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Magicsunset
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Ich bin eine Wienerin auf Rügen, die viel liest und nie "nur so kurz in eine Buchhandlung reinschauen" kann - ich komme immer mit mindestens einem neuen Buch aus dem Geschäft.

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The Circle von Dave Eggers
The Circle
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Inhalt: Seit über vierzigJahren leben Addie Moore und Louis Waters mit ihren Familien in der Cedar Street in der kleinen Stadt Holt. Nun sind beide verwitwet und eines Tages macht Addie Louis einen ungewöhnlichen Vorschlag. Thema und Genre: Ein leiser, poetischer Roman über das Älterwerden, Einsamkeit, über Freundschaft und Liebe. Es geht auch um die Engstirnigkeit des Kleinstadtlebens und um Konventionen. Auch problematische Vater-Sohn-Beziehugen sind ein Thema. Dazu kommt die Frage, ob und wie längst erwachsene Kinder mit dem Eigenleben ihrer Eltern umgehen. Charaktere: Dieser Autor liebt die Menschen seiner Geschichten, das spürt man als Leser und das macht seine Charaktere so besonders und liebenswert. Fazit: In seiner großartigen, aber immer leisen Sprache erzählt uns der Autor eine Geschichte zum Lachen, vielleicht auch zum Weinen, auf jeden Fall aber zum Nachdenken.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""And then there was the day when Addie Moore made a call on Louis Waters." (Originalzitat, Seite 3 - zugleich erster Satz dieses Romans)."

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Der Horizont in deinen Augen / Ostsee-Trilogie Bd.3 von Fischer Taschenbuch
Der Horizont in deinen Augen / Ostsee-Trilogie Bd.3

Inhalt: In der Nacht des Mauerfalls wird Ylvi schwanger. Sie nennt ihre Tochter Remona, "Remy". Ylvi ist Architektin, doch sie liebt Pflanzen und Gärten und spezialisiert sich auf Gartengestaltung. Nach dem Ende ihrer Ehe lebt sie mit ihrer Tochter und ihrer Mutter auf Teneriffa. 2006, nach dem Tod ihrer Mutter, findet sie einen alten Brief und ein kleines Bernsteinschiff. Was in dem Brief steht, stellt ihr Leben auf den Kopf und sie reist mit Remy nach Ahrenshoop. Thema und Genre: In diesem dritten Teil der Ostsee-Serie stehen Myra und Ylvi im Mittelpunkt. Themen sind wieder die Vergangenheit, Familie, Liebe und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Auch Magie spielt wieder eine Rolle. Charaktere: Charly und Tiryn haben ihre künstlerischen Geschäftsideen verwirklichen können und sind inzwischen Mutter geworden. Auch die anderen Bewohner von Ahrenshoop treffen wir wieder. Nun kommen Ylvi und Remy dazu. Handlung und Schreibstil: Erzählt wird diesmal die Lebensgeschichte von Myra und der zweite Handlungsstrang zeigt parallel dazu die Geschichte von Ylvi. Beide Handlungen vereinen sich in der Gegenwart 2006. Nun verknüpfen sich auch weitere lose Enden aus der Vergangenheit und für den Leser gibt es einige überraschende Wendungen. Wieder beeindruckt die Autorin mit intensiven, lebendigen Schilderungen von Teneriffa, des Darß und der Ostsee. Fazit: Der Abschied von den vertrauten Charakteren und Ahrenshoop fällt dem Leser schwer. Zurück bleibt ein zufriedens Lächeln. Diese Serie ist ein magischer Ausflug aus dem Alltag, der auch sprachlich Freude macht.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Irgendwo fliegen wir gemeinsam, wenn nicht in dieser Zeit, dann in einer anderen." (Zitat Pos. 1051)"

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Das Meer in deinem Namen / Ostsee-Trilogie Bd.1 von Fischer Taschenbuch
Das Meer in deinem Namen / Ostsee-Trilogie Bd.1

Inhalt: Charly Templin ist Astronomin und arbeitet als Assistentin für Professor Thore Sjöberg. Als dieser ein altes Haus in Ahrenshoop erbt, bittet er Charly, das Haus vor Ort für den Verkauf vorzubereiten. Doch das Haus mit dem Namen Naurulokki ist voll von Erinnerungen an die letzte Besitzerin Henny Badonin, eine Malerin. Charly will die Geheimnisse der Vergangenheit klären, besonders, da sie sich in diesem Haus vom ersten Moment an wie zu Hause fühlt. Thema und Genre: In diesem Familien- und Generationenroman geht es um offene Fragen aus der Vergangenheit, um Kunst und Berufung und natürlich auch um Liebe in jeder Form. Charaktere: Es ist ein Buch der manchmal schroffen Küstenbewohner, die hilfsbereit und füreinander da sind. Es geht um starke Frauen, die auch ohne Männer fest im Leben stehen, aber lieben, wenn sie den richtigen finden. Als Leser taucht man sofort in das Leben der Protagonisten ein und lebt mit. Handlung und Schreibstil: Die Geschichte von Charly in der Jetztzeit wird durch Rückblicke in die Lebensgeschichte von Henny ergänzt. Jahreszahlen dienen der einfachen Zuordnung und ergänzen originelle Kapitelüberschriften wie "Tee und Fledermäuse" Auch Magie, Phantasie und Mystik fehlen in der Handlung nicht und es geht auch um das erste von drei Bernsteinschiffen. Wunderbar sind die intensiven Schilderungen der Natur auf dem Darß, sie machen aus diesem Buch etwas Besonderes. Fazit: Ein Familien- und Generationenroman. Schauplatz ist der Darß und besonders das Künstlerdorf Ahrenshoop. Mit Phantasie und Magie verknüpft die Autorin ihre Geschichte und bereitet dem Leser unterhaltsame Lesestunden. Ein Wohlfühlbuch mit "Wegträumeffekt", das süchtig macht nach den Folgebänden.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Auf diese Weise gibt mir das Meer in deinem Namen zu verstehen, dass du nicht weit fort bist, nicht so weit fort, als dass du mir nicht doch nahe bist ..." (Zitat Pos. 2112)"

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Das Licht in deiner Stimme / Ostsee-Trilogie Bd.2 von Fischer Taschenbuch
Das Licht in deiner Stimme / Ostsee-Trilogie Bd.2

Inhalt: Tiryn, 24 Jahre alt, lebt in Florida. Ihr Vater ist Indianer, ihr Großvater Nicholas Ronning stammt von der Ostsee. In Tiryn lebt die Magie beider Welten. Sie kennt Henny und den Darß von vielen Bildern, die ihr Großvater gemalt hat und auch aus den Geschichten, die er ihr erzählt. Er finanziert ihre Reise nach Ahrenshoop. Im Gepäck hat sie das zweite Bernsteinschiff. Thema und Genre: Dieser Generationen- und Familienroman mit Ortsbezug ist der zweite Band der Ostseetrilogie. Diesmal geht es um die Lebensgeschichte von Nicholas und damit auch seine Enkelin Tiryn. Themen sind auch wieder das alte Familiengeheimnis um die Nebelgestalt Claas und Magie. Es geht auch darum, den eigenen Platz im Leben zu finden und um Liebe in vielen Facetten. Charaktere: Wir treffen die teilweise eigenwilligen, aber immer liebenswerten Charaktere des ersten Teiles wieder, ergänzt durch Tiryn und ihre Familie in Florida. Handlung und Schreibstil: Eine Handlungsebene spielt in der Vergangenheit und erzählt wichtige Ereignisse aus seinem Leben, manche kennen wir schon aus Hennys Leben, erfahren nun aber seine Sichtweise. Die zweite,aktuelle Handlungsebene spielt im Jahr 2000 und hier stehen Tiryn und Ahrenshoop im Mittelpunkt. Da es sich um Großvater und Enkelin handelt, sind beide Erzählstränge eng verknüpft. Die Spannung ergibt sich einerseits aus der schwierigen Annäherung der Protagonisten wie Myra und Tiryn, andererseits aus weiteren Entdeckungen, die Bernsteinschiffe und Claas betreffend. Fazit: Beim Lesen fühlt man sich bei den Menschen auf dem Darß schon wie zu Hause. Man träumt sich wieder durch die einprägsamen Schilderungen des Meeres und der Natur. Hier lohnt es sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie einander ergänzen, auch wenn jeweils eine andere Familie im Mittelpunkt steht. Lesevergnügen zum Wohlfühlen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Die Bernsteinschiffe sind gemacht, um etwas fort-, aber auch wieder hierherzutragen, wenn die Zeit dafür gekommen ist." (Zitat Pos. 3102)"

