lastet, greift sie immer öfter zum Alkohol. Während ihre Tochter dies merkt und zu ihrem Vater Harald zieht, wird ihr Mann vor den Kopf gestoßen, als Lucy alkoholisiert einen Unfall verursacht - mit ihrem Sohn am Rücksitz. Ihr Leben scheint zu zerplatzen. Doch ihre beste Freundin Marie drängt sie zu einem Entzug. Vom Cover bin ich irgendwie hin- und hergerissen - einerseits passt es schon zum Buch (v.a. zum Titel) und bekommt mit den haptisch hervorgehobenen Regentropfen auch noch eine Aufwertung. Auf der anderen Seite ist es sehr - wenn nicht zu - unauffällig und sagt auch über den Inhalt des Buches nichts aus. Mit dem Lesebändchen bekommt die hochwertige Hardcover-Ausgabe noch ein weiteres Highlight hinzu. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und v.a. Charaktere werden bildhaft dargestellt. Sehr ungewöhnlich sind die meist sehr kurzen Sätze, die die Autorin verwendet. Am Anfang kam ich damit gar nicht zurecht, denn der Schreibstil erinnerte so eher an ein Kinderbuch. Mit Fortgang des Buches konnte ich mich immer mehr damit anfreunden. Einerseits passen diese Sätze auch zu der Alkoholikerin - und das Buch ist aus Sicht von Lucy geschrieben- andererseits ist Lucy eben Deutschlehrerin und kann sich sicher besser ausdrücken bzw. hat bezüglich Schreibweise sicher ein höheres Niveau, als diese kurzen Sätze. Auf der anderen Seite ist z.B. auch Bernhard Aichner für diesen Schreibstil bekannt. Das ernste Thema, das die Debüt-Autorin hier anspricht, ist gut verarbeitet - und auch genau mit der richtigen großzügigen Prise Humor- , sodass das Buch nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln einlädt. Fazit: Wundervolles Buch über Alkoholismus und Entzug, das mit einer Prise Humor aufbereitet wurde. 4,5 von 5 Sternen

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Das Gestern von morgen: Fight. Fail. Repeat. von Books on Demand
Das Gestern von morgen: Fight. Fail. Repeat.
Taschenbuch

Die 15-jährige Tomke kann es nicht fassen. Ihr zwei Jahre älterer Bruder Jannes wurde im Wald gefunden - schwer verletzt und dem Tode nah. Noch dazu wird er eines Verbrechens verdächtigt, da eine weitere Person ebenfalls schwer verletzt in seiner Nähe gefunden wurde. Als sie in Jannes gerade noch lebendige Augen sieht, kehrt sie in der Zeit zurück - zum Anfang des Tages. Doch wie kann sie Jannes retten? Sie findet viel heraus, sodass sie letztendlich nicht nur Jannes retten muss. Doch kann sie alle retten? Jedes Mal wenn sie in Jannes Augen sieht, kehrt sie an den verhängnisvollen Morgen zurück. Das Cover ist super gemacht - und passt auch perfekt zum Buch. Es spricht Jugendliche definitiv an (genauso wie Erwachsene), auch wenn Tomke hier leicht anders abgebildet ist, als sie im Buch beschrieben wird. Das Schriftbild könnte ruhig etwas größer sein, dann wäre die Lesbarkeit besser. Der Schreibstil der Autorin ist grandios; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt, sodass ein Film im Kopf abläuft. Ich könnte mir daher eine Verfilmung, am besten als Serie, sehr gut vorstellen. Der Plot ist gut durchdacht und die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau. Zeichnungen und Chats vervollständigen den Text - hervorragend. Auch die Kapitel sind als Gamecontroller mit einem reimenden Inhalt gekennzeichnet. Und genial finde ich auch den neuen Text, den die Autorin passend für das Buch für den Hit "Demons" der Imagine Dragons geschrieben hat. Das wäre auf YouTube definitiv ein Hit. Zwar ist der Autorin ein kleiner Fehler bezüglich der medizinischen Versorgung passiert, wer aber keine höheres medizinisches Wissen hat (wie wahrscheinlich der Großteil der Jugendlichen, für die dieses Buch auch geschrieben ist), wird sich daran überhaupt nicht stören bzw. wird es nicht auffallen. Am Ende des Buches gibt es eine Leseprobe zum Auftakt einer neuen Reihe der Autorin, die etwas an "Pretty little liars" erinnert. So wurde ja auch dieses Buch durch "Wenn du stirbst, zieht das ganze Leben an einem vorbei, sagen sie" ("Before I fall") inspiriert, ohne davon wirklich abzukupfern. Fazit: Grandioser Zeitschleifenroman mit Thrill - nicht nur für Jugendliche. 5 von 5 Sternen

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Unbekannte Helden: Auf gefährlicher Mission
Unbekannte Helden: Auf gefährlicher Mission

Ein Giftgasanschlag soll die Friedenskonferenz in Kongo stoppen und zu vielen Toten führen. Angeordnet wird dieser Anschlag vom US-Präsidenten. Lorenz Douglas ("Lord") Sinclaire und seine neue Freundin Lara gelangen zu Informationen und wollen den Anschlag verhindern. Aber auch der MAD und der DPSP versuchen den Attentäter zu stoppen. Das Cover des Buches zeigt natürlich neben dem Feuer mit dem Baum, dem Raketenwerfer und einem Flugzeug, die als Schatten dargestellt sind, Dinge, die eine wichtige Rolle im Buch einnehmen. Allerdings erscheinen diese Dinge irgendwie ungeordnet und so wirkt das Cover eher für ein Jugendbuch oder einen Roman, aber keinen Thriller. Der Plot selbst ist gut durchdacht; Orte und Charaktere sind bildhaft beschrieben. Und trotzdem konnte mich der Schreibstil nicht wirklich packen. Dafür gab es viele Gründe, die einzeln gar nicht gestört hätten, aber in der Fülle sich dann doch (für mich) negativ auf das Buch auswirkten. - kurze Kapitel: teils sehr kurz mit wechselnden Szenarien - viele Charaktere: können einen schon mal durcheinander bringen - einiges an Fehlern: meist im grammatikalischen Bereich zu finden; vereinzelt auch Rechtschreib-, Logik- und Folgefehler und einige Wiederholungen. Hier würde ein Lektorat/Korrektorat oder einige Testleser helfen. Manchmal taten mir einige Fehler wirklich weh. - relativ, kurze, einfache Sätze: Wie sie eher bei einem Jugendbuch zu finden sind. - fehlende Spannung in Kombination mit Verwirrung: Das Buch beginnt nach einer kurzen Einleitung mit dem Anschlag, danach wird alles versucht das Attentat zu verhindern. Aber natürlich weiß ja der Leser, dass das Attentat stattfindet - oder etwa doch nicht? Positives gibt es aber auch zu berichten: + Die beiden Freizeit-Agenten haben einen gewissen Charme, obwohl sie mir auch nicht richtig ans Herz wachsen konnten. Aber das Ende lässt irgendwie auf eine Fortsetzung hoffen - und die beiden können sich sicher noch weiterentwickeln. Der Grundstein für die 2 ist gelegt. + Das Buch wirkt gut recherchiert und man merkt die Liebe/das Interesse des Autors zu Technik, Autos und Waffen. + Der Plot ist (wie oben schon geschrieben) sehr gut durchdacht. Fazit: Thriller, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte, aber definitiv Potential hat. 3,5 von 5 Sternen

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Geheimakte Armageddon
Geheimakte Armageddon
von Milewski, André
Taschenbuch

Max und seine Freunde versuchen einige Monate nach dem Abenteuer in Atlantis weiter an Atlantis zu forschen. Sie begeben sich auf die Suche nach Hermes Trismegistos und seiner legendären Smaragdtafel. Doch auch einige Alchimisten haben überlebt und wollen schneller als Max sein. Ebenso gibt es Splittergruppen des Bewacherordens, die ebenfalls an die Smaragdtafel kommen wollen. Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und gibt wieder einiges vom Inhalt preis. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden. Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 11. Teil der Reihe, der zeitlich an (bisher) 10. Stelle steht. Allerdings merkt man, wie sich die Charaktere doch im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Zwar muss ich aufgrund der unterschiedlichen Reihenfolge von Erscheinungsdatum und chronologischer Reihenfolge immer wieder überlegen, wie alt denn Max - aber auch andere Charaktere - sind. Aber vielleicht lese ich die ganze Reihe irgendwann nochmals in chronologischer Folge. Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen. Wie immer ist der Teil neben atemberaubender Action, auch mit einer Prise Humor gewürzt. Und obwohl es bereits der 11. Band der Reihe ist, hat sich der Autor hier nochmals selbst übertroffen. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert. Auch wenn die schriftstellerische Freiheit bezüglich Lebensdaten hier schriftstellerisch ausgelegt bzw. verwendet wird. Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Genial auch wie der Autormehrere Legenden auf geniale Weise verbindet und dabei auch aktuelle Erkenntnisse nicht außer Acht lässt. Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war. Genau diese Mischung aus Mythos, Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen dies perfekt zu durchmischen. Ich hoffe dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf. Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman in Indiana-Jones-Manier. Absolute Topempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Ein Männlein liegt im Walde von Droste
Ein Männlein liegt im Walde

Dennis und Loretta erfahren, dass Dennis angeblich eine Tochter haben soll. Nach einem Treffen, wo Dennis sich mit dem Stiefvater von seiner angeblichen Tochter Miriam in die Haare bekommt, wird dieser im angrenzenden Wald tot aufgefunden - und Dennis blutverschmiert mit der Tatwaffe in der Hand direkt neben ihm. Da alles gegen ihn spricht, wird er verhaftet und Loretta und ihre Freunde müssen seine Unschuld beweisen. Dies ist bereits das 14. Buch um die Callcenter-Mitarbeiterin Loretta Luchs. Das Cover des Buches ist wieder perfekt gemacht - wie bei allen Büchern der Autorin wurde es extra für das Buch gestaltet und ist daher wieder nicht nur absolut passend, sondern wieder sehr detailreich. Wie immer ist Vorder- und Rückseite fast als Gemälde zu sehen. Der Schreibstil der Autorin ist (ebenso wie gewohnt) ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden detailreich beschrieben; die Hauptprotagonisten entwickeln sich weiter und wie gewohnt wechseln sich Humor und Spannung ab - wie es sich für eine "Krimödie" gehört. Alleine die Figuren, die sich die Autorin ausdenkt - einfach fantastisch. Man muss die Vorgängerbände nicht kennen und kommt trotzdem wunderbar mit dem Buch zurecht - allerdings will man dann sicher auch die anderen lesen. Mehr oder weniger sind die Täter und der Vorgang im Großen und Ganzen klar, trotzdem ist für Spannung und Humor das ganze Buch über gesorgt. Fazit: 14. Teil der Ruhrpottkrimödie rund um Loretta Luchs, die längst Kultstatus genießt. 5 von 5 Sternen

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Apps: Science Fiction Thriller
Apps: Science Fiction Thriller
Taschenbuch

Robin Beck, einem Online-Journalisten, fällt ein mysteriöses Handy in die Hände. Darauf sind lauter unbekannte Apps, die sein Leben verändern können. Doch der Besitzer will es natürlich zurück, während Robin versucht mithilfe der Apps sein Leben zu verändern. Das Cover des Buches ist präzise auf den Inhalt abgestimmt, passt daher perfekt zum Buch und ist ein echter Hingucker. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Man wird sofort in die Handlung hineingezogen, da das Buch nach einem Prolog (der eine spätere Szene vorwegnimmt) sofort mit dem Erhalt des Handys beginnt. Die Spannung ist somit von der ersten Seite an sehr hoch und bleibt es auch bis zum Ende ohne jemals abzuflachen. Dabei entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung als erwartet, was mich positiv überraschte. Während die 1. Hälfte mehr Thriller-Elemente hat, bietet die 2. Hälfte mehr SF-Elemente, die nicht nur prima durchdacht sind sondern auch sehr gut recherchiert sind und daher gar nicht so realitätsfern bzw. utopisch sind. Geschmückt ist das ganze dann mit einer kleinen - aber feinen - Prise Humor. Kleiner Kritikpunkt: Eine Kapiteleinteilung hätte mir besser gefallen. Ich freue mich auf den 2. Teil und hoffe, dass es noch viele Teile geben wird. Fazit: Absolute Leseempfehlung für einen spannenden, überraschenden SF-Thriller-Auftakt. 5 von 5 Sternen

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Schwarzwälder Morde: Kommissar Justin Schmälzle ermittelt (Schwarzwald-Krimi, Band 2)
Schwarzwälder Morde: Kommissar Justin Schmälzle ermittelt (Schwarzwald-Krimi, Band 2)

In Bad Wildbad ist derzeit nicht viel los. Kommissar Justin Schmälzle und sein Postenkommandant Harald Scholz langweilen sich. Doch dann wird eine Moorleiche gefunden - doch diese ist schon vor langer Zeit ermordet worden. Aber dann wird der Investor einer Ferienanlage ins Bein geschossen. Hauptverdächtiger ist der Inhaber der Schnapsfabrik. Das Cover ist wunderschön gelungen, allerdings hat die Axt nichts mit dem Buch zu tun und ist daher nicht wirklich passend. Ebenso geht es mir mit dem Titel, denn es gibt nur einen Mord. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Charaktere und Orte (die alle übrigens auch in echt existieren - nur die Handlung ist erfunden) sind ausgezeichnet beschrieben. So fällt einem auch nicht auf, dass es bereits der 2. Teil der Reihe ist (für mich im Übrigen war es der erste). Es handelt sich um einen typischen Regionalkrimi, wie er derzeit in Mode ist. Primär mag ich dieses Genre mit der Mischung aus Spannung und Humor sehr gerne. Bei diesem Buch ist allerdings der Humor nur sehr fragmentär vorhanden. Auch die Spannung könnte definitiv höher sein. Sehr gut gefallen hat mir, dass zwischen den Ermittlungen immer kurze Kapitel aus der Zeit der Moorleiche kommen. Zudem sind auch die beiden Kommissare definitiv lesenswert und noch um einiges ausbaubar, denn Potential besitzen sie definitiv. Insgesamt wirkt das Buch aber auch gut recherchiert, auch wenn die Polizei hier meist Wikipedia als Hauptquelle nimmt. Am Ende gib es dann noch ein Rezept für eine vegane Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Fazit: Interessante Ermittler, die im Genre des Regional-Krimis aber stärkere Konkurrenten haben. 3,5 von 5 Sternen

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Der Lethe-Code
Der Lethe-Code

Edgar hilft in Thailand Neuankömmlingen auf besondere Art. Denn sie alle haben ihr episodisches Gedächtnis nach Erhalt eines Serums verloren - angeblich auf eigenen Wunsch. Doch bei Tony ist irgendwie anders. Gleichzeitig versucht die Tierpflegerin Paula mehr über ihren Vater herauszufinden, der seit ihrer frühesten Jugend in Thailand verschwunden ist. Das Cover des Buches ist einfach ein echter Hingucker. Es passt nicht nur perfekt zum Buch, sondern macht Lust, das Buch sofort zu lesen. Der Schreibstil des Buches ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Die Kapitel sind von mehreren Protagonisten in der Ich-Form geschrieben - nur Edgar schreibt in der ungewohnten Du-Form, die mir zu Beginn etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig vorkam, da ich diese Schreibform sonst nur aus Exit-/Escape-Spiel-Büchern kenne. Allerdings wird nach einigen Kapiteln auch erklärt, warum diese außergewöhnliche Schreibweise gewählt wurde. Der Plot ist hervorragend gewählt; der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf höchstem Niveau. Auch wenn man glaubt, schließlich alles zusammenzufügen, kommt dann doch noch eine unerwartete Wendung aus der Feder des Autors daher. Das Thema wirkt hervorragend recherchiert und regt zum Nachdenken über das komplexe Thema an, das hier auch gut beschrieben wird. Fazit: Ich würde das Buch jedem der spannende Wissenschaftsthriller mag, sehr gerne ans Herz legen, darum vergebe ich 5 von 5 Sternen an diesen hochspannenden Thriller.

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Eis. Kalt. Tot. von Gmeiner-Verlag
Eis. Kalt. Tot.
sbbsnl

Mehr Thriller geht nicht…!   Was für ein fantastischer Auftakt dieser neuen Reihe von Anne Nordby, rund um die Recognizerin Margit Rauch Iversen und die kantigen Kollegen von der Mordkommission in Kopenhagen.   Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich kannte die Autorin Anne Nordby bisher nur dem Namen nach und bin sehr froh, mit dieser neuen Reihe ihre Thriller-Schreibwelt entdeckt zu haben. Von der ersten Seite an, taucht man in eine Geschichte ein, die mitreissender nicht sein könnte, wenn sie auch sehr brutal und grausam ist, aber so durchgängig spannend muss man das erst mal hinbekommen als Autor*in. Die mit vielen Ecken und Kanten versehenen Hauptprotagonisten und der schnelle Einstieg in die Story haben mich als Leserin sofort mitgenommen.   Die schwierige Zusammenarbeit zwischen der ruppigen Kommissarin Kerstin Vhinter und ihrem neuen etwas verklemmt wirkenden Kollege Jesper Bæk, die sympathische Margit Rauch Iversen, ein Mord, der brutaler und abscheulicher nicht sein könnte. Das alles im immer interessanten Kopenhagen und bei klirrender Kälte. Eine tolle Story mit Blick in die Abgründe der Menschen, die mich auch nach dem Ende des Buches nicht gleich los gelassen hat.   Anne Nordby versteht es mich tief in die Story eintauchen zu lassen, immer spannend und unglaublich fesselnd geschrieben. Eine ganz klare Empfehlung meinerseits für Liebhaber*innen dieses Thriller Genres.   Ich freue mich sehr auf weiteren Lesestoff und darüber eine neue, tolle Autorin entdeckt zu haben. Aber auch sehr darüber, dass ich dieses Buch vorab lesen durfte…

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Die Verlorenen: Der neue Thriller (Jonah Colley, Band 1)
Die Verlorenen: Der neue Thriller (Jonah Colley, Band 1)
sbbsnl

Autor: Simon Beckett ist ein britischer Krimi und Thriller Autor. Bekannt und erfolgreich durch seine Reihe um den forensischen Anthropologen Robert Hunter startet er mit dem Buch „Die Verlorenen“ eine neue Reihe mit dem Londoner Polizisten Jonah Colley als Hauptfigur. Inhalt: Jonah Colley wird von seinem ehemals besten Freund Gavin angerufen und zu einem alten Lagerhaus an der Themse gebeten, dort entdeckt er auf grausamste Weise getötete Menschen. Er wird selbst überfallen und muss langsam wieder zurück ins Leben finden, um zu erkennen, dass alles nicht so ist wie es scheint und das Verschwinden seines Sohnes Theo vor 10 Jahren mehr Geheimnisse verbirgt als gedacht. Es ist eine Geschichte um einen Mann, der verzweifelt versucht Erklärungen für die dramatischen Geschehnisse in der Vergangenheit zu finden. Die Printausgabe hat 416 Seiten und erscheint am 08.07.2021 im Wunderlich Verlag. Das Hörbuch ist im Argon Verlag in einer gekürzten Version erschienen und wird von Johannes Steck gelesen. Meine Meinung: Ich habe alle Hunter Bücher von Simon Beckett gelesen, bin somit eine begeisterte Leserin des Autors. Die letzten Bücher waren zwar immer noch sehr gut, aber nicht mehr so mitreißend aus meiner Sicht. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, das Beckett mit einer neuen Reihe aufwartet. Das Buch hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, es ist äußerst spannend und sehr gut geschrieben. Immer neue Wendungen nimmt die Aufarbeitung der Geschehnisse und das hat mich bis zum Schluss gefesselt. Der „Neue“ Jonah Colley ist zwar ebenso wie Robert Hunter arg gebeutelt vom Leben, aber man kann ganz schnell eintauchen in seiner Welt und begleitet ihn gerne auf dem schweren Weg, den er zu beschreiten hat. Beckett arbeitet die, für das Buch doch sehr wichtige Geschichte um seinen verschwundenen Sohn, gut auf und springt immer wieder hin und her zwischen der Gegenwart und den dramatischen Tagen vor 10 Jahren, um den Leser ins Bild zu setzen. Es gibt sympathische und weniger freundliche Menschen und die Geschichte um die brutale Ermordung einiger Menschen lässt uns durch den Autor in die Abgründe der Menschen schauen. Es ist kein leichtes Thema und das Schicksal von Colley und seine ständigen Bemühungen die Dinge und Geheimnisse aufzuklären, das zehrt an ihm und auch an meinen Nerven als Leserin. Aber das ist es ja was einen guten Thriller ausmacht, man fiebert mit, nimmt Anteil und ist gespannt, wie sich die Geschichte am Ende entwickeln wird. All das bietet mit Simon Beckett mit diesem ersten Buch um Jonah Colley. Hörbuch: Da ich parallel das Hörbuch gehört habe lasse ich auch hierzu meine Meinung einfließen: Johannes Steck hat nicht nur eine Stimme, die ganz wunderbar angenehm ins Ohr geht, sondern er liest auch die einzelnen Personen sehr engagiert und so gänzlich unterschiedlich, das hat mich begeistert. Er spricht sie so, dass ich als Leserin immer auch anhand der Stimmlage erkennen konnte, wer gerade "redet". Selbst wer gut und böse ist, konnte mir Steck mir stets durch unterschiedlichen Stimmfarben mitteilen. Spannend und immer mit genau der richtigen Menge an Emotionen in der Stimme hat mir Johannes Steck ein wirklich wunderbar dargeboten. Ein perfekter Hörbuchgenuss. Dass es sich bei der Version des Argon Verlages um eine gekürzte Version handelt, ist mir nicht aufgefallen und hat mich nichts vermissen lassen. Ich kann eine ganz klare Empfehlung für das (Hör-)Buch aussprechen, wer Beckett mag wird es sowieso mögen, wer ihn noch nicht kennt, findet hier mit „Die Verlorenen“ einen perfekten Einstieg in die Schreibwelt von Simon Beckett. Und wer Johannes Steck als „Vorleser“ bisher verpasst hat, sollte dies schleunigst nachholen

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ein spannender Auftakt…!"

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Ausweglos: Thriller
Ausweglos: Thriller

Elias Blom wird zu einem Tatort gerufen. Der Ringfinger-Mörder dürfte nach 3 Jahren wieder zugeschlagen haben. Elias wurde damals nach einem Zeitungsartikel ins Einbruchsdezernat versetzt, sein Partner Mats wurde gekündigt. Bei dem aktuellem Fall scheint der Täter Noah gezwungen haben ihn zu seiner Frau zu führen, stattdessen schickte er ihn aber zu seiner Nachbarin. Elias will den Täter endlich fassen. Das Cover ist in seiner Einfachheit einfach ein echter Hingucker; auch die Haptik wurde sehr gut gewählt. Der Schreibstil des Autors ist bei seinem Thriller-Debüt ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht von Elias, Noah, Linda und dem Täter jeweils in der Ich-Form geschrieben, was zu diesem Thriller perfekt passte. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau, was durch die Lügen bzw. Geheimnisse der Charaktere und den vielen überraschenden Wendungen bedingt ist. An manchen Stellen bekommt man aber Hinweise auf den wahren Täter, sodass man sich ein wenig zusammenreimen konnte, allerdings war dies nur ein Bruchteil der Geschichte. Der Plot wurde natürlich sehr gut gewählt und erzählt. Weniger gefiel mir, dass im Buch immer wieder von "DNA" die Rede ist. Warum kann ein österreichischer Autor, der in Deutschland lebt, nicht den deutschen Ausdruck "DNS" verwenden. Zudem viel mir auch mehrmals "Katheder" statt "Katheter" auf. Beide Wörter haben eine klar andere Bedeutung, denn den einen findet man in der Schule, den anderen im Krankenhaus. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Buch vorablesen durfte und hier noch nicht alle Fehler ausgemerzt wurden, wie man auch an ein paar anderen wenigen Stellen merkte. Daher fließt dieser Umstand genauso wenig in meine Bewertung ein, wie dass ich das Leseexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe. Was mich auch noch störte, war, dass der Täter immer wieder seinen inkaorangen BMW erwähnt, allerdings wurde dies mit voller Absicht gemacht, wie man aber erst am Ende des Buches erfährt. Ich hoffe sehr, dass man noch viel von diesem Autor zu lesen bekommt, besonders, wenn es in der Qualität dieses Thrillers geschieht, der in seinem Schreibstil an die frühen Werke von Sebastian Fitzek erinnerte. Fazit: Perfektes Thriller-Debüt; klare Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Achtung, hier kommt Frau Eule! / Mirella Manusch Bd.2 von Schneiderbuch
Achtung, hier kommt Frau Eule! / Mirella Manusch Bd.2

Die fast 10-jährige Vampirin Mirella Manusch will mehr über Manolo rausfinden. Denn sie verdächtigt ihn, dass er Tiere mit Farbe besprüht. Zudem ist der Vampirjunge nicht einverstanden damit, dass Mirellas Freundin Klara über ihn Bescheid weiß. Und dann kommt auch noch eine Eule mit einer Augenentzündung. Das Cover des Buches ist wieder fantastisch gemacht, wie die gesamten Illustrationen im Buch, die von Anastasia Braun gezeichnet wurden. Der Titel des Buches ist dazu haptisch greifbar. Dazu ist der 2. Teil aufgrund des Covers leicht der Reihe zuzuordnen. Bei diesem Reihe arbeiten 2 Autoren zusammen: die Bestseller-Autorin Anne Barns mit ihrer Debüt-Autorinnen-Tochter Christin-Marie Below. Und dies ist wirklich sensationell gelungen. Der Schreibstil der beiden ist grandios; die Charaktere werden sehr gut dargestellt, dazu ist das Buch witzig, aber auch lehrreich, wenn es um die Tiere geht. Durch den angenehm leichten Schreibstil ist das Buch für Grundschüler sehr gut geeignet und sicher hat auch mein Patenkind ihre helle Freude an dem Buch, das ich an sie weitergeben werde. Die Altersangabe lt. Buch ist ab 8 Jahren. Sir Lancelot ist natürlich mein Lieblingscharakter, der mich auch ein wenig an meinen Kater erinnert. Man lernt Manolo besser kennen, dazu lernt Mirella auch neue Freunde kennen. Am Ende des Buches gibt es dann einen klitzekleinen Cliffhanger, der schon Lust auf Teil 3 macht. Fazit: Grandioses Fortsetzung der Kinderbuch-Reihe, die aber auch Erwachsene begeistern kann - besonders mit Kindern zusammen. 5 von 5 Sternen

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Das Mädchen aus Zimmer 11: Psychothriller von Independently published
Das Mädchen aus Zimmer 11: Psychothriller
Taschenbuch

Sienna muss nach England, denn ihre Mutter wurde überfallen und liegt im Sterben. Doch warum war ihre Mutter an die Südwestküste Englands zurückgekehrt, wo ihr Mann sie vor 20 Jahren verlassen hat? Sienna will natürlich mehr darüber herausfinden und entdeckt, dass vieles anders ist als ihr ihre Mutter erzählt hat. So entdeckt sie auch ihre Großmutter. die laut ihrer Mutter gestorben sein soll. Und sie entdeckt, dass an diesem Ort bis vor 20 Jahren einige junge Frauen verschwunden bzw. ermordet wurden. Das Cover ist einfach ein echter Hingucker, der perfekt zum Buch passt. In einer Buchhandlung würde ich das Buch definitiv in die Hand nehmen und wahrscheinlich auch kaufen. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildgewaltig dargestellt. Der Plot selbst ist sehr gut gewählt. Für mich war es das erste Buch der Autorin (obwohl dies schon ihr 29. Thriller ist), aber definitiv nicht da letzte. Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite hoch gesetzt. Man glaubt zwar die ganze Zeit zu wissen, was passiert ist, am Ende wird man aber mit einer Überraschung eines Besseren belehrt. Das Buch ließ mich nicht los, sodass ich das Buch in kürzester Zeit gelesen habe, da ich es nicht aus der Hand legen konnte. Kritikpunkte gibt es nur wenige und das ist meckern auf hohem Niveau: So raucht Sienna zu Beginn des Buches, dann aber hat sie auch wenn sie noch so nervös oder aufgewühlt ist, nie wieder eine Zigarette. Zudem hätte der Thriller meiner Meinung nach ruhig noch etwas länger sein können, was die Autorin sicher ohne Probleme hinbekommen hätte. Fazit: Ein Thriller vor traumhafter Kulisse, wie er kaum besser sein könnte. 5 von 5 Sternen

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Abseits der Zeit von Inkpot UG
Abseits der Zeit
Taschenbuch

Emma, eine Küchenhilfin, lebt mit einigen anderen ein geheimes Leben im Schloss Neuschwanstein. Während sie am Tag schlafen, gehen sie nachts ihrem Handwerk nach. Paul, ein 17-jähriger Schüler, will sein Versprechen gegenüber seinem verstorbenen Großvater Franz einlösen und ein Buch ins Schloss zurückbringen. Zusammen mit der älteren, gerade kennengelernten Elektra versteckt er sich daher bei der Führung und bleibt nachts im Schloss. Das Cover des Buches ist einerseits gut gemacht (mit der Darstellung der Zeit, andererseits ist es doch etwas langweilig (v.a. die untere Hälfte). Hier hätte man natürlich das Schloss Neuschwanstein abbilden können. Der Schreibstil der Autorin ist sehr blumig, fast schon lyrisch. Das Buch wurde von der deutschsprechenden Autorin in griechisch verfasst und wurde dann von jemand anderem übersetzt. Die Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt. Den 1. Teil des Buches, in dem es um Emma und die anderen "Nachtaktiven" geht, fand ich zwar etwas schwierig zum Einstieg; dies hatte aber damit zu tun, dass hier nichts zu früh bekanntgegeben werden soll. So darf der Leser einige Zeit miträtseln, was es mit Emma auf sich hat. Dies ist das 2. Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Und ich muss sagen dieses Buch ist um einiges besser - hier merkt man die Weiterentwicklung der Autorin, die sich die Kritiken zu Herzen genommen hat. So ist der Schreibstil um einiges ausgeklügelter und ein Lektorat, konnte die meisten Fehler eliminieren - leider aber nicht alle. So starb z.B. Pauls Mutter im 1. Teil als er 10 war; im 2. Teil aber als er 6 war. Und auch ein paar kleine Rechtschreibfehler waren zu finden - am störendsten am Buchrückentext, wo "Schiksal" zu lesen ist. Das Buch war definitiv spannend, allerdings erreichte es nie das höchste Niveau und flachte auch teilweise ab. Hier hätte man es sicher um einige Seiten kürzen können. Der Plot war sehr gut durchdacht. So konnte mich das Buch doch im Großen und Ganzen überzeugen. Fazit: Unterhaltsame Fantasy-Geschichte um das Schloss Neuschwanstein. 4 von 5 Sternen

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Perfect Life – Rückkehr zu Dir von Independently published
Perfect Life – Rückkehr zu Dir
Taschenbuch

Wunderschön! – Ein ganz zauberhaftes, liebevoll geschriebenes und sehr gefühlvolles Buch. Schön zu lesen, ansprechende Handlung und Figurenkonstellation, auch mit der Erotik (immer niveauvoll), prickelnd, sehr romantisch, dabei mit viel Esprit und zum Nachdenken anregend. Es hat mir ein paar sehr angenehme Lesestunden bereitet. Sehr zu empfehlen! Bei der Reaktion schwankte ich zwischen Freude und ganz viel Liebe. – Ich habe mich für Freude entschieden, weil mir dieses Buch so gut gefällt. Zum Inhalt: Nach einem skandalösen Geschehen floh Lady Patricias Liebster von London aus ins amerikanische Sacramento, um dort als Goldschürfer und „Holzbaron“ sein Glück zu machen. Derweil leckt die einsame, von der Liebe enttäuschte Lady in Cornwall ihre Wunden. Mit der Liebe hat sie ganz und gar abgeschlossen. Doch dann kommt es unverhofft zu einer Brieffreundschaft mit einem geheimnisvollen, ihr zunächst gänzlich unbekannten Mann, der allerdings tausende Meilen von ihr entfernt lebt. – Ob diese Liebe eine Chance hat? Zur Gattung: Historischer Liebesroman mit prickelnden Szenen!

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Blicke aus grünen und grauen Augen trafen sich, verschwammen miteinander und wurden eins."

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Seelen Hass
Seelen Hass

An seinem 17. Geburtstag lässt Fabian einen Freund seines Freundes ans Steuer von der Corvette seines Vaters. Nach einem folgenschweren Unfall lassen sie das Auto verschwinden und schweigen. Doch Daniel, der seine Familie bei diesem Unfall verloren hat, hat überlebt und 6 Jahre später bekommt er durch Zufall heraus, wer für den Unfall damals verantwortlich war. Und seine Rache ist schrecklich. Hauptkommissar Theisen und Oberkommissar Schüle versuchen dem Täter auf die Spur zu kommen. Das Cover passt perfekt zum Buch und zur bisherigen Reihe; es macht richtig Lust auf das Buch. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben, die Charaktere entwickelten sich im Laufe der Reihe glaubhaft weiter. Eigentlich mag ich es nicht, wenn der Täter in einem Krimi/Thriller schon von Beginn an klar ist, darum mochte ich auch "Columbo" nie wirklich. Auch in diesem Buch ist bereits früh klar, wer der Täter ist. Bei diesem Buch war es trotzdem anders, denn man fieberte trotzdem mit und Spannung war das ganze Buch über auf Höchstniveau.. War der Beginn des Buches noch eher ein Drama, wandelte es sich dann doch in einen klassischen Thriller - nur dass man den Täter eben schon kennt. Der Klappentext führt ebenfalls leicht in die Irre, denn erst ab der Hälfte des Buches spielen Theisen und Schüle mit bzw. die Handlung vom Klappentext beginnt. Dies störte mich zwar alles am Anfang ein wenig, im Laufe des Buches gab ich mich dann aber ganz dem Lesegenuss hin. Zudem ist man es so auch von der bisherigen Reihe gewohnt. Die Orte und Charaktere werden ausgezeichnet beschrieben und die Protagonisten der Polizei bieten definitiv noch Schreibmaterial für weitere Bücher, auf die ich mich jetzt schon freue. Vor allem, da das Buch mit einem Cliffhanger endet, der Theisen noch vor Herausforderungen stellen wird. Fazit: Ungewöhnlicher Thriller, der trotzdem voll überzeugen kann. 5 von 5 Sternen

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Die Senioren-Soko: Waldleichenalarm: Cosy-Krimi (Fall 3) von 978-3-9822741
Die Senioren-Soko: Waldleichenalarm: Cosy-Krimi (Fall 3)
Taschenbuch

Elfriede Greismann findet im Wald eine Leiche. Beim Begräbnis entdeckt sie, dass sie den Toten kannte und schon ermittelt die Senioren-Soko ein weiteres Mal - diesmal aber geht es um Mord. Das Cover unterscheidet sich von den bisherigen ursprünglichen Büchern der Reihe, die aber ebenfalls ein neues Cover erhielten, das im Stil von diesem Cover ist. Es zeigt wieder alles, was in diesem Fall wichtig ist. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar; Charaktere und Orte werden wieder sehr gut dargestellt und es ist ein Wiedersehen mit der Soko, die einem ja schon in den vorherigen Teilen ans Herz gewachsen ist., Der Fall selbst ist diesmal zu den Vorgängerbänden im Vordergrund. Und trotzdem spürt man wieder den Humor und auch die Liebe, die die Autorin in die Figuren steckt. Der Stoffesel Klausmüller spielt in diesem Fall, der auch für sich alleine gelesen werden kann, keine Rolle. Fazit: Erneut eine humoristisch-kriminalistische Ode an das Alter. 5 von 5 Sternen

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Flüsterwald - Der verschollene Professor (Band 2) von LEONINE Distribution GmbH
Flüsterwald - Der verschollene Professor (Band 2)
Audio CD

Ella kann durch einen Zufall und Hartnäckigkeit Lukas in den Flüsterwald folgen, wo ihr Großvater verschollen ist. Nur ein Rätsel führt Lukas, Ella und die Flüsterwelt-Freunde zu ihm. Doch die Suche ist alles andere als ungefährlich. Das Cover ist toll gemacht und passt perfekt zum (Hör-)Buch und zum 1. Teil der Reihe. Der Autor ist ja durch seine genialen Einfälle v.a. im Bereich der Fantasy für Erwachsene bekannt. Seine Reihe "Das Erbe der Macht" wurde ja zurecht mehrmals ausgezeichnet. Hier versucht er sich das Genre kindgerecht zu verpacken. Und das ist ihm gelungen. Klar ist es nicht so komplex wie seine Erwachsenen-Reihen, trotzdem wird dieses Buch nicht nur Kindern ab 9 Jahren viel Spaß bereiten. Der Sprecher des Hörbuchs ist einfach genial und passt hervorragend zur Geschichte, da jede Figur eine deutlich andere Stimme durch ihn erhält, was natürlich auch absolut kindgerecht ist. Zudem ist (in diesem Genre besonders wichtig) auch hier wieder einiges an Humor zu finden. Aber die Hauptsache ist natürlich die Spannung. Das Buch endet nicht in einem Cliffhanger, aber es zeigt auch dass die Reise weitergeht, denn viele neue Fragen tauchen auf. Ich werde das Hörbuch an meine Patentochter weitergeben und bin mir sicher, dass ihr das Buch ebenso gut gefällt, wie mir und meiner Frau bzw. wie ihr schon der 1. Teil gefallen hat. Und dann freuen wir uns natürlich auf die Fortsetzung. Fazit: Fantasy-Abenteuer-Auftakt für Kinder von 8 - 99 oder darüber hinaus. 5 von 5 Sternen

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Zu den Elefanten: Novelle
Zu den Elefanten: Novelle

Theo ist weder mit seiner Familie, noch mit seinem ganzen Leben zufrieden; er fühlt sich festgefahren. Um sein Leben irgendwie zu retten, macht er eine Reise mit seinem 9-jährigen Sohn Moritz. Ihr Weg führt sie auf die Spuren des Elefanten Soliman, zusammen mit Maximilian II. Doch von Beginn an läuft vieles an dieser Reise schief. Das Cover passt nicht nur perfekt zum Titel des Buches und zum Buch selbst, sondern ist auch wunderbar gelungen. Die Erzählweise ist durch seine melancholische - teilweise tiefblickende, emotionale - Art, die definitiv literarisch-ausschweifende Züge zeigt, ausgezeichnet. Die Charaktere und Orte werden wunderbar bildhaft beschrieben. So kam ich auch gut in die Geschichte rein, die allerdings bald skurril und absurd wurde. Dies wuchs über das ganze Buch exponentiell an. So wird der 9-jährige Moritz von anderen immer um 10 Jahre älter geschätzt, während sich seine Eltern nur peripher Sorgen um ihn machen bzw. ihn suchen. Und dass dann dieser 9-Jährige ohne Geld tagelang weiterwandert, ohne wirklich gesehen zu werden ist einfach so surreal, dass mich das Buch höchstens über soviel Unsinn noch ärgerte. Ebenso als der Notarzt, der bei Theo eine Dehydratation diagnostiziert, ihn gleichzeitig zum Erbrechen bringen will. Auf der Reise erlebt Theo (teilweise mit Moritz) viele Situationen, die teilweise auch aktuell sind und zum Nachdenken anregen. Allerdings werden diese Szenen auch von Mal zu Mal überspannter und wahnwitziger. So sind v.a die Reaktionen von Theo in keiner Situation nur ansatzweise nachvollziehbar. Dass das ganze dann irgendwie logisch zu Ende gebracht wird, lässt nur einen Schluss zu, den ich hier aber nur indirekt in meiner Überschrift "spoilern" möchte. Die wirklich großen Szenen, die Novellen (wie z.B. auch Musil, der ja im Klappentext erwähnt wird) ausmacht und die zum Nachdenken anregen, sucht man in diesem Buch leider vergebens. Fazit: Absurd-skurrile Geschichte, die zwar logisch zu Ende erzählt wird, aber trotzdem sehr abwegig ist. 2,5 von 5 Sternen

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Schwarzer Nachtschatten: Die Apothekerin ermittelt
Schwarzer Nachtschatten: Die Apothekerin ermittelt

Die Apothekerin Maja Ursinus wird beschuldigt, dass sie ihren Ex-Liebhaber und ihre Nachbarin mit Solanin getötet hat. Kommissar Schnell bleibt trotz Alibis bei dieser Meinung, während Kommissar Brodtbeck - der auch noch ihr neuer Nachbar wird - an ihre Unschuld glaubt. Um ihre Unschuld zu beweisen, nimmt die junge Apothekerin selbstständig die Ermittlungen auf - und begibt sich selbst in Gefahr. Das Cover ist einfach spitze; ein echter Hingucker und natürlich absolut passend. Der Schreibstil des Autors ist primär gut, aber doch ungewöhnlich. Die Charaktere - v.a. die beiden Hauptprotagonisten - werden nur nach und nach etwas beschrieben. Die meisten Infos erhält man da noch aus dem Klappentext bzw. aus dem Steckbrief am "Innencover". So wird die Vorgeschichte von Maja hauptsächlich im Klappentext erzählt, im Buch selbst nur nebenbei. Und das Alter erfährt man von den Protagonisten auch nicht - nur dass sie jung sind. Ungewöhnlich ist auch der Beginn des Buches. Normalerweise beginnt ein Krimi mit bzw. vor dem Mord. Dieser Krimi startet - nach einem Prolog, der am Ende des Buches spielt (was auch passt) damit, dass die Polizisten in die Apotheke kommen, um Maja wegen des 2. Mordes zu verhören. So wird man sehr schnell in die Handlung hineingestoßen, was Vor- aber auch Nachteile bringt. Insgesamt wirkt das Buch - v.a. bzgl. der Toxikologie - sehr gut recherchiert. Die Spannung ist das ganze Buch über auf hohem Niveau, damit hat man mit Maja eine tolle, wenn auch etwas unbeholfene Ermittlerin, die in Brodtbeck einen tollen Partner findet. Diese beiden passen perfekt zusammen. Die Auflösung bzw. das Ende des Buches wirkt dann teilweise etwas gehetzt und auch ein wenig konstruiert, auch wenn mir die Lösung dennoch gefallen hat. Sehr gut war auch, dass das Buch die verschiedenen Perspektiven laufend wechselt. Dazu wird der Leser natürlich eingeladen, dass er mitermittelt und miträt. Als geübter Krimileser kam ich dann aber trotzdem nicht auf die Lösung. Fazit: Krimiauftakt mit außergewöhnlicher Ermittlerin und kleinen Schönheitsfehlern. 4 von 5 Sternen

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Das Geheimnis des Bussards: Henry Voigt Abenteuerreihe
Das Geheimnis des Bussards: Henry Voigt Abenteuerreihe

Der Archäologe Henry Voigt, seine Freundin Charline und sein Assistent Isaac sind gerade bei der Eröffnung eines Museums in Uganda, als ihn ein mysteriöser Anrufer dazu bringt an einer geheimen Auktion in London teilzunehmen und ein bibelähnliches Buch zu ersteigern. Doch er wird überboten und bekommt erneut einen Anruf: Um seinen Freund Frank zu retten, soll er das Buch beschaffen und den Schatz des Piraten La Buse finden. Das Cover des Buches ist wieder sehr gut gelungen, obwohl der Bussard im Buch ja nur ein Spitzname und kein wirklicher Vogel ist. Der Schreibstil des Autors hat sich seit Band 1 definitiv um Welten verbessert. Die Charaktere bekommen Farbe, ebenso werden die Orte sehr gut dargestellt. Zudem entwickeln sich die Charaktere toll weiter. Wie schon in den vorherigen Büchern der Reihe wirkt auch dieses Buch großartig recherchiert, was man auch durch das Nachwort des Autors sehr gut nachvollziehen kann. Die Spannung beginnt bereits mit dem Prolog und bleibt bis zum Epilog auf sehr hohem Niveau. Längen oder auch eine gehetzte Handlung, wie ich beim 1. Band noch zu kritisieren hatte, waren hier nicht zu finden, obwohl manches schon rasch über die Bühne geht und der Autor dies sicher noch etwas ausschmücken hätte können. Einige stilistische bzw. Rechtschreibfehler waren wieder vorhanden, was durch ein Lektorat/Korrektorat definitiv verbessert werden könnte. Ein geheimnisvolles Phantom scheint ein neuer Gegner von Henry zu werden - seine Identität wird aber natürlich im Buch (Gott sei Dank) noch nicht verraten. Realität und Fiktion wurden hier ausgezeichnet miteinander verbunden. Erst durch eine Internetrecherche fand ich mehr über den wahren Piraten heraus und hätte mir bezüglich des Kryptogramms noch mehr Realität in die Fiktion gewünscht. Fazit: Die Reihe entwickelt sich immer besser. 4,5 von 5 Sternen

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Die Karte (Kerner und Oswald, Band 4)
Die Karte (Kerner und Oswald, Band 4)
sbbsnl

Autor: Andreas Winkelmann ist ein erfolgreicher deutscher Schriftsteller, der z.B. auch unter dem Pseudonym Frank Kodiak als Thrillerautor erfolgreich ist. 1968 geboren in Liebenau, lebt er heute mit seiner Familie in der Nähe von Bremen. Bei „Die Karte“ handelt es sich im den 4. Band der Reihe um Kerner & Oswald. Inhalt: Eine Joggerin wird brutal ermordet, der Mörder scheint es auf diese Art von Sportlerinnen abgesehen zu haben und Hauptkommissar Jens Kerner jagt, mit seinen eigenen Problemen belastet, durch Hamburg, um den eiskalten Serienmörder zu stoppen. Ein Todesfall in den eigenen Reihen setzt Kerner ebenso zu, wie auch sein kompliziertes Verhältnis zu seiner Kollegin Rebecca Oswald und er steht sich selbst bei der Lösung der Fälle im Weg… Mein Fazit: Wie so oft kann man einen Thriller von Andreas Winkelmann in einem Rutsch durchlesen. Auch diesmal freut man sich darauf den Weg mit dem sich oft so schwer tuenden Kerner mitzugehen und darauf zu warten, wann und wie es endlich weitergeht mit ihm und Rebecca Oswald. Aber das ist ja eigentlich nur „Nebensache“. Winkelmann wartet wieder mit einer guten Story im gewohnten Stil auf, spannend geschrieben, immer wieder geht es hin und her, mal aus Sicht des Mörders, dann wieder aus der Sicht der Hauptpersonen. Er schreibt so, dass man schon weiß, was als nächstes passiert, aber irgendwie schafft er es trotzdem immer die Spannung aufrecht zu halten. Ein paar Nebenschauplätze, ein kleine Geschichte aus der Vergangenheit, die er einstreut, von der man nicht weiß, wohin uns das führen soll, machen das Buch abwechslungsreich und nie langweilig, Vielleicht ein bisschen viel privater Kerner, aber das gehört bei Krimireihen halt dazu. Es ist ein solider Thriller, man bekommt vom Autor das was man erwartet. Spannender Lesestoff, der zwar nichts Überraschendes auf Lager hat, aber gut unterhält, kurzweilig und durchgängig spannend ist. Wenn man diese Art Thriller mag und Winkelmann gerne liest, ist man bestens bedient mit diesem vierten Teil der Reihe. Mir hat es Spaß gemacht ihn zu lesen…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Kerner setzt alles auf eine Karte...!"

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Die Phönix Initiative: Das Synonym der Zeit (Bd.1 des Zeitreiseabenteuers)
Die Phönix Initiative: Das Synonym der Zeit (Bd.1 des Zeitreiseabenteuers)

Ein Asteroid rast 2134 auf die Erde zu. Doch trotz aller Technik kann man ihn nicht abwehren. Die letzte Chance besteht in einer Zeitreise ins alte Rom, wo 6 Auserwählte als römische Götter auftreten sollen, um die Technik-Evolution schneller voranzutreiben. Doch religiöse Gegner wollen dies mit allen Mitteln verhindern. Das Cover des Buches zeigt ganz klar Mia als Diana und passt daher hervorragend. Zudem ist es ein echter Hingucker, das perfekt gemacht ist. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Der Plot ist gut gewählt; die Spannung ist das ganze Buch über auf hohem Niveau. Zuerst ist man durch die "doppelten" Namen und die 2 Zeitebenen noch etwas verwirrt, aber gerade dies machte dann das ganze Buch erst zu dem, was es war, da es die Spannung aufbaute und dabei auch einen guten Einblick in die römische Geschichte gibt. Ein Namensregister hätte hier vielleicht etwas Verwirrung genommen. Die verschiedenen Charaktere waren einfach toll, weil sie so unterschiedlich sind. Am Ende der Kapitel gibt es oft Cliffhanger, sodass man einfach weiterlesen muss. Dabei wird es nie zu fantastisch, sondern bleibt dem SF-Genre treu. In einigen Szenen erinnert das Buch ein wenig an "Die Tribute von Panem" und definitiv wird durch das Buch auch die gleiche Zielgruppe angesprochen - wobei man es natürlich auch in "höherem" Alter noch genießen kann. Die Geschichte endet passend, aber natürlich ist das Ende doch in einigen Bereichen noch offen. Aber natürlich gibt es eine Fortsetzung auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Fazit: Toller Auftakt einer Zeitreise-Geschichte (nicht nur) für junge Erwachsene. 5 von 5 Sternen

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Das Ewigkeitsprojekt
Das Ewigkeitsprojekt

Dr. Sarah Berger erwacht eines morgens. Doch sie findet keine anderen Personen. Draußen ist nur dichter Nebel. Auch über Handy erreicht sie niemanden - nicht mal ihren Ehemann. Schon bald kommt die junge Ärztin hinter die mysteriösen Vorkommnisse. Aber wie wird sie mit den Gegebenheiten umgehen? Das Cover ist ein echter Hingucker, obwohl es schon etwas über die Situation von Sarah verrät. Wenn man aber an das Genre denkt, kommt man auch so wahrscheinlich auf die Lösung. Zudem wird es am Ende des 5. Kapitels sowieso gelöst, was es mit dieser mysteriösen Welt auf sich hat. Damit endet aber die Spannung nicht. So ist der Spannungsbogen das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Und es gibt einige überraschende Wendungen, was ich sehr begrüßte. Der Plot ist zwar im Großen und Ganzen nichts Neues - durch den Schreibstil schafft es die Autorin allerdings es neu wirken zu lassen bzw. eine neue Geschichte zu entwickeln. Der Schreibstil ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Mit 166 Seiten ist das Buch doch relativ kurz und lässt sich so gut zwischendurch lesen. - Ich habe es an einem Tag (ein paar Stunden) gelesen. Dabei wirkt die Handlung aber nie gehetzt, sodass die Seitenanzahl ausreichend war, obwohl ich gerne noch weitergelesen hätte. Es würde mich sehr freuen bald wieder etwas von der Autorin lesen zu können. Fazit: Toller SF-Thriller. Absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Der Choral der Hölle: Historischer Roman von Independently published
Der Choral der Hölle: Historischer Roman
von Milewski, André
Taschenbuch

Nach dem Tod seines Vaters will Leonhard Mahler von Hamburg aus 1883 zu seinem Onkel Ludger nach Java fahren, um dort sein Glück zu finden. Femke, die Tochter des Richters, rebelliert gegen ihren Vater und will Java verlassen, um in Europa sesshaft zu werden. Und auch der Taschendieb Bimo träumt davon Europa zu sehen. Doch Wünsche können sich ändern, wenn das Leben plötzlich auf dem Spiel steht. Das Cover ist zwar einfach gemacht; ist aber nichtsdestotrotz detailreich und absolut passend zum Genre und dem Buch. Und gerade das macht es zu einem echten Hingucker. Natürlich ist der Vulkan an der Hauptstelle, an den oberen Ecken findet man aber die Leuchttürme, die warnen (durch Noten gezeigt). Der Schreibstil des Autors ist, wie bei allen seinen bisherigen Büchern, ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Zudem ist das Buch auch wieder hervorragend recherchiert. Der Autor, der bisher durch die Falkenburg-Reihe, aber auch durch Thriller, aufzeigen konnte, zeigt hier nochmal eine ganz andere Seite seines Könnens. Zwar spielt auch die Falkenburg-Reihe im historischen Rahmen, aber ist trotzdem eher ein Abenteuerroman, als dieses Buch, das persönliche Schicksale in den Kontext einer Katastrophe bringen - ähnlich wie James Cameron im Film "Titanic". Und im Übrigen bekommt auch ein Falkenburg einen kurzen, aber wichtigen Auftritt. Wie gewohnt ist am Ende auch wieder erklärt, was Fakt ist/war. Dazu gibt es einige Abbildungen von Bildern bzw. Karten des Krakatau. Fakt und Fiktion wurden sehr gut ineinander verwoben. Fazit: Historischer Roman, der voll zu überzeugen weiß. Klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen

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Der Bruder: Kriminalroman (Milla Nova ermittelt, Band 3)
Der Bruder: Kriminalroman (Milla Nova ermittelt, Band 3)

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Rechtsmedizinerin Irena Jundt in ihr Heimatdorf zurück, um alles zu klären. Dabei kehren auch Erinnerungen an ihren Bruder Beni zurück, der seit fast 30 Jahren vermisst wird. Der Täter soll zwar hinter Gittern sitzen, doch nach einem Gespräch mit ihm, glaubt Irena an seine Unschuld. Währenddessen ermittelt Sandro Bandini im Entführungsfall eines kleinen Jungen in Bern, auch seine Freundin Milla Nova, eine Journalistin, stellt auf eigene Faust Ermittlungen an. Das Cover ist ein echter Hingucker. Es passt perfekt zur bisherigen Reihe um Milla Nova und natürlich auch zum vorliegenden Buch. In seiner Düsternis zeigt es doch auch Licht. Besonders hervorzuheben ist auch noch die Haptik an den Ecken. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben. Obwohl es für mich das 1. Buch der Autorin war, konnte ich mich schnell in die Protagonisten einfühlen. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau. Hervorzuheben sind neben den Perspektivwechseln und verschiedenen Handlungssträngen auch die des Öfteren vorkommenden Cliffhanger am Ende des Kapitels, die es einem unmöglich machen das Buch wegzulegen. Neben sehr interessanten Charakteren kann das Buch auch mit einigen überraschenden Wendungen aufwarten und punkten. Zudem war es natürlich auch sehr emotional, v.a. da es in den 1980ern in der Schweiz tatsächlich eine Reihe von verschwundenen Kindern gab bzw. zum Teil noch immer gibt. Außerdem überraschte mich das Buch mit der Feststellung, dass Mord in der Schweiz tatsächlich (nach 30 Jahren) verjährt, und man dafür nicht mehr verurteilt werden kann. Da mir dieser Teil so gut gefiel, habe ich mir gleich mal die vorhergehenden Teile als E-Book gekauft. Fazit: Genau so muss ein Krimi sein. Spannend von Anfang, facettenreich bis zum Ende mit einigen Wendungen und interessanten Charakteren. 5 von 5 Sternen, da es nicht mehr zu vergeben gibt.

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Demokratien im inszenierten Standortwettbewerb: Politik für die unteren 90 Prozent von Tectum Wissenschaftsverlag
Demokratien im inszenierten Standortwettbewerb: Politik für die unteren 90 Prozent
Taschenbuch
jens

Das Buch bietet eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Denken in Standortwettbewerben und den Folgen. Selbst die Verbindung der Rentendiskussion zum Standortwettbewerb wird deutlich. Es ist anschaulich, anregend und zeigt auch die Richtung von Lösungen, die ohne Verzicht auf Wohlstand und im Rahmen von Marktwirtschaft möglich sind.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Publizistisch ist Deutschland schon viele Tode gestorben."

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Sommer der Liebe: Psychothriller (Profiler Tobi Miller) von Independently published
Sommer der Liebe: Psychothriller (Profiler Tobi Miller)
Taschenbuch

2 Mädchen aus einer betreuten Wohngemeinschaft verschwinden; eine davon wird brutal ermordet aufgefunden. Profiler Tobi Miller versucht zusammen mit Bruno Horvarth den Fall zu lösen. Dabei kommen sie auch auf die Spur eines Mordes, der vor 40 Jahren in einer Hippie-Kommune geschah. Und vieles deutet darauf hin, dass die Fälle zusammenhängen. Das Buch ist der 2. Teil der Tobi-Miller-Reihe, Bruno Horvarth kennt man aus der Falco-Brunner-Reihe. Es ist das erste Buch des Autors, das im Selbstpublishing herausgebracht wurde. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, ist aber trotzdem ein echter Hingucker, auch wenn es viele ähnlcihe Covers gibt. Es passt auch sehr gut zum vorliegenden Buch. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend. Orte und Charaktere werden mit all ihren Fehlern und Schwächen brillant dargestellt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Gerade der "Profiler" Tobi gefiel mir ausgezeichnet (großartig mit all seinen Fehlern) - passend dazu ist der Großteil des Buches aus seiner Sicht geschrieben. Dazu gibt es einige Kapitel, die in der Vergangenheit spielen - in Form von Briefen. Die Fülle an Informationen, die man bekommt ist sehr groß und auch die Menge an Namen (v.a. wenn mehrere Personen 2 verschiedene Namen "haben") können manchmal etwas verwirrend sein. In einigen wenigen Szenen wurde auch etwas ausschweifend erzählt, sodass die Spannung kurzzeitig ein wenig runterfiel, was sich aber schnell wieder gab. Auf jeden Fall hoffe ich auf mehr Fälle über den charismatischen Profiler, auch wenn er seine Profiler-Fähigkeiten kaum zeigen darf. Fazit: Komplexer Psychothriller mit spannendem Plot und interessanten Charakteren. 4,5 von 5 Sternen.

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„Schwule sind doch immer nett ...: Nach wahren Geschichten
„Schwule sind doch immer nett ...: Nach wahren Geschichten

Tim benötigt eine Story für die Lokalzeitung, damit er seinen Job behalten kann. In einer Kneipe lernt er Julian kennen, ein jungen schwulen Mann, der ihm seine Geschichte erzählt. So erfährt Tim, wie durch Julians schwierigen Lebensweg, der starke, selbstbewusste Mann wurde, der jetzt vor ihm sitzt. Das Cover ist nicht nur toll gelungen, es passt auch perfekt zum Buch und unterstreicht noch einmal den Titel des Buches. Die Charaktere und Orte werden alle (auch die kleinsten Nebendarsteller) detailreich beschrieben, was zwar fast schon übertrieben ist, mir aber trotzdem gefiel. Tim, der zwar in der Inhaltsangabe vorkommt, nimmt nur einen minimalen, unwichtigen Teil des Buches ein; er ist fast schon zu vernachlässigen, wenn nicht eine Fortsetzung über Tim geplant wäre (lt. Autor). Das Buch ist nach wahren Geschichten - so steht es auch am Cover. Und es müssen hier wirklich ein paar Schicksale verknüpft sein, denn, dass einem soviel Mist passieren kann, ist schon fast unmöglich. Die ganze Story ist hochemotional, mit ein paar wenigen Erotik-Szenen gespickt, die gut in die Geschichte integriert wurden. Ungewöhnlich ist, dass es viele Absätze mit Leerzeilen gibt. Das irritiert aber nur ganz zu Beginn etwas. Gestört hat mich, dass einiges immer wieder vorweggenommen und wiederholt wird. So liest man nicht nur einmal Sätze wie: "Wenn ich das gewusst hätte...". Noch störender aber war, dass das Buch dringend noch ein Lektorat/Korrektorat benötigt. Ausgelassene Pronomen oder Artikel stören hier noch weniger als Wörter wie "Priese" statt "Brise" oder ein "Tunfisch". Schade, denn wenn diese Fehler ausgemerzt werden hätte sich das Buch einen Stern mehr verdient. Fazit: Hochemotionale Story, die aber noch lektoriert/korrigiert werden muss. 4 von 5 Sternen (ohne Fehler wäre es die Höchstpunktezahl)

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Ich will dir nah sein: Psychothriller
Ich will dir nah sein: Psychothriller

Lester Sharp arbeitet in einem Fundbüro und geht dort voll in seinem Job auf, da es auch seiner Leidenschaft - fremde Gegenstände - entgegenkommt. Privat hat er kaum soziale Kontakte, auch die Pflege vernachlässigt er. Vielmehr ist er damit beschäftigt, seine Nachbarn zu stalken. Als die Balletttänzerin Erin in die Wohnung neben ihn einzieht, kann er sein Glück kaum fassen, und verleibt sich über die Ferne in sie. Gut für ihn, dass er von seinem Badezimmer gut in die Wohnung der neuen Nachbarin hört. Zudem hat er auch einen Schlüssel vom Vormieter. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber ausgezeichnet zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut - Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Der Plot ist gut gewählt, v.a. durch den unsympathischen - aber trotzdem interessanten - Charakter Lester Sharp und auch Erin, die selbst ihre Geheimnisse hat. Mit Rhys kommt dann ein ebenfalls gut durchdachter Protagonist hinzu. Die Spannung verläuft kontinuierlich durch das Buch, wobei mir einfach der Überraschungseffekt fehlte. Am Ende des Buches stieg dann die Spannung auf den Höchststand, denn plötzlich kam eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte. Genau dieses Ende machte das Buch dann lesenswert und lässt mich eine Empfehlung aussprechen, auch wenn ein paar kleine Fragen leider ungeklärt blieben. So hätte ein Epilog der einiges erklärt (Stichwort Rhys) einen runderen Abschluss ergeben. Nichtsdestotrotz fühle ich mich sehr gut unterhalten. Fazit: Psychothriller, der lange etwas dahintümpelt, aber am Ende doch positiv überraschen kann. 4 von 5 Sternen

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Bazilla - Feen-Internat in Gefahr: Band 2
Bazilla - Feen-Internat in Gefahr: Band 2

Das Internat der Feenschule ist in Gefahr. Menschen wollen den Park roden und Hochhäuser und Büros hinbauen. Doch die Feen und Alben können es nicht verhindern, darum ruft Bazilla ihre Familie um Hilfe. Das Cover des Buches ist wie schon beim 1. Teil wundervoll gestaltet. Auch im Inneren gibt es viele tolle Illustrationen von Angela Gstalter, die auch perfekt zu den Szenen gestaltet sind. Schade, dass sie nur schwarz-weiß sind, dennoch sind sie einfach wundervoll. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet und altersgerecht für Kinder von etwa 8 - 10 Jahren. Die Charaktere und Orte werden ebenso dargestellt. Die Story ist wieder gut überlegt und lebt v.a. von Bazilla, die man einfach ins Herz schließen muss. Kinder (v.a. Mädchen) werden ihre helle Freude an ihr haben - genauso wie an Elvis, dem Vampir-Hamster. Auch meinem Patenkind Marie hat die Geschichte sehr gefallen - und das ist ja das Wichtigste, denn sie ist in der richtigen Altersgruppe. Aber eben auch mich als kindlich gebliebenen männlichen Erwachsenen (kindlich - nicht kindisch!) konnte dieses Buch vollständig überzeugen und so freuen wir uns schon sehr auf den 3. Teil im nächsten Jahr. Am Ende des Buches gibt es bereits eine Leseprobe zum Folgeband. Fazit: Wundervolle Fortsetzung einer Reihe um die außergewöhnliche Fee Bazilla. 5 von 5 Sternen

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Perfect Life – Rückkehr zu Dir von Independently published
Perfect Life – Rückkehr zu Dir
Taschenbuch

Sehr schöner Liebesroman! – Romantisch, witzig, sinnlich und was für’s Herz. Wer Liebesromane im historischen Ambiente mag, für den ist dieses Buch genau richtig. Die Fakten und der geschichtliche Hintergrund sind gut recherchiert. Der Verlauf der Liebesgeschichte ist bereits im ersten Drittel ziemlich überraschend. So ist man also von Anfang an sehr gespannt darauf, wie der Roman weitergeht. Die leidenschaftlichen Szenen sind einfallsreich, inspirierend, immer niveauvoll inszeniert und sprachlich prickelnd umgesetzt. Sie fügen sich in den Gang der Erzählung ganz mühelos ein und sind ein exquisites Beiwerk zur Handlung, die durch sich schon spannend ist. Der Schreibstil ist locker und espritvoll, sprachlich passend, romantisch, humorvoll und absolut gut unterhaltend. Patricia und Philipp sind ein sympathisches Heldenpaar. Auch die Nebenfiguren überzeugen und tragen das Handlungsgeschehen mit. Deshalb meine Bewertung: Sehr schöner Liebesroman, volle 5 Sterne! *****

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Blicke aus grünen und grauen Augen trafen sich, verschwammen miteinander und wurden eins.""