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Ausgewählte Gedichte: Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Uljana Wolf (Fischer Taschenbibliothek) von FISCHER Taschenbuch
Ausgewählte Gedichte: Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Uljana Wolf (Fischer Taschenbibliothek)
Gebundene Ausgabe

Inhalt: Eine vielseitige, chronologische Sammlung von Gedichten dieser expressionistischen Lyrikerin, ergänzt durch einen Lebenslauf und ein Nachwort. Themen und Sprache: In ihren Gedichten lebt die Geschichte ihres Lebens. Es geht um Liebe, Schmerz, Verlust, um Familie und Freundschaft, Religion, die eigenen Wurzeln, Heimat und Heimatlosigkeit. In den letzten Gedichten schwingt die Müdigkeit dieser Jahre mit. Doch immer wieder erfreut sie uns mit ihren Sprachspielereien und fröhlichen Nonsens-Kinderreimen. Else Lasker-Schüler liebt die Sprache und egal, ob sie reimt oder durch ihre Sprachmelodien verzaubert, immer malt sie Bilder, in denen ihre Seele wohnt. Oft gibt eine neue Idee, ein neuer Gedanke, dem Gedicht eine überraschende Wendung. Lyrik kann weit mehr sein, als die wissenschaftlichen Interpretationen, einfach ein persönliches Eintauchen in die Kraft der Sprache, die Gefühlswelt des Autors und das eigene Mitschwingen. In der Melodie von Wortkreationen wie "Ich sehe dein Herz sternen" (aus "Mein Liebeslied") kann man sich verlieren und finden. Fazit: Eine überzeugend zusammengestellte Sammlung von Gedichten dieser ausdrucks- und bildstarken Lyrikerin. Ich lege diesen besonderen Lyrikband auch Lesern ans Herz, die "niemals, auf keinen Fall" Gedichte lesen wollten.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Und ich habe dir doch von grossen Sternen erzählt, Aber du hast nur Erde gesehn." (aus "Ich träume so leise von dir - - -")"

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Die grüne Ente: Roman von Droemer TB
Die grüne Ente: Roman
Taschenbuch

Inhalt: Der zur Zeit nicht sehr erfolgreiche Comic-Zeichner Éric erbt von seinem Onkel ein kleines, altes Haus und Titine, einen grünen 2CV Baujahr 1973. Spontan beschließt er, einen Ausflug mit dem Auto zu machen und seinen autistischen Sohn Isaac, zehn Jahre alt, mitzunehmen. Die Klinik, in der sein Sohn lebt, hat er allerdings nicht informiert. Isaacs Mutter spricht von Entführung und fordert die Gendarmarie auf, eine Suchaktion zu starten. Kann das gut gehen? Die Geister auf dem Rücksitz, seine bei einem Unfall mit diesem Auto verstorbenen Eltern, sein verstorbener Onkel und die rätselhafte Katze Sphinx, sind unterschiedlicher Meinung. Thema und Genre: In diesem Roadtrip in Buchform geht es um die Situation von Eltern mit einem autistischen Kind, um Liebe, Überforderung, Hoffnung und Selbstzweifel. Ein Thema sind auch Kindheitstraumata. Charaktere: Isaac, der schweigsame, in sich selbst lebende Sohn, Éric, der liebende Vater, der irgendwie etwas verloren und überfordert wirkt, der Gendarm, der sich nicht immer an die Vorschriften hält und Marion mit ihrem Schmetterling, deren Kindheit ihr Misstrauen gegenüber allen Menschen erklärt - sie alle sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie für den Leser auf Distanz bleiben. Handlung und Schreibstil: Die personale Erzählform in Multiperspektive zerpflückt die Handlung, die Charaktere bleiben trotzdem, oder gerade deswegen, Figuren, die man zwar interessiert betrachtet, aber nicht wirklich kennenlernen möchte. Man verfolgt ihre Geschichte gespannt, aber unbeteiligt. Der Klappentext spricht von poetisch und märchenhaft, beides konnte ich in dieser Erzählung nicht finden. Die Idee ist originell und vielversprechend, die Umsetzung enttäuscht. Fazit: Was hätte man aus diesem phantasievollen Plot machen können! Entstanden ist eine trotz der offensichtlichen Bemühungen eher humorlose Geschichte, deren "kleines Wunder", das der Klappentext verspricht, nicht märchenhaft, sondern konstruiert wirkt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Ehrlich, alter Mann, ein Vater und sein verrückter Sohn, eine Geister-Ente voller Schatten und Geheimnisse, was meinst du, wohin das führt?" (Zitat Seite 196)"

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Poems to Live Your Life By von Pan Macmillan
Poems to Live Your Life By
Gebundene Ausgabe

This beautifully illustrated book is a collection of poems, some well-know, some known but forgotten, and others that might be new for the reader. The different poems are grouped together by topics: Musings, Youth, Family, Love, Imaginings, Nature, War, Endings. I found my favorite poem by W.B. Yeats, as well as poems by Lord Byron and Dylan Thomas, together with song texts by Nick Care and Leonard Cohen. One of the poems that deeply impressed me is “Outgrown” by Penelope Shuttle. This collection definitely are poems to live your life by, an enjoyable book that is not meant to be read and shelved, but to be taken whenever you need time to reflect and unwind. Ein wunderschön illustriertes Buch, das eine Sammlung von Gedichten enthält, Gedichte, die man kennt, Gedichte, die man längst vergessen hatte und auch Gedichte, die man bisher nicht kannte. Die Werke sind nach Thema gruppiert, es geht um Jugend und Ende, Familie, Liebe, Krieg, Natur, Träumereien und Phantasiegestalten. Hier fehlt auch mein Lieblingsgedicht von W.B. Yeats nicht, es ziert sogar als Auszug die Rückseite des Buches. Wir finden Lord Byron, Dylan Thomas, natürlich Klassiker wie William Shakespeare, aber auch Songtexte, zum Beispiel Nick Cave und Leonard Cohen. Doch es sei nicht zu viel verraten, es ist eine breit gefächerte Sammlung, es macht Spaß, sich überraschen zu lassen und Neues zu entdecken. Sicher kein Buch, das man durchliest und dann ins Regal stellt, sondern ein Gedichtband, den man gerne immer wieder zur Hand nimmt, um nachzudenken und zu entspannen, oder einfach zum Vergnügen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Tread softly because you tread on my dreams“ (Original quotation from a Poem by W.B. Yeats, page 64)"

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Abendrot von Diogenes
Abendrot