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Die Bruderschaft Christi: Thriller
Die Bruderschaft Christi: Thriller

Zuallererst: Ich habe das Buch in der Neuauflage von Edel Elements mit anderem Cover gelesen. Darauf bezieht sich auch meine Rezension. Bei archäologischen Grabungen in Jerusalem wird das Grab eines Tempelritters gefunden. Anbei sind Artefakte und Zeugnisse des Lebens Jesus. Unter anderem eine Schriftrolle, die Professor Chaim Raful an sich nimmt, denn er ahnt, dass dies die römisch-katholische Kirche stürzen könnte. Eine wilde Hetzjagd quer durch Europa entsteht, sodass sich die Kommissare Bukowski und Herrmann mit jeder Menge Toten befassen müssen. Das Cover des Buches ist einfach gemacht; spiegelt aber den Inhalt sehr gut wieder und gefällt mir auch gut. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Der Plot klingt zwar nicht unbedingt neu, aber doch unterscheidet sich das Buch von anderen "Kirchenkrimis" (wie meine Frau das Genre neckend nennt). Daher ist der Plot und das ganze Szenarium drumherum außerordentlich gut gewählt. In den einzelnen Kapiteln verfolgt man jeweils andere Schauplätze, was das Geschehen noch plastischer macht. Zudem wurde am Ende auch das berühmte "Tabor-Video" gut in die Geschichte eingewebt; seltsam mutete nur an, dass alle Beteiligten mit echtem Namen genannt wurden - außer James Cameron, der hier nur in verunstalteter Form genannt wurde. Der Abschluss war stimmig und gefiel mir sehr gut. Auffallend am Buch selbst, war, dass bei direkten Fragen oft das Fragezeichen mit einem Punkt ersetzt wurde, obwohl das Lektorat/Korrektorat ansonsten gute Arbeit geleistet hat. Und ein Fehler in der Handlung war fast unverzeihlich: Wenn schon Bukowski einen Mann mit vernarbtem Gesicht mit einer Horrorfigur vergleichen muss, dann sollte hier auch der richtige gewählt werden. Gemeint ist am ehesten Freddy Krüger aus den "Nightmare on Elm Street"-Filmen, was auch passend wäre. Aber auf keinen Fall Jason, der ja eine Hockey-Maske trägt. Nichtsdestotrotz gefiel mir dieses Buch wirklich toll, da die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau war und es so zu einem echten Pageturner wurde. Fazit: Thriller rund um die Kirche, der begeistern kann. 5 von 5 Sternen

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Epiphanie: Psycho-Horror von Independently published
Epiphanie: Psycho-Horror
Taschenbuch

Der forensische Psychiater Dr. Phillip Meiners soll Eddie Quinn auf seine Schuldfähigkeit hin beurteilen. Eddie soll seinen Psychiater, seine Mutter und deren beste Freundin ermordet haben. Eddie behauptet, dass nicht er, sondern der "Unheimliche Mann" die 3 getötet hätte und warnt Phill vor ihm. Phill wird immer tiefer in den Fall hineingezogen, denn die beiden unterschiedlichen Männer ähneln sich doch auch sehr. Das Cover des Buches ist passend zum Buch und düster, wie das Buch auch selbst ist. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, Charaktere und Orte werden brillant dargestellt. Das Buch lebt von seiner düsteren Stimmung und den spannenden Charakteren. Der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau, auch wenn der geübte Thriller-Leser doch den Hauptteil der Auflösung schon erraten kann. Das Buch endet doch etwas offen - was mich normalerweise stört. In diesem Fall allerdings machte es mir nur sehr wenig aus, denn der Fantasie bleiben so keine Grenzen gesetzt - und selbst eine Fortsetzung könnte man sich sehr gut vorstellen. Klar, man hätte die Geschichte noch mehr ausarbeiten können und noch ein paar mehr Seiten schreiben können, aber man kann die Story auch so lassen. Ich flog nur so durch die Seiten und habe das Buch so sehr schnell gelesen - aufgrund seiner Pageturner-Qualitäten. Fazit: Toller Psycho-Thriller mit Horrorelementen. 5 von 5 Sternen

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Unser letzter Tag: In sieben Sünden zum Weltuntergang von Kirschbuch Verlag
Unser letzter Tag: In sieben Sünden zum Weltuntergang
Taschenbuch

Würdest du heute dein Leben ändern, wenn es kein Morgen mehr gäbe? Sieben sehr verschiedene Menschen müssen sich dieser Frage stellen. Jeder für sich, und doch gemeinsam. Denn sie sind miteinander verbunden – ob sie es wollen, oder nicht. Durch einen gemeinsamen Freund. Eine persönliche Entscheidung. Einen letzten Tag. Die Erde wird ab 20 Uhr 12 nicht mehr existieren, da ein Asteroid die Erde treffen wird. 7 Menschen sind durch Ludwig seit ihrer Kindheit miteinander verbunden. Und nun trifft er alle nochmals, um mit ihnen zu reden. Denn schon einmal hat er entscheidend in ihr Leben eingegriffen. Können bzw. wollen die 7 ihr Leben so kurz vor dem Armageddon noch ändern. Das Cover ist einfach meisterhaft gelungen. Es sieht wunderbar aus und passt perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist brillant; Orte und v.a. die Charaktere werden hervorragend dargestellt. Alle 7 haben ein Laster - eines der 7 Todsünden, wie auch die Kapitelüberschriften schon zeigen. Der Plot ist ausgezeichnet gelungen. Erst nach und nach wird dem Leser klar, wie Ludwig in das Leben der 7 eingegriffen hat. Dazu die Rückblicke, während den Gesprächen mit Ludwig, wo man von ihrer Jugend erfährt und wie Ludwig eingegriffen hat. Dazu gibt es dann noch eine Gemeinsamkeit, denn alle kommen zu Kaczmarek in die Tankstelle. Das Buch greift auf ironische und teilweise auch satirische Weise einige Klischees auf. So kommt man beim Lesen von einer Emotion zur anderen - man muss Lachen, aber auch Weinen, teilweise wird man auch zornig über die Charaktere. Und natürlich regt es zum Nachdenken an. Dazu rätselt man natürlich, was es mit Ludwig auf sich hat. Das Ende ist einerseits etwas versöhnlich, auf der anderen Seite bleibt durch das etwas offene Ende doch Interpretationsspielraum für den Leser, wobei es letztendlich doch relativ klar ist, worauf der Autor hinauswollte (vielleicht sehe aber auch nur ich es so). Fazit: Unterhaltsamer Page-Turner, der mit den Gefühlen der LeserInnen spielt. 5 von 5 Sternen

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Wir sind die Veränderung: 20 Porträts starker Frauen von Patmos-Verlag
Wir sind die Veränderung: 20 Porträts starker Frauen
Gebundene Ausgabe

Das Buch beinhaltet 20 Kurzbiografien zu Frauen, die die Welt verändert haben. Das Buch kommt mit Lesebändchen sehr hochwertig daher. Das Cover passt zum Buch; nur die Farbgebung (auch ein rosa Lesebändchen) sind mir dann doch fast schon übertrieben. Auf der Rückseite sind auch alle Namen der Damen vorhanden - ein Name allerdings nur halb. Der Schreibstil des Autors ist gut: Zu Beginn jedes Kapitels ist eine Zeichnung der "Weltveränderin", was mir auch ob der Qualität der Bilder ausgezeichnet gefiel. Manche Damen sind berühmter als andere - manch eine kannte ich gar nicht. Aber auch bei den bekannten erfuhr ich meist etwas Neues. Die Personen wurden auch sehr gut ausgesucht - mit wenigen Ausnahmen. Denn was Fr. Guggenheim und noch viel mehr Fr. Nin und Fr. Wagner-Pischel so Großartiges geleistet haben, blieb mir auch nach dem Lesen noch etwas schleierhaft. Über Mutter Teresa gab es ja einige negative Berichte, wie sie mit Geld und Mitarbeitern umging - das wird hier nur ganz kurz erwähnt. Ach ja - für eine 2. Auflage würde ich das Buch nochmals lektorieren/korrektieren lassen. Ein paar mal ist hier ein Fürwort o.ä. zu viel oder zu wenig. Und der grobste Fehler: Lt. Buch und Inhaltsangabe wurde Peggy Guggenheim 1988 geboren - also einige Zeit nachdem sie gestorben ist. Es muss natürlich 1888 heißen. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich mit dem Buch gut unterhalten und informiert. Fazit: Kurzbiografien von Weltveränderinnen. 4,5 von 5 Sternen

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Solikante Solo: Roman
Solikante Solo: Roman

Ruth und Jann haben sich nicht nur auseinandergelebt - eigentlich sind sie grundverschieden. Und trotzdem lieben sie sich irgendwie, genauso wie ihre gemeinsame Tochter Sisal. Während Ruth in Berlin den Großstadttrubel liebt, mag Jann die Abgeschiedenheit in Solikante. Das Cover des Buches ist zwar eher unscheinbar, passt aber zum Inhalt des Buches. Der Schreibstil gefiel mir einerseits, allerdings blieben - während die Orte gut beschrieben wurden - sämtliche Charaktere etwas farblos und nicht greifbar. Von Sympathie kann man sowieso nicht sprechen, denn am sympathischsten ist wohl Sisal, aber auch die gefiel mir höchstens mittelprächtig. Während das Buch teilweise - v.a. zu Beginn - gesellschaftskritisch ist und die beiden gegensätzlichen Persönlichkeiten dies auch gut ausdrücken, flacht es dann immer mehr in eine Liebesgeschichte ab, die eigentlich keine ist. Zudem wechselt das Buch kapitelweise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wo ein chronologischer Aufbau wahrscheinlich besser gewesen wäre. Und logisch reagiert nicht wirklich eine Person - v.a. Ruth, die immer wieder zu Kate rennt, die sich eigentlich nur selbst wichtig ist. Auf Spannung in irgendeiner Form hofft man vergebens, denn irgendwie passiert fast nichts - ähnlich wie beim berühmten Stück "Warten auf Godot": Und dann kommt irgendwann das Ende - das eigentlich nicht vorhanden ist, denn einen wirklichen Abschluss gibt es in kein(st)er Weise. Fazit: Weder Liebesroman, noch Drama, noch Gesellschaftsroman, keine Spannung und kein Ende mit unsympathischen, farblosen Figuren. 2,5 von 5 Sternen

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Der Donnerstagsmordclub: Kriminalroman | Der Millionenerfolg aus England (Die Mordclub-Serie, Band 1)
Der Donnerstagsmordclub: Kriminalroman | Der Millionenerfolg aus England (Die Mordclub-Serie, Band 1)

Die ehemalige Krankenschwester Joyce zieht in die luxuriöse Seniorenresidenz von Coopers Chase. Zusammen mit der ehemaligen Geheimagentin Elizabeth, dem ehemaligen Gewerkschafter Ron und dem ehemaligen Psychiater Ibrahim treffen sie sich jeden Donnerstag im Puzzle-Zimmer unter dem Tarnnamen "Diskussionsrunde über japanische Opern". In Wirklichkeit debattieren sie jedoch über Morde und versuchen diese aufzuklären. Als ein Miteigentümer der Anlage getötet wird, nehmen sie die Ermittlungen auf - zusammen mit der jungen Polizistin Donna und dem erfahrenen Ermittler Chris. Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten, gefällt mir aber gut und ist auch passend zum Buch (außer dem Schuh, den ich nicht zum Buch zuordnen kann). Der Schreibstil des Autors ist in seinem Debüt-Roman außergewöhnlich gut. Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt; zudem wechselt die "normale" Erzählweise sich mit Tagebucheinträgen von Joyce ab. Neben einem spannenden Krimi, in dem der Leser immer wieder in die Irre geführt wird, kann das Buch auch mit typisch englischem Humor punkten, sodass ein Cosy-Crime mit einigen Todesfällen entstanden ist, der den Spannungsbogen das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau halten kann. Dazu sind die Protagonisten herrlich anders und können so ebenfalls voll punkten, sodass ich mich schon sehr auf eine Fortsetzung der Reihe freue. Interessanterweise findet man das Buch teilweise auch unter dem Titel "Der Montagsmordclub". Fazit: Mehr als gelungener Auftakt dieser humorvollen Cosy-Cime-Reihe. 5 von 5 Sternen

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Nur Helga schwamm schneller: Dorfkrimi (Familie Jupp Backes ermittelt 4) (Familie Jupp Backes ermittelt: Dorfkrimi)
Nur Helga schwamm schneller: Dorfkrimi (Familie Jupp Backes ermittelt 4) (Familie Jupp Backes ermittelt: Dorfkrimi)

Oma Käthe ist bei ihrer besten Freundin Margot zur Geburtstagsfeier eingeladen. Dort streiten sich die Familienangehörigen. Am Tag darauf wird Margot, die Bäckerei-Magnatin tot im Pool aufgefunden, und schon bald ist klar, dass es Mord war. Das Cover des Buches ist wieder sehr passend und auch gut gemacht und passt perfekt zu diesem Buch und auch zur bisherigen Reihe. Der Schreibstil des Autors ist sowieso grandios. Die verschiedenen Charaktere sind einfach toll gezeichnet. Auch die Orte werden super beschrieben. Und die Hauptprotagonisten entwickeln sich leicht weiter, während sie doch die selben bleiben. Auch die Spannung ist diesmal wieder sehr hoch, denn hier ist es auch ein wirklich spannender Kriminalfall, den die Backes zu lösen haben - obwohl natürlich auch der Humor nicht zu kurz kommt. Oma Käthe ist wie immer das absolute humoristische Highlight. Es ist ein echtes Highlight der Reihe und kann problemlos auch für sich alleine gelesen werden. Irgendwie wirkt es auch gar nicht als Folgeband, denn teilweise wirkt es so, als ob es Jupps 1. Fall wäre, wo er ermitteln darf. Fazit: Krimödie, die durch Humor, aber auch Spannung voll überzeugen kann. Bitte mehr davon. 5 von 5 Sternen

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Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs von Eulenspiegel
Wir heißen hier alle Ronny, auch die Jungs

Der (mir bisher un-) bekannte Comedian Nils Heinrich zeigt in vielen Kurzgeschichten, dass man das Leben mit Humor nehmen soll bzw. kann. Während die ersten Kapiteln sich hauptsächlich mit der DDR beschäftigt und am Ende die Corona-Pandemie steht, ist der Mittelteil mit allerlei alltäglichen Themen gefüllt. Die Kurzgeschichten sind unabhängig voneinander - hin und wieder wird aber doch eine Brücke eingeschlagen - so wie in einem Comedy-Programm. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt zum Buch. Der Titel kommt auch im Buch vor - allerdings nur in einer Szene. So macht das Buch zwar neugierig; so wirklich passend finde ich es aber nicht, denn da Buch ist vielfältiger als es der Titel suggeriert. Der Schreibstil ist hervorragend - wie wenn man in einem Comedy-Programm sitzt und dem Künstler zuhört - was man derzeit aufgrund von COVID ja nicht kann. Der Autor zeigt seine Vielfältigkeit und seinen Sinn für Ironie (auch Selbstironie) und Satire. Der Humor ist einfach perfekt getroffen - egal zu welchem Thema. So werde ich diesen Comedian sicher in positiver Erinnerung behalten und ihn gerne weiter verfolgen - ob in Buchform oder live auf der Bühne. Fazit: Perfekter Humor von DDR bis Corona. wer mal wieder richtig lachen will, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. 5 von 5 Sternen

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FINNLAND TRUE CRIME I Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle I: schockierende Kurzgeschichten über Mord, Raub, Entführung, Missbrauch und Diebstahl I (True Crime International, Band 6)
FINNLAND TRUE CRIME I Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle I: schockierende Kurzgeschichten über Mord, Raub, Entführung, Missbrauch und Diebstahl I (True Crime International, Band 6)

Der Autor entführt uns in seinem 6. Buch über wahre Verbrechen diesmal nach Finnland. 14 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert, wobei dies hier sicher nicht ganz einfach war, da eigentlich kaum Fälle aus Finnland international für Aufsehen gesorgt haben. Der Schreibstil ist ausgezeichnet. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wieder beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das ganze Buch noch besser. Das Buch lädt aber auch dazu ein einfach weiterzugooglen. Einige Fälle waren wieder emotional sehr bedrückend, da hier auch der Täter als Opfer zu sehen ist bzw. die Jugendbehörden ordentlich geschlampt haben. Bei dem einzigen ungelösten Fall in dem Buch tendiere ich dazu dem Staatsanwalt recht zu geben, wobei hier eigentlich klar festgestellt werden können, ob die Scherben innen (Einbruch) oder außen (bei einem Gegenstand, der rausgeworfen wurde) stammen. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Wer Buße tut: Mallorca-Krimi
Wer Buße tut: Mallorca-Krimi

Subinspectora Francisca "Xisca" Font wird von Madrid nach Mallorca versetzt. Vom Balkon ihrer Mutter sieht sie der Osterprozession zu - und wie Eduardo sich dabei seltsam benimmt und kurz danach tot umfällt. Xisca glaubt an einen Mord und an keinen Unfall - und schon gar nicht an einen Suizid als ein Gift auf Eduardos Bußgürtel nachgewiesen wird. Das Cover des Buches passt nicht nur hervorragend zum Titel, sondern sieht auch wunderschön aus. Der Schreibstil ist sehr blumig und ausschweifend; die Charaktere und Orte werden hervorragend dargestellt. Die Hauptprotagonistin Xisca hat definitiv das Zeugs für einen Star, obwohl ich nach einiger Zeit schon glaubte, dass sie zu überladen werden wurde. So war mir der Beginn dann auch zu wenig Krimi. Die Spannung war daher zu Beginn - nach dem Tod Eduardos - für mich sehr niedrig. Erst in der 2. Hälfte des Buches wurde das Privatleben von Xisca etwas zurückgeschraubt und dem Fall die Zeit gewidmet. Dadurch stieg auch die Spannung an. Besonders zu Beginn war ich auch von den vielen Namen etwas verwirrt. Sehr störten mich auch die vielen spanischen Wörter - ohne Übersetzung als Fußnote bzw. ohne Glossar. Ich war in der ersten Hälfte des Buches knapp davor das Buch abzubrechen, habe es aber Gottseidank durchgehalten, da der Plot eigentlich gut durchdacht ist, auch wenn der Täter einem geübten Krimi-Leser wahrscheinlich keine große Überraschung ist, auch wenn es das Motiv definitiv war. Fazit: Krimi mit viel Lokalkolorit, dem ich aber trotzdem keine Leseempfehlung geben kann. 3 von 5 Sternen

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Jakobs Weg: Krimi
Jakobs Weg: Krimi

Im katholischen Internat Maria Hilf trifft sich die illustre Gruppe "Rose" um junge Schüler, wie Jakob, zu vergewaltigen und zu missbrauchen. Zwanzig Jahre später erhalten 8 Personen, die damals involviert waren, Post: Sie sollen sich auf den Jakobsweg machen, dann bekommen sie ein kompromittierendes Video von damals. Sollten sie sich nicht auf die Pilgerreise begeben, wird das Video an die Medien übergeben. Zusätzlich wurden Hauptkommissar Joe "Hunter" Jaeger vom BKA und die Investigativ-Journalistin Hanna Dohn eingeladen. Sie waren damals in die erfolglosen Ermittlungen integriert. Zwar ist der Fall von damals verjährt, aber sie wollen trotzdem die Täter drankriegen. So begeben sich die 10 Personen auf die Pilgerreise unter der Leitung von Pater Ambrosius, der im Auftrag von dem anonymen "Servatius" handelt. Doch schon bald werden die "Pilger" durch Todesfälle dezimiert. Das Cover ist einfach gemacht, passt aber hervorragend zum Buch. Es zeigt einen Pfeil, der den Jakobsweg anzeigt. Der Titel ist ebenfalls ausgezeichnet gewählt, denn es geht nicht nur über den "Jakobsweg", sondern auch über "Jakobs Weg". Der Schreibstil ist brillant; Orte (also v.a. der Jakobsweg) werden, ebenso wie die Charaktere bildgewaltig dargestellt. Das Buch ist auch sehr gut recherchiert, kein Wunder schließlich hat der Autor auch mit Missbrauchsopfern zu tun. So werden Fakten (Ermittlungsarbeit der Behörden mit all ihren Problemen und Zahlen von Missbrauchen an Kindern) genialerweise in den Krimi eingebaut - ebenso wie das ganze heikle "Tabu-"-Thema in einen Krimi eingebaut wurde. Dabei wird auch das Wesen der Päderasten genau unter die Lupe genommen. So sieht man im Buch klar heraus, dass der eine sich dafür schämt und keine Kinder mehr missbrauchen will, während andere eine Geldquelle darin sehen und wieder andere einfach Spaß an der Macht haben. Dabei werden die Opfer nie (auch nicht durch entsprechende Szenen) herabgewürdigt. Der Spannungsbogen ist sehr hoch gesetzt und bricht nie ab. Dem Autor ist es daher gelungen, ein sensibles Thema, das nicht aktueller sein könnte, gekonnt in einen Krimi zu verpacken. Es gibt als Anhang nicht nur eine Skizze des Jakobsweges, sondern auch ein Personenregister und Erste-Hilfe-Kontakte für Betroffene. Hunter und Hanna gefielen mir als Undercover-Ermittler ausgezeichnet. Fazit: Wichtiges Thema, grandios in einen Krimi eingearbeitet. 5 von 5 Sternen

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Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner von Independently published
Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner
Taschenbuch

Dorfgendarm Franz Ebner wird weiterhin von seinen drei "Mäderl" bedrängt, sich zur Hexe ausbilden zu lassen und den Hausgeist kennenzulernen. Da ruft ihn sein Erzfeind und früherer Kollege Prohaska an - er braucht seine Hilfe. Im nahen Bromberg wurde eine Leiche in einem Brunnen gefunden - wie bei einer Inquisition. Und natürlich sagt Franz nicht "Nein", denn Annelise ist schließlich auch dabei. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber zum Inhalt und auch zum 1. Band. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden absolut treffend dargestellt. Laut Cover handelt es sich um einen paranormalen Fantasy-Krimi; allerdings steht der Humor dieses urigen Regionalkrimis mit Fantasy-Einflüssen deutlich im Vordergrund. Die Fakten des Buches sind hervorragend recherchiert und werden auch im Anhang beschrieben. Ich konnte mich wirklich zerkugeln vor Lachen bei vielen Szenen, das dem unverwechselbaren Schreibstil des Autors zuzuordnen ist. Das einzige was ich dem Autor empfehlen würde, ist ein Korrektorat, da sich doch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, die aber das Gesamtbild kaum stören. Und wer sich dran stört, dem empfehle ich das Nachwort des Autors. Wie schon der 1. Teil, macht auch dieser Appetit auf Apfelstrudel und Gugelhupf. Zudem macht es auch Lust, die beschriebenen Orte - hier also Bromberg und das Hexenbründl - auch mal zu besuchen. Und die Familie vom Franzl - allem voran die Urli - ist einfach super. Fazit: Tolle Fortsetzung, Eberhofer kann sich warm anziehen. 5 von 5 Sternen

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Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner von Independently published
Hexenmorde: Ein beinahe paranormaler Krimi aus der Blut… Buckligen Welt mit Franz „Franzl“ Ebner
Taschenbuch
Lexy

Ein humorvoller Krimi mit geschichtlichem Kern umhüllt von viel Österreichischen und gespickt mit magischen Elementen Habt ihr euch manchmal gefragt, ob es noch mehr gibt? Also mehr Wissen, als das, womit man euch quält oder euch vorenthält? Der Franzl kann da einiges erzählen. Franzl Ebner, seines Zeichens österreichs letzter verbliebener Gendarm, alle anderen sind schon vor Jahren zur Polizei umfunktioniert worden, klärt mit viel Augenzwinkern und noch mehr Bier, einen weiteren mysteriösen Mordfall auf. Obwohl Brand, sein Heimatort und Verwaltungsgebiet, doch als besonders ruhig und beschaulich gilt. Vielleicht ist aber genau das der Grund, weshalb hier so manch eigenartiges passiert. Schließlich lebt er ja auch mit seinen 3 Mäderl, also die höfliche österreichische Form von Mama, Oma und Uroma (meist Urli genannt und nach eigenen Angaben über 250 Jahre alt), zusammen und die sind überall als Hexen bekannt und teilweise gefürchtet. Was ihm die Mitwirkung am aktuellen Mordfall einbringt. Denn hier scheint es immer wieder Verbindungen zu einer hingerichteten Hexe zugeben. Sein ehemaliger Erzfeind Prohaska und seine Zukünftige Frau Annelise (von dieser Verbindung weiß leider nur er, sie noch nicht, da es bis jetzt Wunschdenken ist) sind wie im ersten Teil wieder mit von der Partie. Hier nur soviel, den ersten Teil muß man nicht gelesen haben, aber schöner ist es schon. Während Franzl versucht, den Mord nach allgemeingültigen Aspekten aufzuklären und seinen aus der Form geratenen Körper durchs Laufen zu optimieren, setzten alle anderen, also Mama, Oma Urli, sein ehemaliger Erzfeind, seine Angebetete und sogar Robert der Wirt auf Geister, Hexen und ähnliche Verdächtige und essen ihm ständig seine Mehlspeisen weg! Möglicherweise sind seine 3 Damen in Gefahr? Ausgerechnet jetzt bringen die den hauseigenen Geist in Franzls Hexenunterricht, ja der Franzl soll gegen seinen Willen der neue Lehrling werden, die Annelise schließt sich aber freiwillig an. "Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen lässt." Der arme Shakespeare wird hier öfters heraufbeschworen, also nicht wörtlich. Ich meine nicht physisch, sondern nur seine Wörter. Denn mit der Schulweisheit scheint es nicht sehr gut zu stehen. Und das seit Shakespeares Zeiten! Darum ist es gut, daß Hexenmorde seinen Weg, trotz Corona aus der Buckligen Welt ins weltweite Internet geschafft hat. Dieses Buch erfüllt nicht nur als literarische Erschaffung, sondern mindestens ebenso durch seinen humorvollen Inhalt den Bildungsauftrag! Versteckt in diesem Krimi erfährt man pointiert einiges über die typisch österreichischen Eigenheiten sowie der örtlichen gesprochenen Sprache, geschichtliche Hintergründe der Hexenverfolgung in Europa und speziell in Niederösterreich und ein wenig magisches. (Obwohl Franzl sich tapfer dagegen wehrt, bei seinen drei Mäderl jedoch erfolglos.) Wer demzufolge einen reißerischen, bluttriefenden Krimi erwartet, ist hier fehl am Platz. Doch alle anderen, die etwas positives ist der jetzigen Zeit, etwas Österreich, trotz Reisebeschränkung, etwas Geschichte im täglichen Einerlei, etwas mystisches in unserer aufgeklärten Welt, Humor, unvorhersehbare Handlungen oder einfach nur gute Unterhaltung wollen, sei dieses Buch empfohlen. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, nur soviel, der 3. Teil ist sicher.

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Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 4 - Das Echo des Schreis (Bände 10-12) von Greenlight Press
Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 4 - Das Echo des Schreis (Bände 10-12)
Gebundene Ausgabe

Dr. Silverman stirbt offiziell an einem Herzinfarkt; die 4 Teenie-Ermittler vermuten allerdings, dass der Mörder von Marietta auch hier für den Tod verantwortlich ist. Sie bekommen DNS des Täters zur Untersuchung und erfahren so, dass der Mörder von Marietta der Mann ist, der sie auch geschwängert hat. Randy soll sich mit Drogen töten - denn der Mörder von Marietta King steht vor ihm. Während Randy die Tabletten langsam einnehmen muss, erzählt ihm der Täter alles was 1984 geschah. Während Randy in letzter Sekunde von seiner Tante gerettet werden kann, erreicht ein Sturm Barrington Cove. Mason, Olivia und Danielle enttarnen nun ebenfalls den Mörder von Marietta King. Doch der will nicht so einfach aufgeben. Währenddessen kommen auch Shannon, Jamie und Harrison mit einem Privatjet zurück und wollen die 4 Teens unterstützen. Das Cover passt wieder hervorragend zum Buch und zur bisherigen Reihe und ist wieder grandios gelungen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich stetig weiter. Vieles wird hier aufgelöst, so wie eben der Mord an Marietta. Einige Geheimnisse, wie die Identität des Grafen und einiges mehr bleiben allerdings noch verborgen. Der Plot ist wieder gut gewählt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen. Die 2. Staffel ist natürlich schon fix eingeplant, dass ich sie lese. Denn natürlich will ich jetzt alles wissen und noch einige Abenteuer mit dem MORD´s-Team erleben. Fazit: Spannendes Finale der 1. Staffel der Jugend-Krimi-Reihe. 5 von 5 Sterne

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Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1 von FISCHER Tor
Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1

Die Studenten Eli und Victor wollen durch eine Nahtoderfahrung Superkräfte bekommen - sogenannte ExtraOrdinäre. Doch durch die Kräfte, die sie erhalten, werden aus den beiden Freunden erbitterte Feinde. Eli, der andere EO´s tötet, ist durch seine Unverwundbarkeit klar im Vorteil. Victor kann immerhin Schmerzen zufügen oder nehmen. Das Cover im Comic-Style zeigt Victor und passt nicht nur hervorragend zum Buch, sondern sieht auch gut aus. Insgesamt erinnert das Buch etwas an manche Marvel-Geschichten, wie z.B. die X-Men, allerdings sind hier ganz andere Voraussetzungen gegeben und die beiden Hauptcharaktere sind eher Anti-Helden. Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch; Orte und Charaktere werden detailgetreu wiedergegeben. Der Plot ist ausgezeichnet durchdacht und die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Ein paar Kleinigkeiten störten mich aber: - "ExtraOrdinär" klingt natürlich sehr seltsam und auch ein wenig lustig - dies liegt an der Übersetzung, denn im Original sind sie natürlich "Extraordinary", was "Außergewöhnliche" bedeutet. Hier wäre die Übersetzung wirklich besser gewesen, auch wenn man natürlich auch "EO´s" nicht verwenden hätte können. Auf der anderen Seite werden auch einige anglikanische Wörter benutzt, die hierzulande doch eher unbekannt sind (z.B. Sharper). - V.a. zu Beginn des Buches hätte ich mir einen chronologischen Aufbau gewünscht, der auch nichts von der Spannung genommen hätte. Dadurch passierte es auch, das ein Kapitel mit der Zeitangabe falsch war. Obwohl ich eigentlich kein Marvel-Fan bin, konnte mich das Buch dennoch überzeugen, sodass ich mir gleich den 2. Teil besorgt habe. Fazit: Spannender Fantasy-Thriller-Auftakt, der mich überzeugen konnte. 4,5 von 5 Sternen

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Das falsche Kind
Das falsche Kind

Sasha und Mark wünschen sich schon lange ein Kind. Nach einem Unfall muss Sasha per Kaiserschnitt eine Frühgeburt entbinden. Als ihr ihr Kind gezeigt wird, glaubt sie allerdings nicht, dass das ihr Kind sei. Trotz aller Widerstände versucht Sasha alles, um dies zu beweisen, denn kaum jemand glaubt ihr. Das abstrakte Cover gefällt mir ausgezeichnet, auch wenn es keine Verbindung zum Buch zeigt. Der Schreibstil an sich ist gut; Orte und Charaktere werden ausreichend beschrieben. Das Buch ist im Großteil aus der Sicht von Sasha geschrieben; einige Kapitel sind allerdings von Mark, die die Vergangenheit erzählen. Dies gefiel mir gut. Den vielen negativen Rezensionen kann ich mich nicht anschließen, dass es sich hier nicht um einen Thriller, sondern um ein Drama handeln würde. Ich sehe es sehr wohl als Psychothriller. Zudem ist die Spannung das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau. Was mich allerdings störte, waren diverse (Logik-)Fehler. Zu einigen Fehlern muss man auch sagen, dass die australische Autorin eigentlich Ärztin ist. Das heißt, dass manche Fehler möglicherweise auch der Übersetzung anzukreiden sind. Im folgenden eine kleine Auswahl davon: - Aber dann erleidet Sasha eine Frühgeburt, bei der ihr Sohn nur durch einen Notkaiserschnitt gerettet werden kann. - Schon dieser Satz aus dem Klappentext birgt einen Fehler, denn wenn man eine Frühgeburt erleidet, benötigt man auch keinen Kaiserschnitt. - Sasha bekam schon einen Kreuzstich, warum benötigt sie dann eine Vollnarkose - außer dass es für die Handlung wichtig ist. - Die Autorin hat keine Unterscheidung zwischen Hebamme und Schwestern - Ursula ist meist Schwester, manchmal aber auch Hebamme. - Die Patientinnen werden zwar per Sie angesprochen, aber mit Vornamen - dies ist absolut unpassend und wird sicher auch in Australien nicht so gehandhabt. - Die Säuglingsstation ist zu Beginn unten, kurz darauf ist sie oben. - seit wann hat man sterile Hände nach dem Waschen? - Das Krankenhaus gehört eigentlich geschlossen, denn in den Zimmern sind Spinnweben und die Klimaanlage funktioniert nicht, sodass es das ganze Buch über stickig und heiß ist. Die Infektion, die vor einiger Zeit im Krankenhaus gewütet hat, ist zwar wichtig für die Handlung des Buches, aber scheinbar hat seitdem keiner im Krankenhaus geputzt. - Ebenso geht es mir mit dem DNS-Test (positiv, dass DNS und nicht DNA verwendet wurde!). Warum wurde der nicht einfach gemacht? Klar, dann wäre das Buch schon nach wenigen Seiten zu Ende. - Die Kommunikation zwischen dem Personal ist einmal sehr gut, meist aber schlecht, was aber auch für die Handlung benötigt wird (v.a. bei der Entlassung von Sasha). - Dass Sasha vor Gericht mit der Aussage, dass sie sich nicht erinnern könne (in ihrer Vergangenheit) durchgekommen ist, ist fraglich. Zumindest hätte sie dann nicht mehr als Ärztin (wenn auch "nur" Pathologin) arbeiten dürfen. Vor Gericht könnte man eventuell ja noch "im Zweifel für den Angeklagten" durchkommen. Man sieht also, dass die Handlung im Vordergrund steht, alles was nicht von der Realität passt, wird passend gemacht - aber eben nicht ganz. Fazit: Spannung garantiert, aber haarsträubende Fehler. 3,5 von 5 Sternen.