Inhalt: Mary Wells hat zwei Töchter, Dena und Emma. DJ, elf Jahre alt, hilft ihr bei der Gartenarbeit. Seine Mutter ist vor Jahren gestorben und er lebt bei seinem Großvater, in einem Häuschen im Norden von Holt, Colorado. DJ und Dena schaffen sich in einem alten Schuppen einen Rückzugsort, wo sie lesend ihre Freizeit verbringen. Joy Rae und ihr kleiner Bruder Richie leben mit ihren Eltern in einem Wohnmobil. Rose Tyler vom Sozialamt kümmert sich um die Familie. Victoria Roubideaux zieht mit ihrer kleinen Tochter Katie nach Fort Collins, um dort ihre Ausbildung als Grundschullehrerin abzuschließen. Für die McPheron-Brüder, sie sich in den beiden letzten Jahren wie eine Familie um Victoria gekümmert hatten, ist es nicht einfach, wieder alleine zu sein. Thema und Genre: Der Roman spielt in der fiktiven Kleinstadt Holt, in der abgeschiedenen Weite Colorados. Es geht um den Alltag von einfachen Menschen, um einzelne Schicksale und darum, einander zu helfen. Thema sind Familienbeziehungen, fehlende Eltern und wie Kinder versuchen, mit der Situation klarzukommen. Charaktere: Die etwas ruppig wirkenden McPheron Brüder sind liebenswerte Einzelgänger mit einem großen Herzen für die Probleme anderer. Auch Rose Tyler versucht zu helfen, wo sie kann und ist besonders aufmerksam, wenn es um Kinder geht. Kent Haruf versteht es, sich in jede seiner Figuren einzufühlen und er nimmt sich Zeit für Details. Handlung und Sprache: In diesem Roman geht es nicht um Spannungsbögen und Höhepunkte. Der Autor erzählt Geschichten, manchmal leise, manchmal sehr hart und traurig, realistisch, aber nie deprimierend, sondern immer mit einem positiven Ausblick. Irgendwie schaffen es seine Protagonisten, sich in das Leben einzufügen und ihren Platz darin zu finden. Das Kleinstadtleben in Holt besteht aus vielen Einzelschicksalen, doch man kennt sich, die Wege der einzelnen Protagonisten kreuzen sich und man hilft einander. Die poetische Sprache und in diesem Fall auch die Übersetzung sind wunderbar zu lesen. Ereignisse wechseln ab mit Schilderungen, Gefühle finden sich als Metapher in Beschreibungen der Natur wieder. Fazit: Der Autor erzählt die Geschichten des einfachen, kargen Lebens der Menschen in einer Kleinstadt. Einfühlsam erzählt er von ihren Problemen. Als Leser fühlt man sich in der poetischen Sprache geborgen und bedauert, am Ende des Buches diese Kleinstadt irgendwo in der weiten amerikanischen Ebene und ihre Bewohner wieder verlassen zu müssen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ich will das Gefühl haben, dass ich den nächsten Schritt auch allein kann.“ (Zitat Seite 348)"

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Tod am Kreidefelsen: Ostseekrimi von Independently published
Tod am Kreidefelsen: Ostseekrimi
Taschenbuch

Inhalt: Der junge Benjamin Wegner wird tot am Fuße der Kreidefelsen gefunden. Es sieht nach einem Selbstmord aus, doch an seinen Handgelenken finden sich Spuren von Fesseln. Clausen, Jürgens und Julius, Beamte der Kripo Stralsund, durchsuchen das Haus des Toten und treffen dort auf einen Eindringling, der Clausen schwer verletzt. Der Angreifer, ein junger Pole, wird festgenommen und erhängt sich in der Zelle. Diese Vorkommnisse rufen das LKA Schwerin auf den Plan und Kriminalrätin Lydia Westphal kommt nach Sassnitz, um die internen Hintergründe aufzuklären. Dann geschieht ein weiterer Mord … Thema und Gerne: Thema dieses Kriminalromans sind das Geschäft mit Sexcams, Ausländerfeindlichkeit und Transsexualität. Wie schon der Titel sagt, handelt es sich um einen Krimi mit Lokalkolorit. Ort der Handlung ist die Halbinsel Jasmund mit der Stadt Sassnitz, den Gemeinden Sagard und Lohme. Leider scheint der Autor keine Zeit gehabt zu haben, sich die Gegend, über die er schreibt, vorher persönlich anzusehen. Charaktere: Die Kommissare Jürgens und Julius zeichnen sich durch Unfähigkeit und Frustration aus, sowie Unregelmäßigkeiten in der Dienstauffassung. Lydia Westphal ist eine kompetente Ermittlerin, fühlt sich aber von den männlichen Kollegen nicht respektiert. Der Autor lässt kein Klischee aus, weder die kochende Tante noch das ewige Ost-West-Thema. Tätowierte Neonazis, die in Sassnitz für Ordnung sorgen wollen und ausländische Servierkräfte ergänzen das Bild. Handlung und Schreibstil: Die Handlung plätschert seicht dahin, wer auf einen Höhepunkt und Überraschungen hofft, hofft vergebens. Am Schluss dann eine reichlich dünne Auflösung des Falles, so gesehen kann ich die oben zitierte Aussage der Ermittlerin Lydia Westphal nur unterstreichen. Natürlich spielt bei einem Krimi mit Ortsbezug oft der Unterhaltungswert eine größere Rolle, als die Spannung, es geht auch mal humorvoll zu. Hier fehlen leider auch diese Komponenten. Die Sprache ist holprig und offensichtlich wurde auf ein Korrektorat verzichtet, daher finden sich im Text eine Reihe von Fehlern (zumindest in der Kindle Version). Fazit: Ein Rügen-Krimi mit vielen Klischees und wenig Handlung. Ein paar Morde machen leider noch keinen Krimi. Es gehören auch überraschende Wendungen, glaubhafte Tatmotive und interessante Hintergründe dazu und das fehlt in dieser Geschichte.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es wäre eine mögliche Lösung, aber so richtig befriedigt sie mich nicht.“ (Zitat Seite 211)"

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Der Todesschöpfer (Ein Klara-Frost-Thriller, Band 2) von Edition M
Der Todesschöpfer (Ein Klara-Frost-Thriller, Band 2)
Taschenbuch

Inhalt: David Schlotter, ein erfolgreicher Glaskünstler, ist seit exakt 32 Monaten und 17 Tagen verschwunden und seit mehr als zwei Jahren sucht die Privatdetektivin Roswitha Mengel im Auftrag seines Vaters, ein ehemaliger Glasfabrikant, nach ihm. Jetzt ist auch die Ehefrau von Paul Lambert, Geschäftsführer von LoLa Glas, verschwunden. Nach einem Autounfall wird im Kofferraum des gestohlenen Wagens eine wunderbar gearbeitete Buddha Statue aus Glas entdeckt, in die ein Totenschädel eingegossen ist. Es handelt sich um ein Kunstwerk des „Glasmachers“, ein Fall, an dem Gabriel Rammler vom BKA Leipzig seit neun Jahren arbeitet. Klara Frost wird von dem Fall abgezogen, doch sie ist nicht bereit, ihre Ermittlungen aufzugeben. Thema und Genre: Auch dieser zweite Fall der erfolgreichen Ermittlerin Klara Frost ist ein packender Thriller. Ein wichtiges Thema sind Familien, diesmal mit Schwerpunkt Väter und Söhne. Eine wichtige Rolle spielen psychologische Hintergründe, denn die Ermittler haben es mit einem extrem gefährlichen, unberechenbaren Psychopathen zu tun, der die Anonymität des Darknet nützt. Sehr eindrucksvoll sind die Beschreibungen der Leipziger Szene und der Glaskunst. Charaktere: Klara Frost ist eine brillante Ermittlerin, eine Einzelgängerin, die am liebsten alleine arbeitet und sich auch durch Vorschriften nicht stoppen lässt, wenn sie eine Spur verfolgt. Sie hat ihre speziellen menschlichen Eigenheiten und mit dieser Kombination hatte sie sofort ihren Platz in der persönlichen Liste meiner Lieblingsermittler. Diesmal muss sie versuchen, sich irgendwie mit dem ebenso brillanten wie undurchschaubaren BKA-Ermittler Gabriel Rammler zu arrangieren. Handlung und Sprachstil: Der Autor zeigt in einem kurzen Prolog eine Situation in der Gegenwart, um dann mit dem ersten Kapitel vier Tage zurück zu gehen und chronologisch die Ereignisse aufzurollen. Die Spannung wird dadurch in keiner Weise gemindert, im Gegenteil, die Geschichte wird so von der ersten Seite an extrem packend. Es handelt sich um Taten von phantasievoller Grausamkeit, die schockieren, obwohl der Autor auf blutige Details verzichtet. Fazit: Auch dieser zweite Fall für Klara Frost ist ein Fall der Extreme: extrem gefährlich und extrem spannend. Kurz gesagt, ein brillantes Lesevergnügen für Thrillerfans mit einer Vorliebe für packende, gekonnt aufgebaute Geschichten und eigenwillige Ermittler.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Das Auffinden der Skulptur selbst verlangte nicht nach einer Mordermittlerin, der Schädel, der sich im Kopf der Glasfigur befand, dagegen schon.“ (Zitat Seite 37)"

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Regentonnenvariationen: Gedichte (Hochkaräter) von FISCHER Taschenbuch
Regentonnenvariationen: Gedichte (Hochkaräter)
Taschenbuch

Inhalt: So vielfältig wie die Titel gebenden Regentonnenvariationen, die eine Regentonne im Jahresverlauf beschreiben, sind die in diesem Lyrikband gesammelten Gedichte. Ein weit gespannter Bogen durch die Natur, beginnend mit Giersch und endend in einem Bienenschwarm, dazwischen Stationen eine Weltreise. Thema und Sprache: Der Autor beobachtet und verknüpft die Natur mit seinen Erinnerungen oder auch mit scheinbar zufällig gewählten Gegenständen und malt so seine Bilder in die Gedanken der Leser. Manchmal bleibt er beim Thema, er beobachtet einen Otter, dann wieder verknüpft er Maulbeeren und Fledermäuse und überrascht uns mit seiner Phantasie. Zäune, die mehr Eingang, als Begrenzung sind, vergessene Tennisbälle oder einfach Seife, seine Sprache erfasst alles, beschreibend, mit allen Sinnen, mit Bewegung, Geräuschen und Gerüchen. Er schickt uns auf die Reise ins Venedig Canalettos und zu den heißen Quellen von Rotorua, ein Gedicht, wo er mit wenigen Worten die Seele Neuseelands einfängt. Nichts stört bei ihm die Melodie der Sprache, alle Worte in Kleinschreibung, manchmal wie leicht hingeworfen, Zeilenfragmente und scheinbar zufällige Umbrüche. Es ist die poetische Leichtigkeit der Sprache, die den Leser verzaubert. Fazit: Eine Gedichtsammlung, die sicher auch Menschen begeistern wird, die Lyrik für langweilig halten und denen dazu nur Reime einfallen, die man an Geburtstagen zitiert. Hier kann man Sprache neu entdecken, einfache Dinge mit Schmunzeln und Staunen völlig neu betrachten, in Metaphern das eigene Leben finden – wenn man sich darauf einlässt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„wenn du am fluß stehst aber, suche im dunst nach den vertrauten schemen. rechne mit uns“ (Originalzitat Seite 54, „kentaurenblues“)"

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Vom Ende eines langen Sommers
Vom Ende eines langen Sommers

Inhalt: Marielle, 40 Jahre alt, ist Künstlerin Sie fertigt Skulpturen an und malt. Doch sie muss nicht von ihrer Kunst leben, denn durch eine Erbschaft ist sie vermögend. Aufgewachsen in New York und München, lebt sie nun in Amsterdam. Ihre Familie besitzt ein Landgut in Farnocchia und so hatte sie viele Sommer in der Toskana verbracht. Zuletzt im August 2003, wie immer zusammen mit ihrer Mutter Franka, die unheilbar krank ist und dort dann stirbt. Im April 2004 erhält Marielle ein Paket mit den ihr bisher unbekannten Tagebüchern ihrer Mutter. Frankas Aufzeichnungen beginnen im Mai 1944. Sie führen zurück nach Farnocchia und enthüllen ein Geheimnis, das auch Marielle betrifft. Thema und Genre: Dieser Frauen- und Familienroman ist eine leise, intensive Geschichte. Es geht um Liebe und Distanz, beruhend auf Missverständnisse und Erfahrungen. Thema sind starke Frauen, problematische Mutter-Tochter Beziehungen und die langen Schatten der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Es geht auch um die Schuldfrage für Handlungen in Kriegszeiten. Die geschilderten historischen Ereignisse beruhen auf Tatsachen. Charaktere: Auch wenn Männer in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen, sind die Hauptprotagonistinnen Frauen: Marielle in der Gegenwart und ihre Mutter Franka, die ihre Geschichte in ihren Tagebüchern erzählt. Marielle hat zur Hausangestellten Martha eine wesentlich tiefere Beziehung als zu ihrer Adoptivmutter Franka, eine etwas verschlossene Frau, die immer etwas distanziert wirkt. Im Zuge der Handlung erfährt der Leser die Hintergründe, die auch das Verhalten der beiden Charaktere erklären. Handlung und Schreibstil: Die Autorin versteht es wunderbar, auch mit leisen Tönen Spannung zu erzeugen. Sie lässt Marielle und Franka abwechselnd ihre Geschichte in Ich-Form erzählen, wobei der Erzählstrang Marielle in den Jahren 2003 und 2004 spielt, während Franka das für sie prägende Jahr 1944 durch ihr Tagebuch erzählt. Jedes Kapitel trägt als Überschrift den Namen der Protagonistin, Ort und Jahr, wodurch der Ablauf klar strukturiert und sehr gut zu lesen ist. Immer mehr Details erfährt man so beim Lesen, kleine Andeutungen lassen manches auch schon vermuten, bevor es sich bestätigt. Die klare Sprache ist dieser Erzählform angepasst. Fazit: Ein beeindruckender, spannender Familien- und Frauenroman. Die Protagonistinnen und ihre Gefühle sind mit großem Einfühlungsvermögen geschildert. Beate Teresa Hanika ist eine Erzählerin, die es versteht, die Leser mit ihren Geschichten zu fesseln.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Ich denke daran, dass ich die Erinnerungen einer völlig Fremden lese, einer Frau, die nicht mit mir verwandt ist, nichts mit mir gemeinsam hat, außer ein Stück Lebensweg, den wir zufällig teilen.“ (Zitat Seite 88)"

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Lennart Malmkvist und der überraschend perfide Plan des Olav Tryggvason
Lennart Malmkvist und der überraschend perfide Plan des Olav Tryggvason

Inhalt: Im Kampf gegen den mächtigen, dunklen Magier Olav Krähenbein war der Mops Bölthorn schwer verletzt worden, eine böse Magie droht sein Leben zu beenden. Eine Art magischer Countdown in Bölthorns Fell zeigt Lennart Malmkvist Krähenbeins Ultimatum: entweder Lennart wechselt die Seiten, oder der Mops stirbt in 19 Stunden, 54 Minuten. Das Orakel spricht wie immer in Rätseln, um Bölthorn zu retten, muss Lennart einen Muschelmann und einen Kapitän finden. Sein bester Freund, der IT Spezialist Frederik will Lennart helfen und bald finden sie weitere, mächtige Helfer im Kampf gegen eine dunkle Gefahr, welche die ganze Welt bedroht. Doch die Zeit drängt … Thema und Genre: Dieser Roman bietet alles: Spannung, Magie und Humor. Es geht nicht nur um die Rettung eines rundlichen, magischen Mopses, sondern auch um die Rettung der Welt, um Phantasie und Mut. Charaktere: Bölthorn ist auch in diesem dritten und letzten Band dieser Serie eine der Hauptfiguren, steht jedoch nicht im Mittelpunkt des Geschehens, da er lebensgefährlich verletzt ist. Lennart Malmkvist hat sich Laufe dieser magischen, gefährliche Abenteuer, die im ersten Band mit dem Tod von Buri Bolmen begonnen hatten, vom zögernden Einzelgänger zu einem mutigen Kämpfer entwickelt, der keine Gefahr scheut, um seinen Mops Bölli zu retten. Auch der Kapitän erkennt „… dass Ihr das rechte Feuer in Euren Adern und den rechten Geist in Eurem Gemüt tragt.“ (Zitat Seite 97, 98). Mit den einzelnen Magiern kommen weitere, höchst unterhaltsame, eigenwillige Protagonisten in die Handlung. Handlung und Schreibstil: Dieser magische Roman trägt nicht nur Fantasy-Elemente, sondern ist auch packend aufgebaut und der Spannungsbogen endet klassisch in einem großartigen Entscheidungskampf. Erzählt wird auch dieser dritte Teil der Geschichte in einer Fülle von phantasievollen Ideen, mit lebhaften Beschreibungen und witzigen Dialogen. Fazit: Man könnte den dritten und letzten Band dieser Serie um den sprechenden, rundlichen Mops Bölthorn auch als Einzelgeschichte lesen, aber in diesem Fall würde man viel Spaß versäumen, denn die Ereignisse entwickeln sich kontinuierlich, beginnend mit Band eins. Gemeinsam bieten diese drei Bücher jugendlichen und erwachsenen Lesern eine magische, spannende Geschichte mit einem einzigartigen Mops und liebenswerten Charakteren, gewürzt mit einer tüchtigen Prise Humor.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Man fühlte sich wie ein kleines Kind, wenn man mit Magie in Berührung kam.“ (Zitat Seite 220)"