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SOKO Erle - Der Mordfall Carolin G.
SOKO Erle - Der Mordfall Carolin G.

Die 27-jährige Carolin G. kommt 2016 vom Joggen nicht zurück; 4 Tage später wird sie tot aufgefunden - nachdem sie vergewaltigt wurde. Der Polizeisprecher Walter Roth schrieb dieses Buch zu diesem realen Fall nach seinen Erinnerungen bzw. Notizen. Gesprochen wird das ungekürzte Hörbuch von Erich Wittenberg. Das Cover des (Hör-)Buches ist zwar sehr einfach gemacht, passt aber hervorragend zum Buch und macht neugierig. Ich liebe True-Crime-Fälle, da reale Fälle oft interessanter als die Fantasie von Krimi-Autoren ist. Man wird vom Autor auf eine lange Reise durch oft zermürbende Polizeiarbeit mitgenommen. Diese wird sehr detailliert beschrieben, was oft sehr langwierig ist. Der Sprecher des Hörbuchs tut noch sein übriges dazu, denn er hat zwar eine angenehme Stimme (er ist auch ein erfahrener Sprecher), allerdings spricht er hier meist etwas zu monoton. Man merkt zwar seine Bemühungen an, allerdings passt das Genre des Sachbuches nicht wirklich zu ihm. Durch den langwierigen Fall und die monotone Stimme war es oft schwierig der Stimme und dem Hörbuch zu folgen, denn nach einiger Zeit schweifte ich unweigerlich ab. Der Einblick in die Ermittlungsarbeit der Polizei ist nichtsdestotrotz sehr interessant. Dabei geht der Autor auch sehr empathisch v.a für die Opfer und deren Familie vor. Allerdings war das Buch im Großen und Ganzen auch eine übertriebene Lobhudelei der Polizei und dessen Arbeit. Klar der Fall wurde ja gelöst, allerdings wurden doch auch einige Fehler gemacht, die im (Hör-)Buch nicht oder nur kurz erwähnt werden. Details über das Verbrechen an sich, werden auch hier nicht erwähnt. Positiv ist zu erwähnen, dass bei manchen "Zeugenaussagen" der Autor auch seinen Humor beweist und dass mir das Buch in Print-Form sicher etwas mehr zugesagt hätte. Dafür gebe ich 1/2 Stern zu meiner Bewertung hinzu. Fazit: Interessant, aber langwierig und zu viel Lobhudelei. 3,5 von 5 Sternen

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Ich war hier
Ich war hier
melaniek

Sehr empfehlenswert !!!

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Orangen für Dostojewskij
Orangen für Dostojewskij

Inhalt Anfang August 1862 trifft Fjodor Michailowitsch Dostojewskij mit dem Zug in Venedig ein. Es ist seine erste Auslandsreise nach Europa, die am 7. Juni begonnen hatte. Er kommt aus Florenz und Italien hat ihn bisher enttäuscht. Schon vierzig Jahre alt, hat er nach ersten Erfolgen, Straflager und Strafdienst beim Militär, eine Schaffenskrise, auch wenn er durch seine Reise eine Fülle von neuen Ideen gesammelt hat. Schon überlegt er, aus Venedig früher abzureisen, als er den berühmten Komponisten Gioachino Rossini kennenlernt, der auch mit siebzig Jahren das Leben fröhlich feiert und genießt, hilfsbereit, liebenswert und großzügig. Durch ihn erlebt der zurückhaltende, schwermütige russische Schriftsteller die unvergleichliche Stadt Venedig, wie sie wirklich ist. Thema und Genre In diesem Roman geht es um eine Begegnung des Schriftstellers Dostojewskij mit dem Komponisten Rossini. Obwohl die beiden Künstler einander tatsächlich nie getroffen haben, ist diese Geschichte eine so lebendige, geniale Verbindung zwischen intensiver Recherche und einfühlsamer Phantasie, dass man beim Lesen vergisst, dass es sich um keine reale historische Begebenheit handelt. Charaktere Der lebensfrohe, überschäumend italienische Komponist Rossini ist das genaue Gegenteil des schwermütigen, damals von Selbstzweifeln erfüllten Schriftstellers Dostojewskij. Die gemeinsamen Gespräche sind trotz oder gerade wegen ihrer unterschiedlichen Sichtweisen für beide eine Bereicherung und beeinflussen das weitere künstlerische Schaffen. Auch die Personen im Umfeld sind so typisch italienisch, man hat sie und die teilweise chaotischen Situationen sofort vor Augen, sie werden lebendig, sind liebenswert, ohne je in Klischees abzugleiten. Handlung und Schreibstil Es sind nur fünf Tage, die Dostojewskij vor seiner Heimreise nach St. Petersburg in Venedig verbringt, doch die Fülle an Erlebnissen und Eindrücken, die uns jeder Tag in diesem auch sprachlich überzeugenden Roman schildert, lässt diese kurze Zeitspanne wie Wochen scheinen. Großartig ist die Szene, in der Rossini und Dostojewskij einander zum ersten Mal begegnen. Auch der Umgang der venezianischen Bevölkerung mit den österreichischen Besatzern ist ein Thema. Spätestens, als Dostojewskij zu einem Treffen im Caffè eilt und zuerst das Quadri betritt, wo er auf das gegenüberliegende Florian verwiesen wird, erkennt er die Zusammenhänge und Viva Verdi bekommt eine völlig neue Bedeutung. Doch während die Erinnerungen an den Strafmilitärdienst die Gedanken des russischen Dichters oft in tiefes Dunkel tauchen, hat sich Venedig die lebensfrohe, südliche Leichtigkeit auch unter der österreichischen Herrschaft erhalten. Spannung erhält diese Geschichte durch eine Idee Rossinis, er macht Dostojewskij einen Vorschlag und man ist neugierig, wie der Autor dies auflösen wird, da auch diese Idee fiktiv ist. Fazit Ein funkensprühendes Zeitbild, eine Begegnung von zwei großen Künstlern, der schwermütige, ernste Russe trifft auf den fröhlichen italienischen Genussmenschen und lernt die einzigartige Stadt Venedig kennen und lieben. Ein Leseerlebnis, das mich begeistert hat, mich zum Träumen brachte und Erinnerungen an Venedigbesuche lebendig werden ließ. „Italien ist Italien, Venedig ist Venedig. Venedig bleibt Venedig. Immer.“ (Zitat Seite 434)

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Doch am meisten beseelte ihn die Anwesenheit des grandiosen Musikers, der auch ein grandioser Mann war und dabei so schlicht, so natürlich mit ihm sprach, als kennten sie einander schon lang.“ (Zitat Seite 112)"

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Die Frau vom Strand von Rütten & Loening
Die Frau vom Strand

Inhalt Vor fünfzehn Monaten sind Rebecca Friedrichsen und Lucy Hagen, glücklich verheiratet, in das Ostseebad Rerik gezogen. Lucy ist eine erfolgreiche Game-Designerin und pendelt zwischen dem Unternehmenssitz in Hamburg und dem schönen Haus, das nur durch einen kleinen Küstenwald von der Steilküste und dem Strand entfernt ist. Rebecca ist Physiotherapeutin, doch zurzeit ist die kleine Greta, ihre fünf Monate alte Tochter, ihr Lebensmittelpunkt. Bei einem ihrer Spaziergänge lernt sie die Urlauberin Julia kennen, freundet sich mit ihr an, doch nach einigen Tagen ist Julia plötzlich spurlos verschwunden. Dann wird eine tote Frau gefunden, die an der Steilkürste abgestürzt ist, doch es nicht Julia. Thema und Genre In diesem Kriminalroman nach klassischem Whodunit-Vorbild geht es um Entscheidungen, die zu Ereignissen führen, die nicht vorhersehbar sind, sich aber auch nicht mehr rückgängig machen lassen. Auch psychologische Momente spielen eine Rolle. Charakter Die einzelnen Figuren sind sehr realistisch und präzise entwickelt, ihre Vielschichtigkeit trägt zusätzlich zur Spannung bei. Lucy Hagen ist einfühlsam, ihre liebevolle Beziehung mit der etwas labilen Rebecca ist seit der Geburt von Greta sehr glücklich. Rebecca hat wenig Kontakt zu ihrem früheren Freundeskreis in Hamburg, ihr Leben dreht sich nun um Greta. Edda Timm, Kripo Rostock, Ermittlerin im sogenannten Todesteam, ist das ergänzende Gegenteil zu ihrer einfühlsamen, wandlungsfähigen Kollegin Britt. Edda ist impulsiv, stur, zielbewusst und hartnäckig, wenn es um die Wahrheit geht. Handlung und Schreibstil Die Ereignisse spielen in einem straffen Handlungszeitraum von nur wenigen Tagen. Die Gliederung in sechs übergeordnete Teile, ergänzt durch die Angabe des jeweiligen Wochentages und in Kapitel eingeteilt, sorgt dafür, dass man beim Lesen den Überblick behält und sich auf die Handlung konzentrieren kann. Denn diese spannende Geschichte beginnt mit einer Fülle von losen Puzzleteilen und Fragen, die sich langsam zusammenfügen, um dann durch völlig überraschende Wendungen wieder neu gemischt zu werden. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Kapiteln, in denen Rebecca in der Ich-Form berichtet und den Ermittlungen in personaler Erzählform, in deren Mittelpunkt Edda steht, ist ein weiteres interessantes Detail. Lebhafte Schilderungen des Umfeldes und erklärende Rückblicke begleiten die Handlung, ohne jedoch den Spannungsbogen zu unterbrechen. Fazit Vom Verlag als Thriller eingestuft, ist diese Geschichte in meinen Augen ein ungemein clever, vielschichtig und sehr packend geschriebener, klassischer Whodunit-Kriminalroman. Es ist lange her, dass ich dieses Genre so begeistert und mit großem, spannendem Lesevergnügen gelesen habe.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Sie liebte diesen Teil ihres Jobs, den Moment, wenn sie all die Puzzleteile vor ihrem geistigen Auge ausbreitete, um sie dann zusammenzusetzen und zu sehen, was für ein Muster sie ergaben. Das Faszinierende bei Tötungsdelikten war, dass es immer nur ein richtiges Muster gab: die Wahrheit.“ (Zitat Pos. 2837)"

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Montecrypto: Thriller
Montecrypto: Thriller

Inhalt Der vermögende Millionär Gregory Hollister, Erfinder der Bezahlapp „Juno“, gilt als Pionier im Bereich Digitalwährungen. Als er überraschend bei einem Flugzeugabsturz stirbt, beauftragt seine Halbschwester und Erbin einen auf Finanzsachen spezialisierten Privatdetektiv, Edward Dante, mit der Suche nach einem zusätzlichen Milliardenvermögen in Kryptowährung, das Greg irgendwo versteckt hat. Als bald darauf online Hinweise auf dieses als Montecrypto bezeichnete Vermögen auftauchen, heften sich nicht nur das FBI, Finanzaufsicht, diverse internationale Geheimdienste und weitere Gruppen mit sehr unterschiedlichen Interessen an Dantes Fersen, sondern es beginnt eine gehypte Massensuche, von Greg Hollister selbst posthum mittels Videobotschaften inszeniert. Doch Ed erkennt bald, dass es um wesentlich mehr geht, als um ein verschwundenes Kryptovermögen und eine Schweizer Stiftung. Was als abenteuerliche Schatzsuche begann, droht das gesamte Gefüge der weltweiten Finanzmärkte zu kippen, wenn es Ed nicht gelingt, dies rechtzeitig zu verhindern. Thema und Genre In diesem aktuellen Wirtschaftsthriller geht es um Kryptowährungen, moderne Technologien, internationale Finanzmärkte, Politik und Macht. Charaktere Ed Dante, ein Engländer in Amerika, ist alles andere als der Typ Superagent, aber durch seine langjährige Compliance-Tätigkeit ist er sehr präzise und hartnäckig in den Recherchen. Mercy Mondego, die erfolgreiche Journalistin mit Informatikstudium und Bloggerin über alles, was moderne Kryptowährungen betrifft, ist ihm oft einen Schritt voraus, andererseits unterstützt sie ihn, denn sie will die Story. Doch kann er ihr trauen? Beide Figuren sind realistisch, stimmig und sehr sympathisch. Handlung und Schreibstil Die rasante Handlung führt Ed Dante von Los Angeles und New York bis in den Schweizer Stiftungsstandort Zug, zurück nach Amerika und Mexiko. Der präzise entwickelte Plot ist realistisch, nachvollziehbar und sehr spannend. Die Dialoge zwischen dem „no-coiner“ Ed und Mercy mit ihrem Fachwissen im Bereich IT und Digitalwährungen ergänzen jene fachlichen Details, die man als Leser*in vielleicht noch nicht kannte und machen die Handlung noch interessanter und aktueller. Weitere Informationen und Zusammenhänge zeigen sich erst langsam im Lauf der Recherchen und ergeben eine komplexe Geschichte, in der überraschende Wendungen nicht fehlen. Fazit Ein intelligenter, sehr spannender Wirtschaftsthriller, dazu eine moderne Sprache, verbunden mit einer aktuellen, zeitgemäßen Variante des klassischen amerikanischen Detektivromans. Diese sehr gelungene Mischung garantiert ein interessantes, packendes Lesevergnügen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Nur der Glaube, das Geld besitze einen Wert, verlieh ihm diesen nun. Fiat lucre. Ed facta est lucre.“ (Zitat Pos. 4920)"

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Ypsilons Rache
Ypsilons Rache

Eine intensive, packende Geschichte Inhalt Professor Dr. Kristian Starck, ein erfolgreicher Pathologe, geschieden, zwei Töchter, eine Enkelin, ist fünfundfünfzig Jahre alt, als er beschließt, ein Jahr Auszeit zu nehmen. Er arbeitet an einem Buch, doch vor allem plant er sein Coming-out, er will endlich sich selbst finden und entscheiden, ob er die weiteren Lebensjahre als Kris oder Kristina verbringen will. Doch die Routineuntersuchung vor seinem Aufbruch ändert alles, denn die Diagnose Prostatakrebs erfordert ein rasches Handeln. Er braucht Zeit zum Nachdenken, verschiebt die endgültige Entscheidung, welche Therapieform er wählt, um drei Monate und geht nun mit drei Themen auf seine Reise durch Deutschland, sein Buch, der Krebs und sein Coming-Out. In Stuttgart nimmt er an einem Klassentreffen teil und trifft seinen Bruder, in Heidelberg einen langjährigen Freund, in Hamburg besucht er auch diesmal nicht nur seine Mutter, sondern auch Conchita, die Männer mag und Frauen liebt, und mit der er regelmäßig als Kristina durch die Lokale zieht. Durch Conchita lernt er Chloé kennen, erfolgreiche Inhaberin einer Consulting-Agentur und Trans*frau. Nun hat er ein viertes Thema, die Liebe. Thema und Genre Themen dieses Romans sind Transidentität und Diversität in allen Facetten, und mögliche Antworten auf die Frage, wer man ist und wer man sein möchte. Es geht auch darum, wie wir mit der Diagnose Krebs umgehen, um alle Schattierungen der menschlichen Psyche, um Verlust, um Freundschaft und die Liebe. Charaktere Es sind sympathische, liebenswerte Charaktere, die wir in dieser Geschichte kennenlernen. Kristian, manchmal Kristina, der versucht, seinen Weg durch diesen Wirbel an Fragen, Problemen, Gefühlen zu finden, meistens mit Humor und etwas Selbstironie, manchmal auch Selbstmitleid, aber immer authentisch. Alex, Conchita, Chloé sind selbstbewusste, empathische Frauen und jede ist auf ihre Art eine Bereicherung für Kris, gerade in diesen turbulenten, gefühlsintensiven Wochen. Handlung und Schreibstil Die Geschichte spielt in der aktuellen Zeit und in einem begrenzten Zeitrahmen. Erzählt wird sie von Kris selbst als Ich-Erzähler. Überraschende Wendungen werden zu prägenden Ereignissen, Rückblicke durch Erinnerungen und Gespräche ergänzen und verdichten. Die Ausgangsposition ist die ungewöhnliche, aber durchaus realistische Fragestellung, wie ein Mann mit der Diagnose Prostatakrebs umgeht, wenn er gleichzeitig gerade auf der Suche nach seinem persönlichen Platz im weiten Spektrum der Gender-Palette ist. Denn besagte Prostata befindet sich möglicherweise im falschen Körper, den sich Kris und Kristina bisher teilen. Die Sprache erzählt einfühlsam und nachdrücklich, lebensnah und mit leisem Humor. Fazit Ein komplexes, interessantes Thema und eine packende, vielschichtige Geschichte mit starken psychologischen Momenten und Fragestellungen, die uns Lesende auf eine turbulente, intensive Reise mitnimmt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ein Wesen, das mein Reisemotto „Werde, der du bist“ für sich selbst wörtlich genommen hatte und die Frau geworden war, die ich in meinen Träumen gerne wäre, nur dass mir der Mut zur Entscheidung fehlte und die Leidensbereitschaft, sie umzusetzen.“ (Zitat Seite 203, 204)"

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Seeland Schneeland: Roman
Seeland Schneeland: Roman

Inhalt Merce Blackboro war siebzehn Jahren alt, als er 1914 mit der bekannten Shackleton-Expedition auf der Endurance in die Antarktis aufbrach. Diese Erfahrungen haben Merce verändert. 1921, vierundzwanzig Jahre alt, fühlt er sich immer noch antriebslos, was fehlt ihm? Er ist unglücklich verliebt, doch kann dies der einzige Grund für seinen Zustand sein? Für ihn ist Ennid Muldoon die Frau seines Lebens. Diese jedoch trauert um ihren im Kampfeinsatz als Pilot gefallenen Verlobten und es hält sie nichts mehr in Newport. Auf dem Dampfer „Orion“ ist Ennid, zusammen mit vielen anderen Passagieren, einige davon sehr reich, die meisten jedoch arme Auswanderer, unterwegs in ein neues Leben in Amerika. Doch noch ist sie nicht in New York angekommen, denn nach heftigen Schneestürmen treibt der Dampfer manövrierunfähig vor der Küste Schottlands. Sofort bricht Merce zu Ennids Rettung auf, doch wird er sie finden? Thema und Genre Dieser Roman schreibt das Leben von Merce Blackboro aus „Der eiskalte Himmel“, in den Jahren nach seiner Rückkehr von der Endurance-Expedition weiter. Wieder steht ein Schiff im Mittelpunkt, diesmal ein alter Dampfer, Schnee, Eis und die wilde See, vor allem jedoch geht es um die Sehnsüchte, Träume und Wünsche, der reichsten Passagiere ebenso wie der ärmsten Auswanderer. Ein wichtiges Thema sind Familie, Freundschaft und die Kraft der Liebe in ihren unterschiedlichen Facetten. Charaktere Es sind seine Figuren, deren Beweggründe, Träume, Handlungen der Autor präzise beobachtet und uns an ihren Gedanken teilhaben lässt, die uns sofort in ihren Bann ziehen. Vom Beginn der Geschichte an werden sie einfühlsam geschildert und sind uns sofort vertraut. Zunächst noch auf der Suche, verändern die Ereignisse sie alle nachhaltig, Merce Blackboro, Ennid Muldoon, Diver Robey und die zwanzig Jahre jüngere Kristina Merriweather, Divers Assistenten und Vertrauten Bryn Meeks und den leisen, mutigen Steward Jirō Shimimura. Handlung und Schreibstil Die Handlung spielt im Jahr 1921 und wird durch einige kurze, erklärende Rückblenden in Form von Erinnerungen ergänzt. Die einzelnen Kapitel wechseln zwischen den Ereignissen an Land und auf See und stellen in ihrer personalen Erzählform abwechselnd jeweils einen der einzelnen Hauptcharaktere in den Mittelpunkt. Geschrieben in einer eindrücklichen, poetischen und lebhaft schildernden Sprache, fasziniert diese Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Fazit Ein poetischer, intensiver Roman über Abenteuer, Träume, Sehnsüchte, die Suche nach dem Platz im eigenen Leben und über die Liebe. Wir bangen und hoffen mit den uns sofort vertrauten Figuren, während die lebhaften, eindrücklichen Schilderungen uns Bilder von Eis, Schnee, der wilden Natur, vom Leben in Newport „wir nennen unsere Stadt Casnewydd“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aber auch von den Tagen und Nächten in den engen Kojen der Auswandererschiffe in die Gedanken malen. Ein großartiges Leseerlebnis!

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Je weiter weg man von den wirklich guten Leuten und den wahrhaft schönen Dingen ist, umso mehr soll man glauben, dass es sie gibt.“ (Zitat Seite 128)"

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Immer noch wach: Roman
Immer noch wach: Roman

Der 30-jährige Alexander Fink lebt glücklich mit seiner Freundin Lisa und hat sich zusammen mit seinem Freund Bene endlich den Traum vom eigenen Café erfüllt. Da erhält er die Diagnose "Magenkrebs", an der sein Vater vor langer Zeit leidend seinem Tod entgegensah. Darum beschließt er Abschied von seinem Leben und seinen Freunden zu nehmen und in ein Hospiz zu ziehen, ohne, dass seine Freunde ihn besuchen oder kontaktieren können. Dort lernt er neben anderen auch den sterbenden Kasper kennen. Nach einiger Zeit muss sich Alex damit abfinden, dass er doch noch Lebenszeit bekommen hat, denn er hat keinen Magenkrebs - eine Fehldiagnose. Er versucht daher die Wünsche von anderen verstorbenen Hospizbewohnern selbst zu leben. Das Cover des Buches ist passend und sehr gut gelungen. Der Schreibstil des Autors ist primär gut; Orte und Protagonisten werden ausgezeichnet dargestellt. Der sensible Gesprächston und die mitfühlende Herangehensweise an dieses schwierige, aber wichtige Thema ist dem Autor ebenfalls perfekt gelungen, sodass das Buch nicht nur durch sehr emotionale Szenen, sondern auch durch Humor zu überzeugen weiß. Dazu durfte der Autor auch 1 Woche in einem Hospiz mitarbeiten. Dies merkt man auch in seiner Schreibweise, wie ich gut beurteilen kann, da ich selbst in dieser "Branche" tätig bin. Und es ist auch in der Realität so, dass viele Bewohner noch Wünsche haben - einige kann man erfüllen, viele aber leider aufgrund des Allgemeinzustandes oft nicht mehr, da man oft auch erst sehr spät davon erfährt. Positiv hervorzuheben sind auch die relativ kurzen Kapitel (inkl. Unterkapiteln), die dazu führen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Und doch gibt es doch auch Kritikpunkte. Dass das Buch nicht rein chronologisch aufgebaut und auf 2 Zeitebenen spielt, ist bzw. wäre ja hervorragend. Allerdings wird in dem Buch sehr oft in der Zeit herumgesprungen. Vielleicht wäre es noch leichter gewesen, wenn eine Datumsangabe zu Beginn gestanden hätte, allerdings wäre ein chronologischer Aufbau des Buches (in 2 Zeitebenen) hier leichter zu lesen gewesen. Was mich auch etwas störte, war die feministische Form des Wortes Gastes "Gästin", das zwar grammatikalisch stimmt, aber eigentlich nicht sehr oft, v.a. in diesem Zusammenhang verwendet wird. Für ein Debüt-Buch allerdings ist es trotzdem gut gelungen. Fazit: Tolle Geschichte mit wichtigem Thema sensibel, aber auch humorvoll verarbeitet. 4,5 von 5 Sternen

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Die letzten Monate von Independently published
Die letzten Monate
Taschenbuch

Nachdem im Jahr 2020 eine Pandemie durch Dolores-19 ausgebrochen ist, sind Jake, Leon, Maya und Jazmin auf einer Europareise unterwegs. Dabei erleben sie schrecklich viele Abenteuer. Das Cover des Buches ist natürlich diesmal absolut passend, auch wenn nur eine Person zu sehen ist. Der Titel ist zwar passend und zugehörig zum 1. Teil ("Die ersten Monate"), allerdings doch etwas einfallslos. Der Plot selbst ist hervorragend gewählt. Die aktuelle Situation von COVID-19 wird hier durch den Virus Dolores-19 veranschaulicht. Neben aktuellem Bezug zu Trump oder Moria in den Vorworten der einzelnen Kapiteln, ist hier die düstere Dystopie vom 1. Teil voll im Laufen. Dabei konnte mich nicht nur die tolle Beschreibung der Protagonisten und Orte überzeugen, sondern vielmehr die lockere Schreibweise, die trotz dem ernsten Thema und der ernsten Situation mit viel Humor punkten kann. So wird aus der ganzen Story ein verrückter, aber todernster Roadtrip, der Action bietet und Dolores-19 schon manchmal in Vergessenheit geraten lässt. Begleitet wird man von einer Playlists voller Musik. Es ist zwar nicht alles mein Musikgeschmack (genauso wenig wie russischer Techno), dafür aber das ganze Buch. Die dystopische Dilogie endet sehr passend, obwohl das Ende dann doch sehr rasch kommt. Am Ende des Buches gibt es noch eine Leseprobe: TUL - die Fantasy-Reihe des Autors. Fazit: Düstere, aber humorvolle Dystopie, die mit der aktuellen Situation spielt. 4,5 von 5 Sternen

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Schach mit toter Dame von Droste
Schach mit toter Dame

Loretta wird von den 2 Schwestern Käthe und Cäcilie, die sie im letzten Fall kennengelernt hat, in die Seniorenresidenz "Herbstglück" eingeladen. Dort soll ein Bewohner ermordet und bestohlen worden sein. Loretta wird als Küchenhilfe eingeschleust, um den Fall zu klären. Doch dann findet sie plötzlich selbst eine Leiche im Park der Seniorenresidenz. Dies ist bereits das 13. Buch um die Callcenter-Mitarbeiterin Loretta Luchs. Das Cover des Buches ist wieder perfekt gemacht - wie bei allen Büchern der Autorin wurde es extra für das Buch gestaltet und ist daher wieder nicht nur absolut passend, sondern wieder sehr detailreich. Wie immer ist Vorder- und Rückseite fast als Gemälde zu sehen. Allerdings heißt in der Zeichnung die Seniorenresidenz "Senilio" und nicht "herbstglück", wie im Buch. Der Schreibstil der Autorin ist (ebenso wie gewohnt) ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden detailreich beschrieben; die Hauptprotagonisten entwickeln sich weiter und wie gewohnt wechseln sich Humor und Spannung ab - wie es sich für eine "Krimödie" gehört. Alleine die Figuren, die sich die Autorin ausdenkt - einfach fantastisch. Man muss die Vorgängerbände nicht kennen und kommt trotzdem wunderbar mit dem Buch zurecht - allerdings will man dann sicher auch die anderen lesen. Auch der Fall ist dieses Mal knifflig und toll zum Mitraten - den größten Teil kann man so auch selbst lösen. Trotzdem ist für Spannung und Humor das ganze Buch über gesorgt. Fazit: 13. Teil der Ruhrpottkrimödie rund um Loretta Luchs, die längst Kultstatus genießt. 5 von 5 Sternen

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Wenn der Orthopäde Rücken hat: Der etwas andere Ratgeber für Rückenschmerzpatienten und alle, die's nicht werden wollen
Wenn der Orthopäde Rücken hat: Der etwas andere Ratgeber für Rückenschmerzpatienten und alle, die's nicht werden wollen
sbbsnl

Was für ein wunderbares, kurzweiliges und hilfreiches Buch. Ich habe Dr. Med. Matthias Manke schon im TV gesehen und ihn als empathisch und auch angenehm humorvoll empfunden, Typ: „den hätte ich auch gerne als Arzt, wenn ich mal wieder vorstellig werden muss“. Deshalb habe ich mich auf das Lesen des Buches sehr gefreut und wurde nicht eine Zeile lang enttäuscht. Es ist zunächst seine Art zu schreiben, entwaffnet ehrlich, oft humorvoll und immer so unglaublich nah am Thema und den „Mitleidenden“. Seine eigene Geschichte schweisst uns Leser irgendwie mit ihm zusammen und es hilft natürlich ungemein, wenn man einen Arzt vor sich hat, der weiß wovon er spricht. Neben diesem, detaillierten Einblick in seine Leidensgeschichte, wartet das Buch mit so vielen tollen Tipps auf, mit Erläuterungen und Wissen über den Rücken, die Wirbelsäule, Krankheiten, Genesung, Besserung, welche Schmerzen, wann und warum eintreten können. Aber auch welche Therapien wann sinnvoll sein können und vor allem, was ich selbst tun kann und muss, um mir ein schmerzfreies Leben zu erhalten oder selbst zu erarbeiten. Welche Bewegung gut für mich ist, welche notwendig und z.B. das Dehnen oft viel sinnvoller ist, als Gewichte zu stemmen. Natürlich muss manchmal ein Arzt ran und auch hier liefert Dr. Manke gute Informationen, wie ich den richtigen Orthopäden*in für mich finde und mit welchen unterschiedlichen Methoden mir diese weiterhelfen könnten. Auch die Infos zum Kassenarzt fand ich interessant und gut, dass er das angesprochen hat. Die einzelnen Methoden werden perfekt auf den Punkt erklärt und mir kurzweilig vermittelt. Auch die Übersicht und Aufgliederung des Inhaltsverzeichnis gefallen mir sehr gut. Man sieht gleich wo man welche Infos und Hilfestellung zu welchem Schmerz oder Bereich findet und das ist hilfreich einfach für die weitere Anwendung im „Ernstfall“. Letztendlich ist es ein Buch, dass ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich bin selbst nicht frei von Rückenschmerzen und habe mich schon viel mit dem Thema beschäftigt. Dr. Manke fasst nicht nur alles was man heute so über Rückenschmerzen weiß zusammen und vermittelt es mit einer wunderbar leichten, lockern Art, sondern er nimmt uns Leser mit auf eine Reise rund um den Rücken. Dass das auch seinen eigenen Rücken betrifft, macht das Buch persönlich und schafft eine angenehme Bindung zum Autor, was sonst bei Sachbüchern dieser Art selten der Fall ist. Ein wirklich empfehlenswertes Buch, das mir ein dauerhaft guter Ratgeber sein wird…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Wer „Rücken“ und Humor, hat wird dieses Buch lieben…!"