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The Man Who Invented Christmas: How Charles Dickens's A Christmas Carol Rescued His Career and Revived Our Holiday Spirits
The Man Who Invented Christmas: How Charles Dickens's A Christmas Carol Rescued His Career and Revived Our Holiday Spirits
Taschenbuch

Theme and genre: This book is part a specific biography of Charles Dickens, part a historical overview about live conditions in London around the middle of the 19th century. It also gives a detailed description and complete overview of literature, writing and of publishing during those times, between family enterprises and booksellers who began to set up the whole production process of their books. But most of all this is the loveable story about one of the most wonderful Christmas books, “A Christmas Carol”, about the idea behind the ghostly story, the realization and what Dickens wanted to tell his readers. He wanted to touch them, making them laugh and cry at the same time and to re-new the Christmas spirit. Which he does until today. Conclusion: A non-fiction story, written in a poetic prose, as delightful to read as the original story. A book for everybody who knows values and loves the Seasonal Writings of Charles Dickens.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Eliminate ignorance, Dickens dreamed in his Carol. Eliminate want. A tall order then, and a tall order now.” (Original citation page 226)"

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Neujahr von Luchterhand Literaturverlag
Neujahr

Inhalt: Ohne seine Frau Theresa vorher zu fragen, hat Henning spontan ein kleines Ferienhaus auf Lanzarote gemietet, zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr. Das Ehepaar hat zwei Kinder, den vierjährigen Jonas und die zwei Jahre jüngere Bibbi. Eine moderne Familie, beide haben gute Jobs mit Teilzeit-Anwesenheitspflicht, teilen sich Kinderbetreuung und Haushalt. Doch kurz nach Bibbis Geburt begannen bei Henning die heftigen Panikattacken und die Angststörung bestimmt seither sein Leben, das ihn ohnedies oft überfordert. An diesem Neujahrsmorgen in Lanzarote nimmt er sich vor, sich auch wieder Zeit für sich selbst zu nehmen und schwingt sich auf sein Leihrad: sein Ziel ist das hoch über dem Meer gelegene Bergdorf Femés, zu erreichen über eine herausfordernd steile Straße. Erschöpft erreicht er sein Ziel und plötzlich überfällt ihn die Erinnerung an ein schreckliches Ereignis, das er bisher verdrängt hatte, denn vor vielen Jahren hatte er genau hier mit seinen Eltern und seiner Schwester Luna Urlaub gemacht. Thema und Genre: Dieser Roman handelt von den psychischen Auswirkungen einer gravierenden Erfahrung in der Kindheit und vom Tabuthema Angststörung. Thema sind auch moderne Familienstrukturen zwischen Karriere, Job und Kindererziehung und der Druck, funktionieren zu müssen. Charaktere: Hauptprotagonist ist Henning, ein Mann, von dem erwartet wird, in vielen Rollen gleichzeitig perfekt zu funktionieren: als liebender Ehemann und Vollzeitvater, erfolgreicher Mitarbeiter eines Sachbuchverlages. Auch seine jüngere Schwester Luna kommt immer wieder Hilfe suchend zu ihm und er fühlt sich für sie verantwortlich, genau wie damals, als seine Eltern von ihm erwarteten, als „großer Junge“ auf seine Schwester aufzupassen, obwohl er damals selbst erst vier Jahre alt gewesen war. Handlung und Schreibstil: Juli Zeh ist eine herausragende Schriftstellerin, die mit der Sprache spielt und der es perfekt gelingt, einerseits ruhig schildernd zu erzählen, um dann andererseits wieder sprachgewaltige, beklemmende Bilder vor den Augen der Leser entstehen zu lassen. Der Weihnachtsurlaub auf Lanzarote und die Gedanken, die sich Henning über seine aktuelle Lebenssituation macht, bilden nur die Rahmenhandlung. Die Haupthandlung findet in der Vergangenheit statt, es sind die dramatischen Ereignisse seiner frühen Kindheit, an die sich Henning plötzlich wieder erinnert, chronologisch, wie in einem Film. Fazit: Ein beklemmender Roman, sehr packend erzählt. Auf nur 200 Seiten enthüllt sich dem Leser langsam und eindringlich eine spannende Geschichte aus der Vergangenheit, die erklärt, warum die Gegenwart ist, wie sie ist. Ein Buch, das noch lange in den Gedanken des Lesers bleibt.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Wenn er versucht, falsche Gedanken zu vermeiden, rennt er wie ein gehetztes Reh durch den eigenen Kopf.“ (Originalzitat, Seite 33)"

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Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung von DuMont Buchverlag GmbH
Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung
Gebundene Ausgabe
Magicsunset

Inhalt: Seit vierzehn Jahren gibt es nun Harbliebs Buchhandlungen in Wien Währing und Wien Alsergrund. Dies sind auch vierzehn Mal Hochbetrieb in der gar nicht stillen Vorweihnachtszeit und vierzehn Mal erschöpftes, aber erleichtertes Aufatmen so gegen 13 Uhr am 24. Dezember. Da sammeln sich viele Geschichten, Gschichterln und Erlebnisse an und davon handelt dieses Buch. Personen, Orte und alles Drumherum: Hauptprotagonistin ist natürlich die Buchhandlung selbst, die in diesen Wochen aus allen Nähten platzt und dazu kommen alle Beteiligten, die sich beinahe rund um die Uhr bemühen, dass genau das nicht passiert, sondern dass alles funktioniert. Improvisation ist gefragt, vor allem aber die Liebe zu Büchern und genau darum geht in diesem Buch. Von fragmentarischen Kundenwünschen, die dennoch erkannt werden, von einem eingespielten Team und von Freundschaft, darüber erzählen die einzelnen Episoden. Der Autorin geht es weniger um eine chronologische Handlung, sondern um die Erlebnisse und Erfahrungen in diesen Jahren, erzählt in einzelnen kurzen Episoden und mit viel Humor. Hier ist jemand, der noch immer den Traum lebt, realistisch, mit allen Höhen und Tiefen, und daher ist es auch keine überzuckerte Romantik, die den Leser hier erwartet. Fazit: „Ich mag keine Buchhändlerinnen, die ständig jammern“, schreibt die Autorin auf Seite 105, aber genau das findet in den ersten Kapiteln des Buches ziemlich intensiv statt. Dann jedoch gewinnen die Geschichten an Intensität, Humor und damit Leichtigkeit. Andererseits ist es gerade diese Offenheit und ehrliche Realität, die den Leser überzeugt. Hier wird der in unseren lesebegeisterten Köpfen verklärte Beruf der Buchhändlerin entzaubert, ohne jedoch den wirklichen Zauber, nämlich die Liebe zu Büchern und zu Buchhandlungen, zu verlieren.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es ist auch gar nicht so schlimm, Buchhändlerin zu sein. Noch nicht mal im Dezember. Eigentlich hab ich alles richtig gemacht.“ (Zitat Seite 70)"

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PROJEKT GALILEI: Mordkommission Frankfurt: Der 9. Band mit Siebls und Till von Traumwelt Verlag
PROJEKT GALILEI: Mordkommission Frankfurt: Der 9. Band mit Siebls und Till
Broschiert

Inhalt: Lena Leisig ist die neue Ermittlerin bei der Frankfurter Mordkommission. Ihr erster Fall ist eine brutal ermordete Frau in der Suite eines Luxushotels. Gebucht hatte die Suite der international tätige Geschäftsmann Gerold Haferstein, doch dieser hat ein Alibi, denn im Nebenraum der Suite observierte LKA Kommissar Till Krüger mit seinem Team den mit Waffen handelnden Geschäftsmann rund um die Uhr. Nun recherchiert auch der Privatdetektiv Steffen Siebels in diesem Fall, der langjährige Freund von Till Krüger und demnächst wieder in der Mordkommission Frankfurt als Partner von Lena Leisig tätig. Bald erkennen die Ermittler die brisanten internationalen Verflechtungen dieses Falles, der rasch gefährliche Dimensionen annimmt. Wer ist der Mitarbeiter des LKA Wiesbaden, der sich „Richard“ nennt? Thema und Genre: Dieser Kriminalroman spielt zwar in Frankfurt, aber die Beteiligten sind internationale Global Player. Es geht um Geheimnisträger, Spionageabwehr, Geheimdienste, Agenten, die rücksichtslos und um jeden Preis ihre Aufträge erfüllen. Ein Thema sind internationale Waffengeschäfte, moderne Technologien und elitäre Escort Dienste. Charaktere: Die Ermittler Till und Siebels gehen zur Zeit getrennte Wege, doch der Zufall bzw. die vielschichtigen Netzwerke und Interessen dieses undurchsichtigen Falles führen sie wieder zusammen. Lena Leisig muss erst lernen, mit den beiden im Graubereich tätigen Kollegen umzugehen und ihr Misstrauen zu überwinden. Weitere Protagonisten sind die Ermittler Charly Hofmeier und Jürgen Becker, sowie der Journalist Bernd Kreuzer. Da auch die persönlichen Charakterzüge, die privaten Seiten der Personen sehr gut beschrieben sind, ergibt sich ein interessantes, ansprechendes Gesamtbild. Handlung und Schreibstil: Der Autor präsentiert dem Leser hier einen packenden Spionagethriller, der mit den großen Vorbildern mithält. Dies garantiert Lesevergnügen und sehr viel Spannung, nicht nur für Freunde des Genres „Spionage und internationale Verwicklungen“. Der Autor baut die Handlung straff und dicht auf, steigert und zieht die Spannung bis zum Ende durch. Trotzdem nimmt er sich Zeit für humorvolle Dialoge und Szenen. Fazit: Ein packender Spionagethriller, glaubhaft und interessant, gekonnt aufgebaut und recherchiert. Ein Pageturner für spannende, unterhaltsame Lesestunden.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Manchmal ist es schwer zu unterscheiden, wer Freund und wer Feind ist.“ (Zitat Seite 66)"

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The Haunted Bookshop von Wilder Publications
The Haunted Bookshop
Taschenbuch

Content: The main protagonists of Parnassus on Wheels, Roger Mifflin and Helen McGill, now are married and own a second-hand bookstore in Brooklyn. Roger Mifflin loves books and he definitely loves the art of bookselling. When Aubrey Gilbert, a young advertising agent visits the shop, he too fells under the spell of the books – and under the spell of Miss Titania Chapman, the new apprentice. Then some strange things happen – a special book Carlyle's Oliver Cromwell, is missing, back the next day and missing again – is this bookstore really haunted? Theme and genre: This novel, published in 1919 as a sequel to Parnassus on Wheels, again is a story about books, readers, writers and literature. Again, there is also room for romantic, love and not only love for books and a mystic crime. Characters: Roger and Helen are charming and likeable, as well as Titania and the sometimes a little bit clumsy Aubrey. Plot and writing: The setting, Brooklyn just after the end of WWI, is described in a very vivid way, which makes this book an enjoyable, interesting read. A humorous authorial narrator tells the story, and the events that happen to our protagonists are unsettling but funny too. Conclusion: A book that every booklover will enjoy, but also for readers who like a good story located in a bookstore.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„That’s why I call this place the Haunted Bookshop. Haunted by the ghosts of the books I haven’t read.” (Original quotation pos. 1251)"

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Content: Ivy is a children's books illustrator who has moved together with her husband Stuart from London back to Cornwall, where she grew up. Now that she finally is pregnant she misses her mother, who had died five years ago, even more. When she gets her mother's desk for her studio, she finds one of her mother's beautiful Christmas cards, unfinished, a card, Ivy had seen never before.It is going to be Christmas at Sea Cottage, their new home, and magic is in the air. Theme and genre: This is a romantic, heartwarming Christmas story about the strong ties between mothers and their daughters. It is also about friedship and beautiful Cornwall. Characters: Ivy Stuart is still missing her mother, but now that she knows that she will soon be a mother, things have changed and she feels really happy. There too are her friends and the nice old ladies, close friends of her mother. Cloudsea has charming, enjoyable Cornish characters who welcome the reader. Plot and writing style: A beautifully written, magical story, not only about Christmas, but about life and new chances. It takes place in a Cornish village with beach walks, but also stormy Winter days. The story is told by Ivy, wtitten in the first person. Conclusion: A magical, romantic book, that takes the reader to a cosy Cornish village. A perfect Christmas read that will make you laugh and cry, but it's the uplifting feelings that will remain with a smile on your face.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""As I stood in the still air of the studio, the moonlight entering the window and falling upon the desk, I knew somehow there was something waiting for me." (Citation page 68)"

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Die Känguru-Apokryphen von Ullstein Tb
Die Känguru-Apokryphen

Inhalt: Nach der Känguru Trilogie gibt es nun neue Episoden aus dem Alltag des Kleinkünstlers und seinem Mitbewohner, dem Känguru. Gleichsam als roter Faden zieht sich eine neue, sehr kreative Variante des bekannten Schere, Stein, Papier Spiels, auch als Schnick, Schnack, Schnuck bekannt, durch das Buch, das Open-Schnick. Eine Erfindung des Kängurus, Regeln, wie immer, die des Kängurus. Thema und Genre: Das Buch nennt sich "Ratgeber für alle Lebenslagen", es finden sich darin auch interessante neue Geschäftsmodelle des Kängurus. Die Lektüre fördert mit Sicherheit auch die Gesundheit, denn Lachen ist gesund und dieses Buch bringt uns zum Lachen, und wie. Charaktere: Was ist an einem kommunistischen, frechen Känguru nicht zu mögen, das ungern das Bad putzt und viele Tricks auf Lager hat. Wir Wiener würden es mit liebevollem Augenzwinkern als "Schnipfer" bezeichnen. Gegen dieses Känguru kann der Kleinkünstler einfach nicht gewinnen - das Bad putzt immer er. Handlung und Schreibstil: Es sind einzelne Episoden, zeitlich aufeinander folgend. Dem Autor gelingt es perfekt, uns Lesern unsere menschlichen Schwächen mit Humor und umwerfend komisch aufzuzeigen. Wir erkennen uns wieder, dies aber herzhaft lachend. Fazit: Der vielen Worte kurzer Sinn: ein Buch für alle, die ein liebenswertes Känguru kennen lernen wollen, das seinen Mitbewohner, einen Autor, der sich selbst als Kleinkünstler bezeichnet, entweder um die Pfote wickelt, oder austrickst. Man muss die Trilogie nicht gelesen haben, das Buch ist selbsterklärend, aber man wird sie, so wie ich, nach diesem Buch unbedingt lesen wollen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Wenn du so vehement die Ursachenforschung unterbindest, musst du dich nicht wundern, dass sich das Problem nicht lösen lässt." (Zitat Seite 58)"