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Mars Ultor: Nemesis: Cyberpunk Thriller
Mars Ultor: Nemesis: Cyberpunk Thriller

Das Team um Major David Dener muss erneut für Wayaki Industries zum Mars aufbrechen, denn der Kontakt zur Ares-Station ist abgebrochen. Doch David misstraut dem Konzern immer mehr. Währenddessen soll Doktor Stone die Flüssigkeit vom Mars genauer auf der Erde untersuchen - unter dauernder Beobachtung. Das Cover ist gut gemacht und gefällt mir gut; es passt auch perfekt zum 1. Teil. Dies ist der 2. Teil der Mars-Ultor-Dilogie. Man kann das Buch zwar für sich alleine lesen, empfehlen würde ich aber beim 1. Band anzufangen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Insgesamt wirkt das Buch von der wissenschaftlichen Seite perfekt recherchiert. Obwohl ich den 1. Teil kannte (ist aber schon ein paar Monate her), war der Einstieg nicht ganz leicht. Die Personen mussten erst wieder in meinem Kopf entstehen; die Handlung zu Beginn war noch etwas abwartend. Dies änderte sich allerdings nach wenigen Kapiteln. Als der SF-Teil begann, war ich von der Handlung gefangen genommen und die dystopische Welt und die Abenteuer im Weltraum bzw. auf dem Mars konnten mich nur noch faszinieren. Die Spannung stieg kontinuierlich. Das Ende (inkl. Epilog) war einfach toll. Der Wissenschaftsteil am Ende war sehr informativ und zeigt, dass die Welt des Autors nicht so utopisch ist, auch wenn die Dystopie gottseidank in Wirklichkeit (noch) nicht ganz so schlimm ist. Fazit: Krönender Abschluss der Dilogie. 4,5 von 5 Sternen

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Das Grab in den Schären / Thomas Andreasson Bd.10 (eBook, ePUB) von Kiepenheuer & Witsch GmbH
Das Grab in den Schären / Thomas Andreasson Bd.10 (eBook, ePUB)
sbbsnl

Wieder wunderbarer Lesestoff aus Schweden. Ich kenne alle Bücher der Andreasson/Linde Reihe und muss sagen, es handelt sich für mich bei dem 10. Buch um eines der Besten. Die Story ist gut und auch mal etwas anders ausgerollt, als die Vorgänger, die ja auch schon sehr gut sind. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte um ein altes Skelett und einen damit verbundenen Kriminalfall klingt erstmal nach dem üblichen Lesestoff, lebt aber natürlich auch von den altbekannten Figuren, die man gerne wieder trifft. Der immer etwas gebeutelte Polizeikommissar Thomas Andreasson und seine, zur Zeit in einer tiefen Krise steckenden, alte Freundin Nora Linde. Der eine immer auf der Suche nach der Lösung der Fälle und dem privaten Glück, sie als Anklägerin immer auf der Suche nach der Wahrheit, versucht sie in diesem Fall, krankgeschrieben und in ein tiefes Loch gefallen, durch das Aufrollen der alten Ereignisse wieder auf die Beine zu kommen. Viveca Sten schreibt wie immer wunderbar leicht und angenehm lesbar. Spannung aufbauen konnte sie immer schon sehr gut. Sie hat sie mich als Leserin aber diesmal unglaublich raffiniert in die Geschichte mit hineingezogen. Die Frage, wer die Leiche ist, was damals passiert ist, wer ist verschwunden, wer lebt noch, wer hat was, wie und warum getan? Das ständige Springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alles im Wechsel aus Sicht der Hauptprotagonisten und der vermeintlichen Opfer geschrieben. Es ist eine andere Art der Herangehensweise der Autorin, nicht nur den Täter, sondern auch das Opfer zu suchen und die hat mich wirklich mitgerissen und mir ein wunderbares Lesevergnügen beschert. Das Buch hat alles was ein Krimi haben muss, ich bin begeistert und habe es total gerne gelesen. Da freue ich mich doch jetzt schon auf eine weitere Fortsetzung…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Ein wahrer Pageturner…!"

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Friesenpoker. Ostfrieslandkrimi
Friesenpoker. Ostfrieslandkrimi

Auf Borkum findet ein Pokerturnier statt. Die einzige Frau meldet sich bei Sander und Moll, da sie auf der Fähre bedroht wurde. Zum Schutz der Pokerspielerin, begleiten die beiden sie dorthin. Doch sie finden schließlich den erstochenen Dealer Adrian Molen, der Mona nur noch "Antwerpen" zuflüstern kann, bevor er stirbt. Das Cover des Buches passt zu einem ostfriesischen Krimi, und ist daher sehr gut gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; die Charaktere werden wunderbar herausgearbeitet. Dasselbe gilt auch für die Ortsbeschreibungen. Obwohl es bereits der 19. Band um die beiden Ermittler ist, war es für mich erst der zweite, dies viel aber nie ins Gewicht, denn man kann das Buch perfekt als Einzelband lesen. Die Ermittler sind der Hammer; einerseits die impulsive Sander, auf der anderen Seite der schwergewichtige Moll - ein tolles ungleiches Paar, das trotzdem perfekt harmoniert. Der Fall selbst ist gut inszeniert; von mir als geübten Krimi-Leser wurde aber der Täter schon am Beginn als Hauptverdächtiger festgemacht. Trotzdem war die Spannung auf hohem Niveau. Fazit: Solider Lokal-Krimi; für mich definitiv nicht der letzte der Reihe. 5 von 5 Sternen

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VIGIAI E ORAI: wache und bete
VIGIAI E ORAI: wache und bete

Meghan zieht von London nach San Diego und verfällt dem charismatischen Carter Rayes, der zusammen mit seinem Bruder Tyran ein riesiges Imperium aus Drogen, Waffen und Frauen zusammenhält. Carter hält Meghan zwar raus, nur seine dunkle Seite bekommt sie einige Male zu Gesicht. Als sie aber angeschossen wird, lernt sie erstmals das Imperium mitsamt seinem Bruder kennen. Das Cover ist einfach perfekt gestaltet. Es passt hervorragend zum Inhalt und die Farben sind der Hammer. Der Plot ist einfach grandios; neben Love und Erotik werden auch Krimi-/Thriller-Elemente perfekt in die Story eingewoben, sodass man in die Welt der Rayes eintaucht bzw. rigoros darin gefangen wird. Die Orte und Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Der Wechsel der Perspektiven macht die Handlung ebenfalls noch plastischer. Die detaillierten Beschreibungen und expliziten Szenen machen das Buch zu einem echten Page-Turner, obwohl es nicht so einfach nebenbei zu lesen ist, da die Handlung doch einigermaßen anspruchsvoll ist, v.a. da man sich erst in die verschiedenen Protagonisten einfinden muss. Man wird in die Abgründe der Rayes-Brüder hineingezogen, sodass ich schon sehr gespannt auf den 2. Teil bin, da das Buch noch viele Fragen offen hält und auch ein offenes Ende hat. Fazit: Dark Romance vom Feinsten. 5 von 5 Sternen

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Herzlfresser
Herzlfresser
Taschenbuch

In Brand in der Buckligen Welt tauchen plötzlich geköpfte Frauenleichen auf, denen das Herz fehlt. Der 48-jährige Dorfpolizist Franz Ebner bekommt Unterstützung aus Wien in Form des gehassten Prohaskas und der deutschen Annelise. Obwohl er lieber im Wirtshaus ist und gerne isst, will er den Fall lösen. Seine Mutter, seine Oma und seine Urli (die 3 Mädels) gestehen ihm, dass sie Hexen sind und das Motiv für die Morde kennen. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber zum Inhalt und auch zum bereits erschienenen 2. Band. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden absolut treffend dargestellt. Laut Cover handelt es sich um einen paranormalen Fantasy-Krimi; allerdings steht der Humor dieses urigen Regionalkrimis mit Fantasy-Einflüssen deutlich im Vordergrund. Die Fakten des Buches sind hervorragend recherchiert und werden auch im Anhang beschrieben. Ich konnte mich wirklich zerkugeln vor Lachen bei vielen Szenen, das dem unverwechselbaren Schreibstil des Autors zuzuordnen ist. Das einzige was ich dem Autor empfehlen würde, ist ein Korrektorat, da sich doch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, die aber das Gesamtbild kaum stören. Fazit: Toller Auftakt, Eberhofer kann sich warm anziehen. 5 von 5 Sternen

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Die erste Lüge: Kriminalroman
Die erste Lüge: Kriminalroman

1997 vergewaltigen Oscar, Rikard und Jonas die 16-jährige Josefin. Vom Gericht werden sie freigesprochen. 2010 hat Oscar eine erfolgreiche Fussballerkarriere hinter sich und soll nun für den Schwedischen Sportverband arbeiten. Zuvor fährt er allerdings mit seiner Familie nach Thailand, wo er die meiste Zeit in Bars verbringt. Als er eine Prostituierte mit einer Flasche vergewaltigt, passiert auch ihm das gleiche. Jonas hingegen bekommt ein Foto von 1997, das er selbst aufgenommen hat, zugesendet. Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und Charaktere werden meist ausgezeichnet dargestellt. Einige Dialoge wirkten durch den Schreibstil (oder die Übersetzung) allerdings auch etwas hölzern. Der Plot ist gut durchdacht; die Protagonisten ebenfalls. Das Buch wird als Kriminalroman angepriesen. Das ist es allerdings nicht. Am ehesten würde ich es als Psychothriller bezeichnen, denn das Motiv ist schon durch die Inhaltsangabe an sich klar. Auch ist die Frage nach dem "Täter" nicht schwer zu beantworten, denn man bekommt doch viele Hinweise, die auf die richtige Person hinweisen, auch wenn die Autorin die Protagonisten immer wieder andere Personen unter Verdacht stellt. Nichtsdestotrotz ist die Spannung das ganze Buch über auf relativ hohem Niveau. Der Wechsel zwischen 1997 und 2010 ist sehr gut gelungen. Wie allerdings das Foto von Thailand entstand bzw. an Oscars Frau versendet werden konnte, bleibt leider ungeklärt (und ist daher auch absolut unlogisch), ebenso woher der "Täter" die Emailadressen oder Telefonnummern von Oscar und Jonas hatte. So bleiben doch einige Fragen am Ende ungeklärt. Fazit: Vorausschaubarer Psychothriller, der trotzdem die Spannung hochhält, aber einige Fragen offenlässt. 4 von 5 Sternen

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Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein
Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein
SaintGermain

Die 2 niederbayrischen Hotelbesitzer Uwe und Oliver, die auch ein Paar sind, holen sich die Terrier-Mischlingshündin Phoebe aus einem kroatischen Tierheim. Sie lernt viele Freunde kennen, die ihr auch helfen, ihre Menschen zu erziehen. Das Cover ist liebevoll gestaltet und zeigt natürlich die Titelfigur "Phoebe", die es auch in echt gibt. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und haben auch meist einen realen Hintergrund. Der Schreibstil insgesamt ist ausgezeichnet. Toll war vor allem, dass das Buch aus Sicht der Hündin Phoebe erzählt wird und so natürlich auch sehr humorvoll beschrieben wird, wie sich die Hunde untereinander anleiten, um die Menschen zu erziehen. Dazu gibt es skurrile Personen en masse, und trotzdem hat jeder Hundebesitzer schon vieles von dem miterlebt, was hier beschrieben steht. Es gibt aber auch einige sehr emotionale Szenen v.a. mit Flora, Queen Mum und Steffi und natürlich jeweils der Hauptprotagonistin. Ich selbst habe 2 Hunde, einer davon heißt sogar Phoebe und auch sie hat eine Freundin, die Flora heißt. Dazu habe ich jetzt auch einen Hundewelpen. Jedem Hundebesitzer kann ich diesen Roman nur ans Herz legen. Aber auch "Nicht-Hunde-Menschen" wird das Buch gefallen, das mittlerweile schon eine Fortsetzung mit "Layla" gefunden hat, die am Ende dieses Buches auch schon mitspielt. Fazit: Humorvoller und emotionaler Roman aus Sicht einer Hündin. 5 von 5 Sternen

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Ein MORDs-Team - In den Trümmern
Ein MORDs-Team - In den Trümmern

Mason, Randy, Danielle und Vince sind in den Trümmern der Schule - ebenso wie Jamie, der Bürgermeister und dessen Tochter Alice - gefangen. Olivia ist bei Chris im Krankenhaus, der um sein Leben kämpft. Können alle Protagonisten gerettet werden? Priscilla van Straten scheint mangels Beweisen freigesprochen zu werden. Olivia und Randy beginnen bei der Zeitung über sie zu recherchieren. Währenddessen suchen Mason und die Journalistin Sonja nach Cat, die ins Haus der van Stratens eingebrochen und seitdem verschwunden ist. Unterstützt werden sie von der erblindeten Danielle über Funk. Und sie entdecken Überraschendes. Mason darf wieder seinen Lieblingssport ausüben, Randy arbeitet in der IT-Gruppe, Danielle lernt bei einer Dressur-Reiterin und Olivia nimmt an einem Fotowettbewerb teil. Scheinbar wendet sich bei den vieren also alles zum Guten. Doch nach nur kurzer Zeit merken die 4 unabhängig voneinander, dass sie nur voneinander getrennt werden sollten. Dahinter steckt natürlich der Graf, über den man hier ebenfalls viel Neues erfährt. Der Mörder von Marietta King hingegen will jemanden töten, denn diese Person ist ihm auf der Spur - mehr als diese Person selbst ahnt. Das Cover passt wieder hervorragend zum Buch und zur bisherigen Reihe und ist wieder grandios gelungen. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich stetig weiter. Vieles wird hier aufgelöst, viele Fragen bleiben (noch). Der ganze Fall wird immer komplexer, obwohl man auch schon dem großen Ganzen näher kommt. Der Plot ist wieder gut gewählt. Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen. In diesem Teil, wo sich die Freunde aufteilen wird Überraschendes zutage gefördert und so ist auch der Leser das ganze Buch über gespannt und schließlich überrascht. Dabei bleibt es immer logisch und unterhaltsam. Fazit: Spannende Weiterführung der Jugend-Krimi-Reihe. 5 von 5 Sterne

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Geheimakte Atlantis
Geheimakte Atlantis

Sir William Rutherford, englischer Archäologe und ehemaliger Lehrer von Jody Wellesley, lädt diese zusammen mit ihrem Freund Max Falkenburg ein, ihn auf der Suche nach der sagenhaften Stadt Atlantis zu suchen. Als Beweis präsentiert er ein Stück Orichalcum. Doch plötzlich ist der Archäologe verschwunden und Max, Jody, Joe und Professor Chrichton begeben sich auf die Suche. Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und gibt wieder einiges vom Inhalt preis. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden. Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 10. Teil der Reihe, der zeitlich an (bisher) 9. Stelle steht. Allerdings merkt man, wie sich die Charaktere doch im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Zwar muss ich aufgrund der unterschiedlichen Reihenfolge von Erscheinungsdatum und chronologischer Reihenfolge immer wieder überlegen, wie alt denn Max - aber auch andere Charaktere - sind. Aber vielleicht lese ich die ganze Reihe nochmals in chronologischer Folge. Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen. In diesem Teil geht es trotz allem Ernst und gefährlichen Situationen auch etwas humorvoller zu. Und obwohl es bereits der 10. Band der Reihe ist, hat sich der Autor hier nochmals selbst übertroffen. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert. Es tauchen auch einige Bekannte auf, neue Figuren kommen hinzu. Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Genial auch wie der Autor 2 oder mehr Legenden auf geniale Weise verbindet und dabei auch aktuelle Erkenntnisse nicht ausser Acht lässt. Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war. Genau diese Mischung aus Mythos, Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen dies perfekt zu durchmischen. Ich hoffe dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf. Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman in Indiana-Jones-Manier. Absolute Topempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Geheimakte / Geheimakte Midas
Geheimakte / Geheimakte Midas

Max ist mit seinen Freunden und seinem Professor auf einem archäologischen Symposium. Und irgendwie wollen einige von ihm mehr über die unvollendeten Pläne seines verstorbenen Vaters wissen. Dabei gelangt er auf die Spur von König Midas und auch das Goldene Vlies. Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und gibt wieder einiges vom Inhalt preis. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden. Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 9. Teil der Reihe, der zeitlich an (bisher) 3. Stelle steht. Allerdings merkt man, wie sich die Charaktere doch im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Zwar muss ich aufgrund der unterschiedlichen Reihenfolge von Erscheinungsdatum und chronologischer Reihenfolge immer wieder überlegen, wie alt denn Max - aber auch andere Charaktere - sind. Aber vielleicht lese ich die ganze Reihe nochmals in chronologischer Folge. Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen. Und obwohl es bereits der 9. Band der Reihe ist, hat sich der Autor hier nochmals selbst übertroffen. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert. Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war. Genau diese Mischung aus Mythos, Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen dies perfekt zu durchmischen. Ich hoffe dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf. Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman in Indiana-Jones-Manier. Absolute Topempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Die Ankündigung von SCM Hänssler
Die Ankündigung

Kaely Quinn, die eigentlich Jessica Oliphant heißt, ist die Tochter eines Serienmörders und arbeitet als Profilerin beim FBI. Aufgrund dieses Umstandes und ihrer ungewöhnlichen Methoden wird sie von Quantico wegversetzt. Kontakt hat sie nur mit wenigen Menschen; dazu jagt ihr ein Reporter geradezu hinterher. Und gerade dieser bekommt ein Gedicht zugesendet, das eine Mordserie ankündigt - und das letzte Opfer soll Kaely selbst sein. Sie ermittelt selbst mit ihrem neuen Partner Noah Hunter. Zur Zeit sind 3 Bände über die Profilerin im Original erschienen; dies ist der 1. und (bisher) einzige Fall, der auf Deutsch erschienen ist und zwar bei einem christlichen Verlag, was gut passt, da der christliche Glauben eine große Rolle im Leben von Kaely spielt. Das Cover ist ziemlich düster, ist aber gut gemacht und passt durch den ersten Mord perfekt zum Buch. Der deutsche Titel hingegen ist etwas einfallslos und nichtssagend - im Original heißt das Buch "Mind Games". Ansonsten hat die Übersetzerin aber einen perfekten Job gemacht. Das Genre würde ich allerdings doch eher einem Thriller, denn einem Krimi zuordnen. Die Ermittlerin wirkt wie eine Mischung aus Sadie Scott von Dania Dickens Profiler-Reihe und Malcolm Bright aus "Prodigal Son". Sie ist sehr sympathisch und zudem sehr originell. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden wundervoll ins Bild gesetzt. Der Fall selbst ist äußerst spannend und logisch und super konstruiert; der Leser hat hier schon relativ zu Beginn des Buches einige Verdächtige. Man verdächtigt abwechselnd jeden, bis sich der wahre Täter schließlich verrät. Da dies erst am Schluss passiert, bekommt der Leser Hochspannung das ganze Buch über. Daher hoffe ich natürlich, dass auch die weiteren Fälle der interessanten Profilerin im deutschsprachigen Raum erscheinen werden. Fazit: Top-Auftakt-Thriller mit origineller Ermittlerin und spannendem Fall. 5 von 5 Sternen

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Die Erfindung des Dosenöffners von Ullstein Tb
Die Erfindung des Dosenöffners

Der 20-jährige Timur Aslan arbeitet in der Lokalredaktion einer Kleinstadtzeitung. All seine Freunde leben ein scheinbar besseres Leben und er wohnt bei sienem Vater, der sich nicht für ihn zu interesieren scheint und schreibt langweilige Artikel über Hühnerzüchter und Kegelclubs. Er will für eine große Zeitung arbeiten und ist so auf der Suche nach einer Story. Dabei trifft er die 70-jährige annette, die behauptet den Dosenöffner erfunden zu haben. Und so begibt er sich mit ihr auf eine ungewöhnliche Reise. Das Cover des Buches ist kein wirklicher Hingucker und lädt leider gar nicht ein das Buch zu lesen, obwohl es natürlich zum Buch passt. Das ganze Buch ist als Hardcover hochwertig produziert. Die Schriftgröße ist sehr groß (wie bei Kinderbüchern), was die Lesbarkeit erleichtert, aber wenn sie eine Spur kleiner gewesen wäre, hätte das sicher keinen gestört. Die Autorenbeschreibung lässt einen ganz anderen Roman erwarten, denn der Autor schreibt normal für Comedy-TV-Formate wie "Knallerfrauen". Wer in dem Buch aber Humor sucht, wird nur minimal in seinen Erwartungen erfüllt. Auch die Spannung ist nicht gerade auf hohem Niveau und trotzdem entwickelt das Buch seine eigene Dynamik und kann auch mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten. Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne dabei schwermütig zu sein. Es ist relativ schnell zu lesen, auch wenn man sich auf das Thema einlässt. Fazit: Ganz anderes Buch als erwartet, aber trotzdem eine absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Schuld: Ein Cold-Case-Team Thriller
Schuld: Ein Cold-Case-Team Thriller

Da ein Laborant DNA-Beweise gefälscht hat, werden 3 verurteilte Täter des Staatsanwalts Michael Thomforde nachträglich freigesprochen. Michael selbst wird in das neu gegründete Cold-Case-Team strafversetzt. Dieses Team hat sein Büro im Keller des Polizeimuseums und kein Budget. Dazu sind in seinem Team noch der ehemalige SEK-Mitarbeiter Jan Erikson, die Polizeipsychologin Ute Krayenborg und die Computerspezialistin Sasha Petrowa. Und als ersten Fall nimmt sich das Team den Mord an der Anwältin Katharina von Allwörden vor. Dieser Fall ist einer der 3 geplatzten von Michael und er glaubt noch immer, dass er den richtigen verurteilt hatte. Doch je näher die Truppe dem Täter kommt, desto mehr Tote gibt es - und alle haben mit dem ursprünglichen Prozess zu tun. Das Cover ist zwar eher abstrakt, aber trotzdem ein echter Hingucker. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; sämtliche Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt. Der Fall ist perfekt inszeniert; die Charaktere mit all ihren Fehlern toll konstruiert. Von der Seite des Rechts weiß der Autor natürlich Bescheid, denn dies ist sein Hauptberuf. Bereits die letzte Reihe des Autors (leider bisher nur 2 Fälle) gefielen mir sehr gut, auch dieses Buch bietet die Figuren für eine längere Reihe, auf die ich mich schon sehr freue, denn der Autor schreibt bereits am 2. Teil. Fazit: Toller Cold-Case-Fall mit tollem Team, das sich hier erst finden muss. 5 von 5 Sternen

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Teufelsgold: Thriller
Teufelsgold: Thriller

Hendrik Busske, ein Finanzberater, stiehlt ein Buch über Alchemie. Er glaubt, dass etwas Wahres dran ist und forscht weiter, während er auch in seinem Beruf die Alchemie miteinbezieht. Das Cover des Buches ist in seiner Einfachheit sehr gut gelungen und passt auch zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden glänzend dargestellt. Die historischen und chemischen Einflüsse in das Buch sind perfekt recherchiert. Die Idee hinter dem Buch ist an sich nichts Neues; schon viele Bücher verschiedener Genres wurden über Alchemie und den Stein der Weisen geschrieben. Und genau das ist auch das größte Problem des Buches, denn es wird schon lt. dem Cover als Thriller präsentiert. Die vorliegende Geschichte hat aber sehr wenig mit dem Genre zu zu tun - da hat die Bibel mehr Thrillerqualitäten. Und auch wenn man das Wort "Thrill" wortwörtlich nimmt, hat das Buch mit Spannung leider wenig am Hut. Vor allem die ersten 150 Seiten tut sich sehr wenig, außer dass man über Hendriks Leben und die Finanzwelt erfährt - und das ist sehr langwierig. Nur die Kapitel aus der Vergangenheit ließen ganz leicht Spannung aufblitzen. 2x habe ich das Buch für ein paar Wochen weggelegt, dann wollte ich das Buch aber doch fertig lesen, weil ich die Bücher des Autors (egal welches Genre) bisher auch mochte. Zwar kam dann etwas Spannung auf, aber doch zu wenig als dass mich das Buch wirklich fesseln hätte können. Das Ende ist zwar einerseits versöhnlich, aber doch irgendwie auch an den Haaren herbeigezogen und weit jeglicher Realität entfernt. So ist das Buch noch eher Fantasy, denn Thriller. Schade, denn aus dem Thema hätte man definitiv mehr machen können. Und das Genre muss hier eigentlich geändert werden. Fazit: Spannendes Thema, zu langwierig umgesetzt; auf keinen Fall ein Thriller. 2,5 von 5 Sternen

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TRUE CRIME ITALY
TRUE CRIME ITALY

In diesem Buch berichtet die Schweizer Autorin über 10 spektakuläre Mordfälle aus der näheren Vergangenheit. Das Cover sieht super aus, auch wenn das Hühnchen hier nicht wirklich passend erscheint. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Die Fälle sind nicht nur glänzend recherchiert, sondern befassen sich auch damit, wie es dazu gekommen ist bzw. was aus den Mördern wurde. Auch die Gerichtsverhandlung selbst wird kurz angeschnitten. Die Fälle sind hervorragend gewählt; manche sind auch noch aus den Medien bekannt. Viele Morde hätte sich ein Krimi-Autor auch nicht spannender bzw. verrückter ausdenken können. Die Fälle laden auch zum Weiterrecherchieren auf. Am Ende des Buches befindet sich eine Quellenangabe. Schade fand ich nur, dass nur zu einem Fall Bilder vorhanden waren, denn gerade bei echten Kriminalfällen hätte ich dann auch ein wenig Bildmaterial. Da braucht man dann das Internet. Sonst gab es nur eine Sache, die mir negativ auffiel: Das Buch benötigt dringend ein Korrektorat, denn es haben sich doch einige (v.a. Schlampigkeits-) Fehler (v.a. in den Satzbau) eingeschlichen. Fazit: Spannende und gut recherchierte Fälle aus Italien. 5 von 5 Sternen

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Wunder auf vier Pfoten. Welpenbuch: Aus der Praxis für die Praxis
Wunder auf vier Pfoten. Welpenbuch: Aus der Praxis für die Praxis

Die Bloggerin und Hundebesitzerin Tanja Griesel und die Züchterin Heike Geißler geben Tipps zu vielerlei Themen rund um den Hund, wenn man sich einen Welpen anschaffen will. Das Cover des Buches ist natürlich sehr gut gewählt, weil es einfach supersüß ist - und natürlich zum Thema passt. Das Buch wollte ich lesen, da ich gerade wieder einen neuen Welpen bekommen habe. Allerdings habe ich doch schon ein wenig Erfahrung mit Hunden. Ich hatte als Kind einen Collie und als Erwachsener bereits 2 Golden Retrievers - einen davon bekamen wir als Welpen. Und jetzt eben einen Mischling aus Berner Sennenhund, Schäferhund und Retriever. Erfrischend war, dass das Buch nicht durch hochprofessionelle Tierärzte oder Hundetrainer geschrieben ist, sondern eben aus Sicht einer Züchterin und einer Hundebesitzerin. Und diese Liebe zu Hunden kann man in fast jeder Zeile des Buches fühlen. Dazu gibt es auch tolle Hundefotos zu bewundern. Für mich als halbwegs erfahrenem Hundehalter war nicht allzuviel Neues dabei, trotzdem las ich es gern. Dass Tomaten für einen Hund giftig sind, wusste ich nicht, meine 2 Golden Retrievers haben unsere Tomatenstauden immer abgeerntet und sind doch immer hin 14 Jahre alt (mein Weibchen lebt noch; der Rüde starb letztes Jahr mit 14 Jahren). Leider ist dies aber nur erwähnt und keine wirkliche Erklärung dabei. Sehr gut gefielen mir auch diverse Rezepte zum Nachmachen am Ende des Buches. Ein paar Kleinigkeiten habe ich aber auch auszusetzen, die haben aber damit zu tun, dass das Buch als BoD herausgekommen ist, also unter keinem Verlag. Denn bei professionellem Buch wäre das Papiermaterial und dadurch auch die Fotoqualität um einiges besser. Und ein Lektorat bzw. Korrektorat hätte einige Fehler herausfiltern und Wiederholungen streichen können. Insgesamt ist das Buch für neue, künftige Hundehalter sicher sehr gut geeignet. Fazit: Aufgrund der Liebe zu Hunden und zum Buch, die man auch zwischen den Zahlen lesen kann, vergebe ich trotzdem 4,5 von 5 Sternen

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Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen
Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen

Eigentlich wollen Großvater (Bruno) und Herbert im Jahr 1927 nur ein Fahrrad, um mal aus ihrem kleinen Dorf herauszukommen. Als Genosse Frank ins Dorf kommt, schließen sie sich der Kommunistischen Partei an, um endlich an ein Fahrrad zu bekommen. Und natürlich auch so nebenbei für mehr Gerechtigkeit auf der Welt. Da Bruno zwar integer, aber auch unglaublich naiv ist, lässt er sich dazu überreden eine Bombe zu zünden. Das Cover des Buches passt zwar zum Buch und ist in seiner Einfachheit doch auch vielschichtig, aber richtig gefallen kann es mir nicht. Bis vor einigen Jahren waren ja lange Buchtitel ein absolutes No-Go, denn Titel sollten einprägsam und kurz sein. Bis Jonas Jonasson einen wirklichen Bestseller mit langem Titel schrieb. Lothar Becker hüpft hier ein wenig auf den Zug auf, denn auch der Schreibstil erinnert ein bisschen an den Schweden. Dies stört aber nicht wirklich, denn die Geschichte ist sehr wohl eigenständig und nicht abgekupfert. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt. Es kommen sehr viele Zahlen vor, die immer ausgeschrieben werden, was ebenso außergewöhnlich ist. Und am Anfang hat man halt seine Probleme, weil Bruno immer "Großvater" genannt wird und dabei eigentlich ein junger Mann ist. Die ganze Geschichte ist humorvoll, regt aber auch zum Nachdenken an. Dabei nimmt die Geschichte teilweise groteske, absurde, kafkaeske Wendungen, die zwar meist nicht wirklich überraschen, aber einem zumindest ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern können. Fazit: Wer Satire und Ironie versteht, wird von dem Buch nicht enttäuscht werden. 4,5 von 5 Sternen

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Das Geheimnis der Prophezeiung
Das Geheimnis der Prophezeiung

Ein BND-Mitarbeiter meldet sich bei Birk, einem Archäologen, der nach einem Gefängnisaufenthalt nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Er soll sich in Leipzig beim Institut für experimentelle Archäologie bewerben und als Spitzel für das BND fungieren. Dafür wird seine Vorstrafe gelöscht. Nach anfänglichem Zögern nimmt er den Auftrag an, doch er will als Archäologe arbeiten und das BND links liegen lassen. Sein Auftrag: in die Zeit zurückreisen und die sibyllinischen Bücher fotografieren. Das Cover des Buches ist einfach gemacht, gefällt mir aber und passt natürlich perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte sind ausgezeichnet beschrieben. Der Plot selbst ist gut inszeniert und hat einiges zu bieten. Neben Spannung, Unterhaltung und ein paar Überraschungen bietet das Buch auch hervorragend recherchiertes Wissen v.a. über das alte Rom. Begrifflichkeiten werden durch Fußnoten erklärt. Da ich Wissen mit Unterhaltung gerne kombiniere also das perfekte Buch für mich. Allerdings wurde immer wieder das Tempo gezügelt und es kamen kurze Längen in das Buch, die nicht wirklich für die Geschichte wichtig waren bzw. dazu beitrugen. Am Ende des Buches wurde dann das Tempo fast ein wenig zu sehr erhöht, was mir dann fast zu schnell ging. Fazit: Interessantes und spannendes Buch, das aber auch ein paar kleine Schwächen zeigt. 4 von 5 Sternen

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Erkül Bwaroo fischt im Trüben (Erkül Bwaroo ermittelt) von Raposa Verlag
Erkül Bwaroo fischt im Trüben (Erkül Bwaroo ermittelt)
Taschenbuch

Der Elfendetektiv will in Urlaub fahren. Aufgrund einer Autopanne trifft er einen Fischer. Der fing einst einen Fisch, der Wünsche erfüllt - und davon hat seine Frau jede Menge. Er lässt sich aufs Schloss einladen und nimmt an einem Mörderspiel teil, das bald zu blutigem Ernst wird. Das Cover des Buches ist sehr liebevoll gemacht, passt sowohl zum Buch als auch zur ganzen Serie und gefällt mir sehr gut. Als großer Fan von Agatha Christie wollte ich das Buch unbedingt lesen, zudem war es schon das 4. Buch der Autorin und das 2. über den Elfendetektiv. Der Schreibstil der Autorin ist sehr außergewöhnlich. Liebevoll führt sie den Leser in die Welt der Elfen etc. ein und erzeugt sowohl Spannung als auch Humor in sehr hohem Maße. Die Spannung zieht sich (wie bei Agatha Christie) über das ganze Buch, ebenso der herrliche Humor, bei dem ich mehrmals herzlich lachen durfte. Gekonnt verwebt die Autorin den schrulligen Detektiven zusammen mit jeweils einem Märchen in die Fantasy-Welt. Man hätte zwar den Verdächtigenstatus noch etwas ausweiten können, aber es bleib trotzdem eine spannende und unterhaltsame Leseerfahrung. Fazit: Spannender Krimi im Fantasy-Milieu mit großem Humor. Die perfekte Mischung dieser Genres. Ich werde nun auch sicher die anderen Bücher dieser Serie lesen. 5 von 5 Sternen

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TRUE CRIME USA I wahre Verbrechen – echte Kriminalfälle I Adrian Langenscheid: schockierende Kurzgeschichten aus dem wahren Leben (True Crime International, Band 2)
TRUE CRIME USA I wahre Verbrechen – echte Kriminalfälle I Adrian Langenscheid: schockierende Kurzgeschichten aus dem wahren Leben (True Crime International, Band 2)
Taschenbuch

Der Autor entführt uns in seinem 2. Buch über wahre Verbrechen diesmal in die USA. 14 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zu den anderen Teilen. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert. Der Schreibstil ist ausgezeichnet, auch wenn sich ab und an kleine Grammatik- bzw. Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Diese stören allerdings - auch aufgrund der geringen "Häufigkeit" - nicht wirklich den Lesegenuss. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wirklich beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das ganze Buch noch besser. Das Buch lädt aber auch dazu ein einfach weiterzugooglen. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Ewig lockt der Android
Ewig lockt der Android
Taschenbuch

Im März 2069 fahren Ellen und Rico zum Spring Break. Dort entdeckt allerdings Ellen, dass die Beach-Boys und -Girls Androiden sind, die von ihrem Lehrer Skylar befehligt werden. Und schon wird sie entführt. Gottseidank ist aber Agent Smith in der Nähe. Das Cover ist ein echter Hingucker und passt hervorragend zum Buch und auch zu den bisherigen Teilen. Die Farbgebung ist sehr gut gelungen - und nur die unterscheidet ja die Bücher voneinander. Die Story entwickelt sich ab der 1. Seite spannend - und dies bleibt auch bis zur letzten Seite so. Dabei kann sich der Leser total auf den humorigen Schreibstil einstellen, denn man von den Vorgängern ja gewohnt ist. Die Orte und Charaktere sind wunderbar beschrieben; und alleine die Persönlichkeiten, die richtig kauzig sind, legen schon den Grundstein für ein gutes Buch. Die Charaktere haben sich auch deutlich im Laufe der Trilogie entwickelt. Der Schreibstil ist klar auf ein Jugendbuch ausgelegt - denn es kommen sehr viele anglisierte Wörter vor. Dies ist aber stimmig, da die deutsche Sprache sich v.a. auch im technischen Bereich immer mehr dazu verändert. Gerade in Corona-Zeiten wird die anglisierte Sprache noch mehr - Lockdown, Shutdown, Cluster, ... Der 3. Teil steht nur wenig seinen Vorgängern nach und es macht schon ein wenig traurig, dass ich Soontown schon verlassen muss. Aber wer weiß, vielleicht gibt uns der Autor irgendwann ja mal die Chance zurückzukommen. Fazit: Abschluss der SF-Thriller-Trilogie mit humorvollen Einschlägen; auch für sich alleine lesbar. 5 von 5 Sternen

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Jackson: Thriller (Heather Bishop, Band 4)
Jackson: Thriller (Heather Bishop, Band 4)
von Milewski, André
Taschenbuch

Heather Bishop will ihren Kopf freibekommen und reist deshalb zu ihrem Vater nach Jackson. Dort angekommen, ist ihr Vater jedoch spurlos verschwunden. Ihr Freund Lukas Horn reist ihr nach. Und plötzlich wird ein Anschlag auf ihn verübt. Das Cover passt perfekt zum Buch und ist ein echter Hingucker. Die anderen Bände der Reihe, die mit neuem Cover neu aufgelegt wurden, passen daher gut zusammen. Der Schreibstil des Autors ist grandios. Primär kannte ich ihn ja "nur" als Autor der Falkenburg-Bücher, die ja einem ganz anderen Genre entspringen. Nach und nach entdeckte ich aber seine Vielseitigkeit in seinen Thriller, aus denen die "Heather Bishop-Reihe" hervorsticht. Ich kannte zwar bisher nur den 1. Teil davon, aber das stört den Lesefluss des 4. Bandes gar nicht. Natürlich ist in der Zwischenzeit viel mit Heather passiert, ebenso mit Rico, der hier nur noch wenig Platz einnimmt, dafür hat sie ja mit Lukas einen neuen Freund, der mit ihr mitmischt. Die Spannung ist von der ersten Seite an sehr hoch und bleibt dies auch das ganze Buch über. Die Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt; Heather hat sich deutlich weiterentwickelt. Das Ende des Buches deutet auf eine Fortsetzung hin - wo Heather wieder einen neuen Job hat. Fazit: Top-Thriller - für Fans der Reihe und Neueinsteiger gleich gut geeignet. 5 von 5 Sternen

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Die Lichtstein-Saga 3: Fineas von Lindwurm Verlag
Die Lichtstein-Saga 3: Fineas
Gebundene Ausgabe

Im 3. Teil müssen die 4 Cays Noahs Lichtstein des Feuers nach Burgedal bringen. Mit einer List versuchen sie Konstantin auszutricksen und so ins Land der Drachen zu kommen. Doch die 4 Freunde müssen zuerst durchs Land der Elfen, die den Wald ziemlich verwildert haben. Zudem wollen sie sie zur Unterstützung im Kampf gegen Konstantin gewinnen. Das Cover ist wieder ausgezeichnet gemacht und passt nicht nur perfekt zum Buch, sondern auch mit Teil 1 zusammen. Den Schreibstil der Autorin liebe ich sowieso; Charaktere und Orte sind nicht nur gut beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich auch auch deutlich weiter. Die Idee des Buches wurde auch im 3. Teil vorbildlich in Szene gesetzt; man leidet mit den Protagonisten mit. Das Buch hat neben Emotionen, aber auch extreme Spannung zu bieten. Gewürzt ist das ganze mit einer Prise Humor, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Die Drachen, Elfen und andere neue Charaktere wurden, wie auch die Orte wieder genial erschaffen und mit Wörtern gezeichnet. Am Ende des Buches ist diesmal ein Wörterregister mit Erklärungen angeführt. Zuvor allerdings endet dieser Teil in einem emotionalen Finale, denn Noah erfährt, warum er den Angriff der Schattenmare überlebt hat bzw. er bekommt erste Informationen darüber, denn dann endet dieser Teil und übrig bleibt ein Cliffhanger der gemeinen Art, da man sofort weiterlesen möchte. Fazit: Dieser Teil macht Lust aufs Finale. 5 von 5 Sternen

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Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett
Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett
Taschenbuch

5 Kinder, die speziell sind, gründen eine Detektiv-Gang. In der Schule ist das Skelett verschwunden und sie wollen es unbedingt finden. So machen sich die unterschiedlichen Zwillinge Luke und Lena (deren Vater schwul ist), Ferrari (die im Rollstuhl sitzt), Abdo (ein Afrikaner mit schwäbischem Dialekt) und Slash (der intersexuell ist) auf die Suche nach Knochen-Paul und seinem "Entführer". Das Cover mit dem Gesicht ist zwar eigentlich gut gemacht, zu einem Kinder- und Jugendbuch passt es aber überhaupt nicht und ist für die Zielgruppe eigentlich nicht ansprechend. Es ist lt. offiziellen Angaben für Kinder bis 10 bzw. 12 Jahren geeignet. Ich würde das Buch aufgrund der "speziellen" Kinder, aber eher auf das Alter der Protagonisten geben, also ab 10 Jahren. Die Protagonisten erscheinen mit ihrem Alter manchmal schon fast reifer, sodass ich öfters an ein paar Jahre ältere Kinder dachte. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden dem Genre entsprechend sehr gut dargestellt. Der Plot selbst ist gut durchdacht und speziell für Kinder sicher auch sehr spannend, aber auch junggebliebene Erwachsene wird die Geschichte erfreuen. Das Thema "Inklusion" ist hier natürlich ein sehr großes und auch wichtiges Thema. Zu Beginn erschien es mir fast schon ein wenig "too much", letztendlich war es trotzdem sehr passend und in der richtigen Menge. Fazit: Kinderkrimi, der aber auch das Thema "Inklusion" sehr groß geschrieben hat. 5 von 5 Sternen

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Frankreich True Crime Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: Ein erschütterndes Portrait menschlicher Abgründe.
Frankreich True Crime Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: Ein erschütterndes Portrait menschlicher Abgründe.

Der Autor entführt uns in seinem 5. Buch über wahre Verbrechen diesmal nach Frankreich. 18 spannende Fälle sind hier nachzulesen. Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe. Auch hier sind die Fälle wieder glänzend recherchiert. Der Schreibstil ist ausgezeichnet, auch wenn sich ab und an kleine Grammatik- bzw. Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Diese stören allerdings - auch aufgrund der "Häufigkeit" - nicht wirklich den Lesegenuss. Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch. Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist. Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen. Die Länge jeden Falles sind genau richtig, sodass der Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten. Das Einzige was ich wirklich beanstanden muss, sind fehlende Fotos. Da bleibt einem nur, dass man dann die Bilder googelt. Dies ist ein Versäumnis, das - hoffentlich in noch vielen Fortsetzungen - behoben wird. Denn mit Bildern wäre das Ganze Buch noch besser. Das Buch lädt aber auch dazu ein einfach weiterzugooglen bzw. Filme (beim Fall Kalinka) anzusehen. Fazit: True Crime in Bestform. 5 von 5 Sternen

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Titanic Effect von Bookmundo Direct
Titanic Effect

Der Belfaster Edward ist VR-Programmierer für b.e., der im Jahre 2042 fast alles gehört. Das Leben ist zwar modern, allerdings ist die Schere zwischen arm und reich noch größer geworden. Er findet zufällig einen Artikel über den Jahrestag des Titanic-Untergangs von 1912 und beschließt mithilfe der Virtual Reality in die Vergangenheit zu reisen, um die Titanic zu sehen. Dies ist natürlich nicht legal und er schlüpft in den Körper des 20-jährigen Oliver. Das Cover des Buches ist zwar einfach, aber trotzdem passend und schön geworden. Der Schreibstil des Autors ist gut; Charaktere und Orte werden gut beschrieben. Der Plot ist gut überlegt und eine tolle Idee. Neben kleinen Grammatik- und Schlampigkeitsfehlern entwickelt sich so eine spannende Geschichte, deren Spannungsbogen auch gut ausgereizt wird. Allerdings hätte ich mir in einigen Situationen mehr Informationen gewünscht; oft wird einfach erwähnt, dass dies oder das so geschah. Dies hätte man besser ausschmücken können, was auch der Länge, die auf meinem Reader gerade mal 135 Seiten umfasste, auch nicht geschadet hätte. So muss man sich als Leser doch manches zusammenreimen bzw. es wird kurz abgefertigt, wo man durchaus auch weitere Nebenhandlungen ausbauen hätte können und weitere Spannung hätte erzeugen können. Beim Finale hat dies der Autor etwas besser gemacht, wobei auch hier noch etwas ausgearbeitet werden könnte. So wurden leider Chancen auf ein echtes Top-Buch vergeben. Nichtsdestotrotz habe ich mich aber wundervoll unterhalten gefühlt und konnte mit den Protagonisten mitfiebern. Fazit: Top-Plot, der noch etwas ausgearbeitet werden sollte. 4 von 5 Sternen

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Putzt euch, tanzt, lacht
Putzt euch, tanzt, lacht

Inhalt Fanni ist siebenundfünfzig Jahre alt und ihr Leben mit Ehemann und zwei erwachsenen Kindern ist fest verankert in Ried im Innkreis und in der sich täglich wiederholenden Routine. Noch sieben Arbeitsjahre im Supermarkt, dann Ruhestand. Nur die Panikattacken, die sie manchmal plötzlich überfallen, passen nicht in den geordneten Alltag. Jetzt ist sie auf dem Weg zur ersten Therapiesitzung – doch sie fährt einfach weiter, ihr Ziel ist der Pinzgau, die alte, in ihrer Einfachheit stark renovierungsbedürftigen Almhütte ihrer Eltern. Den Hof, zu dem die Hütte gehört, hat längst Ernst, ihre Jugendliebe, übernommen. Doch auch Ernst und die Hütte können Fanni nicht halten und auf ihren Reisen sammelt sie neue Freunde und bringt sie mit, wenn sie zurückkommt auf ihre Alm. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung, Unabhängigkeit, Neubeginn, alternative Lebensplanung, diverse Vielfalt. Charaktere Es ist eine bunte Gruppe von Charakteren, die wir in dieser Geschichte kennenlernen und sie haben eines gemeinsam: man schließt sie sofort ins Herz, diese so unterschiedlichen und unangepassten Figuren. Ernst, Bauer aus Überzeugung, Velten, mit dem Fanni zu nächtlicher Stunde in einem Wäldchen an der ligurischen Küste steht, Dr. Tippi, die Wiener Ärztin, das Ehepaar Elke und Julius Ohnezweifel aus Linz, Marek, der in seiner eigenen Welt lebt und sich mit Rimbaud vor Gewittern schützt, Berlin, sie heißt wirklich so, mit fünfundzwanzig Jahren das jüngste, temporäre, Mitglied der Gruppe. Fanni, die Ich-Erzählerin, hat als Ehefrau und Mutter funktioniert, wie es von ihr erwartet wurde, mal mehr, mal weniger. Als sie einfach geht, indem sie auf die Autobahn und aus ihrem geordneten Leben fährt, hat sie ein schlechtes Gewissen, aber es überwiegt immer das Wissen, dass es für sie richtig ist, was sie tut. „Ich neige grad eher zum Unvernünftigen.“ (Zitat Pos. 3194). Handlung und Schreibstil Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, dennoch ergibt sie ein geschlossenes, klares Ganzes. Die einzelnen Kapitel springen zwischen den Jahren vor und zurück, und jede der Hauptfiguren steht mit ihrem eigenen Anteil an der Geschichte im Mittelpunkt eines der übergeordneten Abschnitte, die dann jeweils in Kapitel gegliedert sind. Durch entsprechende Überschriften wird diese lebhafte Struktur geordnet und fügt sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Sprache berichtet, erzählt, schildert, wie in einem persönlichen Gespräch unter Freunden, mit einer gewollten, lebendigen Einfachheit, die großartig zu lesen ist. Die Autorin wechselt zwischen Halbsätzen, zwei, drei Worte, weil damit schon alles gesagt ist, oder mehr dazu gerade nicht zu sagen ist, und Satzgefügen über die halbe Buchseite, wo weniger nicht genug wäre, um die Situationen und Gefühle in Worte zu fassen. Fazit Themen, die zum Nachdenken anregen, eine überzeugende Geschichte, dazu eine bunte Gruppe von Figuren, die man wegen ihrer eigenwilligen Vielfalt und Eigenheiten sofort auch persönlich treffen möchte, eine gute Portion Humor und positive Energie, eine Sprache, die perfekt in diese Mischung passt. Kann Gegenwartsliteratur auch Wohlfühllektüre sein? Ja, dieser Roman kann das.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Die Bereinigung meiner Verhältnisse beginnt mit der Restaurierung einer verlassenen, zerfallenden, nicht ordnungsgemäß genutzten Hütte. (Steht da, der Satz. Steht da und fühlt sich richtig an.)“ (Zitat Pos. 411)"

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Der Buchspazierer von Pendo
Der Buchspazierer

Poetisches Lesevergnügen, nicht nur für Bücherwürmer Inhalt Carl Kollhoff ist zweiundsiebzig Jahre alt, doch sein Beruf als Buchhändler ist nach wie vor ein wichtiger Teil seines Lebens. Täglich macht er seine abendliche Runde und bringt bestellte Bücher persönlich bei seinen besonderen Kunden vorbei. Es sind Menschen, die schon auf ihn und das neue Buch warten. Oft stößt unterwegs „Hund“ zu ihm, eine streunende Katze, die sich aber Carls Meinung nach wie ein Hund benimmt. Dann plötzlich taucht auch Schascha auf, neun Jahre alt, neugierig, ein Mädchen, das sich viele Gedanken macht und beschlossen hat, Carl ab sofort auf seinem Spaziergang zu begleiten. Doch wie lange noch? Denn Sabine Gruber, die Tochter seines ehemaligen, langjährigen Chefs, hat die Buchhandlung „Am Stadttor“ übernommen und will den Auslieferungsservice einstellen. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Bücher und ihre magische Kraft, Menschen zu verbinden. Themen sind Einsamkeit, Alter, Schicksale, Freundschaft und die spontane Kreativität von Kindern. Charaktere Carl Kollhoff lebt zurückgezogen mit seinen Büchern in einem durch seine Spaziergänge definierten Umfeld. „Du bist der Buchspazierer. So nenne ich dich.“ (Schascha, Pos. 356). Seine Kunden brauchen ihn und seine Besuche ebenso, wie er sie. Doch erst durch die aufgeweckte, Schascha, die sehr genau beobachtet und sich viele Gedanken macht, lernt auch Carl, genauer hinzuschauen, hinter das Offensichtliche. Doch nicht nur diese beiden Hauptfiguren schließt man sofort ins Herz, auch die Menschen, die Carl besucht, schrullige Einzelgänger mit ihren eigenen Themen, nehmen uns beim Lesen sofort für sich ein. Handlung und Schreibstil Es ist eine ruhige Geschichte, der Autor nimmt sich Zeit, die einzelnen Figuren zu schildern, ihr Leben, ihre Gefühle, Erinnerungen. Carls Umfeld wird ausführlich und eindrücklich beschrieben, seine Wege, die er täglich zurücklegt, die dennoch nie eintönig sind. Dann tritt Schascha in die Geschichte, stört die einsame Ruhe, die Carl so schätzt und zunächst auf keinen Fall aufgeben will. Zuerst neugierig beobachtend, beginnt sie zunächst leise, aber hartnäckig, die Routine zu verändern, weil sie mit ihren neun Jahren manche Dinge anders sieht und lose Fäden erkennt, die sich verknüpfen lassen. Fazit Eine einfühlsame, poetische Geschichte über die Magie von Büchern, aber ebenso über Einsamkeit und Probleme, für die sich erst durch Hinschauen und Zuhören Lösungen finden lassen. Auch sprachlich überzeugt dieser leise Roman über einen alten, ruhigen Buchhändler mit einer großen Liebe zu Büchern und ein neugieriges, aufgewecktes Mädchen, das sagt, was es sieht und denkt. Lesevergnügen, das nicht nur Bücherwürmer verzaubern wird.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Wenn er die Bettdecke über sich zog, tat er es in dem Bewusstsein, dass er am nächsten Tag wieder ein paar ganz besondere Bücher zu einem ganz besonderen Kunden bringen durfte.“ (Pos. 307)"

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Mord in Highgate: Hawthorne ermittelt
Mord in Highgate: Hawthorne ermittelt
lacastra

Sherlock Hawthorne ermittelt wieder. Zunächst einmal, ich bin eigentlich ein großer Fan von Anthony Horowitz, "Moriarty" ist bis heute in meiner Top 5 der besten Bücher, dennoch habe ich an seinem neuesten Werk einige Kritikpunkte. Nach "Ein perfider Plan" kommt nun schon der zweite Band um den Ermittler Hawthorne und seinen Assistenten Anthony Horowitz. Was, wie? Ganz genau, Autor Anthony Horowitz hat sich kurzerhand selbst zum Dr. Watson-Ersatz gemacht. Was man davon halten mag, bleibt wohl jedem selbst überlassen, sicher ist das eine innovative Idee, aber meinen Geschmack trifft das auch im zweiten Buch nicht, ein gut ausgearbeiteter, fiktiver Charakter hätte für mich einfach besser gepasst. Was mich gleichzeitig zum anderen Teil des Ermittlerduos bringt, denn Hawthorne ist mir auch im neuen Fall immernoch zu blass, was daran liegen mag, dass dem Leser dessen Gedankenwelt größtenteils verborgen bleibt. So wirkt er zu distanziert und unnahbar. Daher geht er für mich als würdiger Sherlock Holmes Ersatz einfach noch nicht durch, das haben die Protagonisten in "Moriarty" weitaus besser geschafft. Der Fall an sich ist solide aufgebaut, aber für Krimifans und Vielleser eher in die Sparte "Standardkost" einzuordnen. Jedoch hatte ich neben all der Negativpunkte doch wieder meinen Spaß, was wohl nicht zuletzt am Schreibstil von Horowitz liegt, der gewohnt routiniert und in hoher Qualität daherkommt. Dem nächsten Teil werde ich defintiv auch eine Chance geben.

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Die Wahrheit über Metting
Die Wahrheit über Metting

Tomás wächst in der Kleinstadt Metting Ende der 70er im Alten- und Pflegeheim "Horizont" auf, das seinen Eltern gehört. Als die 82-jährige Marieluise ins Heim kommt, verliebt sich der 13-jährige in sie. Sie lernt dem Legastheniker die Freude an Büchern und dem Leben. Zusammen mit seinem besten Freund Filip hat Tom immer wieder Ärger in der Schule, seine Eltern haben ihre eigenen Probleme. Dazu ist in Metting außer einem Literaturnobelpreisträger nichts los. An seinem 18. Geburtstag zieht Tom hinaus in die weite Welt und bricht jeglichen Kontakt dorthin ab. Erst 30 Jahre später besucht er wieder seine Heimatstadt, zusammen mit einem Geheimnis, das ihm Marieluise damals hinterlassen hat. Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gelungen, der sinnlose Kreisverkehr kommt auch im Buch vor und zudem kann man es auch metaphorisch sehen. Der Schreibstil des Autors ist brillant; Orte und Charaktere werden sehr gut dargestellt. Das Buch ist in 2 Teile aufgeteilt; der 1. Teil spielt Ende der 70er-Jahre, der 2. Teil 2009. Der Wechsel zwischen den 2 Teilen folgt abrupt, man erfährt nur wenig über die Zeit dazwischen. Die Handlung ist gut konstruiert und behandelt verschiedene Probleme der 70er und der Gegenwart. Es ist ein Buch zum Nachdenken, voller Emotionen, aber auch mit unterschwelligem Humor. Dabei sind die 70er mit ihren Errungenschaften ausgezeichnet beschrieben. Dabei flechtet er Skurrilitäten (Wurstwasser) gekonnt in den Roman ein. Das Buch ist sehr tiefgehend und beschäftigt sich mit der Hauptfigur Tomás teilweise nur nebensächlich, denn Metting kann einfach überall sein - in den 70ern und in der Gegenwart. Fazit: Tiefgehender Roman über das Älterwerden und das Leben an sich und all seine Facetten. 5 von 5 Sternen

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Still ruft der See - Kettling und Larisch, 3. Fall: Still ruft der See. Der 70er-Jahre Krimi. Kettling und Larisch ermitteln: Band 3 der Krimi-Reihe. ... spannender und unterhaltsamer Regionalkrimi.
Still ruft der See - Kettling und Larisch, 3. Fall: Still ruft der See. Der 70er-Jahre Krimi. Kettling und Larisch ermitteln: Band 3 der Krimi-Reihe. ... spannender und unterhaltsamer Regionalkrimi.

Der Frührentner Theo Kettling begleitet die Amateurband "Hill Cats" zu einem Rockkonzert am Chiemsee. Doch plötzlich verschwindet eine Frau, mit der er sich zuvor noch unterhalten hat und wird wenig später tot im See gefunden. Führten ihre Depressionen zu einem Suizid, wie ihr Mann behauptet? Oder steckt mehr dahinter? Zu Hause in Lüdenscheid erzählt Theo seiner Bekannten Lieselotte Larisch von den Geschehnissen. Das Cover des Buches passt perfekt zu den 70ern und ist auch gut gemacht, allerdings mit dem Buch bzw. der Handlung an sich hat es sonst nicht wirklich zu tun. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Protagonisten werden perfekt dargestellt. Obwohl dies der 3. Band einer Reihe ist und es für mich der erste, fand ich mich sofort zurecht. Es ist also nicht zwingend erforderlich die Vorbände zu kennen, obwohl es sicher auch nicht schadet. Die Protagonisten sind außergewöhnlich gewählt; so schrullige "Ermittler" findet man selten. Zudem wirkt das Buch auch perfekt recherchiert; auch mit dem ganzen Material der 70er ist es sehr authentisch. Der Fall selbst ist eigentlich nicht wirklich schwierig. er ist leicht zu lösen. Aber der Charme der Charaktere und der Landschaft macht das wett. Das einzige was mich dann doch störte, war, dass Lieselotte Larisch immer mit vollem Namen geschrieben wird, währenddessen die anderen Personen meist mit Vornamen (Z.B. Theo) genannt werden. Dies stört den Lesefluß etwas, und es war nicht nachvollziehbar für mich. Fazit: Toller Lokal-Krimi in den 70ern, der aber relativ leicht zu lösen ist. Trotzdem 5 von 5 Sternen.

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Die Romanfabrik von Paris von Bastei Lübbe
Die Romanfabrik von Paris

Inhalt Anna Moll, eigentlich Gräfin Dorn, kommt 1850 nach Paris, um die Kinder von Olaf Schmaleur zu unterrichten. Als sie Henriette und Jean für die deutsche Märchenwelt begeistern will, bringen diese ihr Zeitungen mit einer Fortsetzungsgeschichte, geschrieben von einem Alexandre Dumas. Die deutsche Lehrerin ist entsetzt über den freizügigen Inhalt und meldet den Autor der Zensurbehörde. Doch dann entdecken Anna und Alexandre, dass sie einen mächtigen gemeinsamen Feind haben. Eine gefährliche Reise durch Europa beginnt, zuerst geht es nur um drei wertvolle Amulette, doch bald geht es um das eigene Leben. Thema und Genre Dieser historische Abenteuerroman spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris, London und St. Petersburg. Es geht um Literatur, Freundschaft, Heilkunde, gefährliche Abenteuer und natürlich spielt Alexandre Dumas eine wichtige Rolle. Charaktere Anna, Gräfin Dorn, ist eine literaturbegeisterte Deutsche, die Alexandre Dumas auf Grund der Sittenlosigkeit seiner Romane verabscheut. Dennoch entscheidet sie sich, ihm zu helfen. Hier ist sie ebenso hartnäckig wie zuvor in ihrer Überzeugung, dass das, was er uns seine Mitarbeiter schreiben, die Bezeichnung Literatur nicht verdient. Mutig und einfallsreich lässt sie sich durch nichts und niemanden aufhalten. Alexandre Dumas lebt die Geschichten, die er schreibt und seine Einfälle sind unerschöpflich, auch, wenn es darum geht, seinen aufwändigen Lebensstil zu finanzieren. Doch plötzlich ist sein Leben tatsächlich in Gefahr und er kämpft wie seine Musketiere gegen einen skrupellosen, mächtigen Gegner. Handlung und Schreibstil Der Roman beginnt mit einer Vorstellung der Figuren der Handlung. Die Geschichte selbst ist in drei große Abschnitte eingeteilt, Teil I spielt in Paris, Teil II in London und Teil III in St. Petersburg. Die Reise führt, mit vielen Zwischenstationen, in die berühmten Museen dieser Städte und ist, dem 19. Jahrhundert entsprechend, beschwerlich und gefährlich. Die einzelnen Charaktere und das Leben in dieser Zeit sind sehr eindrücklich, bunt und lebhaft geschildert. Man erkennt das Fachwissen und die sorgfältigen Recherchen des Autors, denn obwohl es sich um eine fiktive Romanhandlung handelt, bewegen sich die Ereignisse glaubhaft nahe an der Biografie des berühmten Schriftstellers Alexandre Dumas. Auch die Sprache passt, obwohl modern, in die Stimmung des 19. Jahrhunderts. Fazit Ein spannender Abenteuerroman mit Flair und Esprit, der uns beim Lesen sofort in die Zeit und Geschichten von Alexandre Dumas versetzt. Eine unterhaltsame, packende Lektüre für vergnügte Lesestunden.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Sie schloss für einen Moment die Augen. Dass ausgerechnet sie einem Kind so etwas vorlas! In Gedanken bat sie all ihre Lieblingsdichter um Vergebung und gelobte, diesem Jungen die wahre Literatur in ihren strahlendsten Farben nahezubringen, sobald die Gefahr vorüber war.“ (Zitat Pos. 3823)"

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Play
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Jonas, der gerade die Schule abgeschlossen hat, entdeckt die App "MASCHINE", die die Zukunft voraussagen kann. Dazu nutzt sie alles, was man im Internet oder auf digitalem Weg finden kann. Die Zukunft, die Jonas vorausgesagt wird, behagt ihm aber gar nicht und so versucht er seine Zukunft zu ändern. Das Cover ist sehr ansprechend gemacht, passt zum Genre und zur Inhaltsangabe und der Rahmenhandlung des Buches. Das Gesicht wirkt durch die einfachen Striche natürlich digital, der verschwommene Hintergrund passt zur ungewissen Zukunft. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut; Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt. Der Schreibstil passt auch zum Genre Jungendbuch und zum jugendlichen Alter der Protagonisten. Interessant finde ich auch, dass der Autor mal in einer Boyband gesungen hat (Yell 4 You). Die Handlung, die Im Klappentext geschrieben steht, ist aber leider nur die Rahmenhandlung des Buches, denn die App gerät im Laufe des Buches immer mehr in den Hintergrund, auch wenn sie präsent ist. Das fand ich schade, da sich so ein ganz anderes Buch entwickelte, als die Richtung, die ich mir vorstellte. Die Handlung an sich wird zwar gut weitergeführt, hat allerdings mit der ursprünglichen Handlung nur peripher zu tun. Dabei hätte die App sehr viel mehr zu bieten gehabt bzw. wäre viel mehr daraus zu machen gewesen. Die Beziehung zwischen Jonas und Sun nahm sehr viel Raum ein, was zwar interessant war, aber für die Grundhandlung in diesem Umfang nur wenig zu tun hat. Nichtsdestotrotz gibt es eine gute Handlung, die das Erwachsenwerden sehr gut darstellt und interessant geschrieben ist ohne langweilig zu wirken. Das Ende selbst fand ich dann schon fast ein wenig schnell, sodass es für mich nciht 100%ig stimmig war. Fazit: Gut geschriebener Jungendroman über das Erwachsenwerden, der allerdings das Hauptthema zum Nebenthema werden lässt. 4 von 5 Sternen

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Doppelte Spur: Roman
Doppelte Spur: Roman