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Der Augenmacher (Ein Klara-Frost-Thriller, Band 1) von Edition M
Der Augenmacher (Ein Klara-Frost-Thriller, Band 1)
Taschenbuch
Magicsunset

Inhalt: In Leipzig wird eine tote blonde Frau gefunden. Sie wurde grausam ermordet und ihre Augen fehlen, sie wurden durch Hühnergötter ersetzt. Vor fünfzehn Jahren hatte der als "Augenmacher" bekannte Serienmörder den ersten Mord dieser Art begangen - doch er war vor sieben Jahren verhaftet worden und hatte sich später in seiner Zelle erhängt. Ein Nachahmungstäter, fragt sich die Ermittlerin Klara Frost. Die Zeit drängt, denn zwei weitere Frauen sind verschwunden. Genre und Thema: in diesem packenden Thriller mit psychologischem Tiefgang geht es um Kindheitstraumata und Okkultismus. Humorvoll werden auch menschliche Schwächen und Eigenheiten aufgezeigt. Charaktere: Klara Frost ist eine reich Erbin, doch sie zieht die Polizeiarbeit dem Nichtstun vor. Eine intelligente Außenseiterin, kaum teamfähig, eine brillante Analystin, furchtlos und mit einer ausgeprägten dunklen Seite. Speziell und unangepasst ist auch der mürrische Münchner Kommissar Malchius Fitz, der schon in den alten Mordfall eingebunden war und dessen Nichte ebenfalls verschwunden ist. Diese beiden Ermittler sind wirklich kein Team im herkömmlichen Sinn, aber zusammen sind sie genial. Handlung und Schreibstil: Dieser Thriller ist sehr spannend und hat ein Tempo, das keine Längen aufkommen lässt. Der Zeitdruck sorgt für eine zusätzliche Straffung der Handlung. Der Plot mit erklärenden Rückblenden bietet auch überraschende Wendungen, bleibt aber logisch und glaubhaft. Der packende Schreibstil nimmt sich trotzdem Zeit für die genaue Schilderung der Protagonisten, für Beschreibungen und Details. Auch wenn die beklemmende, irre Grausamkeit der Taten sehr detailliert geschildert wird, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Besonders denke ich da an eine Szene am Morgen in Frosts Büro, Frost und Fitz, beide extrem unausgeschlafen, misstrauisch, blaffen sie einander an, Kapitel 32, großartig. Fazit: Ein packender Thriller, sehr spannend erzählt und interessante, eigenwillige Ermittler, die man als Leser sofort ins Herz schließt. Ein Pageturner, ganz besonders für Thrillerfans, die eine straffe, vielschichtige Handlung mit psychologischen Hintergründen und interessante, spezielle Ermittler bevorzugen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

""Es ist immer das Opfer, das zum Täter führt." (Originalzitat Seite 60)"

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Das Atelier in Paris: Roman von Pendo
Das Atelier in Paris: Roman
Broschiert

Inhalt: Im Pariser Atelier des vor einem Jahr verstorbenen Malers Sean Lorenz treffen einander durch eine irrtümliche Doppelvermietung der amerikanische Schriftsteller Gaspard und die ehemalige Polizistin Madeline aus London. Gaspard will in Ruhe sein Theaterstück zu Ende schreiben und Madeline hofft auf ein paar erholsame Tage. Doch das Rätsel um die zuletzt entstandenen drei Gemälde von Sean Lorenz zieht sie in ihren Bann; denn diese sind verschollen. Ein Geheimnis umgibt die letzten Jahre eines exzentrischen, tragischen Künstlerlebens und sie beginnen, intensiv nachzuforschen. Thema und Genre: Die Geschichte spielt in Paris und es handelt sich um einen Roman mit der Spannung eines Thrillers. Es geht um Künstler, Beziehungen und Familie, Kindheitserlebnisse als Auslöser von späteren Ereignissen. Auch ein unerfüllter Kinderwunsch ist ein Thema. Charaktere: Hauptprotagonisten sind die ehemalige Polizistin Madeline und der mürrische Autor Gaspard, die durch die gemeinsame Suche nach den geheimnisvollen Gemälden und der Geschichte dahinter lernen, einander zu schätzen. Beide ändern in diesen wenigen, intensiven Tagen vor Weihnachten, als sie in die tragische Lebensgeschichte des Künstlers eintauchen, ihr eigenes Leben in eine neue, positivere Richtung. Handlung und Sprache: Die angenehme Sprache beschreibt das hektische und trotzdem magische Paris kurz vor den Weihnachtsfeiertagen sehr ansprechend, die Charaktere sind sympathisch, haben Tiefgang, und sind trotz ihrer Probleme positiv. Die Handlung selbst, die innerhalb weniger Tage spielt, ist sehr spannend und wird durch Rückblenden zu einer stimmigen Geschichte ergänzt. Fazit: Eine packende Suche nach drei verschwundenen Gemälden wird zu einer Reise in die Vergangenheit eines exzentrischen Künstlers und seiner Familie, zerstört durch ein tragisches Ereignis. Sehr spannend erzählt und durch die Kabbeleien zwischen den beiden liebenswerten Hauptprotagonisten kommt auch der Humor nicht zu kurz.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es ist höchste Zeit, die Sterne wieder zu entzünden.“ (Zitat Seite 77)"

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Das Ritual der Toten (Ein Winter-und-Parkov-Thriller, Band 3) von Edition M
Das Ritual der Toten (Ein Winter-und-Parkov-Thriller, Band 3)
Taschenbuch

Inhalt: Eine schwer traumatisierte, verwahrloste Unbekannte irrt durch Frankfurt und es enthüllen sich neue Zeichen für das Ermittlerduo Marie Winter und Daniel Parkov. Sie müssen erkennen, dass auch nach der Verurteilung des gefährlichen Mörders, der sich selbst „Professor“ nennt, viele Fragen ungeklärt bleiben. Dann geschieht ein Mord, der einem bestimmten Ritual zu folgen scheint, dessen Wurzeln in Afrika liegen, und das tödliche Spiel eines Wahnsinnigen geht weiter. Thema und Genre: Ein spannender Thriller, dessen Spuren tief in die Vergangenheit von Parkovs Familie führen. Es geht um Jugenderlebnisse, die prägend sind, aber auch um alte Rituale und vor allem um die Berufsethik in Forschung und Medizin. Rechtfertigen die enormen finanziellen Gewinne wirklich den Einsatz aller Mittel? Schauplätze sind diesmal neben Frankfurt auch London und der Kongo. Charaktere: Die Ermittler Marie und Daniel mussten lernen, einander zu vertrauen. Wobei Parkov sich nie ganz in die Karten blicken lässt. Er ist unangepasst und der unangenehme neue Chef der Einheit macht die Zusammenarbeit nicht einfacher. Doch die Chemie zwischen Marie und Daniel passt und Marie hat Daniels Schutzschild längst durchschaut und die tiefe Menschlichkeit dahinter erkannt. Ein von den Lesern geschätztes Ermittlerteam aus zwei Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten und ihren eigenen Dämonen. Handlung und Schreibstil: Die straffe Handlung in Zeitrahmen von zwei Wochen ist sehr spannend, mit unvorhersehbaren Wendungen und Verknüpfungen. Als Leser kann man nur den Ermittlungen und Erkenntnissen von Marie und Daniel folgen, eigene Vermutungen anstellen, wird dann aber immer wieder überrascht. Diesmal ergänzt der Autor die Haupthandlung mit einem zweiten, untergeordneten Handlungsstrang, wo Marie dem Polizeitherapeuten einige Vorgänge aus ihrer Sicht schildert, knapp nachdem der Fall gelöst wurde. Tagebuchaufzeichnungen eines Forschers, die Marie liest, erklären die in der Vergangenheit liegenden Zusammenhänge, sodass der Leser ein umfassendes Bild erhält. Der Autor nimmt sich in seinem packenden, einem Thriller angepassten Schreibstil immer wieder Zeit für bildhafte, poetische Beschreibungen, zusammen ergibt das Lesevergnügen pur. Fazit: Das Thema und die Handlung dieser packenden Thrillerserie sind sehr komplex und man sollte diese Serie von drei Bänden idealerweise in der richtigen Reihenfolge lesen. Auch wenn es genügend erklärende Rückblenden gibt, erhöht das Vorwissen die Freude an diesem sehr klug und gekonnt verknüpften Plot, der den Leser raten und vermuten lässt, aber kaum zu durchschauen ist. Für Leser, die neben der Hochspannung auch sprachliche Qualität schätzen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Es sind nicht die Geister der Vergangenheit, vor denen ich mich fürchte, hatte Parkov gesagt, ich fürchte mich nur davor, nichts von ihnen zu lernen.“ (Zitat Seite 415)"