Packend, realistisch, beklemmend Inhalt Dem erfahrenen Investigativ-Journalisten Ilija werden streng geheime Unterlagen angeboten. Erstaunlich ist nur, dass sie ihm zeitgleich von Informanten aus dem amerikanischen und auch aus dem russischen Geheimdienst angeboten werden. Auf Grund des Umfangs der Unterlagen schließt er sich mit Boris zusammen, einem amerikanischen Wirtschaftsjournalisten mit russischen Wurzeln, der die Unterlagen ebenfalls erhalten hat, allerdings nur den Teil des amerikanischen Geheimdienstes. Boris, Computerspezialist, kennt sich mit allen Formen der internationalen Finanzgeschäfte aus, inklusive aller dunklen Seiten, während Ilija im Bereich Politik und Machtstrukturen recherchiert. Sie finden unglaubliche Zusammenhänge, doch lassen sich diese auch beweisen, sodass eine Veröffentlichung möglich ist? Thema und Genre Dieser Roman ist eine Mischung aus Politthriller und Wirtschaftsthriller, in dem die internationale Macht der maßgeblichen Politiker, der Oligarchen und Wirtschaftsmagnate aufgedeckt wird. Es geht um eine Welt, in der Macht- und Geldgier über alles gestellt werden und in welcher die Menschen nur mehr manipulierbare Figuren auf dem internationalen Schachbrett jener sind, welche die Züge vorgeben. Weitere Themen sind investigativer Journalismus, Leaks und Geheimdienste. Charaktere Ilija und Boris ergänzen einander von den ersten Sätzen ihres ersten Treffens an. Beide sind hartnäckig und suchen nicht nur nach Spuren, sondern vor allem nach Beweisen. Unterstützt werden sie durch die engagierte Filmemacherin Emi, die umfassende Unterlagen zu einem anderen Thema gesammelt hat, das jedoch plötzlich weit in die ihnen vorliegenden Dokumente reicht. Handlung und Schreibstil Die Handlung führt von Hongkong zurück nach Wien, nach Moskau und New York und durch das dazwischenliegende, weltweite Netz. Ergänzt wird die aktuelle Geschichte einerseits durch persönliche Rückblenden, vor allem aber durch die Schilderung der Ereignisse, Gespräche und Vorfälle, die in den Unterlagen genau dokumentiert sind. Auch durch das Gespräch mit Boris und Emi erfährt der Ich-erzählende Ilija weitere Tatsachen, die er bisher nicht wissen konnte. Dadurch ergibt sich eine Kombination aus Fakten, fiktiven, aber glaubhaften Daten, interessanten Informationen einerseits, und einer sehr spannenden Geschichte andererseits, die mit jeder neuen Seite noch Fahrt aufnimmt und auch mit unvorhergesehenen Wendungen überrascht. Fazit Ein spannender Polit- und Wirtschaftsthriller, der auch sprachlich überzeugt. Die brisanten Fakten sind mit fiktiven Ergänzungen verknüpft, die jedoch eine beklemmende Realität aufweisen. In Verbindung mit den interessanten Themen und der Geschichte der intensiven Recherchetätigkeit ergibt dies einen packenden Pageturner.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Weil die entscheidenden Fäden der Macht hinter den Kulissen gezogen werden, ist jede Entlarvung zunächst eine „Vermutung“ (darin das Wörtchen „Mut“), bis sie – oft erst Jahrzehnte später – bewiesen wird.“ (Zitat Seite 229)"

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Amissa. Die Verlorenen: Thriller (Kantzius, Band 1)
Amissa. Die Verlorenen: Thriller (Kantzius, Band 1)
sbbsnl

Autor: Frank Kodiak ist das Pseudonym des erfolgreichen Thriller-Autor Andreas Winkelmann. 1968 geboren in Liebenau, lebt er heute mit seiner Familie in der Nähe von Bremen. Mit „Amissa. Die Verlorenen“ startet er eine neue Reihe rund um das Privatermittler Ehepaar Rica und Jan Kantzius. Inhalt: Rica und Jan Kantzius werden in einer regnerischen Nacht in einen Unfall verwickelt bei dem ein junges Mädchen stirbt. Der ehemalige Polizist und die Privatermittlerin, beide für die private Hilfsorganisation Amissa tätig, ahnen , dass es sich nicht um einen Unfall handelt und beginnen selbst zu ermitteln. Sie entdecken schnell, dass es einen Zusammenhang zwischen jungen, kürzlich mit ihren Eltern umgezogenen Mädchen gibt, die plötzlich verschwunden sind und machen sich daran die Spur der Entführer zu verfolgen. Schreibstil: Frank Kodiak bleibt seinem Schreibstil der vorherigen Bücher treu. Einfach und mitreißend geschrieben, unterschiedliche Perspektiven, verschiedene Erzählstränge. Ein durchgängig hoher Spannungsbogen. Interessant und detailliert erarbeitete Hauptpersonen, mit ausreichend persönlichen Hintergrund, der aber nie zu sehr von der Story an sich ablenkt. Mein Fazit: Ein Thriller wie er sein muss. Ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen, habe mich gut unterhalten gefühlt und die Spannung war von Anfang bis Ende da. So muss ein Thriller sein und genau das schafft Kodiak alias Winkelmann immer wieder. Eine gute Geschichte, das Thema der verschwundenen, jungen Mädchen ist zwar nicht wirklich neu, aber dafür ist das wirklich interessante, ungewöhnliche Duo Riva und Jan (verheiratet, aber jeder mit einer schwierigen Vergangenheit) neu. Man mag sie, weil sie sich für „verlorene“ Menschen einsetzen und dies mit viel Leidenschaft und Emotion tun, jeder auf seine Weise. Ohne gute Hauptpersonen gibt es kein gutes Buch und die sind Kodiak sehr gut gelungen. Die Story ist flüssig erzählt, viele sehr unterschiedliche Protagonisten, deren Geschichten der Autor sie mal direkt erzählt lässt, mal wird über sie geschrieben. Verschiedene Handlungen und Orte setzen sich irgendwann wieder zusammen und erzählen nach und nach was passiert und bereits passiert ist. Es sind alle vertreten: Die Bösen, die Handlanger, die Opfer und die Trauernden – und die Helden. Langsam wird den Lesern/innen die Lösung nähergebracht, nicht zu kompliziert, eher zum Mitraten, fand ich. Das Buch ist ein guter, klassischer Thriller – durchweg gut geschrieben, stimmig was die Story angeht und immer spannend. Das habe ich erwartet und wurde nicht enttäuscht. Eine ganz klare Empfehlung von mir und 5 Sterne für die Herren Kodiak und Winkelmann ;o)

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Wenn der Winkelmann wieder zum Kodiak wird - Spannung pur...!"

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Mars Ultor: Schattenwelten: Cyberpunk Thriller
Mars Ultor: Schattenwelten: Cyberpunk Thriller

Nachdem der Erdmond teilweise zerstört wurde, ist 2079 das Wetter auf der Erde nur mehr von Regen geprägt. Sonne kennt man eigentlich nciht mehr. Zudem kontrollieren mächtige Konzerne das Weltgeschehen. Major David Dener arbeitet für Wayaki Industries und soll mit seinem Team einen Wissenschaftler zu dem Konzern zu bringen. Damit ist ihr Auftrag aber noch nicht zu Ende und so begibt sich das Team zum Mars. Das Cover ist gut gemacht und gefällt mir gut, auch wenn für mich nicht ganz der Zusammenhang zum Buch besteht. Auf der anderen Seite haftet ihm so etwas Mysteriöses an. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Insgesamt wirkt das Buch von der wissenschaftlichen Seite sehr gut recherchiert. Das Buch wird als Cyberpunk-Thriller angegeben. Der Beginn ist definitiv in diese Richtung, wobei es nach ca. 100 Seiten dann doch eher in die SF-Schiene geht. SF ist für mich immer so eine Sache - manches liebe ich (z.B. Star Trek), manches hasse ich (z.B. Star Wars). Der Beginn des Buches konnte mich überhaupt nicht mitnehmen - also der Teil der auch im Klappentext beschreiben wird. Ich konnte mich mit den Charakteren und der Handlung nicht identifizieren bzw., mich einfinden. Nur an wenigen Stellen tauchte mein Interesse auf. Dies änderte sich allerdings nach nicht ganz 100 Seiten. Als der SF-Teil begann, war ich von der Handlung gefangen genommen und die dystopische Welt und die Abenteuer im Weltraum bzw. auf dem Mars konnten mich nur noch faszinieren. Am Ende bleiben viele Fragen ungeklärt, aber dies ist ja erst der Auftakt der Riehe. So bin ich gespannt auf die Fortsetzung(en). Fazit: Es lohnte sich dranzubleiben. 4,5 von 5 Sternen

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Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer, Band 1: Die Jagd beginnt! (Erstleser)
Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer, Band 1: Die Jagd beginnt! (Erstleser)
lacastra

Magische Abenteuer für junge Detektivfans. Kinderbuch ist nicht gleich Kinderbuch, auch das Schreiben eines solchen Werkes erfordert einiges an Können. Umso toller, dass "Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer" unter die guten Kinderbücher zählt. Hier sollte beim Lesen definitiv keine Langeweile aufkommen. Der Schreibstil ist nicht allzu schwer, die Protagonisten sympatisch und die Bösewichte auf angenehme Art und Weise schurkisch, ohne dabei zu beängstigend zu sein. Auch die Idee des magischen Detektivkoffers trägt einen großen Teil zum Coolness Faktor des Buches bei, beinhaltet dieser doch allerlei nützliche Utensilien, auf die wohl selbst Inspector Gadget eifersüchtig wäre. Als würde das noch nicht reichen, kann man während der Geschichte auch noch selbst miträtseln und obendrein gibts sogar noch Illustrationen, quasi ein Komplettpaket, um selbst das lesefaulste Kind bei der Stange zu halten.

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Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
lacastra

Geburtstag muss sein! Der wahr gewordene Alptraum eines jeden Kindes (und von mir immernoch), der eigene Geburtstag wurde gestrichen...dabei ist das doch der wichtigste Tag ihm Jahr! Keine Angst, hier geht es zur Abwechslung mal nicht um Corona-bedingte Geburtstagsrestriktionen, wie der Titel schon sagt scheinen Toms Eltern Schuld zu sein an diesem Schlamassel. Dem Voraus gehen mehrere lustige oder teils tragische Ereignisse (den Tod eines Tieres sollte man hierfür schon verkraften können), sodass für eine Geburtstagsplanung keine Zeit mehr zu bleiben scheint. Also nimmt Tom dies mithilfe seine Freunde kurz entschlossen selbst in die Hand, was wiederum zu allerlei witzigen Situationen führt, denn selbstverständlich geht auch hier nicht alles glatt. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, Illustrationen lockern die Geschichte immer wieder zusätzlich auf. Alles in allem ein gelungenes Kinderbuch...und sicher auch ein gutes Geburtstagsgeschenk für junge Leser (sofern dieser nicht schon gestrichen wurde).

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Englein, Mord und Christbaumkugel von Gmeiner-Verlag
Englein, Mord und Christbaumkugel

Perfekt für die Vorweihnachtszeit Inhalt Es sind drei Geschichten aus dem weihnachtlichen Salzburg und Umgebung und sie haben eines gemeinsam: die schöne, fröhliche Weihnachtsstimmung wird durch eine sehr böse Tat gestört. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Mitglied des Ermittlungsteams von Kommissar Merana: den ersten Fall untersucht Kommissar Merana, den zweiten Fall bearbeitet Chefinspektorin Carola Salman und für den dritten Fall ist Abteilungsinspektor Otmar Braunberger zuständig. Thema und Genre Dieser weihnachtliche Kriminalroman mit Regionalbezug spielt in Stadt und Land Salzburg. Stimmungsvolle Schilderungen von Weihnachtsmärkten und interessantes Wissen über die traditionellen Bräuche wie Glöckler, Herbergsuche und Krippenspiele ergänzen die mörderischen Ereignisse. Handlung und Schreibstil Süßer die Glocken nie bimmeln Durch die Fenster der Orangerie des Schlosses Hellbrunn leuchtet der weihnachtlich geschmückte Park. Doch der Mann, der in der Mitte des Raumes liegt, kann sich daran nicht mehr erfreuen und mitten im stimmungsvollen Glöcklerlauf ertönt ein schriller Schrei. Gerade noch hatte Kommissar Merana entspannt Weihnachtslieder mitgesummt, doch nun ist er im Dienst. „Eine wenigstens halbwegs erfolgversprechende Spur sah anders aus. Eine solche war bisher weit und breit nicht auszumachen. (Zitat Pos. 451) Englein, Mord und Christbaumkugel Notburga Englein ist Privatdetektivin und als ihr die Stelle als Warenhausdetektivin im mega-spleshigen Einkaufszentrum angeboten wird, sagt sie sofort zu. Dem freundlichen Manager ist ihr Name aufgefallen und er ist überzeugt, sie passt gut in das vorweihnachtliche Team. Doch plötzlich ist Englein die Hauptverdächtige in einem Mordfall und Chefinspektorin Carola ermittelt. „Es war auch zu absurd. Vor nicht einmal einer Stunde hatte sie mit ihrer Tochter Weihnachtslieder geträllert und entzückende Zeichnungen in einem Bilderbuch bewundert – und jetzt stand sie einer Verdächtigen gegenüber, die ausgerechnet Englein hieß.“ (Zitat Pos. 1283) Wer klopfet an? Eine kleine Nachtschwalbe, die sich eigentlich im Herbst auf den Weg nach Afrika hätte machen sollen, wird durch eine Gruppe Anglöckler aufgestört. Singend machen sie in den Abendstunden dieses ersten Anglöckler-Donnerstags die Runde zu den einzelnen Höfen. Doch in einem der Anwesen werden sie nicht so erwartet, wie es üblich war. Hier hatte bereits jemand angeklopft, doch es wurde kein Herbergslied gesungen. „Allerorts eine festliche, friedliche Stimmung. Freude auf allen Seiten. Nur er muss sich mit einem brutalen Mord beschäftigen. (Zitat Pos. 1941) Fazit Dieses Buch mit drei weihnachtlichen Kriminalfällen, die in der schönen Stadt Salzburg und Umgebung spielen, führte mich zurück in meine Kindheit in Salzburg und sofort habe ich mich an die beschriebenen Bräuche erinnert und die Lieder kenne ich immer noch. Ein sympathisches Ermittlerteam und treffend und humorvoll geschilderte Hauptfiguren ergänzen die Kriminalfälle und ihre Hintergründe zu einem unterhaltsamen, angenehmen vorweihnachtlichen Leseerlebnis.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ich bin garantiert nicht als ständig einsatzbereiter Kripochef hier, versuchte er sich zu beruhigen. Offenbar will das Kind in mir sich von diesem Zauber ringsum berühren lassen.“ (Zitat Pos. 95)"

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Mäuseköttel von Mövenort Verlag
Mäuseköttel

Erzählungen zum Nachdenken, Erinnern, Verstehen Inhalt und Thema Dieser Erzählband umfasst sechzehn Geschichten, die zwischen 1979 und 2019 spielen, immer irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern, oder mit einem Bezug dazu. Es geht um Ost, West und um den Übergang in ein gemeinsames Deutschland, um Verlust und Neubeginn. Vor allem jedoch geht es um die Menschen und manchmal steht auch ein legendäres Auto im Mittelpunkt. Ansprechende, mit leichter Hand skizzierte Illustrationen ergänzen die Texte und stammen, wie auch das Cover, von der Rostocker Innenarchitektin und Designerin Peggy Kastl. Handlung und Schreibstil Es sind Alltagsgeschichten, die hier erzählt werden. In der DDR hofft im Dezember 1979 eine Mutter auf Apfelsinen, die jedes Jahr auf den bunten Weihnachtsteller gehören. Im Dezember 2019 reist die Autorin mit ihrem Ehemann nach Potsdam, beobachtet und beschreibt das Heute, verknüpft es mit den Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in Schwerin und besucht dann zum ersten Mal die russische Kolonie Alexandrowka, die so ganz anders ist, als sie es sich früher vorgestellt hatte. Eine Geschichte führt zurück in das Jahr 1991, die Währungsumstellung und ihre Folgen, die Treuhandgesellschaften und westliche Firmen auf Einkaufstour. Den Titel erhält dieses Buch von der Geschichte einer alten Dame, Kunsthistorikerin, die mit ihrem Testament das künstlerische Gesamtwerk ihres verstorbenen Ehemannes, eines bekannten Malers, erhalten will und die ehrwürdige Villa seit Jahrzehnten mit hartnäckigen Mitbewohnern teilt. In „Westreise“ besucht im September 1987 eine junge Frau aus Schwerin ihren alten Onkel im Westen und muss feststellen, dass auch im Westen nicht alles Gold ist, was glänzt. In der nachfolgenden, vorletzten, Erzählung unternimmt ein älteres Ehepaar aus einem Dorf in Mecklenburg, in dem er, wie vermerkt wird, als Wessie trotz seiner Ostfrau nie dazugehören eine Kurzreise nach London – im März 2019, wenige Tage vor dem Brexit-Termin. Die kurze letzte Geschichte bringt es auf den Punkt, vereint die beiden Welten vom 4. November 1989 und 4. November 2019, als in einer Radiosendung ein Kind nach dem ‚Warum‘ fragt, ‚warum war die DDR gemein zu den Menschen‘ und von der Journalistin keine Antwort erhält, weil die Sendezeit beinahe zu Ende war. Die Autorin hätte eine Antwort gewusst. „Vier Minuten hätten also ausgereicht, um zu differenzieren.“ (Zitat Seite 184) Fazit Es sind vielschichtige Geschichten, die einfühlsam, ernst oder heiter, mit einem feinen Humor, die genauen Beobachtungen der Menschen in den Jahren zwischen damals und heute widerspiegeln. Ein Buch für angenehme Lesestunden zum Nachdenken, Erinnern, oder, für Zugezogene wie mich, eine Wienerin auf Rügen, eine interessante Möglichkeit, Mecklenburg-Vorpommern und seine Menschen besser zu verstehen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Dass das gute Stück eines Tages, ohne sein granadarotes Dach, als Blumenkübel im Vorgarten eines Einfamilienhauses im Rostocker Speckgürtel landen würde, dieser Anblick blieb der langjährigen Besitzerin erspart. Er hätte geschmerzt. Verrückte Zeiten!“ (Zitat aus CVM – Claudias Volks-Mercedes, Seite 97)"

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Die Knochennadel: Peter Hogart ermittelt 3 - Thriller
Die Knochennadel: Peter Hogart ermittelt 3 - Thriller

Ein packender, realistischer Thriller Inhalt Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ist privat in Paris. Zusammen mit seiner Nichte Tatjana, 19 Jahre alt, begleitet er seine Lebensgefährtin, die Kunsthistorikerin Elisabeth Domenik. Diese leitet als Auktionatorin in der Opéra Garnier eine exklusive, nicht öffentliche Auktion einer höchst wertvollen mittelalterlichen Knochennadel aus Privatbesitz. Zur Versteigerung selbst wird aus Sicherheitsgründen nur eine Kopie gezeigt. Anschließend holt Elisabeth das Original aus dem Tresor. Doch einen Augenblick später ist sie spurlos verschwunden und mit ihr der wertvolle Kunstgegenstand. Hogart beginnt sofort mit der Suche nach Elisabeth, recherchiert die Hintergründe, forscht nach Zusammenhängen. Doch jemand ist ihm immer einen Schritt voraus und statt auf Gesprächspartner trifft er auf Tatorte … Thema und Genre In diesem Thriller und dritten Fall für den Wiener Privatdetektiv Peter Hogart geht es um den internationalen Kunstmarkt und wertvolle Antiquitäten. Auch psychologische Hintergründe spielen eine Rolle. Charaktere Peter Hogart muss unter extremem Zeitdruck einen Fall lösen, der zunächst mehr Rätsel als Antworten bietet. Gleichzeitig muss er auch seine Nichte Tatjana beschützen. Bald steht er selbst unter Verdacht, doch aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. Tatjana spielt Bass in einer Mädchen-Punkband, macht gerade an der Polizeischule Wien ihre Ausbildung und besteht darauf, bei ihrem Onkel in Paris zu bleiben, um ihn bei seinen Recherchen zu unterstützen. Der Autor nimmt sich Zeit für die einzelnen Charaktere, jede seiner Figuren ist speziell und sehr treffend entwickelt. Handlung und Schreibstil Die facettenreiche, packende Handlung spielt in Frankreich und zwar in Paris, Versailles, Le Havre, an der Cote D’Azur und in Monaco. Der extrem knappe Zeitrahmen zwischen 14. und 19. September ergibt sich aus den Ereignissen und strafft die dichte Handlung, welche dadurch noch spannender wird. Parallel zum aktuellen Geschehen verläuft eine zweite Geschichte, welche fünfzehn Jahre vorher beginnt und ebenfalls chronologisch erzählt wird. Auch wenn man beim Lesen Zusammenhänge vermutet, halten überraschende Wendungen die Spannung aufrecht. Die genauen Beschreibungen der Handlungsorte führen uns beim Lesen direkt nach Paris und in die Kunst- und Antiquitätenszene. Diese Ausführlichkeit behält der Autor auch bei den Schilderungen der Tathergänge bei, hier merkt man, dass er auch im klassischen Gothic-Genre zu Hause ist. Fazit Ein interessanter, dichter und intensiver Thriller. Eine überzeugende, glaubhafte Geschichte, mit einigen sehr realistischen, heftigen Details, aber auch mit einer guten Prise lockerem Humor packend erzählt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Du hast dich soeben einer geplanten Festnahme widersetzt und bist mit einer nicht registrierten Waffe abgehauen. Und das im Ausland.“ (Zitat Seite 236)"

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Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein! (Band 1)
Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein! (Band 1)

Die 12-jährige Felicitas - von allen nur Flick genannt- zieht mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Freddy in eine neue Stadt. Dort entdeckt sie das Strangeworlds-Reisebüro. Man reist durch Koffern in andere Welten des Multiversums. Geführt wird es vom gerade volljährig gewordenen Jonathan, dessen Vater plötzlich verschwunden war. Die beiden freunden sich an und entdecken besondere Fähigkeiten an Flick. Und schneller als sie schauen können, müssen sie das Multiversum retten. Das Cover des Buches ist im Stile eines alten Koffers gemacht. Da man im Buch durch Koffer reist, ist dies absolut passend und total super gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist klasse; Charaktere und Orte werden detailreich dargestellt. Auch die Übersetzung aus dem englischen war fabelhaft. Das Buch ist ab 10 Jahren (lt. offiziellen Angaben) geeignet - ich würde es eher 1-2 Jahre nach weiter verschieben, also so ab 11-12 Jahre. Mein Patenkind wird also noch ein wenig warten müssen auf das Buch, denn sie wird erst in einem Monat 9 Jahre alt. Das Buch ist absolut altersgerecht beschrieben und ähnelt manchmal im Schreibstil an "Harry Potter", obwohl die Handlung doch deutlich eine ganz andere ist. Das Buch ist fantasievoll und detailreich geschrieben, sodass es auch Erwachsenen, wie mir, Spaß macht. Das Buch bildet den Auftakt einer Reihe auf den ich mich jetzt schon sehr freue. Das Ende ist relativ offen - viele Fragen bleiben ungeklärt - eben bis zur Fortsetzung. Fazit: Wundervoller Auftakt einer Kinder-Fantasy-Reihe. 5 von 5 Sternen

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Mein Familienkompass von Ullstein Hc
Mein Familienkompass
lacastra

Nicht immer auf geradem Weg Richtung Norden. Man hat das Gefühl, Erziehung scheint heute um einiges schwieriger zu sein als noch vor ein paar Jahren, zu groß scheint mittlerweile der Einfluss von Medien aller Art. Dass man sich die Vorbilder eher nicht aus sozialen Medien aussucht, sollte wahrscheinlich klar sein, aber wie weiß man den richtigen Weg? Dafür bietet die Autorin zumindest nützliche Hinweise...neben vielen anderen informativen Themen.

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Das Leben ist ein wilder Garten von Paul Zsolnay Verlag
Das Leben ist ein wilder Garten
lacastra

Das Leben ist ein ruhiger Garten. Aufruhr gibt es in letzter Zeit so einigen im beschaulichen Leben des Gärtners Carlo, das Buch hingegen erzählt seine Geschichte eher ruhig als aufregend, was keinesfalls schlecht gemacht oder langweilig wirkt, vielmehr passt der unaufgeregte, ruhige Erzählstil gut zur Story, man fühlt sich beim Lesen irgendwie gut aufgehoben. Das Thema an sich ist gut gewählt und lässt auch Raum für eigene Gedanken und Interpretationen, die Story hat mich dann doch auch emotional abgeholt, einen allzu spannenden Handlungsbogen sollte man als Leser allerdings nicht erwarten. Wer nach dem lesen des Klappentextes denkt, das Buch könnte mir gefallen, der kann sicher bedenkenlos zugreifen und ein paar ruhige Stunden des Lesens und der anschließenden Selbstreflexion verbringen. Wer zwingend Spannung zum dranbleiben oder eine wendungsreiche Handlung braucht, der ist hier eher fehl am Platz.

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Die Topeka Schule: Roman
Die Topeka Schule: Roman
lacastra

Obama fands gut, ich eher nicht. Die "Topeka Schule" gehört für mich zu den Büchern, die ich zwar halbwegs gern gelesen habe, aber trotzdem nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Gefiel mir der Schreibstil des Autors zunächst recht gut auf den ersten Seiten, stellte sich beim Lesen schon bald etwas Langeweile, gelegentlich sogar Mühsal ein. Sprachliche Schönheit ist vorhanden, aber wenn diese sich, wie hier, zu sehr in Beschreibungen oder Abschweifungen verliert, dann verliert sie meistens auch mich. Der Perspektivenwechsel empfand ich auch als störend, nicht weils zu kompliziert wurde, sondern vielmehr weil die Qualität der einzelnen Perspektiven aus meiner Sicht stark schwankte...es ist nie ein gutes Zeichen, wenn einem vor bestimmten Perspektiven schon im Vorfeld die Lust vergeht und man das Buch dann doch erstmal beiseite legt. Die Geschichte an sich ist durchaus interessant, deswegen habe ich schlussendlich auch nicht aufgegeben und das Buch beendet, aber gleichzeitig ist sie doch nicht so besonders, dass sie mir länger im Gedächtnis bleiben wird. Wer von einem Buch gute Unterhaltung erwartet (so wie ich), der sollte "Die Topeka Schule" eher links liegen lassen.

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Das Lied des Wolfes
Das Lied des Wolfes
lacastra

Nach schwierigem Einstieg zurück zu alten Qualitäten! Die Rabenschatten-Trilogie von Anthony Ryan gehört nach wie vor zu meinen All-Time Favourites, auch wenn bei Vielen der Abschlussband nicht ganz so hoch im Kurs steht. Nach Ausflügen ins Genre der Drachenfantasy kehrt Ryan jetzt nach ein paar Jahren wieder zu seinem Erstlingswerk zurück, und somit selbstverständlich auch ich. Was ich zum Einstieg wirklich gern gehabt hätte...einfach ein paar kurze Absätze, die die Handlung der ersten Trilogie nochmal zusammenfassen. Nach ein paar Jahren Pause voller anderer gelesener Bücher stellte ich fest, außer die Namen der Hauptprotagonisten (und selbst da waren manche der unwichtigeren nur noch Fragezeichen)war mir von der Welt und ihren Bewohnern dann doch zu wenig im Gedächtnis geblieben, aber meines Erachtens setzt das erste Vaelin-Kapitel ein Stück weit voraus, dass man die anderen Bücher noch im Gedächtnis hat. Wenn man allerdings über die anfänglichen Fragezeichen hinwegliest, dann entfaltet sich wieder nach und nach eine gute Geschichte und der Beginn einer epischen neuen Trilogie. Gerade der als Schriftstück verfasste Prolog macht genau wie damals wieder Lust, die Story und ihre Geheimnisse zu ergründen (und er klang für mich irgendwie nach einem gewissen Reitervolk aus Game of Thrones). Auch Hauptakteur Vaelin Al Sorna scheint nun wieder mehr in den Fokus zu rücken, was ich durchaus begrüße. Außerdem wird der Leser mit in ein neues Land genommen, welches wiederum viele neue Geheimnisse birgt und die Welt des Autors weiter vervollkommnet. Alles in allem auf jeden Fall eine unbedingte Empfehlung, jedoch mit dem Tipp, diesen Band nicht als Einstieg zur Hand zu nehmen, sondern vorher die Rabenschatten-Trilogie zu lesen (wer das noch nicht getan hat, der hat da sowieso drei sehr gute Bücher verpasst). Sofern man jedoch zu den Lesern gehört, die mit den ersten Büchern so gar nichts anfangen konnten, dann kann man "Das Lied des Wolfes" getrost auch weglassen, Anthony Ryan bleibt seinen Vorgängern weitestgehend treu.

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A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer von Tredition Gmbh
A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer
Taschenbuch

Der mittlerweile 17-jährige Sid reist mit Chiara auf Einladung von A.S. Tory nach England - diesmal ohne besonderen Auftrag. Dort lernen sie allerdings 3 Mädchen und einem afghanischen Flüchtling kennen. 2 Mädchen verschwinden, ebenso Laith, der illegale Flüchtling. Sid und Chiara machen auf der Suche nach Laith erneut einen Road-Trip, denn vor allem Chiara glaubt nicht, dass Laith etwas mit dem Verschwinden der beiden Mädchen zu tun hat. Das Cover passt perfekt zum Buch, ebenso wie zur ganzen Reihe und zeigt die Hauptfiguren, die sich auch auf dem Cover leicht verändert haben. Der Schreibstil der Autorin ist grandios; Orte und Charaktere werden wunderbar beschrieben, die Protagonisten entwickeln sich von Band zu Band weiter. Die Story wirkt wieder gut durchdacht und kommt erneut ohne wirkliche Action-Szenen aus. Dafür überzeugt die Geschichte durch ihre Emotionen und ihren Charme. Sid selbst gefällt mir ebenfalls sehr gut. Trotz seiner Schüchternheit ist er doch sehr charismatisch, wie auch Chiara oder Mr. Tory. Und aus genau diesem Grund ist dieses Buch ein echter Pageturner geworden. Man will einfach immer weiterlesen - und da ist es auch egal, wenn man kein Jugendlicher mehr ist. Obwohl in manchen Szenen auch ein wenig Humor zu finden ist, überzeugt das Buch durch seine Emotionen, die losgetreten werden. Ich würde es Lesern ab 14 Jahren empfehlen - Alterslimit gibt es dafür sicher keines. Ich könnte mir das Buch auch gut als Lesestoff für die Schule. Gefallen hat mir auch das Wiederlesen mit Chan, der sich doch sehr verändert hat und viel erwachsener wirkt. Dies trifft aber natürlich auch in etwas geringerem Maße auf Sid zu. Erneut hat sich die Autorin eines ernsten Themas - hier v.a. das Thema Flüchtlinge - angenommen und es sehr gut behandelt. Ich hoffe sehr, dass noch mehr Abenteuer von Sid und Chiara erscheinen werden und es nicht bei einer Trilogie bleiben wird. Fazit: Jugendbuch, das auch Erwachsene unterhalten und zum Nachdenken anregen kann. 5 von 5 Sternen

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Zerrissen: True-Crime-Thriller (Die Fred Abel-Reihe, Band 4)
Zerrissen: True-Crime-Thriller (Die Fred Abel-Reihe, Band 4)
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Autor: Michael Tsokos wurde 1967 in Kiel geboren und Professor für Rechtsmedizin und ein Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Er hat bereits mit Autoren, wie Fitzek und Gößling zahlreiche Thriller verfasst. Viele der Bestseller an denen er beteiligt war, wurde bereits für das Fernsehen verfilmt. Bei Zerrissen handelt es sich um den 4. Teil der Reihe um den Rechtsmediziner Fred Abel. Inhalt: Dr. Fred Abel muss den Fall eines kleinen, misshandelten Mädchens untersuchen. Es handelt sich um die Nichte seiner langjährigen Kollegin Dr. Yao. Neben den Spannungen, die das mit sich bringt, stellt sich die Frage, ob wirklich die Mutter dafür verantwortlich ist oder noch ganz andere Menschen in ihrem Umfeld gefährlich sind. Beruflich ebenso verstrickt ist Abel in die Ereignisse rund um die Entdeckung eines brutal ermordeten Mannes in einem Boxsack, durch seinen alten Freund, den Privatermittler Lars Moewig. Das Eintauchen in die Welt der Berliner Drogen-Clans birgt Gefahren für alle Beteiligte und fordert Fred Abels ganze Aufmerksamkeit. Darunter leidet seine Freundin Lisa Suttner, die ganz andere Probleme mit sich allein ausmachen muss, allerdings als Staatsanwältin der Bundesanwaltschaft auch von den Ereignissen rund um die Clan-Aktivitäten beruflich nicht verschont bleibt. Schreibstil: Tsokos bleibt seiner Linie treu. Er schreibt unglaublich flüssig, immer interessant und mit viel Liebe zum Detail. Das betrifft nicht nur die Charaktere der Hauptpersonen, sondern auch die rechtsmedizinischen Untersuchungen unterschiedlichster Fälle. Die Story teilt sich in verschiedene Teile auf. Immer wieder springt der Autor zwischen den Stories hin und her. Die Hauptpersonen Fred Abel, Lars Moewig, Sabine Yao, aber auch andere Nebenschauplätze und deren Protagonisten, bekommen Raum und man wird als Leser herrlich hin und her geworfen zwischen den verschiedenen Erzählsträngen. Das erzeugt eine enorme, durchgängige Spannung. Mein Fazit: Obwohl ich die Paul Herzfeld-Reihe von Michael Tsokos kenne und sehr mag, ist es tatsächlich mein erstes Buch aus dieser Reihe um Fred Abel. Kaum zu glauben! Und da besteht wohl dringend Nachholbedarf meinerseits. Mir hat das Buch wirklich außerordentlich gut gefallen. Die Hauptpersonen sind allesamt interessant skizziert. Man bekommt einen guten und detaillierten Eindruck und ist sofort gespannt, wie sich die einzelnen Geschichten entwickeln. Tsokos findet die richtige Mischung zwischen der Story und dem eher angenehm kleinen Anteil privater Verstrickung der Personen. Die unterschiedlichen Erzählstränge und der rasante Wechsel zwischen diesen, war so spannend und mitreißend für mich als Leser und ist wirklich gut durchdacht. Die einzelnen Untersuchungen in der Rechtsmedizin kann man auch überfliegen, wenn man da zarter besaitet ist, aber es ist schon auch interessant, weil Tsokos ja oft auch tatsächlich reale Fälle einfließen lässt. Die Geschichte rund um die Drogen-Clans Berlins ist etwas bedrückend, weil realitätsnah, so habe ich es empfunden. Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich richtig gut gefallen. Spannend, toll geschrieben, viele kurze und ausführlichere Geschichten, die sich zu einer guten Story zusammenfügen. Die Verstrickung der Haupt- und Nebenpersonen mit einander und innerhalb der Hauptstory an sich, macht es so kurzweilig und hat mich begeistert. Perfekter Lesestoff und eine klare Empfehlung von meiner Seite aus. Ein 5 Sterne Thriller…

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Perfekter Lesestoff für Thriller-Fans...!"

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NEBEL: Thriller (Die HULDA Trilogie, Band 3)
NEBEL: Thriller (Die HULDA Trilogie, Band 3)

Ein gelungener Abschluss einer packenden Trilogie Inhalt Dieses Weihnachten 1987 im kalten, tief verschneiten Island verändert das Leben von Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, unwiderruflich. Doch es ist ihr wichtig, nach einem Sonderurlaub rasch in ihren Beruf zurückzukehren. Ihr Chef betreut sie mit einem sehr speziellen neuen Fall. Die Bewohner eines einsamen Bauernhauses im abgelegenen Osten Islands, ein altes Ehepaar, wurden tot aufgefunden. Sie waren nicht friedlich verstorben und es musste bereits während der Weihnachtstage passiert sein. Gleichzeitig lässt Hulda das nach wie vor ungeklärte, spurlose Verschwinden einer jungen Frau während der Sommermonate keine Ruhe. Thema und Genre In diesem Thriller, dem dritten und letzten Band der Serie um die Ermittlerin Hulda geht es um Familie, Verlust, Schuld und Verantwortung. Auch psychologische Elemente spielen eine wichtige Rolle. Charaktere Hulda muss mit einem persönlichen Schicksalsschlag fertig werden, für den sie sich mitverantwortlich fühlt. Teilweise sind ihre Gedanken dadurch abgelenkt, gerade deshalb übernimmt sie diesen neuen Fall bewusst und vertieft sich in die Ermittlungen. Sie ist eine sehr genaue, erfolgreiche Kriminalbeamtin, doch sie weiß auch, dass sie mit ihren vierzig Jahren beruflich wesentlich weiter wäre, wäre sie in Mann. Umso mehr ist sie entschlossen, immer einfach ihr Bestes zu geben. Handlung und Schreibstil Die Ereignisse werden in zwei paralellen Geschichten geschildert, die in den Weihnachtstagen 1987 und Februar 1988 spielen. Ein ergänzender dritter Handlungsstrang führt zurück in den Sommer 1987. Der Winter in Island ist düster und kalt und gerade deshalb sind die Traditionen des Weihnachtsfestes für die Menschen so wichtig. Doch in diesen gemütlichen Beschreibungen über das typische Festessen und Bücher, die als Geschenk unbedingt zu einem isländischen Weihnachtsfest gehören und die man auch sofort mit Vorfreude zu lesen beginnt, schwingen rasch Beklemmung und Ängste mit. Vermutungen ergeben sofort einen besonderen Sog in diese packende Geschichte und überraschende Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung. Der Autor spielt mit der Sprache und fängt die unterschiedlichen Stimmungen eindrücklich ein und versetzt uns beim Lesen sofort in das einsame winterliche Island. Fazit Weihnachten im kalten, tief verschneiten Island wird besonders gemütlich und traditionell gefeiert, doch manchmal trügt der Schein und was zuerst in der Dunkelheit nur mitschwingt, tritt immer deutlicher hervor. Ein vielschichtiger, sehr spannender Nordic Noir Thriller, ein gelungener Höhepunkt zum Abschluss dieser Serie. Auch die gewählte Form, diese Trilogie im Zeitablauf rückwärts zu erzählen ist ebenso ungewöhnlich wie genial und packend, ich würde, obwohl nun ja alle drei Bände erschienen sind, genau die vom Autor gewollte Reihenfolge DUNKEL – INSEL – NEBEL einhalten.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Immerhin, jeder kleine Sieg verschaffte ihr eine gewisse Befriedigung. Wenigstens konnte sie selbst stolz darauf sein, gute Arbeit geleistet zu haben, auch wenn es sonst niemand erwähnenswert fand.“ (Zitat Seite 329)"

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Ich an meiner Seite: Roman
Ich an meiner Seite: Roman

Inhalt Arthur Galleij ist zweiundzwanzig Jahre alt, als der die JVA Gerlitz als freier Mann verlässt. Er wusste, dass ihn niemand erwarten würde, doch da irrte er. Grazetta, eine alte Dame mit einem bewegten Leben, die er in der Palliativresidenz seiner Mutter in Spanien kennengelernt hatte, ist nun hier in Wien, um auf ihn aufzupassen. Dies will auch der Therapeut Doktor Konstantin Vogel, genannt Börd, der Gesellschaftswissenschaften studiert hatte, auf Grund seiner eigenwilligen Arbeitsweise jedoch arbeitslos wurde. Bettina Bergner hat ihn, ihren ehemaligen Professor, als Mitarbeiter in ihr Projekt geholt, eine neue Form der Therapie für Haftentlassene. Einen vorübergehenden Platz in einer speziellen WG hat Arthur, doch er braucht dringend einen Job. Rasch erkennt er, dass er dazu einen etwas korrigierten Lebenslauf benötigen würde. Thema und Genre In diesem Roman geht es um Träume, Verluste, Ereignisse, die Menschen aus der Bahn werfen können, um die reale Härte im Strafvollzug, Bewährungshilfe, Resozialisierung, Vorurteile und mögliche neue Chancen. Auch der schöne Schein des angepassten, daher perfekten Menschen, der in unserer modernen Gesellschaft so wichtig ist, ist ein Thema. Charaktere Arthur ist ein intelligenter, aber sehr ruhiger junger Mann. Er beobachtet und versucht, das gesellschaftliche System zu verstehen. Im Grunde sollte es für einen Menschen wie ihn nicht schwierig sein, Arbeit zu finden, doch nicht als Haftentlassener. Er erkennt, dass keine gesellschaftliche Beschönigung ihm helfen kann, sondern „einzig und allein ich an meiner Seite.“ Handlung und Schreibstil Nach einer kurzen Einleitung, ein Morgen in der Jetztzeit, beschreibt die aktuelle Handlung die Ereignisse zwischen Juni 2010 und Juni 2011. Parallel dazu wird in Rückblicken Arthurs Kindheit und Jugend erzählt, ergänzt durch Arthurs eigene Erinnerungen. Das Schicksal dieser Hauptfigur, die untypisch in diese Lage geschlittert ist, wird lebendig, einfühlsam, aber auch unverklärt und realistisch geschildert. Obwohl Arthur jung ist, scheint er, ebenso wie Börg und Grazetta, etwas aus der Zeit gefallen, und man schließt diese Figuren mit allen ihren Schrullen und speziellen Eigenheiten rasch ins Herz. Die Sprache erzählt klar, gerade und eindrücklich. Fazit Ein ernster, nachdenklicher und gleichzeitig humorvoller Roman. Diese Geschichte über die Realität eines Alltags mit einem Gefängnisaufenthalt im Lebenslauf überzeugt auch durch die einnehmende Hauptfigur.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Er braucht einen schönen, gerade Lebenslauf. Nicht übertrieben ausgeschmückt, darum geht es nicht, aber etwas, das ihn auf den normalen Weg führt.“ (Zitat Pos. 1746)"

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Bazilla - Fee wider Willen
Bazilla - Fee wider Willen

Bazilla hat endlich ihren 10. Geburtstag, wo sie ein echter Vampir werden soll. Doch stattdessen wird sie zur Fee. Sie muss von Burg Morchelfels ins Internat der Feenschule ziehen. Dabei möchte sie doch so gern ein Vampir sein! Begleitet wird sie durch Fleder-Hamster Elvis. Das Cover des Buches ist wundervoll gestaltet. Auch im Inneren gibt es viele tolle Illustrationen von Angela Gstalter, die auch perfekt zu den Szenen gestaltet sind. Schade, dass sie nur schwarz-weiß sind, dennoch sind sie einfach wundervoll. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet und altersgerecht für Kinder von etwa 8 - 10 Jahren. Die Charaktere und Orte werden ebenso dargestellt. Die Story ist gut überlegt und lebt auch von Bazilla, die man einfach ins Herz schließen muss. Kinder (v.a. Mädchen) werden ihre helle Freude an ihr haben - genauso wie an Elvis. Auch meinem Patenkind Marie hat die Geschichte sehr gefallen - und das ist ja das Wichtigste, denn sie ist in der richtigen Altersgruppe. Aber eben auch mich als kindlich gebliebenen männlichen Erwachsenen (kindlich - nicht kindisch!) konnte dieses Buch vollständig überzeugen und so freuen wir uns schon sehr auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

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(K)ein Mann, der's wert ist
(K)ein Mann, der's wert ist

Die 56-jährige Gundel lässt sich von ihrem Mann Xaver scheiden und gründet ein Reiseunternehmen für Senioren. Ihre erste Reise führt sie und einige Senioren in den Amazonas. Als dort allerdings ihr Flugzeug notlandet, finden sie Unterschlupf in einem Lodge. Dort haben alle ihre Geheimnisse - und auch Gundels Exmann weicht ihr kaum von der Seite. Aber sie lernt den attraktiven Ron kennen. Doch welches Geheimnis hat er wohl? Das Cover des Buches ist zur Hälfte gut gemacht. Der obere Teil passt leider gar nicht. Die Gesichter, die abgebildet sind, haben keine Ähnlichkeit mit den Charakteren. Zudem stören sie auch das Cover, das sonst gut gelungen wäre. Der Schreibstil des Autors ist gut; Orte und Charaktere werden wundervoll dargestellt. Der Inhalt des Buches bewegt sich zwischen den Genres: Romantik, Humor, Abenteuer und vieles mehr hat dieses Buch zu bieten. Vor allem der Humor und die wundervoll verrückten Charaktere hatten es mir in der ersten Hälfte des Buches angetan. In der zweiten Hälfte des Buches wird dieser aber enorm nach unten geschraubt und die Handlung wurde auch teilweise etwas sprunghaft. Die Leichtigkeit und Skurrilität der ersten Hälfte war plötzlich verschwunden. Die Pointen und skurrilen Personen mit all ihren interessanten Geheimnissen war einfach köstlich, wobei die Spannung sich im letzten Teil zwar hochschraubte, aber trotzdem unter dem Limit blieb, eben auch weil Witz und vieles andere fehlte. Dadurch war auch alles nicht mehr flüssig zu lesen. Fazit: Unterhaltsamer Genre-Mix, der vor allem in der ersten Hälfte mit Humor punkten kann. 4 von 5 Sternen

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Über allem und nichts
Über allem und nichts

Inhalt Clara Fink, bald siebenunddreißig Jahre alt, träumte schon als Kind von fernen Ländern, grenzenloser Freiheit und vom Fliegen. Heute ist sie Berufspilotin bei einer spanischen Billigfluglinie, als Copilotin für Maschinen wie die Boing 777 ist sie ehrgeizig und zielorientiert auf dem Weg zur Beförderung zum Flugkapitän. Die knappen Stunden zwischen den Flügen reichen nicht aus, um irgendwo innezuhalten und so wie zwischen den unterschiedlichen Destinationen rund um den Globus, pendelt sie auch im Privatleben ruhelos zwischen zwei Männern: Matthias, Anwalt in München, der sie umsorgt und sich mehr gemeinsame Zeit wünscht, wodurch sie sich eingeengt fühlt, und dem dominanten, manipulativen Gabrio Estevez in Madrid, ihrem ehemaligen Fluglehrer. Als sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommt, nimmt sie zwei Wochen Urlaub, findet ein günstiges Ticket nach Colombo, packt ihre Sachen in Motorrad-Satteltaschen und fliegt auf die Insel, die sie seit elf Jahren gemieden hat. Diese Reise durch das noch immer vom Bürgerkrieg gezeichnete Sri Lanka wird für sie eine Reise durch ihr bisheriges Leben, Zeit, sich ihren verdrängten Erinnerungen zu stellen. Thema und Genre In diesem Roman geht es um prägende Erfahrungen und das Schweigen darüber, Familie, Beziehungen. Wichtige Themen sind die Situation von erfolgreichen Frauen in männerdominierten Berufen und Sri Lanka als Beispiel steht für globale Konfliktsituationen, Bürgerkriege als Gegenpol zu großartiger Natur. Charaktere Das Leben der Pilotin Clara ist von moderner Rastlosigkeit geprägt. Von der Großmutter hat sie gelernt, dass man über schlimme Erlebnisse nicht spricht, dieses Schweigen bestimmt Claras Leben. Sie wird Pilotin, weil sie die Welt sehen will, aber im intensiven Berufsalltag sieht sie nur mehr die austauschbaren Flughäfen. Erst als ihre Erinnerungen ihr bis ins Cockpit folgen, erkennt sie, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss. Handlung und Schreibstil Der Roman beginnt mit ihrem Flug nach Sri Lanka am Anfang ihres vierzehntägigen Urlaubs. Vor elf Jahren war Sri Lanka ihre erste Tropendestination als Flugbegleiterin gewesen. Damals war der Tamile Surya, eigentlich Lehrer, ihr Fahrer gewesen, der ihr die Insel gezeigt und über dieses Land erzählt hatte. Jetzt mietet sie nach der Landung in Colombo ein Motorrad und beginnt ihre Reise über die Insel. Die chronologisch erzählte Jetztzeit mit Schilderungen der Landschaft und der Menschen, die Clara begegnen, wird durch Erinnerungen unterbrochen. Es sind Bruchstücke ihres Lebens, die ungeordnet auftauchen, dazwischen Träume, Sehnsüchte, Gedankenkreise, die Männer in ihrem Leben. Ihre stillen Beobachtungen der tropischen Natur enden in Parallelen zu ihrer Kindheit, ihre Familie, Sommer am Staffelsee. Blumen führen ihre Gedanken zu Gabrio, zu Matthias, verbunden damit ihr erfolgreicher beruflicher Werdegang. Sie verlängert den Urlaub um einige Tage, doch die Hoffnung auf einen Neubeginn endet bei den Vorsätzen. Die eindrückliche Sprache wechselt zwischen poetischen Schilderungen und rasant-kurzen Momentaufnahmen, man spürt die atemlose Getriebenheit der Hauptfigur. Diese Mischung zieht uns Leser rasch in den Sog dieser Geschichte einer starken, im Beruf zielorientierten Frau, die im realen Leben eine Suchende, eine rastlose Nomadin bleibt. Fazit Es ist beeindruckend, wie es auch diesem Autor der modernen Gegenwartsliteratur gelingt, eine kraftvolle, lebendige, absolut authentische Frauenfigur zu schaffen und ihre Geschichte einfühlsam, intensiv, packend und glaubhaft zu erzählen, verbunden mit einer bildgewaltigen Reise und Sprache.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Alte Kreise öffnen sich, mit der Zirkelspitze am Staffelsee. Sri Lanka. Ozean., kein See. All die Jahre hatte sie die Kreise immer weiter gezogen, der Kern der hart gewordenen Erinnerung hatte dabei festgesteckt.“ (Zitat Pos. 2714)"

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Meine Real Life Story von adeo / adeo Verlag
Meine Real Life Story

Philipp Mickenberger ist zusammen mit seinem Zwillingsbruder Johannes erfolgreicher YouTube-Star. Als "The-Real-Life-Guys" verdienen sie gutes Geld mit dem, was sie machen. Sie sind kreativ und machen teilweise unmögliches möglich. Dabei gehen sie auch Gefahren ein. In diesem Buch erzählt Philipp seine persönliche Biografie. Es geht dabei nur fragmentär um seine YouTube-Karriere, vielmehr um seine Krebserkrankung, den Tod seiner Schwester Elli und seiner "Suche" nach Gott. Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt perfekt zum Buch. Der Schreibstil ist sehr gut, auch hat die Biografie des jungen Mannes einiges zu bieten. Mir war der Autor vor dem Lesen des Buches nicht bekannt - auch nicht als YouTuber. Mit viel Emotionen erzählt er aus seiner Kindheit, seinen ersten Auftritten als Naturfilmer, seinen ersten Videos, aber auch über seine Krebserkrankung, die er mit 16 Jahren bekämpfen musste. Dabei findet er zu Gott, wobei sein Leben bald wieder "normale" Wege geht. Nur wenige Jahre später verunglückt allerdings seine Schwester Ellie tödlich und er muss den Kampf gegen den Krebs erneut aufnehmen - um erneut zu Gott zu finden. Insgesamt nimmt die Bibel und Gott eine sehr große Rolle im Buch ein, wobei er keinen bekehren will. Viele "Zufälle" lassen ihn schließlich nicht mehr an der Existenz Gottes zweifeln. Einiges klingt aber für mich nicht ganz logisch: - Als Philipp das 1. Mal im Krankenhaus ist, ist kein Arzt erreichbar? - Das kann ich mir nicht vorstellen. Bzw. steht auch, dass gar keiner da ist. Das passiert nicht einmal in Afrika, geschweige denn im 21. Jahrhundert in Deutschland. Auch dass der Pfleger länger dableibt - gibt es denn keinen Nachtdienst? - Ich bewundere Philipp und Johannes, dass sie entgegen dem heutigem Trend viel draußen tun möchten, statt am Computer oder ähnlichem zu sitzen und dass sie dazu auch andere junge Leute motivieren wollen. Auf der anderen Seite kennen sie sich aber perfekt mit Computern und Programmen aus. Und da YouTube ja nicht als Hit geplant war - was ich toll finde, verstehe ich nicht, wovon die beiden eigentlich leben wollten, so ohne Beruf und Ausbildung. Zum einen Teil verantwortungsbewusst und auf der anderen Seite ein sogenannter Lebenskünstler und Hartz 4-Empfänger. Das verstehe ich absolut nicht. - Philipp kommt aus einer sehr religiösen Familie, wie er mehrmals betont, wie auch viele aus seinem Umfeld - und trotzdem ist er und viele andere nicht getauft? - klingt irgendwie widersprüchlich! So bleibt Philip mir ein wenig suspekt: Einige Widersprüche und vor allem das in den Tag hineinleben" - dem kann ich nur begrenzt zustimmen. Ob es Gott wirklich gibt, klärt das Buch natürlich nicht. Philipp sieht auf jeden Fall viele Hinweise dafür. Nichtsdestotrotz hoffe ich für den Autor, dass er den Krebs endgültig besiegen konnte und dass er zusammen mit seinem Bruder weiter interessante Videos über tolle Projekte drehen kann. Einige Links sind übrigens auch angegeben, um sich ein Bild zu machen. Sehr gut gefallen haben mir auch der Spoken-Word-Text, der mit ein paar kleinen Änderungen sicher mit dem richtigen Interpreten ein Rap-Hit werden könnte. Ebenso ging es mir mit dem Liedtext, den seine Schwester Ellie geschrieben hat. Der Text ist super. Mit einer Melodie und einem Interpreten könnte es ein Hit werden. Ein großer Bildteil ergänzt diese Biografie. Fazit: Biografie eines YouTubers, der zu Gott findet. Nicht immer kann ich mich allem anschließen, aber trotzdem interessant zu lesen. 4,5 von 5 Sternen

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Final Control: Thriller
Final Control: Thriller

Inhalt Die zweite Heimat des Mediziners Tom Bayne ist Shenzhen, Sonderwirtschaftszone, Sitz bedeutender ausländischer Investoren. Seine Firma CUMO arbeitet im Bereich medizinischer Start-ups und er braucht dringend einen Investor. Die Chinesen sind sehr an seiner innovativen Cure-Mobile App in Kombination mit einem Chip interessiert, doch Tom entscheidet sich für den Milliardär Dairon Arakis, der ihn als persönlichen Betreuer engagiert. Dann überschlagen sich die Ereignisse, Toms App zeigt eigenartige Werte in Verbindung mit Fake News, in der Schweiz gibt es ein Seebeben, die italienischen Banken stehen vor dem Zusammenbruch und drohen die gesamte Eurozone mitzureißen. Die NSA macht Tom ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Thema und Genre In diesem Polit-Thriller geht es um modernste technische Lösungen für die umfassende Überwachung, nicht nur der virtuellen Daten, sondern auch des realen Lebens der Menschen. Themen sind die aufstrebende Weltwirtschaftsmacht China und das uneinige, zögerliche Europa, sowie weltweite Finanztransaktionen. Charaktere Tom Bayne ist in Deutschland und China zu Hause, ein deutscher Vater und eine englische Mutter machen ihn zu einem international denkenden Menschen. Auf der Suche nach einem Investor für seine innovative App im Bereich Medical Big Data und der Wahl zwischen der höchst interessierten chinesischen Regierung und einem privaten Global Player, Milliardär und Investor, steht er plötzlich im Zentrum einer brisanten Mischung aus internationaler Hochfinanz und internationaler Politik mit durchaus unterschiedlichen Interessen, deren Spielball Europa ist. Handlung und Schreibstil Dieser packende Thriller spielt in einer straffen Zeitspanne. Die unterschiedlichen Handlungsorte liegen in China, Amerika, Deutschland, Großbritannien, Italien, Schweiz, in Büros in modernsten Hochhaustürmen, Banken, Luxushotels, im Vatikan und auch in einer kleinen italienischen Trattoria. Die Geschichte selbst ist sehr genau recherchiert und zeigt das Fachwissen des Autors in den Bereichen neueste Forschung, Unternehmensstrategien, Wirtschaftsmacht China, Politik der Großmächte und internationale Finanzmärkte. Manche Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und umfassende Überwachung sind vielleicht in dieser Form noch nicht umgesetzt, aber durchaus reale, nahe Zukunft. Trotz dieser komplexen Themen sind die Zusammenhänge klar, verständlich und nachvollziehbar geschildert, wobei der Schwerpunkt durchgehend auf der spannenden Handlung und bei den agierenden Figuren liegt. Die Sprache beschreibt, wo es um Situationen, Orte, Stimmungen und Zusammenhänge geht, und zieht rasant vorwärts, wo es um Einsatz und Action mit dem entsprechenden Zeitdruck geht. Fazit Ein packender Wirtschafts- und Politthriller, interessant, informativ und sehr spannend.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es gibt kein richtiges Handeln im falschen.“ (Zitat Seite 257)"

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Das Tartarus-Projekt
Das Tartarus-Projekt

Brisant und spannend Inhalt Natürlich geht der Journalist und Autor Michael Landorff auf die exklusive Party des erfolgreichen Unternehmers und Milliardärs Gregory Winter, auch wenn er keine Ahnung hat, warum er auf der Einladungsliste steht. Schon des großartigen Buffets wegen, denn obwohl seine Thriller die Leser begeistern, fehlt ihm noch immer ein Verlag. Dies will seine langjährige Bekannte Melissa Warttemberg ändern, die mit ihrer Agentur professionelle Kampagnen für bekannte internationale Großkonzerne durchführt. Als Gregory Winter am Morgen nach der Party grausam ermordet aufgefunden wird, sieht Melissa für Landorff als erfahrenen Journalisten eine einmalige Chance: er muss sofort mit der Suche nach dem Mörder beginnen, den Fall vor der Polizei aufklären und gleichzeitig darüber ein Buch schreiben. Bei der Durchsicht der Gästeliste trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, ohne Gregory Winter zu kennen. Gemeinsam beginnen sie zu recherchieren, und dies wird binnen kürzester Zeit lebensgefährlich. Umgeben von Geheimdiensten mit unterschiedlichen Interessen und skrupellosen Gegnern, finden sie heraus, worum es eigentlich geht: um ein brisantes Forschungsprojekt mit dem Namen „Tartarus“, das die Welt verändern wird. Thema und Genre In diesem packenden Wissenschafts- und Politthriller geht es um die Forschungsbereiche KI, Drohnen als Kampfroboter, modernste Steuerungstechnik, Geheimdienste, Politik und internationale Wirtschaftsinteressen. Charaktere Michael Landorff ist Autor, doch er ist auch ein erfahrener Journalist mit einem entsprechenden Netzwerk. Die ersten Recherchen zeigen, dass wesentlich mehr hinter diesem Mordfall steckt, als zunächst angenommen. Jede Antwort wirft neue Fragen auf, doch er gibt nicht auf, obwohl er rasch erkennt, dass sein Einsatz sein Leben ist, denn bald weiß er zu viel. Alexandra Buschmann, studierte Mathematikerin und Wirtschaftswissenschaftlerin, recherchiert mit ihm, denn plötzlich erkennt sie ihre Verbindung zum Unternehmen des Ermordeten. Handlung und Schreibstil Ein Journalist und eine Pokerspielerin: die spannende Recherche führt die beiden Hauptfiguren von München aus durch Bayern bis nach Wien, und über Umwege wieder zurück, mit Gegnern aus aller Welt, die ihren Spuren folgen. Die Handlung wird in einer straffen Zeitspanne geschildert, Rückblenden ergänzen mit Details. Man erkennt die genaue Recherche und das Fachwissen des Autors, die Geschichte ist realistisch und nachvollziehbar. Seine Geburtsstadt Wien schildert Gerd Schilddorfer, eingebunden in spannende, gefährliche Situationen, mit Charme und Schmäh abseits der Touristenrouten – wer Wien kennt, liest dies mit einem Lächeln, Wien-Neulinge finden hier ganz sicher Ideen für den nächsten Wienbesuch. Die Sprache passt perfekt zum Genre, spannend, mit einer guten Prise Humor. Die wissenschaftlichen Erklärungen sind gekonnt in lockere Dialoge eingebaut, sodass sie verständlich und interessant zu lesen sind. Fazit Ein packender Thriller mit brisanten Themen und unvorhersehbaren Wendungen. Wem können wir überhaupt noch trauen?, fragen sich nicht nur die beiden sympathischen Hauptfiguren, sondern auch wir Leser*innen, denn es gibt immer wieder Überraschungen. Ein spannender Pageturner, der vergnügte Lesestunden bietet.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Da war etwas, das im Hintergrund blieb, sich versteckte, wie unter einem Tarnmäntelchen, und sich ins Fäustchen lachte. Und Landorff hatte keine Ahnung, was es war.“ (Zitat Seite 84)"

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Ringelpietz mit Abmurksen: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
Ringelpietz mit Abmurksen: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs

Loretta will die Liebe finden. Bei einem Dating-Portal lernt sie robinhood kennen, mit dem sie chattet. Gleichzeitig nimmt sie an einem Speed-Dating teil und lernt dort Mike kennen, der sie zu verstehen scheint. Sie scheint sich sowohl in Mike als auch in robinhood verleiben zu können. Doch plötzlich ist Mike tot und robinhood meldet sich nicht mehr. War es Mord? Und wenn es kein natürlicher Tod war, wer von den anderen Dating-Teilnehmern hat dann Mike getötet? Dies ist bereits das 12. Buch um die Callcenter-Mitarbeiterin Loretta Luchs. Das Cover des Buches ist wieder perfekt gemacht - wie bei allen Büchern der Autorin wurde es extra für das Buch gestaltet und ist daher wieder nicht nur absolut passend, sondern wieder sehr detailreich. Der Schreibstil der Autorin ist (ebenso wie gewohnt) ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden detailreich beschrieben; die Hauptprotagonisten entwickeln sich weiter und wie gewohnt wechseln sich Humor und Spannung ab - wie es sich für eine "Krimödie" gehört. Alleine die Figuren, die sich die Autorin ausdenkt - einfach fantastisch. Man muss die Vorgängerbände nicht kennen und kommt trotzdem wunderbar mit dem Buch zurecht - allerdings will man dann sicher auch die anderen lesen. Auch der Fall ist dieses Mal knifflig und toll zum Mitraten - den größten Teil kann man so auch selbst lösen. Trotzdem ist für Spannung und Humor gesorgt. Fazit: 12. Teil der Ruhrpottkrimödie rund um Loretta Luchs, die das Zeug zum Kultstar hat. 5 von 5 Sternen

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Sam ist weg: Roman von Claassen-Verlag
Sam ist weg: Roman
Gebundene Ausgabe

Eine einfühlsame, nachdenkliche Geschichte Inhalt Das Leben von Mathieu war nie einfach gewesen, doch der letzte Schicksalsschlag wirft ihn endgültig aus der Bahn und er landet er auf der Straße. Seine Hündin Sam, die ihm aus seinem früheren Leben geblieben ist, begleitet ihn auch jetzt mit ihrem stillen Vertrauen und in den Nächten wärmen sie einander, denn der Winter hat begonnen. Doch sie haben Glück, ein Bekannter verreist über den Winter, seine leerstehende Wohnung überlässt er seiner Cousine Gabrielle und diese ist bereit, die beiden vorübergehend aufzunehmen. Da ist Sam plötzlich verschwunden. Mathieu hatte sie nur kurz vor einem Laden angebunden, in dem er öfter einkauft. Mathieu macht sich sofort auf die Suche und Gabrielle hilft ihm dabei, doch Montreal ist eine Großstadt und Sam kann überall sein. Thema und Genre Es geht um anonyme Schicksale in einer Großstadt, um Menschen, die durch besondere Umstände plötzlich aus ihrem Leben geworfen werden und versuchen, auf der Straße irgendwie über die Runden zu kommen. Themen sind Erinnerungen, Trauer, Verzweiflung und neue Hoffnung, Mut, und die Liebe. Charaktere Mathieus Kindheit ist von seiner dominanten Mutter und einem schweigsamen Vater geprägt. Sehr jung verliebt er sich in Karine, die Frau seines Lebens, die ihn und die gemeinsame Tochter Lila jedoch verlässt. Manchmal will Mathieu einfach aufgeben, doch er kann es nicht, irgendwie macht er immer weiter, gefangen in seinen Erinnerungen. Sam ist ein wichtiger Teil des früheren Lebens und darum muss er sie wiederfinden, er gibt nicht auf, folgt jeder Idee, wo er suchen könnte. Handlung und Schreibstil Der obdachlose Mathieu erzählt seine Geschichte selbst. Die aktuelle Handlung, die Stunden und Tage der Suche nach sei