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Club der Romantiker
Club der Romantiker

Inhalt: In Oxford wird eine Tote entdeckt. Es ist eine ehemalige Bibliothekarin des UnivCollege, Laureen Mills, die vor mehr als 24 Jahren spurlos verschwunden war. Eigentlich sollte Inspector Osmer den Fall zu den Akten der ungelösten Fälle legen, da jedoch die Beerdigung mit einem Ehemaligentreffen zusammenfällt, beginnt er, sich umzusehen und Fragen zu stellen. Wissen die Mitglieder des elitären „Club der Romantiker“ mehr über diesen Fall, die im Jahr 1992 in Oxford studiert hatten und jetzt für dieses Treffen wieder nach Oxford gekommen sind? Thema und Genre: Dieser Roman ist eine Verbindung aus Kriminalroman und einer modernen Form eines Entwicklungsromans. Der deutsche Geologiestudent Peter Becker aus Primstal kann durch ein Stipendium ein Jahr an der berühmten Universität Oxford studieren. Es wird der Studentenalltag in den frühen 90ern geschildert mit Spannerparties als einem der Höhepunkte des elitären Studentenlebens. Die politischen und sozialen Aspekte, die Clubs und der Zusammenhalt trotz der sozialen Unterschiede spielen ebenfalls eine Rolle. Es geht auch um Schuld, Gewissen und den Einfluss auf das weitere Leben der betreffenden Personen. Charaktere: Die unterschiedlichen Mitglieder des Club der Romantiker sind sehr gut geschildert und es findet sich eine Vielfalt an unterschiedlichen Charakteren, wie sie an jeder Universität zu finden sind, schrullige Professoren inklusive. Natürlich Engländer, aber auch Schotten und Waliser, die darauf Wert legen, nicht als Engländer bezeichnet zu werden, Russen und Peter Becker, der Sohn einer deutschen Bergarbeiterfamilie. Sie alle haben ihre Eigenheiten und Geheimnisse, das macht sie interessant. Handlung und Schreibstil: Die Sprache ist eine angenehme Mischung zwischen locker, packend und beschreibend, man fühlt sich sofort ins Oxforder Studentenleben der frühen 90er Jahre versetzt. Mit humorvollem Augenzwinkern lässt der Autor den Hauptprotagonisten Peter seine Vergleiche zwischen dem ländlichen Bergbaudorf Primstal und dem elitären Oxford ziehen. Für die beiden Handlungsstränge Vergangenheit und heute auch unterschiedliche Erzählperspektiven (Ich, Peter, in der Vergangenheit und 3. Person Jetztzeit) zu verwenden, ist genial, denn so weiß man als Leser sofort, in welchem Handlungsstrang man gerade liest, ohne dass weitere Zeitangaben notwendig sind. Den dritten Handlungsstrang bilden die Ermittlungen von Inspector Osmer. Diese drei Erzählstränge wechseln einander ab und sind dicht verflochten. Dies gibt dem Roman die Spannung und das Lesen macht Freude. Fazit: Ein Kriminalroman, eine amüsante Schilderung des Studentenlebens in Oxford mit sehr einprägsamen, authentischen Beschreibungen, in denen auch die englische Literatur der Romantik eine Rolle spielt. Drei unterschiedliche, aber immer wieder ineinander greifende Erzählstränge geben der Handlung die Spannung und machen das Lesen packend und unterhaltsam.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"Niemand außer uns weiß, was damals geschah. (Zitat Seite 194)"

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Wie hoch die Wasser steigen von Hanser
Wie hoch die Wasser steigen

Inhalt: Es ist eine extrem dunkle Nacht und der Sturm tobt um die Ölplattform irgendwo im Atlantik vor Marokko, doch die Bohrungen müssen weitergehen. Als die Arbeiten endlich abgebrochen werden, kommt einer der Männer nicht mehr zurück: Mátyás, der beste Freund von Waclaw. Die Suche wird aus Kostengründen rasch eingestellt. Waclaw erhält Urlaub und reist nach Ungarn, um die Sachen seines toten Freundes an dessen Familie zu übergeben. Will er wirklich wieder zurück, auf die nächste Ölplattform? Er macht sich stattdessen auf die Suche nach seinen Wurzeln, nach dem Rest seines Lebens. Thema und Genre: Man könnte diesen Roman als Roadmovie in einzelnen Bildern bezeichnen, Szenen, die durch plötzliche Erinnerungen wie schräg geschachtelt auftauchen und wieder verschwinden. Es geht um das Leben der Menschen in einer globalisierten Welt, wo Entfernungen ein möglicher Weg aus der Armut sind, mehr Geld für sich und die Familie. Natürlich ist auch Fernweh ein Thema, die Sehnsucht, die Enge der Kindheit zu verlassen. Es geht auch um die Frage, was der Verlust der eigenen Wurzeln mit den Menschen macht. Charaktere: Waclaw, schon über 50 Jahre alt, ist anders, als man sich Männer im harten, gefährlichen Leben mitten auf dem Meer vorstellt. Er ist manchmal verträumt, verloren, er ist auf der Suche nach seinem „anderen“ Leben, nach Milena, die er immer wieder verlassen hat, um das fehlende Geld auf einer Ölbohrinsel zu verdienen. Als er Enzo „Alois“ in Bobbio, Norditalien, besucht, den besten Freund seines verstorbenen Vaters, überzeugt ihn dieser, weiter nach Norden zu fahren, zu Milena. Waclaw trifft auf seiner Reise die unterschiedlichsten Personen, sie alle sind sehr gut beschrieben und überzeugen. Handlung und Sprachstil: Die Reise von Waclaw ist das chronologische Kernstück der Handlung, immer neue Zwischenhalte machen die Ereignisse interessant und überraschen. Die Frage, ob es eine Zukunft mit Milena geben kann, macht die Geschichte spannend. Die wie auf Stichworte bunt in die Handlung geschriebenen Erinnerungen irritieren teilweise den Ablauf und unterbrechen den Lesefluss. Wirklich großartig und beeindruckend ist die poetische Sprache dieser Autorin. Metapher und Symbolik wie die enge Bohrinsel, der enge Pick-up, Brieftauben als Symbol für Heimkehr, bereichern die Schilderungen und regen zum Nachdenken an. Fazit: Für mich ist es besonders die intensive Sprache, in der diese innere und äußere Reise von Afrika bis an die polnische Ostseeküste geschildert wird, die diesen Roman prägt. Keine einfach zu lesende Geschichte, teilweise deprimierend, mit einem ernsten, vielschichtigen Thema, das auch in Zukunft gesellschaftlich aktuell sein wird. Für diesen ersten Roman einer jungen Autorin braucht man Zeit, aber die sollte man sich nehmen.

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Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

"„Sie trieben auf einem sehr breiten Strom, aber anders als die Helden in den Abenteuerbüchern seiner Kindheit konnten sie fallen, und diejenigen, die fielen, kamen nicht zurück.“ (Zitat Seite 99)"

